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Dokumentenidentifikation DE3704881C2 29.04.1993
Titel Maschine zum Herstellen von Betonteilen
Anmelder Georg Prinzing GmbH & Co KG Betonformen- und Maschinenfabrik, 7902 Blaubeuren, DE
Erfinder Staudenmaier, Walter, 7902 Blaubeuren, DE
Vertreter Kratzsch, V., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 7300 Esslingen
DE-Anmeldedatum 17.02.1987
DE-Aktenzeichen 3704881
Offenlegungstag 25.08.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.04.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.04.1993
IPC-Hauptklasse B28B 3/02
IPC-Nebenklasse B28B 21/10   B28B 13/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Herstellen von Betonteilen der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.

Bei einer bekannten Maschine der eingangs genannten Art ist die Beschickungs- und Verteilereinrichtung in ihrer unwirksamen Ausgangsstellung in einem Bereich in Abstand und seitlich neben der Form plaziert, wobei die Beschickungs- und Verteilereinrichtung in ihre Arbeitsstellung über die Form vorgefahren werden kann. Die Einpreßeinrichtung, die den Oberring, auch Obermuffe genannt, trägt, ist in ihrer unwirksamen Ausgangsstellung an anderer Stelle der Maschine ebenfalls in Abstand von der Form seitlich neben dieser und dabei so angeordnet, daß die Einpreßeinrichtung das Vorfahren der Beschickungs- und Verteilereinrichtung nicht behindert. In aller Regel ist bei derartigen Verfahren und Maschinen der Formkern fest auf einem Rütteltisch oder einem Zentralrüttler montiert. Der äußere Formmantel wird mitsamt einem Unterring, auch Untermuffe genannt, mit Hilfe eines Krans auf der Kernwandung des Formkernes abgelassen, bis der Unterring auf einem am Formkern festen Stützring aufsitzt. Hiernach kann der automatische Fertigungsablauf gestartet werden. Dieser beginnt damit, daß die Beschickungs- und Verteilereinrichtung aus ihrer Ausgangsstellung über die Form in ihre Arbeitsstellung bewegt wird, in der mit ihrer Hilfe Frischbeton in den oben offenen Formraum eingefüllt werden kann unter gleichzeitiger Verdichtung aufgrund des eingeschalteten Rüttlers am Rütteltisch bzw. des Zentralrüttlers. Ist dieser Verdichtungsvorgang nahezu abgeschlossen, so wird die Beschickungs- und Verteilereinrichtung aus dieser Arbeitsstellung zurück in die Ausgangsstellung bewegt, in der sie wieder in Abstand und seitlich neben der Form steht. Zugleich bei der Zurückbewegung der Beschickungs- und Verteilereinrichtung von der Arbeitsstellung in die Ausgangsstellung wird mittels einer Glättvorrichtung die Form abgezogen, so daß sich oberseitig eine ebene Stirnfläche ergibt. Daraufhin wird nun die außerhalb des Bereichs der Form befindliche Einpreßeinrichtung von ihrer Ausgangsstellung in ihre Arbeitsstellung bewegt, in der die Einpreßeinrichtung mit ihrem Oberring sich oberhalb des oben offenen Formraumes befindet. Daraufhin kann der Oberring abgesenkt und in den oben offenen Formraum eingepreßt werden unter gleichzeitiger Vibration, so daß der Beton im Formraum weiter verdichtet wird und zugleich dem oberen Stirnende des Betonteiles die dem Oberring entsprechende Form gegeben wird. Ist dieser Preß- und Verdichtungsvorgang abgeschlossen, so wird zunächst der Oberring unter Drehung abgehoben und sodann die Einpreßeinrichtung seitlich aus dem Bereich der Form weg und zurück in ihre Ausgangsstellung bewegt. Der automatische Prozeß ist damit beendet. Hieraufhin wird mittels eines Kranes der Formaußenmantel mitsamt dem Unterring und dem darauf lastenden geformten Betonteil vom Formkern abgezogen oder abgehoben und hiernach zum Abbindeplatz transportiert. Dort erfolgt die endgültige Entformung des gefertigten Betonteiles. Anschließend wird mit dem Formmantel ein neuer Unterring aufgenommen und dann der Formmantel mit Unterring auf dem Formkern der Maschine abgesetzt, woraufhin der nächste Arbeitstakt beginnen kann.

Da die Einpreßeinrichtung einen eigenen Platz seitlich und in Abstand von der Form benötigt, haben die Maschinen bekannter Art Nachteile. Zunächst ist der Fertigungsablauf relativ langwierig aufgrund der zeitlich aneinander anschließenden einzelnen Bewegungsvorgänge. Da die Einpreßeinrichtung in ihrer Ausgangsstellung einen eigenen Platz hat, ergibt sich für die Maschine ein erheblicher Platzbedarf. Dies macht sich umso stärker dann bemerkbar, je größer die Oberringe im Durchmesser sind. Nachteilig ist zugleich, daß aufgrund dieser Anordnung die Maschine nicht so günstig abgesichert werden kann und somit eine beachtliche Unfallgefahr besteht. Das Hantieren ist vor allen Dingen umständlich und somit aufwendig, insbesondere zeitaufwendig; denn da mit einem Kran im Bereich der Form gearbeitet werden muß, ist die seitlich neben der Form an separater Stelle in ihrer Ausgangsstellung befindliche Einpreßeinrichtung häufig im Wege und behindert einen ungestörten Kranbetrieb und Abtransport des jeweils gefertigten Betonteiles in beschriebener Weise.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierte Maschine so zu gestalten, daß sich ein schnellerer und vereinfachter Fertigungsablauf mit verringertem Platzbedarf der Maschine, besserer Zugänglichkeit zur Form und reduzierter Unfallgefahr ergibt.

Die Aufgabe ist bei einem Verfahren der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Art gemäß der Erfindung gelöst durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1.

Dadurch, daß in der Ausgangsstellung, in der die Beschickungs- und Verteilereinrichtung einerseits und die Einpreßeinrichtung andererseits sich in Abstand und seitlich neben der Form befinden und im Augenblick nicht in Aktion sind, beide Einrichtungen auf sich überdeckenden Bereichen plaziert sind, wird Platz frei, der sonst von der separat in Ausgangsstellung befindlichen Einpreßeinrichtung beansprucht wurde. Die Maschine hat einen wesentlich geringeren Platzbedarf. Dies macht sich besonders bei großen Teilen bemerkbar, bei denen der Oberring einen dementsprechend großen Durchmesser hat. Nun ist die Form von drei Seiten zugänglich. Der Platzbedarf ist wesentlich geringer, da nunmehr überhaupt kein zusätzlicher Platz für die in Ruhestellung befindliche Einpreßeinrichtung benötigt wird. Selbst bei im Durchmesser großen herzustellenden Betonteilen hat die Einpreßeinrichtung und deren Oberring praktisch keine größeren Abmessungen als die Beschickungs- und Verteilereinrichtung, so daß die Einpreßeinrichtung, befindet sie sich in der die Beschickungs- und Verteilereinrichtung überdeckenden Ausgangsstellung, praktisch nicht mehr Platz benötigt, als ohnehin durch die Beschickungs- und Verteilereinrichtung bereits belegt ist. Da die Form von nunmehr drei Seiten frei zugänglich ist, kann störungsfrei in diesen Bereichen rund um die Form gearbeitet werden. Die Arbeiten mit einem Kran können hierbei wesentlich einfacher, schneller und auch gefahrloser bewerkstelligt werden. Irgendwelche Behinderungen bei dem Hantieren mit dem Kran, insbesondere beim Kranabtransport, entfallen. Von Vorteil ist ferner, daß die Maschine aufgrund der dreiseitigen Zugänglichkeit ringsum die Form nun besser abgesichert werden kann und auch aus diesem Grund die Unfallgefahr wesentlich verringert ist.

Dadurch, daß sich die Bewegungen von der Ausgangsstellung in die Arbeitsstellung der Beschickungs- und Verteilereinrichtung einerseits und der Einpreßeinrichtung andererseits zeitlich überlappen, also im wesentlichen zeitgleich erfolgen, ergibt sich eine Verkürzung des Fertigungsablaufs. Es erhöht sich die Taktzeit, was zu einem größeren Ausstoß der Maschine und daher zu größerer Effektivi- tät führt.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Maschine ergeben sich aus den Ansprüchen 2 bis 11.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die Zeichnung zeigt eine schematische Seitenansicht einer Maschine zum Formen von Betonteilen.

Die gezeigte Maschine 10 ist zum Herstellen von Betonteilen verschiedenster Form geeignet, und zwar sowohl von runden als auch von eckigen Betonteilen. Als herzustellende Betonteile kommen beispielsweise Rohre, Schachtringe, Schachthälse oder auch Sonderteile wie quadratische oder rechteckige Schachtelemente, Heizkanäle, Stützmauerelemente, Gelenkstücke, Abzweiger od. dgl. in Betracht. Dabei arbeitet die Maschine 10 jeweils vollautomatisch. Einige Teile der Maschine sind unter Flur angeordnet. Sie befinden sich in einem Schacht 11. Dies gilt hier für einen Träger 12, an dem auswechselbar eine Form 13 angebracht ist. Die Form 13 weist z.B. einen etwa hutförmigen Formkern 14 auf, der im Inneren hohl ist und auswechselbar auf zumindest einem nicht weiter gezeigten Zentralrüttler befestigt werden kann. Der Formkern 14 ist z.B. rund und mit einem kreisförmigen Deckel 15 und einer zylindrischen, nach unten führenden Kernwandung 16 versehen. Die auswechselbare Befestigung des Formkernes 14 hat den Sinn, durch Austausch gegen einen anderen Formkern anderen Durchmessers anders bemessene und/oder geformte Betonteile herstellen zu können.

Zur Form 13 gehört ferner ein äußerer, auswechselbarer Formmantel 17, der ebenfalls Zylinderform hat. Der Formmantel 17 trägt oben einen abstrebenden Flansch 18. Der Formmantel 17 umgibt den Formkern 14 mit radialem Abstand. Im unteren Bereich sitzt auf dem Formkern 14 ein Stützring 19. Für die Formgebung des unteren Stirnendes eines im Formraum 20 zwischen Formkern 14 und Formmantel 17 zu formenden Betonteiles wird über den Formkern 14 ein Unterring 21, auch Untermuffe genannt, gestreift, der auf dem Stützring 19 ruht. Der Unterring 21 kann hier z.B. nach dem Einlegen maschinenseitig durch Abwärtsfahren eines entsprechenden Hubwagens zusammen mit dem Formmantel 17 über den Formkern 14 in die in der Zeichnung gezeigte Stellung bewegt werden. In dieser unteren Endstellung des Formmantels 17 ist dieser mit seinem unteren Ende gegen den Unterring 21 gepreßt, so daß in diesem Bereich der Formraum 20 geschlossen ist. Der Unterring 21 dient später dem erleichterten Abtransport des fertiggestellten Betonteiles.

Die Maschine 10 ist oberhalb des Schachtes 11 und seitlich der Form 13 mit einer längsverfahrbaren Beschickungs- und Verteilereinrichtung 30 bekannter Art versehen, die nachfolgend kurz nur als Beschickungseinrichtung bezeichnet ist. Die Beschickungseinrichtung 30 ist längs einer horizontalen Führung 31 und somit längs einer horizontalen Bahn in Pfeilrichtung 32 hin und her verfahrbar, und zwar zwischen der in der Zeichnung gezeigten Ausgangsstellung und der in der Zeichnung mit gestrichelten Linien angedeuteten Arbeitsstellung. In der Ausgangsstellung befindet sich die Beschickungseinrichtung 30 seitlich, in der Darstellung links, neben der Form 13, ohne daß die Form 13 und insbesondere das oben offene Formraumende 20 dabei von Teilen der Beschickungseinrichtung 30 überdeckt ist. In der in Pfeilrichtung 32 in der Darstellung nach rechts und nach vorn verfahrenen Arbeitsstellung hingegen befindet sich die Beschickungseinrichtung 30 über dem oben offenen Formraum 20, so daß in diesen mit Hilfe der Beschickungseinrichtung 30 Beton eingefüllt werden kann.

Die Beschickungseinrichtung 30 weist in üblicher Weise einen schematisch angedeuteten Vorratsbehälter 33 für den Frischbeton, ferner ein Förderband 34 und unterhalb dieses ein in einem nur schematisch angedeuteten Rahmen 35 arbeitendes, nicht weiter sichtbares Rührwerk auf.

Zum Befüllen der Form 13 wird die Beschickungseinrichtung 30 in Pfeilrichtung 32 über die Form 13 gefahren, wobei Frischbeton aus dem Vorratsbehälter 33 über das Förderband 34 zur Form 13 gefördert und mittels des Rührwerks im Rahmen 35 in die Form eingefüllt wird.

Die Maschine 10 kann ferner eine nicht besonders dargestellte Beton-Glättvorrichtung aufweisen, die entweder einen separaten Teil der Maschine bildet oder in die Beschickungseinrichtung 30 integriert ist. Die Glättvorrichtung ist längs einer horizontalen Ebene über der mit Beton gefüllten Form 13 beim Rückzug der Beschickungseinrichtung 30 gemäß Pfeil 32 verfahrbar und bewirkt beim Rückzug ein Glätten der Oberseite. Die Glättvorrichtung kann z.B. im Rahmen 35 integriert sein.

Die Maschine 10 weist ferner eine nur schematisch angedeutete Einpreßeinrichtung 40 auf, die beim gezeigten Ausführungsbeispiel einen in Pfeilrichtung 41 mittels eines nicht besonders dargestellten Antriebes absenkbaren und gegensinnig hochbeweglichen Halter 42 aufweist, an dem unten ein Oberring 43, auch Untermuffe genannt, angebracht ist. Aufgabe der Einpreßeinrichtung 40 ist es, nach Befüllen des Formraumes 20 mit Frischbeton und beim Verdichten durch den laufenden Zentralrüttler den Beton weiter zu verdichten und zugleich dem oberen Stirnende des zu formenden Betonteiles die dem Oberring 43 entsprechende Form zu geben. Hierzu wird die Einpreßeinrichtung 40 in ihre mit gestrichelten Linien angedeutete Arbeitsstellung bewegt und in dieser der Halter 42 mittels seines nicht gezeigten Antriebes in Pfeilrichtung 41 mitsamt dem Oberring 43 nach unten in das oben offene Ende des Formraumes 20 eingepreßt.

Die Einpreßeinrichtung 40 weist einen hier etwa schlittenförmigen, nur schematisch angedeuteten Träger 44 und einen davon abstrebenden Haltearm 45 auf, an dessen z.B. frei auskragendem Ende der Halter 42 mit Oberring 43 angeordnet ist. Die Einpreßeinrichtung 40 ist in horizontaler Richtung gemäß Pfeil 46 mittels eines nicht besonders gezeigten Antriebes zwischen der mit durchgezogenen Linien gezeigten Ausgangsstellung und der mit gestrichelten Linien gezeigten Arbeitsstellung bewegbar. Hierzu dient eine Führung 47, längs der der Träger 44 in Pfeilrichtung 46 verschiebbar geführt ist.

Die Einpreßeinrichtung 40 ist mittels der Führung 47 zusammen mit der Beschickungseinrichtung 30 seitlich neben der Form 13 und dabei auf sich überdeckenden Bereichen in der mit durchgezogenen Linien gezeigten Wartestellung gehalten. Wie man sieht, erstreckt sich die Führung 47 der Einpreßeinrichtung 40 oberhalb der Führung 31 der Beschickungseinrichtung 30. In der gezeigten Wartestellung ist der Halter 42 mit Oberring 43 in Pfeilrichtung 41 hochgefahren, so daß er sich oberhalb des Förderbandes 34 und somit außerhalb des Bereiches dieses befindet.

Die Führung 47 der Einpreßeinrichtung 40 und die Führung 31 der Beschickungseinrichtung 30 sind hier gemeinsam an einem Maschinenrahmen 22 angeordnet, wodurch die Maschine 10 besonders einfach ist. Der Maschinenrahmen 22 befindet sich, in Draufsicht gesehen, auf beiden Seiten seitlich neben der Beschickungseinrichtung 30. Die Führung 47 der Einpreßeinrichtung 40 besteht hier aus einer Längsführung, die eine translatorische Bewegung der Einpreßeinrichtung 30 oberhalb und etwa parallel zur ebenfalls translatorischen Bewegung der Beschickungseinrichtung 30 in Pfeilrichtung 32 möglich macht. Der Translationsantrieb für die Einpreßeinrichtung 40 kann verschiedenster Art sein, z.B. aus einem Hydraulikzylinder bestehen oder aus einem Elektrogetriebe mit Zahnrad und Zahnstange oder andersartig gestaltet sein.

Beim Betrieb der Maschine 10 ist man dank dieser Anordnung befähigt, vor dem Füllen des Formraumes 20 und vor dem Einpressen des Oberringes 43 sowie am Ende des Zyklus nach dem Füllen des Formraumes 20 und dem Einpressen in Richtung der Pfeile 46, 32, und zwar in der Zeichnung nach links, zusammen mit der Beschickungseinrichtung 30 auch die Preßeinrichtung 40 seitlich neben der Form 13 und dabei auf sich überdeckenden Bereichen, also übereinander, in Wartestellung zu plazieren, wie in der Zeichnung mit durchgezogenen Linien gezeigt ist.

Die Maschine 10 macht es ferner möglich, daß man zum Füllen des Formraumes 20 zusammen und etwa zeitgleich mit der Beschickungseinrichtung 30 auch die Preßeinrichtung 40 in der Zeichnung gemäß den Pfeilen 32, 46 nach rechts über den offenen Formraum 20 bewegen kann in die gestrichelt angedeutete Arbeitsstellung der Beschickungseinrichtung 30 und der darüber befindlichen Einpreßeinrichtung 40. In dieser Stellung der Einpreßeinrichtung 40, d.h. bei noch nicht herabgefahrenem Halter 42 mit Oberring 43, kann man nun zunächst den Formraum 20 mit Frischbeton füllen, wobei gleichzeitig bei eingeschaltetem Zentralrüttler der Form 13 der eingefüllte Frischbeton im Formraum 20 verdichtet wird. Nach diesem Füllvorgang kann man die Beschickungseinrichtung 30 aus der gestrichelten Arbeitsstellung in Pfeilrichtung 32 in der Zeichnung nach links wieder zurück in die Ausgangsstellung bewegen, während die Einpreßeinrichtung 40 in der mit gestrichelten Linien gezeichneten Arbeitsstellung verbleibt. Sobald die Beschickungseinrichtung 30 aus dem Hubbereich des Halters 42 mit Oberring 43 der Einpreßeinrichtung 40 gelangt ist, spätestens bei Einnahme der Ausgangsstellung, wird der Antrieb für den Halter 42 mit Oberring 43 eingeschaltet und der Oberring 43 in Pfeilrichtung 41 nach unten in das offene Ende des Formraumes 20 eingepreßt und auf diese Weise der eingefüllte, bereits verdichtete Beton weiter verdichtet und außerdem das obere Stirnende des Betonteiles entsprechend der Form des Oberringes 43 geformt. Nach diesem Einpressen des Oberringes 43 kann dieser gegensinnig in Pfeilrichtung 41 nach oben verfahren und hiernach die Einpreßeinrichtung 40 entlang ihrer Führung 47 in Pfeilrichtung 46 in der Zeichnung nach links zurück in die Ausgangsstellung bewegt werden.

Wie ersichtlich, erfolgt sowohl die Bewegung der Beschickungseinrichtung 30 zwischen der zurückgezogenen Ausgangsstellung und der vorgefahrenen Arbeitsstellung in Pfeilrichtung 32 als auch die Bewegung der Einpreßeinrichtung 40 zwischen der zurückgefahrenen Ausgangsstellung und der vorgefahrenen Arbeitsstellung in Pfeilrichtung 46 jeweils horizontal. Beide Bewegungen erfolgen in der gleichen Richtung.

Da man die Preßeinrichtung 40 oberhalb der Beschickungseinrichtung 30 zusammen und etwa zeitgleich mit dieser aus der Ausgangsstellung translatorisch bis über die Form 13 in die Arbeitsstellung bewegen kann, hat dies eine Vereinfachung der Steuerung der Maschine 10 zur Folge. Aufgrund der sich zeitlich überdeckenden Bewegungen ergibt sich ein wesentlich schnellerer Fertigungsablauf als bei bisher bekannten Maschinen dieser Art, wodurch sich kürzere Taktzeiten und somit ein größerer Ausstoß ergibt. Von besonderem Vorteil ist der äußerst geringe Platzbedarf; denn in der zurückbewegten Ausgangsstellung, in der die Einpreßeinrichtung 40 sich im Raum oberhalb der Beschickungseinrichtung 30 befindet und somit also keinen zusätzlichen Raum benötigt, ist der Schacht 11 und insbesondere die Form 13 von allen übrigen Seiten her, also von den restlichen drei Seiten her, frei zugänglich. Die Maschine kann somit erheblich besser abgesichert werden. Die Maschine ist kompakter. Vorteilhaft ist ferner, daß die Unfallgefahr wesentlich reduziert ist. Die wesentlich verbesserte Zugänglichkeit der Form 13 von allen drei Seiten macht sich in einer erheblichen Vereinfachung der Handhabung mit geringerer Verletzungsgefahr und Reduzierung der Rüstzeiten bemerkbar; denn in aller Regel muß im Bereich der Form 13 zum Entformen, Formenwechsel od. dgl. mit einem Kran gearbeitet werden, so daß sich der freie Zugang zur Form 13 als erhebliche Arbeitserleichterung bemerkbar macht. Die Maschine 10 ist insgesamt wesentlich kompakter, da die Einpreßeinrichtung 40 keinen zusätzlichen Platzbedarf hat, sondern im ohnehin belegten Bereich oberhalb der Beschickungseinrichtung 30 plaziert ist. Dieser geringere Platzbedarf macht sich besonders dann vorteilhaft bemerkbar, wenn im Durchmesser große Oberringe 43 nötig sind. Da beide Führungen 31 und 47 gemeinsam am Maschinenrahmen 22 angebracht sind, ergibt sich eine weitere Vereinfachung mit Verbilligung der Maschine 10.

Bei einem anderen, nicht gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Einpreßeinrichtung zwischen der Ausgangsstellung und einer nach vorn bewegten Zwischenstellung horizontal und translatorisch bewegbar und sodann zwischen der Zwischenstellung und einer zur Form 13 hin bewegten Arbeitsstellung längs einer Bogenbahn schwenkbar. Die Führung dieser Einpreßeinrichtung besteht dann z.B. aus einem Schwenkhalter, an dem die Einpreßeinrichtung in ihrer Ausgangsstellung oberhalb und in Überdeckung mit der Beschickungseinrichtung 30 gehalten ist und mittels dem die Einpreßeinrichtung dann längs der Bogenbahn von ihrer Zwischenstellung zur Form 13 hin und wieder zurück beweglich geführt ist. Die Bogenbahn kann einen Bogenabschnitt z.B. einer Hyperbel, Parabel oder auch eines Kreises bilden. In diesem Fall weist der Schwenkhalter ein Schwenklager mit etwa vertikaler Schwenkachse auf. Der Antrieb der Einpreßeinrichtung, der die Schwenkbetätigung dieser zwischen der Zwischenstellung und der Arbeitsstellung bewirkt, sitzt dann im Bereich des Schwenkhalters.

Bei diesem nicht gezeigten Ausführungsbeispiel mit zwischen der Ausgangslage und der Arbeitsstellung längs bewegbarer und schwenkbarer Einpreßeinrichtung ergibt sich ein variierter Verfahrensablauf. Zunächst wird dabei die Beschickungseinrichtung 30 zusammen mit der Preßeinrichtung aus der Wartestellung in Pfeilrichtung 32 in der Zeichnung nach rechts bis über den Formraum 20 bewegt. Die Preßeinrichtung verbleibt dabei noch in der ausgeschwenkten Zwischenstellung. Nach dem Füllen des Formraumes 20 wird die Beschickungseinrichtung 30 in Pfeilrichtung 32 in der Darstellung nach links zurück in die Ausgangsstellung bewegt. Nach Abschluß dieser Bewegung oder schon vorher und damit zeitlich überlappend wird sodann die Einpreßeinrichtung aus ihrer Zwischenstellung entlang der Bogenbahn in ihre Arbeitsstellung über den Formraum 20 geschwenkt. Daraufhin kann der Halter 42 mit Überring 43 in den Formraum 20 von oben hereingepreßt und der Betonteil darin weiter verdichtet und geformt werden. Hiernach wird der Oberring 43 in Pfeilrichtung 41 nach oben von der Form 13 abgehoben und sodann die Einpreßeinrichtung längs ihrer Bogenbahn wieder zurück in die Zwischenstellung geschwenkt und dabei translatorisch zurück in die Ausgangsstellung bewegt, in der die Einpreßeinrichtung sich oberhalb der Beschickungseinrichtung auf sich überdeckenden Bereichen befindet. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel benötigt die Einpreßeinrichtung also in ihrer Ausgangsstellung keinen zusätzlichen Platz, sondern sie lagert in dem Bereich, der ohnehin von der Beschickungseinrichtung 30 belegt ist. Damit ergeben sich auch hierbei alle vorgenannten Vorzüge.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Herstellen von Betonteilen, insbesondere von Rohren, Schachtringen, Schachthälsen od. dgl., mit einer an einem Träger (12) angeordnenden Form (13), mit einer in ihhrer Ausgangsstellung seitlich neben der Form (13) plazierten Beschickungs- und Verteilereinrichtung (30) für den Beton, die auf einer Führung (31) zum Füllen des Formraumes (20) über das offene Formraumende in ihre Arbeitsstellung und wieder zurück in ihre Ausgangsstellung bewegbar ist, und mit einer einen absenkbaren und gegensinnig anhebbaren Oberring (43) tragenden Einpreßeinrichtung (40) die den Beton im Formraum (20) weiter verdichtet und dem oberen Stirnende des Betonteiles die dem Oberring (43) entsprechende Form gibt sowie auf einer Führung (47) zwischen einer seitlich neben der Form (13) befindlichen Ausgangsstellung und einer Arbeitsstellung bewegbar ist, in der die Einpreßeinrichtung (40) sich über der Form (13) befindet, dadurch gekennzeichnet, daß die Einpreßeinrichtung (40) mittels ihrer Führung (47) zusammen mit der Beschickungs- und Verteilereinrichtung (30) auf sich überdeckenden Bereichen seitlich neben der Form (13) in Ausgangsstellung gehalten ist.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Führung (47) der Einpreßeinrichtung (40) oberhalb der Führung (31) der Beschickungs- und Verteilereinrichtung (30) erstreckt.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (47) der Einpreßeinrichtung (40) und die Führung (31) der Beschickungs- und Verteilereinrichtung (30) gemeinsam an einem Maschinenrahmen (22) angeordnet sind.
  4. 4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (47) der Einpreßeinrichtung (40) als Längsführung ausgebildet ist.
  5. 5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Längsführung oberhalb derjenigen der Beschickungs- und Verteilereinrichtung (30) und etwa parallel zu dieser erstreckt.
  6. 6. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (47) der Einpreßeinrichtung (40) auf einer Seite oder auf beiden Seiten seitlich neben der Beschickungs- und Verteilereinrichtung (30) angeordnet ist.
  7. 7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einpreßeinrichtung (40) einen schlittenförmigen Träger (44) aufweist, der entlang der Führung (47), insbesondere Längsführung, aus der Ausgangsstellung translatorisch bis zur Form (13) und über den Formraum (20) in die Arbeitsstellung und zurück bewegbar ist.
  8. 8. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung der Einpreßeinrichtung aus einem Schwenkhalter besteht, an dem die Einpreßeinrichtung in ihrer Ausgangsstellung oberhalb und in Überdeckung mit der Beschickungs- und Verteilereinrichtung gehalten und längs der Aogenbahn zwischen ihrer vorgeschobenen, nicht ausgeschwenkten Zwischenstellung und der ausgeschwenkten Arbeitsstellung beweglich geführt ist, in der die Einpreßeinrichtung sich oberhalb des offenen Formraumendes befindet.
  9. 9. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkhalter ein Schwenklager mit etwa vertikaler Schwenkachse aufweist und daß die Bogenbahn aus dem Abschnitt einer Kreisbogenbahn besteht.
  10. 10. Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Einpreßeinrichtung (40) einen am schlittenförmigen Träger (44) bzw. am Schwenkhalter angreifenden Antrieb aufweist, mittels dessen die Einpreßeinrichtung (40) zwischen ihrer Ausgangsstellung und Arbeitsstellung entlang der Führung bewegbar ist.
  11. 11. Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Einpreßeinrichtung (40) einen vom schlittenförmigen Träger (44) bzw. Schwenkhalter abstrebenden Haltearm (45) aufweist, an dem der Oberring (43) und dessen zugeordneter Antrieb angeordnet sind, mittels dessen der Oberring (43) absenkbar und gegensinnig anhebbar ist.






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