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Dokumentenidentifikation DE69001120T2 08.07.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0429989
Titel Elektrischer Dampftrockner und/oder Überhitzer.
Anmelder Danstoker A/S, Herning, DK
Erfinder Andersen, Henry Bech Ravn, DK-7400 Herning, DK
Vertreter Eitle, W., Dipl.-Ing.; Hoffmann, K., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Lehn, W., Dipl.-Ing.; Füchsle, K., Dipl.-Ing.; Hansen, B., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Brauns, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Görg, K., Dipl.-Ing.; Kohlmann, K., Dipl.-Ing.; Kolb, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Ritter und Edler von Fischern, B., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte; Nette, A., Rechtsanw., 8000 München
DE-Aktenzeichen 69001120
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 16.11.1990
EP-Aktenzeichen 901219659
EP-Offenlegungsdatum 05.06.1991
EP date of grant 17.03.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.07.1993
IPC-Hauptklasse F22G 1/16
IPC-Nebenklasse A23N 17/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen elektrischen Dampftrockner und/oder -überhitzer nach dem Gattungsbegriff des Anspruchs 1. Ein solcher Dampftrockner und/oder Überhitzer ist durch die EP-A-0 191 267 bekannt.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektrischen Dampftrockner oder -überhitzer einer solchen Konstruktion anzugeben, daß er bei Wartungsarbeiten und/oder einer Inspektion mit der geringstmöglichen Anstrengung geöffnet werden kann und der dann, wenn er offen ist, mit einer geringstmögliche Anstrengung innen gereinigt werden kann. Bei einem elektrischen Dampftrockner und/oder -überhitzer nach der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe durch die Merkmale nach dem Kennzeichnungsteil des Patentanspruchs 1 gelöst. Bei dieser Konstruktion ist es möglich, die Heizelemente aus einem Ende der Heizkammer zu entfernen und da die Trennwand, die dazu benötigt wird, die benötigte Zirkulation zu erzeugen, gleichzeitig entfernt wird, ist das Innere der Heizkammer besonders leicht zugänglich für einen Reinigungsvorgang, eine Wartungsarbeit und/oder Inspektion, wobei dies gleichzeitig für diejenigen Teile gilt, die entfernt worden sind, d.h. für die Trennwand und die Heizelemente.

Vorteilhafte Ausführungsformen des elektrischen Dampftrockners und/oder -überhitzers nach der vorliegenden Erfindung, deren Wirkung aus dem folgenden, genau beschreibenden Teil der Beschreibung hervorgeht, sind in den Ansprüchen 2 und 3 enthalten.

In der folgenden, genauen Beschreibung wird die Erfindung im einzelnen unter Bezugnahme auf eine beispielhafte Ausführungsform eines elektrischen Dampftrockners und/oder -überhitzers nach der vorliegenden Erfindung beschrieben, wie es in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigen:

Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,

Fig. 2 die Vorrichtung in einer Ansicht aus Richtung des Pfeiles II in Fig. 1, teilweise geschnitten, und

Fig. 3 die Vorrichtung in einer Ansicht aus Richtung des Pfeiles III in Fig. 1.

Die beispielsweise Ausführungsform des elektrischen Dampftrockners und/oder -überhitzers nach der vorliegenden Erfindung, wie sie nachfolgend beschrieben ist, ist zur Verwendung beim Aufheizen von Dampf bestimmt, der einer Fabrik zum Pressen von Tabletten aus Mehl oder anderen pflanzlichen Materialien zugeleitet wird, z.B. zum Herstellen von Nahrungstabletten für Tiere. Um zu vermeiden, daß das pflanzliche Material, das den Pressen zugeleitet wird, in einen Teig oder eine Paste umgewandelt wird, die die Wirkung der Pressen blockieren könnte, ist es notwendig sicherzustellen, daß der Dampf genügend trocken ist, das heißt daß er in bezug auf den gesättigten Zustand überhitzt ist. Zu diesem Zweck kann zwischen dem Dampferzeuger und der Presse oder den Pressen, vorzugsweise so nahe wie möglich an der letzteren, ein elektrischer Dampftrockner oder -überhitzer der beschriebenen Art zwischengeschaltet werden.

Die beispielhafte Ausführungsform eines elektrischen Dampftrockners oder Dampfüberhitzers nach der vorliegenden Erfindung, wie er in der Zeichnung dargestellt ist, umfaßt in bekannter Weise im Prinzip die folgenden Teile:

- einen Einlaß 1 für gesättigten oder nassen Dampf, der getrocknet oder überhitzt werden soll,

- einen Auslaß 2 für trockenen oder überhitzten Dampf, der beispielsweise einer Tablettenpreßfabrik zum Pressen von Tabletten aus Mehl oder ähnlichen pflanzlichen Materialien zugeleitet wird,

- eine Heizkammer 3, die zwischen dem Einlaß 1 und dem Auslaß 2 angeordnet ist und die zum Aufheizen des durchströmenden Dampfes elektrische Heizelemente 4, 5 enthält, und

- ein Gehäuse 6, das die elektrischen Anschlüsse für die elektrischen Heizelemente 4 und 5 enthält.

Wie dies aus Fig. 1 hervorgeht, sind sowohl der Einlaß 1 als auch der Auslaß 2 nahe am oberen Ende 7 der Heizkammer 3 angeordnet und dann, wenn nicht besondere Maßnahmen ergriffen worden sind, würde Dampf vom Einlaß 1 im wesentlichen direkt zum Auslaß 2 strömen, ohne durch die anderen Teile der Heizkammer 3 hindurch und an den elektrischen Heizelementen 4 und 5 vorbeizuströmen, die in der Heizkammer angeordnet sind.

Um sicherzustellen, daß die Dampfströmung durch die Vorrichtung mit den elektrischen Heizelementen 4 und 5 auf deren ganzer Länge in Berührung kommt, ist zwischen den Heizelementen eine Trennwand 8 angeordnet, deren oberes Ende an einem abnehmbaren Deckel 9 befestigt ist, an dem auch die Heizelemente 4 und 5 jeweils mit ihren oberen Enden befestigt sind. Die Trennwand 8 erstreckt sich vom Deckel 9 aus nach unten bis zu einer Stelle, die vom untersten, geschlossenen Ende 10 der Heizkammer 3 entfernt ist, so daß zwischen dem untersten Ende der Trennwand 8 und dem Boden der Heizkammer 3 ein Durchlaß 11 ausgebildet ist, durch den der Dampf auf seinem Wege von der einen Seite der Trennwand 8 auf die andere Seite strömen kann. Aufgrund des großen Strömungsquerschnittes in dem Durchlaß 11 und des daraus folgenden, sehr geringen Strömungswiderstand, muß die Trennwand 8 mit der Umfangswand der Heizkammer 3 nicht vollständig flüssigkeitdicht verbunden sein.

Bei der dargestellten, beispielhaften Ausführungsform sind der Einlaß 1 und der Auslaß 2 diametral einander gegenüber angeordnet; damit die Trennwand 8 jedoch in der beschriebenen Art funktionieren kann, ist es lediglich notwendig, daß der Einlaß 1 und der Auslaß 2 in einem solchen Winkelabstand zwischen sich um die Längsachse 12 der Heizkammer herum angeordnet sind, daß der Einlaß und der Auslaß auf einander gegenüberliegenden Seiten der Trennwand liegen.

An ihrem unteren Ende 10 ist die Heizkammer mit einem symbolisch angedeuteten Dampfablaß 13 ausgestattet, der automatisch jede Flüssigkeit ableitet, die sich in der Heizkammer 3 angesammelt hat.

Wenn die inneren Teile der Heizkammer 3 einschließlich der Heizelemente 4 und 5 und der Trennwand 8 gereinigt oder inspiziert werden sollen, dann genügt es - neben dem Trennen der elektrischen Verbindungen - lediglich den verschraubten Deckel 9 abzunehmen, der dann zusammen mit der Trennwand und den Heizelementen aus der Heizkammer 3 abgehoben werden kann. Danach ist die Heizkammer 3 vollständig offen und es sind keine Abtrennungen oder Ablenkbleche mehr vorhanden, durch die eine Reinigung oder eine Inspektion schwierig werden könnte. Die entfernten Teile, also der Deckel 9 mit der Trennwand 8 und den Heizelementen 4 und 5, sind ebenfalls leicht zugänglich und können ohne Schwierigkeiten gereinigt oder inspiziert werden. Da die Trennwand 8, wie dies oben erwähnt worden ist, nicht vollständig eng an der Innenseite der Außenwand der Heizkammer anliegen muß, besteht beim Entfernen der "Innereien" kein Risiko dahingehend, daß eine Blockierung oder eine Störung eintritt und zwar selbst dann nicht, wenn eine geringe Menge einer Verunreinigung während einer langen Betätigungsdauer in der Heizkammer abgelagert worden ist.

Die Zeichnung zeigt den Dampftrockner und/oder Dampfüberhitzer nach der vorliegenden Erfindung in einer Lage im Raum, in der die Heizkammer 3 senkrecht steht. Selbstverständlich funktioniert die Vorrichtung auch in anderen Lagen, die senkrechte Lage der Heizkammer 3 wird jedoch bevorzugt, und zwar teilweise deswegen, weil sie die geringstmögliche mechanische Belastung der elektrischen Heizelemente 4 und 5 und der Trennwand 8 verursacht und teilweise deshalb, weil in dieser Lage sich alles Wasser am unteren Ende 10 der Heizkammer sammelt, von wo das Wasser durch den Dampfablaß 13 automatisch abgelassen werden kann.

Bei der dargestellten, beispielsweisen Ausführungsform sind auf den oberen Seiten des Einlasses 1 und des Auslasses 2 jeweils Anschluß-Rohrstutzen 14 und 15 angeordnet. Jeder dieser Stutzen ist mit einem nicht dargestellten Thermometer zum Ablesen der Temperaturen jeweils auf der Einlaß- und der Auslaßseite versehen.

Zusätzlich zu den elektrischen Anschlußelementen für die Heizelemente 4 und 5 enthält das Gehäuse 6 Thermostaten, deren Sensoren am Auslaß 2 angeordnet sind und ferner einen Überhitzungsschutz, der den elektrischen Strom dann abschaltet, wenn die Heizelemente 4 und/oder 5 extrem heiß werden, was beispielsweise bei einer Unterbrechung der Dampfströmung der Fall sein kann.

Bei der dargestellten, beispielsweisen Ausführungsform, die einer Ausführungsform entspricht, die in der Praxis getestet worden ist, sind die Heizelemente 4 und 5 band- oder streifenförmige Heizelemente, die sich von dem Deckel 9 aus nach unten erstrecken und die am unteresten Ende der Trennwand 8 so nach oben gebogen sind, daß sie in einigem Abstand vom Deckel 9 enden, wo die "freien" Enden der Heizelemente an denjenigen Teilen der Heizelemente befestigt sind, die am Deckel 9 befestigt sind. Darüber hinaus sind die Heizelemente nahe am unteren Ende der Trennwand 8 aneinander befestigt. Die Elemente sind jedoch an keiner Stelle mit der Trennwand 8 verbunden und auf diese Weise werden alle Probleme in bezug auf verschiedene Wärmeausdehnungen der Trennwand einerseits und der Heizelemente andererseits vermieden.


Anspruch[de]

1. Elektrischer Dampftrockner und/oder -überhitzer, mit

a) einem Einlaß (1) für gesättigten Dampf,

b) einem Auslaß (2) für trockenen oder überhitzten Dampf,

c) einer zwischen dem Einlaß (1) und dem Auslaß (2) angeordneten Heizkammer (3) mit elektrischen Heizelementen (4, 5) zum Aufheizen des durchströmenden Dampfes und

d) Anschlußvorrichtungen für die elektrischen Heizelemente (4, 5), wobei

e) die Heizkammer (3) langgestreckt und an einem ersten Ende (10) im wesentlichen dauernd geschlossen ist und

f) der Einlaß (1) und der Auslaß (2) mit einem Winkelabstand zwischen sich um die Längsachse (12) der Heizkammer herum am oder nahe am anderen, entgegengesetzten Ende (7) der Heizkammer angeordnet sind,

dadurch gekennzeichnet,

g) daß die Heizkammer (3) am anderen Ende (7) durch einen abnehmbaren Deckel (9) verschlossen ist,

g) an dessen Innenseite die folgenden Teile befestigt sind:

g1a) eine Trennwand (8), die sich vom Deckel (9) aus in Längsrichtung der Heizkammer bis zu einer Stelle erstreckt, die vom ersten Ende der Heizkammer entfernt ist, wobei die Trennwand so angeordnet ist, daß der Einlaß (1) und der Auslaß (2) auf einander gegenüberliegenden Seiten der Trennwand liegen, und

g1b) wenigstens ein elektrisches Heizelement (4, 5), das sich vom Deckel (9) längs einer Seite der Trennwand (8) erstreckt und

g2) daß an der Außenseite des Deckels (9) die notwendigen Anschlußvorrichtungen (in 6) für das Heizelement oder die Heizelemente (4, 5) befestigt sind.

2. Elektrischer Dampftrockner und/oder -überhitzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Heizelemente (4, 5) auf beiden Seiten der Trennwand (8) angeordnet sind.

3. Elektrischer Dampftrockner und/oder Überhitzer nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er so aufgestellt oder zu einer Aufstellung bestimmt ist, daß die Heizkammer (3) sich im wesentlichen senkrecht erstreckt, wobei das erste, geschlossene Ende (10) unten ist.







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