Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Temperaturregler für Kesseldampf und
auf ein Verfahren zum Regeln der Temperatur des Dampfes in einem Kessel.
Dampftemperaturregelung in einem trommel- bzw. zylinderartigen Kessel ist schwierig
aufgrund der Zeitlücken und Verzögerungen, die in die Ausgestaltung des Verfahrens eingebaut
sind. Es gibt Zeitverzögerungen zwischen dem Ort eines Sprühnebels eines Temperaturreglers
und seiner Wirkung auf die schließliche Dampftemperatur beim Verlassen eines sekundären
Überhitzers. Zeitverzögerungen werden auch verursacht durch die Wärmeübergangseigenschaften
der Überhitzermetalle und dem Dampf selbst.
Jede Regelung mit relativ langen Zeitkonstanten (zwei Minuten oder mehr) arbeitet auf
stabilere Weise, wenn Vorhersageverfahren mit offenem Regelkreis (Feedforward-Verfahren)
verwendet werden, um das geregelte Medium voreinzustellen. Wenn zusätzlich
Zwischenkontrollpunkte bzw. Regelpunkte zweckmäßig sind und eine Vorhersage für die endgültige
Dampftemperatur bereitstellen, dann sind diese auch zweckmäßig in einem Kaskadenregelverfahren.
Nahezu alle zylinderartigen bzw. trommelartigen Kessel sind darauf ausgelegt, daß sie bei
steigender Kesselbelastung ein im allgemeinen steigendes Auslaßtemperaturprofil des
ungeregelten sekundären Überhitzers haben. Die Ausgestaltung erfolgt üblicherweise derart, daß die Einheit
die erforderliche Auslaßtemperatur des Hauptdampfes bei Lasten unter 50 % der Kessel-(Nenn)-
last nicht erreichen muß und deshalb bei diesen Lasten (Belastungen) nicht geregelt wird.
Oberhalb einer solchen Belastung wird die überschüssige Überhitzungstemperatur durch den
Sprühnebeltemperaturregler "ausgesprüht".
Klassische Regeltechniken, die für Dampftemperaturregelsysteme üblicherweise verwendet
werden, sind die Modellverfahrenstechnik (Feedforward), die Rückkopplungstechnik (Feedback)
unter Verwendung eines Proportional/Integral/Differential-Reglers (PID-Regler), die
Kaskadentechnik und die gegenintegrierende "Aufwickeltechnik".
Figur 4 zeigt ein schon früher vorgeschlagenes Dampftemperaturregelsystem. Ein auf
einem Modell beruhender Vorhersager 20 stellt eine erwartete Einlaßtemperatur (T2) des
sekundären Überhitzers entsprechend einem vorhergesagten Belastungsprogramm 22 ein. Diese
Vorhersage wird dann durch den Unterschied oder die Abweichung 24 zwischen der für eine gegebene
Kesselbelastung erforderlichen Befeuerungsrate und der tatsächlichen Feuerungsrate modifiziert.
Ein Überfeuern bzw. Überheizen erhöht die Temperatur und ein geringeres Heizen reduziert die
Temperatur.
Ein ähnlicher Modifikator 26 steht für Überschußluft bereit (Luftstromabweichung), die
ebenfalls bewirkt, daß die Temperatur ansteigt wenn der Luftstrom gesteigert wird.
Ein dritter Modifikator 28 steht für eine beliebige Wiederaufheizungstemperaturregelung
bereit, die auf die Überhitzungstemperatur einwirken kann.
Der Modellvorhersager 20 erzeugt einen Sollwertpunkt für einen Kaskadenregler 30 für die
Einlaßtemperatur eines sekundären Überhitzers.
Da kein Modell perfekt ist, muß eine endgültige Abstimmung oder Korrektur aus der
Auslaßtemperatur (T1) des sekundären Überhitzers über einen Rückkopplungsregler 32 zugeführt
werden. Die Endabstimmung wird bewirkt durch einen konventionellen Proportional plus Integral
plus Differentialregler 34 (PID-Regler), der die Endtemperatur des Dampfes mit dem gewünschten
Sollwertpunkt vergleicht.
Wegen der Zeitverzögerung und der Zeitlücken wird ein Standardproportional plus
Integralregler entweder verstimmt, was eine langsame, träge Regelung ergibt, oder er ist instabil.
Da die Ansprechszeiteigenschaften sich mit der Belastung verändern, werden die
Regeleinstellungen üblicherweise als Kompromiß zwischen Hochlast und Niedriglasteinstellungen
vorgenommen.
Um zu verhindern, daß der Regler integriert, wenn das Sprühventil bei niedrigen
Belastungen geschlossen ist, sind Reglerbegrenzungen entwickelt worden, um zu verhindern, daß der PID-
Regler aufintegriert.
Das klassische Regelsystem befaßt sich daher nicht mit zwei entscheidenden Problemen,
nämlich der tatsächlichen Zeitverzögerung und den Regelabstimmungsparametern, die sich mit
der Last verändern.
Das US-Patent Nr. US-A-4,549,503 offenbart einen Regler für die Kesseldampftemperatur,
der mit einer Rückkopplungskorrekturregeleinrichtung ausgestattet ist, in welcher eine erwartete
Einlaßtemperatur des sekundären Überhitzers vorher auf Basis der Kesselbelastung eingestellt
wird und bei welcher die erwartete Einlaßtemperatur korrigiert wird, um Abweichungen zwischen
den geforderten und den tatsächlichen Betriebsparametern zuzulassen, wobei eine endgültige
Rückkopplungskorrektur der erwarteten Einlaßtemperatur auf Basis der Auslaßtemperatur des
sekundären Überhitzers bewirkt wird. Der dort offenbarte Regler ist nicht in der Lage, die
tatsächliche Zeitverzögerung in dem Temperaturregelpfad zu kompensieren und die Abstimmparameter
des Rückkopplungskorrigierers können auch nicht entsprechend der Kesselbelastung geändert
werden.
Gemäß der Erfindung ist ein Regler für die Kesseltemperatur für einen Kessel vorgesehen,
der eine Einrichtung zum Verändern der Einlaßtemperatur zu einem sekundären Überhitzer des
Kessels hat, wobei der Regler aufweist:
einen Modellvorhersager für das Voreinstellen einer erwarteten Einlaßtemperatur für den
sekundären Überhitzer mit (bzw. unter Berücksichtigung) einer Kesselbelastung und zum
Erzeugen eines Sollwertes für einen Kaskadenregler für die Einlaßtemperatur eines sekundären
Überhitzers,
eine erste Modifiziereinrichtung zum Korrigieren der erwarteten Einlaßtemperatur bezüglich
einer Abweichung zwischen einer Feuerungsrate, die für die Kesselbelastung erforderlich ist, und
einer tatsächlichen Feuerungsrate,
eine zweite Modifiziereinrichtung zum Korrigieren der erwarteten Einlaßtemperatur
bezüglich einer Abweichung einer Luftströmungsrate, die für die Feuerungsrate für die
Kesselbelastung erforderlich ist, und einer tatsächlichen Luftströmungsrate,
eine dritte Modifiziereinrichtung zum Korrigieren der erwarteten Einlaßtemperatur bezüglich
einer Wiedererhitzungs- bzw. Nachverbrennungstemperaturregelung,
eine Rückkopplungskorrekturregeleinrichtung für die Endkorrektur der erwarteten
Einlaßtemperatur, und
eine Kaskadenregeleinrichtung, die auf die Einlaßtemperatur zu dem sekundären
Überhitzer, den Modellvorhersager und die Rückkopplungskorrekturregeleinrichtung anspricht, um die
Einrichtung zum Verändern der Einlaßtemperatur für den sekundären Überhitzer auf Basis der
endgültig korrigierten erwarteten Einlaßtemperatur zu verändern,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rückkopplungskorrekturregeleinrichtung eine
Zeitverzögerungsregeleinrichtung aufweist, die auf die Auslaßtemperatur des sekundären Überhitzers
anspricht, um die erwartete Einlaßtemperatur mit einer kontrollierten Verzögerung zu korrigieren,
und einen Anpaßregler aufweist, um die Zeitverzögerungsregeleinrichtung entsprechend
Kessellastveränderungen abzustimmen.
Gemäß der Erfindung wird auch ein Verfahren zum Regeln der Temperatur des Dampfes
in einem Kessel bereitgestellt, der einen sekundären Überhitzer hat, wobei das Verfahren die
Schritte aufweist:
Voreinstellen einer erwarteten Einlaßtemperatur für den sekundären Überhitzer mit einer
Kessellast,
Erzeugen eines Sollwertes für einen Kaskadenregler für die Einlaßtemperatur eines
sekundären Überhitzers,
Korrigieren der erwarteten Einlaßtemperatur bezüglich einer Abweichung zwischen einer
Feuerungsrate, die für die Kessellast erforderlich ist, und einer tatsächlichen Feuerungsrate,
Korrigieren der erwarteten Einlaßtemperatur bezüglich einer Abweichung zwischen einer
Luftströmungsrate, die für die Feuerungsrate für die Kessellast erforderlich ist, und einer
tatsächlichen Luftströmungsrate,
Korrigieren der erwarteten Einlaßtemperatur bezüglich der Temperaturregelung für die
Wiedererhitzung bzw. Nachverbrennung,
Bewirken einer endgültigen Rückkopplungskorrektur der erwarteten Einlaßtemperatur, und
Regeln der Einlaßtemperatur zu dem sekundären Überhitzer auf der Basis der endgültig
korrigierten, erwarteten Einlaßtemperatur,
dadurch gekennzeichnet, daß die endgültige Rückkopplungskorrektur der erwarteten
Einlaßtemperatur bewirkt wird durch die Verwendung einer Zeitverzögerungsregeleinrichtung, die
auf die Auslaßtemperatur des sekundären Überhitzers anspricht, um die erwartete
Einlaßtemperatur bezüglich einer kontrollierten bzw. geregelten Verzögerung zu korrigieren, wobei die
Zeitverzögerungsregeleinrichtung durch einen Anpaßregler entsprechend Kessellastveränderungen
abgestimmt wird.
Die im folgenden beschriebene Erfindung löst oder erleichtert zumindest die oben
erwähnten Probleme, die mit Regelsystemen nach dem Stand der Technik verknüpft sind, indem adaptive
Regeltechniken und Zeitverzögerungsregeltechniken (Smith-Vorhersager) bei der
Dampftemperaturregelung verwendet werden, um eine spezialisierte Regelung bereitzustellen, um eine
Anpassung an lange Zeitverzögerungen und Verfahrenslücken vorzunehmen. Diese Regelung
benutzt auch die Dynamik des Kessels, da die Temperatur auf kurzzeitige
Verfahrensabweichungen während Belastungsänderungen und auf Abweichungen reagiert, die durch Instabilitäten
aufgrund von Veränderungen der Verbrennungsluft und/oder durch Rußblasen verursacht werden,
ebenso wie auf Änderungen aufgrund von verwendeten
Nachverbrennungstemperaturregelmaßnahmen wie z.B. Verkippen von Brennern, Gasrezirkulierung oder Vorspannschieber bzw.
-klappen.
Eine bevorzugte Ausführungsform besteht in der Regelung von Überhitzungstemperaturen
bei Anwendungen, die den Gebrauch von Temperaturreglersprühnebeln beinhalten, welche in ein
Überhitzungssystem zwischen primären und sekundären Überhitzeroberflächen injiziert werden.
Die Erfindung wird jetzt weiter anhand eines veranschaulichenden und nicht
beschränkenden Beispiels beschrieben unter Bezug auf die zugehörigen Zeichnungen. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Ansicht eines typischen Kessels,
Figur 2 eine grafische Wiedergabe, die eine typische Reaktion einer
Überhitzungsdampftemperatur auf eine Änderung des Wasserstromes in einem Temperaturregler veranschaulicht,
Figur 3 eine grafische Wiedergabe einer ungeregelten Auslaßdampftemperatur eines
sekundären Überhitzers in Abhängigkeit von dem Prozentsatz der Vollast,
Figur 4 eine schematische Ansicht eines schon früher vorgeschlagenen
Dampftemperaturregelsystems, und
Figur 5 eine schematische Ansicht eines Dampftemperaturregelsystems, welches die
vorliegende Erfindung verwirklicht.
Die Zeichnungen zeigen Regelsysteme für die Dampftemperatur als Funktionsblöcke in
Blockdiagrammen, die im Stand der Technik wohlbekannt sind und in einer Veröffentlichung der
Bailey Controls Company beschrieben sind mit dem Titel "Functional Diagramming of Instruments
and Control Systems (Funktionsdiagramme von Instrumenten und Regelsystemen), wobei diese
Veröffentlichung hier durch die Bezugnahme darauf übernommen wird. Weiterhin sind
anpassungsfähige Verstärkungsregelungen allgemein im Stand der Technik bekannt und werden in der
technischen Druckschrift TP 81-5 der Bailey Controls Company mit dem Titel "Adaptive Process
Control Using Function Blocks" (Adaptive Verfahrensregelung unter der Verwendung von
Funktionsblöcken) beschrieben, wobei diese Veröffentlichung ebenfalls durch die Bezugnahme hier
aufgenommen wird.
Figur 1 zeigt einen typischen Kessel mit einer Wasserzufuhr 2, die in eine Dampftrommel
4 eintritt und nach unten über Fallrohre in einen Kesselabschnitt 8 geleitet werden, wo das
Zufuhrwasser 2 in eine Mischung aus Dampf und Wasser umgewandelt wird. Der Dampf wird von
dem Wasser in der Trommel 4 abgetrennt und der trocken gesättigte Dampf 10 wird zu einem
primären Überhitzer 12 geschickt. Überhitzter Dampf aus dem primären Überhitzer 12 wird durch
einen Sprühnebeltemperaturregler 14, welchem Wasser unter der Regelung eines Regler
(Sprühnebel-Ventils zugeleitet wird) gekühlt und durchläuft einen sekundären Überhitzer 16. Der
überhitzte Dampf 18 geht dann entweder zu einer Turbine, einem Arbeitsverfahren oder zu beiden.
Es gibt Zeitverzögerungen zwischen der Position des Temperaturreglersprühnebels 14 und
seiner Wirkung auf den Dampf, der schließlich den sekundären Überhitzer 16 verläßt. Zeitlücken
bzw. -verzögerungen werden auch verursacht durch die Wärmeübergangseigenschaften der
Metalle des Überhitzers und des Dampfes selbst.
Figur 2 veranschaulicht eine typische Reaktion von Temperaturen des überhitzten
Dampfes auf eine Änderung des Wasserstromes des Temperaturreglers. Das Ausmaß und die Zeiten
verändern sich in Abhängigkeit von der Kesselausgestaltung, den Abmessungen und der
Nennlast: Deshalb sind die tatsächlichen Temperaturen und Wasserströme nicht quantifiziert. Die
dargestellte Zeit ist typisch für einen Kessel, der einen Hauptdampfstrom von etwa 1,8 Gg/h (4,0
Mlb/h) hat und mit etwa halber Last fährt bzw. betrieben wird. Bei Vollast ist das zeitliche
Ansprechen schneller, was zu einer kürzeren Totzeit und einer gewissen Reduzierung der
Zeitverzögerung führt. Diese Änderungen müssen berücksichtigt werden.
Jede Regelung mit relativ langen Zeitkonstanten (zwei Minuten oder mehr) arbeitet
stabiler, wenn Modellverfahren mit offenem Wirkungskreis verwendet werden, um das geregelte
Medium voreinzustellen. Wenn zusätzlich Zwischenregelpunkte zweckmäßig sind und eine
gewisse Vorhersage für die endgültige Dampftemperatur bieten, so sind diese ebenfalls
zweckmäßig in einem Kaskadenregelverfahren.
Fast alle trommel- bzw. zylinderartigen Kessel sind so ausgestaltet, daß sie ein im
allgemeinen ansteigendes Profil der Auslaßtemperatur des umgeregelten sekundären Überhitzers
mit steigender Kessellast haben. Die Auslegung erfolgt üblicherweise so, daß die Einheit die
erforderliche Dampfauslaßtemperatur bei Lasten unter etwa 50 % der Kessel- (Voll-) Last nicht
erreichen muß und deshalb bei diesen Lasten nicht geregelt wird. Oberhalb einer solchen Last
wird die überschüssige Überhitzungstemperatur "ausgesprüht" durch den
Sprühnebeltemperaturregler.
Figur 5 zeigt schematisch eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung. Ein Modell
vorhersager 38 setzt eine erwartete Einlaßtemperatur (T2) für den sekundären Überhitzer mit
Rücksicht auf die Last 40 ein. Diese Vorhersage wird durch den Unterschied 42 zwischen einer
Feuerungsrate, die für eine Last erforderlich ist, und der tatsächlichen Feuerungsrate modifziert.
Ein Überfeuern läßt die Temperatur ansteigen und ein Unterfeuern reduziert die Temperatur. Ein
ähnlicher Modifizierer 44 berücksichtigt die Überschußluft (Abweichung des Luftstromes), die
ebenfalls bewirkt, daß die Temperatur ansteigt, wenn der Luftstrom gesteigert wird. Ein dritter
Modifizierer 46 berücksichtigt bzw. kompensiert gegebenenfalls eine
Nachverbrennungstemperaturregelung bzw. eine Wiedererhitzungstemperaturregelung, die sich auf die
Überhitzungstemperatur auswirken kann.
Der Modellvorhersager 38 erzeugt einen Sollwertpunkt für einen Kaskadenregler 48 für die
Einlaßtemperatur eines sekundären Überhitzers.
Da kein Modell perfekt ist, wird eine Endabstimmung oder Korrektur aus der
Auslaßtemperatur (T1) des Überhitzers über einen Rückkopplungsregler 50 angebracht Wegen der
Zeitverzögerung und der in Figur 2 anschaulich dargestellten Zeitlücke würde ein Standard-Proportional
plus Integralregler entweder verstimmt werden, was eine langsame, träge Regelung ergibt, oder
er würde instabil sein. Deshalb ist ein Zeitverzögerungsregler 52 vorgesehen, um eine verbesserte
Ansprechzeit mit einer stabilen Regelung vorzusehen. Da die Charakteristiken der Ansprechzeit
sich mit der Belastung (des Kessels) verändern, wird der Zeitverzögerungsregler 52 durch einen
Anpaßregler 54 abgestimmt
Um zu verhindern, daß der Zeitverzögerungsregler 52 integriert, wenn das
Sprühnebelventil bei geringer Belastung geschlossen ist, sind Regelbegrenzer 56 entwickelt worden, um zu
verhindern, daß der Zeitverzögerungsregler aufintegriert. Der Zeitverzögerungsregler 52 verkörpert
eine Verfahrensmodelltechnik, die aus einer Zeitverzögerung besteht, die so eingestellt wird, daß
sie mit der Zeitverzögerung, die in Figur 2 dargestellt ist, zuzüglich einer Zeitlücke erster Ordnung
zusammenpaßt, wie sie in derselben Figur dargestellt ist. Diese beiden Zeitkonstanten sind extern
aufgrund der Kesselbelastung einstellbar über den Anpaßregler 54, um Zeitkonstanten
aufzunehmen bzw. anzupassen, die sich mit der Dampfproduktionsrate des Kessels verändern.
Die Erfindung kann auf andere Arten als den anhand eines Beispiels oben beschriebenen
verwirklicht werden. Beispielsweise ist aus Gründen der Klarheit ein Wassersprühnebelventil
(Ventile) eines Temperaturreglers dargestellt worden. Die Erfindung ist jedoch ebenso anwendbar
auf Temperaturregeleinrichtungen, wie z.B. auf Verkippungsbrenner,
Schlammtrommeltemperaturregler, Kondensatoren für gesättigten Dampf, Gasrezirkulierung, Vorspannschieber (biassing
dampers) und ähnliche Anwendungen.