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Dokumentenidentifikation DE3533209C2 11.03.1993
Titel Vorrichtung zum vorübergehenden Öffnen einer Magazinbeute für Bienen
Anmelder Werner Seip, Bienenzuchtbedarf und biologische Produkte, Groß- und Einzelhandel, Versandhandel, 6308 Butzbach, DE
Vertreter Haar, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 6360 Friedberg
DE-Anmeldedatum 18.09.1985
DE-Aktenzeichen 3533209
Offenlegungstag 19.03.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.03.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.03.1993
IPC-Hauptklasse A01K 51/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum vorübergehenden Öffnen einer von Bienen bevölkerten Magazinbeute an der Unterseite einer Zarge, bestehend aus einem um eine Zarge oder den Boden der Magazinbeute herumlegbaren, an der Zarge und/ oder auf dem Untergrund abstützbaren Rahmen, dessen einer Schenkel ein Lager für eine Unterkante der Zarge beim Hochkippen bildet und dessen diesem Schenkel gegenüberliegender Schenkel eine Stütze trägt, auf die die hochgekippte Zarge mit ihrer Unterseite auflegbar ist, nach Patent 35 09 598).

Die Vorrichtung nach dem Hauptpatent hat sich in der Praxis gut bewährt. Beim Öffnen von höheren, aus drei oder vier aufeinandergesetzten Zargen bestehenden Beuten mit entsprechend größerem Gewicht hat sich aber gezeigt, daß die mit der Vorrichtung erzielte Stabilität und Standfestigkeit in der Offenstellung den Anforderungen nicht immer genügte.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung nach dem Hauptpatent zu schaffen, die sich durch eine größere Stabilität und Standfestigkeit auszeichnet.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Stütze aus zwei parallelen Streben besteht, die durch einen zum Schenkel des Rahmens parallelen, an die Unterkante der hochgekippten Zarge anlegbaren Steg starr miteinander verbunden sind und deren freie Enden schwenkbar an dem Schenkel gelagert sind. Mit der erfindungsgemäß ausgebildeten Stütze wird ein zum Kipplager der Vorrichtung paralleles Auflager für die unterste der hochgekippte Zargen geschaffen, so daß die hochgekippten Zargen sicher und standfest gehalten werden und die Gefahr des Umkippens vermieden ist.

Vorzugsweise ist der Abstand der Streben bei der erfindungsgemäßen Stütze so bemessen, daß die Enden der Streben annähernd spielfrei zwischen die Seitenschenkel des Rahmens greifen. Hierdurch wird ein seitliches Verrutschen der Stütze vermieden und ihre Standfestigkeit erhöht. Die Länge des Stegs ist dabei etwa gleich der Breite einer Zarge, so daß die Zarge in voller Breite an dem Steg abgestützt werden kann.

Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung bestehen die Streben und der Steg aus Winkelprofilen, die an den Verbindungsstellen miteinander verschweißt sind. Das Winkelprofil des Stegs, dessen Länge geringfügig größer ist als die Breite der Zargen ist aber so angeordnet, daß es die Unterkante einer zu stützenden Zarge umgreift, während die Streben mit ihren Enden über die Anschlußstelle am Steg hinausragen und dadurch seitliche Anschläge für die zu stützende Zarge bilden. Auf diese Weise werden die Stütze und die hochgekippte Zarge aneinander gegen Abrutschen gesichert. Die Enden der Streben sind vorzugsweise gegabelt und auf den durch einen zylindrischen Stab gebildeten Schenkel des Rahmens aufsteckbar. Um beim Einhängen der erfindungsgemäßen Vorrichtung zwischen zwei Zargen, die den Rahmen tragende untere Zarge beim Hochkippen der oberen Zargen in ihrer Standfestigkeit zu stabilisieren, ist nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung an dem die Stütze tragenden Schenkel des Rahmens eine Fußraste befestigbar, die sich vom Schenkel zum Untergrund hin erstreckt. Hierdurch kann der Imker beim Öffnen der Magazinbeute mit dem Fuß die untere Zarge belasten, so daß die Gefahr des Kippens der unteren Zarge durch eine beim Öffnen der Magazinbeute eintretende Verlagerung des Schwerpunkts aus der Aufstandsfläche heraus vermieden ist. Vorzugsweise ist die aus Rundmaterial gebogene Fußraste in den durch ein Rohr gebildeten Schenkel des Rahmens einsteckbar und kann somit zum Aufsetzen des Rahmens auf den Untergrund herausgenommen werden.

Weitere Merkmale und Vorteile derErfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger bevorzugter Ausführungsbeispiele, die in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigt

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer Stütze und einer Fußraste und

Fig. 2 eine Seitenansicht einer mittels der Vorrichtung gemäß Fig. 1 zwischen zwei Zargen vorübergehend geöffneten Magazinbeute.

Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung besteht aus einem rechteckigen Rahmen 1 und einer mit dem Rahmen 1 lösbar verbundenen Stütze 2. Der Rahmen 1 besteht aus Edelstahl und ist aus einzelnen Blechstreifen 4, 5, 6 und einem Rohr 7 gebildet, die durch Schweißen miteinander verbunden sind. Ein Schenkel 4 des Rahmens 1 besteht aus einem ungleichschenklig abgekanteten Profilstreifen, dessen schmaler Schenkel 13 etwa parallel zur Aufstandsfläche verläuft und in die Rahmenöffnung ragt und dessen breiter Schenkel 14 etwa in einem Winkel von 135° zum Schenkel 13 nach außen von dem Rahmen 1 wegragt.

Der Schenkel 4 ist an seinen Enden mit den Seitenschenkeln 5, 6 verschweißt, deren Oberkante zur Versteifung eine schmale Abkantung aufweist. Die Breite der Seitenschenkel 5, 6 wird mit zunehmendem Abstand vom Schenkel 4 geringer und reicht an den vom Schenkel 4 entfernten Enden gerade zur Befestigung des Rohres 7 aus, das parallel zum Schenkel 4 verläuft.

Die Stütze 2 besteht aus zwei gleichlangen Streben 8, 9, die mit gegabelten Enden auf das Rohr 7 aufgesteckt sind und die an ihren Enden durch einen Steg 10 starr miteinander verbunden sind. Der Steg 10 ist parallel und die Streben 8, 9 sind senkrecht zum Rohr 7 ausgerichtet. Die Streben 8, 9 und der Steg 10 bestehen aus rechtwinkeligen Winkelprofilen, die so zueinander angeordnet sind, daß sie mit einem Schenkel in einer gemeinsamen, außerhalb des Rahmens 1 verlaufenden Ebene liegen. Der andere Schenkel der Winkelprofile befindet sich jeweils am Innenrand der Stütze 2 und erstreckt sich vom ersten Schenkel aus in Richtung auf den Rahmen 1. Der Abstand der Streben 8, 9 ist so bemessen, daß sie an der Innenseite der Seitenschenkel 5, 6 anliegen. Hierdurch ist die Stütze 2 gegen seitliche Verschiebung gesichert. Mit seiner Außenseite bildet der Steg 10 eine Rinne, in die sich die Unterkante einer gekippten Zarge einlegen kann. Hierdurch wird eine sichere und stabile Auflage für die Zarge geschaffen. Die Rinne des Stegs 10 ist an ihren Enden durch die Streben 8, 9 begrenzt, so daß die Zarge auch gegen seitliches Verrutschen gesichert ist.

Um beim Öffnen einer Magazinbeute zwischen zwei Zargen die Standsicherheit der den Rahmen 1 tragenden unteren Zarge 16 und des Bodens 15 während des Hochkippens der oberen Zargen 20, 21 zu erhöhen, ist in das Rohr 7 eine Fußraste 22 einhängbar, die sich von dem Rohr 7 nach unten erstreckt und in geringer Höhe über dem Untergrund, auf dem die Magazinbeute steht, einen Tritt 23 aufweist, auf den eine Bedienungsperson einen Fuß aufsetzen kann. Die Fußraste besteht vorzugsweise aus einem gebogenen Rundstab 24 an dem der aus einem Blech geformte Tritt 23 angeschweißt ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Fußraste 22 von einer Seite in das Rohr 7 einsteckbar. Sie kann aber auch aus einem U-förmigen Bügel bestehen, dessen Enden von beiden Seiten in das Rohr 7 eingreifen.

In Fig. 2 ist die Anwendung der beschriebenen Vorrichtung an einer Magazinbeute gezeigt, die aus einem Boden 15, drei aufeinandergesetzten Zargen 16, 20, 21 und einem Deckel 17 besteht. Zum Öffnen der Magazinbeute zwischen der Zarge 16 und der Zarge 20 wird der Rahmen 1 über den Deckel 17 und die Zargen 21, 20 gestreift und mit dem als Greifer dienenden Schenkel 13 in den Spalt zwischen den Zargen 16, 20 geschoben, wobei der Schenkel 4 sich an der Feder 19 der Zarge 16 anlegt. Anschließend wird das entgegengesetzte Ende des Rahmens 1 soweit nach unten geschwenkt, bis sich das Rohr 7 an der Seitenwand der Zarge 16 abstützt. In das Rohr 7 wird die Fußraste 22 eingehängt. Der Imker tritt nun mit einem Fuß auf den Tritt 23 der Fußraste 22 und kippt dann den aus den Zargen 20, 21 und dem Deckel 17 bestehenden Teil der Magazinbeute nach hinten. Da sich hierbei das Gewicht der Zargen 20, 21 und des Deckels 17 ausschließlich über den Schenkel 13 auf dem Rand der Zarge 16 abstützt, könnte die Zarge 16 bei zu geringem Eigengewicht nach hinten umkippen. Durch das Belasten der Fußraste 15 wird dies zuverlässig verhindert.

Soll die Offenstellung der Magazinbeute etwas länger beibehalten werden, so wird die Stütze 2 auf das Rohr 7 aufgesteckt und so weit geschwenkt, bis sich die Unterkante der Zarge 20 in die durch den Steg 10 gebildete Rinne legt. Da nun das Gewicht der Zargen 20, 21 und des Deckels 17 sowohl auf dem Schenkel 13 als auch auf der Stütze 2 ruht, ist die Standfestigkeit der gesamten Anordnung wieder gegeben, so daß der Imker die Fußraste entlasten und sich frei bewegen kann. Vor dem Herausnehmen der Stütze 2 und dem Schließen der Magazinbeute muß die Fußraste 22 jedoch erneut belastet werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum vorübergehenden Öffnen einer von Bienen bevölkerten Magazinbeute an der Unterseite einer Zarge, bestehend aus einem um eine Zarge oder den Boden der Magazinbeute herumlegbaren, an der Zarge und/oder auf dem Untergrund abstützbaren Rahmen, dessen einer Schenkel ein Lager für eine Unterkante der Zarge beim Hochkippen bildet und dessen diesem Schenkel gegenüberliegender Schenkel eine Stütze trägt, auf die die hochgekippte Zarge mit ihrer Unterseite auflegbar ist, nach Patent 35 09 598, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütze (2) aus zwei parallelen Streben (8, 9) besteht, die durch einen zum Schenkel (7) des Rahmens parallelen, an die Unterkante der hochgekippten Zarge (20) anlegbaren Steg (10) starr miteinander verbunden sind und deren freie Enden schwenkbar an dem Schenkel (7) gelagert sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Streben (8, 9) so bemessen ist, daß ihre Enden annähernd spielfrei zwischen die Seitenschenkel (5, 6) des Rahmen (1) greifen.
  3. 3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Streben (8, 9) und der Steg (10) aus Winkelprofilen bestehen, die an den Verbindungsstellen miteinander verschweißt sind.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Winkelprofil des Stegs (10), dessen Länge die Breite der Zargen geringfügig überschreitet, derart an den Streben (8, 9) befestigt ist, daß es beim Anlegen die Unterkante einer Zarge (20) umgreift und daß die Streben (8, 9) mit ihren Enden über die Anschlußstelle am Steg (10) hinausragen und seitliche Anschläge für die Zarge (20) bilden.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden der Streben (8, 9) gegabelt und auf den durch einen zylindrischen Stab gebildeten Schenkel (7) des Rahmens (1) aufsteckbar sind.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an dem die Stütze (2) tragenden Schenkel (7) des Rahmens (1) eine Fußraste (22) befestigbar ist, die sich vom Schenkel (7) zum Untergrund (18) hin erstreckt.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Rundmaterial gebogene Fußraste (22) in den als Rohr ausgebildeten Schenkel (7) des Rahmens (1) einsteckbar ist.






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