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Dokumentenidentifikation DE3415856C2 18.03.1993
Titel Verfahren zum Entfernen eines entwässerten Wäschepostens aus dem Preßbehälter
Anmelder Senkingwerk GmbH, 3200 Hildesheim, DE
Erfinder Steinort, Hans, Dipl.-Ing., 3200 Hildesheim, DE
Vertreter Herrmann-Trentepohl, W., Dipl.-Ing., 4690 Herne; Kirschner, K., Dipl.-Phys.; Grosse, W., Dipl.-Ing.; Bockhorni, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 28.04.1984
DE-Aktenzeichen 3415856
Offenlegungstag 31.10.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.03.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.03.1993
IPC-Hauptklasse D06F 47/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen eines entwässerten Wäschepostens aus dem Preßbehälter einer Kolbenpresse.

Zum Entwässern von Wäscheposten ist es bekannt, über den Wäscheposten einen glockenförmigen Membranträger zu stülpen und die Membran mittels eines Druckmittels zu beaufschlagen. In der DE-PS 28 52 923 wird eine solche Presse mit einem in den Preßboden absenkbaren Einfüllrahmen beschrieben. Nach dem Anheben des Membranträgers und des Einfüllrahmens liegt der ausgepreßte Wäscheposten frei auf dem gelochten Preßboden und kann von diesem abgeschoben werden. Bei dem hohen Preßdruck ist nicht zu vermeiden, daß sich Gewebeteile fest in den Lochungen des Preßbodens halten und deshalb beim Wegschieben des Wäschepostens Wäscheschäden auftreten können. Ähnliche Probleme treten auf, wenn eine Kolbenpresse verwendet wird, wie sie beispielsweise in der DE-OS 26 02 845 beschrieben ist. Auch hier bleibt der ausgepreßte Wäscheposten aus der Preßlage auf dem Preßboden liegen, da zunächst der Preßbehälter und anschließend das Preßhaupt angehoben wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den ausgepreßten Wäscheposten möglichst schonend aus der Kolbenpresse zu entfernen und in die nachfolgende Station, z. B. einen Trommeltrockner zu befördern. Zur Lösung dieser Aufgabe werden die im Patentanspruch angegebenen Maßnahmen vorgeschlagen. Der ausgepreßte Wäscheposten wird auf diese Weise zunächst aus den Bohrungen der unteren Preßplatte angehoben, so daß ein schonendes Lockern und anschließend ein gefahrloses seitliches Wegschieben des aufgelockerten Wäschekuchens möglich ist. In der Zeichnung ist das erfindungsgemäße Verfahren an einem Ausführungsbeispiel dargestellt.

Es zeigen:

Fig. 1 Stellung von Preßbehälter und Preßkolben am Ende der Preßzeit,

Fig. 2 Stellung zum Zeitpunkt des Ausstoßens des Wäschepostens,

Fig. 3 Ausgangsstellung.

Auf die untere Preßplatte 1 mit den Lochungen 2 zum Ablaufen des Preßwassers ist der Preßbehälter 3 aufgesetzt. Nachdem die Wäsche 4 aus der vorgeschalteten Waschmaschine in den Preßbehälter 3 gefüllt worden ist, wird von oben das hydraulisch angetriebene Preßhaupt 5 mit der elastischen Auflage 6 z. B. einem wassergefüllten Kissen eingefahren und die Wäsche bei einem Druck von etwa 30 bar ausgepreßt. Die Fig. 1 zeigt die Stellung am Ende eines solchen Preßvorganges. Nun kommt es darauf an, den Wäschekuchen von der Preßplatte 1 ohne Beschädigung des Gewebes der Wäsche zu entfernen. Hierzu werden der Preßbehälter 3 und das Preßhaupt 5 gleichzeitig hochgefahren, wie die beiden Pfeile in Fig. 1 andeuten sollen. Der Wäschekuchen wird somit entgegen der Preßrichtung schonend von der Preßplatte 1 abgehoben. Sobald das Preßhaupt bei der Aufwärtsbewegung eine Mittelstellung erreicht, bleibt es durch eine entsprechende Auslegung der Steuerung stehen, während der Preßbehälter weiter bis in Endstellung hochfährt. Der den Preßbehälter betätigende Antrieb 7 ist lediglich symbolisch angedeutet. Die Folge ist, daß der Wäschekuchen aus dem Preßbehälter 3 ausgestoßen wird, locker auf die Preßplatte 1 herunterfällt und von dort gefahrlos durch einen Schieber seitlich ausgestoßen werden kann. Anschließend werden das Preßhaupt 5 und der Preßbehälter 3 wieder in Ausgangsstellung (Fig. 3) gefahren und eine neue Füllung kann erfolgen.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Entfernen eines in einer Kolbenpresse entwässerten Wäschepostens aus dem Preßbehälter, dadurch gekennzeichnet, daß nach Beendigung der Preßzeit
    1. a) durch gleichzeitiges Hochfahren von Preßbehälter (3) und Preßhaupt (5) der ausgepreßte Wäscheposten (4) zusammen mit dem Preßbehälter (3) von der Preßplatte (1) abgehoben und in eine Mittelstellung hochgefahren wird,
    2. b) in der Mittelstellung zum Ausstoßen des Wäschepostens das Preßhaupt (5) angehalten wird, während der Preßbehälter (3) in die Endstellung hochfährt, und
    3. c) nach dem Entfernen des Wäschepostens von der Preßplatte (1) sowohl das Preßhaupt (5) als auch der Preßbehälter (3) in Ausgangsstellung gebracht werden.






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