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Bargeldloses Zahlungsmittel und Verfahren zum bargeldlosen Zahlungsverkehr - Dokument DE4202637A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4202637A1 05.08.1993
Titel Bargeldloses Zahlungsmittel und Verfahren zum bargeldlosen Zahlungsverkehr
Anmelder Foldenauer, Willi, Dr., 8000 München, DE
Erfinder Foldenauer, Willi, Dr., 8000 München, DE
Vertreter von Samson-Himmelstjerna, F., Dipl.-Phys.; Turi, M., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 30.01.1992
DE-Aktenzeichen 4202637
Offenlegungstag 05.08.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.08.1993
IPC-Hauptklasse B42D 15/10
IPC-Nebenklasse G09F 3/10   B44F 1/12   B44C 1/16   D21H 21/40   A44C 21/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein bargeldloses Zahlungsmittel und ein Verfahren zum bargeldlosen Zahlungsverkehr, insbesondere Scheckheft oder Kreditkarte, mit einer Einrichtung zur Identifikation des Zahlungsmittels. Die Identifikations-Einrichtung (2) - beispielsweise ein mit einem Firmenlogo (3) versehner Aufkleber (2) - ist lösbar mit dem Zahlungsmittel verbunden und kann direkt auf einen Rechnungsbeleg aufgeklebt werden (Fig. 1).

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein bargeldloses Zahlungsmittel nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 und auf ein Verfahren zum bargeldlosen Zahlungsverkehr nach dem Oberbegriff des Anspruches 14.

Derartige Zahlungsmittel und Verfahren zum bargeldlosen Zahlungsverkehr sind allgemein seit langem bekannt und erfreuen sich einer stets zunehmenden Popularität. Immer mehr Rechnungen und Einkäufe werden statt mit Bargeld lieber mittels Scheckheft, mittels mit Magnetstreifen versehener Scheckkarte oder mittels Kreditkarte bezahlt. Der Begriff "bargeldloses Zahlungsmittel" ist dabei nicht einschränkend zu verstehen und umfaßt alle Komponenten, die zur Durchführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs verwendet werden: so gehören zum bargeldlosen Zahlungsmittel "Scheckheft" die Schecks nebst Kuvert mit Beiblatt (zur Übersicht bzw. im weitesten Sinne zur Identifikation des Zahlungsmittels) und die Scheckkarte. Zum bargeldlosen Zahlungsmittel "Kreditkarte" gehört die Kreditkarte an sich, aber auch eventuell eine zugehörige Quittung und ein Gerät zum Kartenlesen.

Durch bargeldlose Zahlungsvorgänge entsteht neben einem Gewinn an Bequemlichkeit jedoch auch die Notwendigkeit zur Kontrolle damit verbundener Buchungsdaten. Der Verbraucher muß diese Daten - ob privat oder für den geschäftlichen Bereich - geeignet weiterverarbeiten, um im bargeldlosen Zahlungsverkehr nicht die Übersicht zu verlieren. So sind die Buchungsdaten zu überprüfen und - für eine eventuell vorhandene Buchführung - jeweiligen Rechnungsbelegen zuzuordnen.

Die zur Verfügung stehenden Einrichtungen zur Identifikation des Zahlungsmittels werden diesen Anforderungen nur mangelhaft gerecht. So ist einem Scheckheft zwar üblicherweise das bereits oben erwähnte - mit beschriftbaren Feldern versehene - Beiblatt bzw. Formularblatt (Fig. 9) beigefügt. In die Felder können beispielsweise die jeweilige Scheck-Nummer, das Datum der Scheckausgabe, der Zahlungsbetrag und der Name des Scheckempfängers eingetragen werden. Das Ausfüllen eines derartigen Formularblattes ist jedoch eher lästig, weshalb es oft unterbleibt oder lückenhaft durchgeführt wird. Eine nachträgliche Buchungskontrolle ist damit erschwert oder überhaupt nicht mehr möglich. Selbst wenn das Formularblatt sorgfältig ausgefüllt wird, muß später noch mühsam anhand dieses Formularblattes und der inzwischen angesammelten Rechnungen aus dem Vergleich zwischen Datum, DM-Betrag und Scheck-Nummer auf Formularblatt, Rechnung und Kontoauszug eine Zuordnung zur jeweiligen Buchung gesucht werden.

Bei Zahlungen mittels Kreditkarte ist der zum Überwachen der Buchungen erforderliche Aufwand noch größer. Beim Bezahlen einer Rechnung wird neben dem üblichen Rechnungsbeleg eine separate Quittung - abgebildet in Fig. 10 - ausgegeben, mit der ein Zahlungsvorgang einem späteren Buchungsvorgang zugeordnet werden kann. Der Käufer muß daher zwei Belege - die spezielle Quittung und den Rechnungsbeleg - zumindest solange miteinander aufbewahren, bis einige Wochen nach dem Zahlungsvorgang die entsprechende Kreditkartenabrechnung eintrifft und die Buchungskontrolle durchgeführt werden kann.

Beim Zahlen mittels mit Magnetstreifen versehener Scheckkarte - oder auch beim Abheben aus Geldautomaten - ist auf dem Rechnungsbeleg oftmals keine Information ersichtlich, welche die Art der Zahlung erkennen läßt. Eine spätere Buchungskontrolle ist dann entweder nur aus dem Gedächtnis heraus oder überhaupt nicht mehr möglich.

Ein weiteres Problem besteht darin, daß aus den Rechnungen i.A. nicht hervorgeht, ob in Bar, mit Scheck, mit magnetischer Scheckkarte oder mit Kreditkarte gezahlt wurde. Es ist damit zusätzlich erschwert, bei einer Vielzahl von Rechnungen das jeweilige Zahlungsmittel zu bestimmen.

Die Erfindung zielt darauf ab, bargeldlose Zahlungsmittel so weiterzuentwickeln, daß auch nach einem bargeldlosen Zahlungsvorgang eine Zuordnung zwischen einem Rechnungsbeleg und dem verwendeten bargeldlosem Zahlungsmittel möglich ist. Außerdem soll ein Verfahren zur unkomplizierten Anwendung des erfindungsgemäßen bargeldlosen Zahlungsmittels geschaffen werden.

Das erfindungsgemäße Ziel wird bei einem gattungsgemäßen bargeldlosen Zahlungsmittel dadurch erreicht, daß die Identifikations-Einrichtung lösbar mit dem Zahlungsmittel verbunden ist (Anspruch 1).

Die vom bargeldlosen Zahlungsmittel abnehmbare Identifikations-Einrichtung kann bei einer derartigen Ausgestaltung problemlos an einen Rechnungsbeleg geheftet werden. Die Identifikations-Einrichtung ermöglicht damit eine unkomplizierte, direkte Zuordnung zwischen Rechnung und bargeldlosem Zahlungsmittel. Das derart weiterentwickelte bargeldlose Zahlungsmittel kann einfacher gehandhabt werden, da umständliche und lange Beschriftungen entfallen. Dies führt - was auch von allgemeinem Interesse ist - zu einer Beschleunigung des Zahlungsverkehres, was wiederum die Bereitschaft erhöht, bargeldlose Zahlungsmittel zu benutzen.

Bevorzugt ist die Identifikations-Einrichtung so ausgestaltet, daß sie direkt an oder auf einem Rechnungsbeleg anbringbar ist (Anspruch 2). Der Begriff "direkt" impliziert, daß die Identifikations-Einrichtung ohne Verwenden einer zusätzlichen Klammer an den Rechnungsbeleg geheftet werden kann, was die Handhabung weiter vereinfacht.

Besonders bevorzugt ist die Identifikations-Einrichtung ein Aufkleber (Anspruch 3). Eine derartige Ausgestaltung ermöglicht es, die Identifikations-Einrichtung unproblematisch und bequem vom bargeldlosen Zahlungsmittel zu lösen und sie auf dem Rechnungsbeleg anzubringen.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform trägt die Identifikations-Einrichtung eine Firmenkennzeichnung (Anspruch 4). Die Identifikations-Einrichtung ist damit auf einfach Weise so ausgelegt, daß eine Zuordnung zum bargeldlosen Zahlungsmittel auch nach der Entnahme vom Zahlungsmittel möglich ist.

Vorteilhaft ist die Identifikations-Einrichtung zusätzlich beschriftbar (Anspruch 5). Neben der die Zuordnung zum bargeldlosen Zahlungsmittel bereits ermöglichenden Firmenkennzeichnung können dann noch weitere individuelle Daten auf der Identifikations-Einrichtung aufgebracht, insbesondere aufgeschrieben oder -gedruckt werden. Das zusätzliche Beschriften kann in besonders bequemer Weise bereits von der Bank bei der Ausgabe der Identifikations-Einrichtungen vorgenommen werden.

Bevorzugt trägt die Identifikations-Einrichtung Ziffern, die eine eindeutige Zuordnung zwischen Rechnungsbeleg und Zahlungsmittel erlauben (Anspruch 6). Derartige Ziffern können beispielsweise die Endzahlen der jeweiligen Schecknummer sein. Damit wird zusätzlich zur generellen Zuordnung zwischen Identifikations-Einrichtung und Zahlungsmittel die Zuordnung zum einzelnen Scheckformular gewährleistet. Die Buchhaltung wird weiter vereinfacht und übersichtlicher.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Ziffern Kalendertagziffern (Anspruch 7). Mit Hilfe der lösbaren Identifikations-Einrichtung kann damit auf einfache Weise der jeweilige Buchungs- oder Zahlungstag festgehalten werden: Beispielsweise kann die dem Buchungstag entsprechende Ziffer mit einem Stift zusätzlich markiert werden, oder die Identifikations-Einrichtung wird an einer dem Buchungstag entsprechenden Stelle abgerissen. Derart abgerissene Identifikations-Einrichtungen können dann z. B. auf einem Beiblatt zusammengestellt werden, so daß auf einfache Weise ersichtlich ist, an welchen Tagen Rechnungen bezahlt wurden oder wann Abhebungen aus Geldautomaten getätigt wurden.

Besonders bevozugt ist - zum einfachen Markieren und Einreißen - neben jeder Ziffer am Rand der Identifikations- Einrichtung ein kleiner Einreiß-Einschnitt vorgesehen (Anspruch 8). Falls z. B. zum Markieren des Zahlungstages kein Stift zur Hand ist, kann der Aufkleber einfach ab- oder eingerissen werden.

Bevorzugt weist der Aufkleber einseitig eine leichtklebende Klebebeschichtung auf, derart, daß er mehrfach von Papier abgenommen werden kann, ohne daß Papier an der Klebegummierung haften bleibt (Anspruch 9).

Bei einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die einzelnen Aufkleber abziehbar an einer leeren Stelle der Schecks angeordnet, insbesondere in einer Beschriftungsreihe, die mit den individuellen Scheckdaten versehen ist (Anspruch 10). Wenn die Schecks vor der Aushändigung an den Kunden mit fortlaufender Schecknummer, Kontonummer, Bankleitzahl und Kennziffer bedruckt werden, kann der dazu verwendete Drucker im gleichen Arbeitsgang den auf den Scheck aufgeklebten Aufkleber mit den Endziffern der jeweiligen Schecks bedrucken. Das Aufbewahren eines separaten, die Aufkleber tragenden, Blattes entfällt und der Benutzer wird an das Abziehen der Aufkleber erinnert.

Nach einer weiteren Variante der Erfindung ist wenigstens ein Aufkleber auf einem separaten Beiblatt, vorzugsweise des Scheckheftes oder der Kreditkarte, angeordnet (Anspruch 11). Die einzelnen Aufkleber sind damit besonders übersichtlich zusammengestellt und es ist leicht ersichtlich, wie viel Schecks dem Scheckheft bereits entnommen wurden oder wie viele Kreditkartenzahlungen - z. B. innerhalb eines Monats - bereits getätigt wurden.

Besonders bevorzugt trägt das separate Beiblatt des Scheckheftes Ziffern, die den Ziffern des Aufklebers entsprechen und die nach Abziehen des Aufklebers sichtbar sind (Anspruch 12). Damit wird die Handhabung und Übersichtlichkeit des bargeldlosen Zahlungsmittels weiter optimiert. Der Benutzer erkennt beim Betrachten des Beiblattes sofort, welche Schecks dem Scheckheft bereits entnommen wurden.

Vorteilhaft weisen die Aufkleber zumindest in einem Teilbereich eine Durchschreibebeschichtung auf (Anspruch 13). Beim Aufbringen von Beschriftungen auf den Aufkleber werden die Beschriftungen jeweils auf das darunterliegende Blatt durchgedrückt. Bedruckt die Bank die Aufkleber zum Beispiel mittels eines Nadeldruckers mit den Endziffern der Schecks, so drücken diese Endziffern auf das darunterliegende Blatt durch. Die Endziffern entnommener Schecks sind damit zusätzlich auf einem Beiblatt zusammengestellt, was die Übersichtlichkeit des bargeldlosen Zahlungsverkehrs weiter fördert.

Das erfindungsgemäße Ziel wird bei einem gattungsgemäßen Verfahren dadurch erreicht, daß die Identifikations-Einrichtung lösbar mit dem Zahlungsmittel verbunden wird, insbesondere nach Art des Anbringens eines Aufklebers (Anspruch 14). Das erfindungsgemäße Verfahren greift somit kaum in den bisher üblichen Ablauf des Zahlungsverkehrs ein, vereinfacht ihn in seiner Übersichtlichkeit jedoch einschneidend. Es müssen lediglich noch die Aufkleber mit dem bargeldlosen Zahlungsmittel verbunden werden.

Besonders bevorzugt wird die Identifikations-Einrichtung in einer Beschriftungsreihe eines Schecks angeordnet und vor der Ausgabe des Schecks von der Bank an den Kunden mit den Endziffern des Schecks bedruckt (Anspruch 15). Damit ist - neben dem Aufkleben der Aufkleber - kein zusätzlicher Arbeitsgang zum Beschriften der Aufkleber mit den Endziffern des Schecks notwendig.

Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezug auf die beigefügte Zeichnung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel erfindungsgemäßer Identifikations-Einrichtungen;

Fig. 2 ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel erfindungsgemäßer Identifikations-Einrichtungen;

Fig. 3A ein drittes Ausführungsbeispiel erfindungsgemäßer Identifikations-Einrichtungen;

Fig. 3B eine Variante des Ausführungsbeispiels aus Fig. 3A;

Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel erfindungsgemäßer Identifikations-Einrichtungen, die mit Ziffern versehen sind, die den einzelnen Kalendertagen entsprechen;

Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel erfindungsgemäßer Identifikations-Einrichtungen, die mit Ziffern versehen sind, die den einzelnen Kalendertagen entsprechen;

Fig. 6 die Anwendung des mit Kalendertagziffern versehenen Ausführungsbeispiels aus Fig. 5;

Fig. 7A-D ein Scheckformular, das in den Fig. 7B und 7C mit erfindungsgemäßen Identifikations-Einrichtungen versehen ist;

Fig. 8A-B Rechnungen, auf die erfindungsgemäßer Identifikations-Einrichtungen aufgeklebt sind;

Fig. 9 ein Scheckheft-Beiblatt bzw. eine Identifikations-Einrichtung nach dem Stand der Technik;

Fig. 10 einen Kreditkartenbeleg bzw. eine Identifikations-Einrichtung nach dem Stand der Technik.

Zunächst sei das erste Ausführungsbeispiel der Fig. 1 beschrieben.

Ein Beiblatt 1 ist mit einer Mehrzahl von Aufklebern 2 versehen, die als Identifikations-Einrichtungen dienen. Das mit den Aufklebern 2 versehene Blatt 1 ist Teil eines bargeldlosen Zahlungsmittels, beispielsweise eines Scheckheftes nebst zugehörigen Scheckkarte, einer Kreditkarte oder einer mit einem Magnetstreifen versehenen ("EURO-")Scheckkarte (nicht dargestellt).

Eine Bank gibt zu einer vorbestimmten Anzahl von Schecks eine entsprechende Zahl der Aufkleber 2 aus. Die Aufkleber 2 sind derart ausgestaltet bzw. beschriftet, daß sie in leicht erkennbarer Weise wiedergeben, um welche Bank bzw. Kreditkarte es sich handelt, oder ob beispielsweise Euro- und/oder Verrechnungsschecks verwendet werden. Die Bank oder das Kreditkarteninstitut versieht die einzelnen Aufkleber 2 dazu beispielsweise mit einer Kennzeichnung 5 (z. B. ein Emblem oder ein Logo), so daß eine klare Zuordnung des Aufklebers 2 zum bargeldlosen Zahlungsmittel möglich ist.

Soll jetzt eine Zahlung oder eine Buchung getätigt werden, zahlt der Kunde in an sich üblicher Weise mit seinem bargeldlosen Zahlungsmittel. Nach Erhalt des Rechnungsbeleges braucht lediglich noch der Aufkleber 2 dem bargeldlosen Zahlungsmittel entnommen zu werden und auf einen Rechnungsbeleg geklebt zu werden. Üblicherweise sind auf dem Rechnungsbeleg Datum, Geschäftsadresse, Art des Einkaufes und der Zahlungsbetrag vermerkt, so daß diese Daten nicht nochmals separat auf die Aufkleber 2 geschrieben werden müssen. In vorteilhafter Weise wird auf dem Aufkleber 2 ein gewisser Bereich nicht beschriftet, so daß der Benutzer noch individuelle Daten vermerken kann.

Das Ausführungsbeispiel der Fig. 2 weist neben der Kennzeichnung 3 noch zusätzliche Ziffern 4 auf. Die Ziffern 4 entsprechen beispielsweise der Endnummer der ausgegebenen Schecks. Werden die derart mit Ziffern versehenen Aufkleber 2 auf eine Rechnung geklebt, ist bei einer späteren Buchhaltungskontrolle aus der Rechnung ersichtlich:

  • a) welches Zahlungsmittel, und
  • b) welches (Scheck-)Formular


zum Zahlen verwendet wurde.

Bei einem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Aufkleber 2 ebenfalls mit den letzten Ziffern 4 der Schecks beschriftet. Zusätzlich sind die Aufkleber 2 an ihrer selbstklebenden Seite an der Stelle, an der die Schecknummern eingetragen werden sollen, anstatt mit einer Klebegummierung mit einer Durchschreibebeschichtung versehen. Beim Eintragen der Endziffern 4 der Schecknummer werden die Endziffern 4 als Zifferdurchschrift 5 auf das Beiblatt 1 durchgedrückt. Damit wird auf dem Beiblatt bzw. dem Aufkleberträger 1 auf einfache Weise dokumentiert, welche Schecks bereits verwendet wurden.

Fig. 3B zeigt eine Variante des Ausführungsbeispiels aus Fig. 3A. Anstelle der Durchschreibeziffern 5 sind neben die einzelnen Aufkleber 2 Ziffern 5a aufgedruckt. Wird zum Bedrucken der Aufkleber 2 ein Laserdrucker verwendet, drücken die aufgedruckten Ziffern nicht durch eine Durchschreibebeschichtung durch. Die Ziffern 5a, die analog zum Beispiel aus Fig. 3A den Endziffern 5 der einzelnen Schecks entsprechen, können jedoch vom Laserdrucker neben die einzelnen Aufkleber gedruckt werden. Die Aufkleber 2 brauchen bei diesem Ausführungsbeispiel daher keine Durchschreibebeschichtung aufzuweisen. Der Benutzer erkennt wie beim Ausführungsbeispiel der Fig. 3A sofort, welche Schecks dem Scheckheft bereits entnommen wurden.

Bei einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung sind am Rand der Aufkleber 2 einunddreißig Kalendertagziffern 6 aufgedruckt. Am Rand der Aufkleber 2 ist neben jeder Kalendertagziffer 6 ein kleiner Einschnitt 7 angeordnet. Insbesondere beim Zahlen mittels mit Magnetstreifen versehener Scheckkarte kann auf einfache Weise - mittels Abreißen an der entsprechenden Stelle oder mittels einer Farbmarkierung - der Zahlungstag festgehalten werden.

Ein weiteres derartiges Ausführungsbeispiel ist in Fig. 5 und in Fig. 6 abgebildet. In Fig 5 sind sechs mit Kalendertagziffern 6 versehene Aufkleber 2 auf einem Beiblatt 1 angeordnet. Bei jedem Zahlen mittels Magnetstreifenkarte - aber beispielsweise auch beim Abheben von Bargeld aus einem Geldautomaten - wird der Abhebetag durch Abreißen des Aufklebers 2 an der entsprechenden Stelle dokumentiert. Damit entsteht (Fig. 6) eine übersichtliche Zusammenstellung z. B. der im jeweiligen Monat getätigten Abhebungen mittels Magnetkarte.

In verschiedenen Geschäften wird beispielsweise auch eine Möglichkeit gegeben, per Lasteneinzug einzukaufen. So gibt es Kartenlesegeräte, die zwar die Kontonummer und die Bankleitzahl von der Karte ablesen, dann jedoch nicht direkt per Scheckkarte den Betrag abbuchen, sondern vom Kunden eine Lastschriftermächtigung für den jeweiligen Einkauf unterschreiben lassen. Auch bei derartigen Käufen können die mit den Kalendertagziffern 6 versehenen Aufkleber 2 zur Übersicht über die im Monat getätigten Käufe und zur Identifikation des Zahlungsmittels verwendet werden. Selbst wenn beispielsweise keine ausgesprochene Firmenkennzeichnung 3 auf den Aufkleber 2 aufgedruckt ist, kann die Identifikationsfunktion erhalten bleiben, wenn der Aufkleber 2 optisch einprägsam gestaltet ist.

Bei einer anderen Variante der Erfindung werden die Aufkleber 2 anstatt auf einem separaten Beiblatt 1, das dem Scheckheft beigefügt wird, auf ein Scheckformular aufgeklebt. Diese besondere Variante der Erfindung wird in den Fig. 7A-D veranschaulicht. Fig. 7A zeigt einen in herkömmliche Weise beschrifteten Scheck 8. Am unteren Rand des Schecks 8 ist eine Zahlen- oder Beschriftungsreihe 9 zu erkennen, die von der Bank vor der Ausgabe einer bestimmten Anzahl von Schecks 8 aufgedruckt wird. Die Zahlenreihe 9 enthält die im Bankverkehr relevanten Daten, u. a. auch die Schecknummer. Dabei wird von der Bank ein Feld zur späteren Beschriftung freigelassen. In dieses Feld wird nach Fig. 7B einer der Aufkleber 2 eingeklebt. Beim Bedrucken des Schecks 8 kann nun die Bank - wie in Fig. 7C ersichtlich - die Endziffern des Schecks 8 auf den Aufkleber 2 aufdrucken. Beim Zahlen wird der Aufkleber 2 entnommen und das den Aufkleber 2 enthaltende Feld kann in üblicher Weise von der Bank nach "Wiedererhalt" des Schecks 8 beschriftet und für bankinterne Eintragungen genutzt werden.

Das Papier der im Umlauf befindlichen Schecks 8 ist bereits heute oftmals so beschaffen, daß mit entsprechend ausgelegter Klebegummierung bzw. -beschichtung versehene Aufkleber 2 ohne Beschädigung des Papiers entnommen bzw. abgezogen werden können.

Die derart angeordnete und genutzte Identifikations-Einrichtung ändert somit weder das bereits verwendete und - im seinem Grundprinzip - auch bewährte Schecksystem noch die Art der Ausstellung und die bisher übliche Weiterverarbeitung der Schecks. Sie bringt jedoch sowohl an der Kasse, als auch für den Aussteller, als auch für die Buchführung die beschriebenen erheblichen Vorteile einer Markierungs- bzw. Kennzeichnungshilfe.

Fig. 8A und 8B zeigen Rechnungsbelege 10, auf die jeweils ein Aufkleber 2 aufgeklebt ist. Der Aufkleber 2 der Fig. 8B ist zusätzlich mit der Endnummer 4 des zugehörigen Schecks 8 bedruckt. Die Rechnung 10 enthält alle relevanten Daten (Datum usw.), so daß im Zusammenspiel mit den Aufklebern 2 eine einfache Buchungskontrolle gewährleistet ist.

Die Kennzeichnung 3 des Aufklebers 2 der Rechnung 10 aus Fig. 8A - ein schwarzer Kreis - symbolisiert z. B. eine Kreditkartenorganisation. Dagegen enthält der Aufkleber 2 aus Fig. 8B die Kennzeichnung 3 einer Bank und die Information "Scheck". Der Benutzer kann somit auf einen Blick feststellen, daß er die Rechnung 10 der Fig. 8A mit seiner Kreditkarte und die Rechnung 10 der Fig. 8B mit seinem Scheck Nr. "...3715" der "XY-Bank" bezahlt hat.

Trägt eine Rechnung keinen Aufkleber, so bedeutet dies, daß der entsprechende Betrag in Bar bezahlt wurde.


Anspruch[de]
  1. 1. Bargeldloses Zahlungsmittel, insbesondere Scheckheft oder Kreditkarte,

    mit einer Einrichtung zur Identifikation des Zahlungsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß

    die Identifikations-Einrichtung (2) lösbar mit dem Zahlungsmittel (8) verbunden ist.
  2. 2. Bargeldloses Zahlungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Identifikations-Einrichtung (2) so ausgestaltet ist, daß sie direkt an oder auf einem Rechnungsbeleg (10) anbringbar ist.
  3. 3. Bargeldloses Zahlungsmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Identifikations-Einrichtung ein Aufkleber (2) ist.
  4. 4. Bargeldloses Zahlungsmittel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Identifikations-Einrichtung (2) eine Firmenkennzeichnung (3) trägt.
  5. 5. Bargeldloses Zahlungsmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Identifikations-Einrichtung (2) zusätzlich beschriftbar ist.
  6. 6. Bargeldloses Zahlungsmittel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Identifikations-Einrichtung (2) Ziffern (4) trägt, die eine eindeutige Zuordnung zwischen Rechnungsbeleg (10) und Zahlungsmittel (8) erlauben.
  7. 7. Bargeldloses Zahlungsmittel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ziffern Kalendertagziffern (6) sind.
  8. 8. Bargeldloses Zahlungsmittel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß neben jeder Ziffer (4, 6) am Rand der Identifikations-Einrichtung (2) ein kleiner Einreiß-Einschnitt (7) vorgesehen ist.
  9. 9. Bargeldloses Zahlungsmittel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufkleber (2) einseitig eine leichtklebende Klebebeschichtung aufweist, derart, daß er mehrfach von Papier abgenommen werden kann, ohne daß Papier an der Klebebeschichtung haften bleibt.
  10. 10. Bargeldloses Zahlungsmittel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Aufkleber (2) abziehbar an einer bevorzugt leeren Stelle der Schecks angeordnet sind, insbesondere in einer Beschriftungsreihe (9), die mit individuellen Scheckdaten versehen ist.
  11. 11. Bargeldloses Zahlungsmittel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Aufkleber (2) auf einem separaten Beiblatt (1), vorzugsweise des Scheckheftes oder der Kreditkarte, angeordnet ist.
  12. 12. Bargeldloses Zahlungsmittel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das separate Beiblatt (1) des Scheckheftes Ziffern (5) trägt, die den Ziffern (4, 6) des Aufklebers (2) entsprechen und die nach Abziehen des Aufklebers (2) sichtbar sind.
  13. 13. Bargeldloses Zahlungsmittel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufkleber (2) zumindest in einem Teilbereich eine Durchschreibebeschichtung aufweisen.
  14. 14. Verfahren zum bargeldlosen Zahlungsverkehr, insbesondere mittels Scheckheft oder Kreditkarte, bei welchem eine Einrichtung zur Identifikation des Zahlungsmittels verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Identifikations-Einrichtung lösbar mit dem Zahlungsmittel verbunden wird, insbesondere nach Art des Anbringens eines Aufklebers.
  15. 15. Verfahren zum bargeldlosen Zahlungsverkehr nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Identifikations-Einrichtung in einer Beschriftungsreihe eines Schecks angeordnet wird und daß sie vor der Ausgabe des Schecks von der Bank an den Kunden mit den Endziffern des Schecks bedruckt wird.






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