Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen und Kühlen von
feuchten Kristallzuckermassen, insb. feiner Korngröße, von Fructose, Dextrose oder
dgl. mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung
zum Ausführen dieses Verfahrens.
Es ist eine Vorrichtung (Prospekt der Firma FMC Corp., Colmar, PA)
bekannt, die eine langgestreckte, im wesentlichen horizontal ausgerichtete Trommel
aufweist, an deren einem Ende die feuchte Zuckermasse mit Hilfe eines Schneckenförderers
aufgegeben wird. Die Trommel besteht aus einem äußeren Trommelkörper, in dem ein
innerer Trommelkörper angeordnet ist, dessen Querschnittsdurchmesser sich vom Eintragsende
bis zum Austragsende der Trommel hin kontinuierlich erweitert, wodurch die Zuckermasse
beim langsamen Drehen der Trommel eine kleine Wanderungskomponente in Richtung
der Trommelachse erhält. Die innere Trommel wird durch eine Vielzahl von schuppenartig
sich in Drehrichtung überlappenden Lüftungsklappen gebildet, die eine Vielzahl
von Lüftungsspalten begrenzen, durch die Trocknungs- bzw. Kühlluft aus dem Zwischenraum
zwischen den beiden Trommeln in das Trommelinnere eintreten kann. Die Lüftungsklappen
sind am Innenumfang des äußeren Trommelkörpers mittels radialer Stege befestigt,
so daß der Zwischenraum zwischen den beiden Trommeln von einer Vielzahl von in
Umfangsrichtung voneinander getrennten, zur Achse der Trommel parallelen Luftführungskanälen
begrenzt wird. Der Betrieb der Trommel erfolgt so, daß sich in Abhängigkeit von
der aufgegebenen Zuckermasse ein Zuckerstrom in der Trommel bildet, der im wesentlichen
etwa im unteren Drittel der Trommel verbleibt. Der Zuckerstrom wird dabei von
den Luftklappen der inneren Trommel unterstützt. Wenn die Trommel langsam rotiert¸
wandern die Zuckerteilchen durch eine Rollbewegung längs der freien Oberfläche
des in eine Umwälzbewegung versetzten Zuckerstromes auf einem spiralförmigen Weg
hin zum Abgabeende der Trommel. Am Eintrittsende der Trommel sind in dem Bereich
des Trommelumfanges, der von dem Zuckerstrom bedeckt ist, gestellfeste Zuführungseinrichtungen
für erhitzte Trocknungsluft und für Kühlluft so angeordnet, daß zunächst die erhitzte
Trocknungsluft nur in den ersten Teil der Trommel, die Trocknungszone, eintritt,
während die Kühlluft nur in den letzten Teil der Trommel, die Kühlzone, eintreten
kann. Außerdem sind die gestellfesten Luftzuführungen so angeordnet, daß die Luft
nur jeweils in die zwischen benachbarten Lüftungsklappen und ihren Stegen gebildeten
Längskanäle eintreten kann, die sich jeweils gerade unter dem Zuckerstrom befinden,
so daß die Trocknungsluft und die Kühlluft jeweils in das Innere der Trommel nur
durch den Zuckerstrom eintreten kann.
Aufgrund der Fließfähigkeit der Zuckermasse bildet diese in der Trommel
auf der Oberseite des Zuckermassenstromes eine ebene Grenzfläche die in Form einer
Sekante dem Trommelquerschnitt zugeodnet ist. Das bedeutet, daß die Zuckermasse
in jeder Querschnitts fläche der Trommel eine ungleichförmige Schichtdicke aufweist,
nämlich eine Schicht mit der Querschnittsform eines Kreisabschnittes. Die Bereiche
größerer Dicke der Schicht bilden damit einen erhöhten Strömungswiderstand für
die Luft. Da sich die Zuckermasse im übrigen in Form eines kompakten Stromes durch
die Länge der Trommel bewegt, ergibt sich nur eine geringe Trocknungs- und Kühlleistung.
Die Zuckermassen bedürfen daher einer relativ großen Verweilzeit in der Trommel,
um ausreichend getrocknet und gekühlt zu werden.
Es ist bekannt, daß mit zunehmender Vereinzelung der Teilchen eines
Schüttgutstromes der Wärme- und Stoffübergang und damit auch die Leistung gesteigert
werden. Bedarf es für die Vereinzelung der Partikelchen eines höheren Aufwandes
oder längerer Zeit, so steigt auch die notwendige Verweilzeit der Teilchen in der
Trommel erheblich. Dies gilt insb. bei backigem Feuchtgut, wie Naßzucker feiner
Korngröße von z.B. 0,35 mm, wie sie bei Fructose, Dextrose oder dergleichen üblich
ist. Abrieselnde Klumpen der Zuckermasse bieten der Luft nur eine kleine wirksame
Angriffsfläche und benötigen entsprechend lange Zeit, bis sie zerfallen und ihre
Einzelteile getrocknet und gekühlt sind.
Auch bei der Kühlung des Zuckerstromes treten erhebliche Probleme
bezüglich der Kühlleistung auf. Dabei ist zu beachten, daß die Geschwindigkeit
der im Gegenstrom zu der Zuckermasse fließenden Kühlluft in der Trommel dadurch
begrenzt wird, daß möglichst wenig Abrieb an den Zuckerteilchen auftreten soll
und möglichst wenig Zuckerteilchen mit der Luft ausgetragen werden. Die Begrenzung
der Kühlleistung macht sich insb. bei Trocknungskühlern bemerkbar, bei denen man
zur Erhöhung der Zuckerdurchsatzleistung die Trommel von üblichen Kreuzeinbauten
auf sogenannte Hubschaufeleinbauten umstellt. Solche Hubschaufeln, die das Gut
anheben und zum Abrieseln über den Querschnitt der Trommel bringen, sind allgemein
bekannt. Die Gefahr des Mitreißens von Zuckerteilchen aus den abrieselnden Zuckermassen
durch die Kühlluft ist dabei besonders groß.
Ferner ist es bekannt, daß man fließfähiges Gut besonders schonend
in sogenannten Wirbelschichtverfahren trocknen kann. Solche Wirbelschichtverfahren
werden in großem Umfange bei der Herstellung von Instant-Produkten eingesetzt,
bei denen unter gleichzeitiger Trocknung des aufgegebenen Bindemittels eine Granulatbildung
erfolgt.
Die Praxis hat jedoch gezeigt, daß die bekannten Verfahren und Vorrichtungen
zum Kühlen und Trocknen zu einer erheblichen Leistungsbegrenzung sowohl in der
Trocknungszone als auch in der Kühlzone der Trommel führen.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, die Trocknungsleistung und Kühlleistung
bei dem eingangs genannten Verfahren wesentlich zu steigern, ohne die Abmessungen
der Trommel zu vergrößern, wobei gleichzeitig die höhere Leistung möglichst mit
geringeren Luftströmungsgeschwindigkeiten erreicht werden soll.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Kennzeichens des Anspruchs
1 gelöst.
Wesentlich ist dabei, daß die aufzugebende feuchte Zuckermasse bereits
auf ihrem Wege zum Eintrittsende der Trommel zu einer dünnen Schicht auseinandergezogen
wird, wobei vorhandene Klumpen oder Agglomerate bereits zu einem erheblichen Teil
aufgelöst werden. Diese ausgebreitete dünne Schicht wird dann in einem großflächigen
Schleier in einer Ebene im wesentlichen quer zur Achse der Trommel über nahezu
die ganze Trommelhöhe abgerieselt, wobei der Schleier im wesentlichen senkrecht
und über seine ganze Flächenausdehnung von der Trocknungsluft angeblasen wird.
Auf diese Weise erfolgt auf mechanischem Wege eine Freilegung der Teilchenoberflächen
für den Angriff der Trocknungsluft, so daß diese mit außerordentlich hoher Wirksamkeit
schon bei der Einführung der feuchten Masse einen Großteil der Feuchtigkeit aufnehmen
und abführen kann. Dazu ist nur eine relativ geringe Geschwindigkeit der Trocknungsluft
erforderlich. Dadurch wird bereits in der Trocknungszone eine außerordentlich hohe
Trocknungsleistung ohne Vergrößerung der Abmessungen der Trocknungszone und bei
geringerer Strömungsgeschwindigkeit der Trocknungsluft erzielt. In der Kühlzone
wird von der als besonders wirksam bekannten Kühlung der Zuckermassen duch Abrieseln
von Hubschaufeln über einen wesentlichen Teil der Querschnittshöhe der Trommel
ausgegangen, wobei sichergestellt wird, daß die abrieselnden Zuckerteilchen von
einem Fluidisierungsbett aufgefangen werden, das großflächig in der Kühlzone entlang
einer unter der Trommelachse liegenden horizontalen Ebene angeordnet ist. Die Anordnung
des Fluidisierungsbettes auf einer entlang einer Sekante des Trommelquerschnittes
orientierten Ebene sorgt dafür, daß die Schichthöhe in dem Fluidisierungsbett sowohl
in Längsrichtung der Trommel als auch quer dazu gleichförmig ist, so daß die Kühlluft
in allen Bereichen dieses Fluidisierungsbettes gleich wirksam an den Zuckerteilchen
angreifen kann. Dabei werden die Zuckerteilchen nicht in einem mehr oder weniger
kompakten Strom zusammengehalten, der sich spiralförmig zum Austrittsende der
Trommel wälzt, wie dies bei dem bekannten eingangs behandelten Trockner und Kühler
der Fall ist. Vielmehr verweilen die Zuckerteilchen in fein verteilter fluidisierter
Form in dem Fluidisierungsbett, bevor sie bevorzugt nach einer Seite zur Trommelinnenwand
hin abwandern und von den umlaufenden Hubschaufeln erneut erfaßt, angehoben und
zum Abrieseln gebracht werden.
Durch das Auffangen der abrieselnden Zuckerteilchen wird aber zugleich
auch die mechanische Beanspruchung der Zuckerteilchen außerordentlich herabgesetzt,
so daß der Abrieb klein bleibt.
Durch das Auffangen der Zuckerteilchen in einem Fluidisierungsbett
wird aber vor allem auch die Kühlleistung wesentlich gesteigert. Die Folge ist,
daß bei geringen Abmessungen der Kühlzone eine hohe Kühlleistung erzielt wird
und man dabei trotzdem die Kühlluftgeschwindigkeit gegenüber den üblichen Kühlern
wesentlich herabsetzen kann bis deutlich unter Werte von 2,5 m/Sek. und bevorzugt
um Werte von etwa 1,75 m/Sek.
Weitere vorteilhafte Verfahrensmaßnahmen ergeben sich aus den Ansprüchen
2 bis 4.
Die vorrichtungsgemäße Lösung der Erfindung erfolgt durch die Lehre
der Ansprüche 5 und/oder 6. Bevorzugt werden die Maßnahmen der Ansprüche 5 und
6 gemeinsam an einer Vorrichtung angewandt, da dadurch die Leistung dieser Vorrichtung
sehr erheblich gesteigert werden kann.
Weitere vorteilhafte Merkmale der Vorrichtung ergeben sich aus den
Unteransprüchen 7 bis 14.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen an
einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1 in schematischer Seitenansicht, teilweise aufgeschnitten, eine Vorrichtung
zum Trocknen und Kühlen gemäß der Erfindung,
- Fig. 2 im größeren Maßstabe und im Schnitt das Aufgabeende der Vorrichtung nach
Fig. 1,
- Fig. 3 eine Draufsicht auf das Aufgabeende nach Fig. 2,
- Fig. 4 im Längsschnitt den Kühlzonenbereich der Vorrichtung nach Fig. 1 und
- Fig. 5 im Querschnitt und größerem Maßstabe die Kühlzone der Vorrichtung gemäß
Fig. 4.
Die insgesamt mit 1 bezeichnete Vorrichtung nach Fig. 1 weist eine
langgestreckte Trommel 2 auf. Die Achse 11 der Trommel 2 ist gegenüber der Horizontalen
entsprechend dem Winkel 12 leicht fallend angeordnet, so daß das Austragende 10
etwas niedriger liegt als das Aufgabeende 9 der Trommel.
Die feuchten Zuckermassen werden an dem Aufgabeende 9 der Trommel
2 durch eine Aufgabeeinrichtung 5 zugeführt. An diesem Ende wird axial gemäß dem
Pfeil 6 auch die zumeist temperierte Trocknungsluft zugeführt. In der Trocknungszone
3 ist die Wanderungsrichtung von Trocknungsluft und Zuckermasse gleichgerichtet.
In der Kühlzone 4 ist ein Kühlluftkasten 15 angeordnet. Die Kühlluft
wird von der Seite des Austragsendes 10 her sowohl dem Querschnitt der Trommel
2 als auch dem Kühlluftkasten 15 entsprechend den Pfeilen 7 zugeführt. Die getrocknete
und gekühlte Zuckermasse wird in Richtung des Pfeiles 8 ausgetragen.
Die Trocknungsluft und die Kühlluft werden in der Trommelmitte von
einer Einrichtung 13 aufgenommen, die die Abluft spiralförmig in Richtung des Pfeiles
14 ableitet.
Die Trommel 2 wird um ihre Achse 11 mit langsamer Drehzahl angetrieben.
In Figur 2 ist das Aufgabeende 9 der Trommel 2 im Längsschnitt gezeigt.
Dieses Ende ist durch eine gestellfeste Leiteinrichtung in Form eines Leitkörpers
24 verschlossen, der mit einer Quelle für Trocknungsluft verbunden werden kann.
Die Leiteinrichtung 24 ist mit der rotierenden Trommel über eine Gleitdichtung
verbunden. Der gestellfeste Leitkörper wird durchdrungen von Förderrinnen 28,29,
die im dargestellten Beispiel in zwei horizontalen Ebenen übereinander verlaufen.
Außerhalb der Leiteinrichtung 24 reichen die Förderrinnen 28,29 in einen Aufgabetrichter
der Aufgabeeinrichtung 5. Der Aufgabetrichter ist durch eine Trennwand 27 in zwei
Bereiche unterteilt, über die die Beschickung jeweils eines Förderers 28 bzw. 29
erfolgt. Durch Streichkanten, die bis dicht auf den jeweiligen Förderer 28 bzw.
29 reichen (siehe z.B. das untere Ende der Trennwand 27) wird erreicht, daß die
Zuckermasse auf jedem ebenen horizontalen Förderer 28,29 in dünner Schicht ausgebreitet
wird, wobei Zuckerklumpen oder dgl. bereits mechanisch zum teilweisen Zerfallen
gebracht werden. Auf den Förderern 28,29, von denen in Figur 2 zwei gezeigt sind
und von denen aber auch drei oder mehr vorgesehen sein können, werden die jeweiligen
Zuckermassen in dünnen Schichten auf ihrem Weg in das Innere der Trommel 2 in Querrichtung
weiter ausgebreitet. Dabei gelangt die feuchte Zuckermasse jeweils zu einer Rieselkante
30 bzw. 31, über die das Gut über nahezu die ganze Querschnittsbreite und die
ganze Querschnittshöhe der Trommel 2 großflächig und schleierförmig abrieselt.
Die Rieselkanten 30 und 31 sind sowohl in Richtung der Querschnittshöhe als auch
in Richtung der Achse 11 der Trommel 2 gegeneinander versetzt, so daß getrennte
Schleier im ge genseitigen Abstand und parallel zueinander entstehen. In einigen
Fällen genügt es auch, wenn nur ein Förderer mit einer einzigen Rieselkante vorgesehen
ist.
Der Trocknungsluftstrom wird durch die Leiteinrichtung 24 und ggf.
durch weitere Einbauten 22, wie Leitbleche, beim Eintritt in das Aufgabeende 9
der Trommel 2 so aufgeweitet, daß die Luft in gleichförmiger Strömung die Schleier
über deren ganze Flächenausdehnung etwa senkrecht an- und durchströmt.
Die feuchte Zuckermasse, welche dem Zuführungstrichter entsprechend
dem Pfeil 25 zugeführt wird und schleierförmig in das Innere der Trommel 2 abrieselt,
wandert nachfolgend in üblicher Weise durch die Trocknungszone 3, die mit entsprechenden
Einbauten 21,23 in Form von Stegen ausgerüstet sein kann. Die Trocknungsluft wird
dann in der Einrichtung 13 nach Fig. 1 aufgenommen und abgeführt, während die getrocknete
Zuckermasse durch die Einrichtung 13 hindurch aus der Trocknungszone 3 in die Kühlzone
4 übertritt.
In der Kühlzone 4 weist die Trommel 2 an ihrer Innenwand einen Kranz
von Hubschaufeln 45 auf, deren nach innen gerichtete Kanten eine gemeinsame Bahn
überstreichen, die strichpunktiert bei 46 in Fig. 5 angedeutet ist.
Die im unteren Teil der Trommel 2 befindlichen Zuckermassen werden
von den Hubschaufeln 45 erfaßt und bis nahe zum höchsten Punkt der Trommel 2 angehoben.
Die Zuckerteilchen beginnen schon vor Erreichen des höchsten Punktes von den Hubschaufeln
45 in dünnem Schleier abzurieseln, wobei sie über die Querschnittshöhe der Trommel
2 frei nach unten fallen. Dem Austragende 10 der Trommel 2 wird über den Querschnitt
verteilt Kühlluft entsprechend dem Pfeil 7 zugeführt, welche in freier Strömung
die abrieselnden Zuckerschleier durchströmt.
Unterhalb der Trommelachse 11 ist entlang einer Sekante des Trommelquerschnittes
die ebene und annähernd horizontal angeordnete Oberseite 40 eines Kühlluftkastens
15 vorgesehen. Die Oberseite 40 des Kühlluftkastens 15 ist so mit Öffnungen versehen
und wird entsprechend dem Pfeil 7 in Fig. 4 mit einer solchen volumetrischen Leistung
mit Kühlluft beschickt, daß sich in Abhängigkeit von der Korngröße der Zuckerteilchen
auf der Oberseite 40 des Kühlluftkastens 15 ein Fluidisierungsbett 42 aus Zuckerteilchen
ausbilden kann. Aus Figur 5 erkennt man, daß aufgrund der Ausbildung und Anordnung
des Kühlluftkastens 15 das Fluidisierungsbett 42 über seine ganze Längs- und Querausdehnung
gleichbleibende Dicke aufweist, so daß überall innerhalb des Bettes gleiche Strömungsverhältnisse
und damit auch gleiche Kühlwirkungen vorliegen.
In dem dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Fluidisierungsbett
42 in Richtung der Achse 11 der Trommel 2 durch querverlaufende Wehre 41 in eine
Mehrzahl von Bettabschnitten unterteilt, die voneinander unabhängig sind. die Anordnung
ist so getroffen, daß die Teilchen aus einem Bettabschnitt im allgemeinen nicht
über die Oberkante 41a des jeweiligen Wehres 41 in einen angrenzenden Bettabschnitt
übertreten können. Jeder Fluidisierungsbettabschnitt ist nur nach oben und nach
der in Figur 5 durch den Pfeil 51 gekennzeichneten Seite des Trommelumfanges hin
offen, auf der die Hubschaufeln 45 eine absteigende Bewegung ausführen.
In einzelnen oder allen Abschnitten des Fluidisierungsbettes 42 können
Wärmetauscher 50 angeordnet sein, welche von einem Kühlmittel durchflossen werden
und mit denen die Kühlluft und die Zuckerteilchen in direkten Kontakt treten können.
Aufgrund der gleichförmigen Schichtdicke und des lockeren Zustandes
der Zuckermasse im Fluidisierungsbett 42 wird eine außerordentlich hohe Kühlleistung
im Bereich des Fluidisierungsbettes erreicht. Gleichzeitig werden die von den
Hubschaufeln 45 herabrieselnden Zuckerteilchen zuverlässig und schonend von dem
Fluidisierungsbett 42 aufgefangen. Durch Anzahl und Verteilung der Wehre 41 kann
die Verweilzeit der Zuckermassen in den Fluidisierungsbettabschnitten und damit
insgesamt in der Trommel 2 im hohen Maße variiert und beeinflußt werden.
Die Kühlluft wird dem Querschnitt der Kühlzone 4 und dem Kühlluftkasten
15 getrennt zugeführt, so daß unabhängig von der Kühlluftwirkung in der Kühlzone
4 das Fluidisierungsbett 42 über die Kühlluftzufuhr zu dem Kühlluftkasten 15 gesteuert
werden kann. Aufgrund der hohen Kühlleistung im Fluidisierungsbett 42 kann die
Gesamtkühlluftleistung so abgestimmt werden, daß sich in der Kühlzone 4 nur eine
vergleichsweise geringe Luftströmungsgeschwindigkeit ergibt. So kann z.B. erreicht
werden, daß die Kühlluft beim Übertritt in die Einrichtung 13 zum Abführen der
Abluft eine Geschwindigkeit aufweist, die deutlich unter 2,5 m/Sek. liegt. Bevorzugt
wird die Anordnung so getroffen, daß die Kühlluftgeschwindigkeit nur im Bereich
von 1,75 m/Sek. liegt.