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Dokumentenidentifikation DE3344362C2 19.05.1993
Titel Fotografische Mattscheibenkamera
Anmelder LINHOF Präzisions-Kamera-Werke GmbH, 8000 München, DE
Erfinder Huhle, Horst, 8000 München, DE
DE-Anmeldedatum 08.12.1983
DE-Aktenzeichen 3344362
Offenlegungstag 13.06.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.05.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1993
IPC-Hauptklasse G03B 17/04
IPC-Nebenklasse G03B 5/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine fotografische Mattscheibenkamera mit einem Bildträger und einem Objektivträger, wobei Bildträger und Objektivträger mit je einem Schlitten drehbar verbunden sind, die Schlitten längs der Kamerabasis auf der Kamerabasis verschiebbar angeordnet sind sowie die Drehachse des Bildträgers und des Objektivträgers gegenüber den Schlitten vertikal verläuft, wenn die Kamerabasis horizontal ausgerichtet ist.

Solche nach dem Prinzip einer optischen Bank auf gebaute Kameras sind in sehr unterschiedlicher Ausführung auf dem Markt und in der Literatur bekannt. Objektiv- und Bildträger sind oft zusätzlich quer zur Kamerabasis verschiebbar und um eine horizontale Achse schwenkbar.

Beispiele sind in der Zeitschrift "MFM Moderne Fototechnik" Nr. 1/1975 auf den Seiten 14-17 beschrieben. In der Patentschrift CH 5 46 416 ist eine Kamera dargestellt, bei der auf einer Kamerabasis zwei Schlitten längs dieser Basis verschiebbar angeordnet. Diese Schlitten tragen die Objektiv- bzw. Bildträger, die ihrerseits auf den sie tragenden Schlitten in Längsrichtung der Kamerabasis verschiebbar sind. Objektiv- und Bildträger sind je um eine Achse drehbar, die vertikal verläuft, wenn die Kamerabasis horizontal ausgerichtet ist.

Alle bekannten Kameras der genannten Art sind verhältnismäßig sperrig und werden daher vornehmlich im Studio verwendet, obwohl ihre bildgestalterischen Möglichkeiten für Außenaufnahmen ebenso gebraucht werden.

Um solche Kameras für den Transport in einem Koffer unterbringen zu können, wird oft die Kamerabasis verlängerbar gestaltet. Objektiv- und Bildträger werden um 90° gedreht und so parallel zur Kamerabasis gestellt, wodurch eine flache - zur Unterbringung in einem Koffer geeignete - Form erreicht wird. Dies ist aber bei den bekannten Kameras nur möglich, wenn der Balgen entfernt und Bild- und Objektivträger so weit gegeneinander verschoben werden, daß sie in gedrehtem Zustand nebeneinander liegen. Dies erfordert einen langen unhandlichen Koffer.

Aufgabe der Erfindung war es, eine Lösung dafür zu finden, daß eine Kamera der eingangs genannten Art ohne Lösen von Teilen, wie z. B. des Balgens, für Transport und Verpackung in eine flache, sehr kompakte Form gebracht werden kann.

Dies wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 genannten Maßnahmen erreicht.

Bei einer so auf gebauten Kamera können die beiden Träger ohne daß ihre Verbindung mit dem Balgen gelöst wird, mit einem Handgriff gemeinsam um 90° gedreht werden, so daß sie hintereinander und beide parallel zur Kamerabasis liegen. Wird diese gemäß den an sich bekannten Merkmalen von Anspruch 2 ausgebaut, so ist die Kamera im zusammengelegten Zustand nicht nur sehr flach, sondern auch nicht länger als der Breite eines Trägers entspricht.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen beschrieben, in denen nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Teile der Kamera dargestellt sind. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Kamera in Arbeitsstellung von der Seite,

Fig. 2 eine Rückansicht der Kamerabasis und des unteren Teiles des Rückteiles in Arbeitsstellung,

Fig. 3 eine Aufsicht schematisch in Arbeitsstellung,

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht schematisch in Transportstellung.

Die Kamerabasis ist aus drei Profilteilen 1, 2 und 3 zusammengesetzt, die längs Schwalbenschwanzführungen miteinander verbunden und gegeneinander verschiebbar sind. Nicht dargestellte Klemmeinrichtungen ermöglichen ein Fixieren in jeder Relativstellung.

Auf Profilteil 1 und 3 ist auf der Oberseite in gleicher Höhe je eine schwalbenschwanzförmige Führungsschiene 1a bzw. 3a ausgebildet. Diese Schienen nehmen je einen Schlitten 4 und 5 auf, deren Verschiebung mittels Zahntrieb erfolgen kann. Trieb und evtl. Klemmelemente sind nicht gezeigt.

Der Schlitten 4 ist über eine Dreheinrichtung mit vertikaler Achse mit einer Standarte verbunden, die aus einem Sockel 6 und einem L-förmigen Bügel 7 besteht. Der Bügel 7 kann gegenüber dem Sockel 6 seitlich verschiebbar sein. An dem vertikalen Arm des Bügels 7 ist über eine vertikale Verschiebeeinrichtung der Bildträger 8 befestigt.

Der Schlitten 5 trägt in analogem Aufbau über eine Standarte 9, 10 den Objektivträger 11. Die Verbindung zwischen den beiden Trägern bildet ein Balgen 12.

Aus Fig. 3 ist die Lage der vertikalen Drehachsen 13 und 14 zu erkennen. Die Drehlager liegen oberhalb der zugeordneten Führungsschienen 1a, 3a. Der Abstand A ist größer oder gleich dem Abstand B. Im optimalen Falle ist AB. Werden die Standarten mit den von ihnen getragenen Trägern aus der in Fig. 3 gezeigten Lage gleichzeitig entgegen dem Uhrzeigersinne geschwenkt, so ergibt sich die Lage von Fig. 4 mit der Einschränkung, daß die Rückstellkraft des hier weggelassenen Balgens 12 während der Schwenkung eine seitliche Verschiebung der beiden Träger entlang den Führungsschienen 1a, 3a bewirkt, so daß die beiden Bügel 7 und 10 hintereinander liegen.


Anspruch[de]
  1. 1. Fotografische Mattscheibenkamera mit einem Bildträger und einem Objektivträger wobei
    1. a) Bildträger und Objektivträger mit je einem Schlitten drehbar verbunden sind,
    2. b) die Schlitten längs der Kamerabasis (1-3) auf der Kamerabasis (1-3) verschiebbar angeordnet sind,
    3. c) die Drehachse des Bildträgers und des Objektivträgers gegenüber den Schlitten (4, 5) vertikal verläuft, wenn die Kamerabasis (1-3) horizontal ausgerichtet ist,
  2. dadurch gekennzeichnet, daß
    1. d) die Kamerabasis (1-3) je eine getrennte Führungsschiene (1a, 3a) für die Bildträger (8) und Objektivträger (11) aufweist,
    2. e) die beiden Führungsschienen (1a, 3a) in einem festen Abstand parallel zueinander verlaufen,
    3. f) die Achsen für die Drehung der Träger (8, 11) gegenüber den Schlitten so angeordnet sind, daß ihr Abstand (A) voneinander in Richtung der Fühlungsschienen größer oder gleich dem Abstand (B) senkrecht dazu in der Ebene der Führungsschienen ist,
    4. g) der Abstand (B) größer ist als die Länge des zusammengefahrenen Balgens.
  3. 2. Fotografische Mattscheibenkamera nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Kamerabasis von mindestens zwei Profilteilen gebildet wird, die mittels geeigneter Führungsmittel in Längsrichtung gegeneinander verschiebbar und in jeder Relativstellung festklemmbar miteinander verbunden sind.
  4. 3. Fotografische Mattscheibenkamera nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß zwei Profilteile (1, 3) an ihrer Oberseite als schwalbenschwanzförmige Führungsschienen (1a, 3a) ausgebildet sind, und daß auf diesen die die Bild- und Objektivträger (8, 11) tragenden Schlitten (4, 5) angeordnet sind.






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