Die Erfindung betrifft
Hochspannungsgleichstrom-Leistungsübertragungssysteme, insbesondere eine
Wechselrichter-Zündsteuerung für derartige Systeme.
Hochspannungsgleichstrom
(HVDC)-Leistungsübertragungssy-Sterne werden normalerweise zur Zusammenschaltung von
Hochspannungswechselstrom-Netzwerken oder von einer
entfernt gelegenen Stromversorgungsanlage mit einem
Wechselstromnetzwerk verwendet. Solche Systeme bestehen
üblicherweise aus zwei umrichterstationen, die mittels
einer Übertragungsleitung oder eines Kabels
zusammengeschaltet sind. An dem Stromerzeugungs- oder
Übertragungsende enthält der umrichter einen Gleichrichter zum
Gleichrichten der Wechselleistung, um den Strom und die
Spannung gleichzurichten, während am Empfangsende der
umrichter einen Wechselrichter enthält, welcher die
Leistung von der Gleichstrom-Übertragungsleitung zum
Wechselstromnetzwerk überträgt.
Ein typisches Hochspannungsgleichstromsystem enthält eine
zweipolige Übertragungsleitung zu den umrichtern, wobei
jeder Umrichter aus einem Paar von drei in Reihe
geschalteten Phasen besteht und doppelgerichtet aus sechs
Impulsbrücken, die einen Thyristor oder Quecksilberdampf-
Gleichrichter enthalten. Solche Gleichrichterbrücken
gestatten die Gleichrichtung von 3-Phasen-Wechselspannung
und -strom in Gleichspannung und -strom oder die
Wechselrichtung von Gleichspannung und -strom in 3-Phasen
Wechselspannung und -strom. Gleichrichter, wie
beispielsweise Thyristoren, leiten Strom nur in die
Vorwärtsrichtung von der Anode zur Katode und nur, wenn die
Vorwärtsspannung Parallel zu dem Gleichrichter positiv
ist und der Gleichrichter einen Steuerimpuls erhält. Hat
der Gleichrichter zu leiten begonnen, dann wird die Größe
des Stroms ausschließlich durch die Hauptstromkreise
außerhalb des Gleichrichters bestimmt und nicht durch
einen negativen Steuerimpuls beeinflußt. Der Stromfluß
durch den Gleichrichter setzt sich solange fort bis er
als eine Folge von äußeren Einflüssen abnimmt und
negativ zu werden versucht. Ein umgekehrter Stromfluß
wird verhindert, weil der Gleichrichter in Sperrichtung
betrieben werden würde, so daß der durch den
Gleichrichter fließende Strom gelöscht würde. In der
Vorwärtsrichtung wird der Gleichrichter den Stromfluß solange
sperren, bis ein Steuerimpuls auf die Steuerelektrode
gegeben wird. Als Folge dieser Eigenschaften ist der
Arbeitszyklus des Gleichrichters in ein
vorwärtsgerichtetes Sperrintervall, ein Leitungsintervall und in ein
umgekehrtes Sperrintervall unterteilt.
In einem dreiphasigen, doppelt gerichteten
12-Impulssystem ist jede Phase der Übertragungs- und
Empfangs-Wechselstromnetzwerke mit den positiven und negativen
Stromleitern durch zwei Paar Gleichrichter verbunden,
welche in der Vorwärtsrichtung ausgerichtet sind. Die
Gleichrichter werden durch ein Zündsteuerungssystem
gesteuert, welches den Gleichrichtern Steuersignale in
einer vorherbestimmten Zeitfolge liefert, um eine
Stromübertragung oder einen Stromübergang von Phase zu Phase
zu bewirken.
Wenn die Gleichrichter als Wechselrichter betrieben
werden, ist die Gleichspannung in Bezug auf die
Stromrichtung negativ. Das bedeutet, daß die Spannung parallel
zu den Gleichrichtern in der meisten Zeit positiv ist. Um
eine vorwärtsgerichtete Sperrspannung anzulegen, muß die
während der Leitungsperiode angelegte Ladung beseitigt
werden. Deshalb benötigt der Gleichrichter ein
Zeitintervall mit einer negativen Gleichrichterspannung zwischen
dem Ende der Leitungsperiode und der Anlegung von
positiver Spannung. Der dieser Zeitspanne entsprechende
elektrische Winkel wird als der Sicherheitswinkel oder
Löschungswinkel bezeichnet.
In einem typischen Wechselrichterbetrieb mit einem
leitenden Gleichrichter erfolgt die Zündung des
nächstfolgenden Wechselrichters in ausreichender Zeit vor dem
nächsten Nulldurchgang, zu welcher Zeit die Phasen-zu-
Phasen-Spannung positiv wird. Somit muß der Stromübergang
von dem auslaufenden Gleichrichter zu dem anlaufenden
Gleichrichter zeitlich abgestimmt sein, um einen
ausreichenden Sicherheitswinkel zu gewährleisten. Wenn aus
irgendeinem Grund der Stromübergang nicht beendet ist,
wenn die Spannung parallel des auslaufenden
Gleichrichters positiv wird oder der Sicherheitswinkel so klein
ist, daß der Gleichrichter keine Zeit hat, eine
ausreichende vorwärtsgerichtete Sperrwirkung zu erlangen, dann
liegt eine vorübergehende Störung im Betrieb des
Wechselrichters vor, die als Stromübergangsausfall bezeichnet
wird.
Wie vorstehend beschrieben, müssen zur Herstellung der
vorwärtsgerichteten Sperrfähigkeit eines Gleichrichters
die während des Leitungsintervalls ausgebildeten Ladungen
durch Bereitstellung einer negativen
Gleichrichterspannung für eine der Stromübergangszeit entsprechenden
Zeitspanne beseitigt werden. Da Gleichrichter
normalerweise bei Zündwinkeln von weniger als 90 elektrischen
Graden betrieben werden, stellt dies kein Problem für den
Gleichrichterbetrieb dar. Jedoch sind derartige
Stromübergangsausfälle im Wechselrichterbetrieb von Bedeutung,
da der Löschungswinkel so klein wie möglich gehalten
werden sollte, um die Leistungsübertragung auf ein
Maximum zu bringen. Herkömmliche
Wechselrichter-Zündwinkel-Steuerungssysteme versuchen normalerweise
Stromübergangsausfälle durch Messung der Zeitdifferenz
zwischen dem Ende der Gleichrichterleitung und der Zeit
des vorausgegangenen Nulldurchgangs der Spannungswelle zu
verhindern. Dies gestattet die kontinuierliche Voraussage
des minimalen Löschungswinkels. Jedoch bewirken gewisse
Arten von Störungen, wie beispielsweise unausgeglichene
Phasen im Wechselstromnetzwerk,
Stromübertragungsausfälle, die sich ungefähr 10 msec nach dem
Störungsbeginn ereignen. Dies führt zu einer Abänderung der
Spannungswelle, so daß die Information bezüglich
vorausgehender Nulldurchgänge für die Voraussage des
notwendigen Löschungswinkels nicht mehr zutreffend ist, um den
Stromübertragungsausfall zu verhindern.
Die Veröffentlichung "IEEE Proccedings, Band 131, Nr. 4,
Juli 1984, Seiten 129 bis 139" beschreibt eine Steuerung
und ein Steuerungsverfahren für Wechselgleichrichter
gemäß den Oberbegriffen der Ansprüche 1 bzw. 8.
Insbesondere ist darin offenbart, daß ein Stromübergangsausfall
durch Vergrößern des Löschungswinkels während der Störung
verhindert werden kann. Jedoch stellt diese Schrift keine
Lösung bereit, wie die Störung erkannt wird.
Zusammenfassung der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein neues und verbessertes
Wechselrichter-Steuerverfahren und eine entsprechende
Vorrichtung bereitzustellen.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein
Wechselrichter-Steuerverfahren und eine Vorrichtung zu schaffen,
die ein ausreichend schnelles Ansprechen bewirkt, um
Stromübertragungsausfälle zu verhindern, die von
Störungen in dem Wechselstromnetzwerk herrühren.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein
Wechselrichter-Steuerverfahren und eine Vorrichtung zu schaffen,
welche die Fehler in dem Wechselstromnetzwerk wahrnimmt
und ein Vergrößern des Wechselrichter-Löschungswinkels
vor dem nächst folgenden Nulldurchgang der
Gleichrichterspannung bewirkt.
Diese und andere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden aus der ausführlichen Beschreibung
zusammen mit den beiliegenden Zeichnungen offensichtlich.
Die obigen Aufgaben werden durch eine Steuerung und ein
Verfahren erzielt, welche in den unabhängigen Ansprüchen
1 bzw. 8 beschrieben sind. Die abhängigen Ansprüche 2 bis
7 kennzeichnen weiterhin die Steuerung nach Anspruch 1.
Die abhängigen Ansprüche 9 bis 11 offenbaren dasselbe im
Hinblick auf das Verfahren nach Anspruch 8.
Allgemein gesagt umfaßt ein Aspekt der Erfindung eine an
einen Wechselrichter mit Gleichrichter-Zündsteuersystem
gekoppelte Steuerung und enthält eine an das
Wechselstromnetzwerk gekoppelte Meßvorrichtung zur Erkennung
eines anormalen Wechselspannungszustandes im Netzwerk und
zur Erzeugung eines funktionell abhängigen
Abweichungssignals. Eine Vergleichsvorrichtung zum Vergleich des
Ablenkungssignals mit einer vorgewählten Größe und zur
Erzeugung eines Steuersignals an der Wechselrichter-
Zündsteuerung, wenn die Ablenkung eine vorbestimmte
Grenze überschreitet7 sind vorhanden. Das Gleichrichter-
Zündsteuerungssystem ist so zum Steuersignal
ausgerichtet, daß sich der elektrische Zündwinkel bei
mindestens einem der Gleichrichter verringert.
Entsprechend einem anderen Aspekt umfaßt die Erfindung
ein Verfahren zur Steuerung eines Wechselrichters, der
zur Umrichtung von Gleichspannung und -strom zu
Wechselspannung und -strom verwendet wird, wobei der
Wechselrichter eine Vielzahl von elektrischen
Gleichrichtern enthält, die jeweils bei Anlegen einer positiven
vorwärts gerichteten Spannung und dem Empfang eines
Steuerimpulses (trigger pulse) so arbeiten, daß sie den
Strom in eine einzige Richtung leiten. Das Verfahren
umfaßt Schritte zur Erzeugung aufeinanderfolgender
Steuerimpulse an die Gleichrichter zur umschaltung des
Stroms zwischen den aufeinanderfolgenden Gleichrichtern
unter vorbestimmten elektrischen Zündwinkeln, zum
Erkennen eines anormalen Spannungszustandes des
Wechselspannungs-Netzwerkes, zum Vergleich der Abweichung des
erkannten anormalen Spannungszustand vom erwarteten
Spannungszustand, zum Erzeugen eines Steuersignals, wenn
die Abweichung eine vorgewählte Grenze überschreitet, das
Aufspüren des Auftretens des Steuersignals und des
Abfallens des elektrischen Zündwinkels von mindestens einem
der Gleichrichter beim Auftreten des Steuersignals.
Kurze Beschreibung der Zeichungen
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines
Wechselrichter-Steuersystems, welches mit dem
Verhinderungssystem für den Stromübertragungsausfall nach
der vorliegenden Erfindung ausgerüstet werden kann;
Fig. 2 zeigt Wellenformen, welche die Wirkungsweise des
Wechselrichter-Zündsteuersystems nach Fig. 1 darstellen;
Fig. 3 zeigt die Gleichrichterspannung und den
Phasenstrom während des Betriebes eines Umrichters als
Wechselrichter;
Fig. 4 zeigt den Betrieb des Verhinderungssystems für den
Stromübertragungsausfall in Abhängigkeit von der
Stromübertragungsspannung; und
Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung des
Verhinderungssystems für den Stromübertragungsausfall
nach Maßgabe der bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung.
Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
Das
Wechselrichter-Stromübertragungsausfall-Verhinderungssystem 10 der vorliegenden Erfindung wird anhand
eines Beispiels gezeigt, wie es auf die Zündsteuerung 12
eines 12-Impuls-Wechselrichters angewandt wird. Dem
Fachmann ist bekannt, daß solche Wechselrichter aus zwei
in Reihe geschalteten 6-Impulsbrücken 13 und 14 bestehen,
wobei jede Brücke aus Gleichrichtern V1-V6 bzw. V7-V12
besteht. Jeder der Gleichrichter enthält typischerweise
einen Thyristor, der nur in der Vorwärtsrichtung von der
Anode zur Katode leitet und nur dann, wenn die Spannung
parallel des Gleichrichters positiv ist und der
Gleichrichter ein Steuerimpuls empfängt. Die Zündsteuerung 12
ist an sich bekannt und wird deshalb nur in einem für das
Verständnis der Erfindung erforderlichen Umfang
beschrieben.
In der dargestellten Ausführungsform ist die wichtigste
Funktion der Zündsteuerung l2 die Aufrechterhaltung des
Gleichstroms Idi entsprechend einer eingestellten
Stromgröße Io, auch wenn Änderungen in der Gleichspannung Udi
auftreten. Dies wird durch Vergleichen eines
Rückkoppelungsstromsignals Ir mit dem Stromgrößensignal Io
erreicht, welches den eingestellten Strom darstellt und
welches von einer übergeordneten Befehlssteuerung (nicht
dargestellt) empfangen wird. Der Strom Ir wird von dem
Gleichstrom mittels eines Gleichstrom-Stromwandlers 15
abgeleitet. Die Signale Ir und Io werden einem Strom-
Steuerverstärker IG zugeführt, welcher ein Steuersignal
UC erzeugt, das von der Änderung des Stroms Ir gegenüber
der Stromgröße Io abhängt. Dieses Signal wird zur
Steuerung der Zeitsteuerung des Steuersignals von einem
Steuerimpulsgenerator 17 verwendet. Während die
Zünd-Steuerung 12 zum Betreiben der Steuerung des Stroms Idi
dargestellt ist, ist es bekannt, daß eine
Spannungssteuerung ebenfalls verwendet werden kann. Im letzteren
Fall wird der Verstärker 16 ein Spannungsbefehlssignal
von einer übergeordneten Befehlssteuerung empfangen und
ein Rückkoppelungs-Spannungssignal,welches von der
Gleichspannung Idi abgeleitet ist.
Das Steuersignal UC ist für einen alpha-Steuerungsblock
18 vorgesehen, der zur Erzeugung eines Ausgangssignals
ALPHA ORDER zu einem Zeitsteuerimpuls-Oszillator 20
betrieben wird. Das Signal ALPHA ORDER ist das gleiche
wie das Signal UC, wenn nicht der alpha-Steuerungsblock
18 ein übergeordnetes Signal ORD 90, das Signal RETARD
oder ein anderes Steuersignal von einer übergeordneten
Befehlssteuerung (nicht dargestellt) empfängt. Der
Verwendungszweck für diese übergeordneten Signale ist das
Ingangsetzen von Gleichrichter-Zündungen bei elektrischen
Winkeln unterschiedlich gegenüber denen, die sich als
Folge einer Stromsteuerung ereignen würden und auch dann,
wenn andere Steuereinflüsse vorliegen. Zum Beispiel würde
das Signal ORD 90 bei 90 elektrischen Graden und das
Signal RETARD bei ungefähr 150 elektrischen Graden den
Betrieb des Gleichrichters bewirken. Für derartige
erörterte Verwendungszweck würde das Signal ALPHA ORDER einer
Stromsteuerung unterliegen und auf das Steuersignal UC
oder auf die Differenz zwischen den Signalen Io und Ir
bezogen sein.
Der Zeitsteuerimpuls-Oszillator 20 enthält einen
Phasenregelungs-Oszillator 21 und eine Ansteuerungseinheit 22
und dient der Erzeugung einer Impulsfolge CP TRIGG, deren
Phase durch das Signal ALPHA ORDER bestimmt wird. Der
Ausgang des Zeitsteuerimpuls-Oszillators 20 bestimmt den
Zündzeitpunkt für alle 12 Gleichrichter in den
Gleichrichterbrücken 13 und 14. Der Steuerimpulsgenerator 17
teilt die eine Eingangssignalfolge CP TRIGG in 12
Ausgangs-Steuerimpulse von geeigneter Länge auf. Die
Frequenz dieser Ausgang-Steuersignale im Dauerzustand hat
den zwölffachen Wert der Grundfrequenz des
Wechselstrom-Netzwerkes.
Der Phasenregelungs-Oszillator 21 enthält eine erste
Vergleichs-Schaltungsanordnung 23, die das Signal ALPHA
ORDER und ein Signal MEASURED ALPHA von einem
alpha-Meßblock 24 empfängt. Der alpha-Meßblock empfängt von
einem ersten Rampen-Generator 25 ein erstes Signal, das
durch die Zündimpulse CP TRIGG ausgelöst wird, und der
Meßblock 24 enthält einen zweiten Rampen-Generator, der
ein Teil eines Zeitdauermeßkreises 26 ist, der beim
Nulldurchgang der Phasenspannungen ausgelöst wird. Die
Zeit zwischen diesen Signalen ist ein Maß des Zündwinkels
alpha. Die erste Vergleichsschaltung 23 gibt ein
Ausgangssignal DELTA ALPHA an einen Pegel-Detektor 27. Das
Ausgangssignal DELTA ALPHA ist funktionell von der
Differenz zwischen dem aufgegebenen Zündwinkel ALPHA
ORDER und dem gemessenen Zündwinkel ALPHA MEAS abhängig.
Der Pegel-Detektor 27 empfängt ebenfalls ein Rampen-
Signal UT von dem Rampengenerator 25 und ein
Zeitdauersignal vom Zeitdauermeßkreis 26, welches ein von der
Wechselspannung abhängiges Dauersignal ist. Wenn die
Summe dieser Eingangssignale null ist, wie dies in Fig.
2a dargestellt ist, dann wird ein Ausgangssignal TPO
TRIGG erzeugt, wie dies aus Fig. 2b ersichtlich ist.
Die Fig. 2 zeigt, wie das Signal DELTA ALPHA den
Zündzeitpunkt beeinflußt. Der Anstieg der Rampenfunktion und
die Zeitdauerspannung sind derart, daß, wenn das Signal
DELTA ALPHA gleich null ist, was der Fall ist, wenn der
Strom Ir gleich dem Strom Io ist, UT den Wert PERIOD
TIME genau 30 elektrische Grade nach der vorausgehenden
Zündung erreicht, so daß die Signale TPO TRIGG gleichen
Abstand voneinander haben. Vorausgesetzt jedoch, daß bei
der Zeit t2 eine Erhöhung im Verlauf des Stromes Ir
vorliegt, wird das Signal DELTA ALPHA positiv. Unter
diesen Voraussetzungen ist die Zündung solange verzögert,
bis die Summe dieser Signale gleich null ist, so daß die
Zeit bis zum nächsten Signal TPO TRIGG größer als 30
elektrische Grade ist. Dies dauert so lange, bis der
Strom Ir wieder gleich dem Strom Io ist, und das Signal
DELTA ALPHA null wird und der Abstand der Signale TPO
TRIGG auf 30 elektrische Grade zurückgeht.
Bezüglich der Fig. 1 wird das Signal TPO TRIGG an ein
ODER-Gatter 28 angelegt, welches außerdem ein Signal A
MIN empfängt, dessen Zweck nachfolgend im einzelnen
erläutert wird. Der Ausgang vom ODER-Gatter 28 ist für
ein UND-Gatter 30 vorgesehen, welches außerdem ein
festgesetztes Signal U MIN empfängt. Es ist einleuchtend,
daß für einen erfolgreich betriebenen gesteuerten
Verstärker die Spannung parallel zum Gleichrichter einen
gewissen Wert erreichen muß, bevor der Steuerimpuls zur
Erzeugung einer erfolgreichen Zündung angewendet werden
kann. Das Signal U MIN verhindert eine Zündung solange,
bis die Stromübertragungsspannung eine festgesetzte
Bezugsgröße erreicht hat, und ist in erster Linie dann
von Bedeutung, wenn die Brücken 13 und 14 als
Gleichrichter betrieben werden. Auf jeden Fall ist das Signal
CP TRIGG niemals kleiner als das durch das Signal U MIN
festgelegte augenblickliche Minimum.
Um die Bedeutung des Signals A MIN einschätzen zu können,
wird auf die Figuren 3A und 3B hingewiesen. Hier wird die
Spannung parallel zum Gleichrichter V1 und der Strom
durch diesen gezeigt, wenn dieser als ein Wechselrichter
betrieben wird, wobei der Zündwinkel größer als 90
elektrische Grade gehalten wird. Da die Gleichspannung im
Wechselrichterbetrieb negativ in bezug auf die
Stromrichtung ist, ist die Spannung parallel zum Gleichrichter
die meiste Zeit über positiv. Um die volle Sperrkapazität
des Gleichrichters zu erhalten, muß die während der
Leitungsperiode erzeugte Ladung entfernt werden. Deshalb
erfordert der Gleichrichter ein Zeitintervall mit einem
negativen Spannungswert zwischen dem Ende der
Leitungsperiode und dem Anlegen einer positiven Spannung. Der
diesem Zeitintervall entsprechende Winkel wird als
Stromübertragungsabweichung oder als Löschungswinkel
bezeichnet und wird als GAMMA gekennzeichnet. Die
Stromübertragungsabweichung ist in Figur 4 als der verbleibende
Spannungs-Zeitbereich der Stromübertragungsspannung nach
der Stromübertragung vom Ende des Überlappungsbereiches
bis zu dem Zeitpunkt, wenn die Spannung parallel zu dem
Gleichrichter das Vorzeichen wechselt, also von der
Umschalt- zur Sperrspannung. Dies zeigt, daß eine
erfolgreiche Stromübertragung eher ein Minimum eines
Spannung-Zeitbereiches erfordert als ein feststehendes
Zeitintervall.
In den vorhandenen Wechselrichtersteuerungen wird die
Stromübertragungsabweichung beibehalten, um
Übertragungsfehler, welche durch den
Spannungs-Zeitbereichrechenblock 32 verursacht werden, zu verhindern. Der
Spannungszeitbereichrechenblock 32 ist gekoppelt, um
Signale zu empfangen, die funktionell vom Gleichstrom Ir
und der Wechselspannung abhängig sind. Ein dritter
Eingang zu dem Spannungs-Zeitbereich-Rechenblock 32 ist für
das Signal PRED ZC (t2) vorhanden, das von einem anderen
Rechenblock kommend empfangen wird, welcher nicht als
Teil der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist und
welcher in bekannten Systemen vorliegt. Zum Verständnis
der Erfindung genügt es zu wissen, daß die Voraussage auf
der Zeit des letzten Nullduchganges und der
Spannungscharakteristik basiert.
Die Stromübertragungsabweichung ist in Figur 4 als
waagerecht schraffierter Abweichungsbereich dargestellt und
wird durch den Spannungs-Zeitbereich-Rechenblocks 32
mittels des folgenden Ausdrucks berechnet:
A PRED=K1[U1(t2)]PRED ZC(t2)-K2ID; hierbei ist:
K1 eine Konstante gleich 0,5;
U1(t2) ist die Stromübertragungsspannung bei
der Zeit t2;
PRED ZC(t2) ist gleich der verbleibenden Zeit
zu dem nächsten Nulldurchgang und
K2ID ist eine Konstante, die den Gleichstrom
bestimmt.
Die Konstante K2 ist eine Abgleichungskonstante, die
durch Systemvariable bestimmt wird. Der Ausdruck PRED
ZC(t2) wird als die Differenz zwischen der gemessenen
Halbperiodenzeit T/2, erhalten aus einer Periodenzeit-
Messungsunterfunktion und der verflossenen Zeit seit dem
vorherigen Nulldurchgang der Spannungs-Wellenform
erhalten. Der vorherberechnete Bereich ist die Summe des
Überlappungsbereiches und des Abweichungsbereiches,
dargestellt in Figur 4, und zwar mit dem
Überlappungsbereich, der den Überschuß des für eine erfolgreiche
Stromübertragung erforderlichen Minimums darstellt.
Das vorherberechnete Bereichssignal A PRED, erhalten aus
dem Spannungs-Zeitbereich-Rechnungsblock 32, ist an einem
Eingang eines Pegeldetektors 34 angelegt, dessen anderer
Eingang der Ausgang eines Summierknotenpunkts 36 ist. Die
Eingangssignale des Summierknotenpunkts 36 umfassen das
Ausgangssignal A MIN CFP des
Wechselrichter-Stromübertragungs-Verhinderungsstromkreises 10, das Ausgangssignal
DELTA A MIN des
Stromübertragungsausfall-Schutzstromkreises 38 und ein Bezugsssignal A MIN REF.
Der Stromübertragungsausfall-Schutzstromkreis 38 ist im
Stand der Technik bei
Gleichrichter-Zündsteuerungssystemen vorhanden, und es ist deshalb nicht erforderlich,
diesen in allen Einzelheiten aus Gründen der Kürze zu
beschreiben. Zum Verständnis der Erfindung genügt es zu
wissen, daß der Block 38 Signale empfängt, die
funktionell von der Größe des Gleichstroms Idi und des
Wechselstroms abhängig sind. Jede Abweichung des Wechselstroms
im Vergleich mit dem Gleichstrom zeigt das Vorhandensein
eines Stromübertragungsausfalls an. In diesem Fall
liefert der Stromübertragungsausfall-Schutzstromkreis ein
Ausgangssignal DELTA A MIN.
Das dritte Signal A MIN REF ist ein voreingestelltes
Bezugssignal, welches mit dem minimalen Zündwinkel
übereinstimmt, welcher eine erfolgreiche Stromübertragung
erlaubt. Bei Abwesenheit eines Stromübertragungsausfalls
oder einer Störung in dem Wechselstromsystem ist der
Ausgang des Summierknotenpunktes 36 das Signal A MIN REF.
Ein Ausgangssignal A MIN wird von dem Pegeldetektor 34
erzeugt, wenn das Signal des Summierknotenpunktes 36
größer ist als das Signal des Spannungs-Zeitbereich-
Berechnungs-Stromkreises 32.
Wie vorstehend ausgeführt wurde, sind die Eingänge am
ODER-Gatter 28 die Signale A MIN des Pegeldetektors 34
und das Signal TPO TRIGG des Phasen-Steuerungsoszillators
21. Im normalen Stromsteuerungsbetrieb wird ein
Abweichungsbereich vorhanden sein, wie dies in Figur 4
dargestellt ist, so daß das Eingangssignal CP TRIG des
Steuerimpuls-Generators 17 durch die Ausgangssignale TPO TRIG
des Zeitimpuls-Oszillators 20 ausgelöst werden. Sollte
jedoch der Zündwinkel zur Aufrechterhaltung eines
ausreichenden Spannungszeitbereiches ungenügend sein, dann
wird das Zündungssignal A MIN auftreten oder mit anderen
Worten, der Zündwinkel wird verringert, so daß die
Spannungs zeit zwischen der Zündung und dem Nulldurchgang
ansteigt. Dennoch können Störungen in dem
Wechselstrom-Netzwerk zu einer augenblicklichen Abschwächung der
Wechselspannung führen und somit entsprechend auch zu
einer Verringerung des Spannungs-Zeit-Bereichs zu werten,
die kleiner sind als für eine erfolgreiche
Stromübertragung erforderlich. Phasenverschiebungen der
Stromübertragungsspannung, welche von diesen Störungen herrühren,
können ebenfalls vorzeitige Nulldurchgänge bewirken,
welches ferner den Spannungs-Zeitbereich verringert.
Konventionell vorausberechnende Abweichungssysteme können
nicht schnell genug auf plötzliche Änderungen der
Stromübertragungsspannung reagieren, so daß Störungen
üblicherweise zu Stromübertragungsfehlern in herkömmlichen
Systemen führen. Die Aufgabe des
Stromübertragungsausfall-Verhinderungssystems 10 ist es daher, schnell auf
diese Fehler des Wechselstromsystems zu reagieren durch
weitere Verringerung des Zündwinkels, wodurch der
Spannungs-Zeitbereich ansteigt.
Das Stromübertragungsausfall-Verhinderungssystem 10 ist
in Figur 5 dargestellt und enthält ein Nullfolgesegment
42, ein Negativfolgesegment 43 und ein
Positivfolgesegment 44. Das Nullfolgesegment 42 enthält einen
Nullfolgefilter 50, der an das Wechselstrom-Netzwerk ABC und
an einen Zweiweggleichrichter 52 gekoppelt ist. Der
Ausgangsanschluß des Zweiweggleichrichters 52 liefert ein
Signal Vo, das funktionell von der Nullfolgespannung
abhängig ist. Das Signal Vo ist für den Vergleicher 53
vorgesehen, der das Nullfolgesignal Vo mit dem
voreingestellten Signal V REV vergleicht. Liegt dort eine
Nullfolgespannung mit mindestens einer vorbestimmten Größe
vor, so daß das Eingangssignal Vo das Referenzsignal
überschreitet, dann wird ein Ausgangssignal zu einem
Abfall-Zeitgeber 57 geliefert. Die am Vergleicher 53
eingestellte Referenz ist 0.1 der Einheit der
Nullfolge-Spannung. Der Abfall-Zeitgeber 57 ist vorzugsweise derart
ausgebildet und angeordnet, daß nach dem Empfang eines
Eingangssignals dieser einen Ausgangs-Impuls erzeugt,
dessen Dauer länger als eine Periodendauer des
Wechselstrom-Netzwerk ist oder eine Dauer von etwa 20 msec
aufweist. Als ein Ergebnis stellt sich während der
Störungen der Wechselspannung an einem Wahlschalter 59 ein
Dauerausgangssignal ein. Beim Auftreten eines
Ausgangssignals aus dem Abfall-Zeitgeber 57 wird der Wahlschalter
59 von einem Null- zu einem voreingestellten Ausgangswert
umschalten.
Das Nullfolgesegment 42 enthält ferner einen
Amplituden-Meßstromkreis, dem eine
Spitzenpegel-Berechnungsvorrichtung 62 angeschaltet ist, um die gleichgerichtete
Nullfolgespannung zu empfangen, und welche ein Ausgangssignal
vorsieht, das funktionell von dessen Spitzengröße
abhängig ist. Dieses Signal wird an einen Multiplier 63
gelegt, der das Signal mit der Konstanten Ko
multipliziert, wobei das Produkt als Eingang an einen zweiten
Wahlschalter 65 angelegt wird, der von einem Nullwert zu
einem voreingestellten Eingangssignal A MINOC umschaltet,
wenn dort ein Ausgang- oder ein Logik-"1"-Signal aus dem
Abfall-Zeitgeber 57 vorliegt. Die Ausgänge der
Wahlschalter 59 und 65 sind mit einem
Maximum-Spitzenwahlschalter 67 gekoppelt, der das größere der beiden Signale
auswählt.
Es ist vorteilhaft, daß keine Nullfolgespannungen
auftreten, wenn die Phasenspannungen in dem Wechselstromsystem
im Gleichgewicht sind. Unter diesen Umständen wird der
Ausgang der Wahlschalter 59 und 65 jeweils gleich null
sein, so daß ebenfalls am Maximum-Spitzenwahlschalter 67
ein Ausgang gleich Null anliegt. Beim Auftreten einer
Unsymmetrie im Wechselstromkreis, tritt am Ausgang des
Nullfolgefilters 50 ein Spannungssignal auf. Wenn dieses
Signal das Referenzsignal Vo REF überschreitet, wird ein
vorgewähltes Ausgangssignal A MINOL am
Maximum-Spitzenwahlschalter 67 erzeugt. Zusätzlich wird ein zweites
Signal A MINOC am Maximum-Spitzenwahlschalter 67 erzeugt,
welches funktionell von der Spitzengröße der Null
folgespannung abhängig ist. Das Ausgangssignal des Maximum-
Spitzenwahlschalter 67 ist dann ein Signal A MIN OCFP,
welches das größere der beiden Eingangssignale ist.
Der Negativfolge-Stromkreis 43 ist identisch dem
Nullfolge-Stromkreis 42 und umfaßt einen Negativfolge-Filter
70, einen Zweiweg-Gleichrichter 72, einen Vergleicher 73,
einen Abfall-Zeitgeber 77, einen ersten Wahlschalter 79,
einen Pegeldetektor 82, einen Multiplier 83, einen
zweiten Pegeldetektor 85 und einen Maximum-Signalwahlschalter
87. Beim Auftreten eines Negativfolge-Signals, welches
das voreingestellte Maß V2REF überschreitet, wird ein
Signal A MIN2 am Maximum Signal-Wahlschalter 87 angelegt.
Wenn die Spitze des Negativfolge-Signals ein
voreingestelltes Maß überschreitet, wird ein zweites Signal
A MIN2C ebenfalls am Maximumsignal-Wahlschalter 87
angelegt. Das größere dieser Signale wird dann als ein
Ausgangssignal A MINlCFP am Maximum-Wahlschalter 68
angelegt.
Das Positivfolge-Meßsystem 44 umfaßt einen Positivfolge-
Filter 90, der an das Wechselstrom-Netzwerk gekoppelt ist
und einen Zweiweggleichrichter 92 zur Erzeugung eines
Signals Vp das funktionell von der Positivfolgespannung
abhängig ist. Das Signal Vp ist für eine
Pegel-Berechnungsvorrichtung 93 vorgesehen, deren Ausgang mit einem
Summierknotenpunkt 94 verbunden ist, um das berechnete
Positivfolge-Signal POSV von einem Signal zu
subtrahieren, das gleich einer Einheit der Positivfolge-
Spannung ist. Die Differenz zwischen diesen Signalen wird an
einen Multiplier 96 angelegt, der den verbleibenden Rest
mit einer Konstanten K1 multipliziert. Dieses Produkt,
das Signal A MIN1CFP, wird an einen Pegel-Detektor 97
angelegt, der dieses Signal mit einem voreingestellten
Signal V1REF vergleicht. Wenn das Produkt das
Referenzsignal V1REF überschreitet, dann wird ein Ausgangssignal
am Wahlschalter 99 erzeugt. Das Produkt des Multipiers 96
wird ebenfalls als ein Logik-"1"-Eingangssignal am
Wahlschalter 99 angelegt. Beim Auftreten eines
Ausgangssignals vom Pegeldetektor 97 wird der Wahlschalter 99 ein
Ausgangssignal A MIN1CFP am Maximumsignal-Wahlschalter 68
erzeugen.
Es ist vorteilhaft, daß dann keine Nullfolge- oder
Negativfolge-Spannungen auftreten, wenn das
Wechselstromsystem ABC im Gleichgewicht ist. Nur beim Auftreten einer
unsymmetrischen Störung wird zu einem Ansteigen des
Pegels von mindestens einem dieser Signale führen. Auf
der anderen Seite ist während des Gleichgewichtszustandes
eine Positivfolge-Spannung im Wechselstrom-Netzwerk
vorhanden. Dieses Spannungssignal wird von einer Einheit
des Signals im Summierungsknotenpunkt 94 subtrahiert. Das
letztere Signal ist für normale Spannungszustände, wie
beispielsweise 230 KV festgesetzt. Unter normalen
Bedingungen ist daher der Ausgang am Summierknotenpunkt gleich
null, wenn die Positivfolge-Spannung ebenfalls als
normaler Pegel oder als eine Pegeleinheit vorliegt. Jedoch
wird bei einer 3-Phasenstörung, wobei in diesem Fall
keine Null- oder Negativefolge-Spannungen auftreten, die
Positivfolge-Spannung abnehmen und zu einem
Ausgangssignal am Summierknotenpunkt 94 führen. Wenn der Wert dieser
Differenz multipliziert mit der Konstanten K1 den
voreingestellten Wert von VlREF am Pegeldetektor 91 übersteigt,
schaltet der Wahlschalter 99 vom Zustand "0" in den
Zustand "1" und erzeugt ein Ausgangssignal A MIN2CFP am
Maximum-Wahlschalter 68.
Unter normalen Gleichgewichtsbedingungen im Wechselstrom-
Netzwerk würden die Ausgangssignale des
Nullfolge-Segments 42, des Negativfolgesegment 43 und des
Positivfolge-Segments 44 alle den Wert "0" haben, so daß das
Ausgangssignal MINCFP am Signal-Wahlschalter 68 auch den
Wert "0" hat. Würde beispielsweise ein
Phasen-Massen-Schluß im Wechselstrom-Netzwerk eintreten, dann treten
sowohl Null- als auch Negativfolge-Spannungen auf.
Außerdem ist eine geringe Abschwächung in der
Positivfolge-Spannung anzutreffen. Dies führt zu Ausgangssignalen A
MINOCFP und A MIN1CFP an den Nullfolge-Segment- und den
Negativfolge- Segmentstrornkreisen 42 und 43. Jedoch gibt
es kein Ausgangssignal von dem Positivsegmentstromkreis
43, da die Abschwächung und die Positivfolgespannung
geringer ist als der vorgewählte Wert V1REF. Im anderen
Falle, wenn eine Abschwächung in dem Spannungspegel aller
drei Phasen auftritt, wie beim Auftreten einer
3-Phasenstörung, fallen keine Null-oder Negativfolge-Spannungen
an. Andererseits ist im Hinblick auf den letzten Zustand
eine ausreichende Abschwächung der Positivfolge-Spannung
anzutreffen, so daß ein Ausgangssignal A MIN2CFP am
Positivfolge-Segment 44 auftritt.
Wie vorstehend ausgeführt wurde, ist der waagrecht
schraffierte Bereich in Figur 4 der
Minimum-Abweichungsbereich, der in der Stromübertragung unter normalen
Zuständen anfällt. Dieser Winkel wird GAMMA MIN genannt.
Um sicherzustellen, daß eine erfolgreiche
Gleichrichter-Stromübertragung eintritt, muß der Zündsteuerimpuls bei
einem Zündwinkel von 180 Grad minus GAMMA MIN minus dem
Überlappungswinkel oder weniger, auf den Gleichrichter
übertragen werden. Das Signal A MINREF am
Summierknotenpunkt 36 in Figur 1 stellt diesen GAMMA MIN-Zustand
dar. Es ist ebenfalls daran zu erinnern, daß der
Rechenblock 32 des Spannungs-Zeitbereiches den aktuellen
Spannungs-Zeitbereich vorherbestimmt, der in Figur 4 die
Summe des Abweichungsbereichs und des
Überlappungsbereichs ist. Solange wie das Signal A PRED das Signal aus
dem Summierknotenpunkt 36 übersteigt, wird das Signal A
MIN null und die Zündung der Gleichrichter unterliegt der
Steuerung durch das Signal TPO TRIG.
Der Stromübertragungsausfall-Verhinderungsstrornkreis
ist für die Zustände vorgesehen, wenn die Wechselspannung
verzerrt ist, so daß der Rechenblock 32 für den
Spannungs-Zeitbereich nicht imstande ist, den auf
früheren Zündungen basierenden Spannungs-Zeitbereich
angemessen vorherzubestimmen. Da beispielsweise der
Spannungs-Zeitbereichs-Rechenblock 32 den Nulldurchgang
basierend auf dem letzten Nulldurchgang vorherberechnet,
reagiert er nicht auf Ereignisse, welche zwischen den
Nulldurchgängen auftreten. Im Hinblick auf das Auftreten
einer Spannungsunsymmetrie im Wechselstrom-Netzwerk, fügt
der Stromübertragungsausfall-Verhinderungs-Stromkreis dem
Signal A MIN REF einen Korrekturfaktor DELTA A MIN zu, um
so den Überlappungsbereich zu vergrößern. Andererseits
funktioniert das Stromübertragungsausfall-
Verhinderungssystem zur Verstärkung des Abweichungssignals A MIN nur
dann, wenn zuvor Stromübertragungsausfall eingetreten
ist.
Es ist somit vorteilhaft, daß der
Wechselrichter-Stromübertragungsausfall-Verhinderungsstromkreis 10 ein
ausreichend schnelles Ansprechen zur Verhinderung von
Stromübertragungsausfällen aufweist, die von Störungen im
Wechselstrom-Netzwerk herrühren, während andere
Sicherungssysteme kein rechtzeitiges Ansprechen gewährleisten.
Eine Analyse von simulierten Prüfoszillogrammen von
Stromübertragungs-Ausfällen, verursacht durch
Unsymmetrien der Einzelphasen im Wechselstrom-Netzwerk, zeigt
beispielsweise, daß die Stromübertragungsausfälle
ungefähr 10 msec nach dem Beginn der Störung auftreten. Dies
ist eine ausreichende Zeit für den
Wechselrichter-Verhinderungsstromkreis 10, um Schutzmaßnahmen vorzunehmen. Die
Nullfolge-, die Negativfolge- und die
Positivfolge-Komponenten der 3-Phasen-Stromübertragungsspannung stellen ein
augenblickliches Ansprechen auf Spannungsunsymmetrien und
Wellenform- verzerrungen dar, um somit
Stromübertragungs-Ausfälle zu verhindern. Das Ausgangssignal A MINCFP des
Wechselrichter-Stromübertragungs-Verhinderungsstrornkreis
10 ist das Maximum der Folgespannungen, die am
Maximumpegel-Wahlschalter 68 angelegt sind und führt zu einer
Erhöhung des Gleichrichter-Zündwinkels. Die Einstellungen
von Vo REF und V2REF werden von den System-Parametern
bestimmt.
Die Zeichnungen stellen die Erfindung als gesonderte
Schaltungskomponenten dar, wobei der Fachmann erkennt,
daß eine oder mehrere derartige Komponenten die Form
eines vorprogrammierten Computers annehmen können. Obwohl
nur eine einzige Ausführungsform der Erfindung abgebildet
und beschrieben ist, wird die Erfindung nur durch den
Umfang der angefügten Ansprüche beschränkt.