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Dokumentenidentifikation DE3437556C2 19.05.1993
Titel Abdeckhaube und Vorrichtung zum Öffnen und Schließen derselben
Anmelder Toyota Jidosha K.K., Toyota, Aichi, JP
Erfinder Hirosawa, Yasunori;
Okudaira, Souichirou, Toyota, Aichi, JP
Vertreter Tiedtke, H., Dipl.-Ing.; Bühling, G., Dipl.-Chem.; Kinne, R., Dipl.-Ing.; Grupe, P., Dipl.-Ing.; Pellmann, H., Dipl.-Ing.; Grams, K., Dipl.-Ing.; Struif, B., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 12.10.1984
DE-Aktenzeichen 3437556
Offenlegungstag 09.05.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.05.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1993
IPC-Hauptklasse B60K 11/06
IPC-Nebenklasse B62D 25/10   B62D 35/00   F01P 7/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Abdeckhaube und eine Vorrichtung zum Öffnen und Schließen derselben gemäß den Oberbegriff der Patentansprüche 1 und 9.

Bekannterweise wird eine Abdeckhaube zunächst zum Überdecken des Scheibenwischers gebraucht. Die Abdeckhaube dient jedoch nicht nur zum Schutze des Scheibenwischers, sondern trägt außerdem zu einer Verminderung des Luftwiderstandswerts beim Fahren eines Kraftfahrzeugs bei.

Da eine solche Abdeckhaube durch eine Fernsteuervorrichtung vom Fahrersitz des Kraftfahrzeugs aus geöffnet und geschlossen wird, umfaßt die Abdeckhaube im allgemeinen einen Antriebsmechanismus und sie ist derart ausgeführt, daß sie nur geöffnet wird, wenn der Scheibenwischer benutzt werden soll.

Aus der DE 27 53 371 A1 ist eine gattungsgemäße, mittels einer Antriebsvorrichtung schwenkbare Haube bekannt, die zur Abdeckung eines getrennten Aggregateraumes unterhalb der Motorhaube für die Unterbringung einer Scheibenwischeranlage dient. Diese Abdeckhaube ist zur Vermeidung einer störenden Stellung im geöffneten Zustand so angeordnet, daß sie beim Öffnen in den abgetrennten Aggregatenraum hineingeschwenkt wird.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Abdeckhaube mit einer Vorrichtung zum Öffnen und Schließen derselben zu schaffen, die in einem mit einem Verbrennungsmotor angetriebenen Kraftfahrzeug effektiv genutzt werden kann.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale in den kennzeichnenden Teilen der Patentansprüche 1 und 9 gelöst. Gemäß diesen Merkmalen ist der unter der Abdeckhaube befindliche Abschnitt mit dem Motorraum verbunden, so daß die Lüftung des Motors durch Öffnen und Schließen der Abdeckhaube regelbar ist. Die Vorrichtung zum Öffnen und Schließen der Abdeckhaube hat eine Steuervorrichtung zur Inbetriebsetzung der Antriebsvorrichtung, durch welche Steuervorrichtung die Kühlung des Motors regelbar ist.

Auf diese Weise ist es gewährleistet, daß die Abdeckhaube nicht nur geöffnet werden kann, wenn der Scheibenwischer benutzt werden soll, sondern daß sie auch dann benutzt werden kann, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit geringer als ein vorbestimmter Wert ist und die Brennkraftmaschine gekühlt werden muß, wodurch ein Anteil der durch den Motorraum durchlaufenden Luft durch eine zwischen der offenen Abdeckhaube und der Windschutzscheibe ausgebildete Öffnung nach außen abgegeben wird, wodurch die Brennkraftmaschineneinheit zusätzlich gekühlt wird.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Abschnitts eines Kraftfahrzeugs mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Öffnen und Schließen einer Abdeckhaube;

Fig. 2 eine perspektivische Darstellung der Ausführung eines Abdeckhaubenbewegungsmechanismus;

Fig. 3 eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines Beispiels für den Aufbau des Abdeckhaubenbewegungsmechanismus;

Fig. 4 ein Schaltbild eines Beispiels für eine Steuerung, die das Öffnen und Schließen der Abdeckhaube steuert;

Fig. 5 ein Flußdiagramm des Verfahrens zur Steuerung des Öffnens und Schließens der Abdeckhaube; und

Fig. 6 und 7 den Luftstrom bei geöffneter Abdeckhaube.

Fig. 1 zeigt einen Abschnitt eines Kraftfahrzeugs, das mit einer Vorrichtung zum Öffnen und Schließen einer Abdeckhaube ausgerüstet ist. Eine Scheibenwischervorrichtung (im folgenden nur als Scheibenwischer bezeichnet) 12 ist am unteren Abschnitt einer Windschutzscheibe 10 angeordnet. Der Scheibenwischer 12 wird durch eine Abdeckhaube 14 überdeckt. In der Darstellung ist ein Teil der Abdeckhaube 14 weggeschnitten, um den überdeckten Scheibenwischer 12 zu zeigen.

Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel für die Anordnung eines Mechanismus zur Verstellung der Abdeckhaube 14. An beiden Längsenden der Abdeckhaube 14 ist jeweils ein Stellmechanismus 18 einer Antriebsvorrichtung vorgesehen. Der eine Stellmechanismus 18 ist mit einem Antriebsmotor 20 der Antriebsvorrichtung versehen, wobei eine geeignete Untersetzungsvorrichtung vorgesehen ist. Der andere Stellmechanismus 18 erhält die Kraft vom Antriebsmotor 20 mittels einer Kraftübertragungswelle 22. Die Abdeckhaube 14 ist gewöhnlich derart angeordnet, daß ihre Oberfläche in etwa mit der einer Motorhaube 16 (siehe Fig. 1 und 3) fluchtet. Wenn die Abdeckhaube 14 geöffnet werden soll, wird sie zunächst nach unten bewegt und dann in Richtung auf das Vorderende des Kraftfahrzeugs bewegt, und zwar unterhalb der Motorhaube 16, wie durch den Pfeil FA in Fig. 2 dargestellt.

Fig. 3 zeigt in Einzelheiten den Aufbau des Stellmechanismus 18. Die Abdeckhaube 14 hat an jedem Längsende ein Paar Flansche 24, 26. Der Flansch 24 auf der Seite der Abdeckhaube 14, der näher zum Heck des Fahrzeugs orientiert ist, weist ein Langloch 28 auf, während der Flansch 26 mittels eines Stiftes 32 drehbar einen Hebel 30 lagert. Das Langloch 28 des Flansches 24 nimmt einen Stift 34 auf, der von einer Zahnstange 38 vorsteht. Das distale Ende des Hebels 30 wird in einem Abschnitt der Zahnstange 38drehbar durch einen Stift 36 angelenkt, und zwar an der Seite der Zahnstange, die näher zur Vorderseite des Fahrzeugs orientiert ist. Der Hebel 30 wird durch ein elastisches Element, nicht dargestellt, derart vorgespannt, daß er sich in Gegenuhrzeigerrichtung in Fig. 3 um den Stift 36 dreht und in dem in Fig. 3 dargestellten Zustand anhält. Die Zahnstange 38 ist in Eingriff mit einem Getriebe 40, auf das die Antriebskraft des Antriebsmotors 20 übertragen wird. Vor der Zahnstange 38 ist eine gebogene Führungsschiene 42 vorgesehen, die auf einer Verkleidungsplatte 41 derart sitzt, daß sie die Zahnstange 38 in Richtung auf das Heck des Fahrzeugs führt.

Wie in Fig. 6 und 7 dargestellt, ist das Innere des Motorraums durch eine zwischen der Abdeckhaube 14 und der Windschutzscheibe 10 ausgebildete Öffnung mit der Außenluft in Verbindung, wenn die Abdeckhaube 14 geöffnet ist.

Die Betriebsweise des wie oben beschriebenen Stellmechanismus 18 wird im weiteren erklärt.

Wenn Strom in einer ersten Richtung (im folgenden "Öffnungsstrom" genannt) durch den Anker des Antriebsmotors 20 (siehe Fig. 2) fließt, wird das Triebzahnrad 40 in Gegenuhrzeigerrichtung in Fig. 3 gedreht. Die Abdeckhaube 14 wird jedoch dadurch an der Bewegung gehindert, daß ihre Vorderseite gegen die Motorhaube 16 stößt. Da das Triebzahnrad 40 weiter gedreht wird, wird die Zahnstange 38 ebenfalls weiter nach links in Fig. 3 bewegt, wodurch der Stift 36 als einer der Drehpunkte des Hebels 30 nach links bewegt wird. Folgerichtig wird der Stift 32 als der andere Drehpunkt des Hebels 30 nach unten bewegt, wodurch das distale Ende der Abdeckhaube 14 nach unten bewegt wird. Zu diesem Zeitpunkt hat der Flansch 24 den Stift 34 in einer Zwischenstellung im Langloch 28 angeordnet. Nachdem die oben beschriebene Bewegung ausgeführt ist, wird die Abdeckhaube 14 wie durch den Pfeil FA in Fig. 3 dargestellt nach links bewegt.

Wenn andererseits Strom in der dem oben erwähnten Öffnungsstrom entgegengesetzten Richtung (im weiteren "Schließstrom" genannt) durch den Anker des Antriebsmotors 20 fließt, wird das Triebzahnrad 40 in Uhrzeigerrichtung in Fig. 3 gedreht, so daß die Abdeckhaube 14 in der zum Pfeil FA entgegengesetzten Richtung gedreht wird, so daß sie in ihre geschlossene Stellung zurückgestellt wird. Kurz gesagt, die Abdeckhaube 14 wird geöffnet, wenn der Öffnungsstrom durch den Antriebsmotor 20 fließt, und sie wird geschlossen, wenn der Schließstrom durch den Antriebsmotor 20 fließt.

Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine Steuervorrichtung zum Öffnen und Schließen der Abdeckhaube 14. Eine Steuervorrichtung 50 für das Scheibenwischerrelais ist durch Kippschalter 52, 54 mit einer Energiequelle 56 verbunden. Die Kippschalter 52, 54 sind entsprechend dem Betriebszustand eines Zündschlüssels normalerweise eingeschaltet. Die Energiequelle 56 ist normalerweise die Kraftfahrzeugbatterie.

Die Steuervorrichtung 50 für das Scheibenwischerrelais ist zwischen sich selbst und der Erde mit einem Ventilator 58 zur Kühlung eines Motorkühlers (nicht dargestellt) und einem Meßelement oder Kraftfahrzeuggeschwindigkeitsfühler 60 verbunden, die einander parallel geschaltet sind. Außerdem ist ein weiteres Meßelement als Wassertemperaturfühler 62 zur Überwachung der Kühlwassertemperatur, die durch den Kühler herabgesetzt wird, mit dem Ventilatormotor 58 über die Steuervorrichtung 50 für das Scheibenwischerrelais verbunden. Die Anordnung ist derart, daß, wenn der Wassertemperaturfühler 62 erfaßt, daß die Kühlwassertemperatur oberhalb eines vorbestimmten Werts liegt, der Ventilatormotor des Ventilators 58 in Betrieb gesetzt wird, wobei der Betriebszustand durch die Steuervorrichtung 50 des Scheibenwischerrelais erfaßt wird. Andererseits enthält der Kraftfahrzeuggeschwindigkeitsfühler 60, wie in Fig. 4 dargestellt, einen Widerstand und einen Transistor, und er ist derart ausgelegt, daß der Transistor eine Schaltoperation bewirkt, je nachdem ob die Kraftfahrzeuggeschwindigkeit 60 km/H übersteigt, wobei die Kraftfahrzeuggeschwindigkeit durch die Steuervorrichtung 50 für das Scheibenwischerrelais erfaßt wird.

Die Steuervorrichtung 50 für das Scheibenwischerrelais ist mit einer Wischerschaltung 64 und dem Antriebsmotor 20 des oben beschriebenen Stellmechanismus 18 verbunden. Die Wischerschaltung 64 ist derart angeordnet, daß sie durch den Fahrer bedient werden kann, der auf dem Fahrersitz sitzt; sie wird manuell bedient. Der Antriebsmotor 20 ist an beiden Klemmen mit der Steuervorrichtung 50 für das Scheibenwischerrelais verbunden, da der Antriebsmotor 20 sowohl mit dem Öffnungs- als auch dem Schließstrom versorgt wird, die einander entgegengerichtet sind. Der Antriebsmotor 20 ist so derart ausgelegt, daß er von der Steuervorrichtung 50 für das Scheibenwischerrelais den Öffnungsstrom aufnimmt, wenn die Wischerschaltung 64 in Betrieb ist oder wenn der Ventilatormotor des Ventilator 58 in Betrieb gesetzt wird und die Kraftfahrzeuggeschwindigkeit nicht höher als 60 km/H ist (die Kraftfahrzeuggeschwindigkeit kann unterhalb von 60 km/H liegen).

Im folgenden wird eine Beschreibung der Betriebsweise des oben beschriebenen Ausführungsbeispiels als Ganzes beschrieben, wobei auf die Fig. 5 bis 7 zusätzlich zu den oben beschriebenen Figuren Bezug genommen wird.

Fig. 5 zeigt den Betriebsablauf in Form eines Flußdiagramms. Fig. 6 ist eine Schnittdarstellung längs der Linie VI-VI in Fig. 1. Fig. 7 zeigt den Luftstrom im Motorraum.

Die folgende Operation wird durchgeführt, wenn die Kippschalter 52, 54 eingeschaltet sind. Daher wird die Operation gestartet, wenn die Kippschalter 52, 54 eingeschaltet werden (siehe die Schritte F100 und F102 in Fig. 5); wenn die Kippschalter 52, 54 ausgeschaltet werden, endet die Operation (siehe die Schritte F104 und F106 in Fig. 5). Obwohl das Flußdiagramm in Fig. 5 derart ausgeführt ist, daß im letzten Operationsschritt eine Beurteilung gemacht wird, ob die Kippschalter 52, 54 ausgeschaltet oder eingeschaltet sind (siehe Schritt F104 in Fig. 5), geschieht dies nur zum besseren Verständnis; in der Praxis wird diese Beurteilung ständig unabhängig von den Schritten des Flußdiagramms gemacht.

Wenn die Kippschalter 52, 54 eingeschaltet sind, wird ständig eine Operation zur Schließung des Kreislaufs durchgeführt, dargestellt durch das Sprungsignal "A".

Zunächst wird erfaßt, ob die Wischerschaltung 64 eingeschaltet ist oder nicht (siehe Schritt F108 in Fig. 5). Falls der Fahrer den Betrieb des Scheibenwischers 12 benötigt, ist die Wischerschaltung 64 eingeschaltet. Das wird durch die Steuervorrichtung 50 für das Wischerrelais erfaßt, wodurch der Öffnungsstrom auf den Antriebsmotor 20 gegeben wird (siehe Schritt F110 in Fig. 5). Dieser Öffnungsstrom fließt kontinuierlich, bis die Abdeckhaube vollständig geöffnet ist (siehe die Schritte F110, F112 und F114 in Fig. 5).

Selbst wenn die Wischerschaltung 64 ausgeschaltet ist, ist der Ventilator 58 in Betrieb gesetzt, wenn ein Anstieg in der Kühlwassertemperatur durch den Wassertemperaturfühler 62 erfaßt wird (siehe Schritt F116 in Fig. 5). Wenn der Ventilator 58 in Betrieb gesetzt wird und die Kraftfahrzeuggeschwindigkeit nicht größer als 60 km/H ist (siehe Schritt F118 in Fig. 5), wird das durch die Steuervorrichtung 50 für das Scheibenwischerrelais erfaßt, wodurch der Antriebsmotor 20 mit dem Öffnungsstrom beaufschlagt wird, damit so die Abdeckhaube 14 geöffnet wird (siehe die Schritte F110, F112 und F114 in Fig. 5). In diesem Fall ist die Wischerschaltung 64 ausgeschaltet; deshalb wird der Scheibenwischer 12 nicht betrieben. Wie in den Fig. 5 und 7 beschrieben, ist zwischen der Abdeckhaube 14 und einem unteren M-Abschnitt 10A, der den Unterabschnitt der Windschutzscheibe 10 bildet, eine Öffnung ausgebildet, wenn die Abdeckhaube 14 aus der Stellung, wie sie durch die gebrochene Linie 14A dargestellt ist, in Richtung des Pfeils FC bewegt wird, so daß sie geöffnet wird. Anders ausgedrückt, die Luft fließt durch den Motorraum wie durch die Pfeile FD dargestellt. Andererseits schließen die Öffnungsbedingungen für die Abdeckhaube 14 in diesem Fall ein, daß der Ventilatormotor 58 wie oben beschrieben mit Strom versorgt wird, und daher dreht sich der Ventilatormotor des Ventilator 58 zu diesem Zeitpunkt. Entsprechend wird der Luftstrom in Richtung der Pfeile FD weiter intensiviert, so daß die Gesamteinheit mit der in ihr zentrierten Brennkraftmaschine EG hervorragend gekühlt wird.

Im folgenden wird eine Beschreibung für den Schließvorgang der Abdeckhaube 14 gegeben. Der Schließvorgang der Abdeckhaube 14 wird ausgeführt, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: Die Stromversorgung zum Ventilatormotor des Ventilators 58 wird eingestellt, oder die Kraftfahrzeuggeschwindigkeit ist 61 km/H oder höher; die Wischerschaltung 64 ist ausgeschaltet (siehe die Schritte F120, F122 und F124 in Fig. 5). Genauer gesagt, die Stromversorgung des Ventilatormotors 58 wird eingestellt, wenn der Wassertemperaturfühler 62 mißt, daß die Temperatur des Kühlwassers unterhalb eines vorbestimmten Werts gefallen ist; daher ist es nicht länger notwendig, den Ventilatormotor zur Kühlung der Brennkraftmaschineneinheit zu drehen. Andererseits ergibt sich aus der Tatsache, daß die Kraftfahrzeuggeschwindigkeit 61 km/H oder höher ist, daß der natürliche Luftzug ausreichend stark ist und daß daher keine besondere Kühloperation notwendig ist. Die Tatsache, daß die Wischerschaltung 64 ausgeschaltet ist, bedeutet, daß der Fahrer den Betrieb des Scheibenwischers 12 nicht länger benötigt.

In den oben beschriebenen Fällen wird der Antriebsmotor 20 mit dem Schließstrom versorgt, bis die Abdeckhaube 14 vollständig geschlossen ist (siehe die Schritte F126, F128 und F130 in Fig. 5).

Auf diese Art und Weise wird die Abdeckhaube 14 geöffnet oder geschlossen mittels Wiederholung der oben beschriebenen Operationen; die Abdeckhaube 14 ist geöffnet, wenn der Scheibenwischer 12 benötigt wird oder wenn die Brennkraftmaschine gekühlt werden muß.

Es sollte bemerkt werden, daß beim Flußdiagramm nach Fig. 5 entweder die Beurteilung im Schritt F116 oder die Beurteilung im Schritt F118 zuerst gemacht wird; dasselbe ist der Fall bei den Schritten F120 und F122. Weiterhin sollte bemerkt werden, daß, obwohl im oben beschriebenen Ausführungsbeispiel es natürlich möglich ist, daß die Steuervorrichtung 50 für das Scheibenwischerrelais ein Mikroprozessor oder ein ähnliches Element ist, die Steuervorrichtung 50 für das Scheibenwischerrelais auch einfach ein gewöhnliches Relaiselement oder eine logische Schaltung sein kann. Beispielsweise, die Beurteilung, ob ein gegebener Zustand der Bedingung genügt oder nicht, bei der der Ventilatormotor 58 in Betrieb gesetzt wird und die Kraftfahrzeuggeschwindigkeit nicht höher als 60 km/H ist, entspricht einer AND-Schaltung. Deshalb ist es möglich, mittels zweier Relaisschalter, die in Serie geschaltet sind, oder einer AND-Schaltung eine Beurteilung dieser Tatsache zu erzielen. Andererseits, die Beurteilung ob ein gegebener Zustand der oben beschriebenen Bedingung oder der Bedingung, bei der die Wischerschaltung 64 eingeschaltet ist, genügt, entspricht einer OR-Schaltung. Daher ist es möglich, eine Beurteilung dieser Tatsachen durch zwei Relaisschalter, die in Reihe geschaltet sind, oder eine OR-Schaltung zu erzielen.

Obwohl beim oben beschriebenen Ausführungsbeispiel der Kühlzustand der Brennkraftmaschineneinheit mittels der Stromversorgung des Ventilatormotors und der Kraftfahrzeuggeschwindigkeit erfaßt wird, kann der Kühlzustand der Brennkraftmaschineneinheit auch durch ein anderes Element, beispielsweise durch Direkterfassung der Brennkraftmaschinentemperatur erfaßt werden.

Wie oben beschrieben, wird, entsprechend der erfindungsgemäßen Öffnungs- und Schließvorrichtung für die Abdeckhaube, die Abdeckhaube nicht nur geöffnet oder geschlossen, um den Scheibenwischer abzudecken, sondern auch, um die Brennkraftmaschineneinheit entsprechend des Kühlzustands der Brennkraftmaschineneinheit zu kühlen. Auf diese Art und Weise ist die Abdeckhaube vorteilhaft in der Lage, als Kühlelement zu dienen.

Ein Scheibenwischer zur Bestreichung einer Windschutzscheibe wird durch eine Abdeckhaube abgedeckt, wenn der Scheibenwischer nicht in Gebrauch ist. Falls die Brennkraftmaschine gekühlt werden muß, wird die Abdeckhaube derart bewegt, daß sie einen Abschnitt des Scheibenwischergehäuses öffnet. Auf diese Art und Weise wird der Motorraum über den Scheibenwischergehäuseabschnitt geöffnet, wodurch die Kühlung der Brennkraftmaschine unterstützt wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Abdeckhaube zum Öffnen und Verschließen eines unter der Haube befindlichen Abschnitts, die im unteren Bereich einer Windschutzscheibe eines mit einem Verbrennungsmotor angetriebenen Kraftfahrzeugs angeordnet und durch eine Antriebsvorrichtung betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der unter der Abdeckhaube (14) befindliche Abschnitt mit dem Motorraum verbunden ist, so daß die Lüftung des Motors durch Öffnen und Schließen der Abdeckhaube (14) regelbar ist.
  2. 2. Abdeckhaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem unter der Abdeckhaube (14) befindlichen Abschnitt eine Scheibenwischervorrichtung (12) untergebracht ist.
  3. 3. Abdeckhaube nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckhaube (14) in Richtung auf das Vorderende des Fahrzeugs bewegbar ist, um den Motorraum zu öffnen.
  4. 4. Abdeckhaube nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckhaube (14) unterhalb einer Motorhaube (16) angeordnet ist, wenn der Motorraum geöffnet ist.
  5. 5. Abdeckhaube nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckhaube (14) vor der Windschutzscheibe (10) angeordnet ist, um so den Motorraum mittels einer zwischen der Motorhaube (16) und einer Verkleidungsplatte (41) ausgebildeten Öffnung zu öffnen.
  6. 6. Abdeckhaube nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckhaube (14) in Richtung auf das Vorder- oder Hinterende des Kraftfahrzeugs bewegbar ist, während sie durch eine Führungsschiene (42) geleitet wird, die auf der Verkleidungsplatte (41) sitzt.
  7. 7. Abdeckhaube nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zahnstange (38), die die Abdeckhaube (14) stützt, beweglich auf der Führungsschiene (42) sitzt und in Richtung auf das Vorder- oder Hinterende des Kraftfahrzeugs durch eine Antriebskraft der Antriebsvorrichtung (18, 20) bewegbar ist, wobei die Antriebskraft durch ein Triebzahnrad (40) übertragen wird, das mit der Zahnstange (38) kämmt.
  8. 8. Abdeckhaube nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende der Abdeckhaube (14), das an der zum Vorderende des Kraftfahrzeugs hin orientierten Seite liegt, zunächst absenkbar und dann in Richtung auf das Vorderende des Kraftfahrzeugs bewegbar ist.
  9. 9. Vorrichtung zum Öffnen und Schließen einer Abdeckhaube nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine Steuervorrichtung (50) zur Inbetriebsetzung der Antriebsvorrichtung (18, 20), durch welche Steuervorrichtung (50) die Kühlung des Motors regelbar ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung (50) mit einem Meßelement (62) zur Erfassung eines Zustands versehen ist, indem ein Ventilator (58) zur Kühlung eines Motorkühlers mit Strom beaufschlagt ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßelement (62) ein Element zur Erfassung der Motortemperatur ist.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung (50) mit einem Meßelement (60) zur Erfassung der Kraftfahrzeugsgeschwindigkeit versehen ist.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (18, 20) durch die Steuervorrichtung (50) in Betrieb setzbar ist, wenn die vom Meßelement (60; 62) bzw. von den Meßelementen (60, 62) erfaßten Parameter vorbestimmbare Schwellwerte über- bzw. unterschreiten.






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