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Dokumentenidentifikation DE68903441T2 19.05.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0352181
Titel Tragendes Element für die hydropneumatische Radaufhängung eines Kraftfahrzeuges.
Anmelder Automobiles Peugeot, Paris, FR;
Automobiles Citroen, Neuilly-sur-Seine, FR
Erfinder Richard, Denis, F-94600 Choisy-Le-Roi, FR
Vertreter Sroka, P., Dipl.-Ing.; Feder, H., Dr.; Feder, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 4000 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 68903441
Vertragsstaaten DE, GB, IT
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 18.07.1989
EP-Aktenzeichen 894020353
EP-Offenlegungsdatum 24.01.1990
EP date of grant 11.11.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1993
IPC-Hauptklasse B60G 15/12
IPC-Nebenklasse F16F 9/32   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine tragende Achse für ein Kraftfahrzeug, bestehend aus einem Zylinder, der gelenkig mit einem Element verbunden ist, das fest mit dem Rahmen des Fahrzeugs verbunden ist und in dem beweglich ein Kolben eingebaut ist, der gelenkig mit einem das Rad tragenden Arm verbunden ist und eine Hochdruckkammer begrenzt, die mit einem hydropneumatischen Druckspeicher verbunden ist.

Es sind tragende Arme dieser Art bekannt, die einen Rückfederanschlag besitzen. Bei diesen Achsen ist der Rückfederanschlag jedoch in den Zylinder eingeschäftet, wodurch eine Vergrößerung von dessen Durchmesser erforderlich ist.

Weiterhin sind tragende Achsen bekannt, bei denen der Einbau eines Rückfederanschlages keine Vergrößerung des Durchmessers des Zylinders erforderlich macht und deren Abmessungen demnach gering sind. Hingegen besteht bei der Verwendung von tragenden Achsen dieser Bauart in der gegenwärtigen Ausführung die Gefahr eines Verklemmens der Achse. Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine tragende Achse zu bilden, die diesen Nachteil nicht aufweist.

In dem Dokument DE-A- 1 262 078 ist eine Achse dieser Art beschrieben, bei der sich der Rückfederanschlag im Inneren des Kolbens befindet und auf dem Absatz einer in Achsrichtung angebrachten Stange aufliegt, die den Kolben an einem Ende durchquert. Bei dieser tragenden Achse ist jedoch der Druckzylinder elastisch mit einem festen Teil des Fahrzeugs verbunden, während der Kolben lediglich mit dem das Rad tragenden Arm verbunden ist. Wäre der Druckzylinder an beiden Enden gelenkig befestigt, so würde die Stange Gefahr laufen, sich bei maximalem Rückfederweg zu verklemmen.

In dem Dokument DE-B- 1 057 891 wird ein tragendes Aufhängungselement beschrieben, bei dem die Kolbenstange über ein Kugelgelenk mit dem Boden des Zylinders verbunden ist. Hierbei besteht jedoch keine Gefahr eines Verklemmens, da das tragende Element an keinem Ende gelenkig befestigt ist.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist ein tragendes Element der in der Einleitung zum Patentanspruch 1 beschriebenen Bauart, nach der jede Gefahr eines Verklemmens ausgeschlossen ist. Dieses tragende Element ist dadurch gekennzeichnet, daß die in Achsrichtung verlaufende Kolbenstange an ihrem dem Absatz gegenüberliegenden Ende ein Gabelgelenk besitzt, die gelenkig auf einer von einem am Boden des Zylinders angegossenen Zapfen gehaltenen Achse befestigt ist.

Im Nachfolgenden ist ohne Anspruch auf Vollständigkeit ein Anwendungsbeispiel für das erfindungsgemäße tragende Element beschrieben, wobei auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen wird, von denen

- Fig. 1 eine Achse in Draufsicht darstellt, in der das tragende Element eingebaut ist,

- Fig. 2 das tragende Element im Längsschnitt darstellt, wobei der Kolben sich etwa in der Mitte seines Hubweges befindet,

- Fig. 3 das tragende Element nach Fig. 2 im Schnitt III- III darstellt, wobei der Kolben auf der linken Hälfte voll eingezogen und auf der rechten Hälfte voll ausgefahren ist.

Auf Fig. 1 ist eine Achse zu erkennen, die an beiden Seiten je einen Arm 1 besitzt, der um die Achse 2 schwenkbar an einem Halslager 3 angebracht ist, an dem außerdem zwei Holme 4 befestigt sind. Die feste Verbindung zwischen dem Halslager 3 bzw. den Holmen 4 und dem Fahrzeugrahmen erfolgt über zwei Befestigungselemente 5 und 6.

Zwischen den beiden Holmen ist das - insgesamt mit Pos. 7 bezeichnete - tragende Element angebracht. Dieses ist gelenkig um eine Achse 8 an den Holmen und um eine Achse 9 am Arm 1 befestigt.

Wie insbesondere aus Fig. 2 und Fig. 3 ersichtlich, besteht das tragende Element 7 aus einem Monoblock- Zylinder 10 aus gegossener Metallegierung, in dem ein rohrförmiger Kolben 11 aus stranggepreßtem Stahl hin und her gleitet, wobei die Dichtigkeit durch zwei O-Ringe 12 und 13 sowie einen Filzring 14 gewährleistet ist. Der Außendurchmesser des Kolbens entspricht über die gesamte Nutzfläche seines Hubweges dem Innendurchmesser des Zylinders. Das Oberteil des Zylinders besitzt seitlich eine Öffnung 15, durch die er mit einem pneumatischen Druckspeicher 16 mit einem Dämpfer 17 verbunden ist. Über eine Versatzung 18 gelangt die Hydraulikflüssigkeit in den Zylinder 10.

Das Unterteil 11a des Zylinders ist durch Kaltbearbeiten abgeflacht und über ein Kugelgelenk 19 mit einem Schraubbolzen 20 verbunden, der wiederum mit einer Mutter 21 am Arm 1 befestigt ist.

Am Oberteil des Kolbens 11 ist ein Stopfen 22 mit einer Bremse 23 aus Kunststoff aufgeschraubt, durch die ein Lösen des Stopfens verhindert wird.

Am Oberteil des Zylinders 10 ist eine Gewindebohrung 24 vorgesehen, in die ein Kugelgelenk 25 eingeschraubt ist, das durch zwei Sicherungsringe 26 und 27 festgehalten und durch zwei Doppellippendichtungen 28 und 29 vor Schmutz und Spritzwasser geschützt ist. Zwei Buchsen 30 und 31 dienen zur Befestigung des Zylinders an den Holmen 4 mit Hilfe eines Schraubbolzens 32 und einer Mutter 33.

In dem Zylinder 10 ist in Achsrichtung eine Kolbenstange 34 vorgesehen, die den Stopfen 22 durchquert. An ihrem unteren Ende weist diese Stange einen Absatz 35 auf, auf dem eine Kunststoffscheibe 36 angebracht ist, deren Außendurchmesser dem Innendurchmesser des Kolbens 11 entspricht und somit als Lager für die Stange dient. Weiterhin dient diese Kunststoffscheibe als Auflager für einen Rückfederanschlag 37 aus Elastomer.

Am oberen Ende der Stange 34 ist ein Gabelgelenk 38 angenietet, in das ein am Boden des Zylinders angegossener Zapfen 39 eingefügt ist. Über eine Achse 40, die durch die seitliche Öffnung 15 eingeführt werden kann, wird die feste Verbindung zwischen dem Gabelgelenk 38 und dem Zapfen 39, d.h. zwischen der Stange 34 und dem Zylinder 10 gewährleistet. Der feste Sitz der Achse wird durch einen Sprengring 41 gewährleistet, der sich nach dem Einsetzen ausdehnt.

Eine Schutzmanschette 42 schützt den unteren Teil des Zylinders 10 und wird über einen doppelten Spannring 43 festgehalten. Diese Schutzmanschette besitzt eine Ablauftülle 44 für durchsickernde Leckflüssigkeit sowie eine Tülle 45 zur Verbindung mit der Umluft, die an eine staubgeschützte Stelle geleitet wird und so das verformungsfreie Atmen der Schutzmanschette gewährleistet.

Das Unterteil der Schutzmanschette umhüllt vollständig das Kugelgelenk 19, das durch zwei Sicherungsringe 46 festgehalten wird, wobei sie in den Kehlen zweier Buchsen 47 sitzt, die auf dem Schraubbolzen 20 angebracht sind.

Da der Rückfederanschlag 37 sich im Inneren des Kolbens 11 befindet, ist dadurch keine Vergrößerung des Außendurchmessers des Zylinders 10 erforderlich.


Anspruch[de]

1. Tragendes Element für die hydropneumatische Radaufhängung eines Kraftfahrzeuges, bestehend aus einem Zylinder (10), der gelenkig an einem Element (4) befestigt ist, das fest mit dem Rahmen des Fahrzeugs verbunden ist und in dem beweglich ein Kolben (11) eingebaut ist, der gelenkig mit einem das Rad tragenden Arm (1) verbunden ist und eine Hochdruckkammer begrenzt, die mit einem hydropneumatischen Druckspeicher (16) verbunden ist, sowie aus einem Rückfederanschlag (37) im Inneren des Kolbens (11), der auf einem Absatz (35, 36) einer in Achsrichtung angebrachten Stange (34) aufliegt, die eines der Enden des Kolbens durchquert, dadurch gekennzeichnet, daß die in Achsrichtung angebrachten Stange (34) an ihrem dem Absatz (35, 36) gegenüberliegenden Ende ein Gabelgelenk (38) besitzt, die gelenkig auf einer von einem am Boden des Zylinders (10) angegossenen Zapfen (39) gehaltenen Achse (40) befestigt ist.

2. Tragendes Element nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (15) zur Verbindung des Zylinders (10) mit dem hydropneumatischen Druckspeicher (16) so gegenüber dem Zapfen (39) angebracht ist, daß der Einbau der Achse (40) durch diese Öffnung möglich ist.







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