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Dokumentenidentifikation DE3418393C2 19.05.1993
Titel Nadelwebmaschine
Anmelder Bonas Machine Co. Ltd., Sunderland, GB
Erfinder Griffith, John Dalton, Boldon, Tyne and Wear, GB
Vertreter Henkel, G., Dr.phil.; Feiler, L., Dr.rer.nat.; Hänzel, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 17.05.1984
DE-Aktenzeichen 3418393
Offenlegungstag 13.12.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.05.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1993
IPC-Hauptklasse D03D 47/44

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Nadelwebmaschine, beispielsweise zum Weben schmaler Gewebe, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

In der GB 21 01 641 A ist eine Nadelwebmaschine mit einer Fangnadel beschrieben, die zum Stricken oder Wirken des Fangfadens lediglich eine geradlinige axiale Hin- und Herbewegung ohne Drehung durchführt und die eine für das Wirken ohne die Verwendung einer Klinke o. dgl. Hilfsvorrichtung zweckmäßige Endausbildung besitzt.

Aus der CH 1 28 432 ist eine gattungsgemäße Nadelwebmaschine bekannt. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine derartige Nadelwebmaschine dahingehend zu verbessern, daß sich höhere Webgeschwindigkeiten erzielen lassen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert: Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Teildarstellung einer Webmaschine gemäß der Erfindung zur schematischen Veranschaulichung der Fangnadel und der Schußnadel,

Fig. 2 eine Aufsicht auf die Anordnung nach Fig. 1 und

Fig. 3 eine Seitenansicht der Anordnung nach Fig. 1.

In Fig. 1 sind ein Teil eines Gewebes 10 und zahlreiche Kettfäden 12, die unter Bildung eines Faches gegeneinander verlagert worden sind, dargestellt. Eine Schußnadel 14 zum Einziehen des Schußfadens 16 ist in ihrem durch das Fach hindurchgeführten Zustand am Endpunkt des Einziehhubs und vor der Rücklaufbewegung dargestellt.

In der Stellung gemäß Fig. 1 hat die Schußnadel 16 eine Schleife oder Masche des Schußfadens gebildet. Dabei wird eine Fangnadel 20 in üblicher Weise zwischen die Maschenteile 21a, 21b des Schußfadens eingeführt, um einen Fangfaden 30 zu erfassen.

Die Fangnadel 20 umfaßt einen Schaft(teil) 40 und eine Endausbildung 41 mit einem Haken(teil) 42 und einem Durchgang oder Einlauf 43. Der Endteil 44 des Hakens liegt über der Fläche 45 des Nadelschafts 40, so daß ein quer über die Fangnadel verlaufender Schußfaden über die Fangnadel und die Endausbildung 41 gleiten kann, ohne vom Haken erfaßt zu werden. Wenn dagegen der Schußfaden schräg über den Nadelschaft hinweg liegt und somit den Einlauf 43 eintreten kann, tritt der Schußfaden bei der Bewegung längs der Fangnadel in Richtung auf die Endausbildung 41 schließlich in den Einlauf 43 ein, um vom Haken 42 erfaßt zu werden.

Wie dargestellt, ist die Fangnadel so angeordnet, daß der Haken 42 nach unten zum Schußfaden-Maschenteil 21a und zum Fangfaden 30 hin weist.

Der Fangfaden 30 wird durch eine Fadenführungs-Öse 31 in einem hin- und hergehenden Hebel 33 geführt, der seinerseits durch eine nicht dargestellte Kurven- oder Nockenanordnung hin- und hergehend bewegt wird, um die Führungs-Öse 31 in Synchronismus mit der Schußnadel 16 und der Fangnadel 20 nach oben und unten zu bewegen. In ihrer obersten Stellung befindet sich die Öse 31 über der Endausbildung 41, so daß der Fangfaden von der Gewebe- bzw. Warenkante aus aufwärts von der vorgeschobenen Fangnadel 20 zur Öse 31 verläuft. Die Bahn der axialen Hin- und Herbewegung der Fangnadel 20 ist vorzugsweise so gewählt, daß der Fangfaden durch sie geringfügig nach unten ausgelenkt wird und somit der Fangfaden elastisch an der Unterseite der Fangnadel anliegt. Bei der Rückbewegung der Fangnadel wird mithin der Eintritt des Fangfadens in den Einlauf 43 dadurch begünstigt, daß der Fangfaden unter einer aufwärts wirkenden (elastischen) Vorbelastung steht.

Zur Verringerung der Größe der Axialverschiebung der Fangnadel während des Wirkvorgangs ist der Hebel 33 mit einem zweckmäßig aus einem elastischen Draht hergestellten Ablenkarm 50 versehen.

Der Ablenkarm 50 ist am Hebel 33 so angeordnet, daß er bei der Aufwärtsbewegung des Hebels 33, um die Führungs-Öse 31 in die obere Stellung zu bringen, am Schußfaden-Maschenteil 21a angreift und diesen gegen den Warenschluß 11 des Faches auslenkt. Die Fangnadel kann somit den Fangfaden an einer näher am Warenschluß 11 des Faches gelegenen Stelle abnehmen, und zwar wegen des größeren Abstands zwischen den Maschenteilen 21a, 21b und auch deshalb, weil sich der Maschenteil 21a näher am Warenschluß 11 befindet.

Da auf diese Weise die Größe der Axialbewegung der Fangnadel verkleinert ist, lassen sich höhere Webgeschwindigkeiten erzielen.

Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Fangnadel 20 vorzugsweise an ihrer Unterseite mit einer Aussparung 60 versehen.

Die Aussparung 60 ist in der Fangnadel 20 so ausgebildet, daß der Schußfaden-Maschenteil 21a in der Aussparung 60 liegt, wenn sich die Fangnadel 20 in ihrer vorgeschobenen Stellung befindet. Dies ist deshalb vorteilhaft, weil dabei der Fangfaden an der Fangnadel vorbei nach oben verlaufen kann, ohne durch den Schußfaden nach unten ausgelenkt zu werden. Während der Schußfaden in der Aussparung 60 liegt, behindert er somit nicht den Verlauf des Fangfadens über die Fangnadel hinweg. Die Fangnadel kann demzufolge zuverlässig mit hoher Geschwindigkeit arbeiten und den Fangfaden jeweils zuverlässig erfassen, obwohl die Endausbildung 41 den Fangfaden dicht am Schußfaden-Maschenteil 21a erfaßt oder abnimmt.

Vorteilhaft besitzt die Schußnadel 14 eine Kröpfung 70, bevorzugt in Form einer Schulter 71, die beim Rücklaufhub (der Schußnadel) den Fangfaden 30 mitnimmt und ihn weiter um die Fangnadel 20 herumschlingt. Beim weiteren Rücklauf der Schußnadel 14 läuft der Fangfaden außer Eingriff mit der Schulter 71, und er wird dabei selbsttätig von der Schußnadel freigegeben. Es hat sich herausgestellt, daß durch die Anordnung der Kröpfung 70 die Zuverlässigkeit des Erfassens des Fangfadens 30 durch die Fangnadel 20 bei hohen Betriebsgeschwindigkeiten weiter verbessert wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Nadelwebmaschine mit einer Fangnadel (20), die an der von der Seite, an welcher der Schußfaden eingezogen wird, abgewandten Seite des Gewebes angeordnet ist,

    wobei die Fangnadel (20) zur Durchführung einer axialen Hin- und Herbewegung zwischen einer vorgeschobenen und einer zurückgezogenen Stellung geführt und so angeordnet ist, daß sie in ihrer vorgeschobenen Stellung durch eine von der Schußnadel (14) gebildete Schußfaden-Masche (21a, 21b) hindurch ragt, und

    mit einer mit der Fangnadel (20) synchron bewegbaren Fangfaden-Führung (31), die so angeordnet ist, daß sie in eine Betriebsstellung bewegbar ist, in der die Fangfaden-Führung (31) den Fangfaden (30) so positioniert, daß er von der Fangnadel (20) in deren vorgeschobener Position erfaßt werden kann, dadurch gekennzeichnet,

    daß ein mit der Fangfaden-Führung (31) bewegbares Ablenkungsmittel (50) vorgesehen ist, das so angeordnet ist, daß es den dem Warenschluß (11) am nächsten gelegenen Abschnitt der Schußfaden-Masche (21a) erfaßt um ihn während der Bewegung der Fangfaden-Führung (31) in die Betriebsstellung in Richtung auf den Warenschluß (11) abzulenken.
  2. 2. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablenkungsmittel einen Ablenkarm (50) umfaßt.
  3. 3. Webmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fangfaden-Führung (31) in ihrer Betriebsstellung oberhalb der Fangnadel (20) liegt, so daß der Fangfaden (30) von dem Gewebe aus aufwärts verläuft, wobei die Bahn der axialen Hin- und Herbewegung der Fangnadel (20) so plaziert ist, daß die Fangnadel (20) den Fangfaden (30) bei seinem Verlauf von dem Gewebe zur Fangfaden-Führung (31) nach unten ablenkt.
  4. 4. Webmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fangnadel (20) mit einer Aussparung (60) versehen ist, die den Schußfaden-Haschenteil (21a) in der vorgeschobenen Stellung der Fangnadel (20) aufnimmt.
  5. 5. Webmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schußnadel (14) mit einer Kröpfung (70) zum Erfassen des Fangfadens (30) versehen ist, um so beim Rücklaufhub der Schußnadel (14) den Fangfaden (30) in das Fach zu ziehen, damit der Fangfaden (30) teilweise um die Fangnadel (20) gewickelt ist, wobei die Kröpfung (70) beim weiteren Rücklauf der Schußnadel (14) den Fangfaden (30) freigibt.






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