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Dokumentenidentifikation DE3108020C2 29.04.1993
Titel Schutzvorrichtung an Metallgerüsten
Anmelder Layher, Eberhard, 7129 Güglingen, DE
Erfinder Layher, Eberhard, 7129 Güglingen, DE
Vertreter Utermann, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 7100 Heilbronn
DE-Anmeldedatum 03.03.1981
DE-Aktenzeichen 3108020
Offenlegungstag 30.09.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.04.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.04.1993
IPC-Hauptklasse E04G 5/00
IPC-Nebenklasse E04G 21/32   E04G 1/26   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutzvorrichtung zur Verhinderung des Herabfallens von Gegenständen und zur Sicherung der Arbeitenden an Metallgerüsten mit Vertikalrahmen, die aus einem Metallrahmen und einem die Gesamtfläche des Metallrahmens überspannenden Netz aus Drahtgeflecht besteht, wobei sich der Metallrahmen über die Länge des Gerüstfeldes erstreckt und seine Höhe gleich der halben Höhe einer Gerüstetage ist, der Metallrahmen an seinen seitlichen Schenkeln hakenförmige Befestigungslaschen aufweist und der untere Rahmenschenkel aus einem U-Profil besteht.

Es sind bereits Schutzwände für Metallgerüste, beispielsweise sogenannte Dachdeckerschutzwände bekannt geworden, bei denen an einer aus Metallprofilen bestehenden Tragkonstruktion Holzplatten, beispielsweise Gerüstrahmentafeln, eingesetzt werden (vgl. CH-PS 5 24 036). Schutzvorrichtungen dieser Art haben jedoch einerseits den Nachteil eines komplizierten Aufbaus und sind andererseits außer in der obersten Etage eines Gerüstes nicht durchgehend verwendbar, da sie den Lichteinfall in den unteren Etagen weitgehend verhindern. Zudem bringt diese Konstruktion eine erhebliche Vermehrung des Gewichtes, während gleichzeitig der unter Umständen sehr hohe Winddruck durch eine entsprechend starke Verankerung am Bauwerk aufgenommen werden muß.

Aus DE-GM 69 23 792 sind gattungsgleiche Schutzwände für Holz- oder Metallgerüste bekannt geworden, bei denen jeweils über die Länge eines Gerüstfeldes reichende Metallrahmen vorgesehen sind. Sie haben jeweils ein die Gesamtfläche des Rahmens überspannendes Netz aus Drahtgeflecht. Sie werden mit unten über die Enden der Rahmen hinausragenden Zapfen hinter vertikal aufragende Stifte gesteckt, die für die Bordbrettbefestigung an manchen Gerüsten vorgesehen sind. Sie haben oben Halbkupplungen befestigt, die um Gerüststiele gelegt und mit einer zweiten Halbkupplung befestigt werden. Auch sind schon nach unten weisende Einhängehaken an dem oberen Rahmenschenkel nach außen ragend vorgesehen, die in Bügel oder Ösen eingreifen, welche nach oben offen sind und an den vertikalen Stielen etwa auf Höhe der Geländer befestigt sind. Die Sicherung erfolgt durch Spindel mit Flügelschrauben, die in Gewinden in den Ösen drehbar sind. Diese Schutzwände sind für niedere Etagen und vor allem solche Etagen bestimmt, bei denen das Schutzgitter nicht über die ganze Höhe eines Feldes angebracht wird. Sie sind demgemäß nicht für die obersten Etagen und insbesondere für die Sicherung der Gerüste an Dachrändern geeignet.

DE-GM 17 31 731 zeigt ein Schutzgitter für Stahlrohrgerüste mit einem Rahmen, in den das Drahtgitter direkt eingesetzt ist. Der unterste Rahmenschenkel liegt im Abstand vom Laufboden und dem unteren Aufsetzende der vertikalen Rahmenschenkel, die als Rundrohre ausgebildet sind und mit ihren unteren Enden auf Gerüststifte aufgesteckt werden. Die Metallrahmen können nicht übereinander gesetzt und nicht miteinander verzahnt werden. Oben werden die Schutzgitter dadurch befestigt, daß flachgedrückte Enden des oberen Horizontalrohres mit Steckstiften an in Richtung der Schutzgitter ragenden seitlichen Lappen befestigt werden, wobei die Lappen an den Stützen befestigt sind. An den Schutzgittern sollen die Längsstreben umfassende Bügel oder Halter befestigt sein können, die der zusätzlichen Sicherung dienen sollen, wobei nicht ersichlich ist, wie die Schutzgitter dann nach Aufstellen der Stiele einhängbar sein sollen. An den unteren waagerechten Holmen können über ein darunter liegendes Horizontalrohr des Gerüstes greifende U-förmige Bügel vorgesehen sein, die der weiteren Befestigung dienen könnnen, jedoch einen zusätzlichen Herstellungsaufwand erfordern.

Aus DE-GM 69 19 501 sind Traggestelle für Dachdecker-Schutzwände, vorzugsweise an Metallgerüsten, bekannt, bei denen aufragende Stützen mit unteren Horizontalrohrteilen ausgestattet sind, die nach außen vorstehen und mit Diagonalstützen zusammen den Stiel gegen die großen Windkräfte abstützen sollen, weil als Schutzelemente geschlossene Gerüstrahmentafeln vorgesehen sind, deren übliche Einhängeklauen in nach oben offene Haken einhängbar sind. Diese zu schwere und wegen der Belichtung und des Winddruckes ungeeignete Konstruktion bedurfte einer wesentlichen Verbesserung.

Demgemäß liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine leicht zu montierende, für alle Etagen eines Gerüstes anwendbare Schutzvorrichtung gegen das Herabfallen von Werkzeugen oder Baumaterialien sowie zur Sicherung der Arbeitenden so auszubilden, daß sie bei einfachem, sinnvollem Aufbau leicht handzuhaben und die bei den jeweiligen und sich vielfältig ändernden Benutzungsbedingungen leicht einbaubar und demontierbar ist.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß sich das U-Profil nach unten öffnet und daß das Drahtnetz an einem aus schmalen Flachmetalleisten bestehenden Innenrahmen befestigt ist, der seinerseits mittels entsprechender Befestigungsmittel in dem Außenrahmen angebracht ist.

Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung kann somit also allein als geländerhohes Schutzgitter verwendet werden und dabei schnell und sicher montiert werden. Sie ist jedoch vor allem durch die untere U-förmige Profilierung ihres Rahmenschenkels zum direkten Übereinandersetzen und Abschließen eines ganzen Gerüstfeldes mit leicht zu handhabenden Teilen geeignet. Für jede Etage des Gerüstes sind alsdann zwei derartige Metallrahmen vorgesehen, wobei das untere U-Profil des oberen Rahmens den oberen Schenkel des unteren Rahmens umgreift und so eine sehr stabile Horizontalstrebe bildet. Es ergibt sich einerseits eine einwandfreie Schutzwirkung gegen Herabfallen, die nicht winddruckempfindlich ist. Weiter entfallen Bordbrett und Kniestrebe. Auch können durch die Rahmen mit ihren Drahtnetzen Diagonalstreben entfallen, da sie in ihrer Gesamtheit eine aussteifende Wirkung haben.

Zur Befestigung der Metallrahmen auf den Gerüsten sieht man zweckmäßig passend ausgebildete Schutzgitter-Stützen nach Anspruch 2 vor, die leicht aufgesetzt werden und die Schutzgitter tragen können.

Weitere Einzelheiten, Vorteile und Gesichtspunkte der Erfindung sind auch in dem nachfolgenden, anhand der Zeichnungen abgehandelten Beschreibungsteil enthalten. Die Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel. In den Zeichnungen zeigt

Fig. 1 den Rahmen der Schutzvorrichtung senkrecht zur Längserstreckung des Gerüstes gesehen und

Fig. 2 einen Schnitt durch den unteren Schenkel des Rahmens entsprechend der strichpunktierten Linie A-A in Fig. 1.

Die Schutzvorrichtung gemäß der Erfindung besteht entsprechend der Fig. 1 aus einem Außenrahmen 1, dessen unterer Rahmenschenkel 11 aus einem sich nach unten öffnenden U- Profil besteht. Die beiden Seitenschenkel 13 sowie der parallel zum unteren Schenkel 11 verlaufende obere Schenkel 12 bestehen beispielsweise aus runden Gerüstrohren, die jeweils an den Ecken des Außenrahmens 1 untereinander bzw. mit dem unteren Schenkel 11 verschweißt sind. Der Außenrahmen 1 ist mit fest an seinen Schenkeln angebrachten nach dem Innenraum 14 des Außenrahmens 1 weisenden zungenförmigen Befestigungsnocken 16 versehen, an denen der aus schmalen Metall-Leisten 15&min;, 15&min;&min; bestehende Innenrahmen 15 befestigt ist. Dieser Innenrahmen 15 dient als Täger eines Drahtgeflechtes 17, beispielsweise in Form eines Maschendrahtes, das in den Innenrahmen 15 eingespannt ist.

Um den Maschendraht an dem Innenrahmen 15 befestigen zu können, werden beispielsweise die Schenkel 15&min; und 15&min;&min; dieses Innenrahmens 15 aus schmalen Leisten eines Flachmetalls hergestellt, dessen Elastizität es ermöglicht, diese Metall- Leisten durch die äußeren Maschen des Maschendrahtes abwechselnd nach der einen oder der anderen Seite hindurchzuziehen und nach Einbringen der Leisten diese an den vier Ecken beispielsweise durch eine Schraubverbindung miteinander zu vereinigen. Alsdann wird der Innenrahmen 15 mit dem Drahtgeflecht 17 an den Befestigungsnocken 16 beispielsweise mit Hilfe von Schrauben festgelegt. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, im Falle einer Beschädigung des Drahtgeflechtes 17 den Innenrahmen 15 mit dem Drahtgeflecht 17 ohne Schwierigkeiten auszubauen und durch einen anderen zu ersetzen. Die Befestigung des Drahtgeflechtes 17 an dem Innenrahmen 15 ist natürlich auch in anderer Weise möglich, beispielsweise durch Einklemmen der äußersten Maschen zwischen zwei miteinander verschraubten oder vernieteten Leisten 15&min;, 15&min;&min;.

Zur Befestigung der Schutzvorrichtung an den Stellrahmen sind jeweils am oberen Ende der Seitenschenkel 13 des Außenrahmens 1 hakenförmige Befestigungslaschen 18 vorgesehen, die in die als sich nach oben öffnende U-Profile ausgebildeten Querriegel der Stellrahmen in ähnlicher Weise eingehängt werden wie die Klauen der als Lauf- und Arbeitsfläche dienenden Gerüstrahmentafeln. Etwa auf halber Höhe der Seitenschenkel 13 bzw. in Höhe der normalerweise zur Befestigung der Knieleisten vorgesehenen Befestigungselemente, wie beispielsweise Keilkästchen, sind gleichfalls entsprechend abgewinkelte Befestigungslaschen 19 angebracht. Selbstverständlich richtet sich gegebenenfalls die Form der Befestigungs- oder Anschlußlaschen 18, 19 nach dem jeweiligen Gerüstsystem, in dem die Schutzvorrichtung zur Anwendung kommen soll, das heißt anstelle von einer hakenförmigen bzw. abgewinkelten Ausführungsform können beispielsweise auch Laschen aus Flachmetall vorgesehen sein, in denen Bohrungen zum Aufstecken auf Kippstifte oder ähnliche Vorrichtungen eingebracht sind.

Um eine Schutzvorrichtung entsprechend dem hier gewählten Beispiel an einem Metallgerüst anzubringen, sind für jedes Feld zwei gleichartige übereinander angeordnete Rahmen 1 vorgesehen, wobei der untere Rahmen mittels der Befestigungselemente 18, 19 in den Keilkästchen der beiden das Feld begrenzenden Stellrahmen festgelegt ist, während der Außenrahmen der oberen Schutzvorrichtung, wie bereits angedeutet, mittels der Befestigungselemente 18 an das den oberen Querriegel des Stellrahmens bildende U-Profil eingehängt ist und durch den dieses U-Profil abdeckenden aus einem Rechteckrohr bestehenden unteren Querriegel des die nächste Etage bildenden Stellrahmens in seiner Lage gehalten wird. Die abgewinkelten Laschen 19 können entweder in Keilkästchen des Stellrahmens eingebracht werden, falls an dem Stellrahmen in dieser Höhe Keilkästchen vorgesehen sind; anderenfalls können die Befestigungselemente 19 jedoch auch ohne weiteres frei bleiben. Der obere Rahmen 1 umgreift mit dem seinen unteren Schenkel 11 bildenden U- Profil den oberen Schenkel 12 des unteren Rahmens 1, so daß zwischen dem oberen und dem unteren Rahmen eine die Stabilität der Schutzvorrichtung gewährleistende Verbindung besteht.


Anspruch[de]
  1. 1. Schutzvorrichtung zur Verhinderung des Herabfallens von Gegenständen und zur Sicherung der Arbeitenden an Metallgerüsten mit Vertikalrahmen, die aus einem Metallrahmen und einem die Gesamtfläche des Metallrahmens überspannenden Netz aus Drahtgeflecht besteht, wobei sich der Metallrahmen über die Länge des Gerüstfeldes erstreckt und seine Höhe gleich der halben Höhe einer Gerüstetage ist, der Metallrahmen an seinen seitlichen Schenkeln hakenförmige Befestigungslaschen aufweist und der untere Rahmenschenkel aus einem U-Profil besteht, dadurch gekennzeichnet, daß sich das U-Profil nach unten öffnet und daß das Drahtnetz (17) an einem aus schmalen Flachmetalleisten bestehenden Innenrahmen (15) befestigt ist, der seinerseits mittels entsprechender Befestigungsmittel (16) in dem Außenrahmen angebracht ist.
  2. 2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Rahmenschenkel (12) und die beiden seitlichen Rahmenschenkel des Metallrahmens (1) aus Gerüstrohren bestehen.






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