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Dokumentenidentifikation DE3515266C2 02.09.1993
Titel Fräskette für eine Grabenfräse
Anmelder Fa. Otto Wiechmann, 26188 Edewecht, DE
Erfinder Lüschen, Heinz, 2906 Wardenburg, DE
Vertreter Eisenführ, G., Dipl.-Ing.; Speiser, D., Dipl.-Ing.; Rabus, W., Dr.-Ing.; Brügge, J., Dipl.-Ing.; Maiwald, W., Dipl.-Chem. Dr., Pat.-Anwälte, 2800 Bremen
DE-Anmeldedatum 27.04.1985
DE-Aktenzeichen 3515266
Offenlegungstag 06.11.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.09.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.09.1993
IPC-Hauptklasse E02F 5/06
IPC-Nebenklasse F16G 13/06   E21C 25/36   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fräskette mit daran befestigten Fräswerkzeugen für eine Grabenfräse, bei der einander benachbarte Enden von Kettengliedern über parallele Außenlaschen miteinander verbunden sind, wobei Außenlaschen und Kettenglieder jeweils gemeinsame durchgehende Kettenbolzen aufweisen.

Eine derartige Fräskette ist aus der US-PS 44 29 477 bekannt. Fräsketten dienen zum Antrieb von an der Fräskette befestigten und zusammen mit der Fräskette umlaufenden Fräswerkzeugen. Bei Grabenfräsen wird die laufende Fräskette in den Boden abgesenkt und in einer Vorschubbewegung durch den Boden gezogen, wobei ein Graben ausgefräst wird. Normalerweise dienen derartige Fräsen zum Verlegen von Kabeln, Rohrleitungen usw.

Beim Fräsvorgang wird die Fräskette hohen mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt, so daß sie auch einem hohen Verschleiß unterliegt. An den Stellen, an denen die Kettenbolzen von den Kettengliedern in die Außenlaschen übergehen, werden die Kettenglieder und die Kettenbolzen von den entlang der Fräskette wirkenden Zugkräften stark beansprucht, darüber hinaus treten an den Außenlaschen starke und ungleichmäßige Belastungen durch die daran befestigten Fräswerkzeuge auf, so daß Fräsketten für Grabenfräsen nur eine unbefriedigend kurze Lebensdauer besitzen und unter relativ hohem Kostenaufwand häufig instand gesetzt werden müssen.

Aus der FR-PS-10 06 333 ist eine Transmissionskette bekannt, bei der die Lagerung der Kettenbolzen in Kunststoffteilen erfolgt, um die Kettenglieder wartungsarm und geräuscharm auszubilden. Hierbei wird durch entsprechende Abstände zwischen den metallischen Kettengliedern und Außenlaschen verhindert, daß diese Teile einander berühren, so daß also die entsprechenden Kräfte durch die Kunststoffteile übertragen werden.

Aus der GB-PS-4 21 659 ist eine Kohleschürfkette bekannt, bei der die Kettenglieder und die Verbindungslaschen aus geschmiedeten Formteilen bestehen. Die Kraftübertragung zwischen den Kettengliedern und den Verbindungslaschen wird durch integral angeformte Vorsprünge verbessert, die an entsprechenden Aussparungen oder Vorsprüngen am Gegenstück angreifen.

Die US-PS-31 04 481 zeigt eine Grabkette, bei der Messer an den Verbindungslaschen der Kettenglieder befestigt sind. Die Stärke des Materials der Verbindungslaschen im Bereich der Lagerbohrungen für die Kettenbolzen wird durch einen Dorn vergrößert und somit verstärkt.

Schließlich zeigt die US-PS-13 45 818 eine Transmissionskette, also eine Kette für allgemeine Kraftübertragungszwecke, bei der die Verbindungshülsen der Kettenglieder seitlich vorstehen und in Aussparungen in den Verbindungslaschen eingreifen. Hierdurch erfolgt zwar eine direkte Kraftübertragung zwischen den Kettengliedern und den Verbindungslaschen, jedoch sind die Verbindungslaschen an den Aussparungen geschwächt, so daß eine solche Kette zwar für allgemeine Kraftübertragungszwekke, jedoch nicht als Fräskette mit den dabei auftretenden starken Seitenkräften geeignet ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Verschleiß einer Fräskette zu vermindern und für eine wirksamere Aufnahme der durch die Fräswerkzeuge an den Außenlaschen angreifenden Kräfte zu sorgen.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß jedes der Kettenglieder von seinen den Außenlaschen zugewandten Seitenflächen vorstehende, koaxial zu dem gemeinsamen Kettenbolzen angeordnete zylindrische Hohlzapfen aufweist, die in ihnen zugeordnete an den Außenlaschen angeordnete Lagerelemente frei drehbar eingreifen.

Zwischen der Außenfläche der Hohlzapfen und der Innenflächen der ihnen zugeordneten Lagerelemente ist also eine zusätzliche Lagerfläche gegeben, so daß die durch die entlang der Fräskette wirkenden Zugkräfte und die durch die an der Kette angebrachten Fräswerkzeuge auftretenden Seitenkräfte beanspruchten Lagerflächen mit Vorteil vergrößert sind. Hierdurch werden die Kettenbolzen in vorteilhafter Weise entlastet und die Seitenstabilität verbessert.

Da die Kettenglieder und die Außenlaschen über die Hohlzapfen und Lagerelemente direkt miteinander in Eingriff stehen, wird zusätzlich die Längsführung der Fräskette mit Vorteil verbessert. Außerdem verhindern die in die Lagerelemente eingeschobenen Hohlzapfen das Eindringen von Schmutz, der die Betriebssicherheit der Fräskette gefährdet und den Verschleiß der Fräskette beschleunigt, zwischen die Kettenglieder und die Außenlaschen, so daß auch dadurch der Verschleiß der Kette deutlich vermindert ist.

Die Kettenbolzen können mit den Außenlaschen ein- oder beidseitig lösbar verbunden sein, so daß die Fräskette zwischen zwei beliebigen Kettengliedern geöffnet werden kann bzw. gezielt einzelne Kettenglieder der Fräskette entnommen werden können.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die Lagerelemente an den Seitenflächen der Außenlaschen angeordnete Rohrstücke. Je weiter die Rohrstücke von den Seitenflächen der Außenlaschen vorstehen, desto größer wird mit Vorteil die zusätzliche Lagerfläche und desto wirksamer sind die Kettenbolzen vor eindringendem Schmutz geschützt. Mittels Rohrstükken können mit Vorteil auch bereits vorhandene Außenlaschen nachgerüstet werden, so daß sie vorteilhafte Lagerelemente aufweisen, ohne daß beispielsweise die Materialstärke der Außenlaschen durch in die Seitenflächen eingebrachte Ausnehmungen geschwächt werden.

Nach einer anderen vorteilhaften Ausbildung der erfindungsgemäßen Fräskette sind die Lagerelemente Ausnehmungen in an den Innenseitenflächen der Außenlaschen angeordneten Verstärkungsplatten.

Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher erläutert.

Die Zeichnung zeigt ein Stück aus einer erfindungsgemäßen Fräskette in einer teilweise geschnitten dargestellten Draufsicht. Die dargestellte Fräskette ist als Rollenkette ausgebildet. Sie weist Kettenglieder 1 auf, die über Kettenbolzen 2 und Außenlaschen 3, 4 miteinander verbunden sind.

Die Kettenglieder 1 weisen zueinander parallele Seitenlaschen 5 und quer zu den Seitenlaschen 5 verlaufende Hülsen 6 auf. Koaxial zu den Hülsen 6 sind frei drehbare Rollen 7 angeordnet. Die Hülsen 6 der Kettenglieder 1 stehen über die den Außenlaschen 3, 4 zugewandten Seitenflächen der Seitenlaschen 5 als Hohlzapfen 8 vor. Die Hohlzapfen 8 greifen in ihnen zugeordnete, an den Seitenflächen der Außenlaschen 3, 4 angeordnete Lagerelemente ein.

In der Zeichnung sind zwei unterschiedliche Ausführungsbeispiele von Außenlaschen 3 und 4 dargestellt. In einem Ausführungsbeispiel weisen die Außenlaschen 3 Verstärkungsplatten 9 auf, in die als Lagerelemente für die Hohlzapfen 8 Bohrungen angeordnet sind.

In dem anderen Ausführungsbeispiel weisen die Außenlaschen 4 an der Seitenfläche der Außenlaschen 4 angeordnete Rohrstücke 10 als Lagerelemente für die Hohlzapfen 8 auf.


Anspruch[de]
  1. 1. Fräskette mit daran befestigten Fräswerzeugen eine Grabenfräse, bei der einander benachbarte Enden von Kettengliedern über parallele Außenlaschen miteinander verbunden sind, wobei Außenlaschen und Kettenglieder jeweils gemeinsame durchgehende Kettenbolzen aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Kettenglieder (1) von seinen den Außenlaschen (3, 4) zugewandten Seitenflächen vorstehende koaxial zu dem gemeinsamen Kettenbolzen (2) angeordnete zylindrische Hohlzapfen (8) aufweist, die in ihnen zugeordnete, an den Außenlaschen (3, 4) angeordnete Lagerelemente frei drehbar eingreifen.
  2. 2. Fräskette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerelemente an den Seitenflächen der Außenlaschen (4) angeordnete Rohrstücke (10) sind.
  3. 3. Fräskette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerelemente Ausnehmungen in an Innenseitenflächen der Außenlaschen (3) angeordneten Verstärkungsplatten (9) sind.






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