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Dokumentenidentifikation DE68904714T2 19.05.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0357154
Titel Vorrichtung zum Sprühen von Flüssigkeiten.
Anmelder Multinorm B.V., Nieuw-Vennep, NL
Erfinder Van Steijn, Aloijsius Christianus Maria, Sassenheim, NL
Vertreter von Samson-Himmelstjerna, F., Dipl.-Phys.; Turi, M., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Aktenzeichen 68904714
Vertragsstaaten DE, FR, GB, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 31.08.1989
EP-Aktenzeichen 892022187
EP-Offenlegungsdatum 07.03.1990
EP date of grant 03.02.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1993
IPC-Hauptklasse A01M 7/00
IPC-Nebenklasse B05B 1/16   B05B 1/20   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Sprayen von Flüssigkeiten, wie beispielsweise in einem flüssigen Träger gelöste Düngemittel oder Pestizide/Herbizide, wobei die Vorrichtung mit einem von einem Fahrzeug getragenen länglichen Rahmen versehen ist, der sich quer zur Bewegung in Vorwärtsrichtung erstreckt und mit Gruppen von durch den Rahmen getragener Spraydüsen, die mit einer Zufuhrleitung verbunden sind, wobei die Zufuhrleitung durch eine Druckpumpe für die zu sprayende Flüssigkeitversorgt wird und an einem Zufuhrkanal angeschlossen ist, der in einem Abstand von einer Trennwand endet, die in einem Ventilgehäuse angeordnet ist und mit einer Durchgangsöffnung versehen ist, während ein Ventilkörper in dem Ventilgehäuse aktiv ist, um die Durchgangsöffnung in der Trennwand abzuschließen.

Mit einer bekannten Vorrichtung der in "Landtechnik und Pflanzenbau", Vol. 42, Nr. 11, November 1987, Seiten 461- 464, B. Göbel: "Pflanzenschutzgeräte", Teil 1, beschriebenen Art, ist es möglich, die Zufuhr von Flüssigkeit an die Sprühdüsen zu steuern.

Die Erfindung hat zum Ziel, das Steuersystem zur Steuerung der Zufuhr von Flüssigkeit zu verbessern, um ein Überladen der Düsen zu vermeiden, wobei die Steuerung über eine Vorrichtung stattfindet, die mit einem einstellbaren Drossel- bzw. Reglerventil und einem Rückschlagventil versehen ist.

Die erfindungsgemäß Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper durch eine Zunge verlängert ist, die sich in den Zufuhrkanal erstreckt, während das Ende des Zufuhrkanales in Bezug auf den Durchgang verjüngt ist und die Zunge längs eines Abschnittes zwischen dem Ventilkörper und dem Endstück der Zunge verengt ist.

Die Erfindung wird weiter erläutert in der folgenden Figurenbeschreibung eines Ausführungsbeispiels:

In den Figuren zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Rückansicht eines Fahrzeuges in der Form eines landwirtschaftlichen Traktors, der mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung versehen ist;

Fig. 2 einen Teil eines Sprühauslesers von Fig. 1 mit den darauf montierten drehbaren Schaft und Trägern;

Fig. 3 eine schematische Ansicht des Steuersystems für die Flüssigkeitszufuhr zu den Sprühdüsen;

Fig. 4 einen Längsschnitt einer Vorrichtung mit einem verbesserten erf indungsgemäßen Ventilsystem.

Die erfindungsgemäße Sprühvorrichtung besteht aus einem länglichen Rahmen 1 in Form eines Rahmenwerkes aus Rohren oder anderen geeigneten Profilen, wobei der Rahmen in der Mitte bei 2 an einer Kupplungsvorrichtung befestigt ist, um an einen landwirtschaftlichen Traktor 3 angekuppelt zu werden. Der landwirtschaftliche Traktor ist ebenfalls mit einem Speichertank 4 für die zu versprühende Flüssigkeit versehen.

Eine Anzahl von Sprühdüsen 5 ist an der Unterseite des Rahmens 1 aneinander angrenzend angeordnet, wobei die Ausführungsform im weiteren beschrieben wird. Zum Zwecke der Vollständigkeit sollte festgestellt werden, daß der Rahmen 1 in Abschnitte aufgeteilt ist, um diese auffalten zu können, um die Straßentransportstellung der Vorrichtung zu erzielen. Unter jedem Abschnitt sind Verbindungszufuhrrohre 6 angeordnet, die über einen flexiblen Abschnitt 7 miteinander verbunden sind. Alternativ ist es ebenso möglich, die Abschnitte einzeln mit Flüssigkeit zu versorgen, derart, daß sie einzeln gesteuert werden können.

Fig. 2 zeigt, daß durch die Verwendung eines einzelnen Motors 50, der das hohle Rohr 15 dazu bringt, sich über eine Übersetzung 51 zu drehen, die Träger 16 gleichzeitig mit den Sprühdüsen 5 eines Abschnittes gedreht werden können, wobei die Sprühdüsen 5 eines speziellen Typs gleichzeitig in Verbindung mit dem Zufuhrkanal in dem Rohr 15 angeordnet werden können. Das Rohr 15 kann durch die Flüssigkeitspumpe über eine flexible Leitung 52 mit Flüssigkeit versorgt werden.

In den Fig. 3 und 4 ist eine schematische Ansicht in Bezug auf das Steuersystem zur Zufuhr der zu sprayenden Flüssigkeit gezeigt und ein Schnitt durch seine verbesserte Ventilausführungsform.

Fig. 3 zeigt, wie eine Saugleitung von dem Speichertank 4 zu der Pumpe 60 führt, die Öl zu einem Ventilgehäuse 61 pumpt, das weiter unten unter Bezugnahme auf Fig. 8 erläutert wird. Das Ventilgehäuse stellt sicher, daß Öl unter einem vorbestimmten Druck und in einer vorbestimmten Menge zu drei Dreiwegventilen 62 geleitet wird, wobei jedes Ventil separat derart einstellbar ist, daß jeder Abschnitt der Gruppe von Sprühdüsen 5 mit Flüssigkeit versehen wird. Jeder Abschnitt kann mit dem Ventil 62 abgeschlossen werden - siehe die durchgezogene Stellung in Fig. 3 - oder darauffolgend mit Flüssigkeit versehen werden, wenn eine Zunahme des Druckes in der Zufuhrleitung für das Ventil dieses dazu verleitet, sich automatisch zu öffnen zum Zwecke einer direkten Rückführung zu dem Speichertank 4, wobei eine Überladung vermieden wird.

In Fig. 4 ist das Ventilsystem als ganzes dargestellt, wobei die Ventile 62 in dem gleichen Gehäuse aneinander angrenzend angeordnet sind und die Ventile separat über einen Handgriff 63 betätigt werden können. Das Gehäuse 61 ist mit einem Einlaßstumpf 64 versehen, der mit der Zufuhrleitung der Pumpe 60 verbunden ist. Der Einlaßstumpf läuft in einen Zulaufkanal 65 in dem Gehäuse 61 aus und zwar derart, daß der Einlaßstumpf 64 in diesen Kanal ragt, wobei sein freies Ende mittels eines Ringes 66 bezüglich des Durchlasses verjüngt ist. Eine Durchgangsöffnung 67 ist direkt gegenüber der Ausmündung des Einlaßstumpfes 64 in einer Trennwand des Gehäuses angeordnet und führt zu dem Rückströmkanal 68 in dem Gehäuse 61.

Die Durchlaßöffnung 67 kann mittels eines Ventilkörpers 69 verschlossen werden, der an einer Ventilstange 70 befestigt ist, die an der Unterseite des Ventils 69 mit einem zungenförmigen Ansatzstück 71 verlängert ist. Die Zunge hat einen verdickten Abschnitt 71', der über einen verengten Abschnitt 72 mit dem Ventil 69 verbunden ist. Der verengte Abschnitt ist so lang, daß in der Position, in der das Ventil 69 die Öffnung 67 verschließt, der verenjgte Abschnitt auf der Höhe des Ringes 66 angeordnet ist. In der vollständig geöffneten Stellung des Ventiles 69 tritt der verdickte Abschnitt 71' in den verjüngten Durchgang des Ringes 66 ein.

Das Schließen und Öffnen des Ventils wird durch Auf- und Abbewegung der Stange 70 mittels eines Schrittmotors 73 mit exzentrischem Antrieb 74 bewirkt. Die exzentrische Nocke 74 wirkt bzw. drückt gegen ein Stempelteil 75 der Ventilstange 70 und drückt die Stange 70 nach unten und nimmt mit diesem das Ventil 69 und die Zunge 71 mit. Die Rückstellkraft der Ventile entsteht mittels eines Kolbenzylindersystems 76, das eine nach oben gerichtete Kraft unter dem Einf luß des Druckes der Flüssigkeit in dem Gehäuse 61 ausübt.

Das Ventilsystem gemäß Fig. 4 arbeitet wie folgt. Wenn ein vorbestimmter Betrag an Flüssigkeit unter Druck in den Einlaßstumpf 64 eingeführt wird, so wird die Flüssigkeit im Falle einer ursprünglich geschlossenen Öffnung 67 den Kanal 65 füllen und über die Steuerventile 62 zu den Sprühdüsenabschnitten geleitet werden. Dies wird unter maximalen Zufuhrbedingungen der Flüssigkeit durchgeführt, da die Öffnung 67 vollständig verschlossen ist. Strömungsverluste werden um den Ring 66 aufgrund des darin befindlichen verjüngten Abschnittes 72 nicht auftreten. Muß ein Abschnitt abgesperrt werden, so wird ein Ventil 62 in die Sperrstellung umgeschaltet, was zu einer übermäßigen Menge an Flüssigkeit führen würde, die in den Leitungen den Sprühdüsenabschnitten zugeführt würde. Durch Einstellung des Schrittmotors 73 und die darauffolgende Drehung der Exzentrizität 74 können die Stange 70 und das Ventil 69 geringfügig von dem Sitz der Öffnung 67 angehoben werden, was zu einem Flüssigkeitsströmungsverlust führt, der über die Öffnung 67 auftritt, wobei das Strömungsmittel zu dem Tank über eine Rückströmleitung 68 zurückgeführt wird. Auf diese Weise kann eine vorbestimmte Menge an Flüssigkeit über die Öffnung 67 abgeführt werden, während ein vorbestimmter Druck aufrechterhalten ist, ohne daß Flüssigkeit zu den Sprühdüsenabschnitten geführt wird.

Sollte es erforderlich sein, daß das Sprühen über alle Abschnitte zeitweilig angehalten werden soll, so muß der Schrittmotor 73 lediglich so weit gedreht werden, daß die Kolbenstange 70 in die in Fig. 4 gezeigte Position gedreht wird, mit dem Resultat, daß das Ventil 69 vollständig von bzw. aus der Öffnung 67 gehoben wird, der verdickte Abschnitt 71' der Zunge 71 in die ringförmige Öffnung des Ringes 66 bewegt wird, wodurch ein Venturi-Effekt erzeugt wird, der sicherstellt, daß die Flüssigkeit nunmehr direkt in die Rückströmleitung 68 über die Öffnung 67 gesprüht wird. Der Venturi-Effekt führt ebenfalls zu einer Minderung des Drucks in dem Kanal 65 mit der Konsequenz, daß die Flüssigkeitszufuhr zu dem Spraydüsenabschnitt sofort angehalten wird. Bei der Wiederaufnahme des Sprühprozesses wird der Schrittmotor 73 wieder in der vorbestimmten Position eingestellt, mit dem Resultat, daß in Abhängigkeit von der eingestellten Anzahl an Sprühdüsenabschnitten die korrekte Position des Ventiles 69 auf der Öffnung 67 bestimmt ist. Die ursprüngliche Position des Ventiles 69 ist hierbei wieder einmal eingestellt und das Versprühen der Flüssigkeit über die Sprühdüsenabschnitte kann in der schon eingestellten Position durchgeführt werden.

Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsformen beschränkt.


Anspruch[de]

Vorrichtung zum Sprühen von Flüssigkeiten, wie beispielsweise in einem flüssigen Träger (4) gelöste Düngemittel oder Pestizide/Herbizide, wobei die Vorrichtung mit einem von einem Fahrzeug (3) getragenen länglichen Rahmen (1) versehen ist, der sich zur Bewegung des Fahrzeuges (3) in Vorwärtsrichtung quer erstreckt und mit Gruppen durch den Rahmen (1) getragener Sprühdüsen (5), die mit einer Zufuhrleitung (52) verbunden sind, wobei die Zufuhrleitung (52) durch eine Druckpumpe (60) für die zu versprühende Flüssigkeit versorgt wird und mit einem Zufuhrkanal (64) verbunden ist, der in einem Abstand von einer Trennwand endet, die in einem Ventilgehause (61) angeordnet und mit einer Durchgangsöf fnung (67) versehen ist, während ein Ventilkörper (69) in dem Ventilgehäuse (61) zum Abschließen der Durchgangsöffnung (67) in der Trennwand aktiv ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (69) durch eine Zunge (71) verlängert ist, die sich in den Zufuhrkanal (64) erstreckt, während das Ende des Zufuhrkanales (64) bezüglich des Durchlasses (67) verjüngt ist und die Zunge (71) längs eines Abschnittes (72) zwischen dem Ventilkörper (69) und dem Endstück (71') der Zunge verengt ist.







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