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Dokumentenidentifikation DE3206249C2 19.05.1993
Titel Fenstergewände mit Fenster
Anmelder HM-Betonfertigteilwerk Hans Mauthe GmbH & Co KG, 7971 Aitrach, DE
Erfinder Klotzek, Peter, 7971 Aitrach, DE
Vertreter Pfister, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8940 Memmingen
DE-Anmeldedatum 20.02.1982
DE-Aktenzeichen 3206249
Offenlegungstag 01.09.1983
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.05.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1993
IPC-Hauptklasse E06B 5/08
IPC-Nebenklasse E06B 1/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein aus Beton bestehendes, einen Außenrahmen und einen damit durch Stahlstifte verbundenen Innenrahmen aufweisendes Fenstergewände für Kellerräume oder dergleichen, das als verlorene Schalung die Fensteröffnung bildet und den Fensterrahmen aufnimmt.

Ein Fenstergewände mit Fenster der vorstehend angegebenen Gattung ist in dem DE-Gbm 19 00 352 beschrieben. Dieses vorbekannte Gewände besteht aus Bimsbeton. Das Gewände ist zweiteilig gestaltet, um die einzelnen Teile im Gewicht zu verringern und damit den Transport und die Handhabung zu vereinfachen. Durch die Stahlstifte wird an der Baustelle bzw. im Bauwerk, wobei die beiden Rahmen aneinander anliegen, ein guter Zusammenhalt erreicht.

Den bekannten Fenstergewänden, die als verlorene Schalung die Fensteröffnung bilden, haftet der Nachteil an, daß vor allem dann, wenn die Fenstergewände aus Beton bestehen, die Fenstergewände eine Wärmebrücke bilden. Die Verwendung von Bimsbeton verringert zwar die Wärmeleitfähigkeit. Die Ergebnisse befriedigen jedoch nicht.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Fenstergewände der eingangs beschriebenen Art dahingehend weiter zu verbessern, daß bei Beibehaltung der typischen Vorteile eines Fenstergewändes aus Beton der Wärmeübergang im Gewände wesentlich verringert wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung aus von einem Fenstergewände gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches und schlägt vor, daß der Außenrahmen und der Innenrahmen miteinander einen Spalt begrenzen, in dem Wärmeisoliermaterial, z. B. Schaumkunststoff angeordnet ist, daß die Stifte aus nichtrostendem Stahl bestehen, das Wärmeisoliermaterial durchdringen und mit beiden Enden je in einem Rahmen verankert sind, und daß das Wärmeisoliermaterial auf der Innenseite vom Fensterrahmen abgedeckt ist.

Durch die erfindungsgemäßen Vorschläge wird eine überraschend einfache Lösung gefunden. Das Gewände kann nach wie vor als Betonfertigteil hergestellt werden. Beim Einbau auf der Baustelle entstehen daher keine Probleme. Nach dem Ausschalen sind keine Nacharbeiten notwendig. Das Wärmeisoliermaterial im Spalt zwischen den beiden Rahmen verhindert jedoch einen Wärmeübergang vom Außenrahmen zum Innenrahmen.

Durch die Stahlstifte aus nichtrostendem Stahl wird dabei eine sichere mechanische Verbindung zwischen den beiden Rahmen erhalten. Die Verwendung von nichtrostendem Stahl hat dabei den Vorteil, daß keine Korrosionsprobleme auftreten, darüberhinaus ergibt sich der weitere Vorteil, daß nichtrostender Stahl eine schlechtere Wärmeleitung hat, als normaler Baustahl. Der unvermeidbare Wärmeübergang in den Stahlstiften bleibt daher vergleichsweise sehr gering.

Ein wesentliches Element der Erfindung besteht darin, daß der Fensterrahmen den Spalt auf der Innenseite abdeckt. Da der Fensterrahmen in der Regel aus Holz oder aus Kunststoff besteht, ergibt sich beim Fensterrahmen keine zusätzliche Wärmebrücke. Auch werden besondere Maßnahmen vermieden, die zur Abdeckung des Spaltes auf der Innenseite notwendig wären. Werden andere Materialien für den Fensterrahmen angewandt, ist dies ebenfalls möglich, ohne daß dadurch die Vorteile der Erfindung beeinträchtigt würden.

Im allgemeinen empfiehlt es sich, wenn je zwei Stahlstifte zu einer haarnadelartigen Klammer verbunden sind, wie diese als Verbundnadel im Bauwesen bekannt sind. Bei der Herstellung des Gewändes können diese Verbundnadeln nach Aufbringung des Wärmeisolierwerkstoffes einfach eingesteckt werden, so daß eine sichere Verbindung zwischen beiden Rahmen erhalten wird.

Es empfiehlt sich, wenn am Spalt an einem der Rahmen ein Anschlag für das Fenster vorgesehen ist.

Bei der besonderen Ausbildungsform der Erfindung ist der Fensterrahmen einstückig mit dem Gewände gefertigt, wobei dann der Fensterrahmen noch in gewissem Umfange zur mechanischen Verbindung der beiden Rahmen beiträgt.

Die Erfindung schlägt ferner vor, daß beide Rahmen eine das Gewände umgebende Nut begrenzen, die mit Wärmeisoliermaterial ausgefüllt ist.

Im allgemeinen empfiehlt es sich bei der Erfindung Polystyrol-Hartschaumstoff zu verwenden, ohne daß die Erfindung auf dieses Wärmeisoliermaterial beschränkt wäre. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.

Das Fenstergewände 1 ist in einem horizontalen Schnitt dargestellt. Das Gewände besteht aus den beiden Rahmen 2 und 3, wobei der Rahmen 2 den Außenrahmen und der Rahmen 3 den Innenrahmen bildet. Jeder Rahmen besitzt für sich Armierungen, wobei im gezeigten Ausführungsbeispiel die Armierungen als Drahtgeflecht gestaltet sind. Die Armierung im Rahmen 2 ist mit 10 diejenige im Rahmen 3 mit 9 bezeichnet.

Zwischen den Rahmen 2 und 3 befindet sich der Spalt 4, der durch das Wärmeisoliermaterial 13 ausgefüllt ist. Hier findet vorzugsweise Polystyrol-Hartschaumstoff Verwendung.

Die Stifte 5 dienen zur mechanischen Verbindung der beiden Rahmen 2 und 3. Diese Stifte bestehen aus V4A-Material, beispielsweise einer Stärke von 2,5 bis 3 mm. Diese Stifte sind sowohl im Rahmen 2 wie im Rahmen 3 verankert und durchdringen das Isoliermaterial 13.

Mit 11 ist eine haarnadelförmige Klammer gezeigt, die je zwei Stifte 5 miteinander verbindet. Bei der Herstellung wird in der Regel zuerst der Rahmen 3 eingeformt, dann das Isoliermaterial 13 und anschließend werden die Klammern 11 eingebracht, bevor in der betreffenden Form der Rahmen 2 eingeformt wird.

Mit ca. acht haarnadelartigen Klammern 11 läßt sich eine gute Verbindung zwischen den beiden Rahmen 2 und 3 erhalten, welche Verbindung im eingebauten Zustand des Gewändes auch ausreicht, um beispielsweise am Rahmen 2 einen Kellerlichtschacht anzuhängen.

Auf der Außenseite der Rahmen 2 und 3 ist eine Nut 8 vorgesehen, die mit Isoliermaterial 12, also beispielsweise Polystyrol-Hartschaumstoff gefüllt ist. Es ist klar, daß auf diese Weise der Wärmeübergang vom Rahmen 2 zum Rahmen 3 stark verringert ist. Insbesondere wird der Wärmeübergang durch die Stifte 5 nur unwesentlich vergrößert, da deren Gesamtquerschnitt und deren Wärmeleitfähigkeit vergleichsweise gering ist.

Es ist klar, daß anstelle des angegebenen V4A-Materials prinzipiell auch andere Materialien für die Erfindung verwendbar sind, wenn auch alle anderen bekannten Materialien im allgemeinen schlechtere Ergebnisse liefern, sei es daß geringere Festigkeitswerte, höhere Wärmeleitwerte oder höhere Materialaufwendungen hingenommen werden müßten.

Am Rahmen 2 ist ein Anschlag 7 angeformt, der eine sichere Verbindung mit dem Fensterrahmen 6 ergibt. Der Fensterrahmen 6 besteht beispielsweise aus Holz oder auch Kunststoff.

Die Anwendung anderer Materialien ist nicht ausgeschlossen, jedoch ist auch hier auf eine gute Isolationswirkung zu achten. Der Rahmen 6 dichtet den Spalt 4 von innen ab.

Beim gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Rahmen 6 gleichzeitig mit der Herstellung des Gewändes in das Gewände eingebaut worden. Die Anordnung kann aber auch derart getroffen sein, daß der Rahmen nachträglich eingesetzt wird, wie dies von anderen Gewänden her bekannt ist. In diesem Falle sind die Anschläge usw. sinngemäß anzuordnen.


Anspruch[de]
  1. 1. Aus Beton bestehendes, einen Außenrahmen und einen damit durch Stahlstifte verbundenen Innenrahmen aufweisendes Fenstergewände für Kellerräume oder dergleichen, das als verlorene Schalung die Fensteröffnung bildet und einen Fensterrahmen aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenrahmen (2) und der Innenrahmen (3) miteinander einen Spalt (4) begrenzen, in dem Wärmeisoliermaterial, z. B. Schaumkunststoff angeordnet ist, daß die Stifte (5) aus nichtrostendem Stahl bestehen, das Wärmeisoliermaterial durchdringen und mit beiden Enden je in einem Rahmen (2, 3) verankert sind, und daß das Wärmeisoliermaterial auf der Innenseite vom Fensterrahmen (6) abgedeckt ist.
  2. 2. Fenstergewände nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß je zwei Stahlstifte (5) zu einer haarnadelartigen Klammer verbunden sind.
  3. 3. Fenstergewände nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Spalt (4) an einem der Rahmen (2, 3) ein Anschlag (7) für den Fensterrahmen (6) vorgesehen ist.
  4. 4. Fenstergewände nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fensterrahmen (6) einstückig mit dem Gewände (1) gefertigt ist.
  5. 5. Fenstergewände nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beide Rahmen (2, 3) eine das Gewände (1) umgebende Nut (8) begrenzen, die mit Wärmeisoliermaterial ausgefüllt ist.






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