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Dokumentenidentifikation DE3232505C2 19.05.1993
Titel Regeleinheit
Anmelder Canon K.K., Tokio/Tokyo, JP;
Copyer K.K., Mitaka, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Nishida, Yoshiaki, Fuchu, Tokio/Tokyo, JP;
Honjo, Takeshi, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Tiedtke, H., Dipl.-Ing.; Bühling, G., Dipl.-Chem.; Kinne, R., Dipl.-Ing.; Pellmann, H., Dipl.-Ing.; Grams, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 01.09.1982
DE-Aktenzeichen 3232505
Offenlegungstag 17.03.1983
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.05.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1993
IPC-Hauptklasse G05F 1/66
IPC-Nebenklasse G05B 11/26   G05D 23/24   H02M 5/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Regeleinheit gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Eine solche Einheit ist der DE-OS 26 31 700 entnehmbar und umfaßt ein Temperaturregelsystem, bei dem die in einer Bearbeitungsstation herrschende Temperatur über einen Temperaturfühler erfaßt und diese Ist-Temperatur dann mit der über ein Tastenfeld eingegebenen Soll-Temperatur verglichen wird. Hierzu ist ein Rechner vorhanden, der aus der Temperaturdifferenz ein entsprechendes Ausgangssignal ableitet, das das Tastverhältnis eines Multivibrators steuert, der seinerseis ein mit der Heizeinrichtung verbundenes Festkörper-Relais treibt. Weiterhin ist eine Übertemperatur- und Fehlererfassung vorgesehen. Der Rechner dient hierbei allerdings lediglich zur Gewinnung eines von der Temperaturdifferenz abhängigen Steuersignales und wird somit nicht in größerem Umfang eingesetzt. Darüber hinaus erfolgt die Temperaturerfassung und -regelung nicht in Abhängigkeit von einem festen Zeittakt.

Aus der DE-OS 26 35 019 ist eine Temperaturregeleinrichtung bekannt, deren Funktionsfähigkeit dadurch überprüft wird, daß das Temperaturerfassungselement periodisch kurzgeschlossen und hierdurch eine Übertemperatur simuliert wird. Wird die Heizung der Temperaturregeleinrichtung daraufhin nicht sofort automatisch beendet, so erfolgt eine zwangsweise Abschaltung der Temperaturregeleinrichtung. Über die Art der Regelung der dem Heizelement zugeführten Leistung währen des normalen Betriebes sind dieser Druckschrift keine näheren Hinweise entnehmbar.

Als Temperaturregeleinheiten für Fixiervorrichtungen von Kopiergeräten sind Proportional-Regeleinheiten und Integrations- Regeleinheiten bekannt. Bei den Proportionalregelverfahren wird die Temperatur der Fixiervorrichtung auf eine erwünschte Temperatur aufgrund eines Wertes geregelt, der zu der Differenz zwischen der Soll- Temperatur und der gemessenen bzw. Ist-Temperatur der Fixiervorrichtung proportional ist. Bei dem Integrations- Regelverfahren wird die Temperatur der Fixiervorrichtung aufgrund der Integration der Differenz zwischen der Soll- Temperatur und der Ist-Temperatur der Fixiervorrichtung geregelt.

Die Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer Temperaturregelung einer Fixiervorrichtung nach dem Integrationsregelverfahren, während die Fig. 2 eine schematische Darstellung der Temperaturregelung für die Fixiervorrichtung nach dem Proportional-Regelverfahren ist. In den Fig. 1 und 2 ist T&sub0; die Soll-Temperatur der Fixiervorrichtung, deren Heizelement zu einem Zeitpunkt A eingeschaltet wird. Bei dem Integrations-Regelverfahren nach Fig. 1 tritt ein Überschwingen unmittelbar nach dem Zeitpunkt B auf, an dem die Fixiervorrichtungs-Temperatur erstmalig die Soll-Temperatur T&sub0; erreicht, und es ist eine beträchtliche Zeitdauer dazu erforderlich, die Fixiervorrichtungs-Temperatur auf die Soll-Temperatur konvergieren zu lassen. Aufgrund des Überschwingens können Teile der Fixiervorrichtung geschädigt oder zerstört werden. Andererseits hat das Integrations-Regelverfahren den Vorteil einer hohen Stabilität gegenüber der Wärmeabfuhr aus der Fixiervorrichtung durch ein Bildempfangspapier. Bei dem in Fig. 2 gezeigten Proportional- Regelverfahren tritt abweichend zu dem Integrations- Regelverfahren kein Überschwingen auf. Es besteht jedoch ein Problem darin, daß die Regelungsmitteltemperatur (oder Soll-Temperatur T&sub0;) aufgrund der Wärmeaufnahme bzw. Wärmeabfuhr durch das in die Fixiervorrichtung eingegebene Bildempfangspapier abfällt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Regeleinheit gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 derart weiterzubilden, daß trotz der Ermöglichung einer Vielzahl von Funktionen eine exakte Regelung der dem Verbraucher zugeführten Leistung sichergestellt ist.

Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Maßnahmen auf besonders vorteilhafte Art und Weise gelöst.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist in dem Unteranspruch angegeben.

Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.

Fig. 1 zeigt die Temperaturänderung einer Fixiervorrichtung bei einem herkömmlichen Integrations-Regelverfahren.

Fig. 2 zeigt die Temperaturänderung einer Fixiervorrichtung bei einem herkömmlichen Proportional-Regelverfahren.

Fig. 3 ist ein Schaltbild der Regeleinheit gemäß einem Ausführungsbeispiel.

Fig. 4 und 5 zeigen Kurvenformen zur Erläuterung der Betriebsweise der Regeleinheit nach Fig. 3.

Fig. 6 und 7 sind Ablaufdiagramme zur Erläuterung der Betriebsvorgänge bei dem Integrations-Regelverfahren bzw. dem Proportional-Regelverfahren.

Fig. 8 zeigt die Temperaturänderung einer Fixiervorrichtung bei einem Ausführungsbeispiel der Leistungsregeleinheit.

Fig. 9 und 10 sind Ablaufdiagramme für die Temperaturregelung nach Fig. 8.

Fig. 11 zeigt die Temperaturänderung einer Fixiervorrichtung bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Leistungsregeleinheit.

Die Fig. 3 ist ein Schaltbild der Regeleinheit gemäß einem Ausführungsbeispiel. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird zur Vereinfachung des gesamten Schaltungsaufbaus eine (nachstehend als Mikrocomputer bezeichnete) Einzelbaustein-Zentralverarbeitungseinheit (CPU) 12 verwendet. Ein Nulldurchgangs-Detektor 8 enthält einen Transformator 2, einen Vollweggleichrichter 4 mit vier Dioden und einen Transistor 6. Die Eingangsanschlüsse des Nulldurchgangs- Detektors 8 sind an eine Wechselstromquelle (Netzleitung) 10 angeschlossen, während ein Ausgangsanschluß an einen Unterbrechungseingang INT des Mikrocomputers 12 angeschlossen ist. Die Fig. 4A bis C zeigen Signalkurvenformen an Schaltungspunkten A bis C, die in der Fig. 3 gezeigt sind. Die Fig. 4A zeigt eine Sinuskurvenform vor der Vollweggleichrichtung, die Fig. 4b zeigt eine Kurvenform nach der Vollweggleichrichtung und die Fig. 4C zeigt eine Kurvenform an dem Kollektor des Transistors 6. Die Kurvenform C wird synchron mit dem Nulldurchgangspunkt der Eingangskurvenform erzeugt. Die Funktion des Nulldurchgangs-Detektors 8 ist bekannt, so daß sie hier nicht erläutert wird. Wenn ein an den Unterbrechungseingang INT angelegter Impuls von hohem auf niedrigen Pegel abfällt, wird ein Unterbrechungsprogramm des Mikrocomputers 12 hervorgerufen, der das Unterbrechungsprogramm mit höherem Vorrang gegenüber anderen Steuervorgängen ausführt. Nach dem Unterbrechungsprogramm kehrt der Mikrocomputer 12 sofort zu dem Programm vor der Unterbrechung zurück.

Ein Ausgang P des Mikrocomputers 12 ist über einen Impulstransformator 14 mit einer Schaltelektrode eines TRIACs 16 verbunden. Mittels des Signals aus einem Ausgang P wird der TRIAC 16 ein- und ausgeschaltet, um die Speisung eines Fixierheizelements 18 zu steuern. 20 ist eine Wechselstromquelle (Netzleitung), während 22 eine Strombegrenzungsdrossel ist. Ausgänge S&sub0; bis Sn des Mikrocomputers 12 sind jeweils mit Schaltsteueranschlüssen von Analogschaltgliedern G&sub0; bis Gn verbunden. Entsprechend einem Steuerprogramm werden Schaltsignale zugeführt, um die Analogschaltglieder G&sub0; bis Gn durchzuschalten. Der Ausgangsanschluß des Analogschaltglieds G&sub0; sowie die Ausgangsanschlüsse der anderen Analogschaltglieder G&sub1; bis Gn sind mit einem Analog/ Digital-Umsetzungs-Eingang ADC des Mikrocomputers 12 verbunden, während der Eingangsanschluß des Analogschaltglieds G&sub0; mit dem Ausgang eines Verstärkers 24 verbunden ist. Der Eingang des Vertärkers 24 ist mit einem Temperaturfühlerelement 26 (wie beispielsweise einem Thermistor) für die Fixiervorrichtung verbunden. Die Eingangsanschlüsse der anderen Analogschaltglieder G&sub1; bis Gn sind an verschiedenerlei Erfassungseinrichtungen angeschlossen, während weitere Ausgänge L&sub0; bis L&sub3; und M&sub0; bis M&sub2; des Mikrocomputers 12 mit einem Digital/Analog-Wandler oder einer Steuerschaltung verbunden sind, die jedoch hier nicht beschrieben werden, da sie keinen Zusammenhang mit der Regeleinheit haben.

Ein Signal aus dem Temperaturfühler-Thermistor 26 der Fixiervorrichtung wird mittels des Verstärkers 24 verstärkt, dessen Ausgangssignal an dem Eingangsanschluß des Analogschaltglieds G&sub0; anliegt. Das Analogschaltglied G&sub0; wird durch das Schaltsteuersignal aus dem Ausgang S&sub0; des Mikrocomputers 12 durchgeschaltet, um damit das Signal aus dem Verstärker 24 zu dem Umsetzungs-Eingang ADC des Mikrocomputers 12 durchzuschalten. Der Mikrocomputer 12 setzt das eingegebene analoge Signal in ein digitales Signal um, um damit an dem Ausgang P das Steuersignal zum Steuern des Ein- und Ausschaltens des TRIACs 16 zu erzeugen.

Anhand der Fig. 5 wird die Einschalt-Zeitsteuerung zur Leitwinkel-Steuerung des TRIACs 16 erläutert. Die Kurvenform C in Fig. 5 entspricht dem an den Unterbrechungseingang INT des Mikrocomputers 12 angelegten Impulsen (Fig. 4C), die gemäß der vorangehenden Beschreibung mit den Nulldurchgangspunkten der Wechsestromquelle 10 synchron sind. Eine Kurvenform D in Fig. 5 zeigt Impulse, die an dem Ausgang P erzeugt werden. Durch die Impulse D wird jeweils der TRIAC 16 durchgeschaltett. Der Einschaltzustand des TRIACs 16 wird bis zu dem unmittelbar nachfolgenden Nulldurchgangspunkt des Ausgangsstroms der Wechselstromquelle 20 aufrechterhalten (die normalerweise mit der Wechselstromquelle 10 identisch ist). Die Fig. 5E zeigt die Kurvenform des durch das Fixierheizelement 18 fließenden Stroms. Das Ausmaß der Speisung des Fixierheizelements 18 wird dadurch gesteuert, daß eine Zeitdauer t von dem Nulldurchgangspunkt bis zu dem Zeitpunkt der Erzeugung eines Impulses D verändert wird.

Die Fig. 6 ist ein Ablaufdiagramm der Temperaturregelung der Fixiervorrichtung nach dem Integrations-Regelverfahren. Bei einem Schritt 30 wird geprüft, ob ein Abfragezyklus- Zeitgeber für das Einlesen des Signals aus dem Thermistor 26 in den Mikrocomputer 12 eine vorbestimmte Zeitdauer gezählt hat; wenn die Antwort "JA" ist (nämlich die Zeitdauer abgelaufen ist), schreitet das Proramm zu einem Schritt 32 fort. Der Abfragezyklus wird so gewählt, daß er kürzer als die Hälfte der Frequenz bzw. der Zeitkonstante einer Temperaturänderung ist. Bei dem Schritt 32 schaltet der Mikrocomputer 12 den Ausgang S&sub0; ein, um das Schaltsteuersignal dem Analogschaltglied G&sub0; für das Einlesen des analogen Ausgangssignals des Verstärkers 24 in den Umsetzungs- Eingang ADC zuzuführen. Bei einem Schritt 34 wird das in den Eingang ADC eingelesene analoge Ausgangssignal mittels des Analog/Digital-Wandlers in dem Mikrocomputer 12 in ein digitales Signal umgesetzt. Das umgesetzte digitale Signal ist mit Tsn bezeichnet. Bei einem Schritt 36 wird von dem Wert Tsn ein vorgewählter Bezugswert Tb subtrahiert, um eine Differenz ΔTn zu bilden (ΔTn = Tsn - Tb). Bei einem Schritt 38 wird die Differenz ΔTn mit einer geeigneten Konstante α multipliziert, um ein Produkt Sn zu erzeugen (Sn = αΔTn).

Bei einem Schritt 40 wird



berechnet. Bei einem Schritt 42 wird das Vorzeichen von In überprüft; wenn der Wert negativ ist, schreitet das Programm zu einem Schritt 44 fort, bei dem In durch "0" ersetzt wird, wonach bei einem Schritt 46 der Wert In in einen Speicher des Mikrocomputers 12 eingespeichert wird. Wenn In positiv ist, schreitet das Programm direkt zu dem Schritt 46 fort, nach dem es zu dem Schritt 30 zurückkehrt. Andererseits beginnt gemäß der vorangehenden Beschreibung der Mikrocomputer 12 das Unterbrechungsprogramm, wenn der an den Eingang INT des Mikrocomputers 12 angelegte Impuls von dem hohen auf den niedrigen Pegel abfällt; dabei stellt der Mikrocomputer ein dem in dem Speicher gespeicherten Wert In proportionales Zeitintervall in einem Steuerzeiterzeugungs- bzw. Steuerzeitgeber ein, der einen Einschaltzeitpunkt des TRIACs 16 bestimmt. Falls bei dem Schritt 30 die vorbestimmte Zeit noch nicht hochgezählt wurde bzw. abgelaufen ist, wird bei einem Schritt 48 geprüft, ob in dem Steuerzeitgeber eine TRIAC Einschaltzeit t eingestellt wurde; wenn die Entscheidung "NEIN" ist, schreitet das Programm zu dem Schritt 30 zurück, während bei der Entscheidung "JA" das Programm zu einem Schritt 50 fortschreitet. Falls bei dem Schritt 50 der Steuerzeitgeber noch nicht die vorbestimmte Zeit t gezählt hat, kehrt das Programm zu dem Schritt 30 zurück; falls der Steuerzeitgeber die vorbestimmte Zeitdauer t gezählt hat, schreitet das Programm zu einem Schritt 52 fort, bei dem der Mikrocomputer 12 an dem Ausgang P den Impuls D für das Einschalten des TRIACs 16 abgibt. In einem Schritt 54 wird überprüft, ob ein Zündimpulsausgabe-Zeitgeber (für den TRIAC-Einschaltimpuls), der gleichzeitig mit dem Impuls D aus dem Ausgang P zu zählen beginnt, einen vorbestimmten Zählstand erreicht hat; wenn die Antwort "NEIN" ist, kehrt das Programm zu dem Schritt 52 zurück, während es bei der Antwort "JA" zu einem Schritt 56 fortschreitet, bei dem Steuerzeitgeber und der Zündimpulsausgabe-Zeitgeber zurückgestellt werden und das Programm zu dem Schritt 30 zurückkehrt.

Die Fig. 7 ist ein Ablaufdiagramm der Temperaturregelung der Fixiervorrichtung nach dem Proportional-Regelverfahren. Schritte 60, 62, 64 und 66 nach Fig. 7 sind gleichartig den Schritten 30, 32, 34 und 36 nach Fig. 6, während Schritte 72 bis 80 nach Fig. 7 gleichartig den Schritten 48 bis 56 nach Fig. 6 sind. Dementsprechend werden diese Schritte hier nicht erläutert und nur Schritte 68 und 70 beschrieben, die in der Fig. 7 erstmals auftreten. Bei dem Schritt 68 wird Cn = βΔTn+γ berechnet, während bei dem Schritt 70 der Wert Cn in den Speicher eingespeichert wird, wobei β und γ positive Konstanten sind, die so gewählt sind, daß für verschiedenerlei Werte für die Differenz ΔTn die Beziehung Cn = βΔTn+γ = 0 gilt. Gemäß der vorangehenden Erläuterung in Verbindung mit der Fig. 6 beginnt der Mikrocomputer 12 das Unterbrechungsprogramm, wenn der an den Eingang INT des Mikrocomputers 12 angelegte Impuls von dem hohen auf den niedrigen Pegel wechselt, und stellt dann in dem Steuerzeitgeber, der das Einschalten des TRIACs bestimmt, ein Zeitintervall ein, das zu dem bei dem Schritt 68 abgeleiteten und in dem Speicher gespeicherten Wert Cn proportional ist.

Die Fig. 8 zeigt die Temperaturänderung der Fixiervorrichtung, wenn die Temperatur der Fixiervorrichtung nach einer Kombination aus dem Proportional-Regelverfahren und dem Integrations-Regelverfahren geregelt wird. Wie aus der Fig. 8 ersichtlich ist, wird das Proportional-Regelverfahren vom Beginn des Heizens der Fixiervorrichtung an (Zeitpunkt A) bis zu einem Zeitpunkt B angewandt, an welchem die Fixiervorrichtungs-Temperatur die Solltemperatur T&sub0; erreicht, und nach dem Zeitpunkt B für die Regelung der Fixiertemperatur die Integrations-Regelung angewandt. Demzufolge wird ein nach dem Stand der Technik auftretendes Überspringen verhindert und eine bezüglich der Wärmeaufnahme durch das Bildempfangspapier während des Kopiervorgangs stabile Regelung erreicht.

Ein Ablaufdiagramm für die Temperaturregelung nach Fig. 8 ist in den Fig. 9 und 10 gezeigt.

In der Fig. 9 sind Schritte 60 bis 64 und 68 bis 80 denjenigen in dem Ablaufdiagramm nach Fig. 7 gleichartig, so daß sie hier nicht erläutert werden.

In der Fig. 10 sind Schritte 30 bis 56 denjenigen in dem Ablaufdiagramm nach Fig. 6 gleichartig und werden daher hier nicht näher erläutert.

Bei einem Schritt 82 nach Fig. 9 (Proportional-Regelung) wird geprüft, ob der Wert Tsn einen vorgewählten zweiten Bezugswert Tb erreicht hat (der dem vorgewählten Wert bzw. der Solltemperatur T&sub0; in Fig. 8 entspricht). Wenn die Antwort "NEIN" ist, schreitet das Programm zu dem Schritt 66 fort, bei dem von dem Wert Tsn ein vorgewählter erster Bezugswert Tb&min; subtrahiert wird, um eine Differenz ΔTn zu erhalten. Die nachfolgenden Schritte sind mit den in Fig. 7 gezeigten identisch.

Falls bei dem Schritt 82 die Antwort "JA" ist, springt das Programm zu einer Stelle in dem Ablaufdiagramm nach Fig. 10 über. Danach werden die gleichen Schritte wie bei dem Ablaufdiagramm nach Fig. 6, nämlich die Integrationsregelungs- Schritte ausgeführt. Der erste Bezugswert Tb&min; ist kleiner als der zweite Bezugswert Tb, der so gewählt wird, daß ein Überschwingen beim Wechseln der Temperaturregelung von der Proportional-Regelung zu der Integrations- Regelung verhindert wird.

Die Fig. 11 zeigt die Temperaturänderung der Fixiervorrichtung bei der Anwendung eines weiteren Regelverfahrens. Nach Fig. 11 ist zusätzlich eine Temperatur T&sub1; unterhalb der Solltemperatur T&sub0; der Fixiervorrichtung gewählt, die vom Beginn des Heizens der Fixiervorrichtung (zum Zeitpunkt A) an kontinuierlich bis zu einem Zeitpunkt C erwärmt wird, an dem die Fixiervorrichtungs-Temperatur die Temperatur T&sub1; erreicht; nachdem die Fixiervorrichtungs-Temperatur die Temperatur T&sub1; erreicht hat, wird sie nach dem Integrations- Regelverfahren geregelt. In diesem Fall ist gemäß der Darstellung in Fig. 11 das Überschwingen der Fixiervorrichtungs- Temperatur gering und kann unter einen Wert gesenkt werden, welcher eine Beschädigung bzw. Verschlechterung der Fixiervorrichtung hervorrufen könnte. Bei der Steuerung gemäß der Darstellung in der Fig. 11 ist die Zeitdauer vom Beginn des Erwärmens bis zu dem Zeitpunkt verringert, an dem die Fixiervorrichtungs-Temperatur die Solltemperatur T&sub0; erreicht. Die Regelung gemäß der Darstellung in der Fig. 11 wird dadurch erzielt, daß periodisch das Signal aus dem Thermistor 26 in den Mikrocomputer 12 eingelesen wird und die Schritte gemäß dem Ablaufdiagramm in Fig. 6 (für die Integrationsregelung) ausgeführt werden, nachdem das Signal aus dem Thermistor 26 einen Wert erreicht hat, der der Temperatur T&sub1; entspricht.

Gemäß der vorangehenden Beschreibung kann bei den Ausführungsbeispielen die Verbraucherleistung der Fixiervorrichtung in dem Kopiergerät in genauer Weise unter Einsatz des Computers durch Phasensteuerung geregelt werden. Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen ist das Überschwingen verhindert, das gewöhnlich auftritt, wenn die Fixiertemperatur nach dem Beginn des Erwärmens die Solltemperatur erreicht, während ferner die Stabilität bezüglich der Wärmeaufnahme aus der Fixiervorrichtung durch das Bildempfangspapier aufrechterhalten ist. Bei den Ausführungsbeispielen erfolgt eine aus der Proportionalregelung und der Integrationsregelung kombinierte Regelung bzw. eine aus dem kontinuierlichen Aufheizen und der Integrationsregelung kombinierte Regelung mittels eines sehr einfachen Schaltungsaufbaus unter Verwendung des Mikrocomputers. In der letzten Zeit besteht die Entwicklungsrichtung, den Betrieb des Kopiergeräts mittels des Mikrocomputers zu steuern. Die Leistungsregeleinheit kann allein durch Hinzufügen einacher Schaltungsgruppen zu dem Mikrocomputer aufgebaut werden. Da ferner die mit der Stromversorgung synchronen seriellen Impulse dem Mikrocomputer zugeführt werden, um die Steuersignale zu bilden, kann eine Ablauffolge-Zeitsteuerung erreicht werden.

Die Regeleinheit ist nicht nur zur Temperaturregelung der Fixiervorrichtung, sondern auch zur Regelung der Leistung anderer Verbraucher des Kopiergeräts wie der Leistung der Vorlagenbeleuchtungslampe anwendbar.


Anspruch[de]
  1. 1. Regeleinheit mit

    einer Temperaturerfassungseinrichtung (24, 26) zum Erfassen der Temperatur eines über eine Schalteinrichtung (16) an eine Wechselspannungsquelle angeschlossenen Verbrauchers und mit

    einer Rechnereinrichtung, welche eine Soll-Temperatur mit der erhaltenen Temperatur des Verbrauchers vergleicht und in Abhängigkeit vom Vergleichsergebnis ein Steuerimpulssignal erzeugt, mit welchem die Schaltvorrichtung (16) angesteuert wird,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß eine Gleichrichtereinrichtung (4) zum Gleichrichten des Wechselspannungssignales der Wechselspannungsquelle (10) vorgesehen ist,

    daß ein auf das von der Gleichrichtereinrichtung (4) erzeugte gleichgerichtete Signal ansprechender Nulldurchgangsdetektor (6) vorhanden ist, dessen Ausgang ein mit den Nulldurchgängen des Wechselspannungssignals synchronisiertes Impulssignal liefert,

    daß die Rechnereinrichtung einen Unterbrechungsanschluß (INT) aufweist, der mit dem Ausgang des Nulldurchgangsdetektors verbunden ist,

    daß die Schalteinrichtung (16) als Phasenanschnitt- Steuereinrichtung ausgebildet ist, und

    daß die Rechnereinrichtung ein Steuerimpulssignal zum Steuern der Phasenanschnitt-Steuereinrichtung ausgibt, wobei die Rechnereinrichtung in Abhängigkeit von der erfaßten Temperatur des Verbrauchers die Zeitdauer zwischen jeweils einem Nulldurchgang des Wechselspannungssignales der Wechselspannungsquelle und jedem Steuerimpuls einstellt.
  2. 2. Regeleinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltvorrichtung (16) ein TRIAC ist, der mittels dem Steuerimpulssignal getriggert wird.






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