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Dokumentenidentifikation DE3221933C2 19.05.1993
Titel Verpackungstrommel
Anmelder Vacuumschmelze GmbH, 6450 Hanau, DE
Erfinder Bednarek, Eduard, 6458 Rodenbach, DE
DE-Anmeldedatum 11.06.1982
DE-Aktenzeichen 3221933
Offenlegungstag 15.12.1983
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.05.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1993
IPC-Hauptklasse B65D 85/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Verpackungstrommel zur Aufnahme von lose in die Trommel eingespultem Draht mit einem zwischen einem Außen- und einem Innenzylinder angeordneten ringförmigen Wickelraum und einer Spannvorrichtung, mit der der eingespulte Draht in axialer Richtung zusammenpreßbar ist, wobei als Spannvorrichtung mindestens eine durch Schlitze in dem Innenzylinder mit ihren Enden hindurchgehende Querstrebe vorgesehen ist.

Mit einer Spannvorrichtung in einer Verpackungstrommel soll grundsätzlich vermieden werden, daß sich die in die Trommel exzentrisch eingespulten Drähte während des Transports zentrieren und ineinanderfallen. Käme es nämlich hierzu, wäre eine störungsfreie Entnahme des eingespulten Drahtes aus der Verpackungstrommel nach dem Transport nicht mehr möglich.

Aus der DE-OS 19 00 200 ist bereits eine Verpackungstrommel zur Aufnahme von lose in die Trommel eingespultem Draht bekannt, deren Spannvorrichtung aus einem ringförmigen Preßteil und einem die Beweglichkeit des ringförmigen Preßteils in axialer Richtung begrenzenden, gegen die Innenseite der Trommelwände pressenden Spannvorrichtung besteht.

Die Spannvorrichtung mit einem gegen die Innenseite der Trennwände pressenden Spannring ist aber relativ teuer und läßt sich nachteiligerweise auch nur mit großem Aufwand handhaben, insbesondere wenn es darum geht, den eingespulten Draht einer zwischenzeitlichen Prüfung zu unterziehen. So muß das auf den eingespulten Draht aufliegende ringförmige Preßteil nämlich zunächst unter Druckeinwirkung belastet werden, ehe der unmittelbar auf der Ringscheibe befindliche Spannring beispielsweise mit einem an diesen angebrachten und mittels Handhebel zu betätigenden Spannverschluß gespannt werden kann.

Aus der GB-PS 9 21 174 ist eine weitere Verpackungstrommel zur Aufnahme von lose in die Trommel eingespultem Draht bekannt. Die Verpackungstrommel soll vorrangig gewährleisten, daß der Winkel, unter dem der Draht in die Trommel eingespult wird, während des ganzen Einspulvorganges nahezu konstant bleibt. Hierzu ist in der Verpackungstrommel ein sogenannter falscher Boden vorgesehen. Dieser falsche Boden ist an Zugfedern aufgehängt, die im oberen Teil der Trommel befestigt sind. Beim Einspulen des Drahtes senkt sich der Boden unter dem Drahtgewicht ab. Hierdurch soll erreicht werden, daß sich die oberste Drahtlage jeweils in etwa gleicher Höhe in der Verpackungstrommel befindet. Das Sichern des Drahtes gegen Verrutschen während des Transportes soll bei dieser Verpackungstrommel durch Auflegen des Deckels und von Zwischenlagen zwischen Deckel und Draht erreicht werden. Dieses Sichern ergibt sich dabei als ein Nebeneffekt in einer insgesamt recht aufwendigen Konstruktion. Zumindest bei Drähten aus Leichtmaterialien, wie z. B. Aluminium, wird der Druck auf den Draht und damit die Sicherheit gegen Verrutschen relativ gering sein. Da der Deckel zur Sicherung des Drahtes gegen Verrutschen selbst beiträgt, besteht zudem die Gefahr, daß bei schnellem oder unvorsichtigem Öffnen des Deckels der aufgespulte Draht aus dem Behälter herausgeschleudert wird.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Verpackungstrommel mit einer kostengünstigen Spannvorrichtung anzugeben, die zudem noch eine einfache Handhabung zuläßt.

Diese Aufgabe wird bei einer Verpackungstrommel der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mindestens eine Zugfeder einerseits an der Querstrebe eingehängt und andererseits am Boden der Trommel befestigt ist, daß der feststehende Boden zur Ablage des Drahtes vorgesehen ist und daß die bewegliche Querstrebe der Spannvorrichtung nach dem Einspulen des Drahtes horizontal auf oder über diesem angeordnet wird.

Durch die erfindungsgemäße Lösung gelingt es in überraschend einfacher Weise, eine Verpackungstrommel für lose eingespulten Draht bereitzustellen, deren Spannvorrichtung äußerst leicht zu handhaben ist und die zudem sehr preisgünstig ist.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die auf dem ringförmigen Preßteil beispielsweise aus Holz, Kunststoff oder Hartpappe aufliegende Querstrebe von zwei Zugfedern gehalten wird, die am Boden der Verpackungstrommel befestigt sind und wobei sich ferner die Befestigungsstellen in unmittelbarer Nähe der Innenseite des Innenzylinders befinden.

Eine weitere Arbeitserleichterung läßt sich dadurch erreichen, wenn der Boden des Innenzylinders offen ist und die Zugfedern der Spannvorrichtung einfach am Rand des Innenzylinders eingehängt werden können. Darüberhinaus ist es günstig, wenn die Zugfedern der Spannvorrichtung Schlaufen, beispielsweise aus Kunststoff aufweisen, die das Ein- bzw. Aushängen der Zugfedern erleichtern.

Vielfach ist es günstig, zusätzliches Abstandsmaterial, beispielsweise aus einigen Lagen Wellpappe zwischen dem die Drahtwindungen abdeckenden ringförmigen Preßteil und der Querstrebe vorzusehen. Hierdurch ist es möglich, eine gleichmäßige Druckspannung auf den eingespulten Draht auch bei unterschiedlicher Einspulhöhe auszuüben. Darüberhinaus kann durch die Verwendung von Abstandsklötzen die Vorratshaltung von unterschiedlichsten Zugfedern auf wenige Abmessungen begrenzt werden.

Anhand eines in der Figur dargestellten Ausführungsbeispiels soll die Erfindung noch näher erläutert werden. Die Figur zeigt einen Längsschnitt durch die Verpackungstrommel in Richtung der Achse. Mit 1 ist der Außenzylinder einer Verpackungstrommel aus Hartpappe bezeichnet, der einen Durchmesser von etwa 500 mm aufwies. Der axial angeordnete Innenzylinder 2 hatte einen Durchmesser von etwa 300 mm. Zwischen Außenzylinder 1 und dem Innenzylinder 2 befindet sich der ringförmige Wickelraum, in den 20 kg eines Einschmelzdrahtes von 0,4 cm Durchmesser lose und exzentrisch eingespult wurden. Auf den eingespulten Draht wurde zunächst eine Lage Rostschutzpapier, dann eine an den Wickelraum angepaßte Ringscheibe 7 aus Wellpappe und darüber ein ringförmiges Preßteil 8 aus Holz gelegt. Durch die gegenüberliegenden, im oberen Teil des Innenzylinders 2 befindlichen Schlitze 3 wurde als Querstrebe 4 eine Eisenstange von 400 mm Länge geschoben, an die jeweils zwei am Boden der Verpackungstrommel in der Nähe des Innenzylinders 2 befestigte Zugfedern eingehängt wurden. Schließlich wurde die Verpackungstrommel, wie an sich bekannt, mit einem Deckel 3 verschlossen.

Der durch die Spannvorrichtung unter Druckspannung gehaltene eingespulte Draht veränderte seine Lage auch durch die üblicherweise beim Transport auftretenden Stöße und Erschütterungen nicht. Nach dem Transport ließ sich der Draht störungsfrei aus der Verpackungstrommel ausspulen.

Die erfindungsgemäße Verpackungstrommel ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt. So kann die Verpackungstrommel beispielsweise auch aus anderen Materialen mit ausreichend mechanischer Festigkeit, wie z. B. Sperrholz, Kunststoff oder Blech bestehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Verpackungstrommel zur Aufnahme von lose in die Trommel eingespultem Draht mit einem zwischen einem Außen- und einem Innenzylinder angeordneten ringförmigen Wickelraum und einer Spannvorrichtung, mit der der eingespulte Draht in axialer Richtung zusammenpreßbar ist, wobei als Spannvorrichtung mindestens eine durch Schlitze (3) in dem Innenzylinder (2) mit ihren Enden hindurchgehende Querstrebe (4) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Zugfeder (5) einerseits in der Querstrebe (4) eingehängt und andererseits am Boden der Trommel befestigt ist, daß der feststehende Boden zur Ablage des Drahtes vorgesehen ist und daß die bewegliche Querstrebe (4) der Spannvorrichtung nach dem Einspulen des Drahtes horizontal auf oder über diesem angeordnet wird.
  2. 2. Verpackungstrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstrebe (4) von zwei Zugfedern (5) gehalten wird, die am Boden der Trommel in der Nähe der Innenseite des Innenzylinders (2) befestigt sind.
  3. 3. Verpackungstrommel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugfedern (5) am unteren Rand des Innenzylinders (2) eingehängt sind.
  4. 4. Verpackungstrommel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugfedern (5) mit Schlaufen versehen sind.
  5. 5. Verpackungstrommel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen einem die Drahtwindungen (8) abdeckenden ringförmigen Preßteil (6) und der Querstrebe (4) Abstandsmaterial befindet.






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