| Dokumentenidentifikation |
DE4203657A1 12.08.1993 |
| Titel |
Verfahren zur Herstellung eines zur Strömungsleitung bei Turbinen dienenden Zwischenbodens |
| Anmelder |
ABB Patent GmbH, 6800 Mannheim, DE |
| Erfinder |
Scholler, Hermann, 8500 Nürnberg, DE |
| DE-Anmeldedatum |
08.02.1992 |
| DE-Aktenzeichen |
4203657 |
| Offenlegungstag |
12.08.1993 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
12.08.1993 |
| IPC-Hauptklasse |
B23P 15/04
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| IPC-Nebenklasse |
F01D 3/04
B23H 7/02
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| IPC additional class |
// B23K 15/00
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| Zusammenfassung |
Es soll ein Verfahren geschaffen werden, das gegenüber den herkömmlichen Methoden, Zwischenböden mit Hilfe von gestanzten Halteblechen zu erstellen, wesentlich einfacher, schneller und bei höherer Qualität durchführbar ist. Es wird zunächst ein Profilring (5) erstellt, der durch eine in Strömungsrichtung liegende Nut (7) ein U-Profil besitzt, und bei dem Profilstücke (4) in die beiden freien Schenkel (52, 53) des U-Profils beidseitig fixiert eingesetzt sind. Anschließend wird der Profilring (5) zwischen einen inneren Ring (20) und einen äußeren Ring (30) eingefügt und mit beiden durch Elektronenstrahlschweißen vereinigt. Schließlich wird auf der durch einen Verbindungssteg (51) geschlossenen Seite des U-Profils eine Öffnung für das Strömungsmedium freigelegt.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
Die zwischen den einzelnen Läuferscheiben einer Turbine
angeordneten Zwischenböden haben die Aufgabe, das
Strömungsmedium, z. B. den Dampf einer Dampfturbine, im
richtigen Winkel mit der vorgebenen Geschwindigkeit auf
die rotierenden Turbinenschaufeln zu leiten.
Die bekannten Herstellungsverfahren für derartige
Zwischenböden sind sehr zeitaufwendig, erfordern
qualifiziertes Fachpersonal und führen leicht zu
Qualitätsmängeln.
So werden bei üblichen Fertigungsverfahren Haltebleche
mit einer Stärke von etwa 3 mm gestanzt, die ringförmig
angeordnet zur Befestigung gezogener Profilstücke dienen.
Die mit den Profilstücken versehenen Haltebleche werden
durch mehrfache Schweißoperationen mit einem inneren und
einen äußeren Haltering verbunden. In der Regel werden
hierbei zunächst die Profilstücke in den Halteblechen mit
Hilfe des WIG-Schweißverfahrens verschweißt. Nach
weiterer mechanischer Bearbeitung erfolgt eine
Flächenverschweißung mit Elektronenstrahl oder eine Lichtbogen-
Handschweißung, mit deren Hilfe die Haltebleche mit dem
inneren und dem äußeren Haltering verbunden werden.
Hierbei entstehen viele einzelne Arbeitsgänge, die zudem
teure Nacharbeit von Hand erfordern. Nachteilig ist auch
zu bewerten, daß bei den verwendeten Halteblechen von nur
3 mm Stärke ein Elektronenstrahlschweißen nicht immer
befriedigende Ergebnisse zeigt und eine dadurch
eingeschränkte Belastungsfähigkeit ein bedenkliches
Qualitätsproblem darstellt. Weiterhin lassen sich bei diesen
Verfahren die Strömungskanäle nicht oder nur sehr aufwendig
thermodynamisch optimimieren.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Herstellungsverfahren
zu schaffen, das durch programmgesteuerte
Fertigungsabläufe und eine Reduzierung der Anzahl einzelner
Arbeitsgänge einen geringeren Personalaufwand und schnelleren
Durchlauf ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1
gekennzeichneten Merkmale gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen und
Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind in den
Unteransprüchen genannt.
Erfindungsgemäß wird zur Herstellung eines Zwischenbodens
zunächst ein Profilring erstellt, der durch eine in
Strömungsrichtung liegende Nut ein U-Profil besitzt, und bei
dem die Profilstücke in die beiden freien Schenkel des U-
Profils so eingesetzt sind, daß sie beidseitig fixiert
die Nut überbrücken. Der vorgefertigte Profilring kann
anschließend zwischen einen inneren Ring und einen
äußeren Ring eingefügt werden. Durch Verschweißen des den
äußeren Schenkels des U-Profils bildenden Teils mit dem
äußeren Ring und des den inneren Schenkel des U-Profils
bildenden Teils mit dem inneren Ring erfolgt eine
Vereinigung der drei Teile. Bei diesem bereits weitgehend dem
Zwischenboden entsprechenden Teil wird schließlich auf
der durch einen Verbindungssteg geschlossenen Seite
zwischen den beiden freien Schenkeln des U-Profils eine
Öffnung für das Strömungsmedium freigelegt.
Bei einem so hergestellten Zwischenboden kann die Stärke
der Schenkel so optimiert werden, daß ein sicheres
qualitativ hochwertiges Elektronenstrahlschweißen möglich ist.
Schnellerer Durchlauf bei geringerem Personalaufwand wird
erreichbar. Weiterhin kann man dem Strömungskanal eine
nach thermodynamischen Anforderungen optimierte Form
geben.
Die Grundform des Profilrings kann auf einfache Weise aus
einem Blech oder einer Platte entsprechender Dicke durch
Schneidbrennen gewonnen werden. Dementsprechend wird die
Grundform zunächst einen im wesentlichen rechteckigen
Querschnitt besitzen, erhält jedoch anschließend durch
Ausdrehen oder Ausfräsen einer Nut den geforderten
U-förmigen Querschnitt. Diese Nut kann bei Bedarf eine
strömungsoptimale Form erhalten. Der Außen- und
Innendurchmesser des Profilrings wird zunächst vorgedreht, wobei
man mit einer Schnittzugabe von ca. 1 mm arbeitet.
Jetzt können die beiden freien Schenkel des U-Profils mit
einander gegenüberliegenden Durchbrüchen versehen werden,
die der Kontur der Profilstücke entsprechen und zum
Durchstecken der gezogenen Profilstücke geeignet sind.
Ein wesentlicher Vorteil im Sinne weitgehender
Automatisierung ist dadurch erreichbar, daß die Durchbrüche durch
Drahterodieren erzeugt werden. Damit das ebenfalls
automatisierte Einbringen des Erodierdrahtes erfolgen kann,
müssen zuvor im Bereich der Durchbrüche Startlöcher
gebohrt werden. Weiterhin ist es zweckmäßig, beim
Drahterodieren der Durchbrüche mit Haltestegen zu arbeiten, um
die Ausfallstücke zu sichern. Somit kann der gesamte
Ablauf des Erodierens der Durchbrüche programmgesteuert,
vollautomatisch erfolgen. Die Profilstücke können nun
über die Durchbrüche in den Profilring eingesetzt und
gesichert werden. Der mit Ubermaß versehene Profilring kann
schließlich bezüglich seines Innendurchmessers und seines
Außendurchmessers auf Sollmaß zur Vorbereitung der
Elektronenstrahlschweißnaht fertiggedreht werden.
Zur Sicherung der in den Profilring eingesetzten
Profilstücke gibt es verschiedene Möglichkeiten. So kann die
Nut mit einem niedrig schmelzenden Metall ausgegossen
werden, das bei späteren Arbeitsgängen durch Erhitzung
wieder zum Auslaufen gebracht wird. Eine andere
Möglichkeit besteht darin, die eingesetzten Profilstücke durch
einen Kleber in den Durchbrüchen zu fixieren. Eine
weitere sehr einfache und sichere Alternative ist es, die
Durchbrüche so auf die gezogenen Profilstücke
abzustimmen, daß sie zum Einfügen eingeschlagen werden müssen und
dann durch Preßsitz fixiert sind.
Die drei Bauelemente Innenring, Profilring und Außenring
werden üblicherweise durch Schrumpfsitz in der
Schweißtrennfuge für das Elektronenstrahlschweißen
zusammengefügt.
Um eine optimale Gestaltfestigkeit und Wärmeführung
während des Schweißvorgangs zu gewährleisten, ist die im
Profilring ausgebildete Nut während des Schweißens noch
nicht geöffnet. Diese im Profilring ausgebildete Nut
öffnet die zwischen den Profilstücken liegenden
Strömungskanäle nur einseitig, so daß zum Freilegen der
zweiten Öffnung der zwischen den freien Schenkeln des
U-Profils liegende Verbindungssteg entfernt werden muß. Beim
Ausdrehen kann der dabei entstehenden Öffnung eine
optimale thermodynamische Form gegeben werden.
Der nunmehr als geschlossener Ring vorliegende
Zwischenboden muß für die Montage in ein Unterteil und ein
Oberteil getrennt werden. Es ist zweckmäßig, die für die
spätere Verbindung von Ober- und Unterteil benötigten
Verbindungsmittel, z. B. die Bohrungen oder angeschweißte
Verbindungselemente, bereits vor der Trennung vorzusehen
und die Trennung dann durch einen sauberen Schnitt mit
Hilfe des Drahterodierens durchzuführen. In diesem Fall
kann auf das Aufschweißen einer Teilfuge verzichtet
werden. Nach einem eventuellen Dichtschleifen der
Trennfuge und einer Bearbeitung zur Labyrinthfixierung wird
der aus Unterteil und Oberteil zusammengefügte
Zwischenboden bezüglich seines Außendurchmessers und
Innendurchmessers auf Sollmaß gedreht.
Ein entscheidender Vorteil des Profilrings gegenüber
dünnen Stanzblechen ist, daß die beiden freien Schenkel des
U-Profils bezüglich ihrer Abmessungen optimiert werden
können. Es ist vorteilhaft, ihre Dicke so zu bemessen,
daß ein ungehindertes Elektronenstrahlschweißen möglich
ist, also ein Mindestmaß der Materialdicke nicht
unterschritten wird und andererseits ein Höchstmaß der
Schenkeldicke nicht überschritten wird, um ein schnelles
Drahterodieren zu gewährleisten. Schenkeldicken von 8 bis 10
mm ergeben hier einen günstigen Kompromiß.
Die Lage der im Profilring vorgesehenen Nut ist im
Prinzip frei wählbar, so daß sie entweder auf der Eintritts-
oder auf der Austrittsseite des Strömungsmediums liegen
kann. In der Praxis wird sich jedoch oft eine Lage der
Profilstücke axial außerhalb der Mitte zum Profilring
ergeben, die in Verbindung mit dem thermodynamisch zu
optimierenden Strömungskanal eine bevorzugte Lage der
freizulegenden zweiten Öffnung definiert.
Unter dem Gesichtspunkt der Rationalisierung des
Arbeitsablaufes ist es sehr wesentlich, daß alle
spanabhebenden und schneidenden Bearbeitungen bei der Erstellung
des Zwischenbodens programmgesteuert ablaufen können.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den
Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher
beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Teilstück eines Zwischenbodens in
Seitenansicht mit Blick auf die Strömungskanäle,
Fig. 2 den Zwischenboden nach Fig. 1 seitlich im
Schnitt mit eingesetztem Profilring,
Fig. 3 den Zwischenboden entsprechend Fig. 2 mit
verschweißtem Profilring und ausgedrehter Öffnung
für die Strömungskanäle,
Fig. 4 das gerundete Teilstück eines Profilrings nach
Fig. 1 entlang einer Ebene abgewickelt, mit
Durchbrüchen für die Profilstücke,
Fig. 5 der mit Verbindungsmitteln für die Halbierung
durch Drahterodieren vorgesehene Zwischenboden.
Die Fig. 1 bis 4 sollen verschiedene Schritte des
Arbeitsablaufes verdeutlichen, an dessen Ende der in Fig. 3
dargestellte, fertigbearbeitete Zwischenboden 9 steht.
Entscheidend für den Fertigungsablauf ist, daß als
Grundelement zur Strömungsleitung ein Profilring 5 mit einem
U-Profil verwendet wird. Der Profilring 5 mit seinen eine
Nut 7 einschließenden beiden freien Schenkeln 52, 53
definiert bereits einen wesentlichen Teil der Abmessungen
und Form der späteren Strömungskanäle 8.
Eine weitere Formgebung der Strömungskanäle 8 erfolgt nun
durch Einsetzen von gezogenen Profilstücken 4, die
beidseitig in den freien Schenkeln 52, 53 des Profilrings
5 verankert werden. Das Einsetzen der Profilstücke 4 wird
mit Hilfe von Durchbrüchen 6 ermöglicht, die dem Profil
der Profilstücke 4 entsprechen und einander
gegenüberliegend in den beiden freien Schenkel 51, 53 so
angeordnet sind, daß die Profilstücke eingesteckt werden
können.
Ein wesentlicher Vorteil dieses Aufbaus ist, daß das
Ausnehmen der Durchbrüche 6 mit Hilfe einer
Drahterodiermaschine geschehen kann. Hierzu werden, wie Fig. 4 zeigt,
zunächst im Bereich der späteren Durchbrüche 6
Startbohrungen 61 in die beiden freien Schenkel 52, 53 gebohrt
und anschließend kann das Drahterodieren erfolgen, wobei
der Schnitt genau entlang der auszuschneidenden Kontur
geführt wird. Das Belassen eines Haltestegs verhindert
dabei ein unkontrolliertes Herausfallen des
Schnittstückes. Das Drahterodieren ermöglicht nicht nur einen
sauberen Schnitt, der keiner Nachbearbeitung bedarf, sondern
kann, beginnend mit einem automatischen Einfädeln in die
jeweilige Startbohrung 61, vollautomatisch nach einem
durch CAM vorgegebenen Programm ablaufen. Somit kann der
Fertigungsablauf weitgehend ohne Personal mit einer
Nutzung von über 100 Stunden pro Woche gestaltet werden.
Stellt man auch die Profilstücke 4 drahterodiert her, so
können thermodynamisch optimierte Sonderprofile
realisiert werden.
Zum Fertigdrehen des Innen- und Außendurchmessers des
Profilrings 5 müssen die eingesetzten Profilstücke 4
gesichert werden. Dies geschieht vornehmlich durch Preßsitz
der Profilstücke in den erodierten Durchbrüchen,
alternativ durch Ausgießen der späteren Strömungskanäle 8, mit
einem niedrig schmelzenden Metall oder durch einen
Kleber. In jedem Fall müssen ausgehend von dem mit
Profilstücken 4 versehenen Profilring 5 die zwischen den
Profilstücken 4 liegenden Strömungskanäle 8 noch geöffnet
werden. Hierzu wird ein zwischen den beiden freien
Schenkeln 52, 53 des U-Profils liegender Verbindungssteg 51
entfernt und die entstandene Öffnung in die gewünschte
thermodynamische Form gebracht.
Der mit Profilstücken 4 versehene Profilring 5 muß
zwischen einen inneren Ring 20 und einen äußeren Ring 30
eingefügt werden. Dies geschieht durch Schrumpfen, wobei
zunächst der äußere Ring 30 auf Schrumpftemperatur
erwärmt und dann der Profilring 5 eingesetzt wird. Sofern
die Profilstücke 4 mit niedrig schmelzendem Metall
gesichert wurden, kann durch die Übernahme der Wärme beim
Schrumpfen das niedrig schmelzende Metall wieder
auslaufen. An den ersten Schrumpfvorgang schließt sich ein
zweiter an, wobei nunmehr der äußere Ring 30 und der
Profilring 5 gemeinsam erwärmt werden, so daß sich nun auch
der innere Ring 2 einsetzen läßt. Die durch Schrumpfen
verbundenen drei Ringe (20, 30, 5) nach Fig. 2 können
schließlich durch Elektronenstrahlschweißung (12, 13) zu
einer formstabilen Einheit mit einem Außenring 3 und
einem Innenring 2 vereinigt werden.
Es ist von Vorteil, die Strömungskanäle erst jetzt, wie
in Fig. 3 dargestellt, auf ihrer am U-Profil
geschlossenen Seite zu öffnen, indem der zwischen den beiden freien
Schenkeln 52, 53 liegende Verbindungssteg 51 entfernt
wird. Prinzipiell hätte das zwar schon nach dem Fixieren
der Profilstücke 4 im Profilring 5 geschehen können, doch
könnte das bei konisch ausgeformten, thermodynamisch
geformten Strömungskanälen zu einer Schwächung der beiden
freien Schenkel 52, 53 des U-Profils führen, was sich
nachteilig auf den späteren Schweißvorgang auswirken
würde. Wesentlich ist, daß das U-Profil exakt
rechtwinklige Schweißnähte ermöglicht, da die Schweißnähte nicht
von der Form des Strömungskanals abhängig sind, sondern
dieser erst nachträglich den Erfordernissen entsprechend
ausgedreht wird.
In diesem Zustand bietet sich an, wie in Fig. 5
verdeutlicht, den Zwischenboden 9 durch einen Trennschnitt 94 in
die Teilstücke 91, 92 zu halbieren. Geschieht dies mit
dem Drahterodierverfahren, bei dem die Spaltbreite auf
ca. 0,4 mm begrenzt ist, kann auf ein Aufschweißen der
Teilfuge verzichtet werden. Zweckmäßig ist es, noch vor
dem Halbieren des Zwischenbodens 9 an diesen in
entsprechender Lage Verbindungsmittel, wie z. B. Bohrungen
vorzusehen, die ein späteres paßgenaues Verbinden ermöglichen.
Nach einem Schleifen der Teilfuge zur Gewährleistung
einer ausreichenden Dampfdichtheit, kann eine Bearbeitung
der Labyrinthfixierung erfolgen und schließlich der
Außen- und Innendurchmesser des mit einer Schnittzugabe von
etwa 1 mm versehenen Zwischenbodens 9 fertiggedreht
werden.
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| Anspruch[de] |
- 1. Verfahren zur Herstellung eines zur
Strömungsleitung bei Turbinen dienenden Zwischenbodens (9), bei dem
stromungsleitende Profilstücke (4) zwischen einem
Innenring (2) und einem Außenring (3) so befestigt sind, daß
das Strömungsmedium auf rotierende Turbinenschaufeln
geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß
- - zunächst ein Profilring (5) erstellt wird, der
durch eine in Strömungsrichtung liegende Nut (7) ein
U-Profil besitzt, und bei dem die Profilstücke (5)
in die beiden freien Schenkel (52, 53) des U-Profils
so eingesetzt sind, daß sie beidseitig fixiert die
Nut (7) überbrücken
- - anschließend der Profilring (5) zwischen einem
inneren Ring (20) und einem äußeren Ring (30)
eingefügt und mit beiden so verschweißt wird, daß der den
äußeren Schenkel (52) des U-Profils bildende Teil
mit dem äußeren Ring (30) zum Außenring (30)
vereinigt ist und der den inneren Schenkel (53) des U-
Profils bildende Teil mit dem inneren Ring (20) zum
Innenring (20) vereinigt ist,
- - und schließlich auf der durch einen
Verbindungssteg (51) geschlossenen Seite zwischen den beiden
freien Schenkeln (52, 53) des U-Profils eine Öffnung
für das Strömungsmedium freigelegt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Grundform des Profilrings (5) aus einem
Blech oder einer Platte entsprechender Dicke durch
Schneidbrennen gewonnen wird und aus dieser Grundform
durch Drehen der Nut (7) sowie durch Drehen auf den
vorgegebenen Innen- und Außendurchmesser, vorzugsweise mit
einer Schnittzugabe von etwa 1 mm, die vorläufige Form
des Profilrings (5) geschaffen wird.
- 3. Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden freien
Schenkel (52, 53) des U-Profils mit einander
gegenüberliegenden Durchbrüchen (6) versehen werden, die der Kontur der
Profilstücke (5) entsprechen und zum Durchstecken der
gezogenen Profilstücke (5) geeignet sind.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Durchbrüche durch Drahterodieren,
vorzugsweise Schrupperodieren, geschaffen werden und zum
Einführen des Erodierdrahtes im Bereich jedes Durchbruchs (6)
ein Startloch (61) gebohrt wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß beim Drahterodieren der Durchbrüche (6) mit
Haltestegen gearbeitet wird, um die Ausfallstücke zu
sichern.
- 6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß nach einem automatisierten Einsetzen des
Erodierdrahtes in die Startlöcher (61) das Ausschneiden
der Durchbrüche (6) programmgesteuert erfolgt.
- 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilstücke (4)
über die Durchbrüche (6) in den Profilring (5) eingesetzt
und gesichert werden.
- 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Sicherung der in den Profilring (5)
eingesetzten Profilstücke (4) die Nut (7) mit niedrig
schmelzendem Metall ausgegossen wird, und dieses Metall bei
späteren Arbeitsgängen durch Erwärmung wieder ausläuft.
- 9. Verfahren nach dem Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Sicherung der in den Profilring (5)
eingesetzten Profilstücke (4) diese durch einen Kleber in
den Durchbrüchen (6) fixiert sind.
- 10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Sicherung der Profilstücke (4) die
Durchbrüche (6) so auf die gezogenen Profilstücke (4) abgestimmt
sind, daß diese zum Einfügen eingeschlagen werden müssen
und anschließend im Preßsitz fixiert sind.
- 11. Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einfügen des
Profilrings zwischen dem äußeren Ring (30) und dem inneren Ring
(20) zunächst ein Aufschrupfen des äußeren Ringes (30)
auf dem Profilring (5) und dann ein Aufschrumpfen dieser
beiden Ringe (30, 5) auf den inneren Ring (20) erfolgt.
- 12. Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinigung des
Profilrings (5) mit dem äußeren Ring (30) und dem inneren
Ring (20) durch Elektronenstrahlschweißen erfolgt.
- 13. Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch Drehen der den
Außenring (3) mit dem Innenring (2) verbindende
Verbindungssteg (51) entfernt wird und die dadurch entstehende
Öffnung des Strömungskanals (8) in die vorgegebene Form
gebracht wird.
- 14. Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach einem Anbringen zur
späteren Verbindung dienender Verbindungsmittel (93), an
einer entsprechenden Stelle ein Trennen des
Zwischenbodens (9) in ein Unterteil (91) und ein Oberteil (92),
vorzugsweise durch Drahterodieren, erfolgt.
- 15. Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach einem
Dichtschleifen der Trennfuge (94) und einer Bearbeitung zur
Labyrinthfixierung der aus Unterteil (91) und Oberteil (92)
zusammengefügte Zwischenboden (9) bezüglich seines
Außendurchmessers und Innendurchmessers auf Sollmaß gedreht
wird.
- 16. Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die den Profilring (5)
bildenden beiden freien Schenkel (52, 53) des U-Profils
einerseits so bemessen sind, daß ein ungehindertes
Elektronenstrahlschweißen möglich ist, also bezüglich ihrer
Dicke ein Mindestmaß nicht unterschritten wird und
andererseits eine Höchstmaß nicht überschritten wird, um ein
schnelles Drahterodieren zu gewährleisten, wobei
vorzugsweise eine Schenkeldicke von 8 bis 12 mm vorgesehen ist.
- 17. Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungssteg (51)
des U-Profils und damit die freizudrehende Öffnung für
den Strömungskanal (8) den Umständen entsprechend auf der
Eintrittsseite (A) oder Austrittsseite (B) des
Strömungsmediums liegt.
- 18. Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die spanabhebenden und
schneidenden Bearbeitungen bei der Erstellung des
Zwischenbodens (9) programmgesteuert ablaufen.
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