Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der NL-A-73.16489
bekannt. In dieser bekannten Vorrichtung ist die Öffnung zur
Aufnahme des Halses des Vogels als Gabel ausgebildet, deren
innerste Kante mit dem Stababschnitt zusammenwirkt, welcher
sich relativ zur Laufrichtung sehr leicht spiralförmig
einwärts erstreckt.
Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine
verbesserte Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen.
Als Ergebnis ist die Vorrichtung nach der Erfindung durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1
gekennzeichnet.
Zum Entfernen der gebrochenen Halswirbel von dem
verbleibenden Wirbelsäulenabschnitt weist die Vorrichtung nach der
Erfindung grundsätzlich nur zwei wirksame Teile auf,
nämlich die sich mit dem Förderer mitbewegende Öf fnung zur
Aufnahme des Halses des Vogels und die stationäre
Druckeinrichtung mit einem Stababschnitt. Die kombinierte
Aktion beider Teile ist ausreichend, um den Hals wirksam zu
entfernen. Der Hals des zu behandelnden Vogels wird in der
Öffnung positioniert, wenn die Druckeinrichtung noch in
einiger Entfernung von der hinteren Kante der
Aufnahmeöffnung beabstandet ist. Nur nachdem die Druckeinrichtung die
hintere Kante dieser Öffnung erreicht hat (mit ihr in
Eingriff gerät), erfolgt die kombinierte Aktion dieser Teile
und die Halswirbel werden automatisch entfernt. Dies
bedeutet, daß die relative Bewegung zwischen der
Druckeinrichtung und der Aufnahmeöffnung kontinuierlich erfolgt und
daß beide Teile keine komplizierten Kelativbewegungen
ausführen müssen.
Die Führung sorgt für eine korrekte Positionierung des
Halses des zu behandelnden Vogels in der Aufnahmeöffnung.
Da sich die Druckeinrichtung an diese Führung anschließt,
geht diese Positionierung stufenlos in das Entfernen des
Halses über, wenn die rückwärtige Kante der Aufnahmeöffnung
den Stababschnitt erreicht.
Nach einer handlichen Ausführungsform der Vorrichtung nach
der Erfindung umfassen die Öffnungen V-förmige Ausnehmungen
am Umfang einer rotierenden Platte, deren
Umfangsgeschwindigkeit im wesentlichen der Fördergeschwindigkeit des
Förderers entspricht.
Im Ergebnis wird die kontinuierliche Relativbewegung
zwischen den Aufnahmeöffnungen und der Druckeinrichtung auf
einfache Weise durchgeführt. Der Förderer kann einer Bahn
folgen, die teilweise der Umfangsbahn der rotierenden
Platte entspricht. Jedoch ist es auch möglich, daß der
Förderer einer linearen Bahn folgt, welche im wesentlichen
tangential zur Umfangsrichtung der rotierenden Platte am
Ort der stationären Druckeinrichtung verläuft.
Nachfolgend wird die Erfindung mittels der Zeichnung
erläutert, in welcher eine Ausführungsform der Vorrichtung nach
der Erfindung beschrieben ist.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Vorrichtung nach der
Erfindung in perspektivischer Sicht und teilweise
schematisch und
Fig. 2 zeigen schematisch das Arbeitsprinzip der
Vorrichund 3 tung nach Fig. 1.
Fig. 1 zeigt eine Anzahl von gerupften, geköpften Vögeln
1,2 und 3, die alle mit ihren Beinen von einem Schäkel 4
eines Förderers 5 herabhängen, der nur schematisch durch
eine gepunktete Linie angedeutet ist.
Unterhalb des Förderers 5 ist eine Platte 7 angeordnet, die
um eine vertikale Achse 6 rotiert. Die Platte 7 weist an
ihrem Umfang eine Vielzahl von V-förmigen Ausnehmungen 8
auf, welche Aufnahmeöffnungen zur Aufnahme des Halses des
zu behandelnden Vogels bestimmen.
Die relative Lage des Förderers 5 und der Platte 7 ist
derart, daß die von den Vögeln beschriebene Bahn im
wesentlichen tangential zum Umfang der Platte 7 verläuft. Jedoch
ist natürlich auch eine Ausführungsform vorstellbar, in
welcher der Förderer 5 teilweise einer kreisförmigen Bahn
folgt, die einem Umfangsabschnitt der Platte 7 entspricht,
anstatt der in Fig. 1 gezeichneten linearen Bahn. Solch
eine teilweise kreisförmige Bahn des Förderers 5 ist an sich
aus mehreren Bearbeitungsvorrichtungen zur Bearbeitung von
Vögeln bekannt.
Unterhalb der rotierenden Platte 7 ist eine stationäre
Druckeinrichtung 9 vorgesehen, welche einen Stababschnitt
10 aufweist, der sich bezüglich der Platte 7 hauptsächlich
radial erstreckt, wobei der Stababschnitt mit einer
stationären Platte 11 verbunden ist, die sich parallel zur
rotierenden Platte 7 erstreckt. Die Oberseite dieses
Stababschnitts 10 und die Oberseite der stationären Platte 11
sind im wesentlichen in derselben Ebene gelegen (wie in den
Fig. 2 und 3 klar erkennbar ist).
Eine Führung 12, deren eines äußeres Ende außerhalb des
Umfangs der rotierenden Platte 7 gelegen ist, schließt sich
dem Stababschnitt 10 an. Diese Führung 12 schneidet die von
den Vögeln 1,2 und 3 beschriebene Bahn und leitet den Hals
dieser Vögel in die Ausnehmungen 8 der rotierenden Platte
7.
Beim Annähern an die rotierende Platte 7 erreicht der
herabhängende Hals 13 der Vögel 1,2 und 3 die Führung 12.
Die Synchronisation zwischen dem Förderer 5 und der
rotierenden Platte 7 ist derart ausgebildet, daß dieser Hals 13
in eine Ausnehmung der rotierenden Platte 7 mittels der
Führung 12 geleitet wird. Es sei hier bemerkt, daß die
Fördergeschwindigkeit des Förderers im wesentlichen der
Umfangsgeschwindigkeit der rotierenden Platte 7 entspricht.
Da die rotierende Platte 7 relativ zum Stababschnitt 10 der
stationären Druckeinrichtung 9 rotiert, wird die hintere
Kante 14 der Ausnehmung 8, die soeben einen Hals 13
aufgenommen hat, in einem bestimmten Augenblick über den
Stangenabschnitt 10 hinwegfahren. Es ist weiterhin zu beachten,
daß der Minimalabstand, der zwischen dieser rückwärtigen
Kante 14 der Ausnehmung 8 und dem Stababschnitt 10 der
Druckeinrichtung 9 auftritt, nur gerade ausreicht, um
die Halshaut des entsprechenden Vogels hindurch zu
lassen. Die Halswirbel 15, die in der Halshaut vorhanden
sind, sind zu groß, um zwischen der rückwärtigen Kante 14
und dem Stababschnitt 10 hindurchzuwandern, so daß als
Ergebnis der zusammenwirkenden Aktion beider Teile die
Halswirbel aus der Halshaut entfernt werden. In Fig. 1 sind
die Halswirbel 15 des Vogels 1 bereits aus dem Hals 13
entfernt worden.
Natürlich sind sowohl der Stababschnitt 10 als auch die
rückwärtige Kante 14 der Ausnehmung 8 leicht abgerundet, so
daß die Halswirbel entfernt werden können, ohne die
Halshaut zu beschädigen. Weiterhin ist anzumerken, daß die
Halswirbel vom verbleibenden Wirbelsäulenabschnitt des
Vogels durch einen vorhergehenden Brechvorgang bereits
gelöst worden sind.
Es ist weiter in Fig. 1 erkennbar, daß die rotierende
Platte 7 an ihren Umfangsabschnitten 16, die zwischen den
Ausnehmungen 8 gelegen sind, leicht nach unten gebogen ist. Im
Ergebnis wird die zusammenwirkende Aktion der rückwärtigen
Kante der Ausnehmung 8 und des Stababschnittes 10 der
Druckeinrichtung 9 weiter verbessert.
In den Fig. 2 und 3 ist die zusammenwirkende Aktion der
rückwärtigen Kante 14 und des Stababschnitts 10 wiederum
schematisch angegeben. In Fig. 3 sind der Hals 13 und die
darin enthaltenen Halswirbel 15 eines Vogels 17 in einer
Ausnehmung 8 der rotierenden Platte 7 aufgenommen. Der
Stababschnitt 10 befindet sich noch in einiger Entfernung
von der rückwärtigen Kante 14 der Ausnehmung 8. In Fig. 2
ist die Situation gezeigt, in welcher die rückwärtige Kante
14 den Stababschnitt 10 bereits passiert hat und in welcher
die Halswirbel 15 vom Hals 13 des Vogels bereits entfernt
worden sind. Der Abstand zwischen dem Stababschnitt 10 und
der rotierenden Platte 7 ist derart bemessen, daß der Hals
13 hindurchwandern kann, jedoch die Halswirbel 15 dieses
nicht können und daher vom Hals 13 entfernt werden.
Die Erfindung ist nicht auf die vorbeschriebene
Ausführungsform beschränkt, sondern kann weit variiert werden,
wie in den Ansprüchen beschrieben ist.