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Dokumentenidentifikation DE3316427C2 18.03.1993
Titel Schotterbett-Reinigungsmaschine
Anmelder Franz Plasser Bahnbaumaschinen-Industriegesellschaft m.b.H., Wien, AT
Erfinder Theurer, Josef, Ing., Wien, AT;
Brunninger, Manfred, Linz, AT
Vertreter Rau, M., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Schneck, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 05.05.1983
DE-Aktenzeichen 3316427
Offenlegungstag 22.03.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.03.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.03.1993
IPC-Hauptklasse E01B 27/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine fahrbare Schotterbett-Reinigungsmaschine nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Aus DE 25 57 372 A1 ist eine derartige, zur Planumssanierung einsetzbare Schotterbett-Reinigungsmaschine bekannt, mit welcher durch die Förderkettenanordnung vorher auf dem Schotter abgelagerter Sand und Schotter gemeinsam aufgenommen und nach Trennung in der Siebanlage wieder getrennt in die Umbaulücke abgeworfen wird. Bei dieser in der Praxis gut bewährten Schotterbett-Reinigungsmaschine ist ein erhöhter Schüttgutanfall lediglich bei verringerter Vorfahrtsgeschwindigkeit durch die Siebanlage bewältigbar.

Aus DE 24 56 027 A1 ist eine Schotter-Reinigungsmaschine mit einer auf einem Flachwagen installierten Siebanlagen bekannt, die zwei Reihen von in Fahrtrichtung hintereinander angeordneten Siebe aufweist. Alle Siebe werden von einem gemeinsamen, darüber angeordneten Förderband beschickt, auf dem sich stationäre Leiteinrichtungen befinden, die den ankommenden Schotterstrom aufteilen und zu den einzelnen Sieben leiten. Nachteilig dabei ist, daß ungeachtet der ankommenden Menge von Schottergut und dessen Verschmutzungsgrad dieses immer so aufgeteilt wird, daß alle Siebe beschickt werden. Ein Abschalten einzelner Siebe zur Erzielung eines wirtschaftlicheren Betriebes der Reinigungsmaschine ist nicht möglich.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht in der Schaffung einer Schotterbett- Reinigungsmaschine der eingangs beschriebenen Art, die eine wesentliche Erhöhung der Reinigungsleistung und insbesondere deren individuelle Anpassung an die jeweils anfallende Menge und den Verschmutzungsgrad des zu reinigenden Schotters ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil des Anspruches 1 gelöst. Mit dieser Ausbildung ist selbst bei besonders verunreinigten Schotterbettabschnitten bzw. großem Schotterbettquerschnitt eine genügend hohe Siebleistung gewährleistet, so daß es nun erstmals möglich ist, auch derart schwierige Schotterbettabschnitte unter voller Ausnützung der Förderleistung der Förder- bzw. Räumkettenanordnung und bei gleichbleibender bzw. auch erhöhter Arbeitsvorfahrtgeschwindigkeit der Schotterbett-Reinigungsmaschine zu bearbeiten. Durch die erfindungsgemäße Kombination ist daher unabhängig vom unterschiedlichen Verschmutzungsgrad einer Schotterbettung bzw. vom Schüttgutanfall eine hohe Kilometerleistung der Reinigungsmaschine bei gleichbleibend hoher Qualität der Reinigung erzielbar. Ferner ist dadurch in besonders wirtschaftlicher Weise eine wahlweise, dem individuellen Verschmutzungsgrad des Schotters anpaßbare Beschickung der beiden Siebanlagen möglich, wobei beide Siebanlagen sowohl gemeinsam als auch unabhängig voneinander in Betrieb genommen werden können. Zusätzlich besteht der Vorteil, daß auch eine optimale Anpassung an den Schotteranfall, der bei Schotterbettgleisen oft sehr verschieden ist, erreicht werden kann, weil die Siebleistung beliebig gesteigert werden kann.

Durch die Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 2 wird eine geringstmögliche Baulänge für die Weitergabe des zu reinigenden Schotters an die zweite Siebanlage erzielt.

Durch die Ausgestaltung nach Anspruch 4 wird eine konstruktiv einfache Ausbildung für eine wahlweise Beschickung der Siebanlagen bei gleichbleibender Umlaufgeschwindigkeit der Förderbänder erzielt. Mit der fernsteuerbaren Verschwenkung der Umlenkvorrichtung wird die im Abwurfbereich des ersten Förderbandes entstehende Abwurfparabel für die gewünschte Weiterförderung des Schotters beeinflußt.

Mit der vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 5 ist trotz der durch die beiden hintereinander angeordneten Siebanlagen relativ langen Reinigungsmaschine eine stabile Rahmenkonstruktion möglich, die auch für höhere Überstellgeschwindigkeiten geeignet ist. Durch die Höhenverstellbarkeit des Zwischen-Fahrgestellrahmens ist eine relativ einfache Erweiterung der zwischen zwei am Gleis abgestützen Fahrwerken liegenden freien Fahrgestellrahmenlänge für eine ungehinderte, einen natürlichen Biegelinienverlauf aufweisende Anhebung des Gleises durchführbar.

Mit der Weiterbildung nach Anspruch 6 ist eine hohe Förderleistung der Förder- und Räumkettenanordnung und eine gute Anpassung an die erhöhte Siebleistung der beiden Siebanlagen erreichbar, so daß die Gesamtleistung der Schotterbett-Reinigungsmaschine insbesondere auch bei normal verschmutzten Gleisabschnitten unter Ausnützung der vergrößerten Siebkapazität wesentlich gesteigert werden kann, wobei durch die einfache Anordnung der Hilfskette eine, unter Vermeidung einer störenden Beeinflussung der übrigen Einrichtungen, platzparende Ausbildung der Förder- und Räumkettenanordnung gewährleistet ist.

Mit der Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 7 ist in wirtschaftlicher Weise eine einfache Anpassung an die von der anfallenden Schottermenge abhängige Inbetriebnahme der beiden Siebanlagen durchführbar. Bei Inbetriebnahme lediglich einer Siebanlage kann daher mit nur einem Förderband das Auslangen für die Wiedereinbringung des gereinigten Schotters gefunden werden.

Durch die Weiterbildung nach Anspruch 8 ist unter Erzielung einer hohen Wirtschaftlichkeit ohne Unterbrechung bzw. Verringerung der Arbeitsvorfahrt bzw. der Vorfahrtsgeschwindigkeit der Schotterbett-Reinigungsmaschine eine sofortige Anpassung an die jeweils anfallenden Schottermengen durchführbar. So kann beispielsweise bei lediglich geringer Schotterbetthöhe sowohl die Hilfskette als auch die zweite Siebanlage unter entsprechender zentraler Umschaltung der Förderbänder ausgeschaltet werden. Dabei nimmt die weiterhin in Betrieb stehende Siebanlage und die Förder- und Räumkette bei voller Leistung und bei wenigstens gleicher Vorfahrtsgeschwindigkeit den anfallenden Schotter auf.

Die Erfindung wird nachstehend an Hand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert: Es zeigt

Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Schotterbett-Reinigungsmaschine,

Fig. 2 eine Draufsicht auf die Schotterbett-Reinigungsmaschine nach Fig. 1,

Fig. 3 eine vergrößerte Teil-Seitenansicht der Schotterbett-Reinigungsmaschine mit den Siebanlagen und

Fig. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß ausgebildeten Schotterbett-Reinigungsmaschine.

Die in Fig. 1 dargestellte Schotterbett-Reinigungsmaschine 1 ist über Schienenfahrwerke 2, 3 auf einem aus Schwellen und Schienen bestehenden Gleis 4 verfahrbar. Ein Fahrgestellrahmen 5 der Schotterbett- Reinigungsmaschine 1 ist durch zwei Gelenke 6 gelenkig ausgebildet, wobei im Bereich des in Arbeitsrichtung Pfeil 7 vorderen Gelenkes 6 ein Antrieb 8 zur Höhenverstellung eines zwischen den beiden Gelenken 6 angeordneten Zwischen- Fahrgestellrahmens 9 vorgesehen ist. Im hinteren Endbereich der Schotterbett-Reinigungsmaschine 1 ist ein Antrieb 10 zur Energieversorgung sowie eine zentrale Schaltstelle 11 angeordnet. Im vorderen Bereich des Zwischen-Fahrgestellrahmens 9 ist eine Förder- und Räumkettenanordnung 12 zur Aufnahme des Schotters höhenverstellbar angelenkt. Unmittelbar anschließend sind zwei Siebanlagen 13 und 14 in Maschinenlängsrichtung hintereinander angeordnet. Diese sind jeweils über Höhenverstellantriebe 15, 16 um eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Achse verschwenkbar ausgebildet und über jeweils einen Vibrationsantrieb 17, 18 in lineare Schwingungen versetzbar.

Über den beiden Siebanlagen 13, 14 ist eine Transporteinrichtung 19 zur Förderung des von der Förder- und Räumkettenanordnung 12 hochgeförderten Schotters vorgesehen. Eine Abraumförderanordnung 20 erstreckt sich vom Bereich unterhalb der Siebanlagen 13, 14 bis zu den in Arbeitsrichtung vor der Reinigungsmaschine angeordneten Abraumverladewagen. An der Unterseite des Zwischen-Fahrgestellrahmens 9 ist eine aus zwei hintereinander geschalteten Förderbändern 21, 22 bestehende Förderbandanordnung 23 zum Wiedereinbringen des gereinigten Schotters angeordnet. Im Bereich der Abwurfstelle des vorderen Förderbandes 22 ist eine höhenverstellbare Planiereinrichtung 24 sowie ein höhenverstellbares Gleishebelaggregat 25 mit seitlich einschwenkbaren Rollhebezangen am Zwischen-Fahrgestellrahmen 9 befestigt. In dem an das vordere Gelenk 6 anschließenden Teil des Fahrgestellrahmens 5 ist eine über einen Verstellantrieb längsverschiebbare Gleishebe- und Stopfeinheit 26 gelagert. Zur Bildung einer Bezugsbasis ist eine mit hydrostatischen Niveau-Meßgeräten ausgestattete Meßeinrichtung 27 vorgesehen. Eine solche Meßeinrichtung 27 eignet sich besonders gut für eine derartige Schotterbett- Reinigungsmaschine 1, mit welcher eine hohe Leistung und eine damit erzielbare höhere Arbeitsvorfahrtsgeschwindigkeit erreichbar ist. Sämtliche Antriebe sind zur voneinander unabhängigen Steuerung über schematisch mit strichlierten Linien angedeutete Steuerleitungen 28 mit der zentralen Schaltstelle 11 verbunden.

Wie in Fig. 2 ersichtlich, besteht der zwischen den Gelenken 6 befindliche Zwischen-Fahrgestellrahmen 9 im Bereich der beiden Siebanlagen 13, 14 aus zwei im Abstand zueinander angeordneten Trägern, die zur Durchführung durch die Förder- und Räumkettenanordnung 12 zu einem einzigen Mittelträger vereint ausgebildet sind. Innerhalb der Siebanlagen 13, 14 ist jeweils der oberste, zur Ausscheidung des Überkorns ausgebildete Siebboden ersichtlich. Die den beiden Siebanlagen 13, 14 vorgeordnete Förder- und Räumkettenanordnung 12 umfaßt eine endlos in Führungsbahnen um das Gleis 4 geführte Förder- und Räumkette 29 und eine mit dieser eine gemeinsame höhenverstell- und verschwenkbare Einheit bildende, ebenfalls endlos geführte Hilfskette 30. Die Förder- und Räumkette 29 ist mit einem hydraulischen Antrieb 31 und die Hilfskette 30 mit einem eigenen, ebenfalls hydraulischen Antrieb 32 verbunden. Die Planiereinrichtung 24 sowie das Gleishebeaggregat 25 wurden der besseren Übersichtlichkeit wegen in der Draufsicht weggelassen.

Die in Fig. 3 vergrößert dargestellte erste Siebanlage 14 ist über Federn auf einem Rahmen 33 schwingungsfrei gelagert. Dieser ist um eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Achse durch die am Zwischen-Fahrgestellrahmen 9 abgestützten Höhenverstellantriebe 16 verschwenkbar angeordnet. Mit strichlierter Linie sind die drei schräg zur Maschinenlängsrichtung geneigten, verschiedene Lochweiten aufweisenden Siebböden zur Reinigung des Schotters angedeutet. Mittig im Bereich der Unterseite der Siebanlage 14 ist eine nicht dargestellte Auslaßöffnung zum Auswurf des Abraums auf die darunter befindliche, aus mehreren Förderbändern gebildete Abraumförderanordnung 20 vorgesehen. Seitlich davon ist eine weitere Auslaßöffnung 34 zum Auswurf des gereinigten Schotters auf das mit einem Antrieb 35 verbundene Förderband 21 vorgesehen. Das vordere, mit einem Antrieb 36 verbundene Förderband 22 ist zur Verteilung des abgeworfenen Schotters in Gleisebene seitlich verschwenkbar am Zwischen-Fahrgestellrahmen 9 angelenkt. Die zur Weiterförderung des aufgenommenen Schotters vorgesehene Transporteinrichtung 19 weist ein erstes Förderband 37 und ein zweites mit dem Abwurfende über der zweiten Siebanlage 13 befindliches Förderband 38 auf. Der über der ersten Siebanlage 14 befindliche Endbereich des ersten Förderbandes 37 ist mit einer über einen Verstellantrieb fernsteuerbaren Umlenkvorrichtung 39 zur wahlweisen Umlenkung des Schotter-Förderstromes verbunden. Das erste Förderband 37 ist durch einen Antrieb 40 und das zweite Förderband 38 durch einen Antrieb 41 antreibbar. Zur Überleitung des hochgeförderten Schotters auf das erste Förderband 37 ist eine mit der Förder- und Räumkettenanordnung 12 verbundene Schurre 42 vorgesehen.

Eine in Fig. 4 dargestellte Schotterbett-Reinigungsmaschine 43 besteht aus einem zweigeteilten Fahrgestellrahmen 44 mit einem Gelenk 45, wobei der - in der durch einen Pfeil 46 dargestellten Arbeitsrichtung - vordere Fahrgestellrahmen zur Speicherung von Abraum ausgebildet ist. Der hintere Fahrgestellrahmen trägt eine höhenverstellbare Förder- und Räumkettenanordnung 47, die aus einer um das Gleis geführten Förder- und Räumkette besteht, sowie unmittelbar dahinter zwei voneinander unabhängig steuerbare Siebanlagen 48, 49. Eine Fördereinrichtung 50 ist zur wahlweisen Beschickung der zweiten Siebanlage 48 vorgesehen. Beide Siebanlagen 48, 49 sind bei dieser Ausführung im wesentlichen gleich ausgestaltet.

An Hand des in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispieles wird nun der Arbeitsablauf bei der Schotterbett-Reinigungsmaschine 1 beschrieben.

Nach Erreichen des Arbeitsabschnittes wird das lediglich für Überstellfahrten einsetzbare Schienenfahrwerk 3 durch Betätigung des Antriebes 8 vom Gleis 4 abgehoben. Das quer unter das Gleis 4 geführte Trum der Förder- und Räumkette 29 wird in bekannter Weise durch eine vorbereitete Öffnung der Schotterbettung geführt und zu einer endlosen Kette zusammengeschlossen. Das Gleis 4 wird durch das Gleishebeaggregat 25 angehoben. Nach Einstellung der gewünschten Planumshöhe sowie der vorgeschriebenen Planumsneigung werden die hydraulischen Antriebe 31 und 32 der Förder- und Räumkette 29 und der Hilfskette 30 sowie die Vibrationsantriebe 17 und 18 der beiden Siebanlagen 13, 14 von der zentralen Schaltstelle 11 aus eingeschaltet. Anschließend werden die Förderbänder durch Einschalten der zugeordneten Antriebe sowie die Schotterbett-Reinigungsmaschine 1 selbst in Bewegung gesetzt. Dabei wird der Schotter kontinuierlich durch an der Förder- und Räumkette 29 angeordnete, verschleißfeste Kratzerfinger aus der verkrusteten Schotterbettung herausgerissen und zur Schurre 42 hochgefördert. Der dabei im Bereich der Hilfskette 30 anstehende Schotter wird durch diese kontinuierlich ebenfalls zu der gemeinsamen Schurre 42 transportiert, wo er auf das erste Förderband 37 abgeworfen wird.

Nachdem die Umlenkvorrichtung 39 in der mit vollen Linien dargestellten hochgeschwenkten Lage angeordnet ist, wird der abgeworfene Schotter nicht beeinflußt und gelangt daher zum Teil in die erste Siebanlage 14 und zum anderen Teil auf das zweite Förderband 38. Von diesem wird der Schotter in die zweite Siebanlage 13 gefördert. Auf diese Weise können die durch die Förder- und Räumkette 29 und die Hilfskette 30 geförderten erhöhten Schottermengen problemlos gereinigt werden. In den beiden Siebanlagen 13, 14 erfolgt die Ausscheidung des Über- und Unterkorns sowie des Schmutzanteiles über die darunter befindliche Abraumförderanordnung 20. Der brauchbare gereinigte Schotter wird über die Förderbahnanordnung 23 wieder auf das freigelegte Planum abgeworfen. Sobald jedoch, beispielsweise bei dünnem und wenig verunreinigtem Schotterbett die Inbetriebnahme der zweiten Siebanlage 13 nicht mehr erforderlich ist, kann der gesamte Schotter-Förderstrom durch Verschwenkung der Umlenkvorrichtung 39 im Abwurfbereich des ersten Förderbandes 37 in die strichlierte Lage in die erste Siebanlage 14 gefördert werden. Der Vibrationsantrieb 17 der zweiten Siebanlage 13 sowie der Antrieb 41 für das zweite Förderband 38 können zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit fernsteuerbar abgeschaltet werden. Gegebenenfalls kann auch die Hilfskette 30 abgeschaltet werden. Da insbesondere bei geringer Schotterbetthöhe das Gleis 4 zur Durchführung der Förder- und Räumkette 29 unter den Schwellen höher angehoben werden muß, wird das Gleis 4 durch die längsverschiebbare Gleishebe- und Stopfeinheit 26 provisorisch angehoben und schrittweise unterstopft. Damit bleibt die durch die notwendige Gleishebung verursachte Biegelinie des Gleises 4 innerhalb des zulässigen Bereiches.


Anspruch[de]
  1. 1. Fahrbare Schotterbett-Reinigungsmaschine mit einem auf Fahrwerken abgestützten Fahrgestellrahmen, auf welchem eine Förder- bzw. Räumkettenanordnung zur Aufnahme und zum Transport des Schotters höhenverstellbar vorgesehen ist, die wenigstens eine, in einer Kettenführungs- Längs- und einer Kettenführungs-Querbahn über einen Antrieb in einem Gelenkvieleck endlos geführte Förder- und Räumkette aufweist, mit einer von dieser beschickbaren, mit einem Vibrationsantrieb und Höhenverstellantrieben verbundenen Siebanlage, sowie mit Fördereinrichtungen zum Transport und Wiedereinbringen des Schotters bzw. Abtransport des Abraums, dadurchgekennzeichnet, daß der vorhandenen Siebanlage (14) eine weitere Siebanlage (13) zugeordnet ist, die mit eigenen Vibrations- und Höhenverstellantrieben (17, 15) versehen ist, die unabhängig von denen der ersten Siebanlage (14) steuerbar sind, und daß den beiden Siebanlagen (13 und 14) eine fernsteuerbare Transporteinrichtung (19) zur wahlweisen Beschickung mit dem durch die Förder- und Räumkettenanordnung (12) aufgenommenen Schüttgut zugeordnet ist.
  2. 2. Schotterbett-Reinigungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Siebanlagen (13 und 14) unmittelbar hintereinander in Maschinenlängsrichtung angeordnet sind.
  3. 3. Schotterbett-Reinigungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den beiden Siebanlagen (13 und 14) zugeordnete Transporteinrichtung (19) ein erstes, mit dem einen Ende unter dem Abwurfbereich der Förder- und Räumkette (29) und mit dem anderen Ende über der Einlaßöffnung der ersten Siebanlage (14) angeordnetes Förderband (37) und ein zweites, mit dem einen Ende unter dem Abwurfbereich des ersten Förderbandes (37) und mit dem anderen Ende über der Einlaßöffnung der zweiten Siebanlage (13) angeordnetes Förderband (38) aufweist.
  4. 4. Schotterbett-Reinigungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnete, daß der über der ersten Siebanlage (14) befindliche Endbereich des ersten Förderbandes (37) mit einer fernsteuerbaren Umlenkvorrichtung (39) zur wahlweisen Umlenkung des Schotter-Förderstromes verbunden ist.
  5. 5. Schotterbett-Reinigungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnete, daß der die beiden Siebanlagen (13 und 14) und die Förder- und Räumkette (29) tragende Teil des Fahrgestellrahmens (5) als mit seinen beiden Enden jeweils über ein Gelenk (6) gelagerter Zwischen- Fahrgestellrahmen (9) ausgebildet ist, der an seinem der Förder- und Räumkette (29) zugewandten Ende über einen Antrieb (8) höhenverstellbar ist.
  6. 6. Schotterbett-Reinigungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnete, daß die Förder- und Räumkettenanordnung (12) den beiden Siebanlagen (13 und 14) vorgeordnet ist und aus einer endlos in Führungsbahnen geführten Förder- und Räumkette (29) und einer mit dieser eine gemeinsam höhenverstell- und verschwenkbare Einheit bildenden, ebenfalls endlos geführten Hilfskette (30) besteht, wobei die insbesondere hydraulisch angetriebene Hilfskette (30) in einer zur Umlaufebene der Förder- und Räumkette (29) im wesentlichen senkrechten Umlaufebene angeordnet ist.
  7. 7. Schotterbett-Reinigungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnete, daß den beiden Siebanlagen (13 und 14) eine aus zwei hintereinander geschalteten Förderbändern (21 und 22) bestehende Förderbandanordnung (23) zum Wiedereinbringen des gereinigten Schotters zugeordnet ist, die vorzugsweise ebenfalls jeweils unabhängig voneinander steuerbar ausgebildet sind.
  8. 8. Schotterbett-Reinigungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die den beiden Siebanlagen (13 und 14) zugeordneten Vibrations- bzw. Höhenverstellantriebe (17 und 18 bzw. 15 und 16), das erste und das zweite Förderband (37 und 38) zum Transport des aufgenommenen Schotters, die beiden Förderbänder (21 und 22) der Förderbandanordnung (23) und die jeweiligen Antriebe (31 sowie 32) der Förder- und Räumkette (29) sowie der Hilfskette (30) voneinander unabhängig, insbesondere von einer zentralen Schaltstelle aus, steuerbar sind.






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