PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE68903336T2 06.05.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0419579
Titel KOMPOSITMEMBRAN.
Anmelder W.L. Gore & Associates, Inc., Newark, Del., US
Erfinder MALLOUK, S., Robert, Chadds Ford, PA 19317, US;
BRANCA, A., Phillip, Newark, DE 19711, US
Vertreter Klunker, H., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Schmitt-Nilson, G., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Hirsch, P., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Aktenzeichen 68903336
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 15.06.1989
EP-Aktenzeichen 899100358
WO-Anmeldetag 15.06.1989
PCT-Aktenzeichen US8902617
WO-Veröffentlichungsnummer 8912490
WO-Veröffentlichungsdatum 28.12.1989
EP-Offenlegungsdatum 03.04.1991
EP date of grant 28.10.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.05.1993
IPC-Hauptklasse B01D 71/36
IPC-Nebenklasse G01N 33/00   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung 1. Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Kompositmembran, die von Nutzen ist als ein Reiniger von unerwünschten Gasbestandteilen, die fälschlich-positive Auffindung von organischen Nervengas-Kampfstoffen bei für derartige Auffindung zum Beispiel von Militärpersonal verwendeten Sensoren verursachen.

2. Beschreibung verwandter Technik

Organischer Nervengas-Kampfstoff-Spürvorrichtungen werden von Militärpersonal verwendet, um eine frühzeitige Warnung vor tödlichen Gasen zu sichern. Solche Vorrichtungen sind extrem empfindlich, indem sie fähig sind, so niedrige Gaskonzentrationen wie 0,2 Mikrogramm pro Liter aufzufinden. Zusätzlich ist bei bestimmten industriellen Anwendungen die Auffindung sehr kleiner Konzentrationen gasförmiger Bestandteile kritisch.

Beim Aufspüren und Anzeigen der Anwesenheit bestimmter Gase kann wegen der hohen Empfindlichkeit der für die Auffindung solch kleiner Gaskonzentrationen verwendeten Sensoren die Anwesenheit anderer Gase in der Atmosphäre zu fälschlich-positiven Signalen führen. Zum Beispiel kann die Anwesenheit kleiner Mengen an Schwefelwasserstoff- oder Blausäure-Gas bei einer elektronischen Nachweisvorrichtung, die sehr empfindlich darauf eingestellt ist, die Anwesenheit kleiner Mengen an Phosphor enthaltenden organischen Nervengas-Kampfstoffen aufzufinden und anzuzeigen, den Alarm auslösen. Bis jetzt wurden diese wechselwirkenden Gase von einer innerhalb der Spürvorrichtung installierten Reinigermembran eine Zeitlang entfernt.

Die übliche Reinigermembran ist ein Komposit aus Polystyrol-Divinylbenzol-Copolymer-Mikrosphären, deren Oberflächen behandelt sind, um Sulfonsäure- Gruppen einzuführen, und die in eine poröse, nicht gewebte Nylon-Matrix eingebettet und mit einer Polyacrylnitril/Polyvinylchlorid-Beschichtung gebunden sind. Die exponierten Sulfonsäure-Gruppen sind ionenausgetauscht, um das Silbersalz zu bilden. Die Funktionen des Silbersalzes ist es, mit den unerwünschten, wechselwirkenden Gasen wie Schwefelwasserstoff oder Blausäure zu reagieren und sie zu entfernen, während es gleichzeitig selbst sehr kleinen Mengen des nachzuweisenden Nervengas- Kampfstoffes erlaubt, durch die Membran zu dem Sensor zu diffundieren.

In diesem Reiniger-System gibt es mehrere Mängel, die zu einer relativ kurzen Lebensdauer des Sensors beitragen. Es gibt einen gewissen Verlust an Sensor-Empfindlichkeit, weil der Nervengas-Kampfstoff mit den Styrol-Divinylbenzol-Mikrosphären, mit der Matrix aus nicht perfluoriertem organischem Polymer oder mit absorbiertem Wasser wechselwirkt. Die Zeitdauer an geschaffenem reinigendem Schutz ist, was wichtiger ist, relativ kurz, weil eine große Zahl, vielleicht die meisten der Sulfonsäure- Gruppen in der organischen Polymer-Matrix und dem Binder verborgen sind und folglich entweder für den Silbersalz-Austausch oder für die nachfolgende Reaktion mit wechselwirkenden Gasen nicht verfügbar sind.

Die vorliegende Erfindung überwindet die meisten Mängel der üblichen Reiniger-Membran und hat überraschenderweise eine nutzbare Lebensdauer, die das zweifache der üblichen Membran sein kann.

Zusammenfassung der Erfindung

Es wird eine poröse Kompositmembran bereitgestellt mit einem Film aus porösem, expandiertem Polytetrafluorethylen, dessen Oberflächen sowohl außen als auch innerhalb ihrer Poren mit einem Metallsalz eines Perfluor-Kationenaustauscherpolymers beschichtet sind. Das Perfluor-Kationenaustauscherpolymer kann ein Perfluorsulfonsäurepolymer oder ein Perfluorcarbonsäurepolymer sein, und das Perfluorsulfonsäurepolymer ist bevorzugt. Das Metallsalz kann ein Salz eines Metalls aus der Gruppe I B des Periodensystems der Elemente sein, oder es kann ein Salz eines mehrwertigen Metalls sein. Das Metallsalz ist bevorzugt ein Silbersalz. Das Perfluor-Kationenaustauscherpolymer kann ein Äquivalentgewicht von weniger als 1000 besitzen. Der Basisfilm aus porösem, expandiertem Polytetrafluorethylen hat bevorzugt eine Dicke zwischen etwa 0,025 mm (1 mil) und 0,15 mm (6 mils), einen gemäß ASTM F316-80 gemessenen Methanol-Blasenpunkt zwischen etwa 0,048 MPa und etwa 0,18 MPa (etwa 7 bis 26 psi), einen mittels Gurley Densometer gemäß ASTM D726-58 gemessenen Luftfluß zwischen etwa 3,5 Sekunden und etwa 50 Sekunden und eine 60 % überschreitende Porosität. Der Gewichtsanteil des Perfluor-Kationenaustauscherpolymers überschreitet bevorzugt 0,08, bezogen auf das Gesamtgewicht des Komposits. Der Luftfluß des Komposits, gemessen mittels Guerley Densometer gemäß ASTM D726-58 kann 10 Sekunden überschreiten, und die Dicke des Komposits ist bevorzugt zwischen etwa 0,025 mm (1 mil) und etwa 0,127 mm (5 mils). Am meisten bevorzugt ist es, wenn der Luftfluß zwischen 12 Sekunden und 22 Sekunden beträgt, die Dicke der Kompositmembran zwischen etwa 0,043 mm (1,7 mils) und etwa 0,076 mm (3 mils) beträgt, und der Gewichtsanteil des Perfluor-Kationenaustauscherpolymers, bezogen auf das Gesamtgewicht des Komposits, 0,12 überschreitet.

Ebenso zur Verfügung gestellt wird das Verfahren zum Vermeiden fälschlich-positiver Auffindung der Anwesenheit organischer Nervengas-Kampfstoffe durch einen zum Auffinden der Anwesenheit solcher Gase geeigneten Sensor durch Verwendung einer porösen Kompositmembran in dem Sensor, welche einen Film aufweist aus porösem, expandiertem Polytetrafluorethylen, dessen Oberflächen, sowohl außen als auch innerhalb ihrer Poren mit einem Metallsalz eines Perfluor-Kationenaustauscherpolymers beschichtet sind, wobei das Komposit als Reiniger von ungewollten Gasbestandteilen wirkt, welche die fälschlichpositiven Signale verursachen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Fig. 1 und 2 sind bei 5000-facher Vergrößerung aufgenommene Fotomikrographien der oberen Oberfläche bzw. eines Querschnitts eines in der Kompositmembran der Erfindung verwendeten Basisfilms aus porösem, expandierten Polytetrafluorethylen.

Die Fig. 3 und 4 sind bei 5000-facher Vergrößerung aufgenommene Fotomikrographien der oberen Oberfläche bzw. eines Querschnitts des Basisfilms aus porösem, expandierten Polytetrafluorethylen, dessen Oberflächen sowohl außen als auch innerhalb ihrer Poren mit einem Metallsalz eines Perfluor-Kationenaustauscherpolymers beschichtet sind, das das erfindungsgemäße Zwischenprodukt bildet.

Die Fig. 5 und 6 sind bei 5000-facher Vergrößerung aufgenommene Fotomikrographien der oberen Oberfläche bzw. eines Querschnitts des Basisfilms aus porösem, expandiertem Polytetrafluorethylen, dessen Oberflächen sowohl außerhalb als auch innerhalb ihrer Poren mit einem Metallsalz eines Perfluor- Kationenaustauscher-Harzes gemäß der Erfindung beschichtet sind.

Genaue Beschreibung der Erfindung und bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen

Es wird eine poröse Kompositmembran zur Verfügung gestellt mit einem Film aus porösem, expandiertem Polytetrafluorethylen, dessen Oberflächen sowohl außen als auch innerhalb ihrer Poren mit einem Metallsalz eines Perfluorkationenaustauscherpolymers beschichtet sind. Zur Verfügung gestellt wird auch das Verfahren zum Vermeiden fälschlich-positiver Auffindung der Anwesenheit organischer Nervengas-Kampfstoffe durch einen zum Auffinden einer solchen Anwesenheit geeigneten Sensor durch Verwendung einer porösen Kompositmembran in dem Sensor, welche einen Film aufweist aus porösem, expandiertem Polytetrafluorethylen, dessen Oberflächen, sowohl außen als auch innerhalb ihrer Poren mit einem Metallsalz eines Perfluor-Kationenaustauscherpolymers beschichtet sind, wobei das Komposit als Reiniger von unerwünschten Gasbestandteilen wirkt, welche die fälschlich-positiven Signale verursachen.

Um die Mängel üblicher Membranen zu heilen, stellt die gegenwärtige Erfindung als einen Reiniger eine poröse, expandierte Polytetrafluorethylen (PTFE) - Membran zur Verfügung, auf deren äußere und innere Oberflächen ein Perfluor-Kationenaustauscherpolymer beschichtet und nachfolgend zur Bildung des Silbersalzes ausgetauscht wird. Poröses, expandiertes Polytetrafluorethylen (PTFE) und das Verfahren zu seiner Herstellung sind im US-Patent 3 953 566 offenbart, das durch Bezugnahme hierin aufgenommen wird. Alternativ kann eine Lösung der Silbersalz- Form des Perfluor-Kationenaustauscherpolymers verwendet werden, um das expandierte PTFE zu imprägnieren und die äußeren und inneren Oberflächen des expandierten PTFE mit der Silbersalz-Form des Polymers direkt zu beschichten. Was geschaffen wird, ist ein dünner, chemisch inerter, mikroporöser Träger mit sehr hoher innerer Oberfläche zur Befestigung und Präsentation der reaktiven Metallionen-Gruppen, bevorzugt Silberionen. Die Dicke und Verwundenheit des als Basis expandierten PTFE kann innerhalb eines gewünschten Bereichs eingestellt werden, um Diffusion des Kampfstoffes bei einer Geschwindigkeit zur Erhaltung guter Empfindlichkeit mit geringer oder ohne Wechselwirkung mit der Matrix zu erlauben. Zusätzlich schafft diese Struktur eine sehr hohe innere Oberfläche und eine relativ hohe Anzahl exponierter aktiver Silberionen pro Membran-Flächeneinheit, die dafür verfügbar sind, mit den wechselwirkenden Gasen für eine längere Dauer zu reagieren und die nutzbare Lebensdauer des Sensors zu verlängern.

Erfindungsgemäß schafft die Erfindung ein längeres Reinigen von wechselwirkenden Gasen und kann die Lebensdauer des Sensors verdoppeln, obwohl pro Flächeneinheit nur die 0,1 bis 0,2-fache Anzahl an Ionenaustauschergruppen vorhanden sind wie in üblichen mikrosphären-beladenen Strukturen. Dies ist ein Ergebnis der Geometrie der Erfindung, wodurch die meisten der aktiven Ionenaustauschergruppen und zugehörigen Metallionen zur Reaktion mit wechselwirkenden Gasen verfügbar sind. Bei der üblichen mikrosphären-beladenen Struktur ist ein großer Anteil der Ionenaustauschergruppen in der Matrix verborgen, und folglich ist die Anzahl und der Anteil an Metallionen pro Membran-Flächeneinheit, die zur Reaktion mit wechselwirkenden Gasen zur Verfügung stehen, beträchtlich niedriger als in der erfindungsgemäßen Membran.

Insbesondere wird eine expandierte PTFE-Membran, deren Mikrostruktur durch Fibrillen verbundene Knoten aufweist (Fig. 1 und 2) als der Träger für die Beschichtung aus aktivem Metall-Ionenaustauscherpolymer verwendet. Die expandierte PTFE-Membran wird mit einem Perfluor-Kationenaustauscherpolymer imprägniert, indem die Struktur mit einer verdünnten Lösung dieses Polymers, zum Beispiel Sulfonsäure- oder Carbonsäure-Polymer in Alkohol oder einem anderen geeigneten Lösemittel, voll benetzt wird. Das Lösemittel wird unter Zurücklassung eines porösen, chemisch stabilen Ionenaustauscher-Substrats mit sehr hoher aktiver Oberfläche (Fig. 3 und 4) in einem Ofen bei 80 ºC bis 120ºC verdampft, wobei die Membran zur Verhinderung von Abmessungsveränderungen befestigt wird.

Die aktiven Kationenaustauscher-Gruppen werden dann von der Proton-Form in die gewünschte Metallionen- Form überführt. Dies wird durchgeführt, indem man zuerst das Perfluor-Kationenaustauscherpolymer/expandiertes PTFE-Substrat mit Wasser benetzt. Das kann erleichtert werden durch Verwendung einer Lösung aus Wasser und Alkohol, in der die Alkoholkonzentration hoch genug ist, um beim Benetzen des Substrats zu helfen, aber nicht so hoch, daß das Perfluor-Kationenaustauscherpolymer wieder gelöst wird. Überschüssige Wasser- oder Alkohol-Lösung wird dekantiert, und es wird eine wässrige Lösung des gewünschten Metallsalzes zu dem Perfluor- Kationenaustauscherpolymer/expandiertes PTFE-Substrat zugeführt. Ein großer stöchiometrischer Überschuß an Metallion wird hinzugefügt, um vollen Austausch auf die Polymermatrix sicherzustellen. Zusätzliche Bedingungen wie Temperatur und pH hängen ab von der Art des hinzugefügten Metallions und dem Typ des verwendeten Kationenaustauscherpolymers. Typischerweise kann der Austausch bei neutralem pH und Raumtemperatur durchgeführt werden. Das Perfluor-Kationenaustauscher expandiertes PTFE- Substrat wird 10 bis 24 Stunden lang mit wässrigem Metallion ausgetauscht.

Nach dem Metallaustausch wird überschüssige Metall- Lösung entfernt, und die Metallion/Perfluor- Kationenaustauscherpolymer/expandierte PTFE-Membran wird mit entionisiertem Wasser gespült. Die Membran wird befestigt, während sie bei Raumtemperatur getrocknet wird (fig. 5 und 6). Um diesen Prozeß zu beschleunigen, kann Vakuum verwendet werden.

Nach dem Trocknen kann diese Membran mit aktivem Metall zu der gewünschten Form geschnitten und in einem Gassensor installiert werden.

Beispiel

Ein Substrat mit einer Membran aus expandiertem PTFE mit den folgenden spezifischen physikalischen Eigenschaften wurde verwendet: Der Luftfluß war zwischen 11,6 und 13,0 Sekunden, gemessen mittels Gurley Densometer ASTM D726-58; die Dicke war zwischen etwa 0,10 mm und 0,11 mm (0,0040 und 0,0045 inches) ; das Schüttgewicht war zwischen 0,20 und 0,25 g/cc; und der Methanol-Blasenpunkt, gemessen gemäß ASTM F316-80, war zwischen etwa 0,78 kg/cm² und etwa 0,84 kg/cm² (11,1 und 12,0 p.s.i.). Eine kleine Probe dieser Membran aus expandiertem PTFE wurde auf einem Rahmen befestigt. Annäherungsweise 10 ml einer 2,0 %igen Lösung von Perfluorsulfonsäurepolymer mit Äquivalentgewicht 920 in Ethylalkohol (wie offenbart in DuPont U.K. 1,286,859) wurden zu dem Substrat aus expandiertem PTFE zugefügt, um die Membran voll zu benetzen. Überschüssige Polymerlösung wurde dekantiert, und die nasse Membran wurde 5 Minuten lang in einem Ofen von 100 ºC bis 105 ºC angeordnet, bis sie vollständig trocken war. Diese Perfluorsulfonsäurepolymer/expandiertes PTFE-Matrix hatte 12,5 Gew.-% Perfluorsulfonsäure-Polymer, der Luftfluß war im Bereich von 9 bis 14 Sekunden, gemessen gemäß ASTM D726-58, die Dicke war zwischen etwa 0,056 mm und 0,061 m (0,0022 und 0,0024 inches), und die Sulfonsäure-Beladung war 0,32 Mikroäquivalente pro cm².

Ein quadratischer Abschnitt von 63,5 mm (2,5 inch) von Perfluorsulfonsäure-Polymer/expandiertes PTFE- Membran wurde in einem Polypropylen-Rahmen angeordnet und mit einer Lösung aus 15 % Isopropylalkohol in entionisiertem Wasser benetzt. Überschüssige Alkohollösung wurde dekantiert und es wurden näherungsweise 10 mil einer 1,0 m Silbernitrat-Lösung hinzugefügt. Die Membran ließ man bei Raumtemperatur über Nacht Silber austauschen. Die silberionenausgetauschte Membran wurde dann mit entionisiertem Wasser gespült und bei Raumtemperatur unter Vakuum getrocknet. Die getrocknete Membran wurde geschnitten, um zwei 25,4 mm x 50,8 mm (1 x 2 inch) Proben zu ergeben, die in Gassensoren angeordnet wurden.

Die Wechselwirkungsgas-Reinigermembran wurde auf aktive Lebensdauer getestet, indem man sie mit einer Standard-Blausäure-Atmosphäre forderte. Die Membran wurde in einem Gassensor installiert und in einem großen Standardatmosphären-Raum (0,0566 m³) (2 cu. ft.) angeordnet, durch den 10 ppm HCN mit 8 Litern pro Minute gepumpt wurden. Die Reinigungsfähigkeit der Membran wurde periodisch bestimmt, indem man den Sensor aus der HCN-Atmosphäre entfernte, den Sensor in sauberer Luft 2 Minuten lang einschaltete, den Sensor in die 10 ppm HCN Standardatmosphäre brachte und weitere 2 Minuten aufspürte, dann weitere 2 Minuten in sauberer Luft aufspürte. Eine positive Antwort des Sensors zeigt an, daß die Reinigungsfähigkeit der Membran erschöpft worden ist.

Die Membran wurde auf Lebensdauer-Wirksamkeit gegen 10 ppm HCN bewertet zusammen mit einer Kontrollprobe, die eine übliche Membran repräsentierte (Gelman SA6404, ausgetauscht mit Silberion). Drei Proben der Kontrolle wurden getestet. Nach 30 Tagen Exponierung hatte eine übliche Probe versagt. Nach 48 Tagen hatten die verbleibenden zwei üblichen Proben versagt. Zum Vergleich wurden vier Proben des obigen Beispiels gemäß der Erfindung getestet. Alle vier funktionierten nach 55 Tagen Exponierung. Drei der vier versagten nach 63 Tagen Exponierung. Die vierte versagte nach 70 Tagen Exponierung.

Die Kontrollprobe hatte zwischen 2,5 und 6,0 Mikroäquivalenten/cm² theoretisch aktive Stellen, während die expandiertes PTFE/Perfluorsulfonsäurepolymer/Silberion-Membran aus dem Beispiel nur 0,32 Mikroäquivalente/cm² theoretisch aktive Stellen hatte. Trotzdem zeigte die Membran des Beispiels zwischen 31 % und 110 -% Anwachsen der Lebensdauer mit weniger als einem Achtel der theoretischen Äquivalente der Kontrollprobe.

Die Bestandteile gemäß der Erfindung können in den begleitenden Zeichnungen gesehen werden, in denen die Figuren 1 und 2 bei 5000-facher Vergrößerung aufgenommene Fotomikrographien der oberen Oberfläche bzw. eines Querschnitts eines in der Kompositmembran der Erfindung verwendeten Basisfilms aus porösem, expandiertem Polytetrafluorethylen sind. In diesen Figuren hat die Basismembran aus porösem, expandiertem Polytetrafluorethylen 10 eine Mikrostruktur mit durch viele feine Fibrillen 14 verbundenen Knoten 12.

Die Fig. 3 und 4 sind bei 5000-facher Vergrößerung aufgenommene Fotomikrographien der oberen Oberfläche bzw. eines Querschnitts des Basisfilms aus porösem, expandiertem Polytetrafluorethylen, dessen Oberflächen sowohl außen als auch innerhalb ihrer Poren mit einem Perfluor-Kationenaustauscherpolymer beschichtet sind, das das erfindungsgemäße Zwischenprodukt bildet. Die Membran 20 hat Knoten 22 und Fibrillen 24, die mit einem Perfluorkationenaustauscherpolymer beschichtet sind.

Die Fig. 5 und 6 sind bei 5000-facher Vergrößerung aufgenommene Fotomikrographien der oberen Oberfläche bzw. eines Querschnitts des Basisfilms aus porösem, expandiertem Polytetrafluorethylen, dessen Oberfläche sowohl außen als auch innerhalb ihrer Poren mit einem Metallsalz eines Perfluor-Kationenaustauscherharzes gemäß der Erfindung beschichtet sind. Die Membran 30 hat Knoten 32 und Fibrillen 34, die mit einem Metallsalz eines Perfluor-Kationenaustauscherpolymers beschichtet sind. In diesen Fotomikrographien ist die Beschichtung das Silbersalz von Perfluorsulfonsäurepolymer.

Während die Erfindung hierin in Verbindung mit bestimmten Ausführungsformen und detaillierten Beschreibungen offenbart wurde, wird es dem Fachmann klar sein, daß Modifikationen oder Variationen solcher Details durchgeführt werden können, ohne vom Kern dieser Erfindung abzuweichen, und solche Modifikationen und Variationen werden als innerhalb des Bereiches der nachfolgenden Ansprüche liegend betrachtet.


Anspruch[de]

1. Eine poröse Kompositmembran mit einem Film aus porösem, expandiertem Polytetrafluorethylen, dessen Oberflächen sowohl außen als auch innerhalb ihrer Poren mit einem Metallsalz eines Perfluor-Kationenaustauscherpolymers beschichtet sind.

2. Die Kompositmembran nach Anspruch 1, bei der das Perfluor-Kationenaustauscherpolymer ein Perfluorsulfonsäurepolymer ist.

3. Die Kompositmembran nach Anspruch 1, bei der das Perfluor-Kationenaustauscherpolymer ein Perfluorcarbonsäure-Polymer ist.

4. Die Kompositmembran nach Anspruch 1, bei der das Metallsalz ein Salz eines Metalls aus der Gruppe I B des Periodensystems der Elemente ist.

5. Die Kompositmembran nach Anspruch 1, bei der das Metallsalz ein Silbersalz ist.

6. Die Kompositmembran nach Anspruch 1, bei der das Metallsalz ein Salz eines mehrwertigen Metalls ist.

7. Die Kompositmembran nach Anspruch 1, bei der das Perfluor-Kationenaustauscherpolymer ein Äquivalentgewicht von weniger als 1000 besitzt.

8. Die Kompositmembran nach Anspruch 1, bei der der Film aus porösem, expandiertem Polytetrafluorethylen eine Dicke zwischen etwa 0,025 mm und etwa 0,15 mm (etwa 1 mil und etwa 6 mils), einen gemäß ASTM F316-80 gemessenen Methanol-Blasenpunkt zwischen etwa 0,048 MPa und etwa 0,18 MPa (etwa 7 und etwa 26 p.s.i.), einen mittels Gurley Densometer gemäß ASTM D726-58 gemessenen Luftfluß zwischen etwa 3,5 Sek. und etwa 50 Sek. und eine 60% überschreitende Porosität besitzt.

9. Die Kompositmembran nach Anspruch 1, bei der der Gewichtsanteil des Perfluor-Kationenaustauscherpolymers 0,08 überschreitet, bezogen auf das Gesamtgewicht des Komposits.

10. Das Komposit nach Anspruch 1, bei dem der Luftfluß des Komposits, gemessen mittels Gurley Densometer gemäß ASTM D726-58, größer als 10 Sek. ist, und die Dicke des Komposits zwischen etwa 0,025 mm (1 mil) und etwa 0,127 mm (5 mils) ist.

11. Das Komposit nach Anspruch 10, bei dem der Luftfluß zwischen 12 Sek. und 22 Sek., die Dicke der Kompositmembran zwischen etwa 0,043 mm (1,7 mils) und etwa 0,076 mm (3 mils) ist, und der Gewichtsanteil des Perfluor-Kationenaustauscherpolymers 0,12 überschreitet, bezogen auf das Gesamtgewicht des Komposits.

12. Verfahren zum Vermeiden fälschlich-positiver Auffindung der Anwesenheit organischer Nervengasmittel durch einen zum Auffinden dieser Anwesenheit geeigneten Sensor durch Verwendung einer porösen Kompositmembran in dem Sensor, welche einen Film aufweist aus porösem, expandiertem Polytetrafluorethylen dessen Oberflächen, sowohl außen als auch innerhalb ihrer Poren mit einem Metallsalz eines Perfluor-Kationenaustauscherpolymers beschichtet sind, wobei das Komposit als Reiniger von ungewollten Gasbestandteilen wirkt, welche die fälschlich-positiven Signale verursachen.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com