| Beschreibung[de] |
|
Die Erfindung betrifft einen Stützrahmen zur
lageorientierten Aufnahme von stabförmigen
Gegenständen, insbesondere von Schreibstiften, mit
Führungsbohrungen in die federnde Elemente eingreifen.
Der Stützrahmen dient zur Aufnahme von Schreibstiften,
die zu Bearbeitungsstationen transportiert werden.
Um eine gleichmäßige Bearbeitung einer Vielzahl von
Stiften zu erreichen, müssen diese relativ genau
und lagegesichert gehalten werden. Da in der Fertigung
eine große Zahl dieser Rahmen verwendet wird, spielt
der Platzbedarf bei gefüllten, wie auch bei leeren
Rahmen eine große Rolle. Die Stützrahmen müssen daher
so beschaffen sein, daß bei kleinstem Raumbedarf
eine möglichst große Anzahl von Stiften aufgenommen
werden kann.
Nach der DE-OS 26 03 304 ist ein derartiger
Stützrahmen zur Aufnahme von Schreibstiften bereits
bekannt. Der Rahmen weist eine Reihe von rohrförmigen
Zapfen auf, welche in der Mitte eine durchgehende
Bohrung für die Aufnahme eines Schreibstiftes sowie ein
Fenster in der Zylinderwand aufweisen. Jedem Zapfen
ist ein einzelnes federndes Element in der Form
einer gespaltenen Muffe zugeordnet, welches auf
seiner inneren Seitenoberfläche mit einer Rippe
versehen ist und das derart auf den Zapfen gesteckt
werden kann, daß seine Rippe in das Fenster des
Zapfens einrastet und eine federnde Verbindung zwischen
dem Zapfen und der Muffe herstellt, wobei die Rippe
als federndes Halteelement auf den in den Zapfen
gesteckten Schreibstift einwirkt. Die Zapfen bilden
demnach rohrförmige Vorsprünge, deren Wandungen durch
Fenster geschwächt sind. Da das Federelement den
Zapfen vollständig umgreift, besteht zur
Formstabilisierung des Zapfens nur die Möglichkeit,
die Wandung entsprechend dick zu halten. Diese
Möglichkeit ist andererseits aber dadurch
eingeschränkt, daß bei vorgegebenen Außenabmessungen
des Rahmens möglichst viele Stifte nebeneinander
aufgenommen werden sollen. Die Anzahl der einzelnen
Aufnahmebohrungen in dem Stützrahmen ist daher durch
diese Konstruktion stark begrenzt. Die Ausbildung
des Federelements hat außerdem zur Folge, daß keine
Querverstrebungen an der Unterseite des Rahmens
angeordnet werden können, da die einzelnen Zapfen
frei von dem Boden abstehen müssen. Die Steifigkeit
des Rahmens wird daher ausschließlich von der Dicke
der umlaufenden Seitenwand und des Bodens bzw.
Deckels bestimmt.
Nach der DE-AS 11 28 793 ist ein weiterer Stützrahmen
bekannt, bei dem die Schreibstifte in den Hülsen durch
Haltezungen gehalten werden. Diese Haltezungen sind
einstückig aus der Hülsenwandung durch Ausstanzen
geformt und beanspruchen deshalb außerhalb der Hülse
wenig Platz. Bei den vorgegebenen Außenabmessungen
der Stützrahmen läßt sich durch diese Anordnung eine
relativ hohe Raumökonomie erreichen, insbesondere
gegenüber der Vorrichtung nach der DE-OS 26 03 304. Da
jedoch die Haltezungen und die Hülse aus dem gleichen
Material gebildet sind, die Hülse steif sein soll und
dagegen die Haltezunge elastisch federnd, ist bei einer
einstückigen Ausbildung nur eine Kompromißlösung
möglich. Neben dem Nachteil, daß die Haltezunge die
Festigkeit der Hülse verringert, ist auch durch den relativ
großen, notwendigen Federweg eine Ermüdung des
Materials absehbar. Dies führt in der Praxis zu Störungen
beim Einstecken der Stifte durch Abbrechen der Zungen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, in
einem Stützrahmen, dessen Außenabmessungen
vorgegeben sind, eine möglichst große Anzahl von
Aufnahmebohrungen unterzubringen. Dabei soll der
Stützrahmen eine hohe Festigkeit und Formstabilität
aufweisen, ohne daß ein zu großes Eigengewicht
entsteht.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst. Der Stützrahmen besteht im
wesentlichen aus einer Platte aus vollem Material,
die nur dort Aussparungen aufweist, wo sie unbedingt
notwendig sind. Die Führungsbohrungen und die
Vertiefungen stellen die einzelnen Aussparungen dar,
im übrigen ist die Platte aus vollem Material. Dadurch
wird eine hohe Formstabilität erreicht, die der
Genauigkeit der in dem Stützrahmen zu bearbeitenden
Bleistifte zugute kommt. Durch die Federzungen, die
an einer Leiste angeformt sind, läßt sich eine
exakt vorbestimmbare Federkraft erreichen, die auch
bei langfristiger Benutzung weitgehend unverändert
bleibt.
Durch eine Ausbildung der Federzungen, die jeweils
nach außen zu den Stützflächen konvex gewölbt sind,
läßt sich ein Einstecken der Schreibstifte in die
Führungsbohrung erreichen, ohne daß dabei Beschädigungen
auftreten. Da sich die Federzungen in der Ruhelage an
den Stützflächen abstützen und nur bei eingestecktem
Schreibstift von dort abheben, kann der Federweg
der Federzungen sehr gering gehalten werden, wodurch
keine Materialermüdungen auftreten.
Eine besonders einfache Montage der einzelnen
Federzungen in den Vertiefungen wird dann erreicht, wenn
die Federleiste an den gegenüberliegenden Seiten
jeweils mehrere Federzungen aufweist. Somit lassen
sich die Federzungen für eine ganze Reihe
gegenüberliegender Führungsbohrungen aus einem Stück fertigen
und einfach in der Vertiefung des Stützrahmens
montieren. Die Federleiste kann dort mit wenigen
Haltemitteln exakt befestigt werden, wenn sie mittels
einer Halteleiste und Befestigungsmitteln, wie z. B.
Schrauben, Nieten oder dergleichen in der Vertiefung
fixiert ist.
Die Konstruktion des Stützrahmens bietet die
Voraussetzung, um diesen, bestehend aus den Seitenwänden,
den Zwischenwänden und dem Boden aus Kunststoff
herzustellen. Besonders gute Eigenschaften hinsichtlich
des Gewichtes und der Festigkeit werden erreicht,
wenn der Stützrahmen aus Polyurethan-Schaumstoff
besteht. Es handelt sich hierbei um einen Schaumstoff,
der nach dem Aufschäumen eine homogene Struktur hoher
Festigkeit aufweist, die an der Oberfläche durch
eine Art Hautbildung verstärkt ist.
Die Führungsbohrung, die an der Oberseite des
Stützrahmens voll ausgebildet ist weist
zweckmäßigerweise eine Abschrägung auf, die das Einschieben
der Schreibstifte erleichtert.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben.
Es zeigen
Fig. 1 einen Querschnitt durch den
komplett montierten Stützrahmen
und
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung
des Stützrahmens, von unten
gesehen.
Der Stützrahmen, der im wesentlichen rechteckig
ausgebildet ist besteht aus einer umlaufenden Seitenwand
1 und einer oder mehrerer, parallel zur Längsseite
der Seitenwand 1 verlaufenden Zwischenwand 2. Nach
oben ist der Stützrahmen durch einen Boden 3
abgeschlossen, in welchen Führungsbohrungen 4 münden, die
eine Abschrägung 5 aufweisen.
Zwischen den Führungsbohrungen 4, die jeweils in
zwei parallelen Reihen angeordnet sind, verläuft eine
Vertiefung 6 die breiter ist als der kleinste Abstand
der inneren Mantelflächen der Führungsbohrungen 4.
Auf diese Weise ist die Führungsbohrung 4 segmentartig
angeschnitten, wodurch Öffnung 7 und Stützflächen 8
gebildet werden. Die Stützflächen 8 bilden die seitliche
Begrenzung der Vertiefung 6, während eine Grundfläche 9
die Vertiefung 6 nach unten begrenzt. In die
Vertiefung 6 ist eine Federleiste 10 eingesetzt, die
jeweils gegenüberliegende Federzungen 11 aufweist.
In vorteilhafter Weise wird die Federleiste 10
mittels einer Halteleiste 12 auf dem Boden 3 der
Vertiefung 6 durch geeignete Befestigungsmittel 13
gehalten. Als Befestigungsmittel können Schrauben,
Nieten oder dergleichen verwendet werden. Die
Schreibstifte 14 sind von der Oberseite 15 in den
Stützrahmen eingesteckt und werden im Bereich der
Öffnungen 7 von den Federzungen 11 beaufschlagt, die
dadurch von den Stützflächen 8 abheben und in die
Vertiefung 6 zurückweichen.
Aus der Fig. 2 ist besonders deutlich die Raumform
des Stützrahmens zu ersehen, woraus auch hervorgeht,
daß die Führungsbohrungen 4 weitgehend von Material
umschlossen sind, wodurch eine hohe Formstabilität
gegeben ist.
Bezeichnungen
1 Seitenwand
2 Zwischenwand
3 Boden
4 Führungsbohrung
5 Abschrägung
6 Vertiefung
7 Öffnung
8 Stützfläche
9 Grundfläche
10 Federleiste
11 Federzunge
12 Halteleiste
13 Befestigungsmittel
14 Schreibstift
15 Oberseite
|
| Anspruch[de] |
- 1. Stützrahmen zur lageorientierten Aufnahme von
stabförmigen Gegenständen, insbesondere von
Schreibstiften, mit Führungsbohrungen, in die
federnde Elemente eingreifen,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- a) in einer Platte aus vollem Material ist
zwischen jeweils zwei Führungsbohrungen (4)
eine Vertiefung (6) vorgesehen;
- b) die Führungsbohrungen (4) sind durch die
Vertiefung (6) teilweise axial aufgeschnitten
und weisen Öffnungen (7) auf, an die sich
Stützflächen (8) anschließen;
- c) am Boden (3) der Vertiefung (6) ist eine
Federleiste (10) mit wenigstens zwei abgebogenen
Federzungen (11) befestigt;
- d) die Federzungen (11) liegen an den
Stützflächen (8) oder an dem in die Führungsbohrung (4)
gesteckten Schreibstift (14) an.
- 2. Stützrahmen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federzungen (11) jeweils nach außen
zu den Stützflächen (8) konvex gewölbt sind.
- 3. Stützrahmen nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federleiste an den gegenüberliegenden
Seiten jeweils mehrere Federzungen (11) aufweist.
- 4. Stützrahmen nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federleiste (10) mittels einer
Halteleiste (12) und Befestigungsmitteln (13) in
der Vertiefung (6) fixiert ist.
- 5. Stützrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stützrahmen, bestehend aus den
Seitenwänden (1), den Zwischenwänden (2) und dem
Boden (3) aus Kunststoff besteht.
- 6. Stützrahmen nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kunststoff ein Polyurethan-Schaumstoff ist.
|
|
|