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Dokumentenidentifikation DE3813359C2 02.09.1993
Titel Verfahren zur Herstellung einer Magnetbandcassette
Anmelder BASF Magnetics GmbH, 68165 Mannheim, DE
Erfinder Lutz, Gottfried, 8031 Seefeld, DE;
Schultz, Helmut, Dipl.-Ing., 8035 Gauting, DE;
Breuer, Rudolf, 8000 München, DE;
Pertzsch, Albert, Dipl.-Ing., 8000 München, DE
DE-Anmeldedatum 21.04.1988
DE-Aktenzeichen 3813359
Offenlegungstag 02.11.1989
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.09.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.09.1993
IPC-Hauptklasse G11B 23/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Magnetbandcassette, bestehend aus zwei nebeneinanderliegenden Wickelkernen, auf die Magnetband gewickelt ist, die in einem Gehäuse zwischen zwei gegenüberliegenden transparenten Gehäusewänden drehbar gelagert sind und wobei die Gehäusewände transparente oder leicht eingefärbte sowie opake Bereiche enthalten.

Bei den bekannten Audio- und Video-Cassetten besteht das meist zweiteilig ausgeführte quaderförmige Cassettengehäuse aus opakem, meistens schwarz eingefärbtem Kunststoffmaterial, wobei meist rechteckig ausgebildete transparente Bereiche zur Beobachtung der Bandwickel auf einer oder vorzugsweise beiden Cassettenaußenseiten vorhanden sind. Dabei sind die transparenten Bereiche in das übrige opake Gehäuse eingeklebt oder eingeschweißt, wodurch Cassetten mit relativ geringer Dimensionsstabilität erhalten werden. Um diesen Nachteil zu beheben, werden die transparenten und die opaken Teile gleichzeitig gespritzt und so zusammen zu einer Einheit verbunden, was jedoch ein kostenaufwendiges Verfahren bedeutet. Ferner werden noch Etiketten und sonstige zum guten Erscheinungsbild der Cassette führende Felder aufgeklebt.

Bekannt sind auch Audio-Cassetten, bei denen die Gehäusewände aus einem Stück bestehen, vollständig transparent sind, wie beispielsweise in der US 42 67 986 und den DE-OS 30 19 441, 31 11 304, 36 14 898 beschrieben. Aus der EP 01 57 929 ist bekannt, die Gehäusewände einzufärben und so der Cassette ein gefälliges Äußeres zu verleihen. Aus dem DE-GM 76 28 256 ist bekannt, Teile der transparenten Cassettenwände durch Abkleben opak zu machen. Außerdem existieren Verfahren, die Cassettenwände farbig zu lackieren. In der DE 36 04 261 ist beschrieben, Gehäuseteile zweischichtig nämlich aus beispielsweise einem transparenten und einer opaken Schicht bestehend auszubilden, die aufeinander laminiert sind.

Nach der Lehre der JP 60-2 24 176 A, referiert in Patent Abstracts of Japan, Sect. P, Vol. 10 (1986) Nr. 89 (P. 444) werden aus schwarzem Kunststoffmaterial bestehende Cassettenhälften auf einen metallenen Werkstückträger aufgepreßt, worauf verschiedene Farbmuster nacheinander thermisch auf die Oberfläche der Cassettenhälfte übertragen werden. Danach erst erfolgt die Fertigmontage der Cassette.

Aus dem oben dargestellten Stand der Technik geht hervor, daß zur Herstellung einer Magnetbandcassette mit einem gefälligen äußeren Erscheinungsbild entweder mehrere aufeinanderfolgende Arbeitsgänge oder ein komplizierter Aufbau vonnöten ist, oder aber daß mechanische Mängel der Cassette in Kauf genommen werden müssen.

Daher bestand die Aufgabe, ein Verfahren zur Herstellung einer Magnetbandcassette der eingangs genannten Art zu schaffen, welches einfach und kostengünstig zu bewerkstelligen ist.

Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe gelöst mit einem Verfahren mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs genannten Merkmalen. Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der Beschreibung und der Zeichnung hervor.

Nachfolgend wird die Erfindung näher anhand der Zeichnung beschrieben und zwar zeigt die Figur eine im wesentlichen zweiteilig ausgeführte Audio-Cassette.

Die Erfindung wird nun anhand mehrerer Beispiele aufgrund der Figur beschrieben.

Beispiel 1

Eine Compact-Cassette, wie in der Figur dargestellt, ist im wesentlichen zweiteilig ausgeführt und besteht aus je einem transparenten Boden- und Deckelteil (1, 2) und den im Innenraum befindlichen Bandwickeln (5, 6), welche sich auf den Wickelkernen (5, 4) befinden. Die Kopfkammer (7) ist im Boden- beziehungsweise Deckelteil integriert. Die fertig zusammengesetzte Cassette wird nun mittels zweier gegenüberstehender Offset-Druckwerke beidseitig bedruckt, wobei die Kopfkammer sowie die übrigen Flächen mit Ausnahme der gewünschten durchsichtigen Bereiche (zum Beispiel Wickelbereich) (5, 6) opak beispielsweise schwarz bedruckt werden.

Beispiel 2

Eine Compact-Cassette gemäß Figur, wird in einer Serien- Fertigungslinie durch eine Transportstraße geführt und beidseitig mittels mehrerer hintereinander angeordneter jeweils paarweise gegenüberstehender Tampo-Druckwerke in mehreren aufeinanderfolgenden Schritten mit unterschiedlichen Mustern und/oder Farben einschließlich Etikett flächig bedruckt. Dabei können unterschiedliche Bereiche beziehungsweise die vorspringende Kopfkammer getrennt von den anderen Bereichen bedruckt werden. Es sind dabei Fertigungsgeschwindigkeiten bis zu 150 Takte pro Minute möglich.

Beispiel 3

Beispiel 2 wird wiederholt, nur daß das Boden- und Deckelteil leicht eingefärbt war.

Compact-Cassetten, die gemäß den drei Beispielen hergestellt und bedruckt werden, erhalten ein gutes gefälliges Aussehen. Selbstverständlich läßt sich das Verfahren auch auf andere Cassetten-Typen ausdehnen, beispielsweise auf Video-Cassetten oder R-DAT-Cassetten. Außerdem können zusätzlich wie üblich Etiketten aufgeklebt und Beschriftungen aufgedruckt werden.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung einer Magnetbandcassette, bestehend aus zwei nebeneinanderliegenden Wickelkernen, auf die Magnetband gewickelt ist, die in einem Gehäuse zwischen zwei gegenüberliegenden transparenten Gehäusewänden drehbar gelagert sind und wobei die Gehäusewände transparente oder leicht eingefärbte sowie opake Bereiche enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß die undurchsichtigen Bereiche durch flächiges Bedrucken der Gehäusewände hergestellt werden. wobei mittels paarweise gegenüberstehender Druckwerke beide Gehäusewände der fertig zusammengesetzten Cassette durch ein- oder mehrfaches Bedrucken unterschiedlicher Muster und/oder Farben gleichzeitig behandelt werden.






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