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Dokumentenidentifikation DE3781719T2 29.04.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0248406
Titel Überführungsapparat für Faden.
Anmelder Teijin Seiki Co. Ltd., Osaka, JP
Erfinder Sugioka, Takami, Matsuyama-shi Ehime-ken, JP
Vertreter ter Meer, N., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Müller, F., Dipl.-Ing., 8000 München; Steinmeister, H., Dipl.-Ing.; Wiebusch, M., 4800 Bielefeld; Urner, P., Dipl.-Phys. Ing.(grad.), Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Aktenzeichen 3781719
Vertragsstaaten CH, DE, IT, LI
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 02.06.1987
EP-Aktenzeichen 871079729
EP-Offenlegungsdatum 09.12.1987
EP date of grant 16.09.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.04.1993
IPC-Hauptklasse B65H 54/38

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft allgemein eine Fadenüberführungs-Vorrichtung zum Aufwickeln eines Endlosgarnes oder -fadens auf eine Spule und insbesondere eine verbesserte Fadenüberführungs-Vorrichtung, durch die das Auftreten von Wickelstörungen durch Fadenüberlagerung (Ribboning) verhindert werden kann.

Die USA 4 049 211 beschreibt eine Wickelvorrichtung, die ein Endlosgarn auf eine Spule mit konstantem Wickelverhältnis aufwickelt. Eine Geschwindigkeitssteuerung eines ersten Antriebs, die die Drehung der Reibungs-Antriebstrommel steuert, stellt die Geschwindigkeit des ersten Antriebs entsprechend der berechneten Drehzahl der Reibungs-Antriebstrommel ein, damit ein gewünschtes Wickelverhaltnis erzielt wird. Der Spulenhalter und die Fadenüberführungs-Einrichtung werden getrennt durch einzelne Motoren an getrieben. Die Vorrichtung ermöglicht ein Wickeln eines Präzisions-Wickelpakets oder eines Zufalls-Wickelpakets. Eine elektronische Steuereinheit berechnet ein gewünschtes Wertsignal für die Geschwindigkeit der Antriebstrommel als eine Funktion der Garngeschwindigkeit und vergleicht diesen Wert mit dem tatsächlichen Wert und erhalt ein Korrektursignal für den Antrieb der Antriebstrommel. Eine ähnliche Berechnung wird durchgeführt zur Steuerung der Geschwindigkeit der Garnüberführungs-Einrichtung.

Beim Wickeln eines Endlos-Garns oder -fadens mit hoher Geschwindigkeit auf eine Spule und Bilden einer Garnpackung auf der Spule wird das Garn im allgemeinen mit einem konstanten Kreuzungswinkel des Garns während des Garnwickelvorganges aufgewickelt. Wenn in diesem Falle das Verhältnis der Anzahl der Umdrehungen der Spule zu der Anzahl der Garn-Traversierhübe (anschließend als "Wickelverhältnis" bezeichnet) eine ganze Zahl ist, ist das aufzuwickelnde Garn bestrebt, auf eine Windung des zuvor auf die Spule gewickelten Garns gewickelt zu werden, so daß die äußere Umfangs-Oberfläche der Garnpackung uneben wird und umlaufende Rippenbereiche auf der Garnpackung gebildet werden (bezeichnet als Fadenüberlagerung, "Ribboning"). Dieses Fadenüberlagerungs-Phänomen kann dazu führen, daß die äußere Umfangsschicht der Garnpackung während des Garnwickelvorganges in Richtung des Zentrums einer Vibration gleitet. Wenn die Vibration verursacht wird durch das Fadenüberlagerungs-Phänomen, hat das Garn das Bestreben, von der Schicht des zuvor gebildeten Umfangsrippenbereichs auf nunmehr gebildete Umfangsrippenbereiche abgewickelt zu werden.

Zur Vermeidung dieser Nachteile ist eine schrittförmig arbeitende Garnüberführungs-Einrichtung in dem Japanischen veröffentlichten Patent Nr. 57- 33264 vorgeschlagen worden. Bei dieser Vorrichtung wird das zuvor erwähnte Wickelverhältnis in Schritten variiert, damit das Auftreten der Überlagerungen während des Garnwickelvorganges verhindert wird. Die herkömmliche Garnüberführungs-Vorrichtung mit schrittweiser Betätigung hat jedoch noch die folgenden Nachteile:

(I) Es ist in Jüngerer Zeit erwünscht, daß verschiedene Arten von Sorten mit unterschiedlichen Deniers mit kurzem Zyklus hergestellt werden können. In diesem Falle muß das Wickelverhältnis geändert werden entsprechend den unterschiedlichen Breiten der unterschiedlichen Garne. Es ist jedoch schwierig, das Wickelverhältnis in Abhängigkeit von unterschiedlichen Breiten zu ändern.

(II) In dem Falle, daß bei einer Garn-Aufnahmevorrichtung die Notwendigkeit besteht, einen Garn-Traversierhub in Abhängigkeit von verschiedenen Arten von Sorten entsprechend dem Erfordernis des FMS (flexibles Herstellungssystem) zu ändern, ist es schwierig, den Garn-Traversierhub zu ändern. Beispielsweise ist es der Fall, daß bei einer Garn-Aufnahmevorrichtung ein Wickeln von vier Kopsen (d. h., vier Garnpackungen und ein Hub von 170) und ein Wickeln von 8 Kopsen (d. h., einen Hub von 70) in die Preis umgesetzt werden.

(III) Da der tatsächliche Durchmesser der tatsächlich auf die Spule gewickelten Packung von einem auf der Anzahl der Drehungen der Spule errechneten Packungsdurchmesser abweicht aufgrund des Kontaktdruckes, der zwischen der Packung und der Reibrolle beim rollenden Eingriff mit der Packung ausgeübt wird und aufgrund der Rippenbereiche an den axial gegenüberliegenden Enden der Packung, gibt es Fluktuationen des Wickelverhältnisses. Da weiterhin die Anzahl der Garn-Traversierhübe errechnet wird durch Abtastung der Anzahl der Umdrehungen der Spulen und Multiplizieren des abgetasteten Wertes mit dem Wickelverhältnis, gibt es eine zeitliche Verzögerung in der Berechnung. Wegen der zeitlichen Verzögerung tritt selbst dann, wenn ein Wickelverhältnis eingestellt ist, das das Auftreten von Fadenüberlagerungen nicht verursacht, eine Fadenüberlagerung auf, wenn das Wickelverhältnis auf einen Wert in der Nähe einer ganzen Zahl eingestellt ist

Alle oben erwähnten Nachteile beeinträchtigen die Qualität des auf die Spule gewickelten Garns.

Es ist daher eine wichtige Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Fadenüberführungs-Vorrichtung zu schaffen, die in der Lage ist, die Qualität des auf die Spule gewickelten Garns zu verbessern und die zuvor genannten Nachteile des Standes der Technik ausschaltet.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird gelöst durch Variieren des Wickelverhältnisses in Stufen, so daß das Auftreten von Fadenüberlagerungen oder dergleichen vermieden wird.

Eine Fadenüberführungs-Vorrichtung entsprechend der Erfindung umfaßt eine Spule, auf die ein Faden unter Bildung einer Garnpackung gewickelt wird; eine Einrichtung zur Drehung der Spule; eine Einstelleinrichtung zum Einstellen oberer und unterer Grenzwerte des Kreuzungswinkels des Garns, eines Traversierhubs des auf die Spule gewickelten Garns, einer Breite des auf die Spule gewickelten Garns und eines Bereichs, in dem Fadenüberlagerungen auftreten; eine Spulenumdrehungs-Abtasteinrichtung zum Abtasten der Umdrehungen der Spule, auf die die Packung gewickelt wird; eine Wickelgeschwindigkeits-Abtasteinrichtung zum Abtasten der Wickelgeschwindigkeit des Garns; eine Packungsdurchmesser-Verarbeitungseinrichtung zum Berechnen des Durchmessers der Packung entsprechend der Anzahl der Umdrehungen der Spule, die durch die Spulenumdrehungs-Abtasteinrichtung ermittelt worden ist, und der Wickelgeschwindigkeit des Garns, die durch die Wickelgeschwindigkeits-Abtasteinrichtung ermittelt worden ist; eine Wicklungsverhältnis-Verarbeitungseinrichtung zum Berechnen eines Wicklungsverhältnisses entsprechend der Anzahl der Windungen des Garns, wenn eine Distanz von 2 Traversierhüben geteilt wird durch die Garnbreite und die Anzahl der Windungen, wenn eine Teilung entsprechend dem oberen Grenzwert des Kreuzungswinkels geteilt wird durch die Garnbreite; eine Traversier-Betriebseinrichtung zum Berechnen der Anzahl der Traversierhübe entsprechend der Anzahl der Umdrehungen der Spule und des Wicklungsverhältnisses entsprechend dem Packungsdurchmesser; und einen Traversier- Mechanismus zum Traversieren des Garnes abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen parallel zur Drehachse der Spule entsprechend einem Ausgangssignal der Traversier-Betriebseinrichtung, so daß das Garn über den gesamten Traversierhub der Packung gewickelt wird; welche Wicklungsverhältnis-Betriebseinrichtung das Wicklungsverhältnis in Schritten ändert, so daß das Wicklungsverhältnis aus dem Bereich eines Auftretens von Fadenüberlagerungen herausbewegt wird, wenn der Packungsdurchmesser einen vorgegebenen Wert zwischen dem oberen und unteren Grenzwert des Kreuzungswinkels erreicht.

Die Merkmale und Vorteile der Garnüberführungs-Einrichtung entsprechend der vorliegenden Erfindung werden besser verständlich werden anhand der folgenden Beschreibung, in der

Fig. 1 ein Blockdiagramm ist, das das Grundkonzept der vorliegenden Erfindung zeigt;

Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der Garnüberführungs-Vorrichtung der vorliegenden Erfindung ist;

Fig. 3 ein Blockdiagramm eines Programms zur Berechnung des Wicklungsverhältnisses bei der Ausführungsform gem. Fig. 2 ist;

Fig. 4 ist eine schematische Darstellung einer Spule, auf die ein Garn über einen Garn-Traversierhub mit einem oberen Grenzwert eines Kreuzungswinkels aufgewickelt ist;

Fig. 5 ist ein Blockdiagramm eines Programms zur Berechnung der Anzahl der Garn-Traversierhübe der Vorrichtung gem. Fig. 2;

Fig. 6 zeigt die Beziehung zwischen dem Wickelverhältnis und einem Bereich, in dem Fadenüberlagerungen auftreten, mit dem Kreuzungswinkel in Grad als Abszisse und einem Packungsdurchmesser in Millimeter als Ordinate;

Fig. 7 zeigt die Beziehung zwischen dem Wickelverhältnis und dem Bereich des Auftretens von Fadenüberlagerungen in dem Falle, daß die Breite zwischen den oberen und unteren Grenzwerten des Kreuzungswinkels relativ klein ist;

Fig. 8 ist ein Blockdiagramm eines Programms zur Berechnung des Wickelverhältnisses bei einer anderen Ausführungsform der Garnüberführungs-Vorrichtung entsprechend der vorliegenden Erfindung; und

Fig. 9 zeigt die Beziehung zwischen dem Wickelverhältnis und dem Bereich des Auftretens von Fadenüberlagerungen entsprechend der Ausführungsform gem. Fig. 8.

Fig. 2 zeigt eine zylindrische Spule, die mit der Bezugsziffer 2 bezeichnet ist und drehbar auf einer Spulenspindel 1 abgestützt ist. Die Spule 2 ist geeignet zum Aufwickeln eines Endlos-Garnes oder -fadens in einer geeigneten Form einer Garnpackung 3. Parallel zu der Spule 2 ist eine Reibungsrolle 4 vorgesehen, die durch eine Rollenwelle 4a getragen wird und auf der Welle 4a drehbar ist. Während des Garnwickelvorganges wird die Garnpackung 3 auf der Spule 4 in rollende Berührung mit der Reibungsrolle 4 gehalten. Das auf die Spule 2 aufzuwickelnde Garn wird durch eine Garn-Traversierkurve 5 zugeführt, der das Garn alternierend in entgegengesetzte Richtungen parallel zur Mittelachse der Spule 2 bewegt, so daß das Garn gleichförmig über die gesamte Länge der Garnpackung 3 verteilt wird.

Die Spindel der Spule 2 ist über eine Antriebswelle 6 mit einem Induktionsmotor 7 verbunden, so daß die Spule 2 für eine Drehung um die Spindel 1 angetrieben wird. Der Induktionsmotor 7 ist mit einem Inverter 8 verbunden und dreht sich mit der Frequenz, die dem Ausgangssignal des Inverters 8 entspricht. Somit dreht sich die Spule 2 mit der Frequenz, die dem Ausgangssignal des Inverters 8 entspricht. Die Garn-Traversierkurve 5 ist über eine Antriebswelle 9 mit einem Induktionsmotor 10 verbunden, so daß sie für eine Umdrehung um die Antriebswelle 9 angetrieben wird. Der Induktionsmotor 10 ist mit einem Inverter 11 verbunden und dreht sich mit der Frequenz, die dem Ausgangssignal des Inverters 11 entspricht. Daher dreht sich die Garn-Traversierkurve 5 mit der Frequenz, die dem Ausgangssignal des Inverters 11 entspricht. Die zuvor erwähnte Garn-Traversierkurve 5, die Antriebswelle 9, der Induktionsmotor 10 und der Inverter 11 insgesamt bilden einen Traversiermechanismus, der allgemein mit der Bezugsziffer 12 bezeichnet ist.

Das Ausgangssignal jedes der Inverter 8 und 11 wird gesteuert durch Befehlssignale einer Steuereinrichtung 13, in die Signale von ersten und zweiten elektromagnetischen Aufnehmern 14 und 15 eingegeben werden. Der erste elektromagnetische Aufnehmer 14 ist angrenzend an ein Zahnrad 16 angeordnet, das auf der Welle 4a der Reibrolle 4 befestigt ist, und tastet die Anzahl der Drehungen des Zahnrades 16 ab. Als Resultat wird die Anzahl der Umdrehungen Ne der Reibungsrolle 4 indirekt aufgrund der Anzahl der Umdrehungen des Zahnrades 16 abgetastet. Der erste elektromagnetische Aufnehmer 14 und das Zahnrad 16 der Reibrolle 4 insgesamt bilden eine Wickelgeschwindigkeit-Abtastvorrichtung zum Abtasten der Wickelgeschwindigkeit des Garns, die allgemein mit der Bezugsziffer 17 bezeichnet ist. Der zweite elektromagnetische Aufnehmer 15 ist angrenzend an ein Zahnrad 18 angeordnet, das auf der Antriebswelle 9 der Garn-Traversierkurve 5 befestigt ist und die Anzahl der Umdrehungen des Zahnrades 18 abtastet. Als Ergebnis wird die Anzahl der Umdrehungen Nt der Garn-Traversierkurve indirekt abgetastet aus der Anzahl der Umdrehungen des Zahnrades 18. Der zweite elektromagnetische Aufnehmer 15 und das Zahnrad 18 der Garn-Traversierkurve bilden insgesamt eine Kurvenumdrehungs-Abtasteinrichtung zum Abtasten der Anzahl der Umdrehungen der Garn-Traversierkurve 5, die allgemein mit der Bezugsziffer 19 bezeichnet ist. Ein dritter elektromagnetischer Aufnehmer ist angeordnet angrenzend an ein Zahnrad 26, das auf der Antriebswelle 6 der Spule 2 befestigt ist, und tastet die Anzahl der Umdrehungen Nb der Spule 2 ab. Der dritte elektromagnetische Aufnehmer 27 und das Zahnrad 26 der Antriebswelle 6 bilden insgesamt eine Spulenumdrehungs-Abtasteinrichtung zum Abtasten der Anzahl der Umdrehungen der Spule 2, die allgemein mit der Bezugsziffer 28 bezeichnet ist.

An die Steuereinrichtung 13 gelangt ein Signal von einer Einstelleinrichtung 20, die es ermöglicht, einen oberen Grenzwert RH eines Führungs- oder Schräglaufwinkels (Fig. 4) des Garns, einen Traversierhub S der zu wickelnden Packung, eine Breite W des zu wickelnden Garns und einem Bereich Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen einzustellen. Diese Werte werden manuell durch einen Bedienungsmann der Wickelmaschine oder automatisch durch die Einstelleinrichtung selbst auf der Basis von Informationen der Steuereinrichtung 13 eingestellt.

Die Steuereinrichtung weist eine Packungsdurchmesser-Betriebseinrichtung, eine Wickelverhältnis-Verarbeitungseinrichtung und eine Traversier-Betriebseinrichtung auf und umfaßt eine zentrale Prozessor-Einheit, bezeichnet als "CPU", einen Read-only-Speicher 22, bezeichnet als "ROM", einen Random-Access-Speicher 23, bezeichnet als "RAM", und einen Eingangs-Ausgangs-Anschluß 24, bezeichnet als "I/O". Die CPU 21 enthält externe Daten, die notwendig sind entsprechend Programmen, die in den ROM 21 eingelesen worden sind, und verarbeitet Werte, die notwendig sind für die Garn-Traversiersteuerung und den Datenaustausch zwischen der CPU und dem RAM 23. Die verarbeitenden Werte werden von der CPU zu dem I/O-Anschluß 24 übertragen. Der I/O 24 nimmt die Signale von den elektromagnetischen Aufnehmern 14,15 und 27 und ein Signal von der Einstelleinrichtung 20 auf und gibt Steuersignale an die Inverter 8 und 11 und ein Anzeigesignal SH an einen Anzeiger 25 ab. Der ROM 22 enthält gespeicherte Programme und Daten in der CPU 21. Der RAM 23 speichert vorübergehend externe Informationen und Daten, die für den Betrieb verwendet werden. Der Anzeiger 25 zeigt Informationen an, die notwendig sind zur Wicklungssteuerung auf der Basis des Anzeigesignales SH, das von der Steuereinrichtung 13 abgegeben wird.

Fig. 3 und 5 sind Blockdiagramme, die ein Programm zur Garn-Traversiersteuerung zeigen. Das Garn-Traversier-Steuerungsprogramm gemäß der vorliegenden Erfindung besteht aus einem rechnerischen Wickelverhältnis-Betriebsprogramm, das als "JOB-1" in Fig. 3 bezeichnet wird, und einem rechnerischen Traversierzahl-Betriebsprogramm, das als "JOB-2" in Fig. 5 bezeichnet wird. Das Wickelverhältnis-Programm JOB-1 und das Traversierzahl- Programm JOB-2 werden in der genannten Reihenfolge durchlaufen.

Gemäß Fig. 3 beginnt das Wickelverhältnis-Programm JOB-1 mit einem Eingabe-Betriebsstart an die Stelleinrichtung 20. Bei Schritt P&sub1; im Programm JOB-1 werden zunächst die notwendigen Informationen, d. h. eine Garnwickelgeschwindigkeit V&sub1;, ein Garn-Traversierhub S, eine Garnbreite w, ein oberer Grenzwert RH des Kreuzungswinkels und ein Bereich des Auftretens von Fadenüberlagerungen Y (Fig. 6) gesetzt. Bei Schritt P&sub2; wird ein unterer Grenzwert RL des Kreuzungswinkels errechnet entsprechend der folgenden Gleichung (1):

RL=RH-0.1 (1)

Nachdem ein Zählwert der Anzahl der Wechsel des Wickelverhältnisses (im folgenden als "Wechselzählwert" bezeichnet) gesetzt ist als N = 0 bei Schritt P2a, wird ein Durchmesser DN der Garnpackung 3 gesetzt als D&sub0; bei Schritt P&sub3;. Das besagt, daß der Packungsdurchmesser DN ein Durchmesser einer nicht gewickelten Spule 2 ist, wenn der Wechselzählwert N = 0 ist. Der Garn-Traversierhub S, die Garnbreite w, der obere Grenzwert RH des Kreuzungswinkels und der Packungsdurchmesser DN sind in Fig. 4 gezeigt. Bei Schritt P&sub4; wird die Anzahl der Windungen T&sub0; des Garns, das auf die Spule 2 über eine Schicht gewickelt ist (d. h. die Anzahl der Windungen T&sub0; des Garns, wenn ein Abstand von zwei Traversierhüben 2S geteilt wird durch die Breite des Garns), errechnet entsprechend der folgenden Gleichung (2) und in eine ganze Zahl durch Fortlassen von Bruchteilen oder Abrunden auf eine Einheit oder Zählen von Bruchteilen von .5 und darüber als ganze Zahl:

T&sub0; = 2S/w (2)

In gleicher Weise wird in Schritt P&sub5; die Anzahl der Windungen T1(N) des Garns über eine Teilung entsprechend dem oberen Grenzwert RH des Kreuzungswinkels (d. h., die Anzahl der Windungen N1N des Garns, wenn die eine Teilung geteilt wird durch die Garnbreite des Garns) errechnet entsprechend der folgenden Gleichung (3) und geändert in eine ganze Zahl durch Fortlassen von Bruchteilen oder Anheben auf eine Einheit oder Zählen von Bruchteilen von .5 und darüber als ganze Zahl:

T1(N) = πDN tan RH/w (3)

In den Gleichungen (2) und (3) ist vorzugsweise die Garnbreite das 1- bzw. 1.2-fache der tatsächlichen Garnstärke.

Danach wird bei Schritt P&sub6; ein vorläufiges Wickelverhältnis MN errechnet entsprechend der folgenden Gleichung (4):

MN = T&sub0;/T1(N) (4)

Das vorläufige Wickelverhältnis MN bedeutet den Zustand, bei dem das Garn der Breite w über eine Schicht gewickelt wird, wobei die Anzahl der Umdrehungen NB der Spule (2) mit T&sub0; bezeichnet ist und die Anzahl der Traversierungen das zweifache T1(N) ist. Bei Schritt P&sub7; wird das vorläufige Wickelverhältnis MN verglichen mit dem Bereich Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen. Es ist zu bemerken, daß eine sogenannte Fadenüberlagerung (das aufzuwickelnde Garn wird auf eine Windung des zuvor auf die Spule gewickelten Garns gewickelt und macht die äußere Umfangsfläche des Garns uneben) auftritt, wenn das Wickelverhältnis innerhalb des Bereichs Y des Auftretens von Garnüberlagerungen liegt. Wenn das vorübergehende Wickelverhältnis MN nicht innerhalb des Bereichs Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen liegt, werden die Werte T1(N) und T&sub0; in Schritt P&sub8; daraufhin beurteilt, ob sie Primzahlen in bezug aufeinander sind oder nicht. Wenn T1(N) und T&sub0; keine Primzahlen in bezug aufeinander sind, wird ein Wert 1 addiert zu T&sub0; oder T1(N) bei Schritt P&sub9; und danach werden T&sub0; oder T1(N) zurückgeführt zu dem Schritt P&sub6;. In diesem Falle wird beispielsweise bei T&sub0; der Wert 1 addiert zu T&sub0;, so daß T&sub0;= T&sub0;+ 1 ist. Es wird angemerkt, daß die Hinzufügung auch entsprechend der folgenden Gleichung (5) erfolgen kann:

T&sub0; = T&sub0; -1

T1(N) = T1(N) + 1 (5)

T1(N) = T1(N) -1

Wenn andererseits das vorübergehende Wickelverhältnis MN, das bei Schritt P&sub6; errechnet wird, innerhalb des Fadenüberlagerungsbereichs Y bei Schritt P&sub7; liegt, wird es ersetzt durch den oberen Grenzwert RH des Bereichs Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen (MN = RH) bei Schritt P&sub1;&sub0;, so daß das vorübergehende Wickelverhältnis MN nicht innerhalb des Bereichs Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen liegt. Ein neues T&sub0; wird bei Schritt P&sub1;&sub0; nach der zuvor erwähnten Gleichung (4) errechnet, in der das zeitweilige Wickelverhältnis MN gleich dem oberen Grenzwert RH des Bereichs des Auftretens von Fadenüberlagerungen ist. Das neue T&sub0;, das bei Schritt P&sub1;&sub0; errechnet worden ist, wird in Schritt P&sub1;&sub1; in eine ganze Zahl umgewandelt. Danach rückt das T&sub0; von Schritt P&sub1;&sub1; zu Schritt P&sub8; vor. Es ist anzumerken, daß anstelle von T&sub0; der Wert T1(N) ebenfalls in Schritt P&sub1;&sub0; nach der zuvor genannten Gleichung (4) errechnet werden kann, in der das zeitweilige Wickelverhältnis MN gleich dem oberen Grenzwert RH des Bereichs Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen ist, und in Schritt P&sub1;&sub1; in eine ganze Zahl umgewandelt wird. Somit werden der Schritt P&sub6; bis Schritt P&sub9; und die Schritte P&sub1;&sub0; und P&sub1;&sub1; wiederholt, so daß die Werte T&sub0; und T1(N) Primzahlen in bezug aufeinander werden und das vorübergehende Wickelverhältnis MN aus dem Bereich Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen hinausbewegt wird.

Wenn die Werte T&sub0; und T1(N) Primzahlen in Bezug aufeinander werden und das zeitweilige Wickelverhältnis MN nicht innerhalb des Bereichs des Auftretens von Fadenüberlagerungen liegt, rücken T&sub0; und T1(N) vom Schritt P&sub8; zu Schritt P&sub1;&sub2; vor. Bei Schritt P&sub1;&sub2; wird T&sub0;, das durch die zuvor genannten Schritte verarbeitet worden ist, als neuer Wert T&sub0; gesetzt, und bei Schritt P&sub1;&sub3; wird ein wahres Wickelverhältnis WN entsprechend der folgenden Gleichung (6) errechnet:

WN = T&sub0;/T1(N) (6)

Es ist darauf hinzuweisen, daß, wenn anstelle von T&sub0; der Wert T1(N) bei Schritt P&sub1;&sub0; durch die zuvor erwähnte Gleichung (4) errechnet worden ist, der Wert T1(N) auch als neuer Wert T1(N) gesetzt werden kann.

Danach wird der Packungsdurchmesser DN bei Schritt P&sub1;&sub4; errechnet, wenn der untere Grenzwert des Kreuzungswinkels und das Wickelverhältnis RL und WN sind.

Der Packungsdurchmesser DN, der bei Schritt P&sub1;&sub4; errechnet worden ist, wird bei Schritt P&sub1;&sub5; mit dem Packungsdurchmesser DN-1 verglichen, der durch den vorhergehenden Programmdurchlauf errechnet worden ist. Wenn der Packungsdurchmesser DN gleich oder geringer als der Packungsdurchmesser DN-1 ist, wird ein neuer niedrigerer Grenzwert RL des Kreuzungswinkels durch die folgende Gleichung (7) festgesetzt:

RL = RL - 0.1 (7)

Der neue untere Grenzwert RL des Kreuzungswinkels kehrt zurück zu Schritt P2a. Als Ergebnis wird die Differenz zwischen dem oberen und unteren Grenzwert RH und RL des Kreuzungswinkels nach und nach um 0.1 Grad erhöht. Wenn andererseits der Packungsdurchmesser DN größer als der Packungsdurchmesser DN-1 ist, rückt er von Schritt P&sub1;&sub5; zu Schritt P&sub1;&sub7; vor. Bei Schritt P&sub1;&sub7; wird das Wickelverhältnis WN-1, das dem Packungsdurchmesser DN-1 entspricht, in dem Speicher mit direktem Zugriff (RAM) 23 der zuvor erwähnten Steuereinrichtung 13 gespeichert. Bei Schritt P&sub1;&sub8; wird der Packungsdurchmesser DN mit dem maximalen Durchmesser DH eines Wertes der Maschinen-Spezifikation verglichen. Wenn der Packungsdurchmesser DN gleich oder kleiner als der Durchmesser DH ist, wird der Wechselzählwert N bei Schritt P18a erhöht als N = N +1. Der Wechselzählwert N, der um 1 erhöht worden ist, kehrt zurück zu Schritt P&sub3;. Danach werden die vorgenannten Schritte wiederholt. Wenn andererseits der Packungsdurchmesser DN größer als DH ist, d. h., wenn der Durchmesser der Garnpackung 3 den vorgegebenen Wert der Maschine überschreitet, ist die Berechnung des Wickelverhältnisses W abgeschlossen, so daß das Wickelverhältnis-Betriebsprogramm JOB-1 endet. Das Traversierzahl-Betriebsprogramm JOB-2, das in Fig. 5 gezeigt ist, wird dann durchlaufen.

Das Traversierzahl-Betriebsprogramm JOB-2 beginnt bei Schritt P&sub2;&sub1; des Programms durch einen Betätigungsschalter der Fadenaufnahmeeinrichtung. Wenn der Betrieb der Fadenaufnahmeeinrichtung beginnt, wird die Anzahl der Umdrehungen NB der Spule 2 bei Schritt 22 in laufender Reihenfolge mit vorgegebenen Zyklen geprüft. Bei Schritt 23 wird ein wechselnder Durchmesser DP der Packung 3 errechnet aus der Anzahl der Umdrehungen NB, die bei Schritt 22 ermittelt worden ist, und der Garnwickelgeschwindigkeit V entsprechend der folgenden Gleichung (8):

DP = V/(πNB) (8)

Der Durchmesser DP der Packung 3, der bei Schritt 23 errechnet worden ist, wird mit dem maximalen Durchmesser DHP der Maschinen-Spezifikation bei Schritt 24 errechnet. Wenn der Durchmesser DP der Packung größer als der maximale Durchmesser DHP ist, wird bestimmt, daß das Wickeln unmöglich ist, und daher endet der neue Programmablauf. Wenn andererseits der Durchmesser DP der Packung 3 gleich oder kleiner als der maximale Durchmesser DHP ist, wird bestimmt, daß es möglich ist zu wickeln, und der Durchmesser DP der Packung 3 wird bei Schritt P&sub2;&sub5; mit dem Durchmesser DN verglichen, der durch das Programm JOB-1 errechnet worden ist, das in Fig. 3 gezeigt ist. Wenn der Durchmesser DP gleich dem Durchmesser DN ist, wird ein Wickelverhältnis W, das dem Durchmesser DP der Packung 3 entspricht, bei Schritt P&sub2;&sub6; abgelesen, und der Wert rückt vor zu Schritt 27. Wenn andererseits der Durchmesser DP nicht gleich dem Durchmesser DN ist, geht das Programm direkt weiter von Schritt P&sub2;&sub5; zu P&sub2;&sub7;, ohne über P&sub2;&sub6; zu laufen. Bei Schritt P&sub2;&sub7; wird ein Standardwert B der Anzahl der Traversierungen entsprechend der folgenden Gleichung (9) errechnet:

B = NB/WN (9)

Der Standardwert B, der bei Schritt P&sub2;&sub7; errechnet worden ist, wird bei Schritt 28 mit den ermittelten Werten der Anzahl der Umdrehungen NT der Garn-Traversierkurve 5 verglichen, und die Frequenz des Inverters 11, der dem Motor 10 Strom zuführt, wird entsprechend der Größe der Abweichung zwischen dem Standardwert B und der Anzahl der Umdrehungen NT durch eine sogenannte PID-Steuerung gesteuert. Sodann kehrt das Programm zurück von Schritt 24 zu Schritt 22. Somit werden die zuvor genannten Schritte wiederholt, bis der Durchmesser DP der Packung 3 größer als der maximale Durchmesser DHP ist. In diesem Falle wird das Garn alternierend in entgegengesetzte Richtungen über die Länge der Packung 3 auf der Spule 2 hin- und hergeführt, so daß das Wickelverhältnis den Wert WN annimmt, der in dem Programm JOB-1 während des Garnwickelvorganges bestimmt worden ist. Als Ergebnis wird das Auftreten von Fadenüberlagerungen verhindert, und daher wird das erfindungsgemäß gewickelte Garn in der Qualität verbessert. Der Grund, weshalb das Garn in geeigneter Weise hin- und hergeführt wird, besteht darin, daß das Wickelverhältnis, bei dem das Auftreten von Fadenüberlagerungen verhindert wird, vorab bestimmt wird durch das Programm JOB-1, bevor der Betrieb der Fadenaufnahmeinrichtung beginnt. Die Bestimmung dieses Wickelverhältnisses soll anschließend im einzelnen in Verbindung mit Fig. 6 erläutert werden.

Wie zuvor festgestellt wurde, werden zunächst die Garnwickelgeschwindigkeit V&sub1;, der Garn-Traversierhub S, die Garnbreite w, der obere Grenzwert RH des Kreuzungswinkels und der Bereich Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen bei Schritt P&sub1; in das Programm JOB-1 eingegeben. Der untere Grenzwert RL des Kreuzungswinkels wird sodann errechnet entsprechend dem oberen Grenzwert des Kreuzungswinkels, der bei Schritt P&sub1; eingegeben worden ist, und der zuvor erwähnten Gleichung (1). Der Wechselzählwert N wird gesetzt als N = 0, so daß der Durchmesser DN der nicht bewickelten Spule 2 bei Schritt P&sub3; als D&sub0; gesetzt wird. Der Durchmesser D&sub0; der nicht bewickelten Spule kann vorab bei Schritt P&sub1; eingegeben werden. Bei Schritt P&sub4; wird die Anzahl der Windungen T0 des Garns, das auf die nicht bewickelte Spule 2 über eine Lage gewickelt wird (d. h., die Anzahl der Windungen T&sub0; des Garns, wenn eine Distanz von zwei Traversierhüben 2S geteilt wird durch die Fadenbreite w des Garns), errechnet nach der vorgenannten Gleichung (2) und in eine ganze Zahl umgewandelt. In gleicher Weise wird bei Schritt P&sub5; die Anzahl der Windungen T1(0) des Garns über eine Teilung (wenn der Durchmesser DN gleich D&sub0; und der obere Grenzwert des Kreuzungswinkels RH ist) durch die zuvor genannten Gleichung (3) errechnet, in der der Wechselzählwert N gleich 0 ist, und in eine ganze Zahl umgewandelt. Danach wird entsprechend der Anzahl der Windungen T&sub0; und der Anzahl der Windungen T1(0) das vorübergehende Wickelverhältnis M&sub0; durch die zuvor genannte Gleichung (4) errechnet, in der der Wechselzählwert N gleich 0 ist. Das bedeutet, daß ein Wickelverhältnis eines Punktes a, der in Fig. 6 gezeigt ist, erzielt wird. Das zeitweilige Wickelverhältnis M&sub0; des Punktes a wird verglichen mit dem Bereich Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen. Da bei dieser Ausführungsform der Punkt a außerhalb des Bereichs Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen liegt, werden die Werte T1(0) und T&sub0; geprüft, ob sie Primzahlen zueinander sind oder nicht. Da bei dieser Ausführungsform die Werte T1(0) und T&sub0; keine Primzahlen in bezug aufeinander sind, wird der Wert 1 zu T&sub0; hinzuaddiert. Wenn T&sub0; und T1(0) Primzahlen zueinander werden und das zeitweilige Wickelverhältnis M&sub0; nicht innerhalb des Bereichs Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen liegt, wird das wahre Wickelverhältnis W&sub0; entsprechend der zuvor erwähnten Gleichung (6) errechnet, in der der Wechselzählwert N gleich 0 ist. Das Wickelverhältnis W&sub0;, das auf diese Weise erzielt wird, entspricht einem Punkt b in Fig. 6. Folglich ist ein Punkt m in Fig. 6 der Startpunkt des Wickelverhältnisses der nicht bewickelten Spule. Danach wird der Garnpackungsdurchmesser D&sub1; berechnet, wenn der untere Grenzwert des Kreuzungswinkels und das Wickelverhältnis RL und W&sub0; sind. Das heißt, der Durchmesser an einem Punkt c in Fig. 6 wird erhalten. Der Garnpackungsdurchmesser wird verglichen mit dem Durchmesser D&sub0; der nicht bewickelten Spule, der zuvor errechnet worden ist. Da der Durchmesser D&sub1; größer als der Durchmesser D&sub0; ist, wird das Wickelverhältnis W&sub0;, das dem Durchmesser D&sub0; entspricht, gespeichert. Als Ergebnis wird das Garn zwischen dem Durchmesser D&sub0; und D&sub1; mit dem Wickelverhältnis W&sub0; gewickelt, das angegeben ist durch die Linie m-c, die nicht innerhalb des Bereichs Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen liegt. Da in diesem Falle der Durchmesser D&sub0; kleiner als der maximale Durchmesser DH der Maschinen- Spezifikation ist, wird das Programm JOB-1 wiederholt.

Das besagt, daß der Wechselzählwert N erhöht wird zu N = N + 1, so daß die Anzahl der Windungen T1(1) des Garns über eine Teilung (wenn der Durchmesser DN gleich dem Garnpackungsdurchmesser D&sub1; und der obere Grenzwert des Kreuzungswinkels RH ist) zunächst durch die zuvor erwähnte Gleichung (3) berechnet wird, und das vorübergehende Wickelverhältnis M&sub1; wird in diesem Falle durch die zuvor erwähnte Gleichung (4) errechnet. Das Wickelverhältnis M&sub1; entspricht einem Punkt d, der in Fig. 6 angegeben ist. Da der Punkt d innerhalb des Bereichs Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen liegt, wird das zeitweilige Wickelverhältnis M&sub1; ersetzt durch den oberen Grenzwert R2H des Bereichs Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen (M&sub1;= R2H). Ein neues T&sub0; wird errechnet, wenn das vorübergehende Wickelverhältnis der obere Grenzwert des Bereichs Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen ist, und in eine ganze Zahl umgewandelt. Das vorübergehende Wickelverhältnis R2H entspricht einem Punkt e in Fig. 6. Bei Schritt P&sub8; werden T1(1) und T&sub0; daraufhin geprüft, ob sie Primzahlen in bezug aufeinander sind oder nicht. DaT0 und T1(1) Primzahlen zueinander sind, wird das wahre Wickelverhältnis W&sub1; errechnet. Der Durchmesser D&sub2; wird errechnet aus dem Wickelverhältnis W&sub1;, wenn der untere Grenzwert des Kreuzungswinkels RL ist und das Wickelverhältnis W&sub1; ist. Der Durchmesser D&sub2; entspricht einem Punkt f in Fig. 6. Der Durchmesser D&sub2; wird verglichen mit dem Durchmesser D&sub1;, der zuvor errechnet worden ist. Da der Durchmesser D&sub2; größer als der Durchmesser D&sub1; ist, wird das Wickelverhältnis W&sub1;, das dem Durchmesser D&sub1; entspricht, gespeichert. Das Wickelverhältnis W&sub1; beginnt am Punkt n in Fig. 6, wenn der Durchmesser D&sub1; ist. Der Durchmesser D&sub1; wird verglichen mit dem maximalen Durchmesser DH der Maschinen- Spezifikation. Da der Durchmesser D&sub1; noch kleiner als der maximale Durchmesser DH der Maschinen-Spezifikation ist, wird das Programm JOB-1 wiederholt.

In gleicher Weise wird der Wechselzählwert N auf 2 erhöht, und die Zahl der Windungen T1(2) wird zunächst berechnet, wenn der Durchmesser der Packung D&sub2; ist und der obere Grenzwert des Kreuzungswinkels RH beträgt, und das Wickelverhältnis M&sub2; wird in diesem Falle berechnet. Das Wickelverhältnis M&sub2; entspricht einem Punkt g in Fig. 6. Der oben beschriebene Prozeß wird anschließend wiederholt. Wie Fig. 6 zeigt, ergibt sich das Wickelverhältnis M&sub2; zwischen den Packungsdurchmessern D&sub2; und D&sub3;, angezeigt durch die Linien g-h. Das Wickelverhältnis M&sub3; zwischen den Packungsdurchmessern D&sub3; und D&sub4; ist mit der Linie i-J bezeichnet. Das Wickelverhältnis M&sub4;zwischen den Packungsdurchmessern D&sub4; und D&sub5; wird durch die Linie k-o bezeichnet. Der Packungsdurchmesser D&sub5; am Punkt o wird verglichen mit dem Maximaldurchmesser DH der Maschine. Da bei dieser Ausführungsform der Packungsdurchmesser D&sub5; größer als der Maximaldurchmesser DH ist, endet das Programm JOB-1.

Daher wird, bevor die Fadenüberführungseinrichtung betätigt wird, das Wickelverhältnis, das geeignet ist, das Auftreten von Fadenüberlagerungen zu vermeiden, entsprechend den verschiedenen Daten des Garns vorab gesetzt. Folglich kann das Auftreten von Fadenüberlagerungen wirksam verhindert werden, wenn das Garn in entgegengesetzte Richtungen entsprechend dem Programm JOB-2 hin- und hergeführt wird.

Fig. 7 zeigt ein Charakteristikum des Wickelverhältnisses, wenn die Differenz zwischen dem oberen und unteren Grenzwert RH und RL des Kreuzungswinkels klein ist. Gemäß Fig. 7 wird das Wickelverhältnis zwischen den Punkten a' und b' ebenso wie im Falle der Fig. 6 berechnet. Am Punkt m wird das Wickelverhältnis MN des Punktes c' berechnet. Da in diesem Falle das Wickelverhältnis MN des Punktes c' innerhalb des Bereichs Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen liegt, wird es auf R2H gesetzt, und der Packungsdurchmesser DN am Punkte e' berechnet. Mit MN = R2H wird der Packungsdurchmesser DN wiederum berechnet, und er wird als Ergebnis gleich dem zuvor berechneten Durchmesser. In diesem Falle wird der untere Grenzwert RL des Kreuzungswinkels gesetzt als RL = RL - 0.1, und der zuvor erläuterte Prozeß wird wiederholt, bis der Punkt f aus dem Bereich Y des Auftretens von Fadenüberlagerungen herausbewegt ist, so daß die Weite zwischen dem oberen und unteren Grenzwert RH und RL des Kreuzungswinkels auf ein Minimum geht.

Obgleich bei dieser Ausführungsform bei Schritt 15 des Programms JOB-1 bestimmt worden ist, ob die Weite zwischen dem oberen und unteren Grenzwert RH und RL des Kreuzungswinkels geändert wird oder nicht entsprechend dem Packungsdurchmesser DN, wird angemerkt, daß die Änderung der Weite auch bestimmt werden kann entsprechend dem Wickelverhältnis DN bei dem Schritt, der Schritt P&sub1;&sub3; vorausgeht. Obgleich der obere Grenzwert RH geändert worden ist zur Änderung der Weite zwischen dem oberen und unteren Grenzwert RH und RL des Kreuzungswinkels durch die Gleichung RL = RH - 0.1, wird angemerkt, daß der untere Grenzwert RL geändert werden kann entsprechend der Gleichung RH = RL - 0.1. Während T&sub0; verarbeitet worden ist, wenn T&sub0; und T1(N) Primzahlen zueinander sind, kann auch T1(N) verarbeitet werden.

Der Effekt der vorliegenden Erfindung soll anschließend mit den oben erwähnten Nachteilen (I), (II) und (III) des Standes der Technik verglichen werden.

In bezug auf (I): Ein gewünschtes Wickelverhältnis wird in geeigneter Weise ausgewählt in Abhängigkeit von der Garnbreite und dergleichen. Im Falle daß verschiedene Arten von Sorten von Deniers innerhalb eines kurzen Zyklus erzeugt werden, kann das Wickelverhältnis einfach in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Breiten der verschiedenen Garne verändert werden. Ein Verlust aufgrund eines Wechsels der Sorten und die Herstellkosten werden folglich sehr stark reduziert.

In bezug auf (II): Im Falle daß von einer Garnaufnahmeeinrichtung gefordert wird, den Garn-Traversierhub in Abhängigkeit von verschiedenen Arten von Sorten entsprechend den Anforderungen des FMS (Flexible Manufacturing System = Flexibles Herstellungssystem) zu verändern, kann der Garn-Traversierhub leicht entsprechend der Erfindung aus demselben Grunde wie oben angegeben, verändert werden.

In bezug auf (III): Da die Anzahl der Umdrehungen der Spule abgetastet wird, ohne die Spule mechanisch mit der Garnüberführungseinrichtung zu verbinden, und entsprechend dem abgetasteten Wert die Anzahl der Traversierhübe berechnet wird, hat die erfindungsgemäße Garnüberführungsvorrichtung nicht den Nachteil, daß Fluktuationen des Wickelverhältnisses aufgrund des Kontaktdruckes auftreten, der zwischen der Packung und der Reibrolle ausgeübt wird, und aufgrund von Rippenbereichen an den gegenüberliegenden axialen Enden der Packung, so daß das Garn in der Qualität verbessert wird.

Zusätzlich zu den zuvor erwähnten Effekten ergibt sich, da die Differenz zwischen dem oberen und unteren Grenzwert des Kreuzungswinkels nach und nach um sehr kleine Beträge (0.1 Grad) erhöht wird, eine Minimierung der Unebenheiten der seitlichen Endflächen der Packungen aufgrund einer Änderung der Hübe und dergleichen, die aus einer Änderung des Kreuzungswinkels während der Wickeloperation resultieren, so daß die Qualität des Garns und die Konfiguration der Packung verbessert werden.

Während bei der zuvor genannten Ausführungsform der Erfindung die Weite zwischen dem oberen und unteren Grenzwert RH und RL des Kreuzungswinkels vom Beginn bis zum Ende des Wickelvorgangs konstant gehalten worden sind, wird angemerkt, daß die Weite des Kreuzungswinkels auch so gesteuert werden kann, daß sie zwischen 0.1 und 0.2 Grad gewählt wird, wenn das Wickelverhältnis nicht innerhalb des Bereichs des Auftretens von Fadenüberlagerungen liegt, und nur minimiert wird, wenn das Wickelverhältnis innerhalb des Bereichs des Auftretens von Fadenüberlagerungen liegt.

Ein derartige Änderung der Weite des Kreuzungswinkels soll anschließend als zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in Verbindung mit Fig. 8 und 9 beschrieben werden.

In einem Programm, das in Fig. 8 gezeigt ist, wird der Schritt P&sub2; des Programms gemäß Fig. 3 fortgelassen, und einer neuer Schritt P4a wird statt dessen hinzugefügt. Bei Schritt P4a wird der obere Grenzwert RH des Kreuzungswinkels entsprechend der folgenden Gleichung (10) berechnet, und bei Schritt P16a wird der obere Grenzwert RH des Kreuzungswinkels entsprechend der folgenden Gleichung (11) berechnet:

RH = RL + 0.2 (10)

RH = RL + 0.1 (11)

Als Ergebnis wird für den Fall, daß das Wickelverhältnis innerhalb des Bereichs des Auftretens von Fadenüberlagerungen liegt, wie es in Fig. 9 gezeigt ist, das Verhältnis des oberen und unteren Grenzwertes RH und RL angehoben auf eine Einheit mit MN und RH für das erste Mal, und der obere Grenzwert RH wird um 0.1 Grad erhöht, da DN gleich oder Kleiner DN-1 nach dem zweiten Mal ist. Danach wird die Weite zwischen dem oberen und unteren Grenzwert RH und RL variiert und reduziert auf den Minimalwert, so daß das Wickelverhältnis aus dem Bereich des Auftretens von Fadenüberlagerungen herausgeführt wird.

Es wird angemerkt, daß im Falle der zweiten Ausführungsform bei Schritt P&sub1; der Wert RL eingegeben wird anstelle des Wertes RH. Auch in der Berechnung des Schritte P&sub4; kann der Wert 0.2 in der Gleichung (10) eingegeben werden als Eingangsdaten bei Schritt P&sub1;. Obwohl bei der zweiten Ausführungsform der obere Grenzwert RH variiert worden ist zur Änderung der Weite zwischen dem oberen und unteren Grenzwert RH und RL des Kreuzungswinkels durch die Gleichungen RH = RL + 0.2 und RH = RL + 0.1, wird angemerkt, daß der untere Grenzwert RL ebenso durch die Gleichungen RL = RH + 0.2 und RL = RH + 0.1 variiert werden kann. Da weiterhin die Garnwickelgeschwindigkeit abgetastet worden ist für die Berechnung des Packungsdurchmessers DN, können auch die Werte, die durch die Setzeinrichtung gesetzt worden sind, verwendet werden. Die vorliegende Erfindung ist anwendbar sowohl auf Garnaufnahmeinrichtungen mit Spindelantrieb als auch solche mit Reibantrieb. Während bei der ersten und zweite Ausführungsform der Induktionsmotor verwendet worden ist, kann auch ein Synchronmotor, ein Gleichstrommotor oder dergleichen verwendet werden.

Aus der vorangegangenen Beschreibung ist ersichtlich, daß eine verbesserte Garnüberführungsvorrichtung, die in der Lage ist, die Qualität des auf die Spule gewickelten Garns zu verbessern und die zuvor erwähnten Nachteile des Standes der Technik beseitigt, durch die Erfindung geschaffen worden ist.


Anspruch[de]

1. Fadenüberführungs-Vorrichtung mit

einer Spule (2), auf die ein Faden gewickelt ist, der ein Fadenpaket (3) bildet,

einer Einrichtung zum Drehen der Spule (2),

einer Einstelleinrichtung zum Einstellen oberer und unterer Grenzwerte (RH und RL) eines Kreuzungswinkels des Fadens, eines Querhubs (S) des Fadens, der auf die Spule (2) gewickelt ist, einer Weite (w) des auf die Spule gewickelten Fadens und eines Bereiches (Y), in dem Wickelstörungen durch Fadenüberlagerung auftreten (ribboning),

einer Einrichtung (28) zum Abtasten der Spulendrehzahl, die die Anzahl der Umdrehungen der Spule (2) ermittelt, auf die die Packung (3) gewickelt ist,

einer Einrichtung (17) zum Abtasten der Wickelgeschwindigkeit, die die Wickelgeschwindigkeit des Fadens ermittelt,

einer Packungsdurchmesser Verarbeitungseinrichtung (13) zur Errechnung eines Durchmessers der Packung (3) entsprechend der Anzahl der Umdrehungen der Spule (2), die durch die Einrichtung (28) zur Abtastung der Spulenumdrehungszahl ermittelt worden ist, und der Wickelgeschwindigkeit des Fadens, die durch die Einrichtung (17) zur Abtastung der Wickelgeschwindigkeit ermittelt worden ist,

einer Einrichtung (13) zur Verarbeitung des Wickelverhältnisses berechnet entsprechend der Anzahl der Windungen (T&sub0;) des Fadens bei Division des Abstandes von zwei Querhüben (25) durch die Fadenweite (w) und der Anzahl (T1(N)) von Wicklungen des Fadens bei Division einer Teilung entsprechend dem oberen Grenzwert (RH) des Kreuzungswinkels durch die Fadenweite (w),

einer Einrichtung (13) zur Überführungs-Bearbeitung, die die Anzahl der Querhübe (2S) errechnet entsprechend der Anzahl der Drehungen der Spule und des Wickelverhältnisses entsprechend dem Packungsdurchmesser und

einen Überführungsmechanismus (12) zur alternierenden Führung des Fadens in entgegengesetzte Richtungen parallel zur Drehachse der Spule entsprechend dem Ausgangssignal der Überführungs-Verarbeitungseinrichtung, so daß der Faden über den Querhub (S) der Packung (3) gewickelt wird, welche Einrichtung zum Verarbeiten des Wickelverhältnisses das Wickelverhältnis in Schritten ändert, so daß das Wickelverhältnis in einen Bereich außerhalb des Bereichs des Auftretens von Wickelstörungen verschoben wird, wenn der Packungsdurchmesser einen vorgegebenen Wert zwischen dem oberen und unteren Grenzwert des Kreuzungswinkels erreicht.

2. Fadenüberführungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei dem die Einrichtung (13) zum Verarbeiten des Wickelverhältnisses eine Einrichtung zum Anheben von Bruchteilen eines Wickelverhältnisses auf eine Einheit, sofern das Wickelverhältnis innerhalb des Bereichs (Y) des Auftretens von Wickelstörungen liegt, umfaßt.

3. Fadenüberführungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei dem die Einstelleinrichtung (20) Einrichtungen umfaßt zum Ändern der oberen und unteren Grenzwerte (RH und RL) des Kreuzungswinkels, und bei der die Einrichtung (13) zum Verarbeiten des Wickelverhältnisses eine Einrichtung aufweist, die, sofern das Wickelverhältnis im Bereich (Y) des Auftretens von Wickelstörungen liegt, die Bruchteile des Wickelverhältnisses auf eine Einheit zum ersten Mal anhebt und das Wickelverhältnis in Schritten innerhalb eines Bereiches der geänderten oberen und unteren Grenzwerte (RH und RL) des Kreuzungswinkels nach dem zweiten Mal variiert.







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