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Dokumentenidentifikation DE3781148T2 11.03.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0298097
Titel DRUCKAUSTAUSCH FÜR FLÜSSIGKEITEN.
Anmelder Hauge, Leif J., Trondheim, NO
Erfinder Hauge, Leif J., Trondheim, NO
Vertreter Pagenberg, J., Dr.jur.; Frohwitter, B., Dipl.-Ing., Rechtsanwälte; Bardehle, H., Dipl.-Ing.; Dost, W., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Altenburg, U., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte; Geißler, B., Dipl.-Phys.Dr.jur., Pat.- u. Rechtsanw., 8000 München
DE-Aktenzeichen 3781148
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 30.12.1987
EP-Aktenzeichen 889005997
WO-Anmeldetag 30.12.1987
PCT-Aktenzeichen NO8700086
WO-Veröffentlichungsnummer 8805133
WO-Veröffentlichungsdatum 14.07.1988
EP-Offenlegungsdatum 11.01.1989
EP date of grant 12.08.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.03.1993
IPC-Hauptklasse F04F 11/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf Druckaustauscher zur Übertragung von Druckenergie von einem Flüssigkeitsstrom eines Flüssigkeitssystems auf einen Flüssigkeitsstrom eines anderen Flüssigkeitssystems mit einem Gehäuse mit einer Einlaß- und einer Auslaßröhrenleitung für jeden Flüssigkeitsstrom, und einem in dem Gehäuse angeordneten und zur Rotation um seine longitudinale Achse angepaßten zylindrischen Rotor, und ist mit einer Anzahl von Durchgängen oder Bohrungen ausgestattet, welche sich parallel zu der longitudinalen Achse erstrecken, und mit einer Öffnung an jedem Ende, wobei die Einlaß- und Auslaßröhrenleitung des Flüssigkeitssystems Röhrenleitungspaare bilden, die nahe der jeweiligen Endseite des Rotors angeordnet sind, und die Bohrungen des Rotors in einer derartigen Verbindung mit den Einlaß- und den Auslaßröhrenleitungen des Gehäuses angepaßt sind, daß sie abwechselnd Flüssigkeit unter hohem Druck und Flüssigkeit unter niedrigem Druck des jeweiligen Systems während der Rotation des Rotors transportieren.

Durch die US-Patentschrift 3 431 747 ist ein Druckaustauscher der oben erwähnten Art bekannt, bei dem zur Trennung der Flüssigkeiten der beiden Systeme eine Kugel in jede Bohrung eingeführt worden ist. Die Kugelbewegung ist eingeschränkt durch die Anordnung eines Sitzes oder eines Anschlages in jedem Ende jeder Bohrung, wogegen die Kugel sich stützen kann. Die Sitze verursachen eine Verringerung des Querschnitts der Bohrungen, und die Kugeln, die Bohrungen wie auch die Sitze werden mechanischer Abnutzung ausgesetzt, was zu Undichtheit führt. Darüber hinaus muß auf Grund des kleinen Spiels zwischen Kugeln und den Wandungen der jeweiligen Bohrungen eine große Kraft auf die Kugeln ausgeübt werden, um diese bei hohen Flüssigkeitsgeschwindigkeiten zu bewegen, was zu einem Energieverlust führt. Wenn der Flüssigkeitsstrom durch das schlagartige Auftreffen der Kugeln auf ihre Sitze plötzlich stoppt, können Kavitationen auftreten, welche schädlich für benachbarte Teile sein können. Die Anordnung einer Kugel und zweier Ventilsitze mit Dichtungsringen, Federn usw. für jede Bohrung impliziert, daß die Vorrichtung kompliziert und teuer wird. Darüber hinaus wird die oben erwähnte Abnutzung das zeitintensive und teure Auswechseln von Teilen der Komponenten des Druckaustauschers notwendig machen. Durch die Anordnung von Einlaß- und Auslaßröhrenleitungen, welche Flüssigkeit von nur einer Bohrung zur Zeit ablassen bzw. aufnehmen, erfolgt der Strom intermittierend.

Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, die in geringerem Ausmaß mit den oben erwähnten Nachteilen belastet ist.

Die charakteristischen Eigenschaften der Vorrichtung gemäß der Erfindung werden aus den Ansprüchen ersichtlich.

Die Erfindung wird im Detail in der folgenden Beschreibung mit Bezugnahme auf die begleitende Zeichnung beschrieben, die Ausführungsbeispiele eines Druckaustausches entsprechend der Erfindung darstellt.

Fig. 1 ist eine schematische perspektivische Ansicht eines Druckaustauschers gemäß der Erfindung.

Fig. 2 ist eine Schnittansicht entlang der Linie II-II in Fig. 1, wobei Teile entfernt worden sind.

Fig. 3 ist eine Schnittansicht entlang der Linie III-III in Fig. 2.

Fig. 4 ist eine Ansicht in Richtung des Pfeils A in Fig. 2, wobei Teile weggelassen wurden.

Fig. 5 ist eine Ansicht der dem Rotor gegenüberstehenden Endstücköffnungen.

Fig. 6a bis 6f sind die Funktionsweise des Druckaustauschers beschreibende Schnittansichten.

Fig. 7a bis 7b sind die Funktionsweise des Druckaustauschers beschreibende Geschwindigkeitsdiagramme.

Fig. 8 ist eine schematische Ansicht einer Vorrichtung gemäß der Erfindung, wobei die Vorrichtung mit zwei Flüssigkeitsbehältern verbunden ist.

Fig. 9a bis 9c sind Ansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Endstücks.

Wie Fig. 1 verdeutlicht, besteht der Druckaustauscher gemäß der Erfindung aus einem röhrenförmigen im wesentlichen zylindrischen Gehäuse 1, welches an jedem Ende einen ringförmigen Flansch 2, 3 mit einer Anzahl durchgehender Löcher hat.

Zwei im wesentlichen identische Endstücke 4, 5, beide mit einem ringförmigen Flansch 6, 7 mit einem zu den ringförmigen Flanschen des Gehäuses korrespondierenden Durchmesser und durchgehenden Löchern ausgestattet, sind an den jeweiligen Endteilen des Gehäuses 1 abdichtend befestigt, wobei die ringförmigen Flansche 2, 3 des Gehäuses 1 an die Flansche 6, 7 der jeweiligen Endstücke 4, 5 mit Hilfe von nicht dargestellten Bolzen, welche in die Löcher eingeführt werden, und Muttern befestigt werden. Um eine dichte Verbindung zu erhalten, kann ein Dichtungsring zwischen den ringförmigen Flanschen bereitgestellt werden.

Ein zylindrischer Rotor 8 ist in dem röhrenförmigen Gehäuse 1 angeordnet, wobei der Außendurchmesser des Rotors an den Innendurchmesser des Gehäuses 1 derart angepaßt ist, daß der Rotor 8 leicht im Gehäuse 1 rotieren kann. Die Endoberflächen des Rotors erstrecken sich normal zu seiner longitudinalen Achse, und seine Länge entspricht näherungsweise der Länge des Gehäuses 1. Der Rotor 8 hat eine Anzahl von axial durchgehenden Durchführungen 9. Wie gezeigt, können diese einen kreisförmigen Querschnitt haben, deren longitudinale Achsen gleichmäßig beabstandet sind und sich entlang zweier Zylinderflächen erstrecken, die sich koaxial bezüglich des Rotors erstrecken. Der Durchmesser von und die Räume zwischen den Bohrungen entlang einer der Zylinderflächen können jedoch unterschiedlich von dem Durchmesser von und den Zwischenräumen zwischen den Bohrungen entlang der anderen Zylinderfläche sein. Darüber hinaus können Bohrungen entlang nur einer oder mehrerer als zwei Zylinderflächen angeordnet sein.

In jedem der Endstücke 4, 5 sind zwei Durchführungen 12, 13 bzw. 14, 15, die sich nahe aneinander erstrecken und eine gemeinsame Wand oder Trennwand 16 bzw. 17 haben, welche sich vom Inneren, dem Gehäuse 1 gegenüberstehenden Ende und dem Rotor 8 und entlang mindestens eines Teils der Länge der Röhrenleitungen erstreckt. Wie in Fig. 4 und 5 deutlich wird, sind die inneren Öffnungen 18, 19 bzw. 20, 21 jedes Röhrenleitungspaares näherungsweise halbkreisförmig, wobei der Kreisdurchmesser etwas kleiner als der Radius des Rotors 8 sein kann, wobei eine Schulter oder Gleitfläche für den Rotor gebildet ist, welche im wesentlichen eine Bewegung des Rotors 8 in longitudinaler Richtung des Gehäuses 1 verhindert, während Rotation erlaubt ist und wobei eine bessere Abdichtung zwischen Rotor und Gehäuse erreicht wird. Die Trennwand zwischen den Öffnungen 18, 19 bzw. 20, 21 erstreckt sich zu den jeweiligen Endflächen des Rotors 8 in der Weise, daß dieser sich während der Rotation abdichtend gegen die Endkante der Trennwand abstützen und auf ihr gleiten kann. Die Trennwand und die Gleitfläche können weiterhin eine Dichtungsvorrichtung umfassen, welche eine Dichtung zwischen dem Rotor und der Trennwand bzw. der Endstücke bereitstellt. Die Dicke der Trennwand kann konstant oder variabel entlang einer radialen Linie vom Zentrum der halbkreisförmigen inneren Öffnungen sein, wie in Fig. 9 abgebildet ist, wobei die Dicke etwas größer ist als die Querdimension der Bohrungen, die sich in der korrespondierenden Entfernung von der longitudinalen Achse des Rotors befinden. Wie in Fig. 2 deutlich wird, erstreckt sich die longitudinale Achse des inneren Teils 10 der Röhrenleitung im wesentlichen in einem Winkel in Relation zur Rotationsebene des Rotors 8, während die longitudinale Achse des äußeren Teils 11 der Röhrenleitung sich im wesentlichen parallel dazu erstreckt. Die longitudinalen Achsen des äußeren Teils 11 der Röhrenleitungen können parallel zueinander oder in einem Winkelabstand voneinander in dieser Ebene angeordnet sein, wie in Fig. 9 gezeigt ist. Das äußere Endteil 11 der Röhrenleitung kann mit Flanschen oder Gewinden (nicht abgebildet) zur Verbindung der Röhrenleitung mit den Rohren oder einem Rohrsystem ausgestattet sein.

Die geneigte Wand des inneren Teils der Röhrenleitung gegenüber dem Rotor ist im wesentlichen S-förmig in einem kreisförmigen koaxialen Abschnitt relativ zur longitudinalen Achse des Rotors, wobei sich der dem Rotor am nächsten und am entferntesten liegende Wandteil näherungsweise parallel zur oder in einem kleinen Winkel relativ zur Rotationsebene erstreckt, während der dazwischenliegende Teil sich in einem größeren Winkel dazu erstreckt. Genauer gesagt, kann die Steigung der Wand entlang dieses Abschnitts und relativ zur Rotationsebene näherungsweise eine Sinusfunktion des in der Rotationsebene gemessenen Winkels zwischen dem Rotor und der Rotationsrichtung sein, welcher zwischen zwei Ebenen gebildet wird, die beide die longitudinale Achse des Rotors umfassen, aber wobei die erste Ebene oder die Bezugsebene zusätzlich den Teil der betreffenden Röhrenleitung umfaßt, welcher während der Rotation des Rotors zuerst von dessen Bohrungen erreicht wird, und wobei die zweite Ebene den betreffenden Wandteil umfaßt.

Wie in der Abbildung gezeigt, sind die zwei Endstücke 4, 5 in der Rotationsebene in einem 180º-Winkel gegenseitig versetzt in der Weise, daß die äußeren Öffnungen der Röhrenleitungspaare in entgegengesetzte Richtungen zeigen. Wie in Fig. 2 und 4 gezeigt ist, kann ein Schaft 22, welcher sich abdichtend durch die Trennwand 17 des Endstücks 4 erstreckt, und welcher mit einem elektrischen Rotor (nicht gezeigt) oder ähnlichem verbunden ist, fest mit dem Rotor zwecks Rotation desselben verbunden werden.

Die Funktionsweise des Druckaustauschers entsprechend der Erfindung wird in der folgenden Beschreibung mit Bezugnahme auf Fig. 6 und 8 im Detail beschrieben.

Zur Rückgewinnung der Druckenergie einer ersten Flüssigkeit, z. B. in einem Prozeß verbrauchte bzw. verschwendete Flüssigkeit, wobei diese Flüssigkeit genutzt werden soll, den Druck einer anderen Flüssigkeit, welche im Zusammenhang mit einem anderen Prozeß genutzt wird, zu erhöhen, wird ein Versorgungsrohr 30, welches die verbrauchte Flüssigkeit befördert, mit der Röhrenleitung 12 des Druckaustauschers verbunden, und ein Schlauch 31 zur Versorgung der anderen Flüssigkeit wird mit der Röhrenleitung 15 verbunden. Weiterhin wird ein Auslaßrohr 32 für die verbrauchte Flüssigkeit mit der Röhrenleitung 13 verbunden, und ein Auslaßrohr 33 für die andere Flüssigkeit wird mit der Röhrenleitung 14 verbunden. Im folgenden wird Flüssigkeitsdruck mit p bezeichnet und für die Bezeichnung des Flüssigkeitsdrucks in den jeweiligen Röhrenleitungen wird diesem Bezeichnungsbuchstaben ein Suffix entsprechend zur Bezeichnungsnummer der Röhrenleitung beigeordnet.

Es wird festgelegt, daß p12 > p14 > p15 > p13 ist. Zur Beschreibung der Funktionsweise wird der Flüssigkeitsstrom einer einzelnen Rotorbohrung beschrieben, wobei angenommen wird, daß der Rotor mit einem Motor angetrieben wird. Die Fig. 6a bis 6f zeigen die aufeinanderfolgenden Positionen dieser Bohrung 9 während der Rotation des Rotors 8. Fig. 6a beschreibt den Rotor in einer Position, wo die betreffende Bohrung 9 gerade in Wechselwirkung mit der Röhrenleitung 13 und 15 gebracht worden ist. Da p15 > p13, beginnt dadurch die Verdrängung der verbrauchten Flüssigkeit, welche sich in der Bohrung befindet. Wenn der Rotor die in Fig. 6b abgebildete Position durchlaufen hat und die in Fig. 6c abgebildete Position erreicht hat, in welcher sich die Bohrung nahe an den Trennwänden 16, 17 befindet, ist näherungsweise die ganze verbrauchte Flüssigkeit aus der Bohrung verdrängt, und diese ist mit der anderen Flüssigkeit gefüllt worden. Wenn der Rotor die in Fig. 6b abgebildete Position erreicht, wobei die Bohrung für Wechselwirkung mit den Röhrenleitungen 12 und 14 geöffnet ist, steigt der Flüssigkeitsdruck augenblicklich auf einen Pegel zwischen den Drücken p12 und p14, und der hohe Druck p12 der verbrauchte Flüssigkeit wird die Initiierung eines Flüssigkeitsstromes in die Röhrenleitung 12 verursachen und die andere Flüssigkeit verdrängen, so daß diese aus der Röhrenleitung 14 herausfließt. Der Druck der Flüssigkeit in der Röhrenleitung 14 kann hierbei mit Hilfe eines Steuerventils (nicht abgebildet) oder einer ähnlichen Vorrichtung gesteuert werden.

Wenn der Rotor die in Fig. 6e gezeigte Position durchlaufen und die in Fig. 6f gezeigte Position erreicht hat, wo die Bohrung wieder durch die Trennwände 16, 17 geschlossen ist, ist nahezu die ganze andere Flüssigkeit in der Bohrung durch die verbrauchte Flüssigkeit verdrängt worden. Wenn der Rotor während kontinuierlicher Rotation erneut die in Fig. 6a abgebildete Position erreicht, wo die Röhrenleitung für Wechselwirkung mit den Röhrenleitungen 13 und 15 geöffnet ist, wird der oben beschriebene Kreislauf wieder von Neuem angefangen.

Fig. 7a und b zeigen Geschwindigkeitsdiagramme für den Einlaß und den Auslaß einer einzelnen Bohrung des Rotors, wobei C1 und C2 die absolute Geschwindigkeit der Flüssigkeit bezeichnen, W1, W2 bezeichnen die Flüssigkeitsgeschwindigkeit relativ zur Röhrenleitung, und U bezeichnet die Geschwindigkeit der Bohrung relativ zum Gehäuse. C1U und C2U bezeichnen die Komponenten von C1 bzw. C2, welche sich in die Richtung von U erstrecken. Obwohl oben erwähnt ist, daß der Rotor durch einen Motor angetrieben wird, ist es jedoch offensichtlich, daß der geneigte innere Teil 10 der Flüssigkeitseinlaßröhrenleitung 12 und 15 in Kombination mit den sich axial erstreckenden Bohrungen 9 eine Ausübung von Moment bzw. Drehmoment verursachen wird, welches den Rotor zu rotieren sucht, wobei dieses Moment proportional zu (C1U- C2U) ist. Auf diese Weise ist ein Motor zur Rotation des Rotors in diesem Fall überflüssig. Falls der Unterschied zwischen den Flüssigkeitsdrücken ausreichend groß ist, wird es auch nicht notwendig sein, eine Flüssigkeitspumpe bereitzustellen, um den Fließwiderstand der Rohre zu überwinden, wobei der Druckunterschied für den gewünschten Flüssigkeitsstrom sorgt.

Falls der Druck der verbrauchten Flüssigkeit dem der anderen Flüssigkeit gleich ist, d. h. p12 = p14 und p13 = p15 und die Flüssigkeitsverdrängung in den Bohrungen nicht wie oben erwähnt mit Hilfe von Druckunterschieden erreicht werden kann, muß für einen solchen Fluß auf einem anderen Weg gesorgt werden. Eine Möglichkeit ist, Zirkulations- oder Flüssigkeitspumpen 42, 43, wie in Fig. 8 abgebildet, bereitzustellen, um den Fließwiderstand des zugeordneten Rohrsystems zu überwinden. Fig. 8 illustriert schematisch den Fall, in dem der Druckaustauscher benutzt wird zur Versorgung eines Reservoirs 40 auf einem hohen Standort, z. B. mit heißem Wasser, von einem Reservoir 41 auf einem tieferen Standort, wobei das von dem hohen Reservoir fließende kalte Wasser genutzt wird, um den Druck des Wassers, welches vom tiefen Reservoir fließt, zu erhöhen. Hierbei wird eine Pumpe 42 im Rohr 44, welches die Röhrenleitung 14 mit dem hohen Reservoir 40 verbindet, und eine Pumpe 43 im Rohr 47, welches das tiefere Reservoir mit der Röhrenleitung 15 verbindet, bereitgestellt. Alternativ kann jedoch der Druckaustauscher durch den geneigten inneren Teil der Röhrenleitungen 12 bzw. 15 als Pumpe arbeiten, wobei das notwendige Moment für die Rotation des Rotors, wie in Fig. 7b gezeigt, näherungsweise proportional zur Differenz (C2U-C1U) ist. Wie aus dieser Abbildung deutlich wird, ist diese Differenz bei einer passenden Geschwindigkeit U der betrachteten Bohrung positiv. Folglich können die Flüssigkeitspumpen 42, 43 überflüssig sein, falls der Rotor mit Hilfe eines Motors betrieben wird.

Auf Grund des gleichzeitigen Kommunizierens einer großen Zahl von Bohrungen 9 mit den Röhrenleitungen 12, 13 bzw. 14, 15 fließt Flüssigkeit immer in diesen, und da die während der Rotation des Rotors durch einen halben Abschnitt der Trennwand abgedeckten und geschlossenen Bohrungsöffnungsflächen gleichzeitig der durch die anderen diametral gegenüberliegenden Hälfte der Trennwand geöffneten Röhrenleitungsöffnungsfläche entspricht, pulsiert der Flüssigkeitsstrom nur in geringem Ausmaß in den Bohrungen. Auf Grund der oben erwähnten Bauart wird der Druckaustauscher der Erfindung entsprechend sehr schnelle Flüssigkeitsströme erlauben und eine größere Effizienz als die bekannten Druckaustauscher haben. Insbesondere bei großen Flüssigkeitsgeschwindigkeiten ist es wichtig, daß der Flüssigkeitsstrom stationär ist. Auf Grund der oben erwähnten Form des inneren Teils der Röhrenleitungswand, welche dem Rotor gegenüberliegt, ist es möglich, zu erreichen, daß die Komponente der Geschwindigkeit in longitudinaler Richtung des Rotors der rein- bzw. rausfließenden Geschwindigkeit in der Nähe der Bohrungen klein ist, wobei die Bohrungen gerade von der Trennwand weg bzw. unter der Trennwand durchbewegt z. B. geöffnet bzw. geschlossen werden, während diese Komponente der Flüssigkeitsstromgeschwindigkeit an den dazwischenliegenden Bohrungen groß ist und daß der Übergang von kleiner zu großer Geschwindigkeit glatt ist. Diese Gestalt der Wand führt zu einer weichen Beschleunigung und Verlangsamung des Flüssigkeitsstroms in den Bohrungen, welche mit großer Wirksamkeit und ohne Verstopfungen stattfindet und welche zu einer weiteren Verminderung von Flüssigkeitsstrompulsen beiträgt.


Anspruch[de]

1. Druckaustauscher zur Übertragung von Druckenergie von einem Flüssigkeitsstrom eines Flüssigkeitssystems auf einen Flüssigkeitsstrom eines anderen Flüssigkeitssystems mit einem Gehäuse (1) mit einer Einlaß- und einer Auslaßröhrenleitung (12, 13 bzw. 14, 15) für jeden Flüssigkeitsstrom, und einem in dem Gehäuse (1) angeordneten und zu Rotation um seine longitudinale Achse angepaßten zylindrischen Rotor (8), und mit einer Anzahl von Durchgängen oder Bohrungen (9) ausgestattet, welche sich parallel zu der longitudinalen Achse erstrecken und eine Öffnung an jedem Ende haben, wobei die Einlaß- und Auslaßröhrenleitungen des Flüssigkeitssystems Paare von an entsprechenden Seiten des Rotors (8) bereitgestellten Röhrenleitungen bilden, und die Bohrungen des Rotors (8) zu einer derartigen Verbindung mit den Einlaß- und Auslaßröhrenleitungen des Gehäuses angepaßt sind, daß sie abwechselnd Flüssigkeit unter hohem Druck und Flüssigkeit unter niedrigem Druck des entsprechenden Systems während einer Rotation des Rotors führen, dadurch gekennzeichnet, daß die inneren Öffnungen der Röhrenleitungen, d. h. die Öffnungen nahe an dem Rotor, näherungsweise als ein Kreissegment mit einem Zentralwinkel von 180º gebildet sind, und daß eine Trennwand gebildet ist zwischen diesen Öffnungen eines jeden Paares von Röhrenleitungen.

2. Druckaustauscher nach Anspruch 1, worin die longitudinale Achse des Abschnitts am äußeren Ende der Röhrenleitungen, d. h. die relativ zum Rotor am weitesten entfernten Endabschnitte, sich bezüglich der Rotationsebene des Rotors näherungsweise parallel ausdehnen, gekennzeichnet dadurch, daß die longitudinale Achse der inneren Endabschnitte der Röhrenleitungen relativ zu der Rotationsebene geneigt ist.

3. Druckaustauscher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß während einer Rotation des Rotors die Röhrenleitungen angepaßt sind, um einen Flüssigkeitsfluß bereitzustellen, dessen axiale Geschwindigkeltskomponente entlang kreisförmigen Abschnitte, welche bezüglich der longitudinalen Achse des Rotors konzentrisch sind, derartig variiert, daß die Abschnitte des Stromes, welche neben denjenigen Rotorbohrungen liegen, die an die entsprechenden Röhrenleitungen angeschlossen sind, bzw. deren Verbindung an die entsprechenden Röhrenleitungen abgeschnitten wird, langsamer fließen als der zwischengelagerte Abschnitt des Stromes.

4. Druckaustauscher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die geneigte Wand des inneren Endabschnitts einer Röhrenleitung gegenüber dem Rotor; wellenförmig ist, und zwar in einem zylinderförmigen, koaxialen Abschnitt bezüglich der longitudinalen Achse des Rotors, derartig, daß der Winkel zwischen der Rotationsebene und der Ebene der betrachteten Wandfläche ungefähr die Sinus-Funktion des Winkels ist, und zwar in der Rotationsebene des Rotors und in der Rotationsrichtung gemessen, welche zwischen zwei Ebenen gebildet wird, welche beide die longitudinale Achse des Rotors aufweisen, aber wobei die erste Ebene, oder die Bezugsebene, zusätzlich den Abschnitt der betreffenden Röhrenleitungsöffnung aufweist, welche während der Rotation des Rotors von dessen Bohrungen als erste erreicht wird und die zweite Ebene weist den betreffenden Wandabschnitt auf.

5. Druckaustauscher nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die longitudinale Achse der äußeren Abschnitte der Röhrenleitungen eines und desselben Paares von Röhrenleitungen bezüglich zueinander einen kleinen Verschiebungswinkel haben, und daß die Paare von Röhrenleitungen relativ zueinander um 180º winkelmäßig verschoben sind, und zwar in der Rotationsebene des Rotors gemessen.

6. Druckaustauscher nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungsöffnungen des Rotors und die inneren Öffnungen der Röhrenleitung gegenseitig so angepaßt sind, daß die Gesamtfläche der Bohrungsöffnungsoberfläche, welche für die betreffende Röhrenleitung offen ist, im wesentlichen während einer Rotation des Rotors konstant ist.

7. Druckaustauscher nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor angepaßt ist, um mit Hilfe eines Motors rotiert zu werden.







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