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Dokumentenidentifikation DE3645232C2 29.04.1993
Titel Geradmagazin
Anmelder Kodak AG, 7000 Stuttgart, DE
Erfinder Ort, Wolfgang, Dipl.-Ing., 7000 Stuttgart, DE;
Reibl, Michael, 7032 Sindelfingen, DE;
Sachs, Günter, 7302 Ostfildern, DE
Vertreter Lewandowsky, K., Pat.-Ing., 7300 Esslingen
DE-Anmeldedatum 12.03.1986
DE-Aktenzeichen 3645232
File number of basic patent 36081620
Offenlegungstag 17.09.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.04.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.04.1993
IPC-Hauptklasse G03B 23/04
Zusammenfassung Für einen Fallschachtprojektor wird ein Geradmagazin vorgeschlagen, dessen Gefachkörper (21) am unteren Rand (22a) einer Seitenwand (22) eine Zapfenleiste (22b) mit nach unten ragenden Transportzapfen (22c) aufweist. Am unteren Rand (23a) der gegenüberliegenden Seitenwand (23) des Gefachkörpers ist eine nach unten überstehende, den Transportzapfen (22c) gegenüberliegende Führungsleiste (23c) angeformt. Zwischen den Transportzapfen (22c) und der Führungsleiste (23c) ist eine Bodenplatte (27) verschiebbar geführt. Sie ist um eine Gefachbreite kürzer als die Länge des Gefachkörpers und endet vor dem ersten, als Dialeerfach (25a) ausgebildeten Gefach. In dieses Dialeerfach, das beim Einsetzen des Geradmagazins über den projektorseitigen Fallschacht zu liegen kommt, kann erwärmte Lampenkühlluft einströmen, um das vorderste Dia zu erwärmen, bevor der Gefachkörper über die projektorseitig fixierte Bodenplatte (27) schrittweise transportiert wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein lösbar mit einem Fallschachtprojektor verbindbares Geradmagazin mit einer in seiner Gebrauchsstellung am Projektor fixierbaren Bodenplatte, über die der Gefachkörper verschiebbar ist und mit Transportmitteln, die mit einem projektorseitigen Schaltrad in Eingriff bringbar sind.

Es ist aus der DE-PS 10 98 235 ein Geradmagazin mit einem ein Magazingehäuse abdeckenden Schiebedeckel bekannt, der am Diaprojektor ortsfest fixierbar ist, so daß lediglich das Magazingehäuse durch die Schaltbewegung weitertransportiert und der Deckel zurückgehalten wird. Bei diesem Geradmagazin werden die Dias in herkömmlicher Weise seitlich ausgefördert.

Ferner ist aus der DE-PS 12 63 342 ein Rundmagazin zur lösbaren Befestigung mit einem Fallschachtprojektor bekannt, das eine mit einer Öffnung für den Durchtritt der Dias versehene am Gefachkörper verriegelbare Bodenplatte aufweist, die in Gebrauchsstellung des Rundmagazins entriegelt und projektorseitig fixiert ist, so daß auf ihr der Gefachkörper schrittweise drehbar ist. Ein auf den Gefachkörper aufsteckbarer, zum Schutz der Dias dienender Deckel ist aus dem DE-GM 18 96 751 bekannt.

Schließlich ist aus der DE-OS 33 02 182 ein Fallschachtprojektor für die Verwendung eines Geradmagazins bekannt, dessen oben offener Gefachkörper mit einem aufschiebbaren Deckel verschließbar ist. Das Magazin wird mit dem Deckel nach unten in eine Führungsbahn des Projektors eingesetzt. Hierbei wird der Deckel zum Boden, der beim Einsetzen des Magazins von projektorseitigen Mitteln entriegelt und mittels projektorseitigen Rastmitteln verankert wird, so daß wie beim vorstehend genannten Rundmagazin der Gefachkörper beim schrittweisen Transport über die feststehende Bodenplatte gleitet. Der Magazintransport erfolgt mittels eines motorisch angetriebenen Schaltrades, das in herkömmlicher Weise in eine an der Seitenwand des Geradmagazins befindliche Zahnstange eingreift.

Ein Nachteil des bekannten Magazins ist darin zu sehen, daß zur Vermeidung des lästigen "Springens" des Diafilms bei glaslosen Diarähmchen ein Vorwärmen der vordersten im Gefachkörper sitzenden Dias nicht möglich ist.

Ferner ist dieses Magazin nicht ohne weiteres mit einem Diaprojektor verwendbar, der sowohl für die Aufnahme eines Rundmagazins als auch für die Aufnahme eines Geradmagazins eingerichtet ist, wobei das Rundmagazin einen Aufbau zeigt, wie er aus der vorstehend genannten DE-PS 12 63 342 bekannt ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den zuerst genannten Nachteil zu beseitigen und ein Geradmagazin der eingangs genannten Art darüber hinaus so weiterzubilden und mit Antriebsmitteln zu versehen, daß auch ein aus der DE-PS 12 63 342 bekanntes Rundmagazin in einem zur Aufnahme für beide Magazinarten eingerichteten Diaprojektor verwendbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Gefachkörper am unteren Rand einer Seitenwand eine Zapfenleiste mit nach unten ragenden Transportzapfen und am unteren Rand der gegenüberliegenden Seitenwand eine nach unten überstehende, den Transportzapfen gegenüberliegende Führungsleiste aufweist, daß die Bodenplatte zwischen den Transportzapfen und der Führungsleiste angeordnet ist und daß sie um eine Gefachbreite kürzer ist als die Länge des Gefachkörpers und vor dem ersten als Dialeerfach ausgebildeten Gefach endet.

Durch diese Ausgestaltung des Geradmagazins mit den dem bekannten Rundmagazin im wesentlichen angepaßten Transportmitteln ist eine Verwendung beider Magazinarten in einem speziell eingerichteten Diaprojektor möglich. In das Dialeerfach, das beim Einsetzen des Geradmagazins über den projektorseitigen Fallschacht zu liegen kommt, kann genügend von der Beleuchtungseinrichtung erwärmte Kühlluft einströmen, um das vorderste Dia zu erwärmen. Hierbei ist, wie beim bekannten Rundmagazin, eine zusätzliche Aussparung in der Bodenplatte denkbar.

Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen sowie der Beschreibung eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels der Erfindung, wobei alle zum Verständnis nicht notwendigen Teile der Übersichtlichkeit wegen weggelassen wurden.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Teildarstellung des erfindungsgemäßen Geradmagazins in perspektivischer Darstellung,

Fig. 2 eine Teildarstellung des in Gebrauchsstellung im Projektor befindlichen Geradmagazins gemäß Fig. 1 im Schnitt,

Fig. 3 eine Teildarstellung des Geradmagazins in einer Ansicht von unten in perspektivischer Darstellung,

Fig. 4 den teilweise aufgebrochen dargestellten Diaprojektor mit in einer beliebigen Stellung befindlichem Geradmagazin in perspektivischer Darstellung und

Fig. 5 den Diaprojektor gemäß Fig. 4 mit in der Ausgangsstellung befindlichem Geradmagazin in perspektivischer Darstellung.

In den Fig. 1 bis 5 ist nunmehr das erfindungsgemäße Geradmagazin aufgezeigt, dessen Gefachkörper 21 aus zwei Seitenwänden 22 und 23 und zwei Stirnwänden sowie einer Anzahl von zwischen den Seitenwänden angeordneten U-förmigen Stegen 24 zur Bildung von Diafächern 25 besteht. Der oben und unten offene Gefachkörper 21 kann oben von einem aufklipsbaren, gegebenenfalls aus Plexiglas bestehenden Deckel 26 verschlossen sein.

An der Unterseite 22a der einen Seitenwand 22 ist eine Zapfenleiste 22b mit nach unten ragenden Transportzapfen 22c und an der Unterseite 23a der gegenüberliegenden Seitenwand 23 eine nach unten überstehende, den Transportzapfen 22c gegenüberliegende Führungsleiste 23c vorgesehen.

An den Innenseiten der Transportzapfen 22c sind miteinander fluchtende Aussparungen 22d und an der Innenseite der Führungsleiste 23c eine Nut 23d ausgebildet. In diesen Führungen 22d und 23d ist eine Bodenplatte 27 angeordnet. Diese ist um eine Gefachbreite kürzer als die Länge des Gefachkörpers 21 und endet, wenn sie von der hinteren Stirnwand aus in Richtung zur vorderen Stirnwand eingeschoben und verrastet ist, vor dem vordersten mit "Null" bezeichneten Dialeerfach 25a (Fig. 1). Die Bodenplatte 17 weist ferner eine nach unten überstehende Zunge 27a auf.

Der Gefachkörper 21 kann auch oben geschlossen ausgebildet sein, indem eine die beiden Seitenwände 22 und 23 miteinander verbindende Abdeckung vorgesehen ist, so daß der Gefachkörper lediglich nach unten offen ist. Das Einfüllen der Dias erfolgt dann bei um 180 Grad gedrehtem Magazin von der Bodenseite her bei zurückgeschobener Bodenplatte 27.

Wie anhand der Fig. 2 und 5 ersichtlich ist, wird das Geradmagazin 20 bzw. 30 derart auf den hinter der Öffnung des Fallschachts 1l liegenden Abschnitt der Oberseite des Projektor-Grundkörpers 1 aufgesetzt, daß das als Leerfach dienende erste Fach 25a des Gefachkörpers sich über der Öffnung des Fallschachts 1l befindet (Fig. 5). Das Geradmagazin wird von der Seite her in leichter Schräglage mit der Zapfenleiste 22b in die Nut 1b des Grundkörpers 1 eingesetzt, wobei die Zapfen 22c mit der Verzahnung eines Schaltrads in Eingriff gelangen. Anschließend wird es auf die Oberseite des Grundkörpers 1 abgesenkt und die Zunge 27a der Bodenplatte 27 in einen hinteren Steckschlitz 1i und die magazinseitige Führungsleiste 23c in eine Führungsnut 1m eingeführt.

Während beim Magazinvorschub die mittels der Zunge 27a im Steckschlitz 1i verankerte Bodenplatte 27 bzw. 37 zurückgehalten wird (Fig. 4), gleiten die Unterseiten 22a und 23a der beiden Gefachkörperseitenwände 22 und 23 über die stehende Bodenplatte 27 bzw. 37 hinaus auf die von der Vorderkante des Grundkörpers 1 bis zur Öffnung des Fallschachts 1l verlaufenden schmalen Gleitflächen 1f, deren Höhe der Dicke des Bodenbleches 27 angepaßt ist. Dies ist insbesondere aus der Fig. 2 ersichtlich, die einen vor dem Fallschacht 1l verlaufenden Schnitt durch den Grundkörper 1 sowie durch das Geradmagazin 20 zeigt, das bereits ein Stück weit in Vorwärtsrichtung transportiert worden ist. Die zurückgehaltene Bodenplatte 27 ist strichliert dargestellt.

Auch die Dias 33 gleiten, nachdem sie mittels eines Hebels nach jeder Projektion wieder ins jeweilige Gefach des Geradmagazins zurückgebracht wurden, beim jeweiligen schrittweisen Magazinvorschub auf den Gleitflächen 1f entlang.

Es können, wie weiter oben bereits beschrieben ist, Geradmagazine unterschiedlicher Länge für eine unterschiedliche Anzahl von Dias verwendet werden. Wird beispielsweise das kürzere Geradmagazin 20 verwendet (Fig. 4), so ragt dieses, wie in strichpunktierten Linien dargestellt ist, in seiner Endstellung nicht über die Vorderkante des Grundkörpers 1 hinaus. Bei der Verwendung des längeren Geradmagazins 30 (Fig. 5) kommt beim Magazinvorschub die vordere Stirnwand des Geradmagazins 30 in Anlage an eine Abwinkelung 28a einer Platte 28 und schiebt diese entgegen der Kraft einer nicht dargestellten Rückholfeder über die Vorderkante des Grundkörpers 1 hinaus. Die Platte 28 dient hierbei für die im vorderen Bereich des Gefachkörpers befindlichen projizierten Dias als Bodenersatz, der bei an der Vorderkante des Grundkörpers 1 überstehendem Gefachkörper ein Herausfallen der Dias verhindert. Beim Rückwärtstransport bzw. beim Zurückschieben des Gefachkörpers in seine Ausgangsstellung über das feststehende Bodenblech 27 wird die Bodenplatte 28 mittels der Zugfeder wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückgeführt. Damit die Dias ungestört auf der an der Vorderkante des Grundkörpers 1 überstehenden Platte 28 gleiten können, ist die Oberseite der Platte 28 im wesentlichen mit den Gleitflächen 1f bündig.


Anspruch[de]
  1. 1. Lösbar mit einem Fallschachtprojektor verbindbares Geradmagazin mit einer in seiner Gebrauchsstellung am Projektor fixierbaren Bodenplatte, über die der Gefachkörper verschiebbar ist und mit Transportmitteln, die mit einem projektorseitigen Schaltrad in Eingriff bringbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Gefachkörper (21) am unteren Rand (22a) einer Seitenwand (22) eine Zapfenleiste (22b) mit nach unten ragenden Transportzapfen (22c) und am unteren Rand (23a) der gegenüberliegenden Seitenwand (23) eine nach unten überstehende, den Transportzapfen (22c) gegenüberliegende Führungsleiste (23c) aufweist, daß die Bodenplatte (27) zwischen den Transportzapfen (22c) und der Führungsleiste (23c) angeordnet ist und daß sie um eine Gefachbreite kürzer ist als die Länge des Gefachkörpers (21) und vor dem ersten als Dialeerfach (25a) ausgebildeten Gefach endet.
  2. 2. Geradmagazin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur verschiebbaren Verbindung des Gefachkörpers (21) mit der Bodenplatte (27) an den Innenseiten der Transportzapfen (22c) miteinander fluchtende Aussparungen (22d) und an der Innenseite der den Transportzapfen (22c) gegenüberliegenden Führungsleiste (23c) der Seitenwand (23) eine Nut (23d) ausgebildet sind.
  3. 3. Geradmagazin nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatte (27) eine in einen Steckschlitz (1i) eines Projektorgrundkörpers (1) eingreifende Zunge (27a) zur Festlegung der Bodenplatte (27) am Projektorgrundkörper (1) aufweist.
  4. 4. Geradmagazin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an und für sich offene Oberseite des Gefachkörpers (21) mit einem transparenten Deckel (26) abdeckbar ist.
  5. 5. Geradmagazin nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite des Gefachkörpers (21) in an und für sich bekannter Weise geschlossen ist und daß die Bodenplatte (27) bei um 180 Grad gedrehtem Gefachkörper (21) eine Abdeckung bildet.






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