Diese Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur
Entfernung ionischer Verunreinigungen aus zuckerhaltigen
Lösungen, insbesondere Maisstärkesirups mit hohem
Fructosegehalt, indem die Lösungen mit spezifischen
Ionenaustauscherharzen in Kontakt gebracht werden. Insbesondere betrifft die
Erfindung ein Verfahren zur Entmineralisierung einer
zuckerhaltigen Lösung, umfassend das Leiten der Lösung durch ein
Ionenaustauscherharz in Kornform. Verfahren dieser
allgemeinen Art sind in der Technik bekannt.
Die Herstellung einer zuckerhaltigen Lösung erfordert die
Entfernung verschiedener Verunreinigungen aus den
Verfahrensströmen. Die Hauptverunreinigungen in Zucker werden als
sulfatierte Asche bestimmt, die Kationen und Anionen wie etwa
Ca&spplus;&spplus;, Mg&spplus;&spplus;, Na&spplus;, K&spplus;, SO&sub3;&supmin;&supmin;, Cl&supmin;, SO&sub4;&supmin;&supmin; und dgl. enthält. Zur
Herstellung einer raffinierten zuckerhaltigen Lösung ist es
erforderlich, diese Verunreinigungen zu entfernen. Dies
erfolgt durch ein Entmineralisierungsverfahren. Bei dem
Entmineralisierungsverfahren ist es Standardpraxis, die
Zuckerlösung zuerst durch ein stark saures
Kationenaustauscherharz in der Wasserstofform zu leiten, gefolgt von einem
Leiten durch einen stark basischen Ionenaustauscher und/oder
einen schwach basischen Ionenaustauscher in der Hydroxid-
oder freien Basenform. Wenn die Ionenaustauscherharze einmal
nahezu erschöpft sind, wird es notwendig, ihre
Ionenaustauschkapazität zu regenerieren. Vor dem Kontaktieren des
Ionenaustauscherharzes mit dem Regenerierungsmittel ist es
erforderlich, im wesentlichen die ganze Zuckerlösung aus dem
Harzbett zu entfernen. Dies erfolgt durch Leiten
ausreichender Wassermengen über das Harz, um die Zuckerlösung innerhalb
des Harzbetts "abzusüßen". Der resultierende Abstrom ist in
der Industrie als Absüßwasser bekannt.
Das "Absüßungs-Wasser" oder "Absüßwasser" enthält nach dem
Absüßen des Zuckers vom Harz einen Anteil an rückgewinnbarem
Zucker. Das Absüßwasser wird günstigerweise als
Verdünnungsmedium in andere Verfahrensschritte rückgeführt (d.h.
Saccharifizierung von Maisstärkesirup mit hohem Fructosegehalt).
Typischerweise wird erheblich mehr Absüßwasser erzeugt als
für Verdünnungszwecke genutzt werden kann. Auch die
Zusammensetzung des Absüßwassers begrenzt die Nützlichkeit des
Absüßwassers als Verdünnungsquelle (z.B. Absüßwasser mit hohem
Fructosegehalt wird der Dextroselösung beim
Saccharifizierungsschritt nicht wieder zugesetzt). Das überschüssige
Absüßwasser erfordert normalerweise eine Konzentrierung bei
einem Schritt im Raffinierungsprozeß. Dies erfolgt durch
Entfernung eines erheblichen Anteils des Wassers ohne
Entfernung des Zuckers, der vom Harz abgewaschen worden ist. Dies
erfolgt im allgemeinen durch Abdampfen eines Wasseranteils,
was zu einem gewünschten Gehalt an gelösten Feststoffen, d.h.
Zuckergehalt, im nicht-verdampften Absüßwasser führt.
Das Verdampfen des Wassers ist ein kostspieliger
Arbeitsvorgang beim Verfahren zur Herstellung von raffinierten Zuckern.
Daher ist es wünschenswert, die beim Verdampfungsschritt des
Verfahrens anfallenden Kosten zu verringern, ohne die
Qualität des Zuckers nachteilig zu beeinflussen, der durch das
Verfahren erzeugt wird. Es ist auch wünschenswert, die
Betriebskapazität der Harze zur Entmineralisierung einer
zuckerhaltigen Lösung zu erhöhen.
Die Erfindung ist ein verbessertes Verfahren zur
Entmineralisierung einer zuckerhaltigen Lösung. Insbesondere betrifft
die Erfindung ein Verfahren der am Anfang genannten
allgemeinen Art, dadurch gekennzeichnet, daß der durchschnittliche
(oder mittlere) Volumendurchmesser der Körner von 400 bis 700
um ist und daß das Harz eine derartige
Korndurchmesserverteilung aufweist, daß mindestens 80 Vol.-% der Körner
Durchmesser haben, die in einem Bereich von ± 15 % des
durchschnittlichen Volumendurchmessers des verwendeten Harzes
fallen.
Das Harz des verbesserten Verfahrens besitzt einen geringeren
durchschnittlichen Volumenkorndurchmesser und eine engere
Korngrößenverteilung gegenüber konventionellen Harzen, die
zur Entmineralisierung von zuckerhaltigen Lösungen verwendet
werden. Der geringere mittlere Durchmesser der Körner
verkürzt den mittleren Diffusionsabstand, der von den
Austauschkomponenten innerhalb der Körner zurückgelegt wird. Daher
wird die Betriebskapazität des Harzes zur Entmineralisierung
einer zuckerhaltigen Lösung erhöht und das zum Absüßen von
Zucker aus dem Harz erforderliche Wasservolumen wird
verringert. Körner mit einem mittleren Durchmesser unterhalb 400 um
erzeugen jedoch unakzeptabel hohe Druckabfälle innerhalb
einer harzhaltigen Säule und würden daher die
Betriebskapazität einschränken. Da das in dieser Erfindung verwendete Harz
eine enge Korngrößenverteilung besitzt, sind die
Volumenprozent an Körnern mit einem Korndurchmesser von weniger als 400
um unbedeutend und beeinträchtigen nicht die
Betriebscharakteristika des Harzes.
In einer bevorzugten Ausführungsform betrifft die vorliegende
Erfindung eine Verbesserung bei der Entmineralisierung von
Mais-Siruplösungen mit hohem Fructosegehalt.
Makroporige Ionenaustauscherharze, die in der Lage sind,
ionische Verunreinigungen aus zuckerhaltigen Lösungen zu
entfernen, können vom Anionenaustauschertyp oder vom
Kationenaustauschertyp oder von demjenigen Harztyp sein, der
sowohl Anionenaustauscherstellen als auch
Kationenaustauscherstellen enthält.
Man kann makroporige Ionenaustauscherharze, die kommerziell
verfügbar sind, verwenden, wie etwa diejenigen, die
kommerziell unter den Warenzeichen DOWEX , AMBERLITE , DUOLITE
vertrieben werden und andere.
Die Kationenaustauscherharze können Kationen austauschen.
Diese Fähigkeit ist bei Harzen mit funktionellen
Säure-Seitengruppen auf der Polymerkette, wie etwa Carbonsäure-
und/oder Sulfonsäuregruppen gegeben. Die
Anionenaustauscherharze können Anionen austauschen. Diese Fähigkeit ist bei
Harzen mit funktionellen Basen-Seitengruppen auf der
Polymerkette, wie etwa Ammonium- oder Amingruppen gegeben. Harze mit
beiden Typen von Austauschergruppen liegen ebenfalls im
Bereich der vorliegenden Erfindung.
Beispiele von makroporigen, stark sauren Austauscherharzen
umfassen die sulfonierten Styrol-Divinylbenzol-Copolymere,
wie sie etwa kommerziell unter den Warenzeichen DOWEX 88,
DOWEX MSC-1, DUOLITE C-280, AMBERLITE 200 und KASTEL C301
angeboten werden.
Auch saure Harze mit mittlerer Stärke sind bekannt, wie etwa
solche, die funktionelle Phosphon- oder Arsongruppen
enthalten.
Zu den makroporigen, schwach sauren Harzen zählen diejenigen
mit funktionellen Gruppen z.B. der Phenol-, Phosphonig- oder
Carboxyltypen. Einige gebräuchliche schwach saure Harze sind
diejenigen, die durch Quervernetzung von Acryl-, Methacryl-
oder Maleinsäuregruppen unter Verwendung eines
Quervernetzungsmittels wie etwa Ethylendimethacrylat oder Divinylbenzol
erhalten werden. DUOLITE C-464 ist ein Warenzeichen, das ein
Harz mit derartigen funktionellen Carboxylgruppen trägt.
Unter den makroporigen, stark basischen Harzen sind solche,
die insbesondere quaternäre Ammoniumgruppen an eine
Poly(Styrol-Divinylbenzol) Matrix gebunden enthalten. DOWEX
MSA-1 und DUOLITE A-191 sind Warenzeichen von stark
basischen Harzen, von denen bekannt ist, daß sie eine von
Trimethylamin stammende Aminfunktionalität besitzen. DOWEX MSA-
2 ist ein Warenzeichens eines makroporigen, stark basischen
Harzes, von dem bekannt ist, daß es eine von
Dimethylethanolamin stammende Aminfunktionalität besitzt.
Makroporige, schwach basische Anionenaustauscherharze
enthalten im allgemeinen funktionelle Gruppen, die von primären,
sekundären oder tertiären Aminen oder Gemischen davon
stammen. Funktionelle Amingruppen stammen von Kondensationsharzen
aliphatischer Polyamine mit Formaldehyd oder mit
Alkyldihalogeniden oder Epichlorhydrin, wie etwa diejenigen, die unter
den Warenzeichen DOWEX WGR und DOWEX WGR-2 erhältlich
sind.
Andere makroporige, schwach basische Harze werden durch
Reaktion eines Amins oder Polyamins mit chlormethylierten
Styrol-Divinylbenzol-Copolymerkörnern hergestellt, wie etwa
DOWEX MWA-1, DOWEX 66 UND DUOLITE A-392S.
Die oben beschriebenen Harze können als Ionenaustauscherharze
bei der Entmineralisierung von zuckerhaltigen Lösungen
verwendet werden. Zuckerlösungen enthalten üblicherweise
ionische Verunreinigungen wie etwa Ca&spplus;&spplus;, Mg&spplus;&spplus;, Na&spplus;, K&spplus;, SO&sub3;&supmin;&supmin;,
SO&sub4;&supmin;&supmin;, Cl&supmin; und dgl.. Die Entfernung solcher Verunreinigungen
ist für die Herstellung vermarktbarer Zuckerprodukte
essentiell.
Zu den Beispielen zuckerhaltiger Lösungen zählen wäßrige
Lösungen von Rohr- und Rübenzucker, Maisstärkesirups mit
hohem Fructosegehalt, aus Inulin, Tapioca und
Kartoffelstärken stammende Sirups mit hohem Fructosegehalt, Ahornzucker,
Palmzucker, von Sorgum stammender Zucker und dgl., wobei
Lösungen von Maisstärkesirup mit hohem Fructosegehalt am
meisten bevorzugt sind. Die offenbarten Zuckerlösungen, die
wirksam entmineralisiert werden können, besitzen einen Gehalt
an gelösten Feststoffen, d.h. einen Zuckergehalt, der von 20
% bis 60 % reicht.
Eine wirksame Entmineralisierung kann durch Verwendung eines
stark sauren Kationenaustauscherharzes in der Wasserstofform,
gefolgt von einem Anionenaustauscherharz, vorzugsweise in der
Hydroxid- oder freien Basenform, erfolgen. Die zu
entmineralisierende Zuckerlösung kann mit dem Harz durch jedes
gebräuchliche Mittel in Kontakt gebracht werden, das zu einem
innigen Kontakt zwischen dem Harz und der Zuckerlösung führt.
Solche Methoden umfassen Reaktionsgefäße, gepackte Säulen,
fluidisierte Betten und dgl.. Der Kontakt kann von einer
chargenweisen, semi-kontinuierlichen oder kontinuierlichen
Art sein. Vorzugsweise werden die Zuckerlösung und die Harze
kontinuierlich in einer Ionenaustauschersäule kontaktiert.
Die Harze und die Zuckerlösung werden für eine ausreichende
Zeitdauer wirksam in Kontakt gebracht, um einen erheblichen
Teil der ionischen Verunreinigungen zu entfernen. Die
Kontaktzeit hängt im großen Umfang vom Gefäßtyp, der zum
Kontaktieren des Harzes und der Zuckerlösung verwendet wird, der
verwendeten Harzmenge, dem pH der Zuckerlösung, der
Temperatur, dem Ausmaß der erwünschten Entmineralisierung und dgl.
ab. Das Harz kann verwendet werden, bis die
Ionenaustauschkapazität des Harzes nahezu erschöpft wird, was aus einem
Anstieg im Mineralgehalt der Zuckerlösung nach Behandlung mit
dem Harz hervorgeht. Dann wird es erforderlich, die
Ionenaustauscherkapazität des Harzes zu regenerieren, um es für eine
erneute Verwendung vorzubereiten.
Die Regenerierung der Entmineralisierungsharze umfaßt die
Schritte (1) "Absüßen" der Zuckerlösung vom Harz, (2)
Rückwaschen des Harzes zur Entfernung von Verunreinigungen, (3)
Kontaktieren des Harzes mit einer geeigneten
Regenerationslösung in einer wirksamen Menge, um die
Ionenaustauscherkapazität zu regenerieren, und dann (4) Spülen des Harzes, um einen
Überschuß des Regenerationsmittels zu entfernen. Dann ist das
Harz zur Wiederverwendung als Entmineralisierungsharz bereit
und kann mit der zu entmineralisierenden Zuckerlösung in
Kontakt gebracht werden.
Der Schritt des "Absüßens" der Zuckerlösung vom Harz umfaßt
das Waschen des Harzes mit Wasser, um im wesentlichen den
gesamten Zucker von den Ionenaustauscherharzen zu entfernen.
Dies erfolgt durch Kontaktieren des angesüßten
Ionenaustauscherharzes mit einer Wassermenge, die ein Auswaschen von im
wesentlichen der gesamten Zuckerlösung aus dem
Ionenaustauscherharz bewirkt. Das Harz und das Wasser werden
kontaktiert, bis im wesentlichen nur Wasser aus dem Harzbett
herauskommt. Das Absüßen wird als vollständig erachtet, wenn
im wesentlichen kein Zucker im abfließenden Absüßwasserstrom
vorhanden ist.
Das Absüßwasser, das aus dem Absüßen des Zuckers vom Harz
stammt, enthält einen Zuckergehalt, der zum Abfall gelangen
kann, sofern er nicht innerhalb des Systems rückgewonnen
wird. Es ist wünschenswert, diesen Zucker auf eine möglichst
wirtschaftliche Weise rückzugewinnen. Die Rückgewinnung
dieses Zuckers kann durch Rückführung des Absüßwasserstroms
zurück in die zuckerhaltige Lösung des Hauptverfahrensstroms
erfolgen. Ein Teil des Absüßwasserstroms kann anderswo im
Zucker-Hauptverfahrensstrom für Verdünnungszwecke benötigt
werden. Das meiste des Absüßwasservolumens wird jedoch als
ungewolltes Verdünnungsmedium zum Zucker-Hauptverfahrensstrom
zurückgeführt. Dieses überschüssige Verdünnungswasser wird
bei der Vorbereitung der Zuckerlösung zur weiteren
Verarbeitung entfernt (d.h., bei der Vorbereitung für die
Kristallisierung und/oder für die Aufbewahrung der Zuckerlösung wird
die Konzentration an gelösten Feststoffen erhöht). Die
Entfernung des überschüssigen Verdünnungswassers kann durch
Abdampfen eines Teils des Wassers von der zuckerhaltigen
Lösung erfolgen. Dieses Abdampfen führt zu einem merkbaren
Anstieg in der Konzentration an gelösten Feststoffen, die in
den Verfahrensströmen vorhanden sind.
Es wurde entdeckt, daß durch Verwendung von
Ionenaustauscherharzen, die Korndurchmesser zeigen, die in eine
spezifizierte Größenverteilung fallen, die Betriebskapazität der Harze
zur Entmineralisierung von zuckerhaltigen Lösungen erhöht und
die Wassermenge, die zum Absüßen des Zuckers aus den
Entmineralisierungsharzen verwendet werden muß, erheblich verringert
werden kann, wodurch auch die Menge an rückgeführtem
Verdünnungswasser verringert wird, die aus dem verdünnten
Hauptstrom abgedampft werden muß, um die gewünschte Konzentration
an gelösten Feststoffen zu erreichen. Durch eine Vergrößerung
der Betriebskapazität und eine Verringerung der Wassermenge,
die abgedampft werden muß, können die Produktionskosten des
Zuckerraffinierungsverfahrens verringert werden.
Die Größenverteilung der bei dieser Erfindung verwendeten
Körner ist derart, daß mindestens etwa 80 Vol.-%, besonders
bevorzugt 85 Vol.-% und am meisten bevorzugt mindestens etwa
90 Vol.-% der Körner einen Korndurchmesser zeigen, der
innerhalb eines Bereichs von ± 15 %, vorzugsweise innerhalb eines
Bereichs von ± 10 % des mittleren Durchmessers der
verwendeten Ionenaustauscherharze fällt. Der mittlere Durchmesser
wird durch die folgenden sequenziellen Schritte bestimmt: 1)
Messen des Durchmessers eines jeden Harzkorns in einer
Population von Körnern, 2) Berechnen der Volumenprozent Körner
innerhalb der vorbestimmten Bereiche von Korndurchmessern, um
eine Korndurchmesserverteilung zu bestimmen (bestimmt durch
Division des Volumens von Körnern innerhalb eines
vorbestimmten Bereichs von Korndurchmessern durch das Gesamtvolumen von
Körnern in der Population) und 3) Berechnen des Mittelwerts
aus der erhaltenen Korndurchmesserverteilung. Der mittlere
Durchmesser, der verwendet werden kann, reicht von 400 um bis
700 um, besonders bevorzugt von 500 um bis 600 um und am
meisten bevorzugt von 525 um bis 575 um.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung
veranschaulichen. Alle Teile und Prozentwerte beziehen sich auf das
Gewicht, sofern nichts anderes angegeben ist.
Beispiel 1
700 ml eines makroporigen, stark sauren
Kationenaustauscherharzes (erhältlich als DOWEX 88 von The Dow Chemical
Company), das auf die folgende Korngrößenverteilung gemustert
worden war¹:
Korndurchmesserbereich (um)
Volumenprozent erfindungsgemäßes Harz Beispiel 1
DURCHSCHNITTLICHER DURCHMESSER MITTLERES VOLUMEN
Volumenbereich 95,7 % ± 15 % des Mittelwerts.¹Alle Korngrößenverteilungen in diesen Beispielen werden
durch ein Teilchengrößeanalysiergerät bestimmt, das
kommerziell von der HIAC Division von Pacific Scientific Company
als Modell PC-320 vertrieben wird.
wurde in ein 2,54 cm I.D. Glassäulensystem geladen, das aus
zwei aneinandergekoppelten, mit einem Wassermantel versehenen
Abschnitten von 61 cm bestand. Ein dritter 61 cm langer
Abschnitt ohne Mantel wird auf den zwei 61 cm Säulen
befestigt, um ein Rückwaschen des Harzes zu ermöglichen. Das Harz
ist in der Natriumform.
Das Harzbett wird mit entionisiertem (D.I.) Wasser bei
Raumtemperatur mit einer ausreichenden Fließrate rückgewaschen,
um das Bett um 50 % der Absetzhöhe auszudehnen. Dies erfolgt
zur Entfernung von unerwünschtem, im Bett vorhandenen
Material und auch zur Größenklassifizierung der Körner. Das
Rückwaschen wird für etwa 30 Minuten fortgesetzt.
Dann wird das Harz in die Wasserstofform überführt, indem
mindestens 2 Bettvolumina von 2N Salzsäure durch das Bett für
mindestens 1 Stunde Kontaktzeit gepumpt werden. Nach
Überführung des Harzes in die Salzsäureform wird das Harz mit einem
Strom an D.I. Wasser gespült, bis das abfließende Wasser
einen pH von mindestens 5 zeigt.
Nach Beendigung des Rückwaschens wird der obere, nicht mit
einem Mantel versehene 61 cm Abschnitt der Säule entfernt,
und ein Glasfritten-Fließverteiler wird auf die Säule
aufgesetzt.
Ein Liter von entgastem D.I. Wasser wird im Abwärtsstrom
gepumpt, während die mit einem Mantel versehenen Säulen durch
Zirkulieren von heißem Wasser durch die Säulenmäntel auf eine
Temperatur von etwa 50ºC erhitzt werden.
Ein Liter von 42 %-igem raffiniertem Maisstärkesirup mit
hohem Fructosegehalt (HFCS), der einen gelösten
Feststoffanteil (D.S.), d.h. Zuckergehalt von 50 % besitzt, wird im
Abwärtsstrom mit einer Kontaktzeit von 60 Minuten durch das
Bett geleitet. Als nächstes wird 1 Liter raffinierter 42 %-
iger HFCS, der 117 g Natriumchlorid enthält, abwärts durch
das Bett über eine Zeitdauer geleitet, die eine Erschöpfung
des Harzes zu seiner Natriumform bewirkt, im allgemeinen etwa
60 Minuten. Nach dem Natriumchlorid enthaltenden HFCS wird 1
Liter raffinierter 42 %-iger HFCS für eine Dauer von 30
Minuten durch das Harzbett geleitet. Das Harzbett wird durch
Leiten von entgastem D.I. Wasser mit 2 Bettvolumina pro
Stunde im Abwärtsstrom abgesüßt. Während des
Absüßungsprozesses wird der Abstrom aus der Säule überwacht und Proben des
Abstroms werden bei festgehaltenen Intervallen in einem
Fraktionskollektor gesammelt. Jede Probe wird durch
Verwendung eines Abbe Mark II Refraktometers auf den Brechungsindex
analysiert und der D.S. Gehalt wird nach auf den
Brechungsindizes basierenden Industriestandards bestimmt. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 1 unter Beispiel 1 angegeben.
Ein Auftragen der D.S. Konzentrationen gegenüber dem zum
Absüßen der Zuckerlösung aus dem Harzbett verwendeten
Wasserlösung kann gemacht werden und die Bereiche unter den Kurven
können nach bekannten Mitteln integriert werden. Die
Ergebnisse der Integration geben ein Maß für die Gesamtmenge an
gelösten Feststoffen in den gesammelten Proben. Aus diesem
Wert kann die Wassermenge berechnet werden, die aus dem
Gesamtvolumen an gesammelter Flüssigkeit entfernt werden muß,
um die gesammelte Probe auf die ursprüngliche D.S.
Konzentration des 42 %-igen HFCS zurückzubringen. Dieser Wert wird
dann für Vergleichszwecke verwendet, um zu veranschaulichen,
wieviel Wasser vom Absüßungswasser verdampft werden muß, wenn
ein Ionenaustauscherharz verwendet wird, das keine
gleichförmige Größenverteilung zeigt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 unter Beispiel 1
zusammengefaßt.
Vergleichsbeispiel 1
Die Methode von Beispiel 1 wurde im wesentlichen wiederholt,
außer daß das stark saure Kationenaustauscherharz (als DOWEX
88 von The Dow Chemical Company verfügbar), das zur
Entmineralisierung des HFCS verwendet wurde, die folgende
Korngrößenverteilung besaß:
Korndurchmesserbereich (um)
Volumenprozent Beispiel C-1 DOWEX 88
DURCHSCHNITTLICHER DURCHMESSER MITTLERS VOLUMEN
Volumenbereich 78,6 % ± 15 % des Mittelwerts.
Die Ergebnisse sind in den Tabellen 1 und 3 unter Beispiel C-
1 zusammengefaßt.
TABELLE I
Kationenharz
Beispiel 1
Vergleichsbeispiel C-1*
Volumen an Absüßungswasser (ml)
Gramm D.S./100 ml
* Kein erfindungsgemäßes Beispiel
TABELLE I (Fortsetzung)
Kationenharz
Beispiel 1
Vergleichsbeispiel C-1*
Volumen an Absüßungswasser (ml)
Gramm D.S./100 ml
* Kein erfindungsgemäßes Beispiel
Beispiel 2
700 ml eines makroporigen, schwach basischen
Anionenaustauscherharzes (als DOWEX 66 von The Dow Chemical Company
verfügbar), das auf die folgende Korngrößenverteilung
gemustert worden war:
Korndurchmesserbereich (um)
Volumenprozent erfindungsgemäßen Harz Beispiel 2
DURCHSCHNITTLICHER DURCHMESSER MITTLERES VOLUMEN
Volumenbereich 88,5 % + 15 % des Mittelwerts
wurden in ein 2,54 cm I.D. Glassäulensystem gegeben, das aus
zwei aneinandergekoppelten, 61 cm langen, mit einem
Wassermantel versehenen Abschnitten bestand. Ein dritter, nicht mit
einem Mantel versehener 61 cm langer Abschnitt wird am oberen
Ende der zwei 61 cm Säulen angebracht, um ein Rückwaschen des
Harzes zu ermöglichen. Das Harz wird in Form der freien Base
verwendet.
Das Harzbett wird mit D.I. Wasser bei Raumtemperatur und
einer ausreichenden Fließrate rückgewaschen, um das Bett um
50 % der Absetzhöhe auszudehnen. Dies erfolgt zur Entfernung
von im Bett vorhandenem, unerwünschtem Material und auch zur
Größenklassifizierung der Körner. Das Rückwaschen wird für
etwa 30 Minuten fortgesetzt.
Um eine vollständige Überführung des Harzes in die freie
Basenform sicherzustellen, werden mindestens 2 Bettvolumina
1N Natriumhydroxid im Abwärtsstrom durch das Harz für eine
Dauer von etwa 60 Minuten geleitet. Nach vollständiger
Umwandlung wird das Harz mit einem abwärts gerichteten D.I.
Wasserstrom gespült, bis das abfließende Wasser einen pH von
weniger als 9 besitzt.
Nach Beendigung des Rückwaschens wird der obere 61 cm
Abschnitt der Säule ohne Mantel entfernt, und ein Glasfritten-
Fließverteiler wird auf die Säule aufgesetzt.
Ein Liter entgastes D.I. Wasser wird im Abärtsstrom gepumpt,
während die mit einem Mantel versehenen Säulen durch
Zirkulieren von heißem Wasser durch die Säulenmäntel auf eine
Temperatur von etwa 50ºC erhitzt werden.
Ein Liter raffinierter 42 %-igerHFCS, der einen D.S. von 50 %
besitzt, wird im Abwärtsstrom durch das Bett mit einer
Kontaktzeit von 2,5 Stunden geleitet. Das Harzbett wird durch
ein abwärts gerichtetes Leiten von entgastem D.I. Wasser mit
2 Bettvolumina pro Stunde abgesüßt. Während des
Absüßungsprozesses wird der Abfluß aus der Säule überwacht, und Proben
des Abflusses werden bei festgehaltenen Intervallen in einem
Fraktionskollektor gesammelt. Jede Probe wird unter
Verwendung eines Abbe Mark II Refraktometers auf den Brechungsindex
analysiert, und der D.S. Gehalt wird nach Industriestandards
aus den Brechungsindizes bestimmt. Die Ergebnisse sind in
Tabelle 2 unter Beispiel 2 angegeben.
Ein Auftragen der D.S. Konzentrationen gegenüber dem zum
Absüßen der Zuckerlösung aus dem Harzbett verwendeten
Wasservolumen kann gemacht werden und die Bereiche unter den Kurven
können nach bekannten Methoden integriert werden. Die
Integrationsergebnisse ergeben ein Maß der Gesamtmenge an
gelösten Feststoffen in den gesammelten Proben. Aus diesem Wert
kann man die Wassermenge berechnen, die vom Gesamtvolumen
gesammelter Flüssigkeit entfernt werden muß, um die
gesammelte Probe auf die ursprüngliche D.S. Konzentration des 42 %-
igen HFCS zurückzubringen. Dieser Wert wird dann für
Vergleichszwecke verwendet, um zu veranschaulichen, wieviel
Wasser vom Absüßungswasser verdampft werden muß, wenn ein
Ionenaustauscherharz, das keine gleichförmige
Größenverteilung zeigt, verwendet wird.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 unter Beispiel 2
zusammengefaßt.
Vergleichsbeispiel 2
Die Methode von Beispiel 2 wurde im wesentlichen wiederholt,
außer daß das zur Entmineralisierung des HFCS verwendete
schwach basische Anionenaustauscherharz (als DOWEX 66 von
The Dow Chemical Company verfügbar) die folgende
Korngrößenverteilung hatte:
Korndurchmesserbereich (um)
Volumenprozent Beispiel C-2 DOWEX 66
DURCHSCHNITTLICHER DURCHMESSER MITTLERES VOLUMEN
Volumenbereich 63,4 % ± 15 % des Mittelwerts.
Die Ergebnisse sind in den Tabellen 2 und 3 unter Beispiel C-
2 zusammengefaßt.
TABELLE II
Anionenaustauscherharz
Beispiel 2
Vergleichsbeispiel C-2*
Volumen an Absüßungswasser (ml)
Gramm D.S./100 ml
*Kein erfindungsgemäßes Beispiel
TABELLE II (Fortsetzung)
Anionenaustauscherharz
Beispiel 1
Vergleichsbeispiel C-1*
Volumen an Absüßungswasser (ml)
Gramm D.S./100 ml
*Kein erfindungsgemäßes Beispiel
Tabelle III
Beispiel
Wasservolumen (ml) das entfernt werden muß, um zur ursprünglichen D.S. Konzentration zurückzukehren
Prozent Verringerung
*Kein erfindungsgemäßes Beispiel
Ein Vergleich der Daten zeigt, daß bei Verwendung eines
Ionenaustauscherharzes der beanspruchten Korndurchmesser-
Größenverteilung die Wassermenge, die verdampft werden muß,
um das Absüßungswasser auf eine 50 %-ige Konzentration an
gelösten Feststoffen zurückzubringen, um einen erheblichen
Betrag (z.B. 28 %) im Vergleich zur Wassermenge verringert
ist, die vom Absüßungswasser verdampft werden muß, das beim
Absüßen der Zuckerlösung aus einem normalen
Ionenaustauscherharz erzeugt wird, das eine konventionelle Größenverteilung
besitzt. Daher wird die Wassermenge, die beim
Zuckerraffinierungsverfahren verdampft werden muß, verringert.
Beispiel 3
Es wurden Daten der Betriebskapazität bei der
Entmineralisierung von Dextrose-Sirup in einer Raffinierungsgroßanlage für
hohen Fructosegehalt erhalten. Dieser Anlage wurden die in
den Beispielen C-1 und C-2 verwendeten Harze
aufeinanderfolgend eingesetzt (jeweils 175 Kubikfuß - 4,96 Kubikmeter) und
es wurde ein Parallelsystem unter Verwendung des gleichen
Volumens der gleichen Harze, die auf die folgende
Korngrößenverteilung gemustert worden waren, eingesetzt:
Korndurchmesserbereich (um)
Volumenprozent erfindungsgemäßes Kationenharz
DURCHSCHNITTLICHER DURCHMESSER MITTLERES VOLUMEN
Volumenbereich 88,8 % ± 15 % des Mittelwerts.
Korndurchmesserbereich (um)
Volumenprozent erfindungsgemäßes Anionenharz
DURCHSCHNITTLICHER DURCHMESSER MITTLERES VOLUMEN
Volumenbereich 92,8 % ± 15 % des Mittelwerts.
Die Betriebskapazitäten wurden als Volumina an pro Zyklus
entmineralisiertem Dextrose-Sirup bestimmt, wobei die Zyklen
zwischen konventionellen Harzen und erfindungsgemäßen Harzen
alternierten. Die Harze wurden in jedem Zyklus wieder zu
ihrer verwendbaren Form regeneriert. Die Ergebnisse sind in
der folgenden Tabelle IV gezeigt.
Tabelle IV
Durchschnitt von behandelten Kubikmetern pro Zyklus
Testperiode
Konventionelles Harz
erfindungsgemäßes Harz
% Anstieg bei der Betriebs-Kapazität
Die in der vorliegenden Erfindung verwendeten Harze zeigen
eine 11 bis 13 %-ige Verbesserung bei der Betriebskapazität
gegenüber den konventionellen Harzen, wenn der Betrieb als
Zweibett-Einheitsprozeß (Kationenharz gefolgt von einem
Anionenharz in einer einzigen Leitung) erfolgt.
Anspruch[de]
1. Verfahren zur Entmineralisierung einer zuckerhaltigen
Lösung, umfassend das Leiten der Lösung durch ein
Ionenaustauscherharz in Kornform,
dadurch gekennzeichnet,
daß der mittlere Volumendurchmesser der Körner von 400
bis 700 um ist und daß das Harz eine derartige
Kornduchmesserverteilung besitzt, daß mindestens 80 Vol.-
% der Körner Durchmesser besitzen, die innerhalb eines
Bereiches von ± 15 % des mittleren Volumendurchmessers
des verwendeten Harzes fallen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, worin die
Korndurchmesserverteilung derart ist, daß mindestens 85 % der Körner
Durchmesser besitzen, die innerhalb eines Bereiches
von ± 15 % des mittleren Volumendurchmessers des
Ionenaustauscherharzes fallen.
3. Verfahren nach Anspruch 2, worin die
Korndurchmesserverteilung derart ist, daß mindestens 90 % der Körner
Durchmesser besitzen, die innerhalb eines Bereiches
von ± 15 % des mittleren Volumendurchmessers des
Ionenaustauscherharzes fallen.
4. Verfahren nach Anspruch 2, worin der mittlere
Volumendurchmesser der Ionenaustauscherharze von 500 um
bis 600 um reicht.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, worin das
Ionenaustauscherharz ein makroporiges, stark saures
Kationenaustauscherharz, ein makroporiges, schwach
basisches Anionenaustauscherharz oder ein
makroporiges, stark basisches Anionenaustauscherharz ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, worin das
Ionenaustauscherharz ein Copolymer aus Styrol und Divinylbenzol
umfaßt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, worin die zuckerhaltige
Lösung eine Lösung ist, die Maisstärkesirup mit einem
hohem Fructosegehalt umfaßt.