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Dokumentenidentifikation DE3422622C2 19.05.1993
Titel Behälter, insbesondere Großbehälter für Kläranlagen
Anmelder Norddeutsche Seekabelwerke AG, 2890 Nordenham, DE
Erfinder Bittner, Hans Jürgen, Dipl.-Ing., 2890 Nordenham, DE
Vertreter Bolte, E., Dipl.-Ing., 2800 Bremen; Popp, E., Dipl.-Ing.Dipl.-Wirtsch.-Ing.Dr.rer.pol.; Sajda, W., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 19.06.1984
DE-Aktenzeichen 3422622
Offenlegungstag 14.11.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.05.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1993
IPC-Hauptklasse E04H 7/28
IPC-Nebenklasse E04B 1/38   B65D 90/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Behälter, insbesondere Großbehälter für Kläranlagen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Vor allem sind durch die Erfindung Großbehälter im Bereich von Kläranlagen angesprochen. Sie finden dort als Behälter für die Abwasserbehandlung (Belebtschlammverfahren, Tropfkörperverfahren, Anaerobtechnik) sowie als Sammelbehälter für die Speicherung von Abwasser oder Klärschlamm Anwendung. Darüber hinaus können solche Behälter auch auf anderen Gebieten eingesetzt werden, wo Flüssigkeiten oder andere fließfähige Stoffe zu lagern sind.

Großbehälter dieser Art werden wegen ihrer Größe aus einer Vielzahl vorgefertigter Wandelemente am Einsatzort zusammengesetzt. Die Behälter sind üblicherweise zylinderförmig ausgebildet, und zwar entweder mit kreisförmiger oder vieleckiger Grundfläche.

Aus der DE 23 56 232 A1 ist ein Behälter bekannt, der aus ringförmig auf einer Bodenplatte angeordneten, plattenförmigen Wandelementen besteht. Die vertikalen Wandelemente sind mehrlagig ausgebildet. Zur Verbindung der Wandelemente dienen im Querschnitt T-förmige Randprofile, die von außen an den Seitenrändern der Wandelemente angebracht sind. Nachteilig an dem bekannten Behälter ist, daß die inneren Schichten der mehrlagigen Wandelemente nicht von dem Randprofil erfaßt werden. Im Bereich der Seitenränder sind daher die inneren Schichten der Wandelemente ungeschützt gegenüber dem Medium, beispielsweise einer Flüssigkeit, das sich innerhalb des Behälters befindet.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Behälter zu schaffen, der auf einfache Weise einen dauerhaften Schutz der Seitenränder jedes Wandelements gewährleistet.

Zur Lösung dieser Aufgabe weist der erfindungsgemäße Behälter die Merkmale im Anspruch 1 auf. Dadurch, daß die Randprofile mit einem Schenkel an der Innenseite der Wandelemente und mit dem anderen Schenkel außerhalb des Behälters befestigt sind, werden die Wandelemente an ihren Seitenrändern geschützt. Es wird verhindert, daß das im Behälter enthaltene Medium mit den Seitenrändern der Wandelemente in Berührung kommt.

Die Randprofile sind zweckmäßigerweise als stumpfe Winkelprofile mit vorzugsweise ungleich langen Schenkeln ausgebildet und sind bei der Herstellung der Wandelemente bereits mit deren Wandplatten verbunden worden. Während ein kürzerer Schenkel dieser Winkelprofile mit dem vertikalen Rand einer jeweiligen Wandplatte von innen verbunden ist, dient der längere Schenkel zur Verbindung nebeneinanderliegender Randprofile. Der Winkel der Randprofile ist dabei derart bemessen, daß zwei zu verbindende lange Schenkel aneinanderliegen bzw. mit geringfügigem Abstand parallel zueinander verlaufen, wenn die zu verbindenden Wandelemente in einem flachen, stumpfen Winkel zueinander angeordnet sind. Auf diese Weise wird eine Verbindungsnaht gebildet aus den beiden nebeneinanderliegenden langen Schenkeln der Randprofile, die in bezug auf den ringförmigen Behälter radial nach außen weisen. Es ist dadurch möglich, die Wandelemente mit entsprechenden Montagegeräten bzw. -vorrichtungen von außen zu verbinden, und zwar vorzugsweise zu verschrauben. Eine Dichtung zwischen den zueinander gerichteten Innenflächen der zu verschraubenden langen Schenkel der Randprofile sorgt für eine Abdichtung der Verbindungsnaht gegen Flüssigkeiten. Die so gebildete Verbindungsnaht ist einfach herzustellen und läßt ggf. einen Austausch einzelner Wandelemente zu, wenn diese z. B. beschädigt sein sollten.

In Ausgestaltung der Erfindung hat es sich ferner als vorteilhaft erwiesen, zum äußeren Schutz der Verbindungsnähte zweier benachbarter Wandelemente die verschraubten Randprofile, nämlich die quergerichteten, langen Schenkel derselben, durch ein entsprechend ausgebildetes, längliches Abdeckprofil zu verdecken. Dieses kann ebenfalls lösbar mit den Wandplatten der Wandelemente befestigt sein, damit der Zugang zur Verschraubung von deren Profilen jederzeit gegeben ist, beispielsweise bei eventuellen Undichtigkeiten.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung weisen nicht nur die vertikalen Ränder der Wandplatten eine Verstärkung, nämlich die Randprofile auf, sondern es sind auch die oberen und unteren Ränder der Wandplatten verstärkt durch Unter- bzw. Obergurte. Letztere können ebenfalls als Winkelprofile ausgebildet sein und sind erfindungsgemäß mit den vertikalen Randprofilen fest verbunden, beispielsweise verschweißt zur Bildung eines ebenen Flächentragwerks. Zur Erhöhung der Stabilität eines jeden Wandelements kann das Rahmentragwerk versteift sein, insbesondere durch zwei Diagonalprofile.

Dieses in sich stabile fachwerkartige Rahmentragwerk ist ausgefüllt durch jeweils eine Wandplatte. Diese kann aus mehreren horizontalen Wandstreifen zusammengesetzt, aber auch einstückig ausgebildet sein. Durch diesen Aufbau erhalten die Wandelemente eine ausreichende Stabilität. Während das äußere, durch Ober- und Untergurt sowie die beiden Randprofile gebildete Rahmentragwerk in der Ebene des Flächenelements wirkende Belastungen aufnimmt, brauchen die Wandplatten lediglich die auf ihre Fläche einwirkenden Normalkräfte aufzunehmen, also im wesentlichen widerstandsfähig gegen Beulung sein.

Nach einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Behälters ist die äußere Schicht der Wandplatten aus einem profilierten Blech hergestellt. Dieses weist abwechselnd horizontal verlaufend nebeneinanderliegende Erhöhungen und Vertiefungen mit vorzugsweise trapezförmigem Querschnitt auf. Die Isolierschicht ist dabei an ihrer zur profilierten Außenseite gerichteten Wandung glatt ausgebildet, d. h. sie spart das Innenprofil der trapezförmigen Erhöhungen aus. In diesen Bereichen weisen die Wandplatten dann durchgehende Hohlräume auf. Alternativ können die Hohlräume aber auch eine Kunststoffisolierung aufweisen, so daß die Isolierung den Raum zwischen den Außenwänden des Verbundmaterials vollständig ausfüllt. Bei beiden Varianten des Verbundmaterials führt die Profilierung der Außenwandung im statischen Sinne zu einer Erhöhung der Belastbarkeit der Wandplatten, insbesondere in bezug auf Beulung.

Im Bereich der vertikalen Ränder sind die Vertiefungen längs eines schmalen Randstreifens ausgefüllt durch entsprechend gestaltete Bleche, die die Vertiefungen sowohl stirnseitig als auch in den Bereichen zwischen zwei Erhöhungen verschließen. Der dadurch entstehende, aufrechte Randstreifen an den Wandplatten bietet eine ebene Auflagerfläche zur Anbringung der Abdeckprofile über die Verbindungsnähte nebeneinanderliegender Wandelemente.

Zweckmäßigerweise ist im unteren Bereich der Verbindungsnähte ein gegenüber dem Untergurt nach unten vorstehender Fundamentsockel lösbar angeordnet. Dadurch kann der Behälter auf einem Betonfundament vormontiert werden, indem die auf dem Fundament aufliegenden Wandelemente miteinander verschraubt werden und der Fundamentsockel in eine entsprechend groß bemessene Ausnehmung im Fundament hineinragt, die nach der Montage sämtlicher Wandelemente des Behälters und Ausrichtung desselben auf dem Fundament abschließend eingegossen wird. Die Verbindung des Fundamentsockels mit dem eigentlichen Behälter geschieht im unteren Bereich der Verbindungsnaht durch jeweils ein an der Oberseite des Fundamentsockels angeordnetes Knotenblech, welches zwischen den langen Schenkeln der Randprofile die Wandelemente aufgenommen ist. Die Randprofile dienen damit sowohl zur Verbindung der angrenzenden Wandelemente als auch zur lösbaren Befestigung der Sockelelemente an denselben.

Zweckmäßigerweise ist der im Bereich der Verbindungsnähte zwischen den Randprofilen von den Knotenblechen nicht ausgefüllte Raum zwischen den langen Schenkeln der Randprofile durch eine entsprechend ausgebildete Ausgleichsleiste oder auch eine entsprechend ausgebildete elastische Dichtung ausgefüllt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Behälters für eine Kläranlage, im teilweisen Schnitt,

Fig. 2 eine Draufsicht auf den Behälter gemäß der Fig. 1,

Fig. 3 ein Wandelement des Behälters gemäß der Fig. 1 und 2,

Fig. 4 eine Einzelheit IV aus der Fig. 2, nämlich einen Querschnitt durch eine Verbindungsnaht zweier angrenzender Wandelemente,

Fig. 5 eine Längsansicht der Verbindungsnaht gemäß der Fig. 4 in teilweise verdecktem Zustand,

Fig. 6 eine Einzelheit VI aus der Fig. 5, nämlich einen unteren Rand einer Verbindungsnaht mit einem Fundamentsockel,

Fig. 7 eine Einzelheit VII aus der Fig. 5, nämlich einen oberen Bereich einer Verbindungsnaht mit einem Kragarm,

Fig. 8 einen einzeln dargestellten Fundamentsockel, und

Fig. 9 einen einzeln dargestellten Kragarm.

Das vorliegende Ausführungsbeispiel zeigt einen Behälter 10 zum Einsatz in einem Klärwerk. Der Behälter 10 besteht im vorliegenden Beispiel aus zwölf ringförmig zusammengesetzten Wandelementen 11. Durch die ebenflächig ausgebildeten Wandelemente 11 erhält der Behälter 10 eine zwölfeckige Grundfläche. Die Wandelemente 11 des Behälters 10 sind auf ein umlaufendes Ringfundament 12 aufgesetzt, an das sich im Inneren des Behälters 10 eine tiefer liegende, vollflächige Sohlplatte 13 anschließt. Eine obere Öffnung im Behälter 10 ist hier teilweise durch eine umlaufende Randabdeckung 14 aus zwölf trapezförmigen Abdeckelementen 15 eingedeckt (Fig. 2).

Wie die Fig. 1 und 2 des weiteren zeigen, ist im Inneren des Behälters 10 dieses Ausführungsbeispiels eine auf der Oberseite des Ringfundaments 12 aufliegende Tropfkörperpackung 16 angeordnet. In der Mitte des Behälters 10 befindet sich ein aufrechter, zylindrischer Schacht 17, der geringfügig über die Oberfläche 18 der Tropfkörperpackung 16 hinwegragt. Im Schacht 17 befindet sich eine aufrechte Versorgungsleitung für mehrere horizontale Berieselungsarme 19. Letztere sind mit geringfügigem Abstand oberhalb der Tropfkörperpackung 16 angeordnet zur Berieselung über die Oberfläche 18 der Tropfkörperpackung 16.

Die Fig. 3 zeigt ein einzelnes Wandelement 11, und zwar in der linken Hälfte mit Blick auf die Außenseite des Behälters 10 und in der rechten Hälfte von der Innenseite des Behälters 10 her gesehen. Wie aus dieser Figur ersichtlich, setzt sich jedes Wandelement 11 aus einem ebenen fachwerkartigen Rahmentragwerk 20 und einer darin angeordneten Wandplatte 21 zusammen. Je nach Höhe des Behälters 10 ist die Wandplatte 21 aus mehreren Plattenstreifen 22 zusammengesetzt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel bilden sieben übereinanderliegende Plattenstreifen 22 die Wandplatte 21.

Die Wandplatten 21 bzw. Plattenstreifen 22 setzen sich - wie die Fig. 6 zeigt - aus drei unterschiedlichen Schichten zusammen, nämlich einer ebenen inneren Wandschicht 23, einer profilierten äußeren Wandschicht 24 und einer dazwischen angeordneten Isolierschicht 25. Die Wandschichten 23 und 24 bestehen aus dünnem Aluminiumblech und die (mittige) Isolierschicht 25 aus einem Kunststoff, beispielsweise Polyurethanschaum. Letzterer füllt hier den gesamten Raum zwischen der inneren Wandschicht 23 und der äußeren Wandschicht 24 aus.

Die Profilierung der äußeren Wandschicht 24 ist bei den gezeigten Wandplatten 21 aus horizontal verlaufenden abwechselnd nebeneinanderliegenden Erhöhungen 26 und Vertiefungen 27 gebildet. Sowohl die Erhöhungen 26 als auch die Vertiefungen 27 weisen einen in etwa trapezförmigen Querschnitt mit leicht abgerundeten Kanten auf. In der Breite sind die Erhöhungen 26 und die Vertiefungen 27 unterschiedlich bemessen, indem nämlich die Erhöhungen 26 in etwa die doppelte Breite der Vertiefungen 27 aufweisen.

Die Verbindung der einzelnen Plattenstreifen 22 zu einer Wandplatte 21 erfolgt gemäß der Fig. 7 an zueinander gerichteten Längsrändern der Plattenstreifen 22 im Bereich einer Vertiefung 27. Dazu sind die Längsränder zungenartig ineinandergeschoben, indem am Längsrand eines Plattenstreifens 22 die mittige Isolierschicht 25 bereichsweise entfernt ist zur Aufnahme des Längsrandes eines angrenzenden Plattenstreifens 22. Durch ein geeignetes Füllmaterial sind die Verbindungen zwischen den einzelnen Plattenstreifen 22 abgedichtet. Durch eine Mehrzahl von mit Abstand voneinander angeordneten Schrauben oder Nieten kann die Verbindung gesichert werden.

Das Rahmentragwerk 20 besteht aus einem äußeren Rahmen 28, der aus zwei parallelen, vertikalen Randprofilen 29 und jeweils einem horizontal verlaufenden Obergurt 30 sowie einem Untergurt 31 gebildet ist. Letztere sind in den Ecken mit den Randprofilen 29 verschweißt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Rahmen 28 des Rahmentragwerks 20 durch zwei Diagonalstreben 32 und eine horizontal verlaufende, durch einen Knotenpunkt 33 der Diagonalstreben 32 führende Mittenstrebe 34 versteift. Die Diagonalstreben 32 und die Mittenstrebe 34 sind an der zur Innenseite des Behälters 10 gerichteten Seite hinter den Rahmen 28 geschweißt.

Wie die Fig. 7 zeigt, ist der Obergurt 30 aus einem rechtwinkligen Profilmaterial mit unterschiedlich langen Schenkeln gebildet. Die Wandplatte 21 ist mit dem Qbergurt 30 verbunden, indem diese von der Außenseite des Behälters 10 her gegen die zum langen Schenkel des Obergurts 30 gerichtete Seite des abwärts gerichteten kurzen Schenkels geschraubt ist. Die Schrauben 35 zur Verbindung der Wandplatte 21 mit dem Obergurt 30 sind auch hier im Bereich der Vertiefung 27 der Wandplatte 21 angeordnet. Eine der Stirnseite der Wandplatte 21 zugeordnete Dichtung 36 und eine zwischem dem kurzen Schenkel und der inneren Wandschicht 23 der Wandplatte 21 angeordnete Dichtung 37 dienen zur Abdichtung des oberen Randes der Wandplatte 21 gegenüber dem Obergurt 30 des Rahmens 28.

Auch der Untergurt 31 ist aus einem rechtwinkligen, ungleichschenkIigen Profilmaterial gebildet. Der längere Schenkel des Untergurts 31 ist horizontal verlaufend der unteren Stirnseite der Wandplatte 21 zugeordnet, und der kürzere Schenkel des Untergurts 31 liegt abwärts gerichtet an der Innenseite des Behälters 10.

Der kurze Schenkel des Untergurts 31, bildet im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Wasserschürze 71. Die untere, freie Kante dieser Wasserschürze 71 dient dabei als Abtropfkante 72.

Zur Verbindung des unteren Randes der Wandplatte 21 mit dem Untergurt 31, nämlich dem horizontalen längeren Schenkel des Winkelprofils, ist auf demselben ein in Längsrichtung durchgehender Vierkantstab 38 mit geringfügigem Abstand vom abwärts gerichteten kürzeren Schenkel fest angeordnet, und zwar durch Schweißen. Der Vierkantstab 38 greift formschlüssig zwischen die innere Wandschicht 23 und die äußere Wandschicht 24 der Wandplatte 21 im Bereich der unteren, horizontalen Kante desselben ein. Zu diesem Zweck ist der Vierkantstab 38 entsprechend dem lichten Abstand der Wandschichten 23 und 24 im Bereich einer Vertiefung 27 bemessen und die Isolierschicht 25 zum freien stirnseitigen Eintritt des Vierkantstabs 38 zwischen die Wandschichten 23 und 24 bereichsweise aus der Wandplatte 21 entfernt. Durch in der Fig. 6 nicht dargestellte, horizontale Schrauben sind die Wandschichten 23 bzw. 24 des unteren Randes der Wandplatte 21 mit dem Vierkantstab 38 auf dem Untergurt 31 verschraubt. Entsprechende Dichtungen sorgen auch hier für eine Abdichtung der Wandplatte 21 gegenüber dem Untergurt 31.

Die beiden vertikalen Randprofile des Rahmentragwerks sind gleichermaßen als stumpfer Winkel mit ungleich langen Schenkeln 39 und 40 ausgebildet. Wie die Fig. 4 zeigt, dienen die Randprofile 29, nämlich deren lange Schenkel 40, gleichzeitig zur Verbindung nebeneinanderliegender Wandelemente 11. Dazu sind die kurzen Schenkel 39 der Randprofile 29 von der Innenseite des Behälters 10 aus an den (glatten) inneren Wandschichten 23 der Wandplatten 21 angeschraubt durch eine Mehrzahl von horizontal verlaufenden Schrauben 41. Die Schrauben 41 sind auch hier im Bereich der Vertiefungen 27 in den Wandplatten 21 angeordnet. Zwischen der inneren Wandschicht 23 und dem kurzen Schenkel 39 jedes Randprofils 29 ist zur Abdichtung des Behälters 10 ein elastischer Dichtungsstreifen 42 angeordnet.

Der stumpfe Winkel der Randprofile 29 ist derart gewählt, daß bei ebenfalls in einem flachen, stumpfen Winkel zueinander verlaufenden Ebenen benachbarter Wandelemente 11 die zur Verschraubung derselben dienenden langen Schenkel 40 parallel zueinander liegen in radialer Richtung in bezug zum Behälter 10.

Lösbar verbunden sind die langen Schenkel 40 der Randprofile 29 - und damit benachbarte Wandelemente 11 - zur Bildung einer vertikalen Verbindungsnaht 43 durch mehrere mit Abstand übereinander angeordnete Verschraubungen 44. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die beiden zueinander gerichteten Seiten der langen Schenkel 40 nicht unmittelbar aneinanderliegend verschraubt, sondern es sind eine längliche Abstandsleiste 45 und ein längliches, dauerelastisches Dichtungsband 46 zwischen den jeweils paarweise miteinander verschraubten Randprofilen 29 der Wandelemente 11 angeordnet. Die Abstandsleiste 45 und das Dichtungsband 46 befinden sich hier hintereinanderliegend in einem zwischen den beiden langen Schenkeln 40 bzw. deren Profile 29 gebildeten Spalt 47, und zwar derart, daß die Abstandsleiste 45 an der zu den freien Enden der langen Schenkel 40 gerichteten Seite, vor den Verschraubungen 44 liegt und das Dichtungsband 46 hinter denselben. Die Verschraubungen 44 verlaufen dadurch also nicht durch das Dichtungsband 46 oder die Abstandsleiste 45, sondern liegen zwischen denselben. Dadurch brauchen weder in der Abstandsleiste 45 noch im Dichtungsband 46 entsprechende Durchgangsbohrungen für die Verschraubungen 44 angeordnet sein.

Ein zwischen den vertikalen Stirnflächen 48 der Wandplatten 21 und den Außenseiten der langen Schenkel 40 entstehender Freiraum 49 an jeder Seite der Wandelemente 11 ist abgedichtet durch eine Spritzmasse 50 zum Schutz der Isolierschicht 25 der Wandplatten 21 vor Feuchtigkeit.

In einem schmalen Randbereich jeder vertikalen Stirnfläche 48 der Wandplatten 21 ist auf die äußere Wandschicht 24 derselben eine längliche, aufrechte Zahnleiste 51 von außen aufgesetzt. Ein durchgehender Streifen 52 der Zahnleiste 51 überdeckt dabei die in der Ebene der Wandelemente 11 liegenden Stege 53 der Erhöhungen 26 der Wandplatte 21. Dabei überdeckt der längliche Streifen 52 der Zahnleiste 51 die Vertiefungen 27, so daß an der Außenseite der Wandplatten 21 im Bereich der aufrechten Kanten 48 derselben ein ebener, also nicht profilierter Randstreifen entsteht. An der von der Verbindungsnaht 43 weg gerichteten Seite des Streifens 52 weist die Zahnleiste 51 eine Mehrzahl mit Abstand voneinander angeordneter, abgewinkelter Stirnbleche 54 auf. Letztere sind derart bemessen, daß sie in die mit Abstand voneinander angeordneten Vertiefungen 27 in der äußeren Wandschicht 24 der Wandplatte 21 eingreifen zum stirnseitigen Verschluß der Vertiefungen 27. Befestigt sind die Zahnleisten 51 mit ihren durchgehenden Streifen 52 auf der äußeren Wandschicht 24 der Wandplatten 21 durch Niete 55, die im Bereich der Stege 53 der Erhöhungen 26 angeordnet sind.

Wie die Fig. 4 des weiteren zeigt, ist die Verbindungsnaht 43 durch ein längliches, aufrechtes Blechprofil 56 verdeckt. Letzteres weist hier einen in etwa trogförmigen Querschnitt auf. Das Blechprofil 56 kommt mit unteren, seitlich abgewinkelten Fußstreifen 57 auf zwei glatten Streifen 52 der sich an der Verbindungsnaht 43 gegenüberliegenden Zahnleisten 51 zur Anlage. An den Fußstreifen 57 ist das Blechprofil 56 auch durch eine Mehrzahl mit Abstand voneinander angeordneter Blechschrauben 58 auf den Zahnleisten 51 befestigt, und zwar ebenfalls im Bereich von Erhöhungen 26. Zusätzlich liegt das in der Fig. 4 gezeigte Blechprofil 56 noch mit einem quer zu den langen Schenkeln 40 der Randprofile 29 gerichteten Steg 53 an den freien, äußeren Stirnflächen der langen Schenkel 40 an.

Wie die Fig. 5 und 6 zeigen, ist im unteren Bereich jeder Verbindungsnaht 43 ein gegenüber dem Untergurt 31 nach unten vorstehender Fundamentsockel 59 angeordnet. Die Fig. 8 zeigt einen solchen Fundamentsockel 59 als Einzelteil. Demnach besteht dieser aus einem Doppel-T-Profil 60 mit einer Abdeckplatte 61 auf jeder Stirnseite. Auf der oberen Abdeckplatte 61 des Fundamentsockels 59 ist ein aufrechtes Knotenblech 62 angeordnet. Mit diesem Knotenblech 62 wird der Fundamentsockel 59 an der Unterseite der Verbindungsnaht 43 zwischen den langen Schenkeln 40 der Randprofile 29 befestigt, und zwar - wie die Fig. 6 zeigt - durch zwei Schrauben 63. Dabei kommt die obere Abdeckplatte 61 des Doppel-T-Profils 60 unterhalb des langen, horizontalen Schenkels des Untergurts 31 zur Anlage. Die Dicke des Knotenblechs 62 entspricht der Dicke der Abstandsleiste 45 bzw. dem Dichtungsband 46 zwischen den langen Schenkeln 40zweier nebeneinanderliegender Randprofile 29, die mit Abstand von der Unterseite der Verbindungsnaht 43 enden zum freien Eintritt des Knotenblechs 62 des Fundamentsockels 59 zwischen den Randprofilen 29.

Die Fig. 1 zeigt, wie die Fundamentsockel 59 im Ringfundament 12 angeordnet sind. Demnach weist das Ringfundament 12 an jeder der zwölf am Umfang des Behälters 10 verteilten Verbindungsnähte 43 einen Betonsockel 64 auf. Letzterer weist eine Aussparung 65 auf, in die die Fundamentsockel 59 zur Montage der Wandelemente 11 frei eintreten können. Die Tiefe jeder Aussparung 65 ist derart bemessen, daß die untere Abdeckplatte 61 am Fundamentsockel 59 auf einem Boden 66 in der Aussparung 65 aufliegt. Nach der vollständigen Montage des Behälters 10 und nach dem Ausrichten desselben auf dem Ringfundament 12 können die Fundamentsockel 59 einbetoniert werden durch Füllen der Aussparungen 65 in den Betonsockeln 64.

Schließlich zeigt die Fig. 7 die Befestigung eines Kragarms 67 am oberen Ende der Verbindungsnähte 43. Auch der in der Fig. 9 als Einzelteil dargestellte Kragarm 67 weist zur Befestigung zwischen zwei langen Schenkeln 40 der Randprofile 29 gegenüberliegender Wandelemente 11 ein Knotenblech 68 auf, mit dem der Kragarm 67 durch zwei Schrauben 69 zwischen zwei Wandelementen 11 festschraubbar ist. Mit dem Knotenblech 68 ist zur Bildung des Kragarms 67 wieder ein Doppel-T-Profil 70 fest verbunden, aber in einer horizontalen Ebene um einige Grad nach unten geneigt. Dadurch liegt das freie, zur Mitte des Behälters 10 gerichtete Ende des Kragarms 67 geringfügig unterhalb des oberen Randes, nämlich des Obergurts 30, des Behälters 10.

Die jeder Verbindungsnaht 43 zugeordneten Kragarme 67 tragen in diesem Ausführungsbeispiel die Randabdeckung 14 des Behälters 10. Die freien, nach innen gerichteten Enden der Kragarme 67 können durch in den Figuren nicht dargestellte Horizontalverstrebungen untereinander verbunden sein zur Erhöhung der Stabilität.

Die Außenabmessungen eines Wandelements 11 betragen beim beschriebenen Ausführungsbeispiel in der Höhe etwa 4365 mm und in der Breite etwa 2654,4 mm. Ein aus zwölf solcher Wandelemente 11 zusammengesetzter Behälter 10 verfügt über eine Höhe oberhalb des Ringfundaments 12 von in etwa 4430 mm und einen Eckdurchmesser von etwa 10 088 mm. Die Höhe des Ringfundaments 12 oberhalb des Erdreichs beträgt in etwa 400 mm.

Das Innere des Behälters 10, insbesondere die Innenfläche der inneren Wandschicht 23 aller Wandelemente 11, kann mit einer Schutzschicht, beispielsweise aus Kunststoff, versehen sein zum Schutz des Behälters 10 gegen in demselben befindliche korrosive Medien.


Anspruch[de]
  1. 1. Behälter, insbesondere Großbehälter für Kläranlagen, mit ringförmig angeordneten, plattenförmigen Wandelementen, die auf einem Ringfundament bzw. einer Bodenplatte befestigt sind, wobei die Wandelemente als an aufrechten Seitenrändern mit durchgehenden Randprofilen versehene, mehrlagige Wandplatten ausgebildet und an ihren Randprofilen an der Außenseite des Behälters miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Randprofile (29) als Winkelprofile ausgebildet sind, die mit ihrem einen Schenkel (39) an der Innenseite der Wandplatten (21) befestigt sind und mit ihrem sich radial nach außen erstreckenden anderen Schenkel (40) mit dem entsprechenden Schenkel (40) des jeweils benachbarten Wandelements (11) verbunden sind.
  2. 2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte Wandelemente (11) mit zwei nebeneinanderliegenden Randprofilen (29) lösbar miteinander verbunden sind, vorzugsweise durch mehrere Verschraubungen (44), zur Bildung einer vertikalen Verbindungsnaht (43).
  3. 3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (39, 40) der Winkelprofile ungleich lang ausgebildet sind und miteinander einen stumpfen Winkel bilden.
  4. 4. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel der Schenkel (39, 40) der Randprofile (29) derart ausgebildet ist, daß bei unter einem stumpfen Winkel zueinander angeordneten Wandelementen (11) die zu verbindenden Schenkel (40) der Randprofile (29) in etwa parallel zueinander verlaufen.
  5. 5. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (39) der Winkelprofile durch mehrere Schrauben (41) mit der Innenseite der Wandplatte (21) befestigt sind.
  6. 6. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der lange, freie Schenkel (40) des Randprofils (29) um ein Mehrfaches länger als die Dicke der Wandplatten (21) der Wandelemente (11) ist.
  7. 7. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandplatten (21) aus einem Verbundmaterial mit einer glatten inneren Wandschicht (23), einer gerippten äußeren Wandschicht (24) und einer dazwischen angeordneten, dickeren Füllschicht (Isolierschicht 25) bestehen, wobei vorzugsweise die Wandschichten (23, 24) aus Aluminium und die Füllschicht (Isolierschicht 25) aus Polyurethan bestehen.
  8. 8. Behälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenseite der glatten inneren Wandschicht (23) der Wandplatten (21) mit einer Beschichtung zum Schutz gegen z. B. korrosive Medien versehen ist.
  9. 9. Behälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die gerippte äußere Wandschicht (24) abwechselnd nebeneinanderliegende Erhöhungen (26) und Vertiefungen (27) aufweist, die quergerichtet zu den aufrechten Randprofilen (29) der Wandelemente (11) verlaufen und beide ein trapezförmiges Profil aufweisen.
  10. 10. Behälter nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, daß die Schrauben (41) zur Befestigung der Randprofile (29) an den Wandplatten (21) im Bereich der Vertiefungen (27) an der äußeren Wandschicht (24) derselben angeordnet sind.
  11. 11. Behälter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in einem an den Randprofilen (29) angrenzenden Bereich die Vertiefungen (27) in der gerippten äußeren Wandschicht (24) der Wandplatten (21) verdeckt sind zur Bildung eines glatten, streifenförmigen Bereichs an der Außenseite der Wandplatten (21), der parallel zu den aufrechten Randprofilen (29) verläuft.
  12. 12. Behälter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhöhungen (26) und Vertiefungen (27) der äußeren Wandschicht (24) durch eine längliche Zahnleiste (51) mit einem gleichmäßigen Abstand untereinander aufweisenden, abgewinkelten Stirnblechen (54), die korrespondierend zum Querschnitt der Vertiefungen (27) angeordnet und ausgebildet sind, überdeckt sind, und die Vertiefungen (27) stirnseitig geschlossen sind durch die Stirnbleche (54).
  13. 13. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vertikalen Verbindungsnaht (43) ein äußeres, längliches Blechprofil (56) zugeordnet ist zum Abdecken der Randprofile (29) und der vertikalen Stirnränder der Wandplatten (21).
  14. 14. Behälter nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Blechprofil (56) trogförmig ausgebildet ist und mit freien, seitlich abstehenden Fußstreifen (57) mit den glatten, streifenförmigen Randbereichen der Zahnleisten (51) an den Wandplatten (21) verbunden ist, vorzugsweise durch im Bereich der Erhöhungen (26) angeordnete Blechschrauben (58).
  15. 15. Behälter nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den langen Schenkeln (40) der Randprofile (29) zweier benachbarter Wandelemente (11) und der Anlage der kurzen Schenkel (39) der Randprofile (29) an die innere Wandschicht (23), insbesondere dauerelastische, Dichtungen angeordnet sind.
  16. 16. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß ein Freiraum (49) zwischen den vertikalen Stirnflächen der Wandplatten (21) und den Randprofilen (29) durch eine Spritzmasse (50) ausgefüllt ist.
  17. 17. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden vertikalen Randprofile (29) jedes Wandelements (11) durch einen horizontalen Obergurt (30) und einen dazu parallelen Untergurt (31) zu einem ebenen Rahmentragwerk (20) verbunden sind, in dem die aus dem Verbundmaterial gebildete Wandplatte (21) eingesetzt und befestigt ist.
  18. 18. Behälter nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Obergurt (30), dem Untergurt (31) und den beiden Randprofilen (29) gebildete Rahmentragwerk (20) eine Versteifung aus vorzugsweise zwei Diagonalstreben (32) aufweist.
  19. 19. Behälter nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Untergurt (31) ein Winkelprofil, insbesondere mit ungleich langen Schenkeln, aufweist, wobei der vertikale, insbesondere kürzere, Schenkel des Untergurts (31) als eine Wasserschürze (71) mit einer am unteren freien Ende derselben verlaufenden Abtropfkante (72) ausgebildet ist.
  20. 20. Behälter nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende jeder Verbindungsnaht (43) ein gegenüber dem horizontalen Untergurt (31) nach unten herausragender Fundamentsockel (59) zwischen den beiden langen Schenkeln (40) der Randprofile (29) zweier nebeneinanderliegender Wandelemente (11) verschraubt ist.
  21. 21. Behälter nach Anspruch 1 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Wandplatte (21) aus mehreren übereinanderliegenden Plattenstreifen (22) zusammengesetzt ist, die an ihren horizontalen Stirnflächen miteinander verbunden sind, vorzugsweise durch Schrauben, Kleben usw.






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