PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3126188C2 19.05.1993
Titel Überlastschutzeinrichtung für Verstellpropeller
Anmelder J.M. Voith GmbH, 7920 Heidenheim, DE
Erfinder Groß, Harald, 7921 Herbrechtingen, DE
DE-Anmeldedatum 03.07.1981
DE-Aktenzeichen 3126188
Offenlegungstag 20.01.1983
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.05.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1993
IPC-Hauptklasse B63H 3/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Überlastschutzeinrichtung für Verstellpropeller entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Eine solche Schutzeinrichtung ist bekanntgeworden durch die GB-PS 10 41 144. Bei dieser bekannten Einrichtung erfolgt die Ansteuerung bzw. die Einwirkung auf den Rückführhebel im wesentlichen über hydraulisch arbeitende Elemente. Dadurch, daß bei dieser Einrichtung der zweiarmige Winkelhebel die Gleitführung aufweist und der Sollwert-Verstellung zugeordnet ist, ergibt sich eine relativ schlecht handhabbare Hebelanordnung, die insbesondere dazu führt, daß das Servo-Steuerschieberelement nicht mehr an dem eigentlichen Servomotor unmittelbar und mit geringem Abstand befestigt sein kann. Dies ist für die praktische Ausführung der Hebelanordnung äußerst ungünstig.

Es wird dort eine Hebelanordnung benutzt, bei der ein Verstellhebel für die Sollwert-Verstellung eine Gleitführung aufweist, in welcher ein Gleitschuh eines mit diesem ersten Hebel verbundenen weiteren zweiarmigen Hebels eingreift.

Der bekannten Einrichtung gegenüber ist es die Aufgabe der Erfindung, eine Hebelanordnung vorzusehen, die relativ unkompliziert ist und dementsprechend in günstiger Weise an der vorhandenen Servomotor-Einheit angebracht werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Damit ist es möglich, mit einer einzigen Zusatzstelleinrichtung beide Fahrtrichtungen oder auch Steuerrichtungen (Backbord bzw. Steuerbord) zu beeinflussen. Wichtig für die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung ist es, daß die Länge der Hebelarme einerseits vom zweiarmigen Hebel und andererseits vom weiteren an diesem Arm angreifenden Hebel in etwa gleich ist, ja daß insbesondere der entsprechende Arm des zweiarmigen Hebels kürzer als der Arm des an ihm angreifenden weiteren Hebels ist.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert.

Dabei zeigt:

Fig. 1a und 1b schematisch die Einrichtung mit einem geraden zweiarmigen Hebel,

Fig. 2 die Einrichtung mit einem ebensolchen Hebel, bei der aber der Anlenkpunkt des Rückführhebels vor einer durch den Drehpunkt des zweiarmigen Hebels parallel zur Bewegungsrichtung der Stellstange des Servomotors gelegten Ebene liegt.

Die Figuren stellen die Erfindung nur in ihren Grundzügen dar und beschränken sich auf die von der Erfindung erfaßten wesentlichen Teile. Die Zusatzstelleinrichtung für die Steigungsreduzierung und übrige Regeleinrichtung zur Erzeugung der Stellsignale sind der Einfachheit halber weggelassen und entsprechen dem üblichen Stand der Technik.

In den Figuren ist jeweils mit 5 der Rückführhebel bezeichnet, der über eine Anlenkstange 18 mit der Kolbenstange 19 des Steuerelementes 3 des Servomotors 2 verbunden ist. Der Rückführhebel 5, an dessen Ende 11 das Steigungsstellsignal 20 angreift, ist bei 21 an den zweiarmigen Hebel 6 angelenkt, der im Ausführungsbeispiel etwa in der Mittelachse der Stellstange 1 des Servomotors 2 drehbar gelagert ist. Diese Stellstange 1 dient zur Steigungsverstellung und bewirkt z. B. bei Zykloidalpropellern über hier nicht dargestellte Stellarme die gleichmäßige Steigungsverstellung aller Propellerflügel. Dabei wird z. B. die Vorwärtsfahrt durch eine Verschiebung der Stellstange 1 in der Zeichenebene nach oben (siehe Fig. 1b) und für Rückwärtsfahrt in der Zeichenebene nach unten bewirkt.

Der zweiarmige Hebel 6 weist dabei an seinem Arm, an dem der Rückführhebel 5 nicht angelenkt ist, eine Gleitführung 15 auf, in der ein Gleitschuh 16 gleitend geführt ist. Er wird festgehalten durch das Ende des Armes eines weiteren Hebels 7, der bei 10 im allgemeinen ortsfest gelagert ist. An seinem anderen Arm greift bei 12 die Zusatzeinrichtung mit ihrem Oberlastsignal an. Durch Verdrehung des Hebels 7 durch die Oberlast-Stelleinrichtung wird der zweiarmige Hebel 6 verschwenkt, und zwar in dem Sinne, daß er der Rückführung einen größeren Hub der Stellstange 1, als üblich vorhanden, vortäuscht. Es wird also im Überlastbereich die Wirkung des Stellsignals für die Propellerflügel vermindert.

Man erkennt aus der Darstellung, daß von den beiden aneinander angelenkten Armen des zweiarmigen Hebels 6 und des anderen Hebels 7 derjenige des anderen Hebels 7 länger ist. Ferner bildet dessen Mittelachse mit der des zweiarmigen Hebels 6 einen etwas kleineren als einen rechten Winkel. Dadurch wird ein Einwirken der Schutzeinrichtung gegen Oberlast in beiden Verstellrichtungen, d. h. z. B. für Vor- und Rückwärtsfahrt, in gleicher Weise möglich und zwar mit einer einzigen Zusatzstelleinrichtung für den Oberlastschutz. Das gleiche gilt in bezug auf die Fig. 2, nur ist hier im Unterschied zu Fig. 1, wie schon angedeutet, der Rückführhebel 5 an der Seite am zweiarmigen Hebel angelenkt, auf der sich das Steuerelement 3 des Servomotors 2 befindet. Dies hat aber für die Wirkungsweise praktisch keinerlei Bedeutung. (Die Schenkel des Winkelhebels 7 schließen vorzugsweise einen Winkel zwischen 70 und 80° ein, um eine möglichst gute Linearität der Signalbeeinflussung für beide Steuerrichtungen zu haben.)

Es ist noch anzumerken, daß strichpunktiert die Stellungen der Einrichtungen jeweils in den Figuren angedeutet sind, welche die Einrichtungen aus der jeweils in ausgezogenen Linien dargestellten Nullstellung verfahren zeigen.


Anspruch[de]
  1. 1. Überlastschutzeinrichtung für Verstellpropeller, insbesondere Zykloidalpropeller, mit einem hydraulischen Servomotor für die Ansteuerung der Propeller und mit mechanischer Rückführung durch einen Rückführhebel durch Verstellung des Rückführhebels über einen Zwischenhebel, wobei der Rückführhebel (5) über den Zwischenhebel (6), der zweiarmig ausgebildet ist, an der Stellstange (1) des Servomotors (2) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenhebel (6) von einer Zusatz- Stelleinrichtung für Überlast über einen weiteren zweiarmigen Hebel angesteuert wird und an seinem zwischen seinen beiden Armen befindlichen Drehpunkt (9) an der Stellstange (1) gelagert ist, daß der zweiarmige Hebel (6) an seinem nicht an den Rückführhebel (5) angelenkten Arm eine Gleitführung (15) aufweist, in der ein Gleitschuh (16) geführt ist, an dem der weitere zweiarmige Hebel (7) angelenkt ist, an dem die Zusatz- Stelleinrichtung angreift und dessen Drehpunkt (10) in der Nullstellung erheblich aus der Längsachse des Armes des zweiarmigen Hebels (6), an den er angelenkt ist, versetzt ist, daß zumindest der mit der Gleitführung (15) versehene Arm des zweiarmigen Hebels (6) im wesentlich quer zur Bewegungsrichtung der Stellstange (1) liegt und daß der weitere Hebel (7) ein Winkelhebel ist.
  2. 2. Überlastschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweiarmige Hebel (6) im wesentlichen gerade ausgebildet ist und der Rückführhebel (5) von dem Steuerelement (3) des Stellmotors (2) aus gesehen jenseits einer durch den Lagerpunkt des zweiarmigen Hebels (6) parallel zur Bewegungsrichtung der Stellstange angeordneten Ebene am zweiarmigen Hebel (6) angelenkt ist.
  3. 3. Überlastschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweiarmige Hebel (6) mit seiner Mittelachse genau senkrecht zur Bewegungsrichtung der Stellstange (1) liegt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com