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Dokumentenidentifikation DE3738730C2 27.05.1993
Titel Zangentrolley-Gurtförderer
Anmelder VSR Engineering GmbH Fördertechnik, 4330 Mülheim, DE
Erfinder Rappen, Albert, Dipl.-Ing., 4330 Mülheim, DE
Vertreter Schulze Horn, S., Dipl.-Ing. M.Sc.; Hoffmeister, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 4400 Münster
DE-Anmeldedatum 14.11.1987
DE-Aktenzeichen 3738730
Offenlegungstag 01.06.1989
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.05.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.05.1993
IPC-Hauptklasse B65G 15/08
IPC-Nebenklasse B65G 15/60   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zangentrolley-Gurtförderer nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein Zangentrolley-Gurtförderer dieser Art ist aus der DE-OS 36 39 826 bekannt. Mit diesem Förderer können zwar Kurven beliebiger Richtung realisiert werden; nachteilig kann bei diesem Förderer jedoch ein aufwendiger Betätigungsmechnismus, eine unzureichende Betriebssicherheit sowie können hohen Beanspruchungen des Gurtes sein. Solche Nachteile sind vielfach insbesondere auf die Form und Anordnung möglicher Zangenarme der Trolleys zurückzuführen und sie treten insbesondere während des Öffnens und Schließens der Zangenarme, aber auch während des Transports des schlauchförmig gebogenen Fördergurtes an dessen Unterseite im Bereich der Zangenarmenden auf. Zugleich kann sich eine verkürzte Lebensdauer des Fördergurtes ergeben.

Aus der DE-OS 20 01 910 ist bereits ein Gurtförderer bekannt, der einen Ober- und Untertrum aufweist, die in einer vertikalen Ebene angeordnet sind. Der Obertrum fördert hängend das zu transportierende Gut und der Untertrum führt den Gurt geschlossen und stehend zurück. Der Gurt wird durch Rollen geführt, die an Randwülsten angreifen.

In der DE-AS 12 03 672 ist ein Zangentrolley-Gurtförderer beschrieben, dessen rohrförmig gerollter Gurt vertikal von den Trolleys geführt wird. Diese weisen verschwenkbare Tragarme zum Umfassen der rohrförmigen Gurte auf. Die Schwenkpunkte der Arme sind außerhalb einer Geraden angeordnet, auf der sich die Mitten der Trume und der Trolleys befinden. Im übrigen liegt die Mitte eines Trumes auf der Achse der beiden Führungsrollen eines Trolleys, so daß sich geringe Stützkräfte ergeben, die auch einen großen Abstand zwischen zwei Rollen bedingen.

Ranft, W.: Hebezeuge und Fördermittel 14 (1974), H 1, S. 18-21 lehrt in seinem Artikel "Probleme der Verriegelung von Zangen" ein Betätigen der Zangenarme mit Hilfe einer Spindel und einer Mutter.

Der Anmeldung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zangentrolley-Gurtförderer, dessen Trag- und Führungsschiene in einer geraden Förderstrecke nur Schwerkräfte aufnimmt, mit einem sich öffnenden und schließenden schlauchförmigen Fördergut für beliebige Kurven zu schaffen, der bei großer Stabilität, Zuverlässigkeit und geringen Kosten ein kompaktes Bauvolumen erfordert.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Durch die Anlenkung der Arme außerhalb der Mittelebene ist ein übergreifendes Umfassen des schlauchförmigen Förderbandes möglich. Dadurch wird dieses sowohl ohne als auch mit Fördergut sehr schonend und zugleich absolut sicher umfaßt, zusammengehalten und wieder entlassen. Dies kommt der Lebensdauer und Betriebssicherheit zugute.

Zur Schonung der Tragrollen und Erhöhung der Betriebssicherheit des Förderers ist vorgesehen, daß die Zangentrolleys jeweils mit ihren Tragrollen oder Tragrollensätzen hängend oder stehend in einer einseitig offenen C- förmigen Trag- und Führungsschiene verfahrbar sind. Dadurch sind die Rollen vor Witterungseinflüssen und Staub geschützt und Unfallgefahren durch ein Eingreifen von Bedienungspersonal in die Bewegungsebene der Rollen werden vermieden. Durch das Abrollen der Zangentrolleys entlang einer festen Schiene werden unerwünschte Schwing- und Pendelbewegungen des Fördergurtes und der Trolleys weitgehend vermieden. Bei entsprechender Gestaltung der Trolleys kann auch ein Gurtförderer geschaffen werden, bei welchem die Trolleys so umlaufen, daß sie in der einen Laufrichtung stehend und in der Rücklaufrichtung hängend entlang der Schiene verfahren werden. Der Gurtförderer kann mit Ober- und Untertrum ausgeführt werden.

Damit die Zangentrolleys in wesentlichen Bereichen in gleichem Abstand zueinander umlaufen, ist vorgesehen, daß sie jeweils über wenigstens ein flexibles, in Längsrichtung weitgehend unelastisches, durchgehendes oder aus Einzellängen zusammengesetztes Zugelement, wie Seil, Gurt oder Kette, miteinander verbunden sind. Die Trolleys können zusammen mit dem Zugelement für die Übertragung der erforderlichen Zugkräfte für den Fördergurtumlauf herangezogen werden, wenn das Zugelement im Umkehrbereich über angetriebene Rollen läuft. Das Zugelement kann dabei sowohl im Inneren der Schiene als auch außerhalb geführt sein.

Zwecks Vermeidung von Schäden an dem Zugelement und gegebenenfalls an der Schiene beim Durchlaufen von Förderstreckenkurven sind zweckmäßig an deren Innenradius das Zugelement führende und gegen Gleitreibung schützende Rollenanordnungen mit vorzugsweise mehreren Rollen in geeigneten Abständen vorgesehen.

Für eine hohe Betriebssicherheit des Förderers ist eine zuverlässige Betätigung der Zangenarme Voraussetzung. Diese Zuverlässigkeit wird u. a. dadurch erreicht, daß wenigstens einer der Zangenarme durch mindestens ein linear verschiebbares Betätigungselement, vorzugsweise nach dem Zahnrad-Zahnstangen-Prinzip, dem Kolben-Kolbenstangen-Prinzip oder dem Zugseil-Trommel-Prinzip verschwenkbar ist. Je nach Auslegung des Gurtförderers können ein oder beide Arme des Zangentrolleys verschwenkbar sein, wobei im letzteren Fall eine symmetrische oder auch eine unsymmetrische Verschwenkbarkeit vorgesehen sein kann.

Weiterhin ist für die Betätigung der Zangenarme vorgesehen, daß das Betätigungselement vorzugsweise in vertikaler Richtung über wenigstens einen Zapfen, eine Gabel oder eine Laufrolle durch eine im wesentlichen parallel zur Trag- und Führungsschiene je nach gewünschten Zangenarmstellungen in unterschiedlichen Abständen verlaufende Anlagefläche betätigbar ist. Bei dieser Gestaltung wird für die Anlagefläche lediglich eine einzelne, z. B. rechtwinklige oder C-förmige Schiene benötigt. Zudem kann bei Betätigung in vertikaler Richtung die Schwerkraft als Betätigungskraft für eine der Betätigungsrichtungen genutzt werden. Durch eine auf das Betätigungselement oder unmittelbar auf die Zangenarme wirkende Federkraft kann auch ein selbsttätiges Schließen und Zuhalten der Zangenarme erreicht werden.

In Ausgestaltung des Gurtförderers kann das Betätigungselement starr mit dem schienennahen Teil des Trolleys verbunden sein und der förderbandzugewandte Teil des Trolleys relativ zu dessen übrigem Teil durch einen Eingriff von außen über wenigstens einen Zapfen, eine Gabel oder eine Laufrolle vorzugsweise in vertikaler Richtung betätigbar sein.

Weiter ist für den Gurtförderer vorgesehen, daß in der Ausführung mit stehenden Zangentrolleys diese starr ausgebildet sind und daß in der Ausführung mit hängenden Zangentrolleys diese in sich gelenkig, vorzugsweise mit einem Kreuzgelenk, ausgebildet sind. Bei der Fördererausführung mit stehenden Trolleys wird so die erforderliche Standsicherheit der Trolleys erreicht und in der Ausführung mit hängenden Trolleys wird durch die Gelenkigkeit eine Entlastung der Schiene und der Tragrollen bewirkt.

Eine andere Ausgestaltung des Gurtförderers weist Zangenarme auf, die jeweils um einen Drehpunkt weit außerhalb der Mittelebene verdrehbar sind und mittels an diesen angeordneten Rollen und mit diesen zusammenwirkenden Führungen betätigbar und in ihrer gewünschten Stellung haltbar sind. Diese Ausführung bietet eine einfache Ausgestaltung der Zangentrolley. Bei dieser Ausführung sind die Zangenarme bevorzugt relativ kurz und an den beiden Außenenden einer starren Auflagefläche für die Förderbandbasis angeordnet. Der Aufwand für die Führungen kann dadurch vermindert werden, daß auch bei dieser Ausführung des Förderers die Zangenarme, wie zuvor schon erwähnt, federnd zugehalten werden können, wodurch eine durchgehende Führung entbehrlich wird.

Zur Vermeidung von unerwünschten Bewegungen der Zangenarme außerhalb von geführten Förderstreckenabschnitten sind zweckmäßig das Betätigungselement und/oder die verschwenkbaren Zangenarme in einer oder beiden Endstellungen gegenüber dem übrigen Teil des Zangentrolleys arretierbar. Hierzu besitzt vorzugsweise jeder Trolley einen Arretierbolzen, der in eine entsprechende Aussparung des Betätigungselementes oder der Zange(n) einrastbar ist und der durch eine mit der Trag- und Führungsschiene verbundene Führungsebene, vorzugsweise über eine Laufrolle unmittelbar oder über einen Kipphebel verschiebbar ist. Damit wird sichergestellt, daß eine Verschwenkung der Zangenarme nur dann möglich ist, wenn dies auch beabsichtigt ist. Unfallgefahren und Betriebsstörungen werden so vermieden.

Um eine Bandschonung auch beim Erfassen und Entlassen des Förderbandes durch die Zangenarme zu gewährleisten und um geringe Verstellkräfte für die Zangenarme zu erreichen, tragen diese vorteilhaft an ihren gurtzugewandten Innenflächen zumindest in deren Endbereich Gleitstücke und/oder Rollen. Hierdurch wird die Reibung zwischen dem Fördergurt und den Zangenarmen auf ein Minimum reduziert.

Schließlich ist mit der Erfindung noch vorgesehen, daß die Zangenarme jeweils aus gelenkig miteinander verbundenen Zangenarmgliedern bestehen, die mittels eines Zugseils bis zu etwa einer Halbkreisform verformbar sind und die durch Federwirkung, Eigengewicht oder ein weiteres Zugseil rückstellbar sind. Der konstruktive Aufwand ist hier zwar höher, jedoch können sich hier die Zangenarme optimal an die Umrißform des schlauchförmigen Förderbandes anpassen, auch wenn dieses durch ungleichmäßig gekörntes oder aufgebrachtes Fördergut in einem gewissen Maße unregelmäßig geformt ist.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand von Skizzen näher erläutert. Die Figuren der Zeichnung zeigen:

Fig. 1a einen Zangentrolley als Teil eines Gurtförderers, in hängender Ausführung mit Zangenarmen in Schließstellung, in Frontalansicht, teils im Schnitt,

Fig. 1b den Zangentrolley aus Fig. 1 mit seinen Zangenarmen in Öffnungsstellung, ebenfalls in Frontalansicht, teils im Schnitt,

Fig. 2 den Zangentrolley aus Fig. 1a in Seitenansicht,

Fig. 3 den Zangentrolley in einer zweiten, sowohl stehend als auch hängend betreibbaren Ausführung, in Frontalansicht, teils im Schnitt,

Fig. 4 eine Gurtfördererstrecke in Seitenansicht in schematischer Darstellung,

Fig. 5a die Gurtfördererstrecke im Querschnitt entlang der Linie A-A in Fig. 4 und

Fig. 5b die Gurtfördererstrecke im Querschnitt entlang der Linie B-B in Fig. 4.

Wie die Fig. 1a und 1b der Zeichnung zeigen, besteht das erste in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel eines Zangentrolleys 2 im wesentlichen aus einem an einer C-förmigen, nach unten hin offenen Schiene 3 geführten, schienennahen Teil 20, einem einem Fördergurt 10 zugewandten, eine Anzahl von Betätigungselementen enthaltenden fördergurtzugewandten Teil 20&min; und aus zwei den Fördergurt 10 umfassenden Zangenarmen 22 und 23. Der obere, schienenzugewandte Teil 20 des Zangentrolleys 2 umfaßt einen Rollensatz, bestehend aus insgesamt vier Rollen 21, von denen in der Fig. 1a lediglich die beiden vorderen sichtbar sind. Die Rollen 21 sind um horizontale Achsen drehbar und laufen auf dem unteren Teil der C- förmigen Trag- und Führungsschiene 3 ab. Am oberen Ende des schienennahen Teils 20 des Zangentrolleys 2 ist ein Zugelement 4, hier ein Seil, befestigt, das eine Anzahl von Zangentrolley 2 miteinander verbindet und das zur Übertragung von Zugkräften dient. Im Inneren der Schiene 3 ist weiterhin eine Rolle 31 gelagert, die um eine im wesentlichen vertikale Achse drehbar ist und als Kurvenführung für das Zugelement 4 in gebogenen Bereichen der Förderstrecke dient. Sowohl das Zugelement 4 als auch die Rolle 31 können sich auch außerhalb der Schiene 3 befinden.

An den schienennahen Teil 20 des Zangentrolley 2 schließt sich nach unten hin der fördergurtzugewandte Teil 20&min; an. Die in diesem enthaltenen Betätigungselemente umfassen eine Zahnstange 26, die im Zusammenwirken mit in diese eingreifenden Zahnrädern eine Verschwenkung der beiden Zangenarme 22 und 23 ermöglicht. Die Schwenkachsen der beiden Zangenarme 22 und 23 und damit die Drehachsen der Zahnräder 26&min; sind außerhalb einer vertikalen Mittelebene beiderseitig symmetrisch zu dieser angeordnet. Die für die Verschwenkung der Arme 22 und 23 erforderliche Verschiebung der Zahnstange 26 wird im vorliegenden Ausführungsbeispiel durch eine Laufrolle 27 im Zusammenwirken mit einer Anlagefläche 32 erreicht. Die Rolle 27 steht über einen kurzen Bolzen in fester Verbindung mit der Zahnstange 26 und ist zusammen mit dieser in vertikaler Richtung verschiebbar. Die Anlagefläche 32 ist hier eine C-förmige, seitlich in Richtung zum Zangentrolley 2 hin offene Schiene, die starr mit der Trag- und Führungsschiene 3 verbunden ist. Je nach dem Abstand der Anlagefläche 32 von der Schiene 3 ergibt sich eine unterschiedliche Position der Zahnstange 26 und dementsprechend auch der verschwenkbaren Zangenarme 22 und 23. In der Fig. 1a ist der geschlossene Zustand der Zangenarme 22 und 23 dargestellt, während in der Fig. 1b die Zangenarme 22 und 23 in ihrer nach außen bzw. oben verschwenkten Lage dargestellt sind. Entsprechend ist in der Fig. 1b die Zahnstange 26 mit Hilfe der Rolle 27 nach unten verschoben. Demzufolge ist der Abstand zwischen der Anlagefläche 32 und der Trag- und Führungsschiene 3 in der Fig. 1b größer. Zur Rückstellung der Zahnstange 26 und zum Zuhalten der Zangenarme 22 und 23 in ungeführten Förderstreckenbereichen dient im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine an deren unterem Ende angeordnete Schraubenfeder 26&min;&min;.

Weiterhin ist an dem schienennahen Teil 20 des Zangentrolleys 2 ein Arretierbolzen 28 angeordnet, der in horizontaler Richtung relativ zu der Zahnstange 26 verschiebbar und mit seinem vorderen Ende mit dieser verrastbar ist. Die Betätigung des Arretierbolzens 28 erfolgt mittels einer Laufrolle 29, die um eine vertikale, senkrecht zum Bolzen 28 verlaufende Drehachse verdrehbar ist, die mit dem Bolzen 28 fest verbunden ist. Die Rolle 29 liegt an einer Führungsebene 33 an, die hier als Fortsetzung der Anlagefläche 32 nach unten hin ausgebildet ist. Je nach dem seitlichen Abstand der Führungsebene 33 von dem oberen, schienennahen Teil 20 des Trolleys 2 wird der Arretierbolzen 28 in seiner Arretierstellung oder in seiner Freigabestellung positioniert.

Die beiden Zangenarme 22 und 23 sind in dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1a und 1b sichelförmig ausgebildet und besitzen einen rechtwinkligen Querschnitt, wie anhand der noch zu erläuternden Fig. 2 deutlicher sichtbar wird. An der dem schlauchförmig verformten Fördergurt 10 zugewandten Seite besitzen die Zangenarme 22 und 23 jeweils ein durchgehendes Gleitstück, das durch den einen Schenkel des rechten Winkels gebildet wird. An ihren äußeren Enden trägt jeder der Zangenarme 22 und 23 eine Rolle 24&min;, die beim Öffnen und Schließen der Zangenarme 22 und 23 an dem Fördergurt 10 außenseitig abrollen. Wie die Fig. 1a zeigt, übergreifen die Zangenarme 22 und 23 in ihrer Schließstellung einander partiell, wodurch der Fördergurt 10 mit dem darin befindlichen Fördergut 10&min; sicher und zugleich schonend gehalten wird.

Aus der in Fig. 2 dargestellten Seitenansicht des Zangentrolleys 2 wird ersichtlich, daß auch in Transportrichtung zwei Trag- und Führungsrollen 21 hintereinander angeordnet sind. Am oberen Ende des schienennahen Teils 20 des Trolleys 2 ist wieder das Zugelement 4, hier wieder ein Seil, befestigt. Oberhalb des Seils 4 ist der obere Teil der Trag- und Führungsschiene 3 erkennbar, während derer unterer Teil unterhalb der Rollen 21 liegt und diesen als Abrollfläche dient.

Im nach unten hin anschließenden fördergurtnahen Teil 20&min; des Zangentrolleys 2 ist die Zahnstange 26 als Betätigungselement für die Zangenarme 22 und 23 teilweise erkennbar. Am unteren Teil der Zahnstange 26 liegt das eine der beiden Zahnräder 26&min; an, über welches eine vertikale Verschiebung der Zahnstange 26 in eine Schwenkbewegung der Arme, hier des Zangenarms 22, umgesetzt wird.

Im Bereich der verschwenkbaren Zangenarme 22 und 23 sind schließlich noch die beiden Gleitstücke 24 erkennbar, in deren Bereich die Arme 22 und 23 an der Außenseite des in der Fig. 2 nicht eigens dargestellten Fördergurtes anliegen. Im unteren Teil der Zangenarme 22 und 23 sind außerdem noch die beiden Rollen 24&min; erkennbar, die während des Öffnens und Schließens der Arme 22 und 23 an der Außenseite des Fördergurtes abrollen.

Fig. 3 zeigt eine Ausführung des Gurtförderers mit einem Zangentrolley 2, der sowohl stehend als auch hängend verfahrbar ist.

In seinem förderbandzugewandten Teil 20&min; besitzt der Trolley 2 gemäß Fig. 3 einen Aufbau, der dem im vorangehenden beschriebenen Ausführungsbeispiel entspricht. Die verschwenkbaren Zangenarme 22 und 23 sind hier ebenfalls sichelförmig ausgebildet und besitzen an ihren dem Förderband 10 zugewandten Innenseiten je ein Gleitstück 24 sowie an ihren einander partiell übergreifenden Enden je eine Rolle 24&min;.

Die Verschwenkung erfolgt in bekannter Weise mittels der Zahnstange 26, die in vertikaler Richtung verschiebbar ist und deren lineare Verschiebung über Zahnräder 26&min; in eine Schwenkbewegung der Zangenarme 22 und 23 umgesetzt wird. Zur Andeutung dieser Verschwenkbarkeit sind in der Fig. 3 die Zangenarme 22 und 23 auch in Öffnungsstellung (in gestrichelten Linien) dargestellt. Weiterhin besitzt der Trolley 2 - ähnlich wie im Ausführungsbeispiel, das zuvor beschrieben wurde - einen Arretierbolzen 28, der mit Hilfe einer Laufrolle 29 und einer Führungsebene 33in horizontaler Richtung verschiebbar und mit der Zahnstange 26, genauer mit deren Zähnen, verrastbar ist.

Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1a, 1b und 2 ist der Zangentrolley 2 nach Fig. 3 stehend angeordnet, d. h. die Trag- und Führungsschiene 3 befindet sich unterhalb des Trolleys 2 mit dem von diesem getragenen Fördergurt 10 und dem darin befindlichen Fördergut 10&min;. In seinem schienennahen, hier unteren Teil 20 weist der Trolley 2 zwei außenliegende Tragrollenanordnungen 21 auf, von denen hier jeweils die dem Betrachter zugewandten vorderen Rollen sichtbar sind. Zur Übertragung der Zugkräfte dienen zwei Seile 4, die jeweils in der Nachbarschaft der Rollen 21 mit dem unteren Teil 20 des Trolleys 2 lösbar verbunden sind.

Die Schiene 3 besteht hier aus zwei Teilen, die zu einer horizontalen Ebene spiegelsymmetrisch ausgebildet sind. Hierdurch wird erreicht, daß die Zangentrolleys 2 in der einen Richtung stehend verfahrbar sind und in der anderen Richtung hängend verfahrbar sind. Der Gurtförderer kann damit mit einem Ober- und einem Untertrum ausgebildet sein. Eine solche Anordnung benötigt in horizontaler Querrichtung nur sehr wenig Bauvolumen und ist besonders für kurze Förderstrecken geeignet.

Für die Betätigung der Zahnstange 26 besitzt die Schiene 3 sowohl in ihrem oberen als auch in ihrem symmetrischen unteren Teil jeweils eine Anlagefläche 32, die im Zusammenwirken mit einer Rolle 27 die Position der Zahnstange 26 und damit die Stellung der verschwenkbaren Zangenarme 22 und 23 bestimmt.

Fig. 4 der Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Gurtförderers 1 anhand einer schematisch dargestellten Fördererstrecke, die in ihrem Verlauf einen Steigungs- bzw. Gefälleabschnitt aufweist. Der Fördergurt 10 ist bei dem Förderer 1 zwischen zwei die äußeren Enden der Fördererstrecke definierenden, um horizontale Achsen drehbare Umkehrtrommeln 11 geführt. In je einem den Umkehrtrommeln 11 nach- bzw. vorgeschalteten Übergangsbereich 14 und 14&min; wird der Fördergurt 10 von einer flachen Muldenform in eine geschlossene, im wesentlichen kreisförmige Schlauchform überführt und umgekehrt. Hierzu sind an dem Förderer jeweils Gruppen von Trag- und Führungsrollen 16 und 16&min; angeordnet, die die erforderliche Umformung des Fördergurtes 10 bewirken.

In dem Bereich, in dem der Fördergurt 10 seine Schlauchform besitzt, wird dieser von den bereits beschriebenen Zangentrolleys 2 umfaßt und entlang des Zwischenbereichs 15 zwischen den Übergangsbereichen 14 und 14&min; getragen und transportiert. Dabei sind in der Fig. 4 die den Obertrum 12 des Fördergurtes 10 tragenden Trolleys mit der Bezugsziffer 2 bezeichnet, während die den Untertrum 13 des Fördergurtes 10 tragenden Trolleys mit der Ziffer 2&min; bezeichnet sind. Die Trolleys 2 und 2&min; laufen an einer Doppelschiene 3 endlos entlang dem Bereich 15 der Fördererstrecke um. An den Umkehrpunkten des Laufweges der Trolleys 2 und 2&min; geben diese den einen, bis dorthin gehaltenen Trum 12 bzw. 13 des Fördergurtes 10 frei, schwenken um 180° um und erfassen den anderen Trum 13 bzw. 12 des Fördergurtes 10.

Weiterhin sind in der Fig. 4 an den den Obertrum 12 des Fördergurtes 10 tragenden Trolleys 2 deren Zangenarme 23 sichtbar, die bei dem in der Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel des Förderers 1 zum Transport des Fördergurtes 10 in horizontaler Richtung geöffnet bleiben können.

In dem an den horizontalen Abschnitt anschließenden Steigungsabschnitt werden die Arme 23 und 22 (letztere nicht sichtbar) mittels einer geeigneten Führung geschlossen und an die Oberseite des Fördergurtes 10 angedrückt. Hierdurch wird ein Verrutschen des Fördergutes im Fördergurt 10 weitgehend vermieden.

Schließlich ist aus der Fig. 4 noch ersichtlich, daß die Schiene 3 mit ihren Trolleys 2 und 2&min; sowie dem Fördergurt 10 in einer Schienentragkonstruktion 30 gehalten ist.

Anhand des in Fig. 5a dargestellten Schnittes entlang der Linie A-A in Fig. 4 ist die besondere Ausgestaltung der Trolleys 2 und 2&min; gemäß dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sichtbar. Im Unterschied zu den vorangehenden Ausführungsbeispielen besitzt hier der fördergurtnahe Teil 20&min; des Trolleys 2 eine verbreiterte Basis, die muldenförmig entsprechend dem Boden des Fördergurtes 10 geformt ist und an deren Enden die hier relativ kurzen, verschwenkbaren Zangenarme 22 und 23 angelenkt sind. Zu deren Betätigung weisen diese jeweils einen abgewinkelten, nach außen abgehenden Lagerbolzen auf, der jeweils eine Betätigungsrolle 25 trägt. Im schienenzugewandten Bereich 20 des Trolleys 2 besitzt dieser wieder mehrere Trag- und Führungsrollen 21, mittels derer der Trolley 2 bzw. 2&min; in der Schiene 3 sowohl stehend als auch hängend verfahrbar ist.

Der im unteren Teil der Fig. 5a sichtbare, den Untertrum des Fördergurtes 10 tragende Trolley 2&min; läuft zwischen stelzenförmigen Elementen der Schienentragkonstruktion 30 mit in Schließstellung verschwenkten Zangenarmen 22 und 23 hindurch. Wie im unteren Teil der Fig. 5a sichtbar ist, dienen zur Herstellung der Schließstellung der Zangenarme 22 und 23 die bereits erwähnten Betätigungsrollen 25 sowie in deren Bereich angeordnete, mit diesen zusammenwirkende Führungen 32&min;, die je nach ihrem Abstand von dem Trolley 2 bzw. 2&min; die Stellung der verschwenkbaren Zangenarme 22 und 23 bestimmen.

Während Fig. 5a einen Schnitt durch den horizontalen Bereich des Förderers 1 zeigte, zeigt die Fig. 5b einen Schnitt durch den Steigungsbereich des Förderers 1. Wie aus der Fig. 5b ersichtlich ist, ist hier die gesamte Anordnung von oberem Zangentrolley 2 und unterem Trolley 2&min; von einer rahmenförmigen, rechteckigen Schienentragkonstruktion 30 umgeben, die sowohl die Schiene 3 als auch insgesamt vier Führungen 32&min; für die Betätigungsrollen 25 an den verschwenkbaren Zangenarmen 22 und 23 der beiden Trolleys 2 und 2&min; trägt. Die Ausbildung der Schiene 3 sowie der Trolleys 2 und 2&min; ist mit der in Fig. 5a beschriebenen identisch. Der Unterschied besteht in der Funktionsstellung der verschwenkbaren Arme 22 und 23 des oberen Zangentrolleys 2, die in der Fig. 5a in ihrer offenen Stellung dargestellt sind und die in der Fig. 5b in Schließstellung überführt sind. Damit liegen die Arme 22 und 23 an der Oberseite des Fördergurtes 10 an und halten das in diesem befindliche Fördergut 10&min; in seiner Lage fest. Damit können sowohl Steigungs- als auch Gefällestrecken ohne Gefahr eines Verrutschens des Fördergutes 10&min; im Fördergurt 10 durchfahren werden. Die erforderliche Verbindung der Zangentrolleys kann auch hier wieder mittels eines oder mehrerer Zugelemente, wie Seile, Gurte oder Ketten, erfolgen, die vorzugsweise im Inneren der Schiene 3 geführt und an dem schienenzugewandten Teil 20 der Trolleys 2 und 2&min; angeschlagen sind.

Die relativ aufwendige Schienentragkonstruktion 30 kann vereinfacht werden, indem eine Federanordnung und/oder Arretierung vorgesehen wird, die die Zangenarme 22 und 23 in ihrer Schließstellung halten. Ein Öffnen der Arme 22 und 23 erfolgt dann am Ende des Förderweges nach Lösen der Arretierung durch die Betätigungsrollen 25 und die mit diesen zusammenwirkenden Führungen 32&min;.


Anspruch[de]
  1. 1. Zangentrolley-Gurtförderer für Förderstrecken mit Kurven beliebiger Richtung, der einen endlosen, flexiblen, vorgespannten Fördergurt (10) aufweist, der zwischen zwei Umkehrtrommeln (11) umläuft und jeweils hinter den Trommeln (11) von einer Muldenform in eine geschlossene Schlauchform und vor den Trommeln (11) umgekehrt von der Schlauchform in eine Muldenform überführt wird und der in seinem schlauchförmigen Bereich von umlaufenden Zangentrolleys (2, 2&min;) mit je zwei Zangenarmen (22, 23) umfaßt, getragen und in seiner Schlauchform gehalten wird, wobei die Zangentrolleys (2, 2&min;) entlang einer Trag- und Führungsschiene (3) verfahrbar sind, die in vertikaler Richtung von Zentren des Fördergutes beabstandet ist und in seiner geraden Strecke die Belastungen aufgrund Schwerkraft in deren Richtung aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß die Trag- und Führungsschiene (3) der Zangentrolleys (2, 2&min;) für beide Trume (12, 13) des Fördergurtes (10) und diese beiden in einem horizontal verlaufenden Förderstreckenabschnitt übereinander auf einer gemeinamen Geraden liegen, daß die Zangentrolleys (2, 2&min;) in der einen Richtung stehend und in der anderen hängend verfahren werden, daß die Zangentrolleys (2, 2&min;) jeweils zwei axial zueinander beabstandete Rollen (21) und zwei in Fahrtrichtung zueinander beabstandete Rollen (21) aufweisen und daß die Zangenarme (22, 23) jedes Zangentrolleys (2, 2&min;) um eine Achse zu verschwenken ist, die sich außerhalb einer einzigen durch die Gerade verlaufende Ebene befindet.
  2. 2. Zangentrolley-Gurtförderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Zangenarme (22, 23) in Schließstellung teilweise übergreifen.
  3. 3. Zangentrolley-Gurtförderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trag- und Führungsschiene (3) C-förmig gestaltet ist.
  4. 4. Zangentrolley-Gurtförderer nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in Kurven der Förderstrecke an deren Innenradius das Zugelement (4) führende und gegen Gleitreibung schützende Rollenanordnungen, mit vorzugsweise mehreren Rollen (31), aufweisen.
  5. 5. Zangentrolley-Gurtförderer nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zangenarme (2, 2&min;) durch mindestens ein linear zu verschiebbares Betätigungselement (26), vorzugsweise Zahnrad-Zahnstange, Kolben-Kolbenstange oder Zugseil-Trommel, zu verschwenken ist.
  6. 6. Zangentrolley-Gurtförderer nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (26) über einen Zapfen, eine Gabel oder eine Laufrolle (27) von einer Anlagefläche (32) betätigt wird.
  7. 7. Zangentrolley-Gurtförderer nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (26), und/oder die verschwenkbaren Zangenarme (22, 23) in einer oder beiden Endstellungen zu arretieren sind.
  8. 8. Zangentrolley-Gurtförderer nach den Ansprüchen 11 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Zangenarme (22, 23) durch eine Federkraft, die in Schließstellung wirkt, vorgespannt sind.






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