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Dokumentenidentifikation DE3705893C2 19.05.1993
Titel Verfahren zur Herstellung eines Magnetkerns mit hoher Permeabilität und Verwendung eines danach hergestellten Magnetkerns
Anmelder Kabushiki Kaisha Toshiba, Kawasaki, Kanagawa, JP
Erfinder Sawa, Takao, Yokohama, Kanagawa, JP;
Hashimoto, Susumu, Tokio/Tokyo, JP;
Inomata, Kouichirou, Yokohama, Kanagawa, JP
Vertreter Eitle, W., Dipl.-Ing.; Hoffmann, K., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Lehn, W., Dipl.-Ing.; Füchsle, K., Dipl.-Ing.; Hansen, B., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Brauns, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Görg, K., Dipl.-Ing.; Kohlmann, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte; Nette, A., Rechtsanw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 24.02.1987
DE-Aktenzeichen 3705893
Offenlegungstag 27.08.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.05.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1993
IPC-Hauptklasse H01F 1/153
IPC-Nebenklasse H01F 3/04   H01F 41/02   H04B 15/00   C22F 1/10   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Magnetkerns nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie die Verwendung eines nach diesem Verfahren hergestellten Magnetkerns.

Ein Verfahren zur Herstellung eines Magnetkerns nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ist aus der Zeitschrift J. Appl. Phys. 51 (1980), Seiten 4342 bis 4345, bekannt. Dort werden Legierungen auf Kobaltbasis folgender Zusammensetzung verwendet:

(FeaCo1-a-bNib)100-y(Si0,4B0,6)y.

Die Curie-Temperatur liegt im Bereich von 80 bis 500°C. Aus dieser Veröffentlichung geht auch hervor, daß eine Wärmebehandlung unterhalb der Curie-Temperatur erfolgt.

Aus der Druckschrift EP 1 45 245 A2 ist es bekannt, für ein Rauschfilter einen Kern aus einer amorphen Legierung vorzusehen.

In neuerer Zeit benötigt man Magnetteile mit hoher Leistung in bezug auf die hohen Leistungen von elektronischen Vorrichtungen. Für diese magnetischen Teile benötigt man ausgezeichnete magnetische Eigenschaften, bei den hierfür verwendeten magnetischen Materialien. Ein Material hoher Permeabilität wird für zahlreiche Magnetteile bei Stromsensoren, wie Zerophasen-Stromtransformatoren, Rauschfiltern etc., benötigt.

Magnetmaterialien, die für Rauschfilter verwendet werden, werden nachfolgend als Beispiele beschrieben.

Eine umschaltende Stromversorgung wird in großem Umfang als stabile Stromversorgung für Computer-Peripheriegeräte oder allgemeine Nachrichtensysteme eingesetzt. In der umschaltenden Stromversorgung wird häufig eine in dem Gerät erzeugte Störspannung auf die Stromversorgungsspannung überlagert, wenn die Stromversorgungsspannung von einer externen Stromversorgungsleitung zugeführt wird. Ferner ist das weitere Problem vorhanden, daß höhere harmonische Störspannungen (mit der Umschaltfrequenz als Grundfrequenz) oder Störspannungen in der Größenordnung von MHz, die von einer Last, wie von in einem Computer enthaltenen Logikschaltungen erzeugt werden, erzeugt und in das Gerät eingegeben werden.

Um diese Störspannungen zu verringern, wird häufig eine Gleichtakt-Drosselspule zur Verringerung der Störspannung zwischen einem Gerät und Masse gemäß Fig. 1 als Störschutzfilter verwendet. In Fig. 1 wird ein Paar Windungen (3a, 3b) um einen Magnetkern (2) derart gelegt, daß zwei Magnetflüsse, die jeweils dadurch erzeugt werden, daß Wechselstrom durch die Windungen geschickt wird, sich gegenseitig aufheben. Weiterhin sind die Kondensatoren (4a, 4b, 4c) zwischen diesen Windungen (3a, 3b) angeschlossen und ein Verbindungspunkt zwischen (4b, 4c) ist geerdet.

Wird das oben beschriebene Filter mit einer Stromversorgungsleitung verbunden, dann steht das Verhältnis zwischen der Störungsoutputspannung und der Störungsinputspannung in enger Beziehung zu der Permeabilität des Magnetkerns des Filters. Mit anderen Worten heißt dies, daß, je höher die Permeabilität ist, umso geringer ist die Störungsoutputspannung. Weiterhin werden auch sehr gute Frequenzeigenschaften der Permeabilität gefordert, weil das Filter wirksam selbst in einem hohen Frequenzbereich von 1 MHz oder mehr zusätzlich zu einem niedrigen Frequenzbereich sein soll.

Üblicherweise wurde Ferrit als Material zur Herstellung von Magnetkern in üblichen Schutzdrosseln verwendet. Nachdem jedoch seit kurzem ein erhebliches Bedürfnis für eine Rauschverminderung schon bei verhältnismäßig niedrigen Frequenzbereich von 10 bis 450 kHz vorliegt, tritt das Problem auf, daß Ferrit das Rauschen bei niedrigen Frequenzen nicht ausreichend vermindern kann, weil die Permeabilität von Ferrit bei niedrigen Frequenzen verhältnismäßig niedrig ist. Deshalb besteht ein Bedürfnis nach einem Magnetkernmaterial, welches eine höhere Permeabilität in einem niedrigen Frequenzbereich und stabile Frequenzeigenschaften aufweist.

Weiterhin sind kürzlich amorphe Legierungen für übliche Drosselspulen aufgrund ihrer höheren Permeabilität untersucht worden. Die amorphen Legierungen sind jedoch hinsichtlich der Rauschniveauverringerung bei niedrigeren Frequenzen noch nicht befriedigend und Forschungen nach amorphen Legierungen mit einer höheren Permeabilität können bald an eine gewisse Grenze stoßen, wenn man lediglich die Legierungszusammensetzung untersucht.

Bei Magnetkernen für Rauschschutzfilter ist eine hohe Permeabilität über weitere Frequenzbereiche erforderlich. Weiterhin trägt eine hohe Permeabilität auch zu einer Verkleinerung und einer höheren Präzision und zu einer höheren Empfindlichkeit der den Magnetkern verwendenden Vorrichtung bei. Infolgedessen besteht ein erhebliches Bedürfnis nach Materialien mit höheren Permeabilitäten, die für magnetische Vorrichtungen verwendet werden sollen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines Magnetkerns nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 zu schaffen, das einfach durchführbar ist und die Eigenschaften des hiermit hergestellten Magnetkerns weiter verbessert.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.

Weiterbildungen des Verfahrens nach dem Patentanspruch 1 ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Eine besonders vorteilhafte Verwendung des nach diesem Verfahren hergestellten Magnetkerns ergibt sich aus dem Patentanspruch 5.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachfolgend anhand der Zeichnungen und Diagramme näher beschrieben. Darin zeigen

Fig. 1 ein Schaltschema für eine Drosselspule als Beispiel für die Verwendung eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Magnetkerns,

Fig. 2 einen Magnetkern in perspektivischer Darstellung in einer Anordnung zur Wärmebehandlung in einem Magnetfeld,

Fig. 3 ein Diagramm zur Darstellung der Beziehung zwischen der Curie-Temperatur und der Permeabilität bei einem nach einem herkömmlichen Verfahren hergestellten Magnetkern und bei einem nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Magnetkern und

Fig. 4 ein Diagramm zur Darstellung der Alterungscharakteristik für die Permeabilität bei einem erfindungsgemäß hergestellten Magnetkern.

Zur Herstellung von Materialien mit hoher Permeabilität haben die Erfinder zahlreiche Materialien hinsichtlich der Zusammensetzung, der Wärmebehandlung und weiterer Faktoren untersucht und sie haben festgestellt, daß man eine besonders hohe Permeabilität erhalten kann, wenn man einen derartigen Magnetkern aus einer amorphen Legierung auf Co-Basis mit einer Curie-Temperatur von 220 bis 250°C bei einer Temperatur unterhalb der Curie-Temperatur in einem Magnetfeld, welches transversal zu der Bandachse angelegt ist, wärmebehandelt.

Die verwendeten amorphen Legierungen sind amorphe Legierungen auf Co-Basis und schließen Si, B, P, C und dergleichen als Metalloide ein und haben praktisch keine Magnetostriktion. Es ist jedoch möglich, Legierungen mit fast keiner Magnetostriktion zu erhalten, indem man eine geringe Menge Fe zu der Legierung gibt. Insbesondere sind Legierungen, die Si und B einschließen, als Metalloid bevorzugt. Weiterhin sind auch amorphe Legierungen auf Metallbasis mit Zn, Hf, Ta und Nb als amorphe Elemente verfügbar. Bei der vorliegenden Erfindung ist die Magnetostriktion ein wichtiger Faktor und man kann eine hohe Permeabilität insbesondere dann erhalten, wenn die Sättigungsmagnetostriktionskonstante im Bereich von lambdas = -2 bis 1 × 10-6 liegt.

Die bevorzugte amorphe Legierungszusammensetzung kann wie folgt ausgedrückt werden:

(Co1-aFea)100-z(Si1-yBy)z

0,02 ≤ a ≤ 0,08

25 ≤ z ≤ 32

0,3 ≤ y ≤ 0,5

worin a, z und y Konstante sind, ausgedrückt durch das Atomverhältnis (z wird in Atom-% ausgedrückt, während a und y als Dezimalverhältnis ausgedrückt werden).

In der obigen Zusammensetzung ist Fe erforderlich, damit die Legierung nicht magnetostriktiv wird und man erhält eine nahezu nicht-magnetostriktive Legierung, indem man den Wert von a zwischen 0,02 und 0,08 und vorzugsweise zwischen 0,03 und 0,07, entsprechend den Werten von z und y bestimmt. Der wichtigste Faktor für diese amorphe Legierung ist ein Kompoundierungs-Atomverhältnis von Si zu B (Metalloidelemente). Das Element B ist eine wesentliche Komponente, damit die Legierung amorph ist. Die Zugabe von Si erleichtert die Veränderung in den amorphen Zustand und verbessert die Wärmestabilität. Um jedoch einen Magnetkern mit einer besonders hohen Permeabilität zu erhalten, sollte y, das das Atomverhältnis von Si zu B anzeigt, auf einen Bereich von 0,3 bis 0,5 beschränkt sein, damit ein Si-reicher Zustand vorliegt. Wenn nämlich y weniger als 0,3 oder mehr als 0,5 ist, dann erniedrigt sich die Permeabilität und darüber hinaus verschlechtert sich auch die Wärmestabilität bei den magnetischen Eigenschaften, so daß es unmöglich ist, eine hohe Permeabilität zu erzielen, selbst wenn man die Wärmebehandlung gemäß der vorliegenden Erfindung anwendet.

z, welches das Atomverhältnis von Si und B zu den anderen zeigt, sollte in einem Bereich von 25 bis 32 liegen. Beträgt z weniger als 25, dann wird in einem niedrigen Frequenzbereich keine hohe Permeabilität erzielt und darüber hinaus nimmt insbesondere die Wärmestabilität ab.

Wenn andererseits z 32 übersteigt, dann wird die Curie-Temperatur auf einen Wert, der außerhalb der praktischen Anwendung ist, erniedrigt und die erfindungsgemäße Wärmebehandlung ist nicht wirksam.

Um weiterhin die Korrosionsbeständigkeit und die Wärmestabilität bei diesen amorphen Legierungen zu verbessern, kann es vorteilhaft sein, Ti, V, Cr, Mn, Ni, Cu, Zr, Mb, Mo, Hf, Ta, W und ein Platingruppenelement als Ersatz von Co in diesen Elementen zuzugeben. Diese Elemente kann man zugeben, bis die Curie-Temperatur der amorphen Legierung die untere Grenze für die praktischen Temperaturen erreicht. Beispielsweise kann man das Metall bis zu etwa 8 Atom-% (oder 0,08) jedoch unterhalb etwa 4 Atom-% in der Praxis zugeben.

Die obigen Legierungen kann man in Kombination mit den vorerwähnten amorphen Legierungszusammensetzungen wie folgt ausdrücken:

(Co1-a-bFeaMb)100-z(Si1-yBy)z

worin M wenigstens eines von Ti, V, Cr, Mn, Ni, Cu, Zr, Nb, Mo, Hf, Ta, W und einem Platingruppenmetall ist und die anderen Konstanten durch das Atomverhältnis ausgedrückt

0,02 ≤ a ≤ 0,08

0 ≤ b ≤ 0,04

0,3 ≤ y ≤ 0,5

25 ≤ z ≤ 32

sind.

Wird Mn als M-Komponente ausgewählt, ist es möglich, Fe ganz zu vermeiden, wenn Mn mehr als 6 Atom-% beträgt.

Die erfindungsgemäßen amorphen Legierungen kann man in einfacher Weise durch eine übliche Schnellabschreckmethode herstellen, indem man ein Legierungsmaterial mit dem vorbestimmten Zusammensetzungs-Verhältnis aus dem geschmolzenen Zustand mit einer Kühlgeschwindigkeit von mehr als 104°C/Sekunde abschreckt.

Diese amorphe Legierung wird zu einem Band mittels einer Einzelwalzenmethode verarbeitet (eine geschmolzene Legierung wird auf eine sich drehende Walze gegossen, unter Erhalt eines Bandes). Die Dicke des Bandes soll vorzugsweise zwischen 5 und 25 µm liegen, weil es in der Praxis unmöglich ist, ein Band mit einer Dicke von weniger als 5 µm herzustellen und der Abfall der Permeabilität aufgrund von Wirbelströmen in einem hohen Frequenzbereich zunimmt, wenn die Dicke 25 µm übersteigt.

Das so erhaltene amorphe Legierungsband wird zu einem Magnetkern aufgewickelt oder laminiert, wie dies in Fig. 2 gezeigt wird, und wärmebehandelt, um Spannung zu eliminieren, und dann mit einer Kühlgeschwindigkeit von 0,5 bis 50°C/ Minute abgekühlt. Wenn nämlich die Kühlgeschwindigkeit niedriger als 0,5°C/Minute oder höher als 50°C/Minute ist, dann nimmt die Permeabilität ab. Die bevorzugteren Kühlgeschwindigkeiten liegen zwischen 1 und 20°C/Minute.

Der so hergestellte Magnetkern wird innerhalb eines Magnetfeldes wärmebehandelt. Genauer gesagt wird die Wärmebehandlung innerhalb eines Magnetfeldes durchgeführt, indem man ein Magnetfeld transversal zur Bandachse anlegt. Fig. 2 zeigt die Richtung des angewendeten Magnetfeldes. Ein Magnetfeld wird in transversaler Richtung (2) zu einem Magnetkern (1), der durch Aufwickeln des amorphen Legierungsbandes ausgebildet wurde, angelegt. Der zuverlässige Neigungsbereich für die Magnetfeldanwendung liegt bei etwa ±45° von der Richtung (2). Diese Wärmebehandlung innerhalb eines Magnetfeldes kann kontinuierlich durchgeführt werden unmittelbar nach der Wärmebehandlung zur Entfernung der Spannungen oder sie kann auch durchgeführt werden, nachdem man den Kern einmal abgekühlt hat und ihn dann für die Wärmebehandlung wieder erhitzte. Mit anderen Worten kann ein Magnetfeld zu Beginn an den Kern angelegt werden, wenn der Kern zuerst in einem Magnetfeld wärmebehandelt wird, oder es kann kontinuierlich angelegt werden, von dem Zeitpunkt an, an dem die Wärmebehandlung zur Spannungsbeseitigung angewendet wurde.

Die Wärmebehandlungstemperatur liegt unterhalb der Curie-Temperatur und beträgt vorzugsweise mehr als 180°C, um die besten Wärmebehandlungswirkungen zu erzielen. Die Atmosphäre für die Wärmebehandlung ist nicht sehr wichtig, d. h., daß irgendein Inertgas, wie N2, Ar, etc., oder ein Vakuum oder eine entoxidierende Atmosphäre und auch Luft hierfür zur Verfügung stehen.

Die Wärmebehandlungszeit beträgt vorzugsweise 10 Minuten oder mehr. Es ist nicht erforderlich, den Kern bei einer konstanten Temperatur zu halten. Die Wärmebehandlung verläuft befriedigend, wenn man den Kern bei einer Temperatur von mehr als 100°C während etwa 10 Minuten bis 3 Stunden hält. Die Kühlgeschwindigkeit nach der Wärmebehandlung ist nicht spezifiziert, liegt aber vorzugsweise zwischen 0,1 und 100°C/Minute. Die Intensität des angelegten Magnetfeldes beträgt 80 A/m bzw. 1 Oe oder mehr und vorzugsweise 800 A/m bzw. 10 Oe oder mehr.

Einige Beispiele der vorliegenden Erfindung folgen.

Beispiel 1

Verschiedene amorphe Legierungen auf Co-Basis mit einer Sättigungsmagnetostriktionskonstante (lambdas ≤ 1 × 10-6) wurden hergestellt, indem man das Zusammensetzungsverhältnis von (Co-Fe) und (Si-B) einstellte, unter Erhalt von verschiedenen Materialien mit unterschiedlichen Curie-Temperaturen (Tc). Die Materialien wurden auf einen Magnetkern aufgewickelt. Das dünne Band aus der amorphen Legierung hatte eine Breite von 5 mm und eine Dicke von 18 µm. Der Magnetkern hatte einen Außendurchmesser von 20 mm und einen Innendurchmesser von 14 mm.

Nach einer Wärmeentspannungsbehandlung wurden die Magnetkerne bei einer Temperatur von (Tc -20)°C während etwa 45 bis 60 Minuten unter Anlegen eines Magnetfeldes von 16 000 A/m bzw. 200 Oe in Richtung der Breite des Bandes behandelt und anschließend mit einer Kühlgeschwindigkeit von 3°C/Minute gekühlt.

Fig. 3 zeigt die Beziehung zwischen der Curie-Temperatur (Tc) (°C) und der Permeabilität (μ&min;) bei 10kHz, wenn man ein Feld von 0,08 A/m bzw. 2 mOe an den Kern anlegt. Diese grafische Darstellung zeigt, daß die Permeabilität merklich ansteigt, wenn Tc zwischen 120 und 270°C liegt. Das obige µ&min; zeigt einen realen Teil einer Komplexpermeabilität, die in einem alternierenden Magnetfeld (bei 10 kHz) erhalten wurden.

Beispiel 2

Verschiedene amorphe Legierungen mit einer in Tabelle 1 gezeigten Zusammensetzung wurden hergestellt und zu gleichen Kernen, wie in Beispiel 1 beschrieben, geformt. Nach der Entspannungs-Wärmebehandlung wurde die Wärmebehandlung in einem Magnetfeld bei einer Temperatur unterhalb Tc während etwa 30 Minuten durchgeführt, indem man ein Magnetfeld von 50 Oe transversal zu der Bandachse anlegte. Die Permeabilität (µ&min;) bei 10 kHz innerhalb eines Magnetfeldes von 2 mOe wird ebenfalls gezeigt.

Diese Tabelle zeigt, daß man eine ziemlich hohe Permeabilität erreicht, wenn das Mischungsverhältnis von Si verhältnismäßig groß ist.

In Tabelle 1 ist Probe Nr. 18 eine Legierung mit einer Curie-Temperatur von 320°C (oberhalb der oberen Grenze von 250°C gemäß der vorliegenden Erfindung) als Vergleich. In dieser Probe 18 ist, weil die Curie-Temperatur hoch ist, die Permeabilität (µ&min;) vor und nach der Wärmebehandlung niedrig (µ&min; wird weiter nach der Wärmebehandlung verringert).

Tabelle 1

Beispiel 3

Verschiedene amorphe Legierungen der in Tabelle 2 gezeigten Zusammensetzung wurden hergestellt und zu einem Kern, wie in Beispiel 1 beschrieben, verarbeitet. Nach der Wärmebehandlung zur Spannungsverminderung erfolgte die Wärmebehandlung innerhalb eines Magnetfeldes bei einer Temperatur unterhalb Tc während etwa 30 Minuten, indem man ein Magnetfeld von 4000 A/m bzw. 50 Oe in transversaler Richtung zum Band anlegte. Die Sättigungsmagnetostriktionskonstante (lambdas) wurde mittels eines Dehnungsmeßgerätes gemessen. Ließ sich die Konstante mit dem Gerät nicht feststellen, dann wurde die Konstante auf Basis der Veränderung der Hysteresiskurve, die verursacht wurde, wenn man eine Belastung auf das Band einwirken ließ, ermittelt. Diese Tabelle zeigt die Permeabilität (µ&min;) bei 10 kHz, die erhalten wurde, wenn das Meßmagnetfeld 0,08 A/m bzw. 2 mOe beträgt. Diese Tabelle zeigt, daß die Wirkung der Wärmebehandlung innerhalb eines Magnetfeldes, welches in lateraler Richtung auf das Band einwirken gelassen wird, außerordentlich prominent ist, wenn die Sättigungsmagnetostriktionskonstante (lambdas) der amorphen Legierung von -2 bis 1 × 10 -6 liegt. Das heißt, daß die Permeabilität (µ&min;) im Falle der Proben Nr. 6 und 7 niedrig ist (lambdas = +2 oder -2,5).

Tabelle 2

Beispiel 4

Eine amorphe Legierung der Zusammensetzung (Co0,94Fe0,06)71Si11B12 (Tc = 230°C) wurde zu einem Kern verarbeitet und in gleicher Weise, wie in Beispiel 1 beschrieben, in einem Magnetfeld behandelt. Eine übliche Drosselspule wurde unter Verwendung eines Magnetkerns aus der obigen Legierung hergestellt und in einer Zuleitung für eine umschaltende Stromversorgung eingebaut, um die Wirkung der Rauschverminderung zu messen. Die Umschaltfrequenz betrug 40 kHz. Die Rauschverringerungswirkung wurde bei 40, 80 und 120 kHz (einschließlich höherer Oberschwingungen) gemessen. Weiterhin wurde eine Legierung aus (Co0,94Fe0,06)71Si5B24 (Tc = 340°C höher als die obere Grenze) unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 wärmebehandelt (Vergleich 1) und ein Ferrit (Vergleich 2) wurde zu den gleichen Magnetkernen gebildet und als Vergleich in diesem Beispiel 4 gemessen. Die Meßergebnisse werden in Tabelle 3 gezeigt. Tabelle 3 zeigt, daß man gemäß Beispiel 4 eine ausgezeichnete Störungsverringerung im Vergleich zu den Vergleichen 1 und 2 erzielt.

Tabelle 3


Fig. 4 zeigt die Alterungscharakteristika der wirksamen Permeabilität (µ(t)) bei 10 kHz und 120°C bei einem Eingangswert (u0) von 1,0. Zum Vergleich werden sowohl das Beispiel 4 als auch der Vergleich 1 gezeigt. Die grafische Darstellung zeigt, daß Beispiel 4 gegenüber dem Vergleich 1 in bezug auf die 120°C-Alterungscharakteristika überlegen ist.

Zwei übliche Drosseln wurden aus den gleichen Legierungen (Beispiel 4 und Vergleich 1) hergestellt und in einer umschaltbaren Stromversorgungsanlage eingebaut und dort gemessen. Die Strömungsniveauveränderung der beiden mit dem Ablauf der Zeit war annähernd die gleiche, wie dies in Fig. 4 gezeigt wird. Ein Rauschfilter, das man aus einer erfindungsgemäßen Legierung herstellte, war gegenüber einer Rauschniveauveränderung stabil.

Weiterhin betrug in Beispiel 4 die Permeabilität etwa 0,65 × 105 bei 10 kHz vor der Wärmebehandlung in einem Magnetfeld und etwa 1,31 × 105 nach der gleichen Wärmebehandlung. Weiterhin wurde bestätigt, daß die hohe Permeabilität des Magnetkerns während einer langen Zeit anhielt.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung eines Magnetkerns aus einem dünnen Band aus einer amorphen, auf Kobalt aufgebauten Legierung
    1. - mit der Zusammensetzung

      (Co1-a-bFeaMb)100-z(Si1-yBy)z

      mit

      0,02 ≤a ≤0,08

      0 ≤b ≤0,04

      0,3 ≤y ≤0,5

      25 ≤z ≤32

      wobei M wenigstens ein aus Ti, V, Cr, Mn, Ni, Cu, Zr, Nb, Mo, Hf, Ta, W und Platingruppe ausgewähltes Metall ist,
    2. - mit hoher Permeabilität,
    3. - mit einer Sättigungsmagnetostriktionskonstanten im Bereich von

      -2×10-6 ≤ lambdas ≤ 1×10-6

      und
    4. - mit einer Curie-Temperatur im Bereich von

      220°C ≤ Tc ≤ 250°C,

      wobei eine Wärmebehandlung des hergestellten Magnetkerns stattfindet,
  2. dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmebehandlung bei einer Temperatur von etwa 20°C unterhalb der Curie-Temperatur Tc und in einem Magnetfeld, welches transversal zur Wickelrichtung des Bandes angelegt ist, erfolgt.
  3. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke des angelegten Magnetfeldes mindestens 80 A/m (annähernd 1 Oe) beträgt.
  4. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke des angelegten Magnetfeldes mindestens 800 A/m (annähernd 10 Oe) beträgt.
  5. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß das dünne Band eine Dicke von 5 bis 25 µm aufweist.
  6. 5. Verwendung des nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4 hergestellten Magnetkerns für ein Rauschfilter.






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