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Dokumentenidentifikation DE4208822A1 22.07.1993
Titel Explosionsgeschützter Tintenstrahldrucker zum Einsatz in Ex-geschützten Räumen der Sicherheitszone 1
Anmelder Jost & Mahlerwein Automations-Maschinenbau GmbH, 6520 Worms, DE
Erfinder Mahlerwein, Bernd, 6520 Worms, DE
Vertreter Ratzel, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 6800 Mannheim
DE-Anmeldedatum 19.03.1992
DE-Aktenzeichen 4208822
Offenlegungstag 22.07.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.07.1993
IPC-Hauptklasse B41J 3/00
IPC-Nebenklasse B41J 2/01   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen explosionsgeschützten Tintenstrahldrucker zum Einsatz in Ex-geschützten Räumen der Sicherheitszone 1, bestehend aus Schreibkopf, Zentraleinheit und Eingabetastatur, zur berührungslosen Beschriftung von Objekten, wobei zumindest die Zentraleinheit 1 und der Schreibkopf 2 jeweils innerhalb eines druckgekapselten Gehäuses 3, 4 angeordnet sind, das Gehäuse 3 der Zentraleinheit 1 ist fahrbar ausgebildet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen explosionsgeschützten Tintenstrahldrucker zum Einsatz in Ex-geschützten Räumen der Sicherheitszone 1, bestehend aus Schreibkopf, Zentraleinheit und Eingabetastatur, zur berührungslosen Beschriftung von Objekten.

Handelswaren, insbesondere Lebensmittel müssen nach gesetzlicher Forderung mit einem Aufdruck der Verfalldaten versehen werden. Aber auch andere Codierungen zum Zwecke der Identifikation, Lagerung etc., müssen auf räumliche Objekte aufgebracht werden. Hierzu eignet sich im besonderen Maße ein Tintenstrahldrucker der über die Objekte fährt oder an dem die Objekte vorbeifahren und mit der jeweiligen Codierung bzw. mit dem Aufdruck versehen werden. Die Beschriftung erfolgt berührungslos, um den Transport der Objekte nicht zu beeinträchtigen.

Im industriellen Bereich werden Tintenstrahldrucker eingesetzt, die neben einer Zentraleinheit einen separaten Schreibkopf aufweisen, der entsprechend den zu codierenden Objekten, beispielsweise auf dem Förderband positioniert wird. Über ein Eingabegerät wird der entsprechende Aufdruck festgelegt, welcher als Befehl an die Zentraleinheit weitergeleitet wird. In dieser wird der Eingabebefehl bearbeitet und als Information an den Schreibkopf weitergegeben.

Bekannterweise werden beim Tintenstrahldrucker die Zeichen wie beim Nadeldrucker als Punktematrix aufgebaut. Hier besteht der Druckkopf jedoch aus übereinanderliegenden kleinen Tintenbehältern, aus denen winzige Tröpfchen abgeschossen werden. Neben den anderen mechanischen, eventuell Funken erzeugenden Bewegungen des Tintenstrahldruckers wird beispielsweise der Tropfenstrahl derart erzeugt, daß jeder Düsenkanal konzentrisch von einem Keramikröhrchen umschlossen ist. An diese Röhrchen wird eine elektrische Spannung angelegt, wodurch sie sich zusammenziehen und einen Druckanstieg in der Flüssigkeitssäule erzeugen, wodurch ein winziges Tröpfchen aus der Düse geschleudert wird.

Solche Eigenschaften, wie auch mechanische Funkenerzeugungen des Tintenstrahldruckers, erlauben keinen Einsatz dieser Geräte in explosionsgefährdenden Räumen.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde einen Tintenstrahldrucker der eingangs genannten Gattung derart auszubilden, daß er gemäß gesetzlichen Vorschriften in explosionsgeschützten Räumen eingesetzt werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Tintenstrahldrucker gemäß des vorgeschlagenen Anspruchs gelöst, indem dieser, aus Zentraleinheit, Schreibkopf und Tastatur bestehender Tintenstrahldrucker zum berührungslosen Beschriften von Objekten zumindest teilweise innerhalb von druckgekapselten Gehäusen integriert ist, die einen Austritt der Funken in den explosionsgefährdenden Raum, bzw. Kontakt mit der Außenatmosphäre vermeiden.

Anhand der beigefügten Zeichnungen, wird die Erfindung nun näher erläutert.

Die Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen explosionsgeschützten Tintenstrahldruckers.

Es ist zunächst eine Raumaufteilung zu erkennen, die den sogenannten Ex-Raum 5 aufweist, der von einem nichtexplosionsgefährdenden Raum 6 getrennt ist. Innerhalb dieses Ex-Raumes 5 erfolgt die Anordnung der Zentraleinheit und des Schreibkopfes 2, welcher über eine Informationsleitung 7, mit der Zentraleinheit 1 in Verbindung steht.

Die Zentraleinheit 1 sowie auch der Schreibkopf 2 weisen jeweils ein druckgekapseltes Gehäuse 3 und 4 auf, während die Tastatur 8 zur Eingabe der Schriftinformation außerhalb des Ex-Raumes 5, beispielsweise im nichtexgefährdeten Raum 6 positioniert wird und über eine Datenleitung 9 mit der Zentraleinheit 1 kommuniziert.

Im Bereich des Tintenstrahlaustritts befindet sich eine schmale, das zu erzeugende Schriftbild nicht beeinflussende Öffnung 10, die derart ausgebildet ist, daß in Kombination mit dem Druckkapselungssystem nur der Tintenstrahl austreten kann, jedoch kein Funke. Ein Funke kann deshalb nicht austreten, weil der Schreibkopf ständig mit sauerstofffreiem Schutzgas umspült wird. Die Austrittsöffnung hat eine Schlitzbreite von < 1 mm.

Mit der vorliegenden Erfindung wird ein explosionsgeschützter Tintenstrahldrucker geschaffen, der unproblematisch in den angesprochenen gefährdeten Räumen eingesetzt werden kann.

Der Tintenstrahldrucker wird außerdem vom TÜV abgenommen und freigegeben.

Bezugszeichenliste

1 Zentraleinheit

2 Schreibkopf

3 druckgekapseltes Gehäuse von 1

4 druckgekapseltes Gehäuse von 2

5 Ex-Raum

6 nicht-Ex-gefährdeter Raum

7 Informationsleitung

8 Tastatur

9 Datenleitung

10 Öffnung


Anspruch[de]
  1. 1. Explosionsgeschützter Tintenstrahldrucker zum Einsatz in Ex-geschützten Räumen der Sicherheitszone 1, bestehend aus Schreibkopf, Zentraleinheit und Eingabetastatur, zur berührungslosen Beschriftung von Objekten, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die Zentraleinheit (1) und der Schreibkopf (2) jeweils innerhalb eines druckgekapselten Gehäuses (3, 4) angeordnet sind.
  2. 2. Explosionsgeschützter Tintenstrahldrucker nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (3) der Zentraleinheit (1) fahrbar ausgebildet ist.






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