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Dokumentenidentifikation DE3687791T2 02.09.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0228829
Titel Druckempfindliches Gerät.
Anmelder American Telephone and Telegraph Co., New York, N.Y., US
Erfinder Jin, Sungho, Millington New Jersey 07946, US;
Mottine, Jr., John Joseph, West Keansburg New Jersey 07734, US;
Sherwood, Richard Curry, New Providence New Jersey 07974, US;
Tiefel, Thomas Henry, Piscataway New Jersey 08854, US
Vertreter Blumbach, P., Dipl.-Ing., 6200 Wiesbaden; Weser, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München; Bergen, P., Dipl.-Ing. Dr.jur., Pat.-Ass., 6200 Wiesbaden; Kramer, R., Dipl.-Ing., 8000 München; Zwirner, G., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., 6200 Wiesbaden; Hoffmann, E., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 82166 Gräfelfing
DE-Aktenzeichen 3687791
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 05.12.1986
EP-Aktenzeichen 863094777
EP-Offenlegungsdatum 15.07.1987
EP date of grant 17.02.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.09.1993
IPC-Hauptklasse G06K 11/06

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zur Erzeugung elektrischer Signale als Funktion eines örtlichen Druckes.

Hintergrund der Erfindung

Es sind bereits Sensoren bekannt, mit denen die Stelle des Auftretens eines Drucksignals bestimmt werden kann, beispielsweise mittels eines Griffels oder einer Fingerberührung erzeugt wird; solche Bauteile können die Form einer Schreibkontaktfläche oder eines Berührungsbildschirms haben, um Daten in ein Computer-System eingeben zu können.

Bei einigen dieser Vorrichtungen werden zwei zueinander orthogonale elektrische Felder und ein beweglicher Meßfühler verwendet, um elektrische Signale zu erzeugen, die mit den xy-Koordinaten der Position des Meßfühlers übereinstimmen; andere arbeiten mit einem nichtaktiven Zeiger, wie beispielsweisen einem Stift oder einer Nadel, in dem sie die Übergangsseiten der Echosignale, die Lichtstrahlunterbrechungen, die Kapazitätsänderung von verteilten Anschlüssen, oder die Kräfte am Umriß (Rand) einer Oberfläche messen. Die folgenden Schriften werden stellvertretend für den Stand der Technik angeführt.

Das US-Patent 4,071,689 offenbart einen elektrographischen Sensor, der ein starres, optisch transparentes Substrat enthält, das eine gleichförmige Widerstandsschicht und ein Widerstandsnetzwerk um die äußere Umsandung des Substrates trägt. Das Bauteil arbeitet mit einem leitenden Griffel und einem Oszillator.

Das US-Patent 4,121,049 offenbart ein Bauteil, das auf mechanischer Verschiebung in z-Richtung, quer zur x-y-Ebene der Eingabeoberfläche beruht. Federn, Brückenübertrager oder Aufnehmer mit variabler Reluktanz werden verwandt.

Das US-Patent 4,214,122 offenbart ein planares, graphisches Widerstandseingabebauteil, das eine strukturierte Widerstandsschicht auf einem isolierenden Substrat umfaßt. Um die Linearität der Leistungsverhaltens des Bauteils zu erhöhen, werden Leiterbahnen um die äußere Begrenzung der Widerstandsschicht herum konstruiert.

Das US-Patent 4,293,734 offenbart eine Methode, um die Position einer Quelle oder Senke eines elektrischen Stromes auf der Oberfläche eines Widerstandselementes oder einer Impedanzschicht zu bestimmen.

Die US-Patentanmeldung 682,780, vom 18. Dezember 1984 (J. Federico et al.) und am 23.12.1986 veröffentlicht als US-A 4,631,355, offenbart die Erzeugung eines ortsbezogenen elektrischen Signals bei örtlichem Kontakt zwischen zwei leitenden Oberflächen. Die beiden Oberflächen können voneinander durch eine Vielzahl verschiedener Einrichtungen auf Abstand gehalten werden, wie z. B. durch eine Schicht eines flüssigen, isolierenden Mediums, durch verschiebbare Mikrokugeln, durch Gummisockel, die mit leitenden Teilchen getränkt sein können oder durch eine photoaktive Schicht.

Das US-Patent 4,448,837 offenbart ein druckempfindliche, leitende, elastische Folie, die ausgerichtete, relativ große, ferromagnetische, leitende Teilchen in einer Silikonkautschukschicht besitzt, und weiterhin relativ kleine ferromagnetisch leitende Teilchen umfaßt, die nahe an mindestens einer der Oberflächen der Folie verteilt sind. Die Anwendung eines örtlichen Druckes auf die Oberfläche der Folie kann die Folie lokal elektrisch leitend machen.

Einen zusammenfassenden Überblick über das Gebiet der Lagefeststellsensoren gibt beispielsweise der Artikel "Graphics Tablets - A Review", Displays, Band 1 (1979), Seiten 83-93 von D.J.Grover.

Entsprechend der vorliegenden Erfindung wird ein Gegenstand wie in Anspruch 1 definiert, zur Verfügung gestellt.

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung von elektrischen Signalen, die mit der Bildungsstelle eines Drucksignals in Beziehung stehen. Die Vorrichtung umfaßt eine Positionssensor-Baugruppe oder Kontaktfläche (pad), die wiederum ein Verbundmaterial enthält, das elektrisch leitende Teilchen in einem im wesentlichen nichtleitenden Matrixmaterial umfaßt. Die Teilchen werden in Ketten ausgerichtet, die mindestens zwei Teilchen umfassen und sich zwischen gegenüberliegenden Oberflächen des Materials erstrecken. Das Material ist zwischen zwei leitenden Schichten derart eingefügt, daß in Abwesenheit eines Druckes die leitenden Schichten im wesentlichen elektrisch voneinander isoliert bleiben. Merkliche Leitung durch das Medium tritt nur dann auf, wenn durch einen genügend großen lokalen Druck mindestens eine Teilchenkette leitend wird. Die elektrischen Signale, die als Folge der lokalen Leitung durch das Medium erzeugt werden, können analysiert werden, um x-y- Koordinateninformation über die Bildungsstelle des Drucksignals in analoger oder digitaler Form zu erhalten; eine solche Information kann auf Einrichtungen, beispielsweise Kathodenstrahlröhren, Plasmatafeln oder Flüssigkristallanzeigen angezeigt werden.

Ein Sensor in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung kann transparent sein, beispielsweise wird in einer bevorzugten Ausführungsform mindestens 70 Prozent des auf das Sensormedium einfallenden sichtbaren Lichtes transmittiert.

Sensoren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung sind nicht nur für die Verwendung in Übertragungssystemen geeignet, sondern auch für eine Verwendung in Sicherheits-, Alarm- und Erkennungssystemen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild eines graphischen Eingabe- Ausgabesystems;

Fig. 2 zeigt schematisch einen auf Druck ansprechenden Sensor, wie er in einem System analog zu Fig. 1 verwandt werden kann;

Fig. 3 und 4 sind Querschnittsansichten von bevorzugten Sensoranordnungen, die die Erfindung veranschaulichen;

Fig. 5 und 6 sind Querschnittsansichten von Sensorbaugruppen, die dazu dienen, das Verständnis für die Erfindung zu erleichtern, die aber nicht im Schutzbereich der Ansprüche eingeschlossen sind;

Fig. 7 zeigt schematisch einen bevorzugten Sensor in Übereinstimmung mit der Erfindung, die eine Feststellschaltung für elektrischen Kontakt enthält.

Detaillierte Beschreibung

Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild, das die Teile eines graphischen Ein- Ausgabesystems zeigt, das einen Sensor 11 umfaßt, um einen digitalen Signalprozessor 12 mit elektrischen Signalen zu versorgen. Geeignet geformte Signale werden über Übertragungsleitungen 13 übertragen, und die übertragenen Signale werden einem Wandler 14 zugeführt, der diese in eine Form umwandelt, die von den Anzeigeeinrichtungen angenommen werden können.

Fig. 2 zeigt einen x-y-Druck-Sensor 21, einen Analog-Digital- Wandler 100 und einen Mikrocomputer 101. Solch eine Anordnung kann als graphischer Sensor dienen, und sein Betrieb schließt Abtastsignale an den Endanschlüssen 22, 23, 24 und 25 ein, solche Signale bestimmen die Bildungsstelle eines Drucksignals auf der Oberfläche eines Drucksensors 21. Signale werden an den Umwandler 100 durch Leitungen 26, 27, 28 und 29 übermittelt. Der Sensor 21 wird stirnflächig gezeigt; seine bevorzugte Struktur im Querschnitt ist von der in den Fig. 3-6 gezeigten Art.

Fig. 3 zeigt einen auf Druck ansprechenden Sensor, der ein Verbundmaterial und zwei Leiterbaugruppen umfaßt. Das Verbundmaterial besteht aus ausgerichteten, leitenden Teilchen 34 in einer nichtleitenden Matrix 35. Die Leiterbaugruppe besteht aus Trägern 31, die von Schichten 32 aus einem leitenden Überzug bedeckt werden, die wiederum von Schichten 33 eines nichtleitenden Überzugs bedeckt werden. Solche nichtleitenden Überzüge können aus nichtleitenden Polymeren, Epoxidharz oder anderen Harzen hergestellt sein, oder aus irgendeinem Material mit elastomer Eigenschaften. Ein solch bevorzugtes Material kann mechanisch von leitenden Teilchen 34 durchbohrt werden, wenn auf das Substrat 31 ein ausreichender, lokaler Druck angewandt wird.

Wenn eine externe Spannung an die Leiterschicht 32 angelegt wird, verhindert der nichtleitende Überzug 33 die Leitung zwischen den Leiterschichten 32. Ein Strom fließt nur bei Anwendung eines lokalen Drucks, der ausreichend dafür ist, daß Teilchen 34 dazu veranlaßt werden, die jeweilige nichtleitende Beschichtung 33 zu durchdringen und so in Kontakt mit der leitenden Beschichtung 32 zu kommen. Als Ergebnis eines solchen Kontaktes fließt ein Strom entlang elektrisch leitender Wege über Ketten elektrisch leitender Teilchen 34 in z-Richtung quer zu der x-y-Ebene des Matrixmaterials.

Fig. 4 zeigt einen anderen, auf Druck ansprechenden Sensor, der eine nichtleitende Beschichtung 43 auf einem Verbundmaterial besitzt; das Verbundmaterial besteht aus ausgerichteten, leitenden Teilchen 44 in einem nichtleitenden Matrixmaterial 45. Ein leitendes Substrat 41, das mit einer leitenden Beschichtung 42 bedeckt ist, steht in Kontakt mit der nichtleitenden Beschichtung 43. Die nichtleitende Beschichtung kann auf die eine oder beide Oberflächen des Verbundmaterials, beispielsweise durch Sprühen, Spreitung oder Tauchen aufgebracht werden; die Anwendung wird durch die Benutzung eines Beschichtungsmaterials in Lösung mit einem geeigneten, flüchtigen Lösungsmittel, das mit dem Verbundmaterial verträglich ist, erleichtert. Der Sensorbetrieb ist analog zu dem Betrieb des oben beschriebenen Bauteils in Verbindung mit Fig. 3.

Fig. 5 zeigt einen auf Druck ansprechenden Sensor, der leitende Teilchen 54 enthält, die einzeln mit einem nichtleitenden Überzug 53 beschichtet sind, die beschichteten Teilchen sind in ein Matrixmaterial 55 eingebettet. Die leitende Beschichtung 52 auf dem Substart 51 ist in physikalischem Kontakt mit dem nichtleitenden Überzug der Teilchen. Der Sensorbetrieb ist analog zu dem des oben beschriebenen Bauteils in Verbindung mit Fig. 3.

Fig. 6 zeigt einen auf Druck ansprechenden Sensor, der leitende Teilchen 63 enthält, die in das nichtleitende Matrixmaterial 64 eingelassen sind. Die Tiefe der Aussparung wird als Funktion der Steifheit des Matrixmaterials und des gewünschten Druckansprechverhaltens gewählt. Ein Gebiet von nichtleitendem Material 65, wie z. B. Luft oder dasselbe Material wie das Matrixmaterial, ist zwischen den eingelassenen Teilchen und einer Leiterbaugruppe angeordnet. Das leitende Substrat 61 ist mit einer leitenden Beschichtung 62 bedeckt. Der Sensorbetrieb ist analog zu dem oben in Verbindung mit Fig. 3 beschriebenen.

Fig. 7 zeigt schematisch dem Druckabtastteil eines graphischen Eingabesystems. Leitende Teilchen 34 sind in Ketten in einem nichtleitenden Matrixmaterial 35 ausgerichtet, und Kontaktbaugruppen 71 sind, wie in Fig. 3-6 vorgesehen. Eine stabile Konstantstromquelle 72 wird in Reihe mit einem Widerstand 73 an einer Kontaktstelle 77 angeschlossen, und ein Operationsverstärker 79 wird an der Kontaktstelle 78 angeschlossen. (Ein vollständiges Bauteil umfaßt typischerweise vier Kontaktstellen an den Ecken und dazugehörende Operationsverstärker; mit Bezug auf Fig. 2 korrespondieren diese vier Punkte mit den Endanschlüssen 22, 23, 24, und 25.) Ein Voltmeter 75 ist derart zwischen die Kontaktstellen 80 und 81 geschaltet, daß es dazu benutzt werden kann, den Widerstand als Funktion des Druckes, der im Verlauf des Betriebs des Bauteils angelegt wird, zu messen. (Zumindest bei niedrigen Druckhöhen wird der Widerstand durch den Druck, der an dem Sensor angelegt wird, relativ wenig beeinflußt; bei höheren Drücken nimmt der Widerstand typischerweise mit steigendem Druck ab. Die hieraus resultierende Stromänderung kann dazu benutzt werden, um beispielsweise die Intensität eines Kathodenstrahls , der in einem Anzeigebauteil verwandt wird, zu steuern; dies erlaubt eine Abstufung der Ausgangsintensität.)

Druckempfindliche Sensoren in Übereinstimmung mit der Erfindung arbeiten analog zu den Sensoren, die in der oben erwähnten Patentanmeldung von J.Federico et. al. offenbart sind. Im speziellen verursacht ein lokal angewandter Druck einen örtlichen Stromfluß zwischen den Folienelektroden und die Bildungsstelle eines solchen Stromflusses kann aus den Strömen, Spannungen oder Widerständen, bestimmt werden, die an bestimmten Punkten am Rand des Sensors, wie zum Beispiel den vier in Fig. 2. gezeigten Endanschlüssen 22, 23, 24 und 25, beobachtet werden.

Ein druckempfindlicher Sensor in Übereinstimmung mit der Erfindung wird, wie folgt, wesentlich genauer beschrieben: Elektrisch leitende, magnetische Teilchen werden in im wesentlichen geraden Ketten ausgerichtet, wie sie durch das Anlegen eines Magnetfeldes in z-Richtung der gewünschten Leitfähigkeit, quer zur x-y-Ebene des Matrixmaterials, entstehen.

Die Teilchen sind aus einem magnetischen Material, beispielsweise Eisen, Nickel, Kobalt, einer Legierung mit Eisen, Nickel, Kobalt als Bestandteile oder aus einem Ferritmaterial hergestellt und möglicherweise mit einem Schutzmaterial, beispielsweise Silber, Gold oder einer Legierung mit Gold und Silber als Bestandteil, beschichtet. Die Teilchen können sphärisch, stäbchenförmig, ovale sein oder eine irreguläre Gestalt besitzen. Typische Teilchendurchmesser liegen im Bereich von 0,1 bis 500 Mikrometer (um); vorzugsweise im Bereich von 1 bis 200 Mikrometer (um).

Ein Verbundmaterial enthält typischerweise leitende Teilchen in einem Volumenprozentanteil von 0.5-20 Prozent. Aus Gründen der Transparenz wird jedoch ein Anteil von weniger als 2 Prozent bevorzugt; jedoch können im Interesse einer höheren Auflösung der Ortsbestimmung, höhere Prozentsätze bevorzugt werden.

Magnetische Feldstärken, die zur Ausrichtung der Teilchen geeignet sind, hängen von der Schichtdicke ab. Größere Feldstärke können für dünnere Schichten vorteilhaft sein. Typische Feldstärken liegen im Bereich von 7.958 bis 159.154 A/M (100-2000 Oersted), noch genauer im Bereich von 23.873- 70.662 A/M (300-800 Oersted).

Nichtleitende Matrixmaterialien können elastomere, adhäsive oder glasige Eigenschaften besitzen; unter den brauchbaren Materialien sind polymere Materialien wie beispielsweise Silikonkautschuk, Epoxidharze, Polyurethane oder andere Harze. Die Vernetzung vom Silikonen und Duroplasten kann durch Heizen in einem Ofen, oder durch Induktions- oder Mikrowelleneinrichtungen erreicht werden; alternativ hierzu können lichtempfindliche Harz bei Bestrahlung mit optischer Strahlung im Sichtbaren, Infraroten oder Ultravioletten vernetzt werden.

Das Material des Substrats der leitenden Baugruppe ist typischerweise ein polymeres oder verformbares Material, z. B. Mylar, Polyethylen, Celluloseacetat, Teflon oder ein anderes transparentes Polymer in Form einer dünnen Schicht; eine transparente, leitende Schicht kann aus einer dünnen Schicht aus einem Material, beispielsweise Indiumzinnoxid oder Gold (mit einer typischen Dicke von ungefähr 50 nm) hergestellt werden.

Nichtleitende Überzugsschichten sollen unter Druck durchbrochen werden und haben typischerweise Dicken im Bereich von 0,1 bis 50 Mikrometer (um), bevorzugterweise im Bereich von 0,5 bis 10 Mikrometer. Substrat und Beschichtungsmaterial werden bevorzugt so ausgewählt, daß sie chemisch nicht miteinander reagieren können.

Unter anderem sind die Vorteile eines druckempfindlichen Bauteils gemäß der vorliegenden Erfindung die folgenden: Der Drucksensor wird durch einen Schwellendruck charakterisiert, unterhalb dessen keine merkliche elektrische Leitung zwischen oberer und unterer Leiterschicht auftritt. Diese Tatsache ist vorteilhaft, da beispielsweise ein dauerhafter Handkontakt auf einer Positionssensorkontaktfläche kein Signal produziert, während ein geeigneter Griffel gegen die Sensorkontaktfläche gepreßt, ein Signal erzeugt. Der Schwellendruck hängt vom Material und den Verarbeitungsparametern, beispielsweise der Dicke der nichtleitenden Schicht und der Feldstärke, die zur Ausrichtung der magnetisch leitenden Teilchen benutzt wird, ab.

Der Schwellendruck wird in eine Schwellenkraft direkt als Funktion des Radius der Krümmung der Spitze des Griffels umgesetzt. Auch kann die Schwellenkraft durch Wahl eines nachgiebigen Materials als Träger des Drucksensors erhöht werden. Bei Kräften oberhalb der Schwellenkraft steigt die Leitfähigkeit tendenziell proportional zur Kraft an und diese Erscheinung kann als weiterer Erkennungsparameter, beispielsweise in Schrifterkennungssystemen, benutzt werden.

Der Drucksensor kann aus transparenten Materialien so hergestellt werden, daß beispielsweise ein Anzeigebildschirm durch eine Schreibkontaktfläche oder eine berührungsempfindliche Kontaktfläche hindurch betrachtet werden kann. Solche Kontaktflächen können ständig an einem Anzeigebildschirm angebracht oder abnehmbar konstruiert sein, zur Aufstellung an den Orten, an denen der Anzeigebildschirm benötigt wird. In analoger Weise ist die Transparenz des Drucksensors, für das Durchzeichnen eines darunterliegenden Musters von Vorteil, beispielsweise einer Landkarte oder eines Diagramms. Die Transparenz des Drucksensors in Übereinstimmung mit der Erfindung ist typischerweise so, daß 70 bis 95 Prozent des sichtbaren Lichtes transmittiert werden. Die Transparenz ebenso wie die Positionsempfindlichkeit hängen vom Volumenprozentanteil der leitenden Teilchen ab, und eine Lichtdurchlässigkeit ungefähr 80 Prozent ist in Verbindung mit der erwünschten Empfindlichkeit machbar.

Beispiel

Ein Silikonharzmaterial, das als RTV 615 bekannt ist und von General Electric Inc. hergestellt wird, wurde mit einem (1) Volumenprozent Nickelkugeln gemischt, die einen Durchmesser von ungefähr 20 Mikrometer (um) besaßen. Die Nickelkugeln waren mit einer Goldschicht von ungefähr 100 nm Dicke beschichtet. Die Mischung wurde auf ein flaches Glassubstrat gespreitet (ausgebreitet), um eine Schicht mit einer Dicke von ungefähr 127 nm (5/1000 Zoll) zu bilden. Die Schicht wurde in einem Magnetfeld mit einer Stärke von 31.831 A/m (400 Oersted) vernetzt. Die Vernetzung wurde in einem Ofen bei einer Temperatur von ungefähr 100ºC und einer Zeitdauer von ungefähr 10 Minuten durchgeführt.

Die vernetzte Schicht wurde auf Transparenz geprüft und es wurde herausgefunden, daß sie ungefähr 82 Prozent des einfallenden Lichtes transmittiert. Der Zwischenraum zwischen den Teilchensäulen betrug ungefähr 152,4 nm (6/1000 Zoll), was auf die Positionsempfindlichkeitsauflösung hinweist. Die vernetzte Schicht wurde dann mit einer nichtleitenden Beschichtung aus RTV-Silikon sprühbeschichtet, die eine Dicke von ungefähr 5 Mikrometern (um) besitzt und dann zwischen zwei Mylar-Folien, die mit einer dünnen Indiumzinnoxyd-Schicht beschichtet sind, eingebaut. Der elektrische Widerstand zwischen den zwei leitenden Folien war größer als 20 Megaohm (MΩ), und zwar bei Abwesenheit von Druck sowie bei einem Druck, der durch das Ausruhen der Hand auf dem Bauteil verursacht wird, der mit ungefähr 13.790 Pa (2 psi) angenommen wird.

Wenn die Spitze eines Schreibstiftes mit dem normalen Schreibdruck von ungefähr 689.500 Pa (100 psi) auf das Bauteil aufgepreßt wird, fällt der Widerstand auf 4827 Ohm (Ω) für den kombinierten elektrischen Weg, der aus den leitenden Folien und den leitenden Teilchenketten besteht. Da eine leitende Teilchenkette nicht mit mehr als ungefähr 1 Ohm (Ω) zu einem solchen Widerstand beiträgt, kann die Position ganz einfach aufgrund des gemessenen Widerstandes bestimmt werden.


Anspruch[de]

1. Erzeugnis mit folgenden Merkmalen:

eine auf Druck ansprechende Einrichtung weist zwei sich gegenüberstehende Leitungsbauteile (71), die durch einen Zwischenraum voneinander getrennt sind, und eine Einrichtung auf, die mindestens eine leitende Verbindung zwischen den beiden Leitungsbauteilen aufbaut, wenn ein Druck an mindestens einer Stelle des mindestens einen der Leitungsbauteile angelegt wird;

die Leitungsbauteile sind durch Material voneinander getrennt, das einen Körper aus Verbundmaterial aufweist; das Material umfaßt ausgerichtete, elektrisch leitende, magnetische Teilchen (34) in einem verhältnismäßig nichtleitenden Matrixmaterial (35),

die ausgerichteten Teilchen bilden eine Vielzahl von Wegen, die voneinander durch ein Gebiet mit verhältnismäßig nichtleitender Substanz getrennt sind, jeder Weg schließt mindestens zwei Teilchen ein und besitzt eine Ausrichtung von einem Leitungsbauteil zu dem anderen Leitungsbauteil; dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung darüberhinaus eine Schicht (33) aus verhältnismäßig nichtleitendem Material mit einer vorbestimmten Dicke umfaßt, die zwischen den Wegen und mindestens dem einen Leitungsbauteil angeordnet ist und dessen Material von den Teilchen durchschlagen werden kann, wenn an die Einrichtung ein ausreichend hoher Druck angelegt wird, so daß ein vorherbestimmter Schwellendruck mit der Einrichtung verbunden ist.

2. Erzeugnis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Leitungsbauteil eine leitende Beschichtung (32) auf einem Substrat (31) umfaßt, und die nichtleitende Schicht (32) auf der leitenden Beschichtung aufgebracht ist.

3. Erzeugnis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbundmaterial (44, 45) mit einer nichtleitenden Schicht überzogen ist.

4. Erzeugnis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbundmaterial elektrisch leitende, magnetische Teilchen mit einem Volumenprozentanteil im Bereich von 0.5-20% umfaßt.

5. Erzeugnis nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitungsbauteil und das Verbundmaterial transparent sind, und

daß der Volumenprozentanteil kleiner oder gleich 2 ist.

6. Erzeugnis nach Anspruch 1 oder 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbundmaterial optisch transparent ist, so daß mindestens 70 Prozent des einfallenden sichtbaren Lichtes auf das Material, von dem Material durchgelassen wird.

7. Erzeugnis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung Mittel umfaßt, um eine Spannung zwischen den Leitungsbauteilen anlegen zu können.

8. Erzeugnis nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Erzeugnis eine Einrichtung umfaßt, um die Stelle zu bestimmen, an der der örtliche Druck zwischen den Leitungsbauteilen auftritt.

9. Erzeugnis nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Erzeugnis eine Einrichtung umfaßt, um die Stelle anzuzeigen.

10. Erzeugnis nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Erzeugnis eine Übertragungseinrichtung zwischen der Einrichtung zur Bestimmung der Stelle und der Einrichtung zur Anzeige der Stelle umfaßt.

11. Erzeugnis nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Erzeugnis eine Einrichtung umfaßt, um die Größe des Drucks zwischen den Leitungsbauteilen zu bestimmen.

12. Erzeugnis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Schicht aus verhältnismäßig nichtleitendem Material größer oder gleich 0,5 Mikrometer (um) ist.







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