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Dokumentenidentifikation DE3433023C2 29.04.1993
Titel Einrichtung zum Regeln der Vorschubbewegung des Werkstücks bei einer Schleifmaschine
Anmelder Honda Giken Kogyo K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Miyatake, Satoshi, Kawagoe, Saitama, JP;
Abe, Mitsuo, Kiyose, Tokio/Tokyo, JP;
Kume, Masao, Tokio/Tokyo, JP;
Yonemura, Shigehiro;
Umino, Hiroshi, Sayama, Saitama, JP
Vertreter Mitscherlich, H., Dipl.-Ing.; Gunschmann, K., Dipl.-Ing.; Körber, W., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Schmidt-Evers, J., Dipl.-Ing.; Melzer, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 07.09.1984
DE-Aktenzeichen 3433023
Offenlegungstag 28.03.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.04.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.04.1993
IPC-Hauptklasse B24B 49/16
IPC-Nebenklasse B24B 5/08   

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einer Einrichtung zum Regeln der Vorschubbewegung des Werkstücks bei einer Schleifmaschine und eignet sich insbesondere für eine Zahnradschleifmaschine zum Schleifen eines Zahnrades innerhalb einer kurzen Zeitspanne durch Einstellen der Geschwindigkeit der Relativbewegung zwischen Werkstück und Schleifscheibe.

Eine Einrichtung mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen ist aus der DE-OS 28 42 365 (oder auch DE-OS 28 42 366) bekannt, jedoch weist diese die im folgenden näher erläuterten Nachteile auf.

Daneben sind auch Schleifmaschinen zum Schleifen von Werkstücken, wie Zahnrädern, mittels einer Schleifscheibe verwendet worden, die auf ihrer äußeren Umfangsfläche eine Schrägverzahnung bzw. schräg verlaufende Zähne aufweist, die mit den Zähnen des Zahnrades kämmen. Da es erforderlich ist, das Werkstück über seine gesamte Breite zu schleifen, werden das Werkstück und die Schleifscheibe relativ zueinander in einem als Durchlaufen bezeichneten Prozeß bewegt. Fig. 1 veranschaulicht einen derartigen Durchlaufvorgang. Dabei wird das mit 2 bezeichnete Werksktück mittels einer rotierenden Welle 4 gedreht, während die mit 6 bezeichnete Schleifscheibe in axialer Richtung des Werkstücks 2 von einer Position A über eine Position B in eine Position C verschoben wird, um das Werkstück 2 über dessen gesamte Breite zu schleifen.

Das Werkstück 2 könnte über die gesamte Breite auch dadurch geschliffen werden, daß es bewegt wird, während die Schleifscheibe 6 in der Ruhestellung gehalten wird.

Wenn die Schleifscheibe 6, d. h. deren Mitte sich während des Durchlaufvorgangs in der Position B in bezug auf das Werkstück 2 befindet, ist der Kontaktbereich zwischen der Schleifscheibe 6 und dem Werkstück 2 bei einem Maximum, womit die auf einen Motor, der die Schleifscheibe 2 dreht, ausgeübte Last ihr Maximum hat. Wenn das Werkstück 2 eine exzentrische Mitte hat, wenn die Schleifzugaben sich ändern oder wenn das Werkstück Spannungen ausgesetzt ist, die durch eine vor dem Schleifen vorgenommene Wärmebehandlung hervorgerufen sind, dann ist das Werkstück nicht homogen, und die durch das Werkstück auf die Schleifscheibe ausgeübte Belastung ändert sich, wenn das Werkstück eine Umdrehung ausführt.

Der Schleifscheibenmotor ist daher sich ändernden Belastungen ausgesetzt, die auf die verschiedenen Unregelmäßigkeiten des Werkstücks und auf die Durchlaufbewegung der Schleifscheibe zurückgehen. Wenn die auf den Schleifscheibenmotor ausgeübte Belastung die Fähigkeit der Schleifmaschine übersteigt, die Schleifscheibe zu steuern und an dem Werkstück in Synchronismus damit zu arbeiten, ist die Genauigkeit, mit der das Werkstück geschliffen wird, erheblich vermindert, oder die Schleifscheibe wird beschädigt.

Um die vorstehend aufgezeigten Schwierigkeiten zu vermeiden, sind bisher bekannte Zahnrad-Schleifmaschinen so ausgelegt worden, daß eine maximale Belastung auf den Schleifscheibenmotor während der Durchlauf- bzw. Querbewegung der Schleifscheibe wie zuvor angenommen wird, daß Schleifbedingungen, wie die Durchlauf- bzw. Quergeschwindigkeit, ein Bereich von Schleifzugaben und dergl., welche die maximale Belastung vertragen, festgelegt sind. Die Schleifscheibe wird dabei in Übereinstimmung mit den festgelegten Schleifbedingungen in Querrichtung bewegt. Die Fig. 2 (A) und 2 (B) veranschaulichen die Beziehungen der Quertischverschiebung und der Belastung zu dem Zeitpunkt, zu dem die Schleifscheibe mit einer konstanten Geschwindigkeit entsprechend dem obigen Prozeß während des Schleifens des Werkstücks in Querrichtung bewegt wird. Wie in Fig. 2 (A) gezeigt, wird die Schleifscheibe veranlaßt, in das Werkstück einzudringen, während die Schleifscheibe im Vorschub eingestellt wird, um eine geringe Schnittiefe sicherzustellen und damit zu gewährleisten, daß die Schleifscheibe in zuverlässiger Weise in das Werkstück schleifend einschneidet (siehe a in Fig. 2 (A)). Wenn die Schneid- bzw. Schleifbewegung fortgesetzt wird, wird die Belastung auf die Schleifscheibe allmählich zunehmen (siehe a in Fig. 2 (B)). Wenn die Schleifscheibe ihre Querbewegung über das bzw. zu dem Werkstück beginnt (b in Fig. 2 <A)), dann erreicht die Belastung auf den Schleifscheibenmotor unverzüglich einen Spitzenwert (b in Fig. 2 (B)). Bei fortgesetzter Querbewegung der Schleifscheibe (c in Fig. 2 (A)) erfährt die auf den Schleifscheibenmotor ausgeübte Belastung mehrere Spitzen (c in Fig. 2 (B)), und dann nimmt sie ab, wenn der Querhub beendet ist (d in Fig. 2 (A)). Wenn die Schleifscheibe damit beginnt, sich in der Querrichtung entgegengesetzt zu bewegen (e in Fig. 2 (A)), dann steigt die Motorbelastung wieder auf einen Spitzenwert (f in Fig. 2 (B)) in einer Endstufe des Querhubes an (f in Fig. 2 (A)).

Wenn bei der konventionellen Anordnung somit ein Zyklus der Querbewegung der Schleifscheibe innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne zu beenden ist, und zwar unabhängig von Änderungen in der auf den Schleifscheibenmotor ausgeübten Belastung, dann ist die durch den Durchlauf bzw. die Querbewegung der Schleifscheibe zu schleifende Schleifzugabe vermindert, und jegliche übrige Schleifzugabe wird in einen nächstfolgenden Querlaufzyklus überführt. Infolgedessen ist die gesamte Schleifzeit verlängert. Bezüglich jeglichen Werkstücks, welches eine die vorbestimmte maximale Belastung auf den Schleifscheibenmotor übersteigende Belastung ausübt, würde keine erwünschte Schleifgenauigkeit gewährleistet werden. Auch würde die Schleifscheibe beschädigt werden.

Nach dem Stand der Technik ist auch schon eine Schleifmaschine vorgeschlagen worden, bei der ein rotierendes Schleifwerkzeug mit einem gleichfalls rotierenden Werkstück in Eingriff gebracht wird. Eine solche Maschine ist aus der eingangs genannten DE-OS 28 02 994 bekannt. Danach wird ein von einem rotierenden Antrieb in Drehung versetztes Schleifwerkzeug entlang seiner Achse in Richtung auf das Werksktück verschoben. Das Maß der Verschiebung des Werkzeugs und in der Folge der Druck, mit dem das Werkzeug in das Werkstück eingreift, wird in Abhängigkeit von der Last geregelt, die auf den rotierenden Antrieb des Werkzeugs ausgeübt wird. Es handelt sich dabei aber nicht um eine Schleifmaschine, bei der das Werkzeug relativ zu einem rotierenden Werkstück in Querrichtung verschieblich wäre.

Ausgehend von einer Schleifmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Werkstück innerhalb einer kurzen Zeitspanne und mit einer ausreichenden Genauigkeit zu schleifen und gleichzeitig eine Beschädigung des Werkzeugs oder sonstige Beeinträchtigung des Schleifvorgangs zu verhindern.

Diese Aufgabe wird mit dem Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst.

Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Anhand von Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend ab bevorzugten Ausführungsbeispielen näher erläutert.

Fig. 1 veranschaulicht in einem Diagramm, wie eine Schleifscheibe von einer Position A zu einer Position C in bezug auf ein Werkstück in Querrichtung bewegt wird.

Fig. 2 (A) und 2 (B) zeigen in Diagrammen die Beziehungen einer Quertisch-Verschiebung und einer Schleifscheibenbelastung zu dem Zeitpunkt, zu dem ein Werkstück durch eine Schleifscheibe geschliffen wird, wenn diese bei einer konventionellen Schleifmaschine mit einer konstanten Geschwindigkeit in Querrichtung bewegt wird.

Fig. 3 zeigt in einer isometrischen Perspektivansicht eine Schleifmaschine.

Fig. 4 zeigt in einem Blockdiagramm eine elektrische Querbewegungs-Steuerschaltung für eine solche Schleifmaschine.

Fig. 5 (A) und 5 (B) veranschaulichen in Diagrammen die Beziehungen der Quertisch-Verschiebung und der Schleifscheiben-Belastung zu dem Zeitpunkt, zu dem ein Werkstück geschliffen wird, wenn die Schleifscheibe in Querrichtung mit einer Geschwindigkeit bewegt wird, die in Abhängigkeit von Änderungen in der betreffenden Belastung eingestellt ist.

Fig. 6 veranschaulicht in einem Blockdiagramm einen Teil einer Querbewegungs-Steuerschaltung gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.

Nunmehr werden die bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung erläutert.

Fig. 3 zeigt eine Zahnrad-Schleifmaschine. Sie umfaßt ein Bett 10, welches einen Vorschubtisch 12 trägt, der mittels eines Vorschubmotors 14 in den Richtungen des Pfeiles A rückwärts und vorwärts bewegbar ist. Ein Quertisch 16 ist auf dem Vorschubtisch 12 angeordnet und in Richtungen des Pfeiles B vorwärts und rückwärts bewegbar, die rechtwinklig zu dem Pfeil A verlaufen. Die Bewegung des Quertisches 16 erfolgt mittels eines Querbewegungs-Motors 18. Wenn der Querbewegungs- Motor 18 läuft, dann wird auch eine mit der Abtriebswelle des Querbewegungs-Motors 18 gekoppelte Kugelspindel 20 (Fig. 4) in Drehung versetzt, so daß der Quertisch 16, mit dem die Kugelspindel 20 in Eingriff steht, bewegt wird. Ein zu schleifendes Zahnrad 22, welches an dem Quertisch 16 lösbar angebracht ist, ist mittels eines Werkstückspindel-Motors 24 drehbar. Eine Säule 26 ist auf dem Bett 10 angeordnet und zu den Richtungen ausgerichtet, in denen der Vorschubtisch 12 bewegbar ist. Die Säule 26 trägt einen Drehtisch 28, der mittels eines Motors (nicht gezeigt) in Richtung des Pfeiles C drehbar ist, der in der Säule 26 untergebracht ist. Ein Verschiebetisch 30 ist auf dem Drehtisch 28 bewegbar angebracht. Dieser ist in Richtungen des Pfeiles D mittels eines Schleifscheiben-Verschiebemotors 32 bewegbar; er trägt eine Schleifscheiben-Spindeleinheit 34. Diese besteht grundsätzlich aus einem Schleifscheiben-Spindelmotor 36 und einer kreisförmigen Schleifscheibe 38, die an bzw. in ihrer Umfangsfläche mehrere Nuten oder Zähne aufweist.

Wie in Fig. 4 gezeigt, ist ein Zahnrad 42 mit einem relativ großen Durchmesser an einem Ende einer Welle 40 angebracht, von der die Schleifscheibe 38 getragen wird. Das Zahnrad 42 kämmt mit einem Zahnrad 44, welches einen geringeren Durchmesser aufweist und direkt mit dem Schleifscheiben-Spindelmotor 36 gekoppelt ist. Somit wird die Schleifscheibe 38 mit einer Drehzahl gedreht, die durch die Übersetzung festgelegt ist. Das zu schleifende Zahnrad 22 ist an einem Ende einer Welle 46 lösbar angebracht, die an ihrem anderen Ende über eine Kupplung 48 ein Zahnrad 50 mit einem relativ großen Durchmesser trägt, das mit einem Zahnrad 52 geringeren Durchmessers kämmt, welches von dem Werkstückspindelmotor 24 in Drehung versetzt werden kann.

Eine Einrichtung zur Regelung des Vorschubes umfaßt einen Leistungsdetektor 54, der mit einem Ausgang an einen Komparator 56 angeschlossen ist; diesem wird ein normales Lasteinstellsignal zugeführt, welches kennzeichnend ist für eine normale Belastung auf den Schleifscheiben-Spindelmotor 36. Der Komparator 56 ist mit einem Ausgang sowohl an einen eine Hysteresis aufweisenden Nulldurchgangsdetektor 57 als auch an einen PD-Regler 58 angeschlossen, der mit einem Ausgang mit einem Schalter 59 verbunden ist. Der Nulldurchgangs-Detektor 57 ist mit einem Ausgangsanschluß an dem Schalter 59 angeschlossen, um diesen zu öffnen bzw. zu schließen.

Der Schalter 59 ist an einen Addierer 60 angeschlossen, der mit einem Ausgang über einen Eingang eines ODER-Gliedes 62 an einen Verstärker 64 angeschlossen ist, dessen Ausgang mit einem Eingang des Querbewegungs-Motors 18 verbunden ist. Dem anderen Eingang des ODER- Gliedes 62 wird ein manuell erzeugtes Signal zugeführt.

Diese Zahnrad-Schleifmaschine arbeitet wie folgt und weist folgende Vorteile auf:

Wenn der Vorschubmotor 14 gespeist wird, während der Schleifscheiben-Spindelmotor 36 und der Werkstück-Spindelmotor 24 synchron miteinander laufen, wird der Vorschubtisch 12 in Richtung des Pfeiles A solange vorgeschoben, bis die Schleifscheibe 38 und das Werkstück 22 in Eingriff miteinander gebracht sind. Um das Werkstück 22 zu schleifen, wird ein Anfangs-Vorschubsignal manuell dem ODER-Glied 62 zugeführt, um den Querbewegungs-Motor 18 schwach zu speisen, damit das Werkstück 22 zunächst so eingestellt wird, daß eine geringe Schnittiefe gewährleistet ist, bei der die Schleifscheibe 38 zuverlässig in das Werkstück 22 einschneidet.

Wenn die Querbewegung begonnen wird, wird das Werkstück 22 durch die eingreifende Schleifscheibe geschliffen, womit die drehbare Welle 40 einer Belastung ausgesetzt wird. Veränderungen in einer derartigen Belastung treten als Veränderungen in der elektrischen Leistung auf, die für den Schleifscheiben-Spindelmotor 36 verbraucht wird. Diese elektrische Leistung wird durch den Leistungsdetektor 54 ermittelt und als ermitteltes Belastungssignal W1 über einen seiner Eingänge dem Komparator 56 zugeführt. Dem anderen Eingang des Komparators 56 wird das normale Belastungs-Einstellsignal zugeführt, welches mit W2 bezeichnet ist und welches für eine normale Belastung kennzeichnend ist. Da das ermittelte Signal W1 im allgemeinen durch eine zunehmende Belastung hervorgerufen wird, dient das ermittelte Signal W1 als additive Komponente in dem Komparator 56, während das normale Belastungs- Einstellsignal W2 darin als substraktive Komponente dient. Infolgedessen ist ein von dem Komparator 56 abgegebenes Ausgangssignal ein Signal W, welches kennzeichnend ist für die Differenz zwischen dem ermittelten Belastungssignal W1 und dem normalen Belastungs-Einstellsignal W2. Das Differenzsignal W wird dem PD-Regler 58 und dem Nulldurchgang-Detektor 57 zugeführt. Der eine proportionale Regelung vornehmende und eine Abweichung berücksichtigende PD-Regler 58 verarbeitet das Signal W so, daß die Größe der Korrekturmaßnahme proportional einem Fehler des Signals ist, wobei diese Größe von einer Abweichung des Fehlers abhängt. Der Regler 58 gibt ein Ausgangssignal kW über den Schalter 59 an einen der Eingänge des Addierers 60 ab. Zugleich wird das Signal W von dem Komparator 56 her mittels des Nulldurchgangs- Detektors 57 überwacht. Wenn das Signal W größer ist als ein vorgeschriebener Wert, dann schließt der Nulldurchgang-Detektor 57 den Schalter 59, womit das Ausgangssignal kW von dem PD-Regler 58 an den Addierer 60 abgegeben werden kann. Wenn demgegenüber das Signal W kleiner ist als der vorgeschriebene Wert, dann öffnet der Nulldurchgangs- Detektor 57 den Schalter 59 und verhindert damit die Abgabe des Ausgangssignals kW an den Addierer 60. Dem anderen Eingang des Addierers 60 wird ein die Quertisch-Vorschubgeschwindigkeit betreffendes Befehlssignal V zugeführt. Das Ausgangssignal kW dient in dem Addierer 60 als Subtraktionskomponente, da das Ausgangssignal kW auf das Befehlssignal V so einzuwirken hat, daß die Geschwindigkeit der Querbewegung des Quertisches 16 herabgesetzt wird. Ein den Querbewegungs- Motor 18 steuerndes Steuersignal, welches durch Subtrahieren des Ausgangssignals kW von dem Befehlssignal V erzeugt wird, wird über das ODER-Glied 62 und den Verstärker 64 an den Querbewegungs-Motor 18 abgegeben, um dessen Drehzahl herabzusetzen.

Wenn die Vorschubgeschwindigkeit des mit Hilfe des Querbewegungs-Motors 18 über die Kugelspindel 20 angetriebenen Quertisches bei bzw. auf b in Fig. 5 (A) herabgesetzt ist, nimmt die Zeit, welche die Schleifscheibe 38 benötigt, um einen bestimmten Zahn an dem Werkstück 22 zu schleifen, zu, und die Belastung auf die Schleifscheibe 38 ist entsprechend herabgesetzt (b in Fig. 5 (B)). Wenn die Belastung abnimmt, wird auch die dem Schleifscheiben-Spindelmotor 36 zugeführte elektrische Leistung herabgesetzt, mit dem Ergebnis, daß das durch den Leistungsdetektor 54 ermititelte Signal W1 ebenfalls vermindert ist, was auch für das Ausgangssignal W des Komparators 56 zutrifft. Infolgedessen wird auch das von dem PD-Regler 58 abgegebene Signal kW vermindert, womit die Differenz zwischen dem Signal kW und dem Befehlssignal V vergrößert ist. Die Drehzahl des Querbewegungs-Motors 18 wird wieder erhöht, um die Kugelspindel 20, den Quertisch 16 mit einer erhöhten Geschwindigkeit bewegen zu lassen.

Der obige Arbeitsablauf bzw. Betriebszyklus wird wiederholt, um das Werkstück 22 in bezug auf die Schleifscheibe 38 in Querrichtung zu bewegen (siehe c, d, e in Fig. 5 (A) und c, d, e in Fig. 5 (B)); dadurch wird die Schleifscheibe 38 das Werkstück 22 mit Raten bzw. Geschwindigkeiten schleifen, die den Veränderungen in der Belastung entsprechen. Wenn der Querbewegungs-Motor 18 seine Drehrichtung umkehrt, nachdem der Querbewegungshub in einer Richtung abgeschlossen worden ist, tritt dabei keine abrupte Belastungszunahme oder Belastungsspitze auf (siehe f, g in Fig. 5 (B)). Das Werkstück 22 kann vielmehr innerhalb eines festgesetzten Zeitintervalls (siehe f, g in Fig. 5 (A)) z. B. in Querrichtung überlaufen werden.

Obwohl der PD-Regler 58 bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform gezeigt und beschrieben worden ist, kann auch ein PID-Regler anstelle des PD-Reglers 58 verwendet werden.

Eine Einrichtung zum Regeln gemäß einer weiteren Ausführungsform ist in Fig. 6 ausschnittweise veranschaulicht.

Danach ist ein Verstärker 70 an den Ausgang des Komparators 56 angeschlossen. Mit einem Ausgang des Verstärker 70 in ein Relais 72 verbunden, welches einen normalerweise geschlossenen Schalter 74 steuert, über den das die Vorschubgeschwindigkeit des Quertisches betreffende Befehlssignal V zu dem Querbewegungs- Motor 18 übertragen wird.

Im Betrieb wird das ermittelte Belastungssignal W1 von dem Leistungsdetektor 54 her (Fig. 4) dem Komparator 56 zugeführt, der das die normale Belastung betreffende Einstellsignal W2 von dem ermittelten Belastungssignal W1 subtrahiert und der ein Ausgangssignal an den Verstärker 70 abgibt. Ein verstärktes Signal von dem Verstärker 70 her erregt das Relais 72, womit der normalerweise geschlossene Schalter 74 geöffnet wird. Dadurch ist das den Quertischvorschub betreffende Befehlssignal W abgeschaltet. Infolgedessen wird der Quertisch 16 stillgesetzt, womit ein Werkstück, welches auf die Schleifscheibe eine starke Belastung ausübt, während einer verlängerten Zeitspanne geschliffen werden kann. Wenn das Werkstück fortwährend über eine lange Zeitspanne hinweg geschliffen wird, ist das von dem Leistungsdetektor her ermittelte Belastungssignal W1 dann kennzeichnend für eine verminderte Belastung auf die Schleifscheibe. Wenn das ermittelte Belastungssignal W1 auf einen Pegel herabgesetzt ist, der niedriger ist als das für eine normale Belastung kennzeichnende Einstellsignal W2, was durch den Komparator 56 festgestellt wird, dann erzeugt der Komparator 56 kein Ausgangssignal, und das Relais 72 wird aberregt. Der normalerweise geschlossene Schalter 74 schließt wieder, womit die Abgabe des den Quertischvorschub betreffenden Vorschub- Geschwindigkeitssignals W an den Querbewegungs- Motor 18 ermöglicht ist, der die Querbewegung des Werkstücks wieder beginnt.

Während bei der oben beschriebenen Anordnung die Schleifscheibe und das Werkstück miteinander in Eingriff stehend relativ in Querrichtung bewegt werden, wird die Querbewegungs-Steuerung ein- oder ausgeschaltet, oder die Geschwindigkeit, mit der die Schleifscheibe und das Werkstück ihre relative Querbewegung zueinander ausführen, wird in Abhängigkeit von der Belastung auf die Schleifscheibe geändert. Demgemäß können Werkstücke, die Fehler aufweisen, welche größer sind als sie normal auftreten, ausreichend geschliffen werden. Da das Werkstück bis zu einem gewissen Ausmaß in einem einzigen Querbewegungshub geschliffen werden kann, kann die Anzahl der Querhübe vermindert werden, womit schließlich die Zeit verkürzt ist, die zum Schleifen des Werkstücks benötigt wird. Die obige Querbewegungssteuerung führt zu einer erhöhten Schleifgenauigkeit. Die Regelung ist dabei wirksam, um die Schleifscheibe von unzulässigen Belastungen zu befreien und damit vor unerwünschter Beschädigung zu schützen.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zum Regeln der Vorschubbewegung des Werkstücks (22) bei einer Schleifmaschine, mit einer ersten Drehantriebsquelle (36) zum Drehen eines Schleifwerkzeugs (38), einer zweiten Drehantriebsquelle (24) zum Drehen des vom Schleifwerkzeug (38) zu schleifenden Werkstücks (22), einer Verstelleinrichtung (18, 20) zum Verstellen von Schleifwerkzeug (38) und Werkstück (22) gegeneinander und einer Steuereinheit zum Regeln der Verstelleinrichtung (18, 20) in Abhängigkeit von einer auf die erste Drehantriebsquelle (36) ausgeübten Last, mit
    1. - einem mit der ersten Drehantriebsquelle (36) verbundenen Leistungsdetektor (54) zum Erfassen der Last auf die erste Drehantriebsquelle (36),
    2. - einem mit dem Ausgang des Leistungsdetektors (54) verbundenen Komparator (56) zum Vergleichen eines Last- Ausgangssignals vom Leistungsdetektor (54) mit einem Nennlast-Einstellungssignal und
    3. - einer Einrichtung zum Vorgeben eines Befehlssignals (V) für die Verstellgeschwindigkeit der Verstelleinrichtung (18, 20) sowie
    4. - einer mit einem Ausgang des Komparators (56) verbundenen Reglerschaltung (57, 58, 59), die einen Schalter (59) umfaßt,
  2. dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß die Reglerschaltung (57, 58, 59) einen PD-Regler (58) und einen Nulldurchgangs-Detektor (57) umfaßt,
    2. - daß der Komparator (56) ein Signal (W) liefert, das die Differenz zwischen dem festgestellten Lastsignal (W&sub1;) und einem normalen Lastsetzsignal (W&sub2;) darstellt,
    3. - daß der PD-Regler (58) dieses Signal (W) bearbeitet und ein Ausgangssignal (kW) liefert, das einen zu diesem Signal (W) proportionalen und einen von der Änderungsgeschwindigkeit des Signals (W) abhängigen Anteil aufweist,
    4. - daß mittels des Nulldurchgangs-Detektors (57) das Signal (kW) nur dann den Schalter (59) zum Ausgang der Reglerschaltung (57, 58, 59) passiert, wenn das Lastsignal (W&sub1;) das Lastsetzsignal (W&sub2;) überschreitet,
    5. - daß ein Addierer (60) zum Addieren des Ausgangssignals der Reglerschaltung (57, 58, 59) und des Befehlssignals (V) vorgesehen ist,
    6. - und daß das Ausgangssignal des Addierers (60) die Verstellgeschwindigkeit der Verstelleinrichtung (18, 20) steuert.
  3. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der Reglerschaltung (57, 58, 59) die Verstelleinrichtung (18, 20) eine Querbewegung des Werkstücks (22) steuert.
  4. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung einen Quertisch (16) und einen Querbewegungs-Motor (18) zu dessen Bewegung aufweist.
  5. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Quertisch (16) das Werkstück (22) und die zweite Drehantriebsquelle (24) trägt und das Werkstück (22) gegenüber dem Schleifwerkzeug (38) durch den Quertisch (16) abhängig von der Speisung des Querbewegungs-Motors (18) verschiebbar ist.
  6. 5. Einrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung ferner eine Kugelspindel (20) aufweist, die mit einer drehbaren Abtriebswelle des Querbewegungs-Motors (18) derart gekoppelt ist, daß der Quertisch (16) abhängig von einer Drehung der Kugelspindel (20) um deren eigene Achse verschiebbar ist.
  7. 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, gekennzeichnet durch einen mit einem Ausgang des Komparators (56) verbundenen Verstärker (70), ein mit einem Ausgangsanschluß des Komparators (56) verbundenes Relais (72) und einen unter Steuerung durch das Relais (72) selektiv zu öffnenden bzw. zu schließenden zweiten Schalter (74) zum Steuern der Abgabe eines Steuersignals an den Querbewegungs-Motor (18).
  8. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Schalter (74) eine normalerweise geschlossene Schaltstellung aufweist und abhängig von einer Erregung des Relais (72) geöffnet werden kann.






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