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Dokumentenidentifikation EP0355621 22.07.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0355621
Titel Flächengebilde aus einem Substrat und einem Überzug und Verfahren zu seiner Herstellung.
Anmelder Hoechst AG, 6230 Frankfurt, DE
Erfinder Gribbin, John Derek, Dr., W-6229 Schlangenbad 2, DE;
Bothe, Lothar, Dr., W-6500 Mainz, DE;
Dinter, Peter, Dipl.-Ing., W-6227 Hallgarten, DE
DE-Aktenzeichen 58904703
Vertragsstaaten BE, DE, FR, GB, IT, LU, NL, SE
Sprache des Dokument De
EP-Anmeldetag 11.08.1989
EP-Aktenzeichen 891148900
EP-Offenlegungsdatum 28.02.1990
EP date of grant 16.06.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.07.1993
IPC-Hauptklasse B29C 59/12
IPC-Nebenklasse B05D 3/14   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Flächengebilde aus einem Substrat und einem Überzug auf zumindest einer Oberfläche des Substrats und ein Verfahren zu seiner Herstellung.

Bei flächigen Formkörpern aus polymeren Werkstoffen, wie z.B. Folien und Platten, deren Oberflächen im allgemeinen nicht hydrophil sind, führen unzureichende Hafteigenschaften bei der Weiterverarbeitung derselben durch Beschichten oder Bedrucken zu unerwünschten Problemen. Darunter fallen das teilweise Lösen der Beschichtung von dem Flächengebilde und die schlechte Bedruckbarkeit der Flächengebilde.

Orientierte Folien aus Kunststoffen, insbesondere biaxial orientierte Folien aus Polyethylenterephthalat, werden in großem Umfang als Verpackungs- und Etikettierungsmaterial für verschiedenartige Produkte, u.a. auch für Lebensmittel, verwendet.

Da Oberflächen von Folien aus Kunststoff meist hydrophob sind, lassen sie sich nur schwer beschichten oder bedrucken. Für viele Verpackungs- und Etikettierungszwecke sollen die Folien Jedoch für normale Flexodruck- und/oder Tiefdruckfarben aufnahmefähig sein.

Um diesem Mangel abzuhelfen, wurden Spezialfarben ent wickelt, die unmittelbar auf der Oberfläche von Folien haften. Viele dieser Farben haben allerdings Rezepturen auf der Basis von organischen Lösemitteln, harzartigen Bindemitteln und anderen Bestandteilen, die teuer und schwierig zu verarbeiten sind.

Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Bedruckbarkeit von Kunststoffolien besteht darin, daß eine Grundierschicht aufgebracht wird, die sowohl auf der Folie haftet als auch Druckfarben annimmt. Solche Grundierschichten bestehen z.B. aus Polymermassen auf Basis von Vinylidenchlorid-Terpolymerisaten, wie sie in dem US-Patent 2,698,240 beschrieben sind, oder aus in Wasser dispergierbaren Copolyestergrundierungen, wie sie aus der US-PS 4,252,885 bekannt sind.

Es ist bekannt, wäßrige Dispersionen von harzartigen Stoffen mit geringen Mengen an Natriumalkylsulfaten zu versetzen und diese Dispersionen dann als Grundierschichten auf biaxial orientierte Polyesterfolien aufzutragen. Die Sulfate dienen als Emulgatoren oder Netzmittel für die z.B. in dem US-Patent 2,627,088 beschriebenen Verwendungszwecke.

Keine dieser Vorveröffentlichungen befaßt sich jedoch mit dem Problem der Verbesserung der Haftung von Kunststoffolien bzw. mit der Lösung dieses Problems durch die hier beschriebene Verfahrensweise.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Flächenge bilde, wie Folien, Platten, Gewebe und dergleichen, mit Oberflächen zu schaffen, die eine gute Haftung und Aufnahmefähigkeit für Beschichtungen und/oder das Bedrukken aufweisen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Überzug aus einer Haftvermittlerschicht auf zumindest einer Oberfläche des Substrats besteht, die mit Hilfe einer elektrischen Coronaentladung gebildet wird, die zwischen einer spannungsführenden und einer Gegenelektrode abläuft, und daß während der Coronaentladung in die Coronaentladungszone ein Aerosol eingebracht wird, das ein vernetzbares bzw. nicht vernetzbares Mittel als Haftvermittler enthält.

Für das Substrat können im Rahmen der vorliegenden Erfindung prinzipiell alle Materialien verwendet werden, bei denen die eingangs erwähnten Schwierigkeiten bei der Weiterverarbeitung infolge schlecht haftender Oberflächen bestehen, insbesondere Polymere, in Form von Folien, wie biaxial orientierten Polyester- oder Polypropylenfolien, oder Platten.

Beispiele für Polymere sind insbesondere Polymerfolien, z.B. Folien aus natürlichen und synthetischen Polymeren wie Cellulose, Celluloseester, Polyvinylchlorid, Polystyrol, Styrolcopolymere mit Butadien, Polycarbonat, Polymere und Copolymere von Olefinen wie Ethylen, Propylen, Butylen, Methylpenten usw., Polysulfon, aliphatischen und aromatischen Polyestern, Polyimiden, Poly isobutylen, Polymethylmethacrylat, Polyphenylensulfid, Polyurethan, Polyamid, Polyaryletherketon, Polyaryletheretherketon, Polyarylethersulfon, Polyamidimid, Polyetherimid usw. (vgl. Ullmanns Enzyklopädie der technischen Chemie, Verlag Chemie, Weinheim, 4. neubearbeitete und erweiterte Auflage (1976), Seite 673 ff; Encyclopedia of Polymer Science and Eng., Vol. 7, John Wiley & Sons (1973), Seite 73 ff). Die Herstellung von selbsttragenden, orientierten oder nicht-orientierten Folien aus den genannten Polymeren erfolgt nach verschiedenen bekannten Technologien, die in der zitierten Literatur ebenfalls beschrieben sind, wobei unter dem Begriff selbsttragende Folie sowohl Monofolien aus einer Schicht wie auch Mehrschichtfolien aus mehreren Schichten aus gleichen oder verschiedenen Polymermaterialien oder Laminate enthaltende Schichten aus Kunststoffen und aus Nicht-Kunststoffen, wie z.B. Papier oder Metall, zu verstehen sind.

Der haftvermittelnde Überzug auf dem Substrat entsteht durch das Einwirken einer elektrischen Coronaentladung in Anwesenheit eines Aerosols auf die Substratoberfläche. Durch die Coronaentladung werden Reaktionsmechanismen ausgelöst und begünstigt, die eine chemische Oberflächenmodifizierung des behandelten Substrats zur Folge haben. Eine Erklärung hierfür könnte sein, daß durch die Coronaentladung das Aerosol bzw. die darin enthaltenen Mittel auf der Substratoberfläche festhaftend verankert werden. Darüber hinaus wirkt sich die Koronaentladung auf die Vernetzung der im Aerosol enthaltenen Komponenten positiv aus.

Die spannungsführende Elektrode wird für die Coronaentladung von einem Hochspannungsgenerator mit einer Wechselspannung zwischen 5.000 und 25.000 V beaufschlagt. Die zwischen der spannungsführenden Elektrode und der geerdeten Gegenelektrode anliegende Wechselspannung ist dabei proportional zu der Transportgeschwindigkeit, mit der sich das zu behandelnde Substrat durch die Coronaentladungszone bewegt, d.h. bei höherer Transportgeschwindigkeit wird die Wechselspannung im oberen Bereich, bei geringeren Transportgeschwindigkeiten im mittleren Bereich von 5.000 bis 18.000 V eingestellt, um eine gleichbleibende Wirkung, unabhängig von der Transportgeschwindigkeit, zu erzielen.

Die Aufbereitung der Aerosole erfolgt mit Hilfe bekannter Zweistoff-Zerstäuberdüsen oder mittels piezoelektrischer Ultraschall-Zerstäubungssysteme. Die Aerosole werden als Emulsionen, als Dispersionen oder Lösungen nieder- und/oder hochmolekularer Materialien eingesetzt, die in Löse- und Dispersionsmitteln, wie beispielsweise in Wasser, in die Coronaentladungszone eingebracht werden.

Ein Verfahren zur Behandlung der Oberflächen von Kunststoffsubstraten mittels Coronaentladung bei gleichzeitiger Aerosolbesprühung sowie eine Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens ist in allen Einzelheiten in der deutschen Patentanmeldung P 37 05 482.1 beschrieben.

Beispiele für haftvermittelnde Mittel sind wäßrige Acrylat-, Copolyester-, Polyurethan- oder Polyvinylidenchlorid-Copolymere enthaltende Dispersionen oder solche Dispersionen, die thermoplastische und/oder vernetzbare Komponenten enthalten.

Die aufzubringende Menge an haftbildendem Mittel kann in weiten Grenzen variiert werden und wird auf den jeweils vorliegenden Anwendungsfall abgestimmt.

Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die haftbildenden Mittel zunächst in einem Löse- oder Dispersions-mittel dispergiert, emulgiert oder gelöst, wobei bevorzugt ein wäßriges Löse- oder Dispersionsmittel zur Anwendung kommt. Das Löse- und Dispergiermittel mit dem haftbildenden Mittel wird dann zusammen mit einem Trägergas in die Coronaentladungszone als Aerosol gesprüht. Die Dispersionen oder Emulsionen weisen im allgemeinen einen Gehalt an Haftmitteln von 0,1 bis 10 Gew.-% auf, bezogen auf das Gesamtgewicht der Dispersions- bzw. Emulsionsflüssigkeit. Es kann ggf. von Vorteil sein, zur Verbesserung der Dispergier- oder Emulgierbarkeit die Temperatur der Dispergiermittel zu erhöhen.

Als Trägergas für das Aerosol wird im allgemeinen Luft verwendet, es kann aber auch Stickstoff oder ein anderes inertes Gas, z.B. ein Edelgas, eingesetzt werden. Besonders vorteilhafte Verankerungseffekte können mit reaktionsfähigen Gasen wie beispielsweise mit Halogenen, Kohlendioxid, Ammoniak oder Formaldehyd, gegebenenfalls in Mischung mit inerten Gasen, erzielt werden.

Der Überzug kann nach dem erfindungsgemäßen Verfahren nach dem Fertigstellen des Substrats, off-line, auf dieses aufgebracht werden, dies gilt insbesondere, wenn Papiere oder plattenförmige Substrate überzogen werden sollen. Der Überzug kann auch während des Herstellungsprozesses des Substrats, in-line, aufgebracht werden. Bekanntlich werden z.B. biaxial orientierte Folien aus thermoplastischen Kunststoffen durch Extrudieren einer Schmelze, nachfolgendes biaxiales Streckorientieren und anschliessendes Hitzefixieren hergestellt. Dabei kann der Überzug vor, zwischen oder nach den einzelnen, in Reihenfolge ablaufenden Streckschritten bzw. vor oder nach einem Simultanstreckprozeß aufgebracht werden oder vor oder nach der Hitzefixierung. Im Falle von Geweben kann der Überzug bereits bei der Herstellung der Fasern auf diese aufgebracht werden oder auf das bereits fertiggestellte Gewebe.

Aufgrund des speziellen Auftragverfahrens weist der Überzug eine besonders gute Haftung auf der Substratoberfläche auf. Die Schichtdicke des Überzugs entspricht dabei einem Flächengewicht im Bereich von nur 1 bis 100 mg/m²&peseta;

Die erfindungsgemäßen Flächengebilde eignen sich für diejenigen Anwendungsgebiete, bei denen gute Hafteigenschaften erwünscht sind. Dazu gehören zum Beispiel der Einsatz von Verpackungsfolien oder Folien für technische Anwendungen, wie z. B. Klebebänder, Magnetbandfolien, Kondensatordielektrika oder Trägerfolien für reprografische oder fotografische Anwendungen.

Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die einzige Figur näher erläutert, die eine Aerosol-Corona-Vorrichtung zum Behandeln von Polymerfolien zeigt. Die Vorrichtung besteht aus einem Generator 5, der mit einer Coronaentladungseinrichtung 11 verbunden ist. Der Generator 5 legt an Entladungselektroden 4 der Coronaentladungseinrichtung 11 einen hochfrequenten Wechselstrom hoher Spannung an. Als geerdete Gegenelektrode dient der Metallkern 2 einer Walze 10, über deren Umfangsbeschichtung 3 eine zu überziehende, selbsttragende Polymerfolienbahn 1 transportiert wird. Ein Gehäuse 6 umschließt die Entladungselektroden 4 der Coronaentladungseinrichtung 11 und ist über eine Leitung 7, z.B eine Rohr- oder Schlauchleitung, mit einer Zerstäubereinrichtung 8 verbunden, in der eine wäßrige Flüssigkeit zu einem schwebefähigen Aerosol mittels eines piezoelektrisch arbeitenden Ultraschallsystems zerstäubt wird. Ein Gebläse 9 ist an die Zerstäubereinrichtung angeschlossen und befördert das Trägergas, beispielsweise Luft, für das Aerosol durch die Zerstäubereinrichtung hindurch in die Coronaentladungseinrichtung 11. Die Leitung 7 ist mit einem Rohrstutzen 13 der Zerstäubereinrichtung 8 und einem Rohrstutzen 12 des Gehäuses 6 verbunden.

Die Transportgeschwindigkeit der selbsttragenden Polymerfolien beträgt, wenn nicht anders vermerkt, 20 m/min. Die Coronaleistung beträgt jeweils 1.000 W, was einer Spannungseinstellung von 5.500 V entspricht.

Die Hafteigenschaften der Oberfläche werden durch vollflächiges Bedrucken, mit einer Nitrocellulose-Druckfarbe (MRH-23 der Fa. Siegwerk), angetragen nach dem Revers-Gravur-Verfahren, ermittelt. Die bedruckte Oberfläche wird anschließend mit einem gängigen Kaschierkleber beschich-tet und gegen eine 50 µm Polyethylenfolie kaschiert. Nach dem Aushärten des Klebers nach 10 Tagen bei Raumtemperatur wird die Verbundfestigkeit bestimmt, indem 15 mm breite Streifen aus dem kaschierten Verbund herausgeschnitten werden und die zwei Folien, nämlich das mit Haftmittel ausgerüstete Substrat und die Polyethylenfolie, an einem Zugprüfgerät bei einem Winkel von 180° im Schältest auseinandergezogen werden. Die dazu benötigte Kraft und die Bruchstelle des Verbundes werden jeweils notiert.

Nach fünfminütiger Lagerung in kochendem Wasser, d.h. bei 100 °C, wird die Kochfestigkeit der Verbunde in gleicher Art bestimmt.

Zur Bildung eines Substrates wird ein Polyethylenterephthalatrohstoff aufgeschmolzen, in einer Breitschlitzdüse zu einer Folie geformt und auf einer hochglanzpolierten Abkühlwalze mit einer Oberflächentemperatur von 20 °C zu einer amorphen Vorfolie abge schreckt. Die Vorfolie wird anschließend bei 95 °C längsgestreckt und bei 110 °C quergestreckt, wobei das Flächenstreckverhältnis etwa 13 beträgt. Die 50 µm dicke Folie wird anschließend bei 230 °C Rahmentemperatur thermofixiert. Die so hergestellte Folie wird wie folgt behandelt:

Beispiel 1

Die thermofixierte Folie wird einer Coronabehandlung und einer gleichzeitigen Aerosolbeaufschlagung mit einer wäßrigen Polyvinylidenchlorid(PVdC)-Dispersion (Feststoffgehalt 5 %) (Diofan N610 der Fa. BASF) entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren ausgesetzt.

Beispiel 2

Beispiel 1 wird mit einer PVdC-Dispersion mit 8 % Feststoffgehalt wiederholt.

Beispiel 3

Beispiel 1 wird mit einer Acrylatdispersion, bestehend aus Methylmethacrylat, Ethylacrylat und Methacrylamid, die im Verhältnis 4:1 mit einem Vernetzer auf Basis eines Melaminformaldehyds gemischt sind, wiederholt.

Beispiel 4

Ausgehend von dem in Beispiel 1 verwendeten Substrat, erfolgt die Coronabehandlung und Aerosolbeaufschlagung mit einer Copolyesterdispersion, wobei der Copolyester aus Isophthalsäure/5-Sulfoisophthalsäure/Alkylenglykol besteht.

Beispiel 5

Es wird das Substrat des Beispiels 1 einer Coronaentladung und einer Aerosolbeaufschlagung mit einer Dispersion aus Copolyester, bestehend aus Terephthalsäure/5-Sulfonisophthalsäure/Ethylenglykol, unterzogen.

Vergleichsbeispiel VB 1

Die thermofixierte Folie wird weder einer Coronabehandlung noch einer Aerosolbeaufschlagung unterzogen. Die Verbundfestigkeit beträgt nur 1/6 bis 1/11 des Wertes der mit einem haftvermittelnden Überzug ausgerüsteten PET-Folien.

Vergleichsbeispiel VB 2

Die thermofixierte Folie wird einer Coronabehandlung ohne Aerosolbeaufschlagung unterzogen. Die Verbundfestigkeit beträgt etwa den 0,31- bis 0,61-fachen Wert der erfindungsgemäß behandelten Folien.

Vergleichsbeispiel VB 3

Die thermofixierte Folie wird einer Coronabehandlung und einer nachfolgenden Aerosolbeaufschlagung mit der Copolyesterdispersion des Beispiels 4 unterzogen. Die Verbundfestigkeit ist zwar höher als bei den Vergleichsbeispielen 1 und 2, beträgt jedoch nur den 0,6-fachen Wert der Verbundfestigkeit der erfindungsgemäß behandelten Folien.

Alle drei Vergleichsbeispiel VB 1 bis VB 3 haben keine Kochhaftung und delaminieren im Wasser.

Die Meßergebnisse der Verbundfestigkeit und der Kochhaftung der erfindungsgemäßen Beispiele und der Vergleichsbeispiele sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt. Beispiel Nr. Verbundfestigkeit N/15 mm Bruchstelle Kochhaftung N/15 mm Bruchstelle 1 3,5 Kohäsionsbruch in der Farbe 0,2 zwischen Farbe und PET 2 1,8 zwischen Farbe und PET 0,2 zwischen Farbe und PET 3 1,8 Kohäsionsbruch in der Farbe 0,2 zwischen Farbe und PET 4 2,3 Kohäsionsbruch in der Farbe 0,5 Kohäsionsbruch in der Farbe 5 2,4 Kohäsionsbruch in der Farbe 0,6 Kohäsionsbruch in der Farbe VB 1 0,3 zwischen Farbe und PET 0 (delaminiert in Wasser) zwischen Farbe und PET VB 2 1,1 zwischen Farbe und PET 0 (delaminiert in Wasser) zwischen Farbe und PET VB 3 1,4 Kohäsionsbruch in der Farbe 0 (delaminiert in Wasser) zwischen Farbe und PET
Der Kohäsionsbruch in der Farbe bedeutet, daß die Farbschicht aufgespaltet wird und Farbe sowohl auf der PET- als auch auf der PE-Folie haftet.

Befindet sich die Bruchstelle zwischen Farbe und FET-Folie, dann ist die Haftung der Farbschicht auf der PET-Folie nicht ausreichend.


Anspruch[de]
  • 1. Flächengebilde aus einem Substrat und einem Überzug auf zumindest einer Oberfläche des Substrats, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug aus einer Haftvermittlerschicht auf zumindest einer Oberfläche des Substrats besteht, die mit Hilfe einer elektrischen Coronaentladung gebildet wird, die zwischen einer spannungsführenden und einer Gegenelektrode abläuft, und daß während der Coronaentladung in die Coronaentladungszone ein Aerosol eingebracht wird, das ein vernetzbares bzw. nicht-vernetzbares Mittel als Haftvermittler enthält.
  • 2. Flächengebilde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat eine Folie aus thermoplastischem Kunststoff, insbesondere eine biaxial orientierte Polyesterfolie oder eine biaxial orientierte Polypropylenfolie ist.
  • 3. Flächengebilde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat aus Materialien wie Papier, Platten auf der Basis von geschäumten Polymeren, Ein- oder Mehrschichtfolien auf Polymerbasis, Geweben besteht.
  • 4. Flächengebilde nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat aus Folien aus natürlichen und synthetischen Polymeren wie Cellulose, Celluloseester, Polyvinylchlorid, Polystyrol, Styrolcopolymere mit Buta dien, Polycarbonat, Polymere und Copolymere von Olefinen wie Ethylen, Propylen, Butylen, Methylpenten, Polysulfon, aliphatischen und aromatischen Polyestern, Polyimiden, Polyisobutylen, Polymethylmethacrylat, Polyphenylensulfid, Polyurethan, Polyamid, Polyarylethersulfon, Polyamidimid, Polyetherimid und dgl. besteht.
  • 5. Flächengebilde nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat aus Kunstfasergeweben auf der Basis von Polyestern, Polyacrylnitril, Polyamiden, Viskose, Mischungen dieser Kunstfasergeweben untereinander oder mit Naturfasern besteht.
  • 6. Flächengebilde nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als haftvermittelnde Mittel wäßrige Acrylat-, Copolyester-, Polyurethan-, Polyvinylidenchlorid-Copolymere enthaltende Dispersionen oder Dispersionen, die thermoplastische und/oder vernetzbare Komponenten enthalten, vorgesehen sind.
  • 7. Flächengebilde nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug eine Schichtdicke besitzt, die einem Flächengewicht im Bereich von 1 bis 100 mg/m² entspricht.
  • 8. Verfahren zum Herstellen eines Flächengebildes nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat durch eine Coronaentladung, die mit einer Wechselspannung zwischen 5.000 und 25.000 V betrieben wird, hindurchläuft und daß ein haftvermit telndes Mittel in einem Dispersionsmittel dispergiert wird und die Dispersion zusammen mit einem Trägergas in die Coronaentladungszone als Aerosol versprüht wird.
  • 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportgeschwindigkeit, mit der sich das zu behandelnde Substrat durch die Coronaentladungszone bewegt, proportional zu der Höhe der Wechselspannung ist, mit der die Coronaentladung betrieben wird.
  • 10. Verfahren nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Aerosole mit Hilfe von Zweistoff-Zerstäuberdüsen oder piezoelektrischen Ultraschall-Zerstäubungssystemen in die Coronaentladungszone eingebracht werden.
  • 11. Verfahren nach den Ansprüchen 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Dispersion einen Gehalt an haftvermittelnden Mitteln von 0,1 bis 10 Gew.-% aufweist, bezogen auf das Gesamtgewicht der Dispersion.
  • 12. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägergas ein inertes Gas wie Luft, Stickstoff oder Edelgas eingesetzt wird.
  • 13. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägergas ein reaktives Gas wie Halogene, Kohlendioxid, Ammoniak oder Formaldehyd oder Mischungen reaktiver Gase mit inerten Gasen eingesetzt werden.






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