Die Erfindung betrifft eine Fallstromverdampfer-Anordnung, insbesondere
zum Eindampfen von Zuckersaft in der Zuckerindustrie.
Zum Eindampfen von Zuckersaft in der Zuckerindustrie werden Anlagen,
bestehend aus einer Reihe von Fallstromverdampfern, verwendet, die nacheinander
vom Zuckersaft durchströmt werden, um durch Verdampfung der Flüssigkeit aus dem
Zuckersaft eine Erhöhung der Konzentration des Saftes zu erzielen. Wichtig ist
dabei die Aufrechterhaltung der Benetzung der Rohrwandungen mit dem Zuckersaft,
um Verkrustungen in den Heizrohren zu vermeiden.
Um bei zunehmender Eindampfung des Zuckersaftes eine kontinuierliche
und vollständige Benetzung der Heizrohre zu gewährleisten, ist es bekannt, die Fallstromverdampfer
bzw. Verdampfer-Anordnungen mit Einrichtungen zur Rezirkulation der einzudampfenden
Flüssigkeit auszurüsten. Diese Einrichtungen erfordern eine Niveauregelung des
Flüssigkeitsspiegels in den Flüssigkeitsräumen unterhalb der Heizkammern, um ein
Leerlaufen der Flüssigkeitsräume und hiermit einhergehend eine Beschädigung der
Rezirkulationspumpen sowie eine Verkrustung der ggf. nicht mehr voll benetzten Heizrohre
zu vermeiden.
Bei den bekannten Anordnungen ist jeder Fallstromverdampfer mit Rezirkulation
auch mit einer entspre chenden Niveauregelung und allen zugehörigen Steuer- und
Regelungseinrichtungen ausgerüstet.
Es ist auch bekannt, den oder die letzten Fallstromverdampfer einer
Verdampfungsanlage als segmentierte Verdampfer auszubilden, bei denen die Heizrohre
der einzelnen Segmente nacheinander von der bereits weitgehend eingedickten Flüssigkeit
durchströmt werden. Bei diesen segmentierten Fallstromverdampfern durchfließt die
Flüssigkeit die Heizrohre der einzelnen Segmente nacheinander. Ohne eine Rezirkulation
in den einzelnen Segmenten kann der Betriebszustand nur in einem engen Toleranzbereich
vom Auslegungszustand abweichen, da eine Unterschreitung der bei der Auslegung
angenommenen Durchflußmenge über den Toleranzbereich hinaus durch die Eindampfung
des Zuckersaftes zu Verkrustungen in den Heizrohren führt.
Um auch hier Abhilfe zu schaffen, wurde bereits vorgeschlagen, segmentierte
Fallstromverdampfer ebenfalls mit einer Rezirkulation für die einzelnen Segmente
auszurüsten. Dabei ist jedoch ebenfalls für jedes Segment eine diesem zugeordnete
Niveauregelung mit allen zugehörigen Steuerungs- und Regelungseinrichtungen erforderlich,
um die bereits oben in Verbindung mit den unsegmentierten Verdampfern beschriebenen
Nachteile zu vermeiden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fallstromverdampfer-Anordnung
mit einer Rezirkulation der Verdampferflüssigkeit so auszubilden, daß der Regelungsaufwand
erheblich vermindert und der Betrieb der Anordnung auch bei großen Schwankungen
der Flüssigkeitszufuhr aufrechterhalten werden kann.
Zur Lösung der vorstehenden Aufgabe weist die Verdampfer-Anordnung
die im Anspruch 1 genannten Merkmale auf.
Bei einer kommunizierenden Verbindung aller Flüssigkeitsräume stellt
sich automatisch in den miteinander verbundenen Räumen etwa das gleiche Flüssigkeitsniveau
ein, welches durch den Niveauregler bestimmt wird, der in einem beliebigen, von
der Flüssigkeit durchströmten Raum angeordnet werden kann.
Bei Verdampfern, deren Flüssigkeitsräume ausschließlich durch überströmbare
Begrenzungswände voneinander getrennt sind, bestimmen die Begrenzungswände und der
im letzten von der Flüssigkeit durchströmten Raum vorgesehene Niveauregler den
Flüssigkeitsstand in den Flüssigkeitsräumen.
Wird bei Zufuhr einer geringen Flüssigkeitsmenge pro Zeiteinheit
ein Absinken des Flüssigkeitsniveaus in allen oder dem zuletzt durchströmten Raum
bewirkt, so erfolgt über den Niveauregler und das mit ihm verbundene Regelventil
entweder eine Reduzierung der abströmenden Flüssigkeit oder, soweit dies möglich
ist, eine Erhöhung des Zustromes der Flüssigkeit pro Zeiteinheit zu dem ersten
Flüssigkeitsraum der Anordnung.
Wird hingegen durch erhöhten Zustrom der Flüssigkeit in allen oder
dem zuletzt durchströmten Flüssigkeitsraum eine Anhebung des Niveaus bewirkt, so
wird über den Niveauregler und das Regelventil entweder die Flüssigkeitszufuhr
zu dem ersten Flüssigkeitsraum gedrosselt oder aber die pro Zeiteinheit aus der
Anordnung abzuführende Flüssigkeitsmenge durch entsprechende Einstellung des Regelventiles
erhöht.
Besonders vorteilhaft ist eine Fallstromverdampfer-Anordnung in der
Form eines segmentierten Fallstromverdampfers mit den Merkmalen des Anspruches 2.
Bei dieser Ausführung erfolgt innerhalb eines jeden Segmentes eine Rezirkulation
der Flüssigkeit in der Weise, daß die jeweilige Kammer, welche nicht mit der Rezirkulationsleitung
verbunden ist, ausschließlich mit der aus den Heizrohren des zugehörigen Segmentes
austretenden Flüssigkeit gefüllt wird. Die in der vorgenannten Kammer befindliche
unvermischte Flüssigkeit hat somit die höchste Konzentration, die in diesem Segment
erreichbar ist. Die Flüssigkeit wird aus dieser Kammer dem nächsten Segment zugeführt,
und zwar derjenigen Kammer dieses Segmentes, an die wiederum eine Rezirkulationsleitung
und -pumpe angeschlossen ist. In dieser Kammer vermischt sich die zugeführte Flüssigkeit
mit einem Teil der aus den Heizrohren dieses Segmentes austretenden rezirkulierten
Flüssigkeit. Die andere Kammer des gleichen Segmentes wird hingegen wiederum nur
mit der in diesem Segment rezirkulierten Flüssigkeit gefüllt und diese Flüssigkeit
dann dem nächsten Segment zugeführt.
Die beschriebene Führung der Flüssigkeit setzt sich von Segment zu
Segment fort bis zu der letztdurchströmten Kammer des letzten Segmentes, aus der
die Abführung der durch die Verdampfung konzentrierten Lösung wiederum in unvermischter
Form, d.h. ohne Vermischung mit der Lösung der vorhergehenden Kammer dieses Segmentes
erfolgt.
Das Niveau in den einzelnen Kammern wird bei Anordnung von überströmbaren
Trenn- und Begrenzungswänden durch die Höhe dieser Wände und in der letzten Kammer
durch den Niveauregler bestimmt. Soweit mit der letztdurchströmten Kammer die zuvor
durchströmten Kammern über Durchströmöffnungen im Bodenbereich der Trenn- bzw.
Begrenzungswände in offener Verbindung stehen, bestimmt der Niveauregler das Flüssigkeitsniveau
in den strömungsmäßig vorgeordneten anderen Kammern, wobei er in einer dieser
Kammern angeordnet werden kann.
Die Zuführung der aus der Heizkammer des jeweiligen Segmentes austretenden
Flüssigkeit ganz oder überwiegend in nur eine der beiden Kammern dieses Segmentes
kann beispielsweise dadurch bewirkt werden, daß die mit der Rezirkulationsleitung
verbundene Kammer einen wesentlich kleineren Querschnitt aufweist als die andere
Kammer und somit automatisch der größte Anteil der aus den Heizrohren austretenden
Flüssigkeit in die im Querschnitt größere Kammer überführt wird. Bei anderen Ausführungen
kann unterhalb der dem jeweiligen Segment zugeordneten Heizkammer ein Flüssigkeitssammler
vorgesehen sein, von dem aus eine Verbindungsleitung in die jeweilige Kammer des
Segmentes führt, die nicht mit der Rezirkulationsleitung verbunden ist. Dabei kann
die von dem Sammler zu der genannten Kammer führende Leitung in jeder beliebigen
Höhe in der entsprechenden Kammer ausmünden. Man hat es also in der Hand, die
aus der Heizkammer des jeweiligen Segmentes austretende Flüssigkeit in jeder beliebigen
Höhenlage der genannten Kammer des Segmentes zuzuleiten. Je nach Art des vorgesehenen
Übertrittes der Flüssigkeit aus dieser Kammer in die Kammer des nächsten Segmentes
wird man die Zuleitung der aus der Heizkammer dieses Segmentes austretenden Flüssigkeit
jeweils so vornehmen, daß die nicht mit der Rezirkulationsleitung verbundene Kammer
im Zuge der Weiterführung der Flüssigkeit in Längsrichtung durchströmt wird. Auf
diese Weise wird vermieden, daß in den einzelnen Kammern strömungsmäßige Toträume
entstehen, in denen beim Eindampfen organischer Flüssigkeiten, wie Zuckersaft oder
dgl., Zersetzungserscheinungen auftreten können.
Statt der mit den beschriebenen Sammlern verbundenen Leitungen bzw.
Leitkanälen, die in der äußeren Umschließungswand des jeweiligen Segmentes vorgesehen
sein können, ist es auch möglich, nur mit Leitblechen zu arbeiten, die unterhalb
der Heizkammern des jeweiligen Segmentes angeordnet sind und über die die aus den
Heizkammern austretende Flüssigkeit in jene Kammer des gleichen Segmentes geleitet
wird, die nicht mit der Rezirkulationsleitung verbunden ist.
Weitere Ausbildungsformen von segmentierten Verdampfern mit ausschließlich
überströmbaren Trenn- und Begrenzungswänden sowie ganz oder zum Teil über Durchströmöffnungen
oder Rohrleitungen kommunizierenden Kammern sind in den Unteransprüchen 4 bis 8
angegeben.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Anordnung, bestehend aus
wenigstens zwei getrennten Verdampfern, sind in den Ansprüchen 9 und 10 beschrieben.
Auch bei der Anordnung nach den Ansprüchen 9 und 10 wird die aus der jeweiligen
Heizkammer des einzelnen Verdampfers austretende Flüssigkeit trotz der Rezirkulation
unvermischt dem nächstfolgenden Verdampfer zugeleitet und hierdurch eine effektive
Arbeitsweise der Anordnung sichergestellt. Der in dem letzten Auffangraum vorgesehene
Niveauregler bestimmt durch die beschriebenen kommunizierenden Verbindungen zwischen
den Auffangräumen des jeweils vorhergehenden Verdampfers mit dem Überlaufraum des
nächstfolgenden Verdampfers das Niveau des Flüssigkeitsspiegels in sämtlichen Verdampfern
in einer Weise, daß mit Sicherheit die in den Rezirkulationsleitungen befindlichen
Pumpen nicht leerlaufen und auch eine kontinuerliche, vollständige Benetzung der
Heizrohre bei sich änderndem Zustrom und sich ändernder Abführung der Flüssigkeit
zu der Anordnung gewährleistet wird.
Die Zeichnung gibt Ausführungsbeispiele der Erfindung in schematischer
Darstellung wieder.
Es zeigen:
- Fig. 1 die Seitenansicht eines segmentierten Fallstromverdampfers gemäß der
Erfindung,
- Fig. 2 ein Schnittbild entlang der Schnittlinie A-A in Fig. 1,
- Fig. 3 eine erste Ausbildungsform des Verdampfers nach Fig. 1 in Form eines
Fließbildes in Verbindung mit einer schematisierten Abwicklung des Verdampfers
nach Fig. 1,
- Fig. 4 eine Darstellung gemäß Fig. 3 für eine andere Variante des Verdampfers
nach Fig. 1,
- Fig. 5 eine Darstellung gemäß Fig. 3 für eine weitere Variante des Verdampfers
nach Fig. 1,
- Fig. 6 eine Darstellung nach Fig. 3 für eine vierte Variante des Verdampfers
nach Fig. 1,
- Fig. 7 die Seitenansicht einer Anordnung, bestehend aus zwei getrennten Verdampfern
gemäß der Erfindung.
Der in der Fig. 1 wiedergegebene segmentierte Fallstromverdampfer
weist in einem umschließenden Gehäuse an seinem oberen Ende einen Verteilerkopf
V auf, über den die dem Verdampfer zugeführte bzw. innerhalb des Verdampfers rezirkulierte
Flüssigkeit der Heizkammer H zugeleitet wird, in der schematisch angedeutete lotrecht
verlaufende Rohre angeordnet sind, deren Innenwandungen von der Flüssigkeit in
Form eines durchgehenden Filmes benetzt werden.
Unterhalb der Heizkammer H ist der insgesamt mit F bezeichnete Flüssigkeitsraum
angedeutet, der im Falle der Ausgestaltung nach Fig. 1 durch entsprechende Segmentierung
in insgesamt vier Flüssigkeitsräume 1 bis 4 unterteilt ist, die gemäß Fig. 2 jeweils
einen Querschnitt in Form eines sich über einen Viertelkreis erstreckenden Kreissektors
aufweisen. Die Flüssigkeitsräume 1 bis 4 sind jeweils in zwei Kammern 1a und 1b
bis 4a und 4b unterteilt. Zwischen den Flüssigkeitsräumen 1 bis 4 sind Begrenzungswände
1c bis 4c vorgesehen, während zwischen den Kammern eines jeden Flüssigkeitsraumes
Trennwände 1d bis 4d angeordnet sind.
Die Zuführung der Flüssigkeit zu dem Verdampfer erfolgt über die Zuleitung
Z, welche in Fig. 2 durch einen entsprechenden Pfeil angedeutet ist. In dem dargestellten
Beispiel wird die zugeführte Flüssigkeit dem Flüssigkeitsraum 1 bzw. der Kammer
1a zugeleitet. Die Abführung der den Verdampfer verlassenden Flüssigkeit erfolgt
durch die Leitung A, welche in Fig. 2 wiederum durch einen Pfeil schematisch angedeutet
ist. In dem dargestellten Beispiel wird die Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum
4 bzw. der Kammer 4b abgeführt. In der Zuführungsleitung Z ist ein Regelventil
R angeordnet. Gestrichelt angedeutet ist in Fig. 1, daß ein derartiges Regelventil
R&min; auch in der Abführungsleitung A vorgesehen sein kann.
Das Regelventil R ist über eine Leitung 5 mit einem Niveauregler
6 verbunden, der das Regelventil R in Abhängigkeit von dem jeweiligen Flüssigkeitsspiegel
in dem letztdurchströmten Flüssigkeitsraum 4 bzw. der Kammer 4b steuert.
Zwischen den Flüssigkeitsräumen 1 bis 4 und dem Verteilerkopf V sind
Rezirkulationsleitungen U1 bis U4 mit jeweils in diesen Leitungen angeordneten
Rezirkulationspumpen vorgesehen.
In den schematischen Fig. 3 bis 6 ist angedeutet, daß der Verteilerkopf
V entsprechend den Flüssigkeitsräumen 1 bis 4 durch entsprechende Trennwände 7 bis
9 unterteilt ist, so daß sich Verteilerkopfräume V1 bis V4 ergeben.
Alle in den Fig. 3 bis 6 wiedergegebenen Ausführungsformen des Verdampfers
entsprechend der prinzipiellen Anordnung nach den Fig. 1 und 2 sind so ausgeführt,
daß die aus der Heizkammer oberhalb des jeweiligen Flüssigkeitsraumes austretende
Flüssigkeit jeweils in diejenige Kammer 1b bis 4b geleitet wird, die nicht mit
der Rezirkulationsleitung U1 bis U4 verbunden ist. Zu diesem Zweck sind unterhalb
der Heizkammer H in den dargestellten Beispielen der Fig. 3 bis 6 Leitbleche 10
bis 13 vorgesehen.
In dem Beispiel der Fig. 3 sind die Trennwände 1d bis 4d zur Bildung
der Kammern 1a und 1b bis 4a und 4b sowie auch die Begrenzungswände 1c bis 4c zwischen
den Flüssigkeitsräumen 1 bis 4 als ausschließlich überströmbare Wände ausgebildet.
Dabei sind die Begrenzungswände 1c bis 4c und die Trennwände 1d bis 4d jeweils
in Durchströmrichtung der Flüssigkeit durch die Flüssigkeitsräume abnehmend abgestuft
und die Höhe der Trennwände 1d bis 4d zwischen den einzelnen Kammern der Flüssigkeitsräume
in ihrer Höhe geringer bemessen als die Höhe der Begrenzungswände 1c bis 4c.
Die Anordnung nach Fig. 3 arbeitet wie folgt:
Die in die Kammer 1a über die Zuleitung Z zugeführte Flüssigkeit
vermischt sich mit aus der Kammer 1b über die Trennwand 1d überströmende Flüssigkeit
und wird als Gemisch über die Rezirkulationsleitung U1 mit der darin vorgesehenen
Pumpe in den Verteilerkopfraum V1 überführt. Diese Flüssigkeit gelangt nach Durchströmen
der Heizkammer H in die Kammer 1b, wobei die oberhalb der Kammer 1a aus der Heizkammer
H austretende Flüssigkeit über das Leitblech 10 in die Kammer 1b des Flüssigkeitsraumes
1 abgelenkt wird, wie dies mit einem Strömungspfeil angedeutet ist.
Aus der Kammer 1b des Flüssigkeitsraumes 1 gelangt bei entsprechender
Menge der rezirkulierten Flüssigkeit ein Teil der Flüssigkeit durch Überströmen
der Trennwand 2c in die Kammer 2a des Flüssigkeitsraumes 2. Diese Flüssigkeit
in der Kammer 2a vermischt sich mit aus der Kammer 2b über die Trennwand 2d überströmenden
Flüssigkeit und wird als Gemisch über die Rezirkulationsleitung U2 dem Verteilerkopfraum
V2 zugeführt, um nach Durchströmen der Heizkammer H und teilweiser Umlenkung durch
das Leitblech 11 in die Kammer 2b zu gelangen. Aus dieser Kammer strömt ein Teil
der Flüssigkeit über die Trennwand 2d zurück in die Kammer 2a und ein weiterer
Teil über die Begrenzungswand 3c in die Kammer 3a des Flüssigkeitsraumes 3.
Von hier aus wird die Flüssigkeit in der bereits vorgeschriebenen
Weise über die Kammer 3b und 4a bis in die letzte Kammer 4b geleitet, aus der über
die Abführungsleitung A dann die Abführung eines Teiles der eingedickten Flüssigkeit
erfolgt, während durch die Stellung des Niveaureglers 6 oberhalb der Trennwand
4d ein weiterer Teil der Flüssigkeit in die Kammer 4a zurückströmt.
Wenn sich in der letztdurchströmten Kammer 4b der Flüssigkeitsspiegel
ändert, so wird über den dort vorgesehenen Flüssigkeitsregler 6 und die Steuerleitung
5 das Regelventil R in der Zuleitung Z entsprechend betätigt und entweder die
Zufuhr der Flüssigkeit erhöht oder aber gedrosselt, je nachdem ob der Flüssigkeitsspiegel
in der Kammer 4b ansteigt oder absinkt.
Statt einer Regelung der dem Verdampfer zuzuführenden Flüssigkeit
über das Regelventil R kann auch gemäß der strichpunktierten Andeutung über ein
Regelventil R&min; in der Abführungsleitung eine Erhöhung oder Drosselung der abzuführenden
Flüssigkeit erfolgen. Es stellt sich durch die Trenn- und Begrenzungswände 1c
bis 4c und 1d bis 4d in Verbindung mit dem Niveauregler 6 in allen Kammern ein solcher
Flüssigkeitsspiegel ein, daß in jeder Kammer eine hinreichende Rezirkulation der
Flüssigkeit und damit eine vollständige Benetzung der in der Heizkammer befindlichen
Rohre durch die Flüssigkeit gewährleistet bleibt, auch wenn erhebliche Schwankungen
in der Zufuhr der Flüssigkeit zu dem Verdampfer eintreten sollten. Dabei wird erreicht,
daß eine Vermischung der in die Kammern 1b bis 4b eintretenden Flüssigkeit vermieden
wird. Diese unvermischte Flüssigkeit hat somit die höchste Konzentration, die
in dem jeweiligen Flüssigkeitsraum 1 bis 4 erreichbar ist. Nur diese Flüssigkeit
wird in Strömungsrichtung dem nächstfolgenden Flüssigkeitsraum bzw. der nächstfolgenden
Kammer zugeleitet.
Die Anordnung nach Fig. 4 unterscheidet sich von der Anordnung nach
Fig. 3 dadurch, daß statt der überströmbaren Begrenzungs- und Trennwände 1c bis
4c und 1d bis 4d in den vorgenannten Wänden im Bodenbereich Durchströmöffnungen
D, beispielsweise in Form von Durchtrittsschlitzen, vorgesehen sind, durch welche
aus den jeweiligen Kammern 1b bis 4b die Flüssigkeit in die Kammern 1a bis 4a
einströmt, wie dies durch Pfeile in der Fig. 4 angedeutet ist.
Bei dieser Anordnung wird durch den Niveauregler 6 in der letztdurchströmten
Kammer 4b das Niveau in allen vorhergehenden Kammern bestimmt. Bei absinkendem
Niveau in der Kammer 4b wird über den Niveauregler 6 und die Leitung 5 das Regelventil
R in der Zuleitung Z weiter geöffnet, so daß pro Zeiteinheit durch diese Zuleitung
eine größere Menge der Flüssigkeit in den Verdampfer eingeleitet wird und hierdurch
der Pegel in den einzelnen Kammern entsprechend angehoben wird. Umgekehrt wird
bei steigendem Niveau in der Kammer 4b über den Niveauregler die Zufuhr der Flüssigkeit
zu dem Verdampfer entsprechend gedrosselt. Die beschriebene Niveauregelung kann
aber auch mittels des Niveaureglers 6 durch Betätigung des Regelventiles R&min;
in der Abführungsleitung A erfolgen, wie dies im Zusammenhang mit der Fig. 3 bereits
erläutert wurde.
Da alle Kammern durch die in den Begrenzungs- und Trennwänden vorgesehenen
Durchströmöffnungen kommunizierend miteinander verbunden sind, ergibt sich automatisch
ein stetiger Niveauausgleich in diesen Kammern und es kann der Niveauregler in
jeder der Kammern angeordnet werden. Die Begrenzungs- und Trennwände der Anordnung
nach Fig. 4 erstrecken sich sämtlich bis oberhalb des Flüssigkeitsniveaus.
Bei der Anordnung nach Fig. 5 sind die Trennwände 1d bis 4d mit im
Bodenbereich vorgesehenen Durchtrittsöffnungen D ausgerüstet, während die Begrenzungswände
1c bis 4c als überströmbare Trennwände ohne Durchtrittsöffnungen ausgebildet sind.
Um einen Übertritt der Flüssigkeit über die Begrenzungswände 2c bis 4c zu gewährleisten,
sind die Begrenzungswände in Strömungsrichtung gesehen in ihrer Höhe abnehmend abgestuft,
ähnlich wie dies bei der Anordnung nach Fig. 3 vorgesehen ist, wobei dort jedoch
sowohl die Begrenzungs- als auch die Trennwände, in Strömungsrichtung gesehen,
jeweils eine Abstufung aufweisen. Da bei der Lösung nach Fig. 5 die letzten Kammern
4a und 4b kommunizierend miteinander verbunden sind, ist der Niveauregler 6 in
der Kammer 4b unterhalb des oberen Endes der Trennwand 4d angeordnet.
Bei der Anordnung nach Fig. 6 sind die Trennwände 2c bis 4c mit Durchtrittsöffnungen
D im Bodenbereich ausgerüstet, während die Trennwände 1d bis 4d ohne derartige
Durchströmöffnungen als überströmbare Wände ausgeführt sind. In diesem Falle weisen
die Begrenzungswände 2c bis 4c eine größere Höhe auf als die Trennwände 1d bis
4d. Die Trennwände 1d bis 4d sind bei dieser Ausgestaltung nicht abgestuft, sondern
zeigen die gleiche Höhe, da über sie eine Rückströmung der Flüssigkeit aus den
Kammern 1b bis 4b in die vorhergehenden Kammern 1a bis 4a gemäß den eingetragenen
Pfeilen in Fig. 6 erfolgt. Der Niveauregler 6 ist zur Erzielung der Rückströmung
aus der Kammer 4b in die Kammer 4a oberhalb der Trennwand 4d gehalten.
Bei allen Ausführungsformen nach den Fig. 3 bis 6 kann insbesondere
zur sicheren Inbetriebnahme eine Höheneinstellung des Niveaureglers 6 bis über
die Trenn- bzw. Begrenzungswände erfolgen und ein entsprechend hoher Flüssigkeitsstand
eingestellt werden. Hierdurch ergibt sich zwar eine ungünstige Wirkungsweise der
Anordnung, jedoch bleibt die Funktionstüchtigkeit des Verdampfers erhalten. Es kann
dann durch die Niveauregelung eine Verbesserung des Wirkungsgrades erreicht und
dabei sichergestellt werden, daß sämtliche Pumpen in den Rezirkulationsleitungen
U1 bis U4 nicht leerlaufen können.
Bei der Anordnung nach Fig. 7 sind zwei getrennte Verdampfer I und
II vorgesehen, deren Brüdenräume über eine Druckausgleichsleitung 15 miteinander
verbunden sind. An diese Druckausgleichsleitung 15 schließt sich eine Brüdenabführungsleitung
16 an.
Der unterhalb der Heizkammern H vorgesehene Flüssigkeitraum F eines
jeden Verdampfers ist in einen Auffangraum 21b und einen Überlaufraum 21a unterteilt.
Zur Überführung der aus der Heizkammer austretenden Flüssigkeit in den Auffangraum
21b bzw. 22b sind oberhalb der Überlaufräume 21a und 22a jeweils umgekehrt tellerförmige
Leitbleche 17 vorgesehen.
Analog den Anordnungen nach den Fig. 3 bis 6 wird die dem Verdampfer
I zuzuführende Flüssigkeit über die Zuleitung Z mit dem darin vorgesehenen Regelventil
R in den Überlaufraum 21a eingeleitet, in dem eine Vermischung dieser Flüssigkeit
mit der aus dem Auffangraum 21b durch die Durchströmöffnungen D hindurchtretenden
Flüssigkeit erfolgt. Aus dem Überlaufraum 21a sowie dem Überlaufraum 22a wird die
Flüssigkeit über die Rezirkulationsleitungen U21 bzw. U22 dem jeweiligen Verteilerkopf
V des Verdampfers I bzw. II zugeführt.
Der Auffangraum 21b des Verdampfers I ist über die Leitung 18 mit
dem Überlaufraum 22a des Verdampfers II kommunizierend verbunden.
In dem Auffangraum 22b des Verdampfers II ist der Niveauregler 6
angeordnet, der über die Leitung 5 mit dem Regelventil R in der Zuleitung Z und/oder
mit dem Regelventil R&min; in der Abführungsleitung A verbunden ist.
Die aus den Verdampfern I und II bestehende Anordnung kann jeweils
analog der beschriebenen Anordnungen nach den Fig. 3 bis 6 aufgebaut sein. Je nach
Art der Rückführung der Flüssigkeit durch Durchströmöffnungen oder aber mittels
überströmbarer Trennwände ergibt sich hierbei die gleiche Arbeitsweise, wie sie
im Zusammenhang mit den Fig. 3 bis 6 beschrieben wurde. Dabei können auch mehr
als zwei Verdampfer zu einer Anordnung ähnlich Fig. 7 zusammengefaßt sein.
Sowohl die Anordnungen mit segmentierten Verdampfern gemäß den Fig.
1 bis 6 als auch Anordnung gemäß Fig. 7 haben den weiteren großen Vorteil, daß
beim Ausfall einer der in den Rezirkulationsleitungen vorgesehenen Pumpen die
Anordnung nicht stillgesetzt werden muß, sondern in Betrieb bleiben kann. Durch
den Flüssigkeitsraum des Verdampfers bzw. des Segmentes mit der defekten Pumpe
wird die Flüssigkeit dann lediglich hindurchgeführt, ohne die zugeordnete Heizkammer
zu passieren. Es kann demgemäß die defekte Pumpe während des Betriebes ausgetauscht
und der vorübergehend ausgefallene Verdampfer bzw. das vorübergehend ausgefallene
Segment wieder in Funktion gesetzt werden.