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Dokumentenidentifikation DE3421282C2 18.03.1993
Titel Zusatzgerät für Handfräsmaschinen
Anmelder Heiß, Rupert, 8000 München, DE
Erfinder Heiß, Rupert, 8000 München, DE
Vertreter Deufel, P., Dipl.-Wirtsch.-Ing.Dr.rer.nat.; Schön, A., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Hertel, W., Dipl.-Phys.; Lewald, D., Dipl.-Ing.; Otto, D., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 07.06.1984
DE-Aktenzeichen 3421282
Offenlegungstag 12.12.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.03.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.03.1993
IPC-Hauptklasse B27F 1/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Zusatzgerät für Handfräsmaschinen, insbesondere zum Fräsen von Falzen in Fensterflügeln.

Das engere Gebiet der Erfindung ist ein Zusatzgerät für Handfräsmaschinen, insbesondere zur nachträglichen Einbringung von zur Aufnahme von Dichtungsprofilen ausgebildeten Schwalbenschwanznuten in Fensterrahmen und -flügeln, Türrahmen etc. Interessant ist dies vor allem bei Altbauten, wobei in diese Schwalbenschwanznuten Dichtungsprofile einschiebbar sind.

Bekannt ist eine Falzfräse (DE 29 43 185 A1) für Fensterflügel, die allerdings für das Fräsen von Falzen im Zuge der Scheibenerneuerung eingesetzt wird und eine in Richtung der Fräsenachse einstellbare Anschlagscheibe aufweist. Eine das Fräswerkzeug an der der Eingriffslinie abgewandten Seite ergreifende Haube ist vorgesehen, welche einen Saugstutzen für die Luftabsaugung aufweist.

Die Fräsenachse steht hierbei immer senkrecht zur Ebene des Fensterflügels. Die Anschlagscheibe ist vorgesehen, damit nicht ins Holz gefräst wird.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den technischen Aufwand bei der Herstellung von Schwalbenschwanznuten, in die nachträglich Dichtungsprofile eingeschoben werden, wesentlich herabzusetzen. Es wird nicht verkannt, daß für diesen Zweck des nachträglichen Schwalbenschwanzfräsens eine eigens gebaute, nur auf dem Markt erhältliche, schriftlich nicht dokumentierbare Maschine bekanntgeworden ist, wobei mit der Maschine ein langer Führungswinkel, durch den das Absaugrohr geführt ist, verbunden ist.

Ein weit von der Maschine entfernter Haltegriff dient der Führung mit der Maschine. Die zweite Hand greift gegen die Maschine. Die Maschine baut aufgrund ihrer Konstruktion relativ breit. Auswechselmöglichkeiten bestehen nicht. Absaugrohr und Führungswinkel sind bis in die Nähe des Schwalbenschwanzfräsers geführt. Schwalbenschwanznuten an Fenstern können nur gefräst werden, wenn diese über eine Mindestbreite von 45 cm verfügen. Das Gerät ist zudem teuer und arbeitet durch die große Entfernung von Griff zu Fräser relativ instabil. Rundbögen können genausowenig gefräst werden wie der untere Türfalz, beispielsweise der einer Balkonhebetür. Für die letztgenannten Anwendungsfälle wären jeweils eigene Maschinen notwendig.

Auch diese bekannten Maschinen lösen offensichtlich nicht die gestellte Aufgabe.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Zusatzgerät für Handfräsmaschinen, insbesondere zur nachträglichen Einbringung von zur Aufnahme von Dichtungsprofilen ausgebildeten Schwalbenschwanznuten in Fensterrahmen und -flügel, Türrahmen etc., mit einem an die Handfräsmaschine anklemmbaren ersten Trägerteil zur Aufnahme eines Absaugrohres und einem mit einer Führungsschiene verbundenen zweiten Trägerteil, wobei die Führungsschiene, das erste und das zweite Trägerteil sowie das Absaugrohr in der Draufsicht rahmenartig angeordnet sind.

Durch die Maßnahme nach der Erfindung ist es möglich, ganz im Gegenteil zum Stand der Technik, in Ecken (beispielsweise unter dem Wetterschenkel) oder schwer zugänglichen Stellen zu fräsen, und zwar am Ort, wo die Fenster sich möglicherweise schon seit langer, langer Zeit befinden und nicht in der Werkstatt, wie dies nach der DE-OS Voraussetzung ist. Wichtig ist auch, daß das Zusatzgerät gemäß der Erfindung sich an beliebige Universalmaschinen anklemmen läßt. Selbst die Absaugung gemäß der DE-OS würde sich infolge der lediglich schwenkbeweglich angebrachten Haubenteile, die ein Eindringen in die Eckbereiche verhindern, nicht verwirklichen lassen. Ecken könnten nicht gefräst werden.

Das anklemmbare Trägerteil ist nur dort, wo es einen klemmringartigen Flansch bildet, geschlitzt. Die aufgeschnittenen Schenkel von Klemmringteil und Trägerbauteil werden durch eine Schraube verschraubt und spannen das Zusatzgerät leicht gegen das genormte Zylindergehäusestück einer Universalmaschine, beispielsweise einer Handfräsmaschine. Das Zusatzgerät kann aufgrund der Führung des starren Absaugrohres am Trägerteil und der festen Anbringung des Führungsschienenwinkels ebenfalls am Trägerteil sehr klein und kompakt bauen. Ist die Konstruktion aus Aluminium hergestellt, so baut sie auch relativ leicht.

Vorzugsweise ist die Führungsschiene dachartig ausgebildet und unter einem Winkel von weniger als 90° zur Achse der Handfräsmaschine angebracht.

Das Absaugrohr ist vorzugsweise starr unter einem spitzen Winkel zur Achse der Führungsschiene vorgesehen. Wenn es darüber hinaus noch so parallel wie möglich zur Achse der Fräsmaschine geführt ist, ist es so nahe wie möglich am Fräser und behindert trotzdem nicht den Einsatz des Fräsers.

Besonders vorteilhaft ist der spitze Winkel des Absaugrohres zur Achse der Führungsschiene gleich 42°.

In Weiterbildung der Erfindung ist es möglich, die Führungsschiene selbst einfach gegen das Trägerteil zu verschrauben (Fig. 3). Die Führungsschiene kann dann für Sonderzwecke jeweils ausgewechselt werden.

In der Ausbildung als Universalgerät kann die Führungsschiene unter einem Winkel kleiner 90° zur Achse der Handfräsmaschine vorgesehen sein. An sich ist 90° zur Führungsschiene der Normalfall (Fig. 2). Es kann sich aber ergeben, daß bei kompliziert gebauten Fenstern ein Erreichen der Ecken nicht möglich ist.

Für diesen Sonderfall, d. h. in der Ausbildung als Universalgerät wird dann die Führungsschiene von dem Führungsfalz des Fensters wegstehen und so ein Spiel zur Führung des Fräsers belassen.

In der vorzugsweisen Ausbildung für Rundprofile (Fig. 3) und gerade normale Profile von Fenster und Tür steht die Führungsschiene unter einem Winkel von 90° zur Fräsmaschinenachse. Für Rundprofile sind besonders kurze Profile, die zudem vorne und hinten abgeschrägt sind, notwendig.

Als Sonderzweck für das Einfräsen einer Nut in den hinteren Teil von Türen wird die Führungsschiene nicht mehr im Querschnitt als Rechteckwinkel, sondern als Flachschiene ausgebildet, die im Querschnitt gesehen gegen ihre Führungsfläche hin konisch zuläuft. Der Doppelkonuswinkel kann beispielsweise 10 bis 20, insbesondere 16° betragen.

In der Dicke der dachartigen Führungsschiene kann in jede "Dachfläche" eine Reihe von Rollen eingelassen sein, die das leichte Entlangfahren des Führungsschienenwinkels im Falz erheblich erleichtern. Die Rollen sitzen in Fenstern des Führungsschienen"daches" und stehen über dessen Fläche leicht vor.

Bei der Maßnahme nach der Erfindung sind sowohl die Schiene wie das Absaugrohr wie die Halterung am Gerät ganz in der Nähe der Achse der Fräsmaschine angeordnet. Die Halterung erfolgt konzentrisch um die Fräsmaschine; die Absaugung fast parallel unter einem spitzen Winkel zur Achse der Fräsmaschine. Durch die gedrungene Bauweise kann der Führungsschienenwinkel kurz gehalten und bis an den Fräser geführt sein.

Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung sollen nun mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert werden; diese zeigen in

Fig. 1 eine erste;

Fig. 2 und 2a eine zweite und

Fig. 3 eine dritte Ausführungsform.

Nach der in Fig. 1 gezeigten Universalausführungsform ist an einer nicht dargestellten an sich bekannten Handfräsmaschine, insbesondere Schwalbenschwanzfräsmaschine 10, über einen Klemmringteil 18 ein erster Trägerteil 14 des Fräsführungsvorsatzgerätes nach der Erfindung angebracht. Der Klemmringteil 18 mit Bohrung 19 nimmt ein genormtes Gehäusezylinderstück der Handfräsmaschine auf und verspannt es durch eine nicht dargestellte Schraube gegen die Handfräsmaschine. Das Trägerteil (zur Aufnahme eines Absaugrohres) 14 und Klemmteil 18 bestehen aus einem einzigen Werkstück, das im Klemmringteil einseitig geschlitzt ist. Auf dem senkrecht zur Achse der Handfräsmaschine angebrachten ersten Trägerteil 14 sitzt ein zweiter Trägerteil 20 für eine Führungsprofilschiene 22. Im dargestellten Beispiel ist die Führungsprofilschiene 22 dachartig ausgebildet und gegen das zweite Trägerteil 20 verschraubt.

Die Führungsprofilschiene 22 selbst ist unter einem Winkel kleiner als 90° zur Achse der Handbohrmaschine vorgesehen.

Bei 12 ist die Fräserspitze angedeutet. Ein Absaugrohr, das das erste Trägerteil 14 durchsetzt und fest in diesem gehalten ist, reicht (profiliert) bis in die unmittelbare Nähe des Schwalbenschwanzfräsers. Die Führungsschiene ist im Bereich der Absaugöffnung 24 aufgeschnitten. Rollen, deren Achse bei 23 angedeutet ist, sind in Durchbrechungen 25 in jeder Dachfläche angeordnet. Hierdurch wird eine Führung des Führungsschienenwinkels erheblich erleichtert. Ein Handgriff 30 am zweiten Trägerteil bringt die Unterstützung nahe an die Achse 10 der Handbohrmaschine.

Flexible Leitungen oder dergleichen können an einem Stutzen 28 des Absaugrohres angebracht werden. Die dachartige Führungsschiene 22 ist vorne und hinten leicht abgeschrägt. Je eine der Rollen 23 kann auch im Endbereich der Führungsschiene sitzen. Für diesen Fall ist die Führungsschiene senkrecht zu ihrer Führungskante abgeschnitten und zur Aufnahme der Rolle mit einer ein Halbfenster bildenden Vertiefung eingeschnitten.

Fig. 2 unterscheidet sich von Fig. 1 durch den Anwendungszweck, nämlich für Türen. Das Profil der Führungsschiene 38 ist in Fig. 2a zu sehen. Jetzt ist das Profil nicht mehr dachartig, sondern massiv ausgebildet. Es handelt sich um ein schlankes Profil 38, das gegen seine eigentliche Führungsfläche 39 konisch zuläuft. Der Doppel-Konuswinkel kann z. B. 16° betragen. Mit besonderem Vorteil kann im hinteren Teil der Falz der Türen so ohne Schwierigkeiten eingefräst werden. Dies war bisher überhaupt nicht möglich. Für eine günstige Führung kann die Führungsschiene 38 in diesem Fall besonders lang ausgebildet sein. Bei 40 ist eine Schraubbefestigung der Führungsschiene 38 gegen das zweite Trägerteil 36 vorgesehen. Das Trägerteil 30 geht wie bei Fig. 1 wieder in einen Klemmringteil 32 über, der gegen die Handfräsmaschine (nicht dargestellt) durch eine Schraube 36 verklemmt werden kann. Bei 44 ist das Absaugrohr zu sehen, das wieder fest im ersten Trägerteil 30 sitzt und bis zur Ausnehmung 42 in der Führungsschiene 38 reicht.

Fig. 3 zeigt eine Sonderausführungsform für Rundbögen. Hierbei ist die Winkelprofilschiene (Führungsschiene) 56 wieder dachartig ausgebildet und verfügt über einen Winkel von 90° (in der Zeichnung ist nur die Draufsicht zu sehen). Diese dachartige Führungsschiene ist auf beiden Seiten mittels je einer Schraube 66 gegen das zweite Trägerteil 68 verschraubt. Die Schiene ist im vorderen Bereich bei 64 und 62 stark nach innen (auf dem "Dachgiebel") sowie bei 60 abgeschrägt. Außerdem ist das bogenförmige gekrümmte Profil bei der hinteren Kante 58 gut zu sehen.

Im vorderen Teil ist wieder ein Ausschnitt für die Einführung des Fräsers und eine Ausnehmung wegen des Absaugrohres 54 vorgesehen. Die Krümmung der Enden gegen die räumliche Achse des Winkels ist nach innen gerichtet.


Anspruch[de]
  1. 1. Zusatzgerät für Handfräsmaschinen, insbesondere zur nachträglichen Einbringung von zur Aufnahme von Dichtungsprofilen ausgebildeten Schwalbenschwanznuten in Fensterrahmen und -flügel, Türrahmen etc., mit einem an die Handfräsmaschine anklemmbaren ersten Trägerteil (14, 30) zur Aufnahme eines Absaugrohres (26, 44, 54) und einem mit einer Führungsschiene (22, 38, 56) verbundenen zweiten Trägerteil (20, 36, 68), wobei die Führungsschiene (22, 38, 56), das erste und das zweite Trägerteil sowie das Absaugrohr (26, 44, 54) in der Draufsicht rahmenartig angeordnet sind.
  2. 2. Zusatzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (22) dachartig ausgebildet und unter einem Winkel von weniger als 90° zur Achse (10) der Handfräsmaschine angebracht ist.
  3. 3. Zusatzgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Absaugrohr (26) starr unter einem spitzen Winkel zur Achse der Führungsschiene vorgesehen ist.
  4. 4. Zusatzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Absaugrohr so parallel wie möglich zur Achse der Fräsmaschine geführt ist.
  5. 5. Zusatzgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel 42° beträgt.
  6. 6. Zusatzgerät nach Anspruch 1, insbesondere zum Fräsen von Schwalbenschwanznuten in Türfalze, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsschienenprofil massiv, aber schmal ausbildet ist und gegen seine eigentliche Führungsfläche (39) sich konisch, insbesondere unter einem Konusdoppelwinkel von 16°, verjüngt.
  7. 7. Zusatzgerät mit Führungsschiene in dachartiger Ausbildung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Dachfläche in Durchbrechungen (25) Rollen (23) vorgesehen sind.
  8. 8. Zusatzgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß starre Führungsschiene und starres Absaugrohr fest gegeneinander montiert sind.






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