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Dokumentenidentifikation DE3631995C2 02.09.1993
Titel Vorrichtung für die Schraubbetätigung von Panzergewinde-Verschraubungen
Anmelder Weber, Franz, 69502 Hemsbach, DE
Erfinder Weber, Franz, 69502 Hemsbach, DE
DE-Anmeldedatum 20.09.1986
DE-Aktenzeichen 3631995
Offenlegungstag 31.03.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.09.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.09.1993
IPC-Hauptklasse B25B 7/02
IPC-Nebenklasse B25B 13/28   
Zusammenfassung Eine Vorrichtung zur Schraubbetätigung von Panzergewinde-Verschraubungen für Kabel und Leitungen ist als - an sich bekanntes - zangenartiges Werkzeug mit zwei sich kreuzenden Zangenhebeln (13, 14) und einer gemeinsamen, im Kreuzungsbereich gelegenen Drehgelenkstelle (15) ausgebildet. Die einen, vorzugsweise die längeren Hebelarme der Zangenhebel dienen als Zangengriffe, die entgegengesetzt gerichteten anderen Hebelarme sind an ihren freien Endbereichen mit Betätigungsbacken (19) versehen.
Die Betätigungsbacken sind als zueinander konkav gekrümmte längsgeteilte Rohrsegmente ausgebildet, deren Längsachsen (20) in einem Winkel von etwa 45 bis 90 Winkelgraden zur Bewegungsebene (21) der beiden Zangenhebel verlaufen.
Diese Rohrsegmente stehen von den Hebelenden, von denen sie ausgehen, auf wenigstens einer Seite der Zangenhebel seitlich weit vor und sie sind an ihren freien, von den Hebelenden wegweisenden Längsenden auf ihren zueinander gerichteten Innenflächen mit über diese Innenflächen vorstehenden Ausformungen (22, 23) in Gestalt einer Riffelung, einer Zahnung oder eines Ringabschnittes mit einer Mehrkant-Ausnehmung ausgestattet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Schraubbetätigung von Panzergewinde-Verschraubungen für Kabel und Leitungen gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Als Panzergewinde-Verschraubungen bezeichnet man Verschraubungen für Kabel und Leitungen entsprechend der DIN 46 320. Derartige Panzergewinde-Verschraubungen (nachfolgend als Pg-Verschraubungen bezeichnet) können aus Kunststoff oder auch aus Metall, beispielsweise Messing, bestehen und enthalten im übrigen einen zusammenquetschbaren Dichtring aus einem relativ weichen, gummielastischen Material. Ein sogenannter Zwischenstutzen kann unmittelbar in eine Gewindebohrung eingeschraubt werden, stattdessen aber auch in eine Öffnung eingefügt und mit einer Mutter und gegebenenfalls einem Sicherungsring verschraubt werden. Nach dem Durchführen des Kabels wird nunmehr eine Druckschraube angezogen, wodurch der bereits genannte Dichtring zusammengequetscht wird und sich eng um das eingeführte Kabel dichtend anschmiegt. Da die durchzuführenden und wie geschildert abzudichtenden Kabel sehr unterschiedliche Außendurchmesser aufweisen können, gibt es dementsprechend unterschiedlich große Pg-Verschraubungen, von denen jede ein gewisses Spektrum von Kabelaußendurchmessern aufzunehmen vermag.

Sowohl die bereits genannten Zwischenstutzen als auch die gegebenenfalls notwendigen Befestigungsmuttern als auch schließlich die genannten Druckschrauben weisen in aller Regel sechskantige Bereiche auf, um sie mittels eines normalen Gabelschlüssels oder dergleichen betätigen beziehungsweise einschrauben zu können. Eine solche Schraubbetätigung ist völlig unproblematisch, solange es sich um eine einzelne Pg-Verschraubung handelt oder auch um mehrere, welche einen hinreichenden Abstand voneinander aufweisen. Zu einem Problem hingegen wird es, wenn sehr viele derartige Pg-Verschraubungen dicht nebeneinander gelegen sind, oder mit anderen Worten: wenn auf einer kleinen Fläche eine vergleichsweise große Anzahl von Pg-Verschraubungen unterzubringen ist. Eine derartige Situation veranschaulicht die Fig. 10. Hier nun bereitet die Schraubbetätigung sowohl des Zwischenstutzens (falls dieser unmittelbar in ein Gewinde einzuschrauben ist) beziehungsweise dessen Gegenmutter, als auch die Schraubbetätigung der Druckschraube größere Schwierigkeiten, die durch den genannten Platzmangel bedingt sind. Für die Montage des Zwischenstutzens ohne eine durchgeführte Leitung kann man sogenannte Rohrsteckschlüssel verwenden wie solche auch für die Zündkerzenmontage bei Verbrennungsmotoren Verwendung finden. Allerdings ist es notwendig, für jede Größe der Pg-Verschraubungen einen gesonderten Rohrsteckschlüssel zur Verfügung zu haben, da die Schlüsselweiten der einzelnen Sechskantbereiche mit zunehmender Größe der Pg-Verschraubung auch zunehmen. Bei durchgezogenen, womöglich längeren Leitungen oder Kabeln ist jedoch auch die Verwendung eines Rohrsteckschlüssels nicht möglich, es sei denn, daß man bereit ist, das Kabel beziehungsweise die Leitung vorher durch diesen Rohrsteckschlüssel "einzufädeln". Handelt es sich hierbei um ein sehr langes Kabel, so ist dieses "Einfädeln" in der Praxis nicht möglich beziehungsweise unzumutbar. Die Schwierigkeiten bei der Verschraubung treten insbesondere für die Druckschrauben auf, da diese in jedem Fall bei durchgeführtem Kabel betätigt werden müssen. Hierbei bedient man sich nun in den Fällen, in denen die Verwendung eines Gabelschlüssels aus Platzgründen nicht mehr möglich ist, irgendwelcher vorhandener Zangen, beispielsweise sogenannter Kombizangen oder auch kleiner Rohrzangen oder dergleichen. Dieses führt allerdings leicht zu Beschädigungen der Oberflächen der Pg-Verschraubungen, was nicht nur unschön aussieht, sondern darüber hinaus auch - beispielsweise bei vernickelten Messing-Verschraubungen - zur Beschädigung des Oberflächenschutzes und somit zu Korrosionserscheinungen führen kann. Aber auch bei Kunststoff- Verschraubungen sind Beschädigungen der Oberfläche durchaus unerwünscht.

Eine Kombizange, wie sie vorstehend erwähnt worden ist, ist beispielsweise der DE-OS 29 35 806 zu entnehmen. Eine Rohrzange, wie sie anschließend angesprochen worden ist, kann der US-PS 38 94 451 entnommen werden. Diese beiden zangenartigen Vorrichtungen sind, was den hier vorliegenden Bedarfsfall, nämlich die Betätigung von nahe nebeneinander gelegenen Pg-Verschraubungen betrifft, mit den ober erwähnten Nachteilen behaftet; denn sie können weder radial noch axial den zu betätigenden Pg-Verschraubungen zugeführt werden, sondern nur in einer Schräglage. Dementsprechend können die Verzahnungen in den Betätigungsbacken der beiden bekannten Zangen auch nur in einer Schräglage die Kanten der 6-kantigen Betätigungsbereiche der Pg-Verschraubungen angreifen, wodurch eine Beschädigung dieser Kanten praktisch unvermeidbar ist. Außerdem wären - bei Benutzung einer dieser Zangen - der Betätigungseffekt unbefriedigend und die Handhabung recht unbequem.

Die letzgesagten Ausführungen treffen auch für einen der CH-PS 5 71 933 zu entnehmenden "Schraubenschlüssel für Mehrkantschrauben und -muttern" zu. Zwar sind bei diesem Schraubenschlüssel gegeneinander auswechselbare Einsätze mit unterschiedlichen Flankenausbildungen für die Betätigung unterschiedlicher Schrauben- oder Mutterngrößen vorgesehen, nicht hingegen eine - wie auch immer geartete - Schrägstellung dieser Betätigungseinsätze, was die Betätigung von eng nebeneinander angeordneten Pg-Verschraubungen erleichtert oder überhaupt möglich machen würde. Nachteilig kommt hinzu, daß das Auswechseln der besagten Einsätze, zumal mit einzufügenden Druckfedern kombiniert sind, recht zeitaufwendig ist.

Bekannt sind auch ein- oder beidendig aus ihrer Betätigungsebene abgekröpfte Ringschraubenschlüssel, wie ein solcher beispielsweise dem DE-GM 76 28 286 - hier zusätzlich mit einem Abgleitschutz versehen - entnommen werden kann. Derartige Ringschraubenschlüssel sind sehr einfach in der Gestaltung, für viele Anwendungsbereiche aber dennoch von effizienter Wirkungsweise. Für den vorliegenden Bedarfsfall allerdings, wenn es nämlich gilt, mit Kabeln bestückte Druckschrauben der Pg-Verschraubungen zu betätigen, sind derartige Ringschraubenschlüssel in gleicher Weise, wie dieses oben bereits für Rohrsteckschlüssel geschildert worden ist, ungeeignet. Längere Kabel müßten nämlich erst durch den Ringbereich des Ringschraubenschlüssels hindurchgeführt und nach beendeter Schraubtätigkeit anschließend wieder herausgezogen werden. Anziehen oder ein Nachstellen der Druckschrauben bei beidendig bereits angeschlossenen Kabeln bzw. Leitungen ist überhaupt nicht mehr möglich.

Der DD-PS 91 004 schließlich ist ein "Montierwrkzeug für einschraubbare Rohrverbindungen" zu entnehmen, welches insbesondere für die Montage von Rohrverbindungen in einer Miniaturausführung vorgesehen ist. Einsatzgebiet solcher Rohrverbindungen sind hydraulische und pneumatische Anlagen.

Dieses Montierwerkzeug ist zwar für durchaus andere Einsatzzwecke konzipiert, als dieses beim zur Rede stehenden Erfindungsgegenstand der Fall ist, nämlich für die besagten hydraulischen und pneumatischen Anlagen. In diesen technischen Bereichen tritt aber offensichtlich eine ähnliche Problematik auf wie bei einer Gruppe von Pg-Verschraubungen, denn auch hier müssen offensichtlich auf engem Raum zusammengefaßte Elemente schraubend betätigt werden. Allerdings gilt es hier wohl, mit Nuten versehene Ringmuttern oder Überwurfschrauben zu betätigen, nicht hingegen solche mit 6-kantigen oder mehrkantigen Ansätzen. Dementsprechend weist dieses bekannte Montierwerkzeug auch an seinen kürzeren Betätigungshebelenden keine Betätigungsbacken auf, sondern vielmehr sogenannte Montierenden, die eine Rohrleitung umfassen, und die an ihren freien, vom Werkzeug abstehenden Längsenden mit je einer axial verstehenden Haltenase ausgestattet sind. Diese Haltenasen sind wahrscheinlich zum Eingriff in die genannten Nuten der besagten Ringmutter bzw. Überwurfschrauben vorgesehen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Abhilfe für die geschilderten Schwierigkeiten bei der Montage von Pg-Verschraubungen zu schaffen, d. h. eine Vorrichtung anzugeben, die die besagten Beschwernisse insbesondere dann behebt oder wenigstens deutlich mindert, wenn es gilt, mehrere oder zahlreiche, in einem insgesamt kleinen Flächenbereich sehr nahe nebeneinander gelegene Pg-Verschraubungen sicher, zügig und ohne Beschädigung der jeweils betätigten Verschraubung, der benachbarten Verscharaubungen und der durch die Verschraubungen geführten elektrischen Kabel oder Leitungen zu montieren bzw. zu demontieren.

Außerdem soll die zu schaffende Vorrichtung einfach in der Handhabung und zugleich kostengünstig in der Herstellung sein, und zudem nach Möglichkeit auch noch für wenigstens zwei oder drei aufeinanderfolgende Größen von Pg-Verschraubungen benutzt werden können.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1.

Zangenartige Werkzeuge, wie ein solches für die zu schaffende Vorrichtung vorgeschlagen wird, sind an sich in unterschiedlichsten Ausführungen bekannt, im vorliegenden Falle jedoch weist dieses zangenartige Werkzeug ganz spezielle Besonderheiten hinsichtlich seiner Betätigungsbacken auf, die nämlich als zueinander konkav gekrümmte, längsgeteilte Rohrsegmente ausgebildet sind, deren Längsachsen senkrecht oder schräg zur Bewegungsebene der Stangenhebel verlaufen. Außerdem stehen diese Rohrsegmente auf wenigstens einer Seite der Zangenhebel seitlich weit vor und im übrigen sind diese Rohrsegmente an ihren freien, von den Hebelenden wegweisenden Längsenden auf ihren zueinandergerichteten Innenflächen mit über diesen Innenflächen vorstehenden Ausformungen in Gestalt einer Riffelung, einer Zahnung oder eines Ringabschnittes mit einer Mehrkant-Ausnehmung ausgestattet. Diese Rohrsegmente können bei Verwendung eines bruchfesten Werkzeugstahles vergleichsweise dünnwandig sein, d.h. durchaus deutlich geringere Wandstärken aufweisen, als dieses bei Rohrsteckschlüsseln der Fall ist. Lediglich an den genannten freien Enden der Rohrsegmente sind diese durch vorstehende Ausformungen mit einer Riffelung, Zahnung oder dergleichen etwas verdickt, und zwar - wie bereits gesagt - zum Zangeninneren hin, was den Vorteil hat, daß an den Sechskantbereich angrenzende Bereiche der Pg-Verschraubung bei ihrer Schraubbetätigung nicht beschädigt werden.

Eine solche zangenartige Vorrichtung ist kostengünstig auch in kleineren Stückzahlen herstellbar, sie kann, wie Versuche gezeigt haben, durchaus für drei oder vier aufeinanerfolgende Größen von Pg-Verschraubungen Verwendung finden und ist zudem bedeutend einfacher und erfolgreicher zu handhaben als dieses mit den vorhin genannten Kombizangen oder Rohrzangen oder dergleichen möglich ist. Auch wird - was noch einmal erwähnt sei - eine Beschädigung der Pg-Verschraubungen bei sachgemäßer Anwendung der neuen zangenartigen Vorrichtung vermieden.

Eine sehr vorteilhafte Weiterbildung des Erfindungsgedankens ist in dem Vorschlag zu sehen, die durch die Drehgelenkstelle bestimmte Lage der beiden Zangenhebel zueinander durch eine Veränderung der Drehgelenkstelle verstellbar zu gestalten, derart, daß bei gleichem Öffnungswinkel der Zangenhebel die jeweiligen Abstände der als Betätigungsbacken dienenden Rohrsegmente voneinander unterschiedlich sind. Hierdurch ist der Anwendungsbereich hinsichtlich der Größen der einzelnen Pg-Verschraubungen erweiterbar, d.h. es können mit ein- und derselben zangenartigen Vorrichtung nicht nur zwei oder drei oder höchstens vier aufeinanderfolgende Größen von Pg-Verschraubungen betätigt werden, sondern darüber hinaus weitere zwei bis vier nachfolgende Größen von Pg-Verschraubungen.

Eine Veränderung der Drehgelenkstelle ist beispielsweise durch Umstecken eines Lagerbolzens realisierbar. Dieses ist jedoch etwas umständlich und zeitraubend. Stattdessen wird in einer vorteilhaften Ausgestaltung des zuletzt genannten Gedankens vorgeschlagen, die Drehlagerstelle in weit geöffneter Zangenstellung durch Verschiebung der Zangenhebel in ihrem Kreuzungsbereich zu verändern, wobei ein fest an dem einen Zangenhebel angeordneter, stellenweise abgeflachter, als Lagerachse dienender Rundbolzen von einer kreisförmigen Lageröffnung im zweiten Zangenhebel in eine dieser Lageröffnung benachbarte weitere kreisförmige Lageröffnung verschoben wird, und zwar entlang einer die benachbarten Lageröffnungen miteinander verbindenden Ausnehmung, deren maximale Breite deutlich geringer ist als der Außendurchmesser der genannten Lageröffnungen. Eine derartige Veränderung einer Drehlagerstelle ist - auch bei Zangen-Vorrichtungen - an sich bekannt, aber eben auch in diesem Anwendungsfall besonders zweckmäßig.

Eine andere zweckmäßige Weiterbildung des Erfindungsgedankens ist in dem Vorschlag zu sehen, die als Betätigungsbacken dienenden Rohrsegmente beiderseits von den Hebelenden, von denen sie ausgehen beziehungsweise mit denen sie verbunden sind, seitlich weit vorstehen zu lassen und an ihren beiden freien, von den Hebelenden wegweisenden Längsenden auf den zueinandergerichteten Innenflächen mit über diese Innenflächen vorstehenden Ausformungen, wie sie vorhin bereits genannt worden sind, auszustatten. Hierdurch ist die Handhabung der zangenartigen Vorrichtung insoweit einfacher, als man - wie auch immer man die Zange in die Hand nimmt - stets eine der zu betätigenden Verschraubung zugekehrte "Betätigungsseite" hat, d.h. man muß bei falschem Greifen der Zange diese nicht erst drehen. Außerdem kann eine solche Zange bezüglich ihrer Betätigungsbacken eine längere Lebensdauer haben, da - statistisch gesehen - ein- und dasselbe Paar an Betätigungsbacken nur jede zweite Betätigung ausführen muß.

Der zuletzt genannte Weiterbildungsvorschlag gewinnt jedoch erheblich an Bedeutung, wenn - so ein zusätzlicher vorteilhafter Vorschlag - die beiden auf einer Seite seitlich der Hebelenden vorstehenden Rohrsegmente einen deutlich erkennbar anderen Krümmungsradius aufweisen, als die beiden auf der entgegengesetzten Seite der Hebelenden seitlich vorstehenden Rohrsegmente. Auf diese Weise ist der Anwendungsbereich ein- und derselben zangenartigen Vorrichtung noch einmal deutlich erweiterbar, so daß mit einer derartigen Vorrichtung praktisch alle üblichen Pg-Verschraubungen betätigt werden können -, jedenfalls im Gewinde-Größenbereich von Pg 7 bis hin zu Pg 48. Hierbei wird eine Verstellbarkeit der Drehlagerstelle, wie auch immer gestaltet, vorausgesetzt.

Eine sehr nützliche Ausgestaltung ist in der nachfolgenden Maßnahme zu sehen, nämlich die an den beiden freien Enden der Rohrsegmente gelegenen, über deren zueinander gerichteten Innenflächen vorstehenden Ausformungen mit einem zäh-elastischen Überzug aus einem widerstandsfähigen Elastomer zu versehen, dessen Überzugsdicke in der Größenordnung von ca. 0,3 bis hin zu 1,5 mm liegt. Hierdurch ist eine Beschädigung der Pg-Verschraubungen auch bei nicht ganz sachgemäßer, d.h. hastiger oder ungeschickter Handhabung der zangenartigen Vorrichtung, absolut verhinderbar.

Dieser zuletzt genannte Vorschlag kann in besonders vorteilhafter Weise dadurch verwirklicht werden, daß die Überzüge für die genannten Ausformungen in Gestalt von aufsteckbaren selbsthaftenden oder mit Haftmitteln zu versehenden Kappen oder Belägen ausgebildet werden. Anstatt also beispielsweise dickwandigere Beschichtungen für die genannten Ausformungen (z.B. in einem Tauchverfahren) vorzusehen, können solche Überzüge auch auswechselbar und ersetzbar gestaltet werden. Dieses kann die Lebensdauer von mit solchen Überzügen versehenen Vorrichtungen erheblich verlängern.

Alternativ zu den letztgenannten Maßnahmen kann aber auch vorgesehen sein, die an den freien Enden der Rohrsegmente gelegenen, über deren zueinander gerichteten Innenflächen vorstehenden Ausformungen als haftend aufgesteckte Kappen oder als haftend angefügte Betätigungsbacken aus einem widerstandsfähigen Elastomer auszubilden. Solche aufsteckbaren oder anfügbaren Kappen, Beläge oder Betätigungsbacken können hierbei entfernbar und im Falle ihres Verschleißes gegen neue, gleiche Teile auswechselbar sein.

Die zuletzt genannten Ausgestaltungsmöglichkeiten können, was die "Qualität" der Schraubbetätigung betrifft, besonders vorteilhaft sein, allerdings sind auswechselbare Teile insoweit mit einem gewissen Nachteil behaftet, als es sich um zu beschaffende "Ersatzteile" handelt, welche also rechtzeitig beschafft werden und im Bedarfsfalle auch greifbar sein müssen.

Anhand von figürlichen Darstellungen und den nachfolgenden Erläuterungen hierzu sollen der Erfindungsgedanke und seine wesentlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten noch einmal erläutert und verdeutlicht werden: Es zeigt:

Fig. 1 eine Seitensicht einer zangenartigen Vorrichtung,

Fig. 2 eine Draufsicht auf die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung,

Fig. 3 eine Seitensicht auf eine gegenüber den Ausführungen gemäß den Fig. 1 und 2 abgewandelte zangenartige Vorrichtung,

Fig. 4-6 eine Seitensicht und zwei Draufsichten auf eine zangenartige Vorrichtung in abgewandelter Ausführung gegenüber den vorher gezeigten Gestaltungen,

Fig. 7 eine besondere Ausführungsform für das freie Ende eines Rohrsegmentes,

Fig. 8 eine von der Gestaltung gemäß Fig. 7 abgewandelte Ausführung des freien Endes eines Rohrsegmentes,

Fig. 9 eine Detaildarstellung bezüglich der Verstellmöglichkeit für eine Drehgelenkstelle,

Fig. 10 eine perspektivische Sicht auf ein Verteilergehäuse mit einer größeren Anzahl Pg-Verschraubungen und

Fig. 11 die Anwendung einer zangenartigen Vorrichtung, wie sie in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist.

Die Fig. 1 und 2 zeigen in einer Seitensicht und einer Draufsicht eine zangenartige Vorrichtung 12 für die Schraubbetätigung von Pg-Verschraubungen für Kabel und Leitungen. Erkennbar ist, daß sich diese Vorrichtung 12 aus zwei sich kreuzenden Zangenhebeln 13 und 14 zusammensetzt, die in ihrem Kreuzungsbereich eine gemeinsame Drehgelenkstelle 15 besitzen und hier durch geeignete, nicht im einzelnen bezifferte Elemente zusammengehalten sind. Jeder der beiden Zangenhebel 13 und 14 stellt somit einen zweiarmigen Hebel dar, wobei die beiden längeren Hebelarme als Zangengriffe 16 beziehungsweise 17 dienen, die kürzeren Hebelarme hingegen mit Betätigungsbacken 18 beziehungsweise 19 ausgestattet sind. Deutlich aus den Fig. 1 und 2 ist zu entnehmen, daß diese Betätigungsbacken 18 und 19 als zueinander konkav gekrümmte, längsgeteilte Rohrsegmente ausgebildet sind, deren gedachte Längsachsen im vorliegenden Falle senkrecht zur Bewegungsebene der beiden Zangenhebel 13 und 14 verlaufen. In der Fig. 1 sind die Längsachse der als Rohrsegmente ausgebildeten Betätigungsbacken 18 und 19 durch eine Strich-Punkt-Strich-Linie 20 und die (mittlere) Bewegungsebene der Zangenhebel 13 und 14 durch eine weitere Strich-Punkt-Strich-Linie 21 angedeutet.

Sehr wesentlich für die vorliegende zangenartige Vorrichtung ist es, daß die als Betätigungsbacken 18 und 19 dienenden Rohrsegmente von den (nicht gesondert bezifferten) Hebelenden der Zangenhebel 13 und 14, von denen sie ausgehen, seitlich weit abstehen, in der Darstellung in Fig. 1 also vergleichsweise weit nach unten ragen. An ihren freien, von den Hebelenden wegweisenden Längsenden weisen die Rohrsegmente (18, 19) auf ihren zueinander gerichteten Innenflächen Ausformungen 22 und 23 auf, die über die Innenflächen der Rohrsegmente (18, 19) vorstehen und auf ihren zueinander gerichteten Seiten im vorliegenden Falle mit einer groben Riffelung ausgestattet sind.

Schließlich sei erwähnt, daß die bereits genannten Zangengriffe 16 und 17 mit isolierenden Überzügen 24 und 25 versehen sind, wodurch nicht nur die Griffsicherheit verbessert werden kann, sondern auch dem Bedürfnis nach elektrischer Sicherheit bei allen Werkzeugen, die auf dem Gebiet der elektrischen Installationen Verwendung finden, Rechnung getragen wird.

Die aus den Fig. 1 und 2 zu entnehmende zangenartige Vorrichtung 12 stellt eine einfache Ausführung des Erfindungsgegenstandes dar und vermag die aufgabengemäß an sie gestellten Forderungen voll zu erfüllen.

Eine etwas abgewandelte Ausführung der eben beschriebenen zangenartigen Vorrichtung 12 veranschaulicht die Fig. 3 . Die hierin gezeigte zangenartige Vorrichtung 26 gleicht derjenigen der Fig. 1 und 2 völlig, ausgenommen der Lage von als Betätigungsbacken dienenden Rohrsegmenten, von denen die sichtbare mit der Ziffer 27 versehen ist. Die angedeutete (gedachte) Längsachse 28 der Rohrsegmente (27) verläuft nämlich nicht senkrecht zur angedeuteten Bewegungsebene 29, sondern stattdessen in einem spitzen Winkel Alpha von im vorliegenden Falle etwa 65 Winkelgraden. Alle übrigen Ausgestaltungsmerkmale entsprechen - wie bereits gesagt - der zuvor erläuterten zangenartigen Vorrichtung 12. Erkennbar aber unerwähnt geblieben ist, daß die zangenartige Vorrichtung 26 gemäß Fig. 3 in einem gegenüber den Fig. 1 und 2 verkleinerten Maßstab dargestellt worden ist.

Die Fig. 4, 5 und 6 veranschaulichen ebenfalls eine zangenartige Vorrichtung 31 für den eingangs genannten Zweck, hier jedoch in einer aufwendigeren Ausgestaltung, als dieses bei den zuvor erläuterten zangenartigen Vorrichtungen der Fall ist. Auch diese Vorrichtung 31 weist Zangenhebel 32 und 33 auf, die eine gemeinsame Drehgelenkstelle 34 besitzen. Die längeren Hebelarme der Zangenhebel 32 und 33 dienen als Zangengriffe 35 und 36, die kürzeren Hebelarme hingegen sind mit Betätigungsbacken ausgestattet, welch letztere sich jedoch vom vorher erläuterten Ausführungsbeispiel dadurch unterscheiden, daß sie sich beiderseits der genannten Hebelenden erstrecken. Auch diese Betätigungsbacken sind als Rohrsegmente anzusprechen, allerdings weisen die in unterschiedliche seitliche Richtung von den Hebelenden vorstehenden Rohrsegmente unterschiedliche Krümmungsradien auf. Die in der Fig. 4 nach oben gerichteten beziehungsweise in der Fig. 5 zum Betrachter hin vorspringenden Rohrsegmente 37 und 38 weisen einen deutlich größeren Krümmungsradius auf, als die entgegengesetzt gerichteten Rohrsegmente 39 und 40, wie sich in den beiden seitlichen Ansichten gemäß den Fig. 5 und 6 entnehmen läßt. Im übrigen weisen auch diese Rohrsegmente, oder besser gesagt: Rohrsegment-Paare 37, 38 und 39, 40 an ihren freien, voneinander weisenden Längsenden auf ihren zueinander gerichteten Innenflächen über diese Innenflächen vorstehende Ausformungen 41 und 42 (an den Rohrsegmenten 37 und 38) sowie 43 und 44 (an den Rohrsegmenten 39 und 40) auf, und zwar im vorliegenden Falle in Gestalt von Ringabschnitten mit einer Mehrkant-Ausnehmung. Diese Definition sei folgendermaßen erläutert: man stelle sich einen Ring vor, dessen Außenrandung kreisrund ist und dessen innere Kontur eine Mehrkant-Ausnehmung darstellt, beispielsweise eine achtkantige Öffnung. Nimmt man nun einen Abschnitt dieses so geformten Ringes, beispielsweise ein Stück entsprechend einem Drittel des Umfanges, und fügt diesen Ringabschnitt an die Innenwandung eines Rohrsegmentes, so erhält man also an der Innenfläche dieses Rohrsegmentes eine vorstehende Ausnehmung in Gestalt eines Ringabschnittes mit einer Mehrkant-Ausnehmung. Auf diese Weise sind solche Rohrsegmente im Prinzip auch herstellbar, in der Praxis allerdings wird man im Gesenk geschmiedete Teile verwenden, anstatt solche Ausformungen anzuschweißen, anzulöten oder dergleichen. Soviel zu den als Betätigungsbacken dienenden Rohrsegementen 37 bis 40. Nicht unerwähnt bleibe, daß die Drehgelenkstelle 34 veränderbar ist, d.h. ein (im einzelnen nicht erkennbarer) Lagerbolzen ist aus seiner dargestellten Lage im Zangengriff 35 in eine Lageröffnung 45 veränderbar, welche unmittelbar neben einer (nicht direkt erkennbaren) Lageröffnung gelegen ist, in welcher sich nämlich der genannte Lagerbolzen in gezeichneter Stellung befindet. Zur Erläuterung dieser Veränderbarkeit der Lage der Drehgelenkstelle 34 sei auf die Fig. 9 verwiesen. Hierin sind zwei Lageröffnungen, nämlich die Lageröffnung 45, die am Zangenhebel 35 in Fig. 5 erkennbar ist, und danebenliegend eine Lageröffnung 46 erkennbar, welche beide über einen Ausbruch 47 miteinander verbunden sind. Dieser Ausbruch 47 hat eine Breite (beziehungsweise eine Höhe, bezogen auf die Darstellung in Fig. 9), welche deutlich kleiner ist als die Durchmesser der Lageröffnungen 45 und 46. Der vorhin bereits genannte Lagerbolzen, hier geschnitten dargestellt und mit der Ziffer 48 versehen, weist Abflachungen 49 und 50 auf, die in der gezeichneten Stellung des Lagerbolzens 48 ein Durchtreten durch den Ausbruch 47 gestatten. Diese Stellung weist der Lagerbolzen 48, welcher übrigens starr mit dem Zangenhebel 33 verbunden ist, in weit geöffneter Zangenstellung der Zangenhebel 32 und 33 auf. Befindet sich der Lagerbolzen 48 inmitten einer der Lageröffnungen 45 oder 46, so können die Zangenhebel 32 und 33 wieder eine Schließbewegung ausführen und der Lagerbolzen 48 kann hierbei voll seine Zwecke erfüllen.

Abschließend kann zur zangenartigen Vorrichtung 31 gemäß den Fig. 4 bis 6 gesagt werden, daß eine derartig gestaltete Vorrichtung für praktisch alle gängigen Pg-Verschraubungen verwendbar ist, wobei also bei kleinen Pg-Verschraubungen die in der Fig. 4 nach unten gerichteten "kleinen" Rohrsegmente 39 und 40 in zwei unterschiedlichen Stellungen der Drehgelenkstelle 34 Verwendung finden, bei größeren und großen Pg-Verschraubungen finden die in Fig. 4 nach oben gerichteten Rohrsegmente 37 und 38 Anwendung, wobei auch hier wiederum die Drehgelenkstelle 34 den Anwendungsbereich vergrößert.

Zur zeichnerischen Darstellung der Fig. 4 sei noch angemerkt, daß die beiden zum Betrachter gerichteten Rohrsegmente 38 und 39 entlang ihrer Längsachsen abgeschnitten gezeigt sind. In der Zeichnung links von den angedeuteten (jedoch nicht bezifferten) Längsachsen der Rohrsegmente sind nun die (ineinander übergehenden) Rohrsegmente 37 und 38 erkennbar, wobei die seitlichen Randflächen dieser Rohrsegmente 37 und 40 der besseren Erkennbarkeit halber schraffiert gezeigt sind, obwohl es sich nicht um zeichnerische Schnittstellen handelt!

Nun zur Fig. 7, welche in gegenüber den zuvor dargestellten Ausführungsbeispielen stärker vergrößertem Maßstab das freie Ende eines Rohrsegmentes 52 veranschaulicht. Dieses Ende des Rohrsegmentes 52 weist nun keine aus seinem Material ausgeformte oder stattdessen angeschweißte beziehungsweise angelötete metallische Ausformung auf, sondern stattdessen eine aufsteckbare Kappe 53 aus einem zäh-elastischen, widerstandsfähigen (d.h. also besonders verschleißarmen) Elastomer. Diese Kappe 53 kann selbsthaftend auf dem genannten Ende des Rohrsegmentes 52 befestigt sein, es ist aber auch möglich, diese Haftung durch vorheriges stellenweises Auftragen eines Klebers zu unterstützen. Eine solche Ausführungsform von als Betätigungsbacken dienenden Rohrsegmenten hat den Vorteil, daß damit erfolgende Schraubbetätigungen an Pg-Verschraubungen keine Oberflächenbeschädigungen an diesen Pg-Verschraubungen hinterlassen können.

Alternativ zum eben gezeigten Gestaltungsvorschlag ist auch das Anfügen von Betätigungsbelägen möglich, wie solches der Fig. 8 zu entnehmen ist. In dieser Darstellung ist wiederum ein freies Ende eines Rohrsegmentes 54 dargestellt, welches mit einer Öffnung 55 versehen ist. An dieses Rohrsegment 54 ist nun ein Betätigungsbelag 56 anfügbar, welcher mit einem zum Rohrsegment 54 gerichteten Zapfen 57 ausgestattet ist. Dieser Zapfen 57 ist als "unsichtbare Ausformung" angedeutet, da sie der Darstellung nach in die Zeichenebene ragt. Dieser Betätigungsbelag 56, übrigens ebenso die Kappe 53 in Fig. 7, weisen auf ihren schräg zum Betrachter hin gerichteten Flächenbereich eine Mehrkantausformung auf, wie dieses bereits vorher erläutert worden und auch den Rohrsegmenten gemäß den Fig. 5 und 6 zu entnehmen ist. Der hier nun vorliegende Betätigungsbelag 56 kann an das Rohrsegment 54 mittels eines Klebers angeklebt werden, es kann aber auch bereits genügen, den Zapfen 57 in die Öffnung 55 zu pressen.

Die Verwendung von solchen Betätigungsbelägen hat den Vorteil, daß die äußeren Konturen der Rohrsegmente in radialer Richtung nicht vergrößert werden, wie solches bei der Verwendung von aufsteckbaren Kappen (53) entsprechend Fig. 7 der Fall ist. Der Vorteil solcher Betätigungsbeläge ist gleichzusetzen dem, wie er durch die aufsteckbaren Kappen erzielbar ist, nämlich die Vermeidung von Beschädigungen an den Pg-Verschraubungen.

Eine in der Praxis übliche Montagesituation von nahe aneinander gelegenen Pg-Verschraubungen, welche diejenigen anstehenden Probleme veranschaulicht, die durch den Erfindungsgedanken gelöst werden, und auch die unmittelbare Anwendung einer erfindungsgemäßen zangenartigen Vorrichtung, die ihre Vorteile verdeutlicht, wird in den Fig. 10 und 11 dargestellt. Die Fig. 10 zeigt ein Gehäuse 58, aus dem eine größere Anzahl von Kabeln, teilweise unterschiedlichen Durchmessers, herausgeführt werden soll, und zwar dieses durch Pg-Verschraubungen hindurch. Erkennbar sind eine größere Anzahl von kleinen Pg-Verschraubungen 59, einige mittelgroße Pg-Verschraubungen 60 und schließlich größere Pg-Verschraubungen 61. Wie erkennbar, liegen diese genannten Pg-Verschraubungen - aufgeteilt in drei Gruppen - innerhalb der einzelnen Gruppen sehr eng nebeneinander. Schon die Schraubbetätigung der äußeren Pg-Verschraubungen der einzelnen Gruppen gestaltet sich recht schwierig, da ihre sechskantigen Betätigungsbereiche von normalen Gabelschlüsseln praktisch nicht erfaßt werden können. Dieses gilt erst recht für die weiter innen innerhalb der Gruppen gelegenen Pg-Verschraubungen. Mit Rohrsteckschlüsseln mag eine Verschraubung im unverkabelten Zustand möglich sein. Allerdings werden im vorliegenden Falle schon drei verschiedene Größen solcher Rohrsteckschlüssel benötigt. Solche Rohrsteckschlüssel können jedoch nicht benutzt werden (wie eingangs bereits ausführlich erläutert worden ist), wenn die einzelnen Pg-Verschraubungen mit durchtretenden Kabeln beziehungsweise Leitungen versehen sind, wie solches bei einigen der in Fig. 11 gezeigten Pg-Verschraubungen der Fall ist. In dieser Darstellung ist nun auch angedeutet, wie eine erfindungsgemäße zangenartige Vorrichtung (62) anzusetzen und zu handhaben ist. Ihre Vorteile gegenüber bisher verwandten Schraubmethoden und dabei benutzten Werkzeugen sind wohl unverkennbar.

Bezugsziffernliste:

Fig. 1 und 2

12 zangenartige Vorrichtung

13 Zangenhebel

14 Zangenhebel

15 Drehgelenkstelle

16 Zangengriffe

17 Zangengriffe

18 Betätigungsbacken

19 Betätigungsbacken

20 Längsachse von 18, 19

21 Bewegungsebene von 13, 14

22 Ausformungen an freien Längsenden von 18, 19

23 Ausformungen an freien Längsenden von 18, 19

24 isolierende Überzüge auf 16, 17

25 isolierende Überzüge auf 16, 17

Fig. 3

26 zangenartige Vorrichtung

27 Rohrsegment an 26

28 Längsachse von 27

29 Bewegungsebene

30 frei

Fig. 4, 5, 6

31 zangenartige Vorrichtung

32 Zangenhebel

33 Zangenhebel

34 Drehgelenkstelle

35 Zangengriffe

36 Zangengriffe

37 Rohrsegmente mit großem Krümmungsradius

38 Rohrsegmente mit großem Krümmungsradius

39 Rohrsegmente mit kleinem Krümmungsradius

40 Rohrsegmente mit kleinem Krümmungsradius

41 Ausformungen an freien Längsenden von 37, 38

42 Ausformungen an freien Längsenden von 37, 38

43 Ausformungen an freien Längsenden von 39, 40

44 Ausformungen an freien Längsenden von 39, 40

45 Lageröffnung

Fig. 9

46 Lageröffnung

47 Ausbruch zwischen 45 und 46

48 Lagerbolzen

49 Abflachungen an 48

50 Abflachungen an 48

51 frei

Fig. 7

52 freies Ende eines Rohrsegmentes

53 auf 52 steckbare Kappe

Fig. 8

54 Rohrsegment

55 Öffnung in 54

56 Betätigungsbelag

57 Zapfen

Fig. 10

58 Gehäuse

59 kleine Pg-Verschraubungen

60 mittlere Pg-Verschraubungen

61 größere Pg-Verschraubungen

Fig. 11

62 zangenartige Vorrichtung


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Schraubbetätigung von Panzergewinde-Verschraubungen für elektrische Kabel und Leitungen in Gestalt eines zangenartigen Werkzeuges mit zwei sich kreuzenden Zangenhebeln und einer gemeinsamen, im Kreuzungsbereich gelegenen Drehgelenkstelle, wobei die einen, vorzugsweise längeren Hebelarme der Zangenhebel als Zangengriffe dienen und die entgegengesetzt gerichteten anderen Hebelarme als zueinander konkav gekrümmte, auf der einen Seite der Bewegungsebene der Zangenhebel vorstehende, längsgeteilte Rohrsegmente ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet,

    daß die zueinander konkav gekrümmten, längsgeteilten Rohrsegmente (18, 19; 37 . . . 40; 52; 54) als Betätigungsbacken ausgebildet sind, deren Längsachsen (20, 28) in einem Winkel von 45 bis 90 Winkelgraden zur Bewegungsebene (21, 29) der beiden Zangenhebel (13, 14; 32, 33) verlaufen,

    daß diese Rohrsegmente von den Hebelenden, von denen sie ausgehen, seitlich weit vorstehen, und

    daß die Rohrsegmente an ihren freien, von den Hebelenden wegweisenden Längsenden auf ihren zueinander gerichteten Innenflächen mit über diese Innenflächen vorstehenden Ausformungen (22, 23; 41 . . . 44; 53; 56) in Gestalt von Riffelungen, Zahnungen oder Ringabschnitten mit einer Mehrkant-Ausnehmung ausgestattet sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Drehgelenkstelle (34) bestimmte Lage der beiden Zangenhebel (32, 33) zueinander durch eine Veränderung der Drehgelenkstelle verstellbar ist, derart, daß bei gleichem Öffnungswinkel der Zangenhebel die jeweiligen Abstände der als Betätigungsbacken dienenden Rohrsegmente (37 . . . 40) voneinander unterschiedlich einstellbar sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehlagerstelle (34) in weit geöffneter Zangenstellung durch Verschiebung der Zangenhebel (32, 33) in ihrem Kreuzungsbereich veränderbar ist, wobei ein fest an dem einen Zangenhebel (32) angeordneter, stellenweise abgeflachter, als Lagerachse dienender Rundbolzen (48) von einer kreisförmigen Lageröffnung (46) im zweiten Zangenhebel (33) in eine dieser benachbarte kreisförmige Lageröffnung (45) - entlang einer die Lageröffnungen miteinander verbindenden Ausnehmung (47) - verschoben wird.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die als Betätigungsbacken dienenden Rohrsegmente (37 . . . 40) beiderseits der Hebelenden, von denen sie ausgehen beziehungsweise mit denen sie verbunden sind, seitlich weit vorstehen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden auf einer Seite seitlich der Hebelenden vorstehenden Rohrsegmente (37, 38) einen deutlich erkennbar anderen Krümmungsradius aufweisen als die beiden auf der entgegengesetzten Seite der Hebelenden seitlich vorstehenden Rohrsegmente (39, 40). (Fig. 4 bis 6)
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die an den freien Enden der Rohrsegmente gelegenen, über deren zueinander gerichteten Innenflächen vorstehenden Ausformungen mit einem zäh-elastischem Überzug aus einem widerstandsfähigen Elastomer versehen sind, dessen Überzugsdicke in der Größenordnung von ca. 0,3 bis 1,5 mm liegt.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Überzüge für die Ausformungen in Gestalt von aufsteckbaren oder anfügbaren selbsthaftenden oder mit Haftmitteln zu versehenden Kappen oder Belägen ausgebildet sind.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die aufsteckbaren oder anfügbaren Kappen (53) oder Betätigungsbeläge (54) entfernbar und im Falle ihres Verschleißes gegen neue gleiche Teile auswechselbar sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zangengriffe (16, 17) mit elektrisch isolierenden Überzügen (24, 25) ausgestattet sind.






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