Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Speisung eines
insbesondere zur Stromversorgung von Zäunen bestimmten Kabels
oder eines äquivalenten elektrischen Leiters mit elektrischer
Energie.
Aus der Druckschrift FR-A-1 582 799 ist die Verwendung einer
solchen Vorrichtung, umfassend einen Transformator, der mit
einer mit einem Stromerzeuger verbundenen Primärwicklung und
mit einer Sekundärwicklung, mit der ein Ende des Kabels
verbunden ist, versehen ist; einen Schalter; und einen ersten
Stromgleichrichter wie eine Diode, die in Flußrichtung in
bezug auf den von der Sekundärseite des Transformators zum
Kabel fließenden Strom leitend angeordnet ist, wobei dieser
erste Cleichrichter in Reihe zwischen der Sekundärseite des
Transformators und besagtem Ende des Kabels geschaltet ist,
bekannt.
Die Druckschrift FR-A-1 280 381 zeigt die Verwendung einer
ntladeeinrichtung, die parallel zu den Anschlüssen eines
Stromgleichrichters (Diode) angeordnet ist, um von vornherein
einen erhöhten Schutz des Gleichrichters gegen
Überspannungsstöße zu erhalten.
Es bleibt indessen als Tatsache, daß sich, wenn bei solchen
Vorrichtungen ein längerer Kurzschluß eintritt
(beispielsweise durch Herabfallen von Geäst auf das Leiterkabel
hervorgerufen), die Funktion dieser Vorrichtung ändert, weil
der Impedanzabfall eine verhältnismäßig schnelle Entladung
des Generators hervorruft. Nach kurzer Zeit führt das Kabel
keinen Strom mehr. In Anbetracht der praktischen
Verwendungsbedingungen hat es sich im übrigen erwiesen, daß die Bauteile
unter den Speisungsschwankungen, die mitunter schwerwiegend
und plötzlich sind, leiden. Ihre Zuverlässigkeit ist somit
teilweise verbesserungswürdig.
Die Erfindung zielt insbesondere darauf, diese Mängel
abzustellen.
Zu diesem Zweck schlägt sie deshalb vor, die vorrichtung nach
der Druckschrift FR-A-1 582 799 zu verbessern, indem man ihr
hinzufügt:
- einen ersten Entlader, der an den Anschlußklemmen
des Schalters angeordnet ist, der ein statischer
Unterbrecher ist, der einerseits mit einer Anschlußklemme der
Primärwicklung und andererseits mit einer Anschlußklemme
des Stromerzeugers verbunden ist,
- einen zweiten Entlader, der parallel zu den
Anschlußklemmen des ersten Gleichrichters geschaltet ist, um ihn
durch Begrenzen der Entladung des Stromerzeugers im
Kurzschlußfall gegen Überspannungen zu schützen,
- und einen zweiten Stromgleichrichter wie eine Diode,
die in Gegenrichtung in bezug auf den Strom leitend
vorgesehen ist, wobei dieser zweite Gleichrichter
parallel zu den Anschlußklemmen des ersten Entladers
geschaltet ist.
Vorzugsweise wird, wenn das Leiterkabel Teil eines
Elektrozaunes ist, der statische Schalter durch einen der Spannung
des Stromerzeugers unterworfenen Taktgeber gesteuert und die
Klemmenspannung der Primärwicklung des Transformators im
wesentlichen gleich der Differenz der Spannungen sein, die an
den Klemmen des Stromerzeugers und des Schalters anliegen.
Auf diese Weise erhält man eine Vorrichtung, deren
Stromerzeuger sich nicht ungewünscht entlädt und dessen
Betriebsfähigkeit besonders sicher ist, und zwar zu einem in jeder
Beziehung wettbewerbsfähigen Herstellungspreis.
Es wird im folgenden eine detailliertere Beschreibung der
Erfindung gegeben, wobei auf die beigefügten Zeichnungen Bezug
genommen wird, in denen
Fig. 1 die Vorrichtung nach der Erfindung mittels eines
Schaltplanes zeigt,
Fig. 2 ein Teil-Schaltbild wiedergibt, das beispielhaft
den Betrieb der Vorrichtung zeigt, und zwar dann, wenn
die Sekundärwicklung des Transformators nicht geladen
ist,
Fig. 3a, 3b und 3c drei erläuternde Diagramme für den
Betrieb der Vorrichtung entsprechend Fig. 2 zeigen. Im
einzelnen zeigt Fig. 3a den Zustand des statischen Schalters
in Abhängigkeit von der Zeit (T), Fig. 3b die Stromstärke
(I) auf der Primärseite des Transformators in
Abhängigkeit von der Zeit (T), Fig. 3c die Spannung (V) über den
Klemmen des Schalters in Abhängigkeit von der Zeit (T),
und
Fig. 4 ist ein Teilschaltbild, in dem die
Sekundärwicklung des Transformators und die Impedanz im Kabelverlauf
des Zaunes berücksichtigt sind.
Die meisten Vorrichtungen, die zur Speisung elektrischer
Energie in ein Kabel 10 wie einen Zaun verwendet werden,
umfassen insbesondere einen Stromerzeuger, beispielsweise eine
Batterie 3, und einen Spannungstransformator 2, der eine
Primärseite 12 und eine Sekundärseite 22 aufweist. Dies ist der
Fall bei einer Vorrichtung nach der Erfindung, wie sie in
Fig. 1 dargestellt ist.
Indessen ist gewöhnlich bei den bekannten Vorrichtungen das
mit Strom zu versorgende Kabel 10 direkt mit einem seiner
Enden an die Ausgangsklemme der Sekundärseite 22 angeschlossen.
In diesem Fall ist keinerlei Schutz gewährleistet, um im Fall
eines Kurzschlusses, der zu einem längeren
Leitungsimpedanzabfall entlang des Kabels führt, ein schnelles Entladen der
Batterie 3 zu verhindern. Wie schon erwähnt, kommen solche
Kurzschlüsse häufig vor. Sie können beispielsweise durch
Herabfallen von Geäst auf das Kabel hervorgerufen werden,
wodurch das Kabel mit der Erde kurzgeschlossen wird.
Indem man die Anordnung einer elektronischen Komponente nach
Art eines Stromgleichrichters, beispielsweise einer Diode 14,
in Reihe mit der Sekundärseite 22 des Transformators
vorsieht, kann dieses Problem gelöst werden.
Wie in Fig. 1 dargestellt, kann diese Diode 14 zwischen dem
Ausgang 22a der Sekundärseite und dem Verbindungsende 10a des
mit Strom zu versorgenden Kabels angeordnet werden. Die Diode
wird in der angegebenen Richtung des Stromes leitend
angeordnet, der hier von der Sekundärseite des Transformators zum
Kabel fließt. Die Pfeile 13a und 13b geben die vereinbarte
Flußrichtung des Stromes an.
Bei einer solchen Anwendung in der Stromversorgung von Zäunen
sind im allgemeinen die Spannungen, mit denen das Kabel
direkt beaufschlagt wird, sehr hoch. Theoretisch ist die
Sperrichtungsspannung, mit der die Diode 14 beaufschlagt
werden kann, auf einen Wert U x N2/N1 (U: Klemmenspannung des
Generators 3, N2/N1: Verhältnis Sekundär-/Primärseite des
Transformators 2) beschränkt.
Indessen liegt dieser begrenzte Wert recht häufig unter den
Sperrspannungen, die momentan erzeugt werden. Deshalb sieht
die Erfindung vor, eine Entladeeinrichtung 24 parallel zu den
Klemmen der Diode 14 anzuordnen, um diese zu schützen und
jede Beschädigung zu vermeiden, wie hoch auch immer der Wert
der direkten Sperrspannungen sein mag.
Es sei bemerkt, daß die Diode 14 und der Entlader 24
vollständig zu einer einheitlichen elektronischen Komponente wie
sie als Gesamtheit 4 bezeichnet ist, integriert sind, die
gewerblich einsetzbar ist.
Der praktische Zweck einer solchen Komponente ist klar
erkennbar. Indem man sie einfach auf einem bestehenden
Stromversorgungsgerät anordnet, kann man nämlich mit der
Komponente 4, die sich im wesentlichen wie eine Diode in der
vorgegebenen Stromrichtung und wie ein Entlader im umgekehrten
Sinn verhält, bei relativ geringen Kosten und jeglicher
Sicherheit jedwede ungewollte Entladung des Generators 3
vermeiden, egal, welcher Art die elektrischen Störungen, die
plötzlich eintreten könnten, auch sind.
Die damit für bekannte Vorrichtungen erzielbare Verbesserung
ist bemerkenswert.
Indes sen sind diese bestehenden Vorrichtungen manchmal nur in
geringem Maße betriebssicher, insbesondere im Falle der
längeren Verwendung in ungünstigem Gelände und unter schwierigen
meteorologischen Bedingungen.
Deshalb schlägt die Erfindung gleichermaßen, wie in Fig. 1
dargestellt, eine neue Vorrichtung zur Speisung mit
elektrischer Energie vor, die besonders zur Stromversorgung von
Zäunen bestimmt ist. Wohlverstanden integriert diese Vorrichtung
die Komponente 4, die dargestellt wird. Sie umfaßt zugleich
außer dem Transformator 2 mit dem Luftspalt 32, der
Selbstinduktanz 12 und der bei 11 mit der Erde verbundenen
Sekundärspule 22 ein Elektronikgehäuse 5, das unter der
Spannung des Generators 3 steht, und einen statischen
Schalter 6. Wie dargestellt, unterliegt die Primärseite 12 des
Transformators dem Spannungsunterschied, der an den Klemmen
des Generators 3 und des Schalters 6 besteht.
Das Elektronikgehäuse 5 besteht aus einem Taktgeber, der den
Schalter 6 steuert. Die Dauer der Steuerimpulse kann
beispielsweise in der Größenordnung von einigen Zehner
Millisekunden, wobei das Intervall zwischen zwei Impulsen in der
Größenordnung von 1 bis 1,5 Sekunden liegen kann.
Der Schalter 6 umfaßt, wie dargestellt, zwei Transistoren,
einen vom Typ "NPN" 16, den anderen vom Typ "MOS" 26.
An den Klemmen des Schalters 6 ist parallel eine Komponente
7, vergleichbar der vorgenannten Komponente 4, angeordnet. So
umfaßt die Komponente 7 einen Entlader 27 mit, parallel zu
seinen Klemmen geschaltet, vorzugsweise einer Diode 17. Die
Diode 17 ist in bezug auf den Strom in Sperr- bzw.
Umkehrrichtung leitend angeordnet. Die Komponente 7 schützt den
statischen Schalter 6 vor jedweder überspannung, wie dies
nachfolgend im Detail erkennbar wird.
Der Schutz gegen mögliche Überspannungen des Transistors 26
wird, immer mit dem Ziel, jegliche ungewollte Beschädigung
der Komponenten zu vermeiden und die Betriebssicherheit der
Vorrichtung zu gewährleisten, durch eine Komponente 8
sichergestellt, die die gleiche Art wie die gezeigte 7 ist.
Die an den Klemmen des Transistors 26 angeordnete Komponente
8 umfaßt also einen Entlader 18, mit einer Diode 28 parallel
zu seinen Klemmen.
Es ist indessen zu bemerken, daß bei den Komponenten 7 und 8
das Entladeelement wesentlich und unerläßlich ist, da die
Diode nur als Sicherheitsmaßnahme und zur Verbesserung der
Betriebssicherheit der Komponente wirksam wird.
Bei 9 ist eine Betriebsanzeigeeinrichtung gezeigt, die man an
den Klemmen des Schalters 6 derart anbringen kann, daß die
Bedienungsperson prüfen kann, ob sich die Vorrichtung 1 im
Spannungszustand befindet oder nicht.
Die Anzeigeeinrichtung 9 umfaßt in Serienschaltung zwei
Widerstände 19, 29 und eine Vorrichtung 39 zur Sichtbarmachung,
beispielsweise eine "Neon"-Lampe.
Gemäß der vorgesehenen Verwendung der Vorrichtung sind, wenn
die angelegten Spannungen höher sind, die Widerstände 19 und
29 vorzugsweise Widerstände des Typs für hohe Spannungen.
Nachdem der Umfang der grundlegenden Komponenten, die
Vorrichtung nach der Erfindung umfaßt, angegeben worden ist,
soll nunmehr unter Bezugnahme auf Fig. 2 bis 4 deren
Betriebsweise wiedergegeben werden.
Es soll zunächst einmal unter Bezugnahme auf Fig. 2, 3a, 3b
und 3c davon ausgegangen werden, daß die Sekundärseite des
Transformators nicht beaufschlagt ist, d. h. daß sie in
irgendeiner Weise getrennt ist. Der Schaltkreis wird dann durch
die Primärseite 12 geschlossen.
Wenn in diesem Falle unter Steuerung durch den Taktgeber 5
der Schalter 6 zur Zeit T = 0 (Fig. 3a) schließt, wird die
Speisespannung U an den Klemmen des Generators 3 an die
Klemmen der Selbstinduktanz "L", mit 12 bezeichnet, angelegt, und
ein Strom I, der in Richtung des Pfeiles 13b fließt, tritt in
dieser Selbstinduktionsspule gemäß der Gleichung
I = 1/L x U x t
auf.
Der Strom I steigt bis zum Wert Im (Fig. 3b) an.
Wenn zum Zeitpunkt t1 der statische Schalter 6 öffnet (Fig.
3a), immer bei Steuerung durch den Taktgeber 5, wird der
Strom I durch den Entlader 27 geschlossen und bringt an
dessen Klemmen die Spannung auf den Wert Vt (Fig. 3c). Die
Spannung an den Klemmen des Schalters 6 ist damit auf einen
Wert begrenzt, der ohne Beschädigung aufgenommen werden kann.
Die Spannung über den Klemmen der Induktanz 12 kehrt sich
dann um und wird Vt - U. Der Strom I nimmt gemäß der
Gleichung
I = Im - 1/L (Vt - U) x (t - t1)
ab. In der Praxis regelt man diese Stromstärke, indem man die
Dauer des Geschlossenhaltens des Schalters 6 anpaßt.
Es sei nunmehr die Beaufschlagung der Sekundärseite des
Transformators 2 betrachtet, indem der Schaltkreis mittels
einer Impedanz "Z", in Fig. 4 mit 10b bezeichnet, wieder
geschlossen wird, wobei diese Impedanz die Leitungsimpedanz
des Kabels 10, das mit Strom zu versorgen ist, darstellt.
Die Ströme I&sub1; und I&sub2;, die in Abwesenheit der Komponente 4 in
der Primärwicklung bzw. der Sekundärwicklung des
Transformators fließen, sind hinsichtlich Stärke und Richtung
voneinander abhängig. Die Richtung des Stromes I&sub1; (durch den Pfeil
13b dargestellt) wird als direkte bzw. unmittelbare Richtung
angesehen, während die Richtung des Stromes I&sub2; umgekehrt ist
(Pfeil 13d).
Die Beziehung ihrer Abhängigkeit ist N&sub2;I&sub2; = -N&sub1;I&sub1; + N&sub1;I.
(I: Strom allein in der Selbstinduktanz 12; N&sub1; und N&sub2;:
Primär- bzw. Sekundärseite des Transformators).
Die Spannung Vz an den K1emmen der Impedanz 10b ist dann
gleich
Vz = N2/N1 x U
Wenn diese Impedanz "unendlich" ist, d.h. wenn sie stark
erhöht ist, ist man in den vorstehend beschriebenen Fall der
Fig. 2 versetzt.
Indessen kann bei Abwesenheit der Komponente 4, und zwar
insbesondere der Diode 14, wenn die Leitungsimpedanz 10b - als
Folge eines beispielsweise durch den Herabfall eines Zweiges
auf das Kabel hervorgerufenen Kurzschlusses - abzunehmen und
einen endlichen Wert anzunehmen beginnt, der Strom in der
Selbstinduktanz 12 bei Schließen des Schalters 6 in
beträchtlichem Maße anwachsen.
Der Kurzschluß der Sekundärseite wird auf die Primärseite
zurückgeführt.
Was die durch die Selbstinduktanz 12 gespeicherte und vom
Generator 3 abgegebene elektrische Energie anbelangt, so ist
diese immer gleich bei 1/2xLxI². Mit anderen Worten wird in
Abwesenheit der Diode 14 und im Falle eines Kurzschlusses die
im Generator vorhandene Energie vergeudet und nicht in der
Selbstinduktanz 12 gespeichert. Diese Energie kann also nicht
an den Generator 3 zurückgeführt werden.
Es ist damit verständlich, daß sich im Falle eines längeren
Kurzschlusses die Batterie 3 mehr oder weniger schnell
entladen wird.
Wohlverstanden wird dieser Funktionsmangel vermieden, wenn
man für eine Anordnung der Diode 14 Sorge getragen hat.
Während des Zeitintervalls, in dem der statische Schalter 6
geschlossen ist, wird nämlich der Strom I&sub2; (Pfeil 13d) durch
die Diode 14 gesperrt. Wenn sich dagegen der Schalter 6
öffnet, wird dieselbe Diode leitend, und der Strom kann
normal in dem mit Strom zu beaufschlagenden Zaun fließen.
Bei der betrachteten Verwendung im Zusammenhang mit der
Strombeaufschlagung von Zäunen, ist die Anwendung einer Diode
hoher Spannung empfehlenswert.
Bei einer solchen Anwendungsform kann man heutzutage bis zu
ungefähr 10 kV an der Sekundärseite entwickeln. In der Praxis
können solche "Vorwärts"(Direkt)-Spannungen momentane
Umkehrspannungen der gleichen Größenordnung erzeugen.
Allerdings sind Hochspannungsdioden teuer und anfällig.
Deshalb wird die Verwendung eines Entladers empfohlen, und
zwar parallel zu den Klemmen der Diode. Im wiedergegebenen
Anwendungsbeispiel kann der Entlader geeignet sein, ungefähr
400 bis 500 V mit einer Momentanleistung von ungefähr 15 - 20
kW zu sperren, wobei er durch dieselbe die Komponente in
ihrer Gesamtheit praktisch unzerstörbar durch Überspannung
macht.
Derzeit liegt die Reaktionszeit bekannter Entlader in der
Größenordnung von 10&supmin;¹² Sekunden.