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Dokumentenidentifikation DE3878546T2 02.09.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0322652
Titel Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät für einen bandförmigen optischen Aufzeichnungsträger.
Anmelder Sony Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Miyaoka, Senri, Shinagawa-ku Tokyo, JP
Vertreter ter Meer, N., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Müller, F., Dipl.-Ing., 8000 München; Steinmeister, H., Dipl.-Ing.; Wiebusch, M., 4800 Bielefeld; Urner, P., Dipl.-Phys. Ing.(grad.), Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Aktenzeichen 3878546
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 14.12.1988
EP-Aktenzeichen 881209308
EP-Offenlegungsdatum 05.07.1989
EP date of grant 17.02.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.09.1993
IPC-Hauptklasse G11B 7/135
IPC-Nebenklasse G11B 7/00   G11B 7/12   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät, mit dem sich Aufzeichnungsspuren auf einem bandförmigen optischen Aufzeichnungsmedium mit hoher Aufzeichnungsdichte aufzeichnen lassen.

Bei Geräten dieser Art gemäß dem Stand der Technik sind Führungsnuten in der Oberfläche eines Pilotbandes vorgesehen. Die Genauigkeit der Führungsnuten oder Führungsspuren, die auf das Aufzeichnungsmedium übertragen werden, sollte im wesentlichen dieselbe sein wie diejenige der Führungsnuten auf dem Pilotband. Wenn Information durch einen Abtaststrahl aufgezeichnet oder wiedergegeben wird, so werden auch die Führungsspuren durch einen Abtaststrahl abgetastet, der durch eine Servoeinrichtung zur Spurführung geführt wird. Dabei werden die Aufzeichnungsspuren mit hoher Dichte auf der Oberfläche des Aufzeichnungsmediums aufgezeichnet. Beim Herstellungsverfahren im Stand der Technik ist es aufgrund eines Schlupfes zwischen dem Pilotband und dem optischen Band schwierig, für jedes optische Band Führungsnuten vom Pilotband mit hoher Genauigkeit auf das optische Band zu übertragen.

Damit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät zu schaffen, mit dem Aufzeichnungsspuren hoher Dichte und Genauigkeit auf einem bandförmigen Aufzeichnungsmedium ausgebildet werden, ohne daß vorab erzeugte Führungsnuten auf dem Aufzeichnungsmedium erforderlich sind.

Ein alternatives Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät, bei dem ein optisches Band als optisches Aufzeichnungsmedium verwendet, wird ist im US-Patent Nr. 4. 199.783 und im US-Patent Nr. 3.262.122 beschrieben.

Ein Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät, wie es in US- A-4.199.783 beschrieben ist und für ein bandförmiges optisches Aufzeichnungsmedium dient, weist folgendes auf:

- eine Abtasteinrichtung zum Emittieren eines Abtaststrahls mit Aufzeichnungsinformation auf die Aufzeichnungsfläche des Aufzeichnungsxnediums; und

- eine Führungseinrichtung mit lichtdurchlassenden Eigenschaften.

Das erfindungsgemäße Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät, wie es in Anspruch 1 definiert ist, weist Abtasteinrichtungen und Führungseinrichtungen auf wie das oben definierte Gerät, und es ist dadurch gekennzeichnet, daß

- die Führungseinrichtung eine Paßfläche aufweist, die mit der Aufzeichnungsfläche ausgerichtet und in fester Berührung mit dieser gehalten wird, damit keine Relativverschiebung zwischen der Paßfläche und der Aufzeichnungsfläche besteht, in welcher Führungseinrichtung auch eine Aufzeichnungsführungsspur ausgebildet ist; und

- die Abtasteinrichtung den Abtaststrahl in solcher Weise steuert, daß er auf die Aufzeichnungsführungsspur fokussiert und entlang dieser geführt wird.

Mehrere parallele Aufzeichnungsführungsspuren können auf der Führungseinrichtung vorhanden sein. Die Führungseinrichtung kann ein flaches Band oder eine zylindrische Trommel sein. Die Aufzeichnungsführungsspur ist vorzugsweise unter einem vorgegebenen Winkel zur Längsachse des bandförmigen Aufzeichnungsmediums geneigt. Die Aufzeichnungsführungsspur kann aus einer Nut oder einem Vorsprung bestehen.

Alternativ kann das Aufzeichnungsmedium auf einem Paar Haspeln aufgenommen sein, die in einem Gehäuse eingeschlossen sind, das ein lichtdurchlässiges Fenster aufweist, durch das der Abtaststrahl auf die Aufzeichnungsfläche des bandförmigen Aufzeichnungsmediums gestrahlt wird. Die Führungseinrichtung ist in Endlosweise im Gehäuse angeordnet. Die Führungseinrichtung bewegt sich gemeinsam mit dem Aufzeichnungsmedium. Die Führungseinrichtung besteht aus flexiblem Material, wie durchsichtigem oder durchscheinendem Gummi. Die Führungseinrichtung umfaßt das vom Haspelpaar aufgenommene Aufzeichnungsmedium.

Die Abtasteinrichtung verfügt über eine Lichtquelle zum Aussenden des Abtaststrahls, eine Konvergiereinrichtung zum Konvergieren des Abtaststrahls und eine Steuereinrichtung zum Steuern der Lichtquelle und der Konvergiereinrichtung in solcher Weise, daß der Abtaststrahl entlang der Aufzeichnungsführungsspur geführt wird. Der Abtaststrahl wird aus einer Strahlengruppe ausgewählt, zu der sichtbare Strahlung, ultraviolette Strahlung, Infrarotstrahlung, Röntgenstrahlung gehört. Die Konvergiereinrichtung kann aus einer konvexen Linse bestehen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die vorliegende Erfindung wird durch die nachfolgende detaillierte Beschreibung und die beigefügten Zeichnungen für das bevorzugte Ausführungsbeispiel der Erfindung noch besser verstanden werden, die jedoch nicht so zu verstehen sind, daß die Erfindung auf das besondere Ausführungsbeispiel begrenzt ist, sondern die nur zur Erläuterung und zur Verbesserung des Verständnisses dienen.

Betreffend die Zeichnungen gilt:

Fig. 1 ist eine schematische perspektivische Ansicht, die wesentliche Teile des erfindungsgemäßen Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerätes veranschaulicht;

Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht, die wesentliche Teile des Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerätes des ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung zeigt;

Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht, die wesentliche Teile des Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerätes mit einem Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabekopf gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt; und

Fig. 4 ist eine perspektivische Darstellung, die eine Kassette für ein optisches Band gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE

Gemäß Fig. 1 wird ein bandförmiges optisches Aufzeichnungsmedium 1 mit einem erfindungsgemäßen Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät kontinuierlich oder intermittierend in einer Richtung a angetrieben. Eine Aufzeichnungsfläche 1A des Bandes 1 paßt mit einer Paßfläche 2A einer Führungsplatte zusammen, die eine Dicke d von etwa 1,2 mm aufweist und aus einem durchsichtigen oder durchscheinenden Material besteht. Die Paßfläche 2A ist mit mehreren Führungsspuren 3 ausgebildet, die schräg über die Aufzeichnungsfläche 1A des Bandes laufen. Ein von einer (nicht dargestellten) Lichtquelle im Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät ausgestrahlter Abtaststrahl 4 tastet die Führungsspur 3 in einer Abtastrichtung b ab. Eine Konvergiereinrichtung 5 ist in einem (nicht dargestellten) Aufzeichnungskopf des Gerätes so angeordnet, daß sie den Abtaststrah1 4 konvergiert.

Bei diesem Aufbau wird, wenn sich das Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät in einer Aufzeichnungsbetriebsart befindet, das Band 1 in der Pichtung a angetrieben, während die Paßfläche 2A in festem Kontakt mit der Aufzeichnungsfläche 1A gehalten wird, so daß keine Relativverschiebung zwischen der ersteren und der letzteren besteht und der Abtaststrahl 4 die Führungsspur 3 in der Abtastrichtung b abtastet. Auf diese Weise werden mehrere Aufzeichnungsspuren 6 auf der Aufzeichnungsfläche 1A des Bandes 1 ausgebildet.

Wenn ein Spurführungsfehler auftritt, während der Abtaststrahl 4 die Führungsspur 3 abtastet, bewegt eine (nicht dargestellte) im Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät vorhandene Steuereinheit die Konvergiereinrichtung 5 rechtwinklig zur Abtastrichtung b, um eine Ausrichtung mit der Führungsspur vorzunehmen.

Wenn eine Fokussierabweichung auftritt, während der Abtaststrahl 4 die Führungsspur 3 abtastet, wird darüber hinaus die Konvergiereinrichtung 5 dichter zur (nicht dargestellten) optischen Quelle für den Abtaststrahl 4 bewegt oder von dieser weg, damit der Abtaststrahl auf einer der Führungsspuren 3 konvergiert.

Die Führungsplatte 2 dient als hochgenaue Führung, mit der Aufzeichnungsspuren 6 hoher Dichte genau auf der Aufzeichnungsfläche 1A ausgebildet werden können. Das heißt, daß die Genauigkeit der Aufzeichnungsspuren 6 auf dem Band 1 im wesentlichen derjenigen der mehreren Führungsspuren 3 auf der Führungsplatte 2 entspricht. Wenn die Spurteilung auf der Führungsplatte 2 hochgenau ist, können daher Aufzeichnungsspuren sehr genau auf der Aufzeichnungsfläche auf dem Band 1 ausgebildet werden.

In der Praxis werden Führungsspuren 3 mit einer hochgenauen spanabhebenden Maschine in der Führungsplatte 2 ausgebildet. Die Genauigkeit der auf dem optischen Band durch ein Gerät mit einer solchen Führungseinrichtung ausgebildeten Aufzeichnungsspuren entspricht derjenigen der Aufzeichnungsspuren, die auf Laserplatten ausgebildet sind.

Wenn sich das Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät in einer Wiedergabebetriebsart befindet, tastet ein von einem (nicht dargestellten) Wiedergabekopf abgestrahlter Abtaststrahl die Aufzeichnungsspuren 6 ab, was zum Ergebnis hat, daß in den Spuren enthaltene Informationen oder Daten wiedergegeben werden.

Die Fig. 2 und 3 zeigen wesentliche Teile eines Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerätes eines ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung.

Wie in den Fig. 2 und 3 dargestellt, besteht das Führungsteil aus einer zylindrischen Trommel 10 mit einem oberen Bereich 11 und einem unteren Bereich 12. Der obere und der untere zylindrische Bereich bestehen aus Materialien mit lichtdurchlassenden Eigenschaften; sie weisen dieselbe Dicke auf. Die Außenumfangsfläche 11a des oberen zylindrischen Bereichs 11 ist mit mehreren Führungsnuten 3 ausgebildet, jedoch weisen die Innen- und Außenumfangsflächen des unteren zylindrischen Bereichs 12 keine Führungsnuten auf. Das Band 1 wird auf die äußere Umfangsfläche 11A des oberen zylindrischen Bereichs 11 geführt und in der Richtung a angetrieben, während die zylindrische Trommel 11 mit der Zuführgeschwindigkeit so in Drehung versetzt wird, daß kein Schlupf zwischen der Außenumfangsfläche 11A und der Aufzeichnungsfläche 1A auftritt.

Die Zylindertrommel 11 kann in ihrer axialen Richtung c zwischen einer ersten und einer zweiten Position gleiten. Die erste Position ist diejenige, die in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist. In der ersten Position befindet sich das Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät in der Aufzeichnungsbetriebsart. Wenn die Trommel 10 aus der ersten Position nach oben in die zweite Position bewegt wird und die Außenumfangsfläche des unteren zylindrischen Bereichs 12 in Anpassung an die Aufzeichnungsfläche 1A kommt, befindet sich das Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät in der Wiedergabebetriebsart.

Wie in Fig. 3 dargestellt, ist eine Kopftrommel 13 innerhalb des Innenraums angeordnet, der von der Innenumfangsfläche der Zylindertrommel 10 festgelegt wird. ein Aufzeichnungs/Wiedergabe-Kopf 14 ist an einer Position auf dem Umfang der Kopftrommel 13 angeordnet. Der Aufzeichnungs/Wiedergabe-Kopf 14 weist eine Lichtquelle und eine Konvergiereinrichtung auf. Die Rotationsebene der Kopftrommel 13 ist leicht zur Rotationsachse der Zylindertrommel 10 geneigt, so daß dann, wenn sich die Kopftrommel mit vorgegebener Geschwindigkeit dreht, der Abtaststrahl 4 vom Kopf 14 die Aufzeichnungsfläche 1A des Bandes in der vorgegebenen Abtastrichtung b abtastet.

Bei diesem Aufbau fällt, wenn sich das Gerät in der Aufzeichnungsbetriebsart befindet, der Abtaststrahl 4 vom Xopf 14 durch den oberen zylindrischen Bereich 11 auf die Führungsspuren 3 der äußeren Umfangsfläche 11A, die den Abtaststrahl so fokussiert, daß genau ausgerichtete parallele Aufzeichnungsspuren auf der Aufzeichnungsfläche 1A mit vorgegebener Spurteilung aufgezeichnet werden.

Wenn sich das Gerät in der Wiedergabebetriebsart befindet, wird der Abtaststrahl 4 vom Kopf 14 durch den unteren zylindrischen Bereich 4 auf die Aufzeichnungsfläche 1A gestrahlt, und er tastet die Aufzeichnungsspuren 6 auf dem Band 1 ab.

Beim Aufbau gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel wird das Aufzeichnungsmedium 1 in dauernder Berührung mit den Führungsspuren 3 angetrieben, und Aufzeichnungsspuren können dauernd auf der Aufzeichnungsfläche 1A ausgebildet werden.

Fig. 4 zeigt ein Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung. In Fig. 4 bezeichnen Bezugszeichen, die mit solchen übereinstimmen, die beim ersten Ausführungsbeispiel verwendet wurden, gleiche Elemente.

Wie deutlich aus Fig. 4 erkennbar, unterscheidet sich das zweite Ausführungsbeispiel insbesondere dadurch vom ersten, daß ein Rückführungs-Führungsteil 200 so angeordnet ist, daß es die Haspeln umfaßt, die das Aufzeichnungsmedium aufnehmen.

Beim zweiten Ausführungsbeispiel ist das bandförmige Aufzeichnungsmedium 1 auf eine Abspulhaspel 12A und eine Aufspulhaspel 12B gewickelt, die in einem von einem rechteckigen Gehäuse 15 festgelegten Innenraum eingeschlossen sind. Eine durchsichtige Platte 16 deckt eine kleine rechteckige Öffnung 17 ab, die im Zentrum einer Seitenwand des Gehäuses 15 vorhanden ist. Ein Paar Andrückwalzen 18A und 18B springt von der Bodenfläche des Gehäuses 15 nahe jeder Seite der durchsichtigen Platte 16 vor; eine Kapstanwelle 19 ist etwa in der Mitte zwischen dem Paar Andrückwalzen angeordnet. Das Band 1 läuft von der Abspulhaspel 12A an der ersten Andrückwalze 18A, der Kapstanwelle 19 und der zweiten Andrückwalze 18B vorbei zur Aufspulhaspel 12B. Ein Paar bewegliche Stifte 19A und 19B sind zu jeder Seite der Kapstanwelle 19 in einem Abstand angeordnet, der größer ist als derjenige zwischen der Kapstanwelle 19 und dem Paar Andrückwalzen 18A und 18B. Die Oberfläche des Bandes 1 ist so angeordnet, daß sie parallel zur Fläche der durchsichtigen Platte 16 liegt, durch die der Abtaststrahl 4 auf die Oberfläche des Bandes 1 durchgelassen wird. Andererseits ist ein Endlos-Führungsteil 200 im Gehäuse 15 so angeordnet, daß es zwischen dem Paar Andrückwalzen und der Aufzeichnungsfläche 1A hindurchläuft, die in fester Berührung mit einer Innenumfangsfläche 11B der Führungsschleife 200 gehalten wird. Die Führungsschleife 200 besteht aus einem durchsichtigen und flexiblen Gummimaterial.

Wenn sich das Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät in der Aufzeichnungsbetriebsart befindet, wie in Fig. 4 dargestellt, ist die Führungsschleife 200 zwischen dem Paar Andrückwalzen und der Kapstanwelle eingebettet, und ein Bereich des Bandes 1 ist mit der Paßfläche 200A ausgerichtet. Unter diesen Bedingungen werden das Band 1 und die Führungsschleife 200 zusammen mit vorgegebener Geschwindigkeit angetrieben, die durch die Drehzahl der Kapstanwelle bestimmt wird, während der Abtaststrahl 4 die Führungsspur 3 auf der Paßfläche 200A abtastet. Aufzeichnungsspuren 6 werden so auf der Aufzeichnungsfläche 1A durch das Muster der Führungsspuren 3 ausgebildet.

Wenn sich das Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät in der Wiedergabebetriebsart befindet, werden ein Paar äußere Führungsstifte 20A und 20B, die außerhalb des Paars Andrückwalzen 18A und 18B angeordnet sind, in Richtungen, die durch Pfeile e1 und e1 angezeigt sind, nahe zur Kapstanwelle 19 bewegt, mit dem Ergebnis, daß sich die Kapstanwelle 19, die beweglichen Stifte 19A und 19B und der Bereich des Bandes 1 zwischen den zwei Andrückwalzen 18A und 18B von der Innenfläche der Führungsschleife 200 in einer Richtung f wegbewegt werden. Während der Wiedergabebetriebsart wird das Band 1 mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit angetrieben, wobei ein vorgegebener Abstand zwischen der Paßfläche 200A und der Aufzeichnungsfläche 1A in der vorstehend beschriebenen Weise aufrechterhalten wird. In dieser Betriebsart wird der von einem (nicht dargestellten) Wiedergabekopf abgestrahlte Abtaststrahl 4 nicht auf die Führungsspuren 3 auf der Führungsschleife 200 konvergiert, sondern auf die Aufzeichnungsfläche 1A, was zum Ergebnis hat, daß die Wirkung der Führungsspuren 3 auf den strahlfleck des Abtaststrahls 4 unwesentlich wird, was die Wiedergabe der Wiedergabespuren 6 ohne Beeinflussung durch die Führungsspuren 3 erlaubt.

Obwohl beim ersten und zweiten Ausführungsbeispiel sichtbare Strahlung für den Abtaststrahl verwendet wird, können auch ultraviolette Strahlung, Infrarotstrahlung, Röntgenstrahlung oder dergleichen für den Abtaststrahl verwendet werden.

Beim beschriebenen Ausführungsbeispiel sind die Führungsspuren parallel, jedoch können Modifizierungen erdacht werden, bei denen die Führungsspuren unter wechselseitig verschiedenen vorgegebenen Winkeln angeordnet sind.

Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Führungsspur 3 eine Nut. Jedoch kann die Führungsspur auch die Form eines Vorsprungs aufweisen. Alternativ können die Führungsspuren in Form eines durchsichtigen oder durchscheinenden Teils vorliegen, bei dem die Transmissionsfaktoren gegenseitig verschieden sind, um ein vorgegebenes Muster von Führungsspuren zu bilden.

Obwohl beim bevorzugten Ausführungsbeispiel das Band und das Führungsteil mit derselben Geschwindigkeit laufen, kann darüber hinaus eine Geschwindigkeitsdifferenz mit vorgegebenem konstanten Wert verwendet werden.

Obwohl bei den vorliegenden Ausführungsbeispielen das optische Band und das Führungsteil kontinuierlich angetrieben werden, können darüber hinaus das optische Band und das Führungsteil intermittierend angetrieben werden. Das heißt, daß das Führungsteil die Form eines stationären Fensters einnehmen kann, in dem Spuren ausgebildet sind, und die Abtasteinrichtung entlang zweier Achsen bewegt wird, um den Abschnitt des Bandes unter dem Führungsteil abzutasten. In diesem Fall würde das Band intermittierend angetrieben werden, und es würde in einem Zeitraum ein Abschnitt abgetastet werden.


Anspruch[de]

1. Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät für ein bandförmiges optisches Aufzeichnungsmedium (1), mit:

- einer Abtasteinrichtung zum Emittieren eines Abtaststrahls (4) mit Aufzeichnungsinformation auf die Aufzeichnungsfläche des Aufzeichnungsmediums; und

- einer Führungseinrichtung (2) mit lichtdurchlassenden Eigenschaften;

dadurch gekennzeichnet, daß

- die Führungseinrichtung eine Paßfläche (2A) aufweist, die mit der Aufzeichnungsfläche (1A) ausgerichtet und in fester Berührung mit dieser gehalten wird, damit keine Relativverschiebung zwischen der Paßfläche und der Aufzeichnungsfläche besteht, in welcher Führungseinrichtung auch eine Aufzeichnungsführungsspur (3) ausgebildet ist; und

- die Abtasteinrichtung den Abtaststrahl (4) in solcher Weise steuert, daß er auf die Aufzeichnungsführungsspur (3) fokussiert und entlang dieser geführt wird.

2. Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät nach Anspruch 1, bei dem mehrere parallele Aufzeichnungsführungsspuren (3) vorhanden sind.

3. Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät nach Anspruch 1, bei dem die Führungseinrichtung ein flacher Streifen ist.

4. Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät nach Anspruch 1, bei dem die Führungseinrichtung zylindrisch ist.

5. Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät nach Anspruch 1, bei dem die Aufzeichnungsführungsspur unter einem vorgegebenen Winkel zur Längsachse des bandförmigen Aufzeichnungsmediums geneigt ist.

6. Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät nach Anspruch 1, bei dem die Führungsspur eine Nut ist.

7. Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät nach Anspruch 1, bei dem das bandförmige Aufzeichnungsmedium von einem Paar Haspeln aufgenommen wird, die in einem Gehäuse eingeschlossen sind.

8. Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät nach Anspruch 7, bei dem das Gehäuse ein lichtdurchlässiges Fenster aufweist, durch das der Abtaststrahl auf die Aufzeichnungsfläche des bandförmigen Aufzeichnungsmediums gestrahlt wird.

9. Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät nach Anspruch 8, bei dem die Führungseinrichtung im Gehäuse angeordnet ist.

10. Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät nach Anspruch 9, bei dem die Führungseinrichtung sich mit dem Aufzeichnungsmedium bewegt.

11. Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät nach Anspruch 10, bei dem die Führungseinrichtung aus flexiblem Material besteht.

12. Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät nach Anspruch 10, bei dem die Führungseinrichtung als Endlosschleife ausgebildet ist.

13. Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät nach Anspruch 12, bei dem die Führungseinrichtung das Aufzeichnungsmedium umfaßt, das vom genannten Paar Haspeln aufgenommen wird.

14. Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät nach Anspruch 1, bei dem die Abtasteinrichtung eine Lichtquelle zum Aussenden des Abtaststrahls, eine Konvergiereinrichtung zum Konvergieren des Abtaststrahls und eine Steuereinrichtung zum Steuern der Lichtquelle und der Konvergiereinrichtung aufweist, um den Abtaststrahl entlang der Aufzeichnungsführungsspur zu führen.

15. Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät nach Anspruch 14, bei dem die Art der Strahlung des Abtaststrahls aus der Gruppe ausgewählt wird, zu der sichtbare Strahlung, ultraviolette Strahlung, Infrarotstrahlung und Röntgenstrahlung gehören.

16. Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät nach Anspruch 14, bei dem die Konvergiereinrichtung eine konvexe Linse ist.







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