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Dokumentenidentifikation DE3051155C2 19.05.1993
Titel Baugerüst mit zwei seitlichen Leitern
Anmelder Plettac GmbH, 5970 Plettenberg, DE
Vertreter Köhne, F., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 5000 Köln
DE-Anmeldedatum 14.04.1980
DE-Aktenzeichen 3051155
File number of basic patent 30142122
Offenlegungstag 15.10.1981
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.05.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1993
IPC-Hauptklasse E04G 1/30
IPC-Nebenklasse E04G 1/14   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Baugerüst mit zwei Leitern, mit einem oder mehreren mit Abstand übereinander angeordneten und an den Leitern mittels Befestigungsmittel befestigten Rahmen mit Belagtafeln und mit Verstrebungen und Rückenlehnen, wobei die Leitern etagenweise in Leiterabschnitte unterteilt und die Leiterabschnitte aufeinandersteckbar sind.

Ein Baugerüst der vorgenannten Art ist aus dem Prospekt der Firma Wagner "Stahlgerüste", 1966, bekannt, welches wegen der Unterteilung der Leitern in Leiterabschnitte den Vorteil mit sich bringt, daß die Baugerüstteile etagenweise leicht zu einem Baugerüst aufgebaut werden können.

Desweiteren ist aus dem DE-GM 76 37 917 eine Gerüstbohle mit metallischem Tragrahmen bekannt, wobei der Rahmen im wesentlichen aus einem Metallrechteckhohlprofil besteht und eine Zwischenwand aufweist. Das Metallrechteckhohlprofil erstreckt sich jedoch in waagerechter Richtung unterhalb der darauf befestigten Gerüstbohle, so daß das Profil durch die Zwischenwand in zwei horizontal nebeneinander liegende Profilteile aufgeteilt ist. Außerdem besitzt der Tragrahmen auf der einen Seite am oberen Rand einen Anschlag, der den benachbarten Rand der Belagtafel vor mechanischen Beschädigungen beschützen soll, während auf der anderen Seite ein winkelförmiger Ansatz vorhanden ist, der die Belagtafel teilweise umgreift.

Ferner ist aus dem DE-GM 17 50 978 ein mehreckiges Rohrgerüst bekannt, welches aus rahmenartigen Wandteilen zusammensetzbar ist, die von miteinander verschweißten Rohren oder Stäben gebildet sind. An den unteren Enden der Stiele der Wandteile sind bogenförmige Zapfen vorgesehen. Die Enden der Riegel der Wandteile weisen entsprechend gestaltete Krümmer auf, in die die Zapfen eingeführt werden können, so daß das Rohrgerüst mittels der Zapfen verriegelt und gegen Zugbeanspruchung gesichert ist. Zwischen den Riegeln der Wandteile können Streben vorgesehen sein, die senkrecht oder diagonal verlaufen. Die Verbindung erfolgt durch Verschweißen dieser Teile. In dem offenbarten Ausführungsbeispiel sind zwischen je zwei Riegeln je zwei Streben befestigt, und zwar in Punkten, die sich in jeweils einem Drittel der Länge der Riegel befinden.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein Baugerüst zu schaffen, welches unter Beibehaltung eines einfachen Aufbaus aus Einzelteilen und mit geringem Bauaufwand eine wesentliche Verstärkung und Stabilität mit sich bringt.

Ausgehend von dem zu Anfang angegebenen Baugerüst wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß daß je zwei benachbarte Leitersprossen der Leitern in ihrem mittleren Bereich mittels eingeschweißtem Flachmetall miteinander verbunden sind, daß die Rahmen aus Metallrechteckhohlprofilen gebildet sind, deren Hauptachse senkrecht zur Rahmenebene verläuft und die im mittleren Bereich mit einer horizontalen Versteifungszwischenwand versehen sind, daß die Befestigungsmittel im Bereich zwischen der Oberkante und der Versteifungszwischenwand des Metallrechteckhohlprofils vorgesehen sind, daß das Metallrechteckhohlprofil entlang der oberen Außenkante mit einer Schutzleiste versehen ist, welche die Ränder des fabrikmäßig eingelegten und befestigten Belages abdeckt, daß die Oberseite des Rahmens in dessen Ecken und die Versteifungszwischenwand vertikal übereinanderliegende Bohrungen aufweisen und daß in die Bohrungen Steckbolzen geschoben sind, die an der Unterseite von Quer- oder Längsbordbrettern befestigt sind.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung im Schema dargestellt, und zwar zeigt

Fig. 1 eine axonometrische Ansicht eines mehretagigen Fahrgerüstes,

Fig. 2 eine Vorderansicht eines Leiterabschnitts,

Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Rahmen mit Belagtafel gemäß Schnittlinie III-III in Fig. 8,

Fig. 4 eine Einzelheit aus Fig. 8 gemäß Ausschnittslinie IV in Fig. 8, in vergrößertem Maßstab,

Fig. 5 eine Vorderansicht auf ein Querbordbrett,

Fig. 6 eine Draufsicht zu Fig. 5,

Fig. 7 eine Seitenansicht zu Fig. 5,

Fig. 8 eine Draufsicht auf einen Rahmen mit Belagtafel,

Fig. 9 einen Längsschnitt durch den Rahmen und die Belagtafel gemäß Schnittlinie IX-IX in Fig. 8 und

Fig. 10 eine axonometrische Ansicht eines anderen Baugerüstes mit Fahrwerk und mehreren nebeneinanderstehenden Leitern und dazwischen angeordneten Verbreiterungselementen.

Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Baugerüstes, welches zwei einander mit Abstand gegenüberstehende Leitern 1 und 2 aufweist. Diese Leitern 1, 2 sind mindestens etagenweise in Leiterabschnitte 1a, 1b, 1c bzw. 2a, 2b, 2c unterteilt, so daß sie ein handliches Format haben und leicht von einer Bedienungsperson transportiert und aufgestellt werden können. Ein solcher Leiterabschnitt ist in Fig. 2 in Vorderansicht dargestellt. Der Leiterabschnitt besteht aus zwei vertikalen seitlichen Holmen 3, 4. Die Verbindungsmittel für die einzelnen übereinandergesetzten Leiterabschnitte bestehen einmal aus Rohrstutzen 5, 6, die am oberen Ende der Holme 3, 4 in diese eingepreßt oder auch durch Schweißen oder zusätzliches Schweißen verbunden sind. Diese Rohrstutzen 5, 6 haben einen kleineren Durchmesser als die rohrförmigen Holme 3, 4 der Leiterabschnitte, so daß diese in das untere Ende des sich oben anschließenden Leiterabschnitts 1b eingeschoben werden können. Auf diese Weise ergibt sich eine einfache Handhabung der Steckverbindung. Der Leiterabschnitt besitzt ferner Leitersprossen 7, 8, die zweckmäßigerweise wie alle übrigen Bauteile des Baugerüstes entweder aus Stahl oder Leichtmetall bestehen können. Die Leitersprossen 7, 8 sind paarweise im mittleren Bereich mittels eingeschweißten Flachmetalls 9 miteinander verbunden. Auf diese Weise ergibt sich eine wesentliche Materialeinsparung gegenüber herkömmlichen Leitern, ferner eine Fertigungskosteneinsparung, und ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht darin, daß die gemeinsame Tragfähigkeit von zwei Sprossen 7, 8 ausgenutzt werden kann, wenn beispielsweise auf die obere Sprosse 8 ein nachfolgend erläuterter Rahmen 27 mit Belagtafel 10, 11 aufgesetzt wird. Insbesondere bei großen Leiterbreiten ist es auch zweckmäßig, sämtliche Leitersprossen 7, 8 untereinander durch eingeschweißtes Flachmetall miteinander zu verbinden. Dadurch wird die gesamte Tragfähigkeit der Sprossen 7, 8 noch besser ausgenutzt.

Das Baugerüst gemäß Fig. 1 besitzt weiterhin Rahmen 27 mit Belagtafeln 10 und 11, die etagenweise mit Abstand übereinander an den Sprossen 7, 8 der Leitern 1, 2 durch nachfolgend beschriebene Klauen (Fig. 8 und 9) befestigt sind. Die Belagtafeln 10, 11 können mit Durchstiegsluken 12 und Klappen 13 versehen sein. Das Baugerüst besitzt ferner Diagonalstreben 14 zur Verbindung zwischen den Leitern 1, 2. Die Verbindung dieser Diagonalstreben 14 mit den Sprossen 7, 8 der Leitern 1, 2 erfolgt ebenfalls mittels Klauen. Weitere Verstärkungsstreben 15 können am Fuß des Baugerüstes, ebenfalls diagonal zueinander, vorgesehen sein. Die Befestigung erfolgt auch hier mit Hilfe von Schnellverschlüssen.

Die Fig. 3, 4 und 8, 9 veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel eines Rahmens 27 mit einer Belagtafel. Der Rahmen 27 besteht aus einem besonderen Metallrechteckhohlprofil 28, welches entlang der oberen Außenkante mit einer Schutzleiste 29 versehen ist. Diese Schutzleiste 29 deckt die Ränder des in den Rahmen 27 eingelegten Belages 30 ab. Der Belag 30 kann aus Sperrholzplatten oder vorteilhafterweise aus Leichtmetall-Warzenblechen bestehen. Die Befestigung des Belages 30 erfolgt im Herstellerwerk, und zwar zweckmäßigerweise mit Hilfe von selbstschneidenden Schrauben. Die Außenkante 29 dient vor allem als Schutz gegen Verletzungen und gleichzeitig als Kantenschutz für den eingelegten Belag 30. Zweckmäßigerweise sind die Metallrechteckhohlprofile 28 des Rahmens 27 mit einer Versteifungszwischenwand 31 versehen, die zur Aussteifung für den Klauenanschluß dienen. Demgemäß sind die Klauen 22 an den beiden Stirnseiten 32, 33 des Rahmens 27 im Bereich zwischen Oberkante und Zwischenkante des Metallrechteckhohlprofils 28 angeschweißt. Jede Stirnseite 32, 33 des Rahmens 27 besitzt zwei Klauen 22, wobei zwei diagonal gegenüberliegende Klauen 22 mit Zwangsfallbügeln 23 ausgestattet sind, während die beiden anderen diagonal gegenüberliegenden Klauen 22 keinen Zwangsfallbügel zu besitzen brauchen. Der Rahmen 27 kann noch mit Querversteifungsprofilen versehen sein. Außerdem sind in den Ecken des Rahmens 27 Bohrungen 35 vorgesehen, und zwar einmal an der Oberseite des Rahmens 27 und durchgehend bis zur Zwischenwand 31, wobei diese beiden Bohrungen 35 vertikal übereinanderliegen. Die Bohrungen 35 dienen zum Einschieben von Steckbolzen 36, die ihrerseits an der Unterseite von Quer- oder Längsbordbrettern 37 befestigt sind. Diese Steckbolzen 36 sind in den Fig. 5 bis 7 ersichtlich.

Die Fig. 5 bis 7 zeigen ein Querbordbrett 37, welches an der Unterseite mit den beschriebenen Steckbolzen 36 versehen ist. Außerdem sind im Bereich der Enden, und zwar auf der Außenfläche, U-Profile 38 vorgesehen, die sich auf den Innenseiten der Holme 3, 4 der Leitern 1, 2 anlegen und diese teilweise umgreifen.

Fig. 10 veranschaulicht schließlich noch ein Baugerüst, bei welchem zwecks Verbindung und Aussteifung zweier mit Abstand nebeneinander liegender Leitern 73 und 74, die entsprechend Fig. 1 aufgebaut sind, rahmenartige Verbreiterungselemente 75 und 76 eingesetzt sind. Die Befestigung erfolgt vorteilhafterweise mit einem Schnellverschluß, z. B. in Form eines Schlosses mit Bügel. Die Verbreiterungselemente 75, 76 können wahlweise als Rückengeländer, wie bei der Anordnung des Verbreiterungselements 75, oder als Belagtafelauflage, wie bei der Anordnung des Verbreiterungselements 76 dienen.


Anspruch[de]
  1. 1. Baugerüst mit zwei Leitern, mit einem oder mehreren mit Abstand übereinander angeordneten und an den Leitern mittels Befestigungsmittel befestigten Rahmen mit Belagtafeln und mit Verstrebungen und Rückenlehnen, wobei die Leitern etagenweise in Leiterabschnitte unterteilt und die Leiterabschnitte aufeinandersteckbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß je zwei benachbarte Leitersprossen (7, 8) der Leitern (1, 2) in ihrem mittleren Bereich mittels eingeschweißten Flachmetalls (9) miteinander verbunden sind, daß die Rahmen (27) aus Metallrechteckhohlprofilen (28) gebildet ist, deren Hauptachsen senkrecht zur Rahmenebene verläuft und die im mittleren Bereich mit einer horizontalen Versteifungszwischenwand (31) versehen sind, daß die Befestigungsmittel (22, 23) im Bereich zwischen der Oberkante und der Versteifungszwischenwand (31) des Metallrechteckhohlprofils (28) vorgesehen sind, daß das Metallrechteckhohlprofil (28) entlang der oberen Außenkante mit einer Schutzleiste (29) versehen ist, welche die Ränder des fabrikmäßig eingelegten und befestigten Belages (30) abdeckt, daß die Oberseite des Rahmens (27) in dessen Ecken und die Versteifungszwischenwand (31) vertikal übereinanderliegende Bohrungen (35) aufweisen und daß in die Bohrungen (35) Steckbolzen (36) eingeschoben sind, die an der Unterseite von Quer- oder Längsbordbrettern (37) befestigt sind.
  2. 2. Baugerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Enden und Außenflächen der Quer- und/oder Längsbordbretter (37) U-Profile (38) vorgesehen sind, die sich auf den Innenseiten der vertikalen Holme der Leitern (1, 2) anlegen und diese teilweise umgreifen.
  3. 3. Baugerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Verbindung und Aussteifung zweier mit Abstand nebeneinander stehender Leitern (73, 74) rahmenartige Verbreiterungselemente (75, 76) mittels Doppelbügeln (22) und Zwangsfallbügeln (23) eingesetzt sind, derart, daß sie wahlweise als Rückengeländer (75) oder als Belagtafelauflage (76) dienen.






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