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Dokumentenidentifikation DE3130509C2 19.05.1993
Titel Löschvorrichtung für Schüttgut
Anmelder Kone Oy, Helsinki, FI
Erfinder Olsoni, Yrjö;
Välimäki, Pentti, Dipl.-Ing., Hyvinkää, FI
Vertreter Döring, R., Dr.-Ing., 3300 Braunschweig; Fricke, J., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 01.08.1981
DE-Aktenzeichen 3130509
Offenlegungstag 05.08.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.05.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1993
IPC-Hauptklasse B65G 21/14
IPC-Nebenklasse B65G 17/12   B65G 67/60   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Löschvorrichtung für Schüttgut mit einem von einer tragenden Konstruktion gehaltenen Vertikalausleger, an dessen unterem Ende ein Tragbügel über ein Gelenk befestigt ist, der seinerseits einen Gutaufnahme- und -abtrennkopf trägt, der das Schüttgut abtrennt und aufnimmt und zu einem Bandelevator zum Weitertransport befördert, wobei zwischen dem Gelenk und dem Kopf ein horizontaler Abstand vorgesehen ist.

Derartige kontinuierlich arbeitende Löschvorrichtungen dienen insbesondere zur Entladung von Schiffen. Ein genereller Nachteil ist ihre starre Bauweise, die vertikale Bewegungen behindert, die sich aus dem Seegang oder auch aus Bedienungsfehlern ergeben. Bei diesen vertikalen Bewegungen wirken dann aufwärtsgerichtete Schläge gegen den Gutaufnahme- und -abtrennkopf.

Die von einem solchen Schlag verursachte Kraft kann die Tragkonstruktion der Löschvorrichtung oder beispielsweise die Befestigungs- und Schwenkkonstruktionen des Vertikalauslegers beschädigen. Sie ist auch für die Bedienungsperson unangenehm, die oft und insbesondere sehr nahe bei dem Gutaufnahme- und Abtrennteil der Löschvorrichtung ihren Sitzplatz hat.

Aus der DE-OS 27 42 499 ist eine Löschvorrichtung für Schüttgut bekannt, bei der von einem Kranportal Ausleger über einen Schiffsrumpf bringbar sind, die einen vertikalverlaufenden Eimerelevator tragen. Dieser Eimerelevator ist über ein Aufnahmegerät, das Schaufelräder besitzt, mit dem Schüttgut füllbar. Zur verbesserten Erreichbarkeit auch ungünstiger Teile des Laderaums ist der untere Abschnitt des Eimerelevators gelenkig mit dem Hauptträger verbunden und über eine Kolben- Zylindereinrichtung schwenkbar, so daß er unter das Schiffsdeck mitsamt dem Aufnahmegerät geschwenkt werden kann. In bevorzugten Ausführungsformen ist das Aufnahmegerät gesondert wegschwenkbar. Tragbügel sind keine vorgesehen und auch eine Entladung bei Seegang ist nicht möglich.

Auch bei einer aus der DE-AS 21 43 133 bekannten Löschvorrichtung ist ein elastisches Abfedern verhindert.

Andere Konstruktionen, wie sie beispielsweise aus der EP 00 07 892 A1 oder aus der DE-OS 27 58 699 bekannt sind, sind entweder von der Bauform her seitlich sehr ausladend und daher in ihrem Anwendungsfall eingeschränkt oder ebenfalls bei Seegang nicht einsetzbar.

In einer Ausführungsform gemäß der DE-AS 25 28 483 hat man daher zu sehr aufwendigen Maßnahmen gegriffen und biegsame Leitungen zwischen einem im Schiffsinneren befindlichen Raupenfahrzeug und einer im wesentlichen stationären Förderanlage vorgesehen. Vollständig getrennt arbeitende Raupenfahrzeuge sind platzmäßig häufig nicht verwirklichbar und darüber hinaus schon aus Kostengründen in vielen Fällen gänzlich ausgeschlossen.

Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine gattungsgemäße Löschvorrichtung für Schüttgut vorzuschlagen, die auch bei Seegang verwendbar ist.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Tragbügel als doppelarmiger Hebel ausgebildet ist und der Gutaufnahme- und -abtrennkopf mit seinem Eigengewicht am längeren Hebelarm des Tragbügels befestigt ist, und daß der kürzere Hebelarm auf der anderen Seite des Gelenkes an dem Vertikalausleger anliegt, um die Lage des Gutaufnahme- und -abtrennkopfes zu stützen.

Bei einer derartigen Konstruktion ist die Schwenkbewegung des Gutaufnahmekopfes infolge seines Eigengewichtes nach unten begrenzt.

Darüber hinaus ist die Löschvorrichtung einfach zu befestigen,sie läßt die aus dem Schaukeln des Schiffes bei Seegang sich ergebenden vertikalen Bewegungen zu und fängt sie ab.

Ein weiterer Vorteil ist die einfache Bauweise.

Im folgenden wird die erfindungsgemäße Vorrichtung anhand eines Ausführungsbeispiels mittels der Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 die Löschvorrichtung in der Seitenansicht, wobei die tragenden Konstruktionen auf dem Kai in der Figur nicht sichtbar sind und

Fig. 2 den Gutaufnahme- und -abtrennkopf der Löschvorrichtung in der Draufsicht und das Vertikalrohr im Schnitt.

Zu den tragenden Konstruktionen der Löschvorrichtung, die in den Figuren nicht sichtbar sind, gehört z. B. ein auf dem Kai beweglicher Portalteil, an dem verschiedene den Vertikalausleger 2 tragende und bewegende Glieder befestigt sind. Die letztgenannten werden in dieser Beschreibung gemeinsam als tragende Konstruktionen bezeichnet, und sie sind unter der Bezugsziffer 1 in der Zeichnung angedeutet. Der Vertikalausleger 2 rotiert um seine vertikale Rotationsachse 9. Der Vertikalausleger 2 ist hohl, also rohrförmig, und nimmt in seinem Inneren einen endlos umlaufenden Bandelevator 7 auf, der das zu löschende Schüttgut vom Gutaufnahme- und -abtrennkopf 3 herauf zum Weitertransport zu Bestimmungsorten auf dem Kai fördert. Am unteren Ende des Vertikalauslegers 2 ist der Gutaufnahme- und -abtrennkopf 3 aufgehängt, der in der Hauptsache aus einem Löffelrad 10 und dem unteren Ende 11 des Bandelevators 7 besteht, welches in nahezu waagerechtem Lauf abgewinkelt ist. Der Bandelevator 7 läuft an seinem unteren Ende über die Umlenktrommel 12. Zur Aufhängung des Gutaufnahme- und -abtrennkopfes 3 ist ein biegesteifer Tragbügel L1 vorgesehen, der am unteren Ende des Vertikalauslegers 2 über ein Gelenk 8angehängt ist. Der Tragbügel 4 ist als doppelarmiger Hebel ausgebildet. Der längere Hebelarm 5 ist gegabelt und erstreckt sich beiderseitig des Gutaufnahme- und -abtrennkopfes 3, wobei an dem einen Gabelteil des Hebelarmes 5 die Umlenktrommel 12 und am anderen Ende das Löffelrad 10 befestigt sind. Außerdem gehört zu dem Tragbügel 4 der kürzere Hebelarm 6, der sich an dem Vertikalausleger 2 abstützt, da der Gutaufnahme- und -abtrennkopf 3 mit seinem Eigengewicht den längeren Hebelarm 5 abwärts drückt. Durch die Längenverhältnisse und gegenseitige Lage der Hebelarme kann man die Stellung des Gutaufnahme- und -abtrennkopfes 3 im Verhältnis zum Vertikalausleger 2 verändern. Wenn ein Schlag gegen den unteren Teil des Gutaufnahme- und -abtrennkopfes 3, z. B. bei Schaukelbewegungen des Schiffes, ausgeübt wird, schwenkt der Tragbügel 4 um das Gelenk 8, da auf den Gutaufnahme- und -abtrennkopf 3 nur die Schwerkraft nach unten einwirkt. Zugleich hebt der kürzere Hebelarm 6 von dem Vertikalausleger 2 ab und schwenkt in die Abstützstellung zurück, sobald die Wirkung der Stoßkraft vorbei ist und der Gutaufnahme- und -abtrennkopf 3 in seine Normallage zurückgeht.

Es kann im Gutaufnahme- und -abtrennkopf 3 anstelle des Löffelrades ein kurzer Kettenelevator oder dgl. treten. Desgleichen kann man die Wirkung einer Stoßkraft von unten z. B. dadurch auffangen, daß eine Feder, ein hydraulischer Zylinder oder ein sonstiger entsprechender Mechanismus bestrebt ist, das Abheben des kürzeren Hebelarmes von seiner Stütze zu verhindern. In solchem Fall wird bei geringen Stößen keine Abhebung des kürzeren Hebelarmes bewirkt, sondern erst bei stärkeren, für die Konstruktion gefährlicheren Schlägen.


Anspruch[de]
  1. Löschvorrichtung für Schüttgut, mit einem von einer tragenden Konstruktion (1) gehaltenen Vertikalausleger (2) , an dessen unterem Ende ein Tragbügel (4) über ein Gelenk (8) befestigt ist, der seinerseits einen Gutaufnahme- und -abtrennkopf (3) trägt (Aufhängungspunkt 13) , der das Schüttgut abtrennt und aufnimmt und zu einem Bandelevator (7) zum Weitertransport befördert, wobei zwischen dem Gelenk (8) und dem Kopf (3; Aufhängungspunkt 13) ein horizontaler Abstand vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragbügel (4) als doppelarmiger Hebel ausgebildet ist und der Gutaufnahme- und -abtrennkopf (3) mit seinem Eigengewicht am längeren Hebelarm (5) des Tragbügels (4) befestigt ist, und daß der kürzere Hebelarm (6) auf der anderen Seite des Gelenkes (8) an dem Vertikalausleger (2) anliegt, um die Lage des Gutaufnahme- und -abtrennkopfes (3) zu stützen.






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