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Dokumentenidentifikation DE3048948C2 18.03.1993
Titel Elektrostatisches Bilderzeugungsgerät mit doppelseitiger Bildaufzeichnung
Anmelder Canon K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Aoki, Tomohiro, Yokohama, Kanagawa, JP;
Kawakubo, Kazuo, Chigasaki, Kanagawa, JP;
Furuichi, Katsushi, Yokohama, Kanagawa, JP;
Namekata, Kiyokazu, Machida, Tokio/Tokyo, JP;
Tanaka, Hidetoshi, Musashino, Tokio/Tokyo, JP;
Tohyama, Yoshikuni;
Kasamura, Toshirou, Yokohama, Kanagawa, JP;
Honma, Toshio, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Tiedtke, H., Dipl.-Ing.; Bühling, G., Dipl.-Chem.; Kinne, R., Dipl.-Ing.; Pellmann, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 24.12.1980
DE-Aktenzeichen 3048948
Offenlegungstag 12.11.1981
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.03.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.03.1993
IPC-Hauptklasse G03G 15/22

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrostatisches Bilderzeugungsgerät gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Ein Gerät dieser Art ist in der DE-OS 26 05 822 beschrieben. Mit diesem bekannten Gerät werden die Aufzeichnungen im ersten Schritt auf den Vorderseiten der Blätter und im zweiten Schritt auf den Rückseiten der Blätter jeweils in der mittels der Eingabevorrichtung gewählten Anzahl erwünschter Kopien ausgeführt.

Wenn bei dem dort gezeigten Gerät im ersten Schritt aneinander haftende Blätter jeweils als ein Blatt behandelt werden, ergeben sich nach dem zweiten Schritt Blätter, die nur auf der Vorderseite oder nur auf der Rückseite mit einem Bild versehen sind.

Ein weiteres Bilderzeugungsgerät zur Erzeugung zweiseitiger Kopien ist aus der US 41 30 354 bekannt. Bei dem dort gezeigten Gerät werden zunächst in einem ersten Schritt Vorderseiten-Kopien einer ersten Vorlage in einer gewünschten Anzahl hergestellt und in einem Zwischenablagefach abgelegt. Zur Herstellung der Rückseiten-Kopien werden die Blätter aus dem Zwischenablagefach erneut dem Fotoleiter zugeführt, auf dem in einem zweiten Schritt das Bild der zweiten Vorlage erzeugt wird. Bei einer Papierfördersteuerung im zweiten Schritt wird der Vorgang zunächst mit den im Zwischenablagefach verbliebenen, einseitig bereits mit Kopien versehenen Blättern fortgesetzt und durch das Signal eines Detektors am Zwischenablagefach bei dessen vollständiger Entleerung hin auf den ersten Schritt umgeschaltet, um die Anfertigung von Ersatzkopien zu veranlassen. Eine Durchführung unterschiedlicher Aufzeichnungsbetriebsarten für die erste und zweite Seite wird dort nicht vorgeschlagen.

In der DE-OS 26 57 482 ist für das Betreiben eines Kopiergeräts für einseitiges und doppelseitiges Kopieren ein Verfahren beschrieben, gemäß dem nach Abschluß eines doppelseitigen Kopierens oder nach einem Wählen des einseitigen oder doppelseitigen Kopierens eine für das doppelseitige Kopieren dienende Zwischenablage darauf überprüft wird, ob darin noch Blätter enthalten sind, die dann ohne Bilderzeugung ausgetragen werden. Hierbei kann es geschehen, daß bei einer gleichzeitigen Zufuhr mehrerer zusammenhaftender Blätter nur auf der Rückseite bedruckte Blätter normal ausgetragen werden, während überschüssige Blätter nicht auf der Rückseite bedruckt werden. Andererseits werden unter Umständen automatisch Blätter ausgetragen, die eigentlich noch auf der Rückseite bedruckt werden sollten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 derart weiterzubilden, daß Zeitverluste und Verluste durch unbrauchbar bedruckte Aufzeichnungsblätter auf ein Mindestmaß herabgesetzt sind.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im Patentanspruch 1 aufgeführten Maßnahmen auf besonders vorteilhafte Art und Weise gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Bilderzeugungsgeräts sind in den Unteransprüchen aufgeführt.

Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt

Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Doppelseiten-Kopierer als Ausführungsbeispiel des Bilderzeugungsgeräts,

Fig. 2 eine Aufsicht auf eine Anzeige- und Eingabeeinheit des in Fig. 1 gezeigten Kopierers,

Fig. 3 und 4 Schaltpläne einer Steuerschaltung des in Fig. 1 gezeigten Kopierers,

Fig. 5 einen Speicherbereichplan eines in Fig. 3 gezeigten Schreib-Lese-Speichers und

Fig. 6 bis 14 Steuer-Flußdiagramme, die in einem in Fig. 3 gezeigten Festspeicher gespeichert sind.

Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Bilderzeugungsgeräts in einem Querschnitt, der den Blatt-Transportweg in einem Doppelseiten-Kopierer veranschaulicht, dessen Anzeige- und Eingabeeinheit in Fig. 2 gezeigt ist.

Als erstes wird die Wirkungsweise des Kopierers bei einem gewöhnlichen einseitigen Kopieren erläutert.

Gemäß Fig. 1 wird eine Vorlage 1 auf eine transparente Platte 2 eines Vorlagenträgers gelegt. Ein optisches Belichtungssystem besteht aus bewegbaren Spiegeln 3, 4, einem Objektiv 5 sowie feststehenden Spiegeln 6 und 7. Damit wird die Vorlage 1 durch die Verschiebung des Spiegels 3, der mit einer Beleuchtungslampe 8 zusammengebaut ist, und des Spiegels 4 in gleicher Richtung, jedoch mit der halben Geschwindigkeit unter Konstanthaltung der optischen Weglänge abgetastet und das von der Vorlage reflektierte Licht durch das Objektiv 5 über die Spiegel 6 und 7 auf einer photoempfindlichen Trommel 9 fokussiert.

Auf dem Umfang der Trommel 9 ist eine photoleitende Schicht angebracht, die von einer transparenten Isolierschicht bedeckt ist, welche zunächst positiv mittels eines Laders 11 geladen wird, der eine positive Hochspannung aus einer Hochspannungsquelle 10 erhält.

An einer Belichtungsstation 12 wird die Trommel 9 über die Spiegel 3 und 4, das Objektiv 5 und die Spiegel 6 und 7 mit dem Bild der von der Lampe 8 beleuchteten Vorlage belichtet. Gleichzeitig mit der Belichtung wird die Trommel 9 mittels eines Wechselstrom-Entladers 13 entladen, der eine Hochspannung aus der Hochspannungsquelle 10 erhält. Anschließend wird ein elektrostatisches Ladungsbild auf der Trommel durch Totalbelichtung mit einer Lampe 14 gebildet und in eine Entwicklungsstation 15 eingeführt.

Das Ladungsbild wird mit Toner an einem Magnetzylinder entwickelt. Ein Kopierblatt wird aus einer Zwischenablage 17 oder einer ersten Papier-Zuführstation 19, die beide als Kassetten ausgebildet sind, oder einer zweiten Papier-Zuführstation 19 zugeführt, die als ein Förderkorb mit einer automatischen Hebevorrichtung ausgebildet ist und einen Stapel von Blättern aufnimmt. Die Zwischenablage 17 dient auch als Zuführstation beim Doppelseiten-Kopieren. Das zugeführte Blatt wird in Kontakt mit der Trommel 9 gebracht. Das entwickelte Bild wird auf das Blatt durch eine positive Entladung eines Übertragungsladers 20 übertragen, der aus der Hochspannungsquelle 10 gespeist wird. Das Blatt wird nach der Bildübertragung von der Trommel 9 in einer Trennstation 21 getrennt und durch ein Förderband 22 zu einer Fixierstation 23 geführt. Die Fixierstation 23 ist mit einer Wärmefixierwalze 24 und einer gummiüberzogenen Andruckwalze 25 versehen zwischen denen das Kopierblatt zur Fixierung des Tonerbildes durch Wärme und Druck hindurchgeht.

Andererseits wird die Trommeloberfläche durch eine Kontaktklinge 26 zum Entfernen des verbliebenen Toners gereinigt und somit für den folgenden Abbildungszyklus vorbereitet. Das durch die Fixierstation 23 hindurchgegangene Blatt wird zu einem Förderband 27 vorgeschoben, das in eine Stellung a zu der Zwischenablage 17 für doppelseitiges Kopieren, eine Stellung b zu einem Sortierer 30 oder eine Stellung c zu einer Ablage 31 entsprechend der Betriebsartwahl mittels einer "Ablage"-Taste 77 oder einer "Sortierer"-Taste 78 nach Fig. 2 umstellbar ist. Diese Vorgänge werden bei Betätigung einer Kopierstarttaste 35 nach Eingabe der gewünschten Kopienzahl über Zahlentasten 34 automatisch durchgeführt. Gemäß Fig. 2 sind Anzeigeeinheiten 61 und 62 zur Anzeige der Soll-Kopienzahl und der Fertigkopienzahl vorgesehen. Sind beispielsweise 20 Kopien mittels der Zahlentasten 34 vorgegeben, zeigt die obere Anzeigeeinheit 61 "020" an, während die untere Anzeigeeinheit 62 stufenweise von "000" zu "001", "002" usw. bis "020" fortschaltet. Anstelle dieser "Additionsanzeige" kann die Anzeigeeinheit 62 auch eine Subtraktionsanzeige abgeben, bei der die angezeigte Zahl von "020" auf "019", "018" usw. und schließlich auf "000" verringert wird.

Längs des Papiertransportweges sind Störungsdetektoren 36 bis 44 mit folgenden Funktionen angeordnet:

  • (I) Bei der Erfassung einer Papierstörung durch den Detektor 36, 37 oder 38 werden die in dem Transportweg hinter der Trennstation 21 vorhandenen Blätter zu dem vorgewählten Auslaß, beispielsweise der Ablage oder dem Sortierer ausgestoßen. Ein eventuell auf dem Förderband 22 vorhandenes Blatt wird nach einem normalen Fixiervorgang ausgestoßen, alle anderen Verfahrensschritte, wie Belichten, Entwickeln oder Bildübertragen werden jedoch unterbrochen. Die derart ausgestoßenen Blätter werden als normale Kopien betrachtet. Die in dem Gerät verbleibenden Blätter sind entsprechend der Störungsanzeige zu entfernen und werden nicht als fertige Kopien gezählt.
  • (II) Falls die Papierstörung von dem Detektor 39, 43 oder 44 festgestellt wird, werden die nach diesem Detektor vorhandenen Blätter auf normale Weise ausgestoßen, die anderen Verfahrensschritte werden jedoch unterbrochen. Die Zählung der fertigen Kopien und die Störungsanzeige werden wie im Fall (I) durchgeführt.


Auch die Zwischenablage 17, die erste Zuführstation 18 und die zweite Zuführstation 19 sind mit Detektoren 54, 55 bzw. 56 zum Erfassen des Vorhandenseins von Blättern versehen.

Im folgenden wird der Ablauf des Doppelseiten-Kopierens erläutert.

Bei dem Ausführungsbeispiel wird ein Standardbetrieb zum Erzielen einer "einseitigen" Kopie mit einer "normalen" Dichte zum "Ablage"-Ausstoß automatisch beim Einschalten des Gerätes gewählt. Wenn eine andere Arbeitsweise gegebenenfalls gewählt ist, kehrt das Gerät automatisch zu dem Standardbetrieb zurück, wenn die Kopierstarttaste 35 während einer bestimmten Zeit nicht betätigt wird. Auf diese Weise wird das Gerät immer in einem für die Bedienungsperson günstigen Zustand gehalten.

Durch Betätigung einer "Doppelseitig"-Taste 80 zur Wahl des doppelseitigen Kopierens ist das Gerät für das Kopieren auf die Vorderseite bereit, wobei eine Lampe PL9 leuchtet und das Förderband 27 in die Stellung a umgestellt wird. Bei dem Kopieren auf die Rückseite leuchtet eine Lampe PL10, um das Kopieren auf die Rückseite anzuzeigen, wodurch die Kontrolle durch die Bedienungsperson erleichtert wird.

Kopierart-Wähltasten 71 bis 82 sind mit darüberliegenden Leuchtdioden LED1 bis LED12 zur Anzeige der gewählten Arbeitsweise versehen.

Der Kopiervorgang wird nach Wahl der anderen Kopierbedingungen sowie der Eingabe der Kopienzahl eingeleitet, jedoch kann beim doppelseitigen Kopieren beim Kopieren auf die Vorderseite die Blattzufuhr nicht von der Zwischenablage 17, sondern lediglich aus der ersten oder zweiten Zuführstation 18 oder 19 erfolgen. Falls dabei auf der Zwischenablage bereits ein Blatt aufliegt, leuchtet eine Lampe PL11, um mitzuteilen, daß das Blatt zu entfernen ist und daß davor der Kopiervorgang nicht eingeleitet werden kann.

Nach dem Beginn des Kopiervorgangs werden alle Wähltasten für die Betriebsarten mit Ausnahme einer "Stop"-Taste 45 außer Betrieb gesetzt, um eine Betriebsartänderung zu verhindern. Die Verfahrensschritte Belichten, Entwickeln, Bildübertragen und Fixieren werden wie beim "einseitigen" Kopieren durchgeführt. Das Blatt wird von der Fixierstation 23 durch das Förderband 27 zu der Zwischenablage 17 überführt.

Das Kopieren auf die Vorderseite ist vollendet, wenn Blätter in der gewählten Kopienzahl auf der Zwischenablage 17 gespeichert sind. Gleichzeitig leuchtet die Lampe PL10, um die Bedienungsperson anzuweisen, die Vorlage für das Kopieren auf die Rückseite aufzulegen und das Förderband 27 wird auf den gewählten Auslaß umgestellt. In diesem Zustand werden die zum Kopieren auf die Rückseite geeigneten Bedingungen gewählt, der Übergang zum einseitigen Kopieren ist jedoch gesperrt. Ansprechend auf ein Kopier-Startsignal werden die Blätter von der Zwischenablage 17 nacheinander zu einem Förderband 46 befördert und zu dem gewählten Auslaß transportiert, während die Verfahrensschritte auf gleiche Weise wie beim Kopieren auf die Vorderseite durchgeführt werden.

Das reproduzierte Bild wird auf die Rückseite jedes Blattes übertragen, das bereits ein Bild auf seiner Vorderseite trägt. Nachdem das Kopieren auf die Rückseiten aller Blätter von der Zwischenablage 17 vollendet ist, wird die Lampe PL10 ausgeschaltet, während die Lampe PL9 erneut zur Anzeige der Betriebsart "Kopieren auf die Vorderseite" leuchtet und das Gerät für ein folgendes doppelseitiges Kopieren bereit ist. Falls jedoch nicht innerhalb einer bestimmten Zeit ein nächster Doppelseiten-Kopiervorgang begonnen wird, kehrt das Gerät automatisch zu der normalen Betriebsweise "einseitiges Kopieren" zurück. Ferner ist es möglich, innerhalb dieser Zeit das Gerät in die Betriebsweise "einseitiges Kopieren" durch Betätigen der Taste 79 einzustellen.

Im folgenden werden Begriffe "Standardbetrieb", "Kopierbetrieb", "Einseiten-Kopierbetrieb", "Kopierbetrieb Vorderseite" und "Kopierbetrieb Rückseite" erläutert:

Als "Kopierbetrieb" sind verschiedene Funktionen des Kopierers bezeichnet, die durch die Bedienungsperson an der Eingabeeinheit nach Fig. 2 wählbar sind.

Als "Standardbetrieb" ist ein normaler Kopierbetrieb bezeichnet der automatisch beim Einschalten des Kopierers oder nach Verstreichen einer bestimmten Zeitdauer ohne Kopierbetrieb gewählt wird und bei dem Ausführungsbeispiel die folgenden Bedingungen umfaßt:

Maßstab 1 : 1 Kopierdichte normal Blattausstoß Ablage Kopieren einseitig Soll-Kopienzahl 001 Fertigkopienzahl 000


"Einseiten-Kopierbetrieb": Bei dem der Befehl zum einseitigen Kopieren wird das Förderband 27 automatisch in die gewählte Ausgabe-Stellung b, c gestellt. Das Blatt wird aus der ersten oder zweiten Zuführstation 18, 19 oder der Zwischenablage 17 zugeführt und nach den Verfahrensschritten Belichtung, Entwicklung, Bildübertragung und Fixieren ausgetragen.

"Kopierbetrieb Vorderseite": Durch Wählen von "doppelseitig Kopieren" wird das Kopieren auf die Vorderseite eingeleitet. Das Förderband 27 wird nach der Wahl von anderen Kopierbedingungen in die Stellung a umgestellt. Das Blatt wird aus der gewählten ersten oder zweiten Zufuhrstation 18 oder 19 zugeführt und nach den Verfahrensschritten auf die Zwischenablage 17 befördert.

Nachdem Blätter in der gewünschten Kopienzahl (außer bei bestimmten Ausnahmefällen) auf der Zwischenablage 17 gespeichert sind, wird das Gerät angehalten und die Anzeige "Kopieren auf die Rückseite" erscheint automatisch.

"Kopierbetrieb Rückseite": Nach der Wahl der Kopierbedingungen mit Ausnahme der Ausgabe, der Kopienzahl und des ein- oder doppelseitigen Kopierens, die bereits vor dem Kopieren auf die Vorderseite gewählt wurden, wird das Förderband 27 aus der Stellung a in die gewählte Ausgabestellung b oder c umgestellt. Die Blätter werden aus der Zwischenablage 17 zugeführt, um auf den Rückseiten die mittels der Verfahrensschritte erzeugten Bilder aufzunehmen, und zu der gewählten Ausgabe ausgestoßen. Nach dem Ausstoß der Blätter in der gewählten Kopienzahl mit Ausnahme bestimmter Fälle wird das Gerät angehalten und die Anzeige "Kopieren auf die Vorderseite" erscheint.

Im folgenden werden die Vorgänge bei einer Blattstörung, einer Mehrfachblattzufuhr oder einer besonderen Anweisung im Verlauf des Doppelseiten-Kopierens erläutert.

  • (I) Wenn die "Stop"-Taste 45 während des Kopierens auf die Vorderseite betätigt wird, wird der Kopiervorgang unverzüglich angehalten. Die Zahl der Blätter, auf deren Vorderseite kopiert worden ist, d. h. der Blätter auf der Zwischenablage 17, wird automatisch als gewählte Kopienzahl für das Kopieren auf die Rückseite angezeigt und die Lampe PL10 leuchtet zur Anzeige des Kopierens auf die Rückseite. Die Betätigung der "Stop"-Taste während des Kopierens auf die Vorderseite kann prinzipiell bei einer fälschlichen Wahl der Kopienzahl, der Bilddichte oder der Ausgabe oder beim falschen Auflegen der Vorlage notwendig sein. Wenn die Kopienzahl in diesem Zustand zur Fortsetzung des Kopierens auf die Vorderseite geändert und die so geänderte Kopienzahl als gewählte Kopienzahl für das Kopieren auf die Rückseite verwendet wird, wird die Zahl der auf der Zwischenablage 17 gespeicherten Blätter verschieden von der Zahl der gewählten Kopien für die Rückseite.

    Folglich ist es nicht ratsam, automatisch die Summe aus der Zahl der Kopierblätter auf der Zwischenablage 17 und der neu gewählten Kopienzahl als Kopienzahl für die Rückseite zu verwenden, da für die Blätter auf der Zwischenablage 17 das Kopieren auf die Rückseite nicht erforderlich sein muß, da verschiedene Fehler bei dem Kopieren auf die Vorderseite aufgetreten sein können.

    Aus diesen Gründen wird ansprechend auf den "Stop"-Befehl während des Kopierens auf die Vorderseite das Kopieren zu diesem Zeitpunkt beendet und automatisch auf den Kopierbetrieb für die Rückseite umgeschaltet, woraufhin das Kopieren auf die Rückseite begonnen werden kann, wenn die Blätter auf der Zwischenablage 17von der Bedienungsperson als normal betrachtet werden.

    Falls die Blätter als fehlerhaft betrachtet werden, kann das Kopieren auf die Vorderseite erneut von Anfang an durchgeführt werden, nachdem die Blätter von der Zwischenablage 17 entfernt worden sind. In diesem Fall wird das Entfernen der Kopierblätter automatisch erfaßt und das Gerät bei entsprechender Anzeige auf den Kopierbetrieb für die Vorderseite umgeschaltet.

    Dabei wird die Wahl aller Kopierbetriebsarten möglich.

    Das Entfernen der Kopierblätter von dem Zwischenablagetisch 17 kann entweder von Hand oder durch Betätigen einer "Leeren"-Taste 48 nach Fig. 2 durchgeführt werden. Hierbei wird der Papier-Transportmechanismus so eingeschaltet, daß die Blätter von der Zwischenablage 17 ohne Belichten, Entwickeln, Bildübertragung und Fixieren mittels der Förderbänder 46, 22 und 27 zu der Ablage 31 oder einer bestimmten Stelle in dem Sortierer 30 befördert werden. Bei dem Ausführungsbeispiel ist das unterste Fach des Sortierers 30 als Abfallfach 49 eingeteilt, in das die entfernten Blätter automatisch befördert werden. Ferner hat die Ablage 31 durch eine Schwingbewegung gemäß der JP-OS 54-41732 Sortierfunktion. Die Ablage wird beim Entfernen der Blätter in Schwingbewegung versetzt, um die entfernten Blätter von den normalen Blättern zu trennen, wodurch die Bedienungsperson leicht fehlerhafte Blätter von normalen sowohl in der Ablage 31 als auch im Sortierer 30 unterscheiden kann.
  • (II) Falls die Blätter in der ersten oder zweiten Zufuhrstation 18 bzw. 19 während des Kopierens auf die Vorderseite ausgehen, wird das Kopieren zu diesem Zeitpunkt wie beim Drücken der "Stop"-Taste 45 beendet, wobei die Zahl der auf der Zwischenablage 17 gespeicherten Blätter automatisch als gewählte Kopienzahl für das Kopieren auf die Rückseite angezeigt wird, die Lampe PL10 leuchtet und das Gerät auf den Kopierbetrieb für die Rückseite umgestellt wird, damit das Kopieren auf die Rückseite beim Eingeben des Kopier-Startsignales beginnt. Die Fertigkopienzahl erhöht sich stufenweise mit dem Fortschreiten der Kopienzyklen und das Kopieren auf die Rückseite wird beendet, wenn die Fertigkopienzahl gleich der gewählten Kopienzahl wird. Beim Beenden des Kopierens auf die Rückseite werden die ursprünglich gewählte Kopienzahl und die Fertigkopienzahl angezeigt und die Lampe PL9 leuchtet, um das Kopieren auf die Vorderseite anzuzeigen, bei dem die Bedienungsperson die fehlenden Kopien nachfordern kann.

    Das Gerät wird dadurch für die Kopierzyklen für fehlende Kopien vorbereitet, daß Blätter in die erste oder zweite Zufuhrstation 18, 19 eingelegt werden, in der die Blätter ausgegangen sind. Das Kopieren auf die Vorderseite wird durch Betätigen der Starttaste 35 begonnen und die Kopienzahl zu der Fertigkopienzahl hinzugefügt.

    Wenn die Fertigkopienzahl gleich der gewählten Kopienzahl wird, wird das Kopieren auf die Vorderseite beendet und auf den Kopierbetrieb für die Rückseite umgestellt, wobei die ursprünglich gewählte Kopienzahl und die Fertigkopienzahl genauso angezeigt werden wie es bereits für den Beginn des Kopierbetriebs für die Rückseite erläutert worden ist.

    Dann wird das Kopieren auf die Rückseite durch das Kopier-Startsignal eingeleitet, wobei die Zahl der Kopien zu der Fertigkopierzahl hinzuaddiert wird. Das Kopieren auf die Rückseite wird beendet, wenn die Fertigkopienzahl gleich der gewählten Kopienzahl wird, wodurch doppelseitige Kopien in der ursprünglich gewählten Anzahl hergestellt sind.

    Der vorstehend beschriebene Ablauf wird mit folgendem numerischen Beispiel erläutert: Angenommen wird, daß 20 Kopien benötigt werden, aber die Zuführstation nur 15 Blätter enthält. Beim ersten Kopieren auf die Vorderseite wird "20" als gewählte Kopienzahl und "0" als Fertigkopienzahl angezeigt. Nachdem die Kopierzyklen durch das Kopier-Startsignal begonnen haben, wird die Anzeige stufenweise auf "20-1", "20-2", . . ., "20-11", "20-12", "20-13", . . ., geändert und die fertigen Blätter werden auf die Zwischenablage 17 geführt. Die Blätter in der Zuführstation sind aufgebraucht, wenn die Anzeige "20-15" erreicht ist, wobei das Kopieren auf die Vorderseite beendet wird. Damit wird automatisch das Kopieren auf die Rückseite ermöglicht und gleichzeitig die Anzeige von "20-15" auf "15-0" geändert, um die neugewählte Kopienzahl von 15 Kopien anzuzeigen.

    Die Kopierzyklen für die Rückseite werden durch das folgende Kopier-Startsignal eingeleitet, wobei sich die Anzeige von "15-1", "15-2", . . . , "15-11", "15-12", "15-13", . . . im Verlauf der Kopierzyklen ändert und die Blätter mit doppelseitigen Bildern auf die Ablage 31 oder in den Sortierer 30 ausgestoßen werden.

    Das Kopieren auf die Rückseite wird beendet, wenn die Fertigkopienzahl gleich der gewählten Kopienzahl wird, d. h., wenn die Anzeige "15-15" erscheint. Hierdurch wird der Kopierer automatisch auf den Kopierbetrieb für die Vorderseite eingestellt und die Anzeige von "15-15" auf "20-15" geändert, wodurch das Fehlen von 5 Kopien bezüglich der ursprünglich gewählten 20 Kopien angezeigt wird. Die Kopierzyklen für diese fehlenden 5 Kopien können nach Auffüllen der entleerten Zuführstation begonnen werden.

    Die Kopierzyklen für das zweite Kopieren auf die Vorderseite werden durch das folgende Kopier-Startsignal eingeleitet, wobei sich die Anzeige fortschreitend auf "20-16", "20-17", . . . ändert und die fertigen Kopien auf die Zwischenablage 17 geführt werden. Das Kopieren auf die Vorderseite wird beendet, wenn die Fertigkopienzahl gleich der gewählten Kopienzahl wird, d. h., wenn die Anzeige "20-20" erscheint. Hierdurch wird das Kopieren auf die Rückseite ermöglicht und die Anzeige von "20-20" auf "20-15" geändert. Die Kopierzyklen für das zweite Kopieren auf die Rückseite werden durch das folgende Kopier-Startsignal eingeleitet, wobei die Anzeige stufenweise auf "20-16", "20-17", . . . erhöht wird. Auf diese Weise werden Blätter mit doppelseitigen Bildern aus dem Gerät ausgestoßen. Das Kopieren auf die Rückseite wird beendet, wenn die Fertigkopienzahl gleich der gewählten Kopienzahl wird, d. h., wenn die Anzeige "20-20" erscheint, so daß alle erforderlichen Kopien fertiggestellt sind.

    Auf diese Weise kann der Kopierbetrieb auch dann kontinuierlich durchgeführt werden, wenn die Blätter während des Ablaufs des Kopierbetriebs ausgehen.

    Beispielsweise kann auch beim Fehlen von Blättern in der Zufuhrstation und bei der Umstellung vom Kopierbetrieb für die Vorderseite auf den Kopierbetrieb für die Rückseite die Anzeige von "20-15" auf "20-0" statt auf "15-0" geändert werden. Auch kann beim Umstellen vom Kopierbetrieb für die Rückseite auf den Kopierbetrieb für die Vorderseite für den zweiten Durchlauf die Anzeige von "15-15" oder von "20-15" auf "20-15" oder auf "5-0" geändert werden. Auch kann beim Umstellen vom zweiten Kopierbetrieb für die Vorderseite auf den zweiten Kopierbetrieb für die Rückseite die Anzeige von "5-5" auf "5-0" geändert werden. Ferner ist natürlich eine Subtraktionsanzeige möglich.

    Gemäß den vorstehenden Abschnitten (I) und (II) ist das Ausführungsbeispiel so aufgebaut, daß dann, wenn der Bilderzeugungsvorgang vor Vollendung der Bilderzeugungszyklen in der durch Eingabe mittels der Eingabetasten gewählten Zahl unterbrochen wird, anschließend die Bilderzeugung auf den Rückseiten der Blätter durchgeführt wird, die auf der Zwischenablage vorhanden sind. Eine derartige Funktion ist äußerst vorteilhaft durch das Vermeiden unnötiger Wartezeiten, da die Bilderzeugung auf der Rückseite sofort auch dann eingeleitet werden kann, wenn während der Bilderzeugung auf der Vorderseite die Blätter ausgegangen sind, und die Blätter während der Bilderzeugung auf der Rückseite nachgefüllt werden können.
  • (III) Falls die "Stop"-Taste 45 während des Kopierens auf die Rückseite betätigt wird, wird der Kopierbetrieb unterbrochen, die Anzeigen für die Kopienzahl und den doppelseitigen Kopierbetrieb bleiben aber erhalten. Somit kann durch eine folgende Betätigung der Kopier-Starttaste 35 der Kopierbetrieb erneut gestartet werden und die Zahl der Kopien wird zu der Anzeige vor der Unterbrechung hinzuaddiert. Wenn andererseits die Blätter aus der Zwischenablage 17 entfernt werden, werden die Anzeigen und der Kopierbetrieb automatisch auf Kopierbetrieb für die Vorderseite umgestellt. Eine derartige Betätigung der "Stop"-Taste 45 während des Kopierbetriebs für die Rückseite kann aus ähnlichen Gründen wie die Unterbrechung des Kopierbetriebs für die Vorderseite erforderlich sein, ein automatisches Umstellen auf Kopierbetrieb für die Vorderseite, wodurch die Wahl einer neuen Kopienzahl erlaubt wird, ergibt jedoch einen Unterschied zwischen der Zahl der Blätter auf der Zwischenablage 17 und der gewählten Kopienzahl. Aus diesem Grunde wird der Kopierbetrieb für die Rückseite bis zum folgenden Kopierstartsignal aufrechterhalten. Folglich werden die Blätter, die bereits ein Bild auf der Vorderseite haben, jedoch noch keines auf der Rückseite, als tatsächlich vorhandene Blätter auf der Zwischenablage 17 gespeichert.
  • (IV) Falls eine Papierstörung während des Kopierens auf die Vorderseite erfaßt wird, ist die Wirkungsweise des Geräts ähnlich der im Falle des einseitigen Kopierens. Somit werden in dem Fall, daß die Papierstörung von dem Detektoren 36, 37 oder 38 erfaßt wird, die hinter der Trennstation vorhandenen Blätter nach dem Fixieren auf der Zwischenablage 17 gespeichert. Andererseits werden in dem Fall, daß die Papierstörung von dem Detektoren 38 oder 39 erfaßt wird, die hinter dem entsprechenden Detektor vorhandenen Blätter auf die Zwischenablage 17 befördert, während die vor den entsprechenden Detektor vorhandenen Blätter aus dem Gerät zu entfernen sind. Wenn der Kopiervorgang erneut gestartet wird, wird die Zahl der Kopien zu der bei der Unterbrechung durch die Papierstörung angezeigten Kopienzahl hinzuaddiert.
  • (V) Im Falle einer Papierstörung im Verlauf des Kopierens auf die Rückseite wird die Zahl der fertigen Kopien im Vergleich mit der gewählten Kopienzahl geringer, da einige Kopierblätter aufgrund der Papierstörung entfernt werden mußten. Der Kopierer gemäß dem Ausführungsbeispiel behebt diesen Mangel. Nachdem die Störung beseitigt worden ist, wird das Kopieren auf alle auf der Zwischenablage 17 verbliebenen Blätter fortgesetzt und nach Beendigung hiervon kehrt das Gerät automatisch zum Kopierbetrieb für die Vorderseite zurück, wobei die Zahl der fertigen doppelseitigen Kopien und die ursprünglich gewählte Kopienzahl angezeigt werden und die Lampe PL9 leuchtet, um anzuzeigen, daß die Vorlage für die Vorderseite benötigt wird, und die Kopierzyklen für die fehlenden Kopien ermöglicht sind.

    Nach der folgenden Betätigung der Kopier-Starttaste 35 wird erneut das Kopieren auf die Vorderseite begonnen, das beendet ist, wenn die Summe aus angezeigter Fertigkopienzahl und neu erhaltener Kopienzahl gleich der gewählten Kopienzahl wird, woraufhin der Kopierbetrieb für die Rückseite ermöglicht wird und die Lampe PL10 leuchtet, um anzuzeigen, daß die Vorlage für die Rückseite benötigt wird. Die Anzeige der Fertigkopienzahl und der gewählten Kopienzahl ist dieselbe bei dem bereits erläuterten zweiten Kopierbetrieb für die Vorderseite.

    Durch die folgende Betätigung der Kopier-Starttaste wird das Kopieren auf die Rückseite begonnen, das beendet wird, wenn die Summe aus angezeigter Zahl der fertigen Kopien und Zahl der neu erhaltenen Kopien gleich der Zahl der gewählten Kopien wird, wodurch der gesamte Kopiervorgang beendet ist und das Gerät in Wartestellung für ein nächstes doppelseitiges Kopieren ist.

    Bei dem zweiten Kopieren auf die Vorderseite und bei dem automatischen Umstellen auf das Kopieren auf die Rückseite werden die ursprünglich gewählten Bedingungen wie Maßstab, Dichte und Kopienausgabe automatisch in einem Speicher in dem Gerät gespeichert.

    In dem Fall, daß die fehlenden Kopien nicht mehr benötigt werden, kann das automatisch gewählte Kopieren auf die Vorderseite durch Betätigen einer Löschtaste gelöscht werden. In diesem Fall kann jeder andere Kopierbetrieb frei gewählt werden, da die Zwischenablage 17 kein Blatt enthält. Zusätzlich zu dem vorstehenden Vorgang kann die fehlende Kopienzahl, die von der Papierstörung im Verlauf des Kopierens auf die Rückseite herrührt, auf folgende Weise kompensiert werden: Nachdem die Papierstörung beseitigt ist, wird das Kopieren auf die Rückseite für alle auf der Zwischenablage 17 verbliebenen Blätter fortgesetzt. Nach Vollendung hiervon kehrt das Gerät automatisch zum Kopieren auf die Vorderseite zurück, wobei angezeigt wird, daß die Vorlage für das Kopieren auf die Vorderseite erforderlich ist, und die Zahl der fehlenden Kopien als neu gewählte Kopienzahl angegeben wird. In diesem Fall werden die für das Kopieren auf die Vorderseite ursprünglich eingegebenen Kopierbedingungen automatisch beim zweiten Kopieren auf die Vorderseite aus dem Speicher des Gerätes ausgelesen.

    Im Fall der Subtraktionsanzeige wird die Zahl der fehlenden Kopien direkt durch die Anzeige der nicht vollendeten Kopienzahl angezeigt, die am Ende des Kopierens auf die Rückseiten aller auf der Zwischenablage vorhandenen Blätter erhalten wird, so daß das Gerät einfach zum Kopieren auf die Vorderseite zurückkehrt, wobei angezeigt wird, daß die Vorlage für das Kopieren auf die Vorderseite erforderlich ist, ohne daß eine Änderung in der Anzeige auftritt, und die ursprünglich gewählten Kopierbedingungen für das Kopieren auf die Vorderseite aus dem Speicher ausgelesen werden.

    Falls der Sortierer 30 in Verbindung mit dem doppelseitigen Kopieren verwendet wird, werden die neu erhaltenen Kopien zum Auffüllen des Kopiendefizits in den Sortierer 30 beginnend von einem Fach einsortiert, das an das letzte Fach anschließt, das die fertige Kopie erhalten hat, bevor die Unterbrechung durch die Papierstörung erfolgt ist.
  • (VI) Wenn während des Kopierens auf die Vorderseite gleichzeitig mehrere Blätter zugeführt werden, wird die Zahl der auf der Zwischenablage vorhandenen Blätter größer als die gewählte Kopienzahl. Da die Kopierzyklen für die Rückseite bei dem Ausführungsbeispiel wiederholt werden, bis die Blätter von der Zwischenablage ausgegangen sind, wird die Fertigkopienzahl, die an der unteren Anzeigeeinheit angezeigt wird, größer als die gewählte Kopienzahl, die an der oberen Anzeigeeinheit angezeigt wird.

    Die Wiederholung des Kopierzyklus für die Rückseiten aller auf der Zwischenablage vorhandenen Blätter ohne Berücksichtigung der Kopienzahl, die durch die Eingabetasten gewählt worden ist, stellt sicher, daß Kopien mit Bildern auf beiden Seiten in der gewählten Zahl erhalten werden, sogar wenn beim Kopieren auf die Vorderseite Blätter doppelt zugeführt werden, obwohl sich durch dieses doppelt zugeführte Papier überzählige Blätter ergeben, denen das Bild auf der Vorderseite fehlt.
  • (VII) Im Fall doppelter Papierzufuhr während des Kopierens auf die Rückseite wird die Zahl der fertiggestellten Kopien kleiner als die Zahl der gewählten Kopien. Bei dem Ausführungsbeispiel kehrt das Gerät gemäß den vorstehenden Abschnitten (V) und (VI) selbsttätig zu dem Kopieren auf die Vorderseite nach Vollendung des Kopierens auf die Rückseite zurück, wenn die Zahl der Kopierblätter mit Bildern auf beiden Seiten nicht die mittels der Eingabetasten gewählte Kopienzahl erreicht.

    Auf diese Weise werden immer exakt Kopien in der gewünschten Anzahl erhalten und die Kopierbedingungen wie Maßstab, Bilddichte usw. für das ursprüngliche Kopieren auf die Vorderseite automatisch beim zweiten Kopieren auf die Vorderseite aus dem Speicher ausgelesen, ohne daß die Kopierart erneut durch die Bedienungsperson eingegeben werden muß.
  • (VIII) In dem seltenen Fall der Unterbrechung der Spannungsversorgung des Geräts durch einen Stromausfall oder durch einen Fehler während des Kopierbetriebs beim doppelseitigen Kopieren werden alle Speicherinhalte, die vor der Spannungsunterbrechung eingegeben worden sind, gelöscht und das Gerät wird nach der Wiederherstellung der Spannungsversorgung auf den Standardbetrieb eingestellt. Wenn die Bedienungsperson erneut den Doppelseiten-Kopierbetrieb wählt, während die Zwischenablage 17 Blätter enthält, leuchtet die Lampe PL11, um die Notwendigkeit des Entfernens der Blätter aus der Zwischenablage 17 anzuzeigen, und der Kopierbetrieb ist unmöglich, bis das Entfernen erfolgt ist.

    Wenn andererseits die Bedienungsperson den Betriebszustand "einseitiges Kopieren" wählt, wird der Kopiervorgang ohne dieses Entfernen ermöglicht, da das Vorhandensein von Blättern auf der Zwischenablage 17 nicht das einseitige Kopieren verhindert. Falls die Blätter auf der Zwischenablage 17 ein geeignetes Bild auf ihrer Vorderseite haben, ist es möglich, Kopien mit doppelseitigen Bildern durch Überführen dieser Blätter von Hand in die erste oder zweite Zuführstation und einseitiges Kopieren auf den Rückseiten dieser Blätter zu erhalten.

    Wie vorstehend erläutert, ist der Wechsel vom Einseiten-Kopierbetrieb zum Doppelseiten-Kopierbetrieb in dem Fall nicht möglich, daß Blätter auf der Zwischenablage vorhanden sind.
  • (IX) Der Kopierer gemäß dem Ausführungsbeispiel hat Einschubkopierfunktion. Derartiges "Einschubkopieren" kann während eines einseitigen Kopierens als einseitiges oder doppelseitiges Kopieren durchgeführt werden, da die Zwischenablage 17 nicht verwendet wird. Bei Betätigung eines Einschub-Knopfes während des einseitigen Kopierens wird der Kopierbetrieb sofort unterbrochen und die Kopierbetriebsart stellt sich automatisch auf Standardbetrieb ein, während die vor der Unterbrechung eingestellten Kopierbedingungen in dem Gerät gespeichert werden. Während eines doppelseitigen Kopierens, bei dem die Zwischenablage verwendet wird, wird lediglich einseitiges Einschubkopieren akzeptiert. Bei Betätigung der Einschub-Taste während eines doppelseitigen Kopierens wird der Kopierbetrieb sofort unterbrochen und die Kopierbetriebsart stellt sich automatisch auf Standardbetrieb ein. Das Einschubkopieren kann in jeder anderen Betriebsart oder mit jeder anderen gewählten Kopienzahl als der Standardbetriebsart mit der Ausnahme durchgeführt werden, daß die Wahl des Doppelseiten-Kopierbetriebs während des unterbrochenen doppelseitigen Kopierens gesperrt ist. Nach Beenden des Einschubkopierens werden die gespeicherten Kopierdaten automatisch ausgelesen, um den unterbrochenen Kopiervorgang bei Betätigung der Kopier-Starttaste wieder zu starten.


Im folgenden wird eine in Fig. 3 und 4 gezeigte Steuerschaltung erläutert.

Gemäß Fig. 3 ist eine Zentraleinheit CPU mit einem Schreib-/Lese-Speicher RAM mit 256×4 Bit, einem Programmfestspeicher ROM mit 4 K×8 Bit und 4-Bit- Eingabe/Ausgabeeinheiten I/O-1 bis -8 einschließlich einer Eingabe/Ausgabeeinheit I/O-5 versehen, die ausschließlich für die Tasten und die 7-Segmentanzeige vorgesehen ist. Diese Eingabe/Ausgabeeinheiten sind mit verschiedenen Lastschaltungen über bekannte Treiber- und Eingabeanpassungsschaltungen verbunden.

Die Ablaufsteuerung des Geräts erfolgt mittels eines in dem Festspeicher gespeicherten Programms. Die Fig. 6 und 7 zeigen den allgemeinen Ablauf des Programms, während die Fig. 8 bis 14 Unterprogramme hiervon zeigen.

Bei Schließen eines Hauptschalters nimmt die Zentraleinheit den Betrieb beginnend mit der Programmadresse "000" auf. Zunächst werden in einem ersten Schritt 1 alle Adressen "000" - "OFF" sowie die Ausgangsanschlüsse gelöscht, so daß alle Verbraucher ausgeschaltet werden.

In einem Schritt 2 speichert die Zentraleinheit die Daten CNT1=001 und CNT2=000 für die gewählte Kopienzahl und die Fertigkopienzahl in den entsprechenden Adressen gemäß dem Speicherplan in Fig. 5. Dann werden die Daten für den Standardbetrieb, d. h. "024"=0,"025"=2 (für das Leuchten der "Vorlagen-Wechsellampe", "026"=0, "027"=8 (zur Anzeige des Abbildungsmaßstabs 1 : 1), "028"=A (zur Anzeige normaler Dichte und der Ablagelampe), und "029"=1 (zur Anzeige der unteren Kassette) gespeichert und die gespeicherten Daten durch die I/O-Einheiten ausgegeben.

Bei einem Schritt 3 werden Tasteneingaben festgestellt und ein Tasten-Unterprogramm ausgeführt, um die den Tasteneingaben entsprechenden Daten zu speichern.

Bei einem Schritt 4 wird das Vorhandensein oder Fehlen eines Schlüsselzählers ermittelt und bei Vorhandensein zum nächsten Schritt übergegangen, während beim Fehlen eine Kopierkennung rückgestellt wird, die durch eine eventuelle Betätigung der Kopier-Starttaste beim Schritt 3 gesetzt sein kann. Dadurch wird ein frühzeitiger Beginn des Kopierablaufs verhindert.

Bei einem Schritt 5 werden entsprechend dem in den Schritten 2 und 3 eingestellten Inhalt des Speichers ein Verkleinerungsunterprogramm zur Einstellung auf ein gewähltes Verkleinerungsverhältnis, ein Dichte-Unterprogramm zur Einstellung der Bilddichte und ein Ausgabeprogramm ausgeführt.

Bei einem Schritt 6 wird festgestellt, ob der Fixierheizer bereits angeheizt ist. Wenn die Fixiertemperatur noch nicht erreicht ist, leuchtet eine Wartelampe und wird die Kopierkennung rückgestellt, um den Kopierablauf zu verhindern. Wenn die Fixiertemperatur bereits erreicht ist, verlischt die Wartelampe und das Programm geht zum nächsten Schritt weiter.

Bei einem Schritt 7 wird das Vorhandensein von Blättern auf der Zwischenablage festgestellt und ein Blattausstoß- Unterprogramm von der Zwischenablage (Fig. 14) ausgeführt, das lediglich bei einseitigem Kopieren wirksam ist.

Bei einem Schritt 8 wird das Vorhandensein oder Fehlen von Blättern in der gewählten Zuführstation ermittelt und eine Warnlampe geschaltet, die das Fehlen von Papier anzeigt, wobei beim Fehlen die Kopierkennung rückgesetzt wird.

Bei einem Schritt 9 wird die Kopierkennung geprüft, bei deren Vorliegen die notwendigen Kennungen rückgesetzt werden und zum Kopierablauf weitergeschritten wird. Im Falle des Fehlens der Kopierkennung kehrt das Programm zum Schritt 3 zurück und wiederholt das Bereitschafts-Programm der Schritte 3 bis 9.

Das Kopierprogramm beginnt bei einem Schritt 10 gemäß den Einstellungen beim Bereitschafts-Programm und entsprechend der Betätigung der Kopier-Starttaste durch Einschalten des Hauptmotors und Wiederholen der Schritte Belichten, Entwicklung, Papierzuführung usw. Die folgenden Schritte zur Identifizierung von Papierstörung, Unterbrechungssignal, Vollendung der gewählten Kopienzahl, Stopsignal, Papiermangel-Signal etc. werden einmal oder mehrere Male in den verschiedenen Prozeßschleifen zur Durchführung der entsprechenden Unterprogramme ausgeführt, um die Signale zu erkennen, wie es im folgenden in Verbindung mit den Fig. 9, 10, 11 und 7 erläutert wird.

Gemäß Fig. 7 geht das Programm zu dem Störungsunterprogramm über, falls eine Störung bei einem Schritt 11 erkannt worden ist. Entsprechend geht es ansprechend auf die Betätigung der Einschubtaste zu Schritt 12 über, bei dem eine Unterbrechungskennung während des Doppelseiten-Kopierbetriebs (Adresse 07C) im Falle einer Unterbrechung des doppelseitigen Kopierens eingestellt wird. Hierdurch wird ermöglicht, die Daten für den Kopierbetrieb, die Fertigkopienzahl und die gewählte Kopienzahl für den unterbrochenen Kopiervorgang durch Übertragen von CNT1 in CNT4, CNT2 in CNT5 und der Adressen "024" - "029" in "054" - "059" zu speichern und eine Unterbrechungs-Startkennung in die Adresse "079" einzulesen. Anschließend kehrt das Programm zu dem Bereitschafts-Programm zurück, bei dem die Tasteneingabe zur Wahl der Kopierart und der Kopienzahl möglich ist, wodurch der Einschub-Kopierbetrieb ermöglicht wird. Fehlt eine derartige Unterbrechung, geht das Programm zu einem Schritt 13 weiter.

Bei dem Schritt 13 wird die Übereinstimmung der Fertigkopienzahl mit der gewählten Kopienzahl festgestellt. Beim Kopieren auf die Vorderseite bei doppelseitigem Kopieren werden die Daten für das Kopieren auf die Vorderseite in den Adressen "034" bis "039" für das eventuell benötigte wiederholte Kopieren auf die Vorderseite im Falle einer Papierstörung im Verlauf des Kopierens auf die Rückseite gespeichert.

Ferner ergibt beim Kopieren auf die Rückseite beim doppelseitigen Kopieren der Schritt 13 die Anweisung, die Kopierzyklen fortzusetzen, bis keine Blätter mehr auf der Zwischenablage vorhanden sind, selbst nachdem die Fertigkopienzahl gleich der gewählten Kopienzahl wird, da wegen der Zufuhr von mehreren Blättern beim Kopieren auf die Vorderseite die Zahl von Blättern auf der Zwischenablage höher als die gewählte Kopienzahl sein kann.

Bei einem Schritt 14 wird die Betätigung der Stoptaste ermittelt und ein Stop-Programm nach Fig. 10 ausgelöst.

Bei einem Schritt 15 wird das Vorhandensein oder Fehlen von Blättern in der Zuführstation ermittelt und beim Fehlen ein PEMP-Unterprogramm nach Fig. 11 ausgelöst.

Bei einem Schritt 16 wird das Nichtvorhandensein von Blättern auf der Zwischenablage während des Kopierens auf die Rückseite beim doppelseitigen Kopieren ermittelt und ein Sprung des Programms zu einem Punkt E in Fig. 11 bewirkt, um eine PEMP2-Kennung zur Herstellung der fehlenden Kopien beim Kopieren auf die Vorderseite zu setzen.

Als nächstes werden kurz die verschiedenen Unterprogramme erläutert.

Bei dem "Tasten"-Unterprogramm nach Fig. 8 werden die Daten in den Arbeitsspeichern gespeichert, wobei die betätigten Tasten identifiziert und die entsprechenden Adressen eingestellt werden. In diesem Unterprogramm werden abgeschaltete Tasten durch eine Tasten-Sperrkennung bestimmt, um andere Betriebsarttasten als die Kopier-Starttaste und die Löschtaste zur Löschung der bereits eingegebenen Betriebsarten im Falle einer Papierstörung, dem Fehlen von Blättern usw. unwirksam zu machen. Bei Erkennen der Einschubkennung beim doppelseitigen Kopieren wird die Eingabe der "Doppelseitig-Taste" als Eingabe mit der "Einseitig"-Taste behandelt.

Bei dem "Störung"-Unterprogramm nach Fig. 9 wird beim einseitigen Kopieren eine Störungskennung JAMS zum Rückstellen der I/O-Einheiten für Papierstörung gesetzt. Anschließend werden die Daten zur Anzeige der Zahl der tatsächlichen Kopien gesichert und bewirkt, daß das Programm zu dem Bereitschafts-Programm zurückkehrt, nachdem die Tasten-Sperrkennung gesetzt worden ist. Ein ähnlicher Vorgang wird im Fall der Störung beim Kopieren auf die Vorderseite beim doppelseitigen Kopieren mit der Ausnahme durchgeführt, daß eine JAM1-Kennung anstelle der JAMS-Kennung gesetzt wird. Im Falle einer Störung beim Kopieren auf die Rückseite beim doppelseitigen Kopieren wird eine JAM2-Kennung gesetzt. Falls dabei keine Blätter auf der Zwischenablage liegen, wird eine PEMP2-Kennung gesetzt, um die Kopierdaten für das Kopieren auf die Vorderseite zur Herstellung zusätzlicher Kopien für die fehlenden auszulesen, da das Kopieren auf die Rückseite aufgrund des Fehlens von Blättern nicht fortgesetzt werden kann. Nach der Störung wartet das Programm auf die Betätigung einer nicht dargestellten Taste "STÖRUNG BEHOBEN".

Bei dem "Stop"-Unterprogramm nach Fig. 10 werden Kennungen entsprechend der Betätigung der Stoptaste während des Kopiervorganges gesetzt. Bei Betätigung während des einseitigen Kopierens werden eine STOPS-Kennung und die Tasten-Sperrkennung gesetzt und das Programm springt zum Punkt D in Fig. 7, um zum Bereitschafts-Unterprogramm zurückzukehren. Bei der Betätigung während des Kopierens auf die Rückseite beim doppelseitigen Kopieren werden eine "STOP2"-Kennung und die Tasten-Sperrkennung gesetzt und das Programm springt zum Punkt D in Fig. 7. Bei der Betätigung während des Kopierens auf die Vorderseite beim doppelseitigen Kopieren wird eine STOP1-Kennung gesetzt und das Programm zum Kopieren auf die Rückseite umgestellt, wobei die Zahl der bereits hergestellten Kopien als gewählte Kopienzahl zur Herstellung von doppelseitigen Kopien herangezogen wird und die ursprünglich gewählte Kopienzahl gespeichert wird. In diesem Falle wird die Tasten-Sperrkennung nicht gesetzt und die Tasteneingaben werden entsprechend der STOP1-Kennung verarbeitet.

Im PEMP-Unterprogramm (nach Fig. 11 wird das Fehlen von Blättern in der gewählten Zuführstation erfaßt. Beim Fehlen von Blättern wird ermittelt, ob ein- oder doppelseitig kopiert wird. Beim einseitigen Kopieren wird eine PEMPS-Kennung gesetzt, um zu bewirken, daß das Programm zum Punkt D in Fig. 7 springt. Beim doppelseitigen Kopieren auf die Vorderseite setzt das Programm eine PEMP1-Kennung und speichert anschließend die Daten der gewählten Kopienzahl, überträgt die Fertigkopienzahl zu der gewählten Kopienzahl, löscht die Fertigkopienzahl und bewirkt, daß das Programm zum Punkt D in Fig. 7 springt. Wenn die Blätter während des Kopierens auf die Vorderseite ausgehen, wird auf diese Weise die Zahl der fehlenden Kopien festgestellt, die herzustellen sind, nachdem die doppelseitigen Kopien auf den bereits existierenden Kopierblättern vollendet sind. Im Falle des Fehlens von Blättern auf der Zwischenablage während des Kopierens auf die Rückseite wird eine PEMP2-Kennung gesetzt, um die Kopierdaten für die Vorderseite zur Vorbereitung des Kopierbetriebs für die fehlenden Kopien auszulesen.

Bei dem Ausgabe-Unterprogramm nach Fig. 12 wird ermittelt, ob doppel- oder einseitig kopiert wird und im letzteren Fall, ob die Ablage oder der Sortierer als Ausgabe gewählt ist. Falls der Sortierer gewählt ist, wird ermittelt, ob das Förderband in Richtung auf den Sortierer gestellt ist, und, wenn dies nicht der Fall ist, werden ein Motor M3 sowie eine Kupplung C6 eingeschaltet, bis das Förderband in die dem Sortierer entsprechende Stellung bewegt ist. Ein ähnlicher Vorgang wird durchgeführt, wenn die Ablage gewählt ist. Im Falle des Kopierens auf die Vorderseite beim doppelseitigen Kopieren wird das Förderband zur Zwischenablage gerichtet, unabhängig davon, ob die Ablage oder der Sortierer als Ausgabe gewählt ist.

Beim Kopieren auf die Rückseite wird das Förderband zu der gewählten Ausgabe gerichtet. Das "Maßstab"-Unterprogramm nach Fig. 13 läuft entsprechend einem Maßstab-Befehl 1 : 1 oder zur Verkleinerung 1 : 0,7 oder 1 : 0,6 ab. Im Falle des 1 : 1-Befehls wird ermittelt, ob das optische System entsprechend eingestellt ist, und wenn nicht, wird ein Motor M4 eingeschaltet, bis das optische System zu der richtigen Stelle bewegt ist. Ein ähnlicher Vorgang wird bei den anderen Befehlen ausgeführt.

Das "Zwischenablage-Entleerung"-Unterprogramm nach Fig. 14 ist folgendes: Bei dem Kopierer kann die Zwischenablage Blätter enthalten, die in bestimmten Fällen nicht zur Bilderzeugung erforderlich sind. Das Entfernen dieser unnötigen Blätter von Hand bedeutet, daß das Gerät zu öffnen ist. Es ist auch möglich, die Blätter von der Zwischenablage mit dem gleichen Vorgang wie beim Kopieren auf die Rückseite auszustoßen. Dieses Verfahren ist jedoch mit gewissen Schwierigkeiten verbunden, da es kein Unterscheidungsmerkmal zwischen diesen Blättern und normalen Blättern gibt. Dieses Verfahren ist verschwenderisch, da unnötige Verfahrensschritte erforderlich sind. Beispielsweise beschleunigt dieses Verfahren die Abnutzung des Entwicklers, und es kann nicht unmittelbar durchgeführt werden, wenn der Kopierer nicht funktionsfähig ist, bis die Fixiereinrichtung auf die geeignete Fixiertemperatur gebracht ist. Ferner werden, wenn der Sortierer verwendet wird, die unnötigen Blätter auf die Fächer des Sortierers verteilt und müßten von dort eingesammelt werden.

Im Kopierer ist daher das "Leeren" der Blätter von der Zwischenablage vorgesehen, das durch die Bedienungsperson wählbar ist und bei dem automatisch die Blätter von der Zwischenablage ausgestoßen werden, ohne daß die normalen Kopier-Verfahrensschritte durchgeführt werden. Das Leeren wird automatisch gelöscht, um den folgenden Kopiervorgang nach beendeter Entleerung der Zwischenablage zu ermöglichen.

Derartige unnötige Blätter, die kein Kopieren auf die Rückseite erfordern, können auf der Zwischenablage aus den folgenden Gründen vorhanden sein:

  • 1. Fehler beim Kopieren auf die Vorderseite beim doppelseitigen Kopieren: Derartige Fehler sind beispielsweise nicht geeignete Kopierdichte, falsche Wahl des Maßstabs oder der Blattgröße oder ungeeignetes Auflegen der Vorlage. In diesen Fällen ist ein Kopieren auf die Rückseite nicht mehr erforderlich und das Kopieren auf die Vorderseite kann erneut durchgeführt werden, nachdem die Blätter vor der Zwischenablage entfernt worden sind.
  • 2. Vor dem Beginn des Kopiervorganges auf der Zwischenablage verbliebene Blätter: Ein derartiger Fall kann auftreten, wenn die vorhergehende Bedienungsperson Blätter auf der Zwischenablage belassen hat. In diesem Fall kann die nachfolgende Bedienungsperson doppelseitiges Kopieren nur dann einleiten, wenn die übriggelassenen Blätter von der Zwischenablage entfernt worden sind. Auch in dem Fall, daß Kopieren auf die Vorderseite beim doppelseitigen Kopieren gewählt worden ist, während einige Blätter auf der Zwischenablage verblieben sind, ist es wünschenswert, das notwendige Entfernen dieser Blätter anzuzeigen.


Eine ähnliche Situation kann auftreten, wenn die Spannungsversorgung während des Kopierens auf die Vorderseite unterbrochen wird oder das elektrische Steuersystem aufgrund einer fehlerhaften Funktion den Speicherinhalt für das Kopieren verliert. In derartigen Fällen ist es unmöglich, den ursprünglich gewünschten Kopierbetrieb fortzuführen, wenn der Kopierer zu dem normalen Arbeitszustand zurückgekehrt ist, und der nachfolgende Kopiervorgang wird dadurch möglich, daß die verbliebenen Blätter von der Zwischenablage entfernt werden.

Dieses vom normalen Kopiervorgang unterschiedliche Entleeren erleichtert die Trennung der entfernten Blätter von den normalen Blättern. Beispielsweise ist es möglich, die unnötigen Blätter in ein Abfallfach auszustoßen, das ausschließlich zu diesem Zweck innerhalb des Kopierers oder an dessen Außenseite, beispielsweise im Sortierer, vorgesehen ist, oder die unnötigen Kopien in die Ablage auszustoßen. Ferner ist es möglich, die normalen und die unnötigen Kopien mittels der vorangehend erläuterten Schwingbewegung zu sortieren, wenn die Ablage dazu ausgestattet ist.

Der Ausstoß der Blätter von der Zwischenablage wird vorzugsweise durchgeführt, bis alle Blätter ausgestoßen sind, was durch einen geeigneten Papierdetektor festgestellt wird, der an der Zwischenablage vorgesehen ist. Falls jedoch die Zwischenablage des Kopierers so ausgelegt ist, daß Kopien von unterschiedlichen Originalen aufgenommen werden, nämlich nacheinander Kopien von ungerade numerierten Seiten (Seite 1, Seite 3, . . . ), und diese Kopien wieder zum Kopieren der gerade numerierten Seiten zugeführt, und wenn das Entleeren folgend auf die Betätigung der Stoptaste im Verlauf des Kopierens auf ungerade numerierte Seiten gewählt wird, ist es ratsam, lediglich die Zahl von Kopien von der Vorlage auszustoßen, für die die Stoptaste betätigt worden ist.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel bei Anwendung in dem in Fig. 1 gezeigten Gerät erläutert:

Wie bereits erläutert, werden die Blätter von der ersten oder zweiten Zuführstation 18 oder 19 zum Kopieren auf die Vorderseite zugeführt und in der Zwischenablage 17 gesammelt, von der die Blätter zum Kopieren auf die Rückseite zugeführt und schließlich zu dem Sortierer 30 ausgestoßen werden. Im folgenden soll angenommen werden, daß die Stoptaste 45 während des Kopierens auf die Vorderseite wegen eines zu dieser Zeit bemerkten Fehlers betätigt wird. Bei diesem Zustand sind die Blätter, für die der Kopiervorgang vor Betätigung der Stoptaste 45 abgeschlossen ist, auf der Zwischenablage 17 gesammelt. Das Vorhandensein derartiger Blätter auf der Zwischenablage verhindert das folgende erneute Kopieren auf die Vorderseite, nachdem beispielsweise die Blattgröße korrigiert worden ist, falls die fehlerhaft gewählt war. In einem derartigen Fall werden durch die Betätigung der Taste 48 zum Leeren die Blätter von der Zwischenablage 17 über denselben Weg wie beim Kopieren auf die Rückseite transportiert und auf die Ablage 31 ausgestoßen. Der Blattausstoß zu der Ablage 31 erübrigt bei dem Ausstoß der normalen Kopien zu dem Sortierer 30 die unnötigen Blätter aus dem Sortierer auszusondern. Bei dem Blattausstoß von der Zwischenablage zum Entleeren ist zu beachten, daß die für den Transport alleine notwendigen Komponenten eingeschaltet werden, während die für den Transport unnötigen, wie beispielsweise das optische Abtasten, Laden, Entwickeln und Bildübertragen abgeschaltet bleiben. Es ist jedoch möglich, einen getrennten Transportweg vorzusehen, über den die Blätter von der Zwischenablage 17 ausgestoßen werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektrostatisches Bilderzeugungsgerät mit

    einer Eingabeeinrichtung, mittels der eine jeweils gewünschte Anzahl von mit Bildern zu versehenden Bildempfangsmaterial- Blättern wählbar ist,

    einer Bilderzeugungseinrichtung, die für eine doppelseitige Bildaufzeichnung in einem ersten Schritt zunächst auf den Vorderseiten einer der gewählten Blattanzahl entsprechenden Zahl von Blättern jeweils ein Bild aufzeichnet und die betreffenden Blätter anschließend in eine Zwischenablage fördert und in einem zweiten Schritt auf der Rückseite aller von der Zwischenablage her zugeführten Blätter ein weiteres Bild aufzeichnet,

    einer Detektoreinrichtung, die das Vorhandensein von Blättern in der Zwischenablage erfaßt,

    einer Eingabeeinrichtung, mittels der Bilderzeugungs-Parameter der Bilderzeugungseinrichtung wählbar sind, sowie mit

    einer Steuereinrichtung zur Steuerung des Bilderzeugungsvorgangs nach Maßgabe der Bilderzeugungs-Parameter, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (CPU)
    1. [a] den zweiten Schritt des Aufzeichnungsvorgangs trotz Erreichens der gewählten Blattanzahl dann fortsetzt, wenn die Detektoreinrichtung (54) das Vorhandensein von Blättern in der Zwischenablage (17) signalisiert, und den Aufzeichnungsvorgang erst dann beendet, wenn die Detektoreinrichtung (54) das Nichtvorhandensein von Blättern in der Zwischenablage (17) signalisiert,
    2. [b] während sie den zweiten Schritt des Aufzeichnungsvorgangs bereits dann beendet und erneut den ersten Schritt zur Aufzeichnung auf die Vorderseite weiterer Blätter einleitet, wenn die Detektoreinrichtung (54) das Nichtvorhandensein von Blättern in der Zwischenablage (17) vor dem Erreichen der gewählten Blattanzahl signalisiert,
    3. [c] daß der zweite Schritt mit anderen Bilderzeugungs-Parametern als den für den ersten Schritt gewählten durchführbar ist und
    4. [d] daß die für den ersten Schritt gewählten Bilderzeugungs-Parameter während der Durchführung des zweiten Schrittes in einem Speicher (RAM) gespeichert und bei der erneuten Einleitung des ersten Schrittes automatisch aufgerufen werden.
  2. 2. Bilderzeugungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (CPU) die Anzahl der bis zu der Beendigung der Bilderzeugung im ersten Schritt ausgeführten Bilderzeugungsvorgänge erfaßt und von dieser Anzahl ausgehend bei der Wiederaufnahme der Bilderzeugung im ersten Schritt die Bilderzeugungsvorgänge bis zum Erreichen der an der Eingabevorrichtung (34) gewählten Anzahl herbeiführt.
  3. 3. Bilderzeugungsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (CPU) dann, wenn die Beendigung der Bilderzeugung im ersten Schritt oder eine Unterbrechung der Bilderzeugung im zweiten Schritt durch eine Störung hervorgerufen ist, zu deren Behebung eine Anzahl von dem Bilderzeugungsvorgang unterzogenen Blättern entfernt werden muß, bei der Wiederaufnahme der Bilderzeugung im ersten Schritt die Anzahl der noch auszuführenden Bilderzeugungsvorgänge um die Anzahl der zu entfernenden Blätter erhöht.
  4. 4. Bilderzeugungsgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (CPU) die Anzahl der Bilderzeugungsvorgänge bei der Bilderzeugung im zweiten Schritt an allen in der Zwischenablage (17) abgelegten Blättern erfaßt und dann, wenn diese Anzahl geringer als die Anzahl der bis zur Beendigung der Bilderzeugung im ersten Schritt ausgeführten Bilderzeugungsvorgänge ist, bei der Wiederaufnahme der Bilderzeugung im ersten Schritt die Anzahl der noch auszuführenden Bilderzeugungsvorgänge aus der Differenz zwischen den beiden erfaßten Anzahlen bestimmt.
  5. 5. Bilderzeugungsgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (CPU) dann, wenn bei der Bilderzeugung im zweiten Schritt an den Blättern aus der Zwischenablage (17) eine Unterbrechung auftritt, nach dem Ende dieser Unterbrechung die Bilderzeugung im zweiten Schritt an allen Blättern aus der Zwischenablage fortsetzt.
  6. 6. Bilderzeugungsgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Bilderzeugungs-Parameter der Abbildungsmaßstab und/oder die Bilddichte wählbar ist.






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