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Dokumentenidentifikation DE68904073T2 19.05.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0417184
Titel ROHR ZUR WIEDERBESCHICHTUNG VON LEITUNGEN.
Anmelder Uponor N.V., Philipsburg, Sint Maarten, Niederländische Antillen, AN
Erfinder AGREN, Lennart, S-502 50 BORAS, SE;
HÖLSÖ, Eino, S-515 00 Viskafors, SE
Vertreter Feiler, L., Dr.rer.nat.; Hänzel, W., Dipl.-Ing.; Kottmann, D., Dipl.-Ing, Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Aktenzeichen 68904073
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.05.1989
EP-Aktenzeichen 899068514
WO-Anmeldetag 25.05.1989
PCT-Aktenzeichen SE8900294
WO-Veröffentlichungsnummer 8912198
WO-Veröffentlichungsdatum 14.12.1989
EP-Offenlegungsdatum 20.03.1991
EP date of grant 23.12.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1993
IPC-Hauptklasse F16L 55/16

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Rohr zur Wiederbeschichtung von unterirdischen Rohrleitungen vom Verbundtyp mit einer ringförmig starren gewellten Außenwand eines Polymermateriais, das mit der äußeren Oberfläche einer glatten Innenwand, die aus einem thermoplastischen Elastomer besteht, so daß es gedehnt und zusammengepreßt werden kann, verbunden ist.

Rohre dieses Typs sind aus der EP-A-0 213 674 bekannt.

Wenn eine unterirdische Rohrleitung unter Verwendung von Rohren diesen Typs wiederbeschichtet werden soll, wird das Rohr vom Erdbodenniveau durch eine Aussparung oder ein Einstiegloch in die Rohrleitung eingezogen. Auf Grund der Tatsache, daß die Innenwand aus einem thermoplastischen Elastomer besteht, kann das Rohr beim Übergang von der Aussparung oder vom Einstiegloch in die Rohrleitung abrupt abgewinkelt werden (wenn nötig in einem Winkel von 90º). Ferner kann sich das Rohr in einfacherer Weise als im Fall einer starren Innenwand an bestehende Verengungen und Richtungsänderungen in der unterirdischen Rohrleitung anpassen. Um derartige wiederbeschichtende Rohre mit einer starren Innenwand verwenden zu können, müssen üblicherweise weite Einstieglöcher, die ein relativ flaches Einführen des Rohres aus Erdbodenniveau über das Einstiegloch in die unterirdische Rohrleitung erlauben, in Anspruch genommen werden.

Die Rohre des hier genannten Typs sind jedoch neben den Problemen bezüglich des Einführens des Rohres in die unterirdische Rohrleitung mit weiteren Problemen behaftet. An erster Stelle treten Probleme bei der Herstellung des Rohres auf. Das Rohr wird durch Koextrudieren der Innenwand und der Außenwand hergestellt, wobei die letztere Wand zu gleicher Zeit in Verbindung mit dem Extrudieren durch Ausformen und Kühlen der Wand mit Ketten von Abschreckformen gewellt wird und die glatte Innenwand durch Gleitenlassen über eine Kühlspindel kalibriert und gekühlt wird. Das mit der Herstellung des Rohres verbundene Problem besteht darin, daß die Innenwand eines thermoplastischen Elastomeren an der Kühlspindel anhaften kann, womit die Gefahr, daß die Wand in Fetzen gerissen wird, verbunden ist. An zweiter Stelle steht das Problem bezüglich der Verschleißbeständigkeit der glatten Innenwand eines thermoplastischen Elastomeren. Diese Wand muß wesentlich dünner sein als die Wand entsprechender glatter starrer Polyethylen- oder PVC-Rohre für Abwasserkanäle, damit das Rohr, wenn es in die unterirdische Rohrleitung eingezogen wird, wenn nötig bei abrupten Richtungsänderungen gedehnt und zusammengepreßt werden kann. Dies bedeutet, daß die Verschleißbeständigkeit in diesem Zusammenhang einen kritischen Faktor darstellt. Gleichzeitig ist es fraglich, ob eine Wand eines thermoplastischen Elastomeren den gleichen Grad hinsichtlich der Langzeitverschleißbeständigkeit wie eine Polyethylen- oder PVC-Wand besitzt.

Mit der vorliegenden Erfindung wird eine Möglichkeit geschaffen, diese Probleme zu beseitigen, nämlich durch das wiederbeschichtende Rohr des genannten Typs, das gemäß dem Kennzeichen von Anspruch 1 ausgebildet ist.

Eine detailliertere Beschreibung soll anhand der begleitenden Zeichnung erfolgen, die eine axiale Teilschnittansicht eines erfindungsgemäßen wiederbeschichtenden Rohres in einer Ausführungsform desselben darstellt.

Das in der Zeichnung dargestellte Rohr stellt insoweit eine Ausführungsform des Standes der Technik dar, als es eine gewellte Außenwand 10 und eine Innenwand 11, die sowohl an ihrer Innen- als auch an ihrer Außenseite glatt ist, umfaßt, wobei die nach innen ragenden Teile der Außenwand mit der glatten- Außenseite der Innenwand bei 12 verbunden sind. Das Rohr wird vorzugsweise durch Koextrudieren der Außen- und Innenwände hergestellt, wobei die Außenwand in Verbindung mit dem Extrudieren durch Ausformen und Kühlen mit Ketten von Abschreckformen gewellt wird. Die Innenwand wird in Verbindung mit dem Extrudieren mit Hilfe einer gekühlten Innenspindel kalibriert und gekühlt. Geeignete Materialien für die Außenwand sind Polyethylen, Polypropylen und PVC, während geeigenete Materialien für die Innenwand z.B. mit Polyethylen gemischtes EPDM (synthetischer Kautschuk), thermoplastische Olefine, wie VISTAFLEX (eingetragenes Warenzeichen), SANTOPRENE (eingetragenes Warenzeichen) und ALCRYN (eingetragenes Warenzeichen), Ethylenvinylacetatmischpolymerisate, wie ESCORENE (eingetragenes Warenzeichen), und Mischungen von Styrol, Ethylen und Butan, wie ELEXAR (eingetragenes Warenzeichen) darstellen.

Auf der Innenseite des Innenrohres 11 ist eine dünne Schicht 13 von Polyethylen oder vernetztem Polyethylen angeordnet. Diese dient zur Ausbildung einer Antifriktionsschicht zwischen der Spindel und dem thermoplastischen Elastomer und zur Gewährleistung einer verbesserten Verschleißbeständigkeit des Innenrohres. Wenn die Innenwand aus einem mit einer Außenwand aus Polyethylen oder Polypropylen verträglichen thermoplastischen Elastomer besteht, wird, wenn die Priorität auf der Verringerung bzw. der Vermeidung der Reibung liegt, Polyethylen, wenn die Priorität auf der Verschleißbeständigkeit liegt, vernetztes Polyethylen gewählt. Die Schicht 13 kann auf der Innenwand eines im Falle eines Rohres mit einem Außendurchmesser von etwa 200 mm etwa 1 mm dicken thermoplastischen Elastomeren eine Dicke von 0,05 bis 0,30 mm aufweisen. Allgemeiner gesagt sollte die Dicke der Schicht 13 2 bis 30 % der Gesamtdicke des Innenrohres 11 und der Schicht 13 betragen. Vernetztes Polyethylen ist vorzugsweise vom silanvernetzten Typ, der automatisch unter dem Einfluß von Luftfeuchtigkeit nach dem eigentlichen Herstellungsschritt eine Vernetzung bilden kann.

Ein weiterer Vorteil des beschriebenen Rohres liegt darin, daß die Schicht 13 zur Bereitstellung eines Farbcodes verwendet werden kann, der eine Unterscheidung eines normalen doppelwandigen Rohres (bei dem sowohl die Außenwand als auch die Innenwand starr sind) von einem doppelwandigen Rohr mit einer Innenwand aus einem thermoplastischen Elastomeren ermöglicht. Es ist wichtig, daß bei der Handhabung von Werkstoff (Abfallhandhabung) beim Hersteller einfach zwischen diesen beiden Rohrarten unterschieden werden kann.


Anspruch[de]

1. Rohr zum Wiederbeschichten von unterirdischen Rohrleitungen vom Verbundtyp mit einer ringförmigen starren gewellten Außenwand (10) eines Polymermaterials, das mit der äußeren Oberfläche einer glatten Innenwand (11), bestehend aus einem thermoplastischen Elastomer, so daß es gedehnt und zusammengepreßt werden kann, verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Innenseite der glatten Innenwand (11) als Verschleißschutz eine dünne Schicht (13) von Polyethylen zur Erleichterung der Herstellung des Rohres angeordnet ist.

2. Rohr nach Anspruch 1, wobei die Schicht (13) aus vernetztem Polyethylen besteht.

3. Rohr nach Anspruch 2, wobei die Schicht von vernetztem Polyethylen vom silanvernetzten Typ ist.

4. Rohr nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Dicke der Schicht (13) in der Größenordnung von 2 bis 30 % der gesamten Dicke des Innenrohres (11) und der Schicht (13) liegt.







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