HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft Vortex-Reaktoren und
insbesondere ein verbessertes Verfahren und einen
verbesserten Apparat zur Steigerung der Prozeßreaktion zwischen
Gasen und Reaktanten (in Form von Partikeln oder
Flüssigkeitströpfchen) und Fernhalten des Gemisches von Kontakt
mit den Wänden des Vortex-Reaktors, wobei die genannten
Reaktoren konventionell bestehen aus
- einer Trennwand im Gaseintrittskanal zur Teilung des
Gasstroms in einen ersten Gasstrom und einen zweiten
Gasstrom;
- einem Reaktorgehäuse mit einer Umfassungswand, die eine
längliche hauptsächlich zylindrische Vortex-Kammer bildet
und ein Eintrittsende in einem oberen Teil und ein
Austrittsende in einem unteren Teil aufweist;
- einem ersten Eintrittskanal, der mit einem Eintritt am
oberen Ende des Reaktorgehäuses zur Einleitung des ersten
Gasstroms in die Vortex-Kammer verbunden ist;
- einem Fluidinjektor am oberen Ende des Reaktorgehäuses
zur Einleitung eines Fluidstroms in den ersten Gasstrom in
der Vortex-Kammer und
- einem Austrittskanal am Austrittsende des Reaktorgehäuses
für den kontinuierlichen Abzug von Gas aus der
Vortex-Kammer.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur
Vermischung eines Fluidstroms mit einem Gasstrom unter
Anwendung eines Vortex-Reaktors, der ein Reaktorgehäuse,
das eine Vortex-Kammer mit einer hauptsächlich
zylindrischen Umfassungswand bildet, ein Eintrittsende und ein
Austrittsende aufweist, wobei
- ein Gasstrom zumindest in einen ersten und einen zweiten
Gasstrom geteilt wird;
- der erste Gasstrom durch einen Eintrittskanal in die
Vortex-Kammer am oberen Ende des Reaktorgehäuses geleitet
wird;
- ein Fluidstrom in die Vortex-Kammer am oberen Ende des
Reaktorgehäuses zur Vermischung des Fluidstroms mit dem
ersten Gasstrom geleitet wird, und
- Gas kontinuierlich aus der Vortex-Kammer durch das
Austrittsende abgezogen wird.
Reaktionen zwischen Gasen und Partikeln oder
Schlammtröpfchen sind allgemein in vielen Industrieprozessen. In vielen
Fällen sind die Partikeln oder Schlammtröpfchen klebrig
und verursachen Probleme, weil sie sich im Verlaufe der
Reaktion und Prozessierung durch den Reaktor an den
Reaktorwänden festsetzen können. Ein bisherige Art, dieses Problem
zu reduzieren oder eliminieren besteht darin, sehr große
Reaktionsbehälter vorzusehen, um die Ablagerung von
klebrigen Partikeln an den Reaktorwänden zu verhindern. Einer
anderen Methode zufolge wird sehr viel Energie zur
Zerstäubung des Schlamms zugeführt, um die Ablagerung von
Feststoffen zu verhindern.
Die derzeitigen Trocknungsprozesse zur
Rauchgasentschwefelung mit zerstäubtem Kalkschlamm erfordern viel Energie
zur Zerstäubung des Schlamms oder einen langen
Reaktionsbehälter, um zu verhindern, daß sich die klebrigen
Schlammpartikeln an der Reaktorwand ablagern und die
Reaktorkanäle zusetzen.
Daher ist es wünschenswert, dar ein verbesserter
Reaktorbehälter und Prozeß verfügbar sind zur Kontrolle der Reaktion
zwischen den Gasen und Reaktanten (in Form von Partikeln
oder Flüssigkeitströpfchen), die verhindern, daß sich die
Partikeln an den Behälterwänden festsetzen.
ZUSAMMENFASSUNG UND AUFGABEN DER ERFINDUNG
Die primäre Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht
deshalb darin, einen verbesserten Reaktionsbehälter und
Prozeß zur Kontrolle der Reaktion zwischen Gasen und
Reaktanten (in Form von Partikeln oder Flüssigkeittröpfchen)
vorzusehen, um zu verhindern, daß sich die Partikeln an
den Behälterwänden festsetzen.
Gemäß der primären Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist
ein Vortex-Reaktor versehen mit
- einer Ringammer, die die Umfassungswand am Eintrittsende
des Reaktorgehäuses umgibt;
- einem zweiten Eintrittskanal zur Einführung des zweiten
Gasstroms in die Ringkammer, welche Ringkammer einen
Strömungspfad für den zweiten Gasstrom bildet und
- axial die Umfassungswand entlang und winkelmäßig daran
rundherum angeordneten Eintrittsöffnungen zur Einführung
des zweiten Gasstroms aus dem ringförmigen Gehäuse in die
Vortex-Kammer, welche Eintrittsöffnungen sich stromabwärts
vom Eintritt befinden und ein Leitblech zur Leitung des
zweiten Gasstroms tangential in die Vortex-Kammer
aufweisen. Der erfindungsgemäße Prozeß besteht aus
- der Einführung des zweiten Gasstroms in eine Ringkammer,
die die Umfassungswand am Eintrittsende des Reaktorgehäuses
umgibt;
- der Einführung von Gas aus dem zweiten Gasstrom in das
Ringgehäuse durch eine Vielzahl axial die Umfassungswand
entlang und winkelmäßig daran rundherum angeordneter
Öffnungen in die Vortex-Kammer und Leitung des genannten
zweiten Gasstroms in besagte Öffnungen mit Leitblechen,
damit er tangential in die Vortex-Kammer fließt, um eine
hauptsächlich kreisförmige Gas Strömung in der
Vortex-Kammer zu erzeugen.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die obige und andere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden
Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung mit Verweis
auf die beigefügten Zeichnungen hervor. Es zeigt
Fig. 1 eine vertikale Seitenansicht mit schematischer
Darstellung eines mehrstufigen Vortex-Reaktors
gemäß der Erfindung;
Fig. 2 eine Draufsicht in Schnitt mit schematischer
Darstellung der Gasströmung und
Eintrittsanordnung gemäß einer ersten Ausführungsform der
Erfindung;
Fig. 3 eine geschnittene Draufsicht mit schematischer
Darstellung der Gasbewegung im Reaktor gemäß
der Ausführungsform von Fig. 2;
Fig. 4 eine Sicht wie Fig. 2 einer zweiten
Ausführungsform;
Fig. 5 eine Sicht wie Fig. 3 der Ausführungsform von
Fig. 4;
Fig. 6 eine teilweise vertikale Seitenansicht in
Schnitt, mit Darstellung einer anderen
Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 7 eine Sicht wie Fig. 3 der Ausführungsform von
Fig. 6; und
Fig. 8 eine Sicht entlang Linie VIII-VIII von Fig. 6.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER VORTEILHAFTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
Fig. 1 der Zeichnungen stellt schematisch einen mehrstufigen
Vortex-Reaktor gemäß der vorliegenden Erfindung dar, der im
allgemeinen durch die Nummer 10 gekennzeichnet ist. Der
Reaktor besteht aus einem länglichen zylindrischen ersten
Gehäuse 12, das einen Reaktor mit einer Vortex-Kammer 15
bildet, der einen Eintritt 14 am oberen Ende und einen
Austrittskanal 16 am unteren Ende aufweist. Am oberen oder
dem Eintrittsende 11 des Reaktors ist ein erster
Reaktorgas-Eintrittskanal 18 zur Einführung eines ersten Gasstroms
vorgesehen.
In Fig. 2 tritt der erste Gasstrom 45 durch den
Eintrittskanal 18 mit einem Tangens in die kreisförmige Öffnung des
Eintritts 14 im oberen Ende der Vortex-Karnrner ein, und hat
zur Folge, daß die Eintrittsgase entgegen der
Uhrzeigerrichtung verwirbelt werden. Wie in Fig. 2 ebenfalls dargestellt
ist, ist ein zweiter Gaseintrittskanal 20 zur Einführung
eines zweiten Gasstroms 47 in eine Ringkammer 22 vorgesehen,
die durch ein ringförmiges Gehäuse 24 gebildet wird, das das
Eintrittsende des Reaktorgehäuses umschließt. Die durch
das Außengehäuse 24 gebildete Ringkammer 22 trägt den
zweiten Gasstrom in einer Wirbelbewegung rund um die
Außenwand des Reaktorgehäuses 12, entgegen dem ersten
Eintrittsstrom. Der zweite Gasstrom 47 steht in
Wärmetauschkontakt mit der Umfassungswand 13 der Vortex-Kammer
und erwärmt sie oder kühlt sie ab. Auch der zweite Strom
fließt axial den Reaktor entlang, wobei er durch die
Eintrittsöffnungen 26, 28 und 30 in den Reaktor eintritt.
Diese Eintrittsöffnungen sind am Umfang rundherum und axial
die umfassende Seitenwand 17 entlang, wie in Fig. 1 und 2
dargestellt, auf solche Weise abgestuft, daß das Gas vor
dem Eintritt ins Gehäuse den Reaktor entlang und um ihn
herum fließt. Die Eintrittsöffnungen für den zweiten
Gasstrom haben den Eintrittswinkel steuernde Vorrichtungen
in Form von auswärts abstrebenden Leitblechen oder
Prallflächen 32, 34 und 36, die das Gas in einem bestimmten
tangentialen Winkel in die Vortex-Kammer einführen, so daß
es mindestens um einen Teil der Innenwände der Vortex-Kammer
herumzufließt, was hilft, die äußere
Bewegungsgeschwindigkeit von Feststoff- oder Schlammpartikeln innerhalb der
Reaktorkammer zu kontrollieren. Zusätzlich führt der zweite
Gasstrom Wärme zur Umfassungswand ab und erhöht die
Wandtemperatur, was eine Ablagerung von klebrigen Partikeln oder
Flüssigkeitströpfchen an der Wand verhindert.
Ebenfalls in Fig. 1 leitet ein Fluidinjektor 38 am mittleren
Eintritt der Vortex-Kammer Fluidflüssigkeit oder Schlamm
aus einer geeigneten Quelle durch einen Stutzen 40 in die
Kammer ein. Dieser Schlamm wird vermischt mit und mitgeführt
vom ersten Gasstrom, der durch den Eintrittskanal 18 in
die Vortex-Kammer eintritt und entgegen dem Uhrzeigersinn
in der Kammer fliegt. Andere Gase, Flüssigkeiten oder
Feststoffpartikeln können auch an dieser Stelle der Kammer
zugeführt werden. Der Begriff "Fluid" schließt Gase und
Flüssigkeiten ein, die Feststoffpartikeln enthalten oder
nicht enthalten können. Der zweite Gasstrom, der in die
Kammer eintritt, wird an der Außenfläche der Kammer
eingeführt und fließt die Wand (Fig. 3) entlang in der
entgegengesetzten Richtung, und hält den ersten Strom und die
klebrigen Schlammpartikeln von der Innenfläche der Wand
fern, bis die Partikeln getrocknet sind und sich
hauptsächlich zum Reaktorboden hin bewegen. Wie in Fig. 3 gezeigt
ist, erzeugen die in entgegengesetzten Richtungen
fließenden Ströme kleine Wirbel dazwischen, wenn sie die
Reaktorkammer entlang fließen. Dieser Anordnung mit
entgegengesetzten Strömungen verhindert, daß klebrige Flüssigkeits- oder
Schlammtröpfchen die Reaktorwand erreichen.
Am Boden des Reaktors sind ein Feststoffauslaß 16 (Fig. 1)
und ein Gasabzugskanal 42 für den Abzug von gereinigtem
Gas aus dem Strom vorgesehen. Aus den Gasen abgeschiedene
Feststoffe fallen auf den Reaktorboden und werden durch
einen geeigneten Drehschieber 46 im Feststoff-Austrittskanal
16 abgeleitet, wie dargestellt ist.
Eine Regelklappe 48 und eine Trennwand 44 im Austrittskanal
regulieren das Verhältnis der Volumen der Eintrittsgase
45, 47 zwischen den Eintrittskanälen 18 und 20. Wenn die
Regelklappe in der nicht drosselnden Stellung ist, ist die
Verteilung der Strömung proportional zur Weite des
betreffenden Kanals. Wenn sich die Regelklappe in einer
Drosselstellung teilweise quer über den Strömungskanal befindet,
nimmt die Strömung im Kanal 20 ab und die im Kanal 18
proportional zur Begrenzung zu. Somit kann die Regelklappe
zur Einstellung der Strömungsverteilung zwischen dem ersten
und zweiten Gasstrom 45 und 47 in einem bestimmten
Verhältnis zur Optimierung der Reaktionen als auch des
Fluidvermischungsbilds im Reaktor benutzt werden.
Dieser Konstruktion und und dieser Prozeß verbessern die
Vermischung der in die Kammer eingeführten Gase und
Schlammtröpfchen und Feststoffpartikeln. Der Prozeß erzeugt eine
starke Verwirbelung des Gases und verlängert die Kontakt-
und Verweilzeit des Reaktanten und verhindert, daß klebrige
Partikeln die Reaktorwände erreichen.
Bei anderen Anwendungen, wo Reaktanten nach der Vollendung
der Reaktion zurückgewonnen werden sollen, wird es
vorgezogen, beide Gasströme in der gleichen Richtung im Reaktor
wirbeln zu lassen. In Fig. 4, wo die gleichen Nummern die
gleichen Bauteile gekennzeichnen und Modifikationen durch
die gleichen Nummern mit einem Apostroph gekennzeichnet
sind, ist eine Strömungsanordnung dargestellt, wobei der
Gasstrom aus den beiden Gaseintrittskanälen die gleiche
Richtung hat. Bei dieser Lösung mündet der erste
Einrittskanal 18' in der kreisförmigen Öffnung des Eintritts 14
der Vortex-Kammer auf derselben Seite wie der zweite Kanal
20. Somit fließen der erste und zweite Strom gemeinsam in
der Uhrzeigerrichtung mit weniger Turbulenz als in Fig. 5
dargestellt. Diese Lösung begünstigt die radiale Bewegung
der Partikeln für deren Austragung am Reaktorboden.
In Fig. 6 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, wo
ein Hauptgehäuse 50, wie bei den vorangehenden
Ausführungsformen eine Vortex-Kammer 52 bildet, in die Gase u.dgl.
eingeführt werden. Die Vortex-Kammer hat einen ersten
Eintritt 54, durch den ein erster Gasstrom eingeführt
wird, mit einem Flüssigkeits- oder Schlamminjektor 56 zur
Einführung von Flüssigkeit oder d.gl. in den Strom. Der
untere oder Bodenabschnitt des Reaktors ist wie bei den
vorigen Ausführungsformen konstruiert. Ein Außengehäuse
58 bildet eine Ringkammer 60 wie bei den vorhergehenden
Ausführungsformen.
In Fig. 7 wird ein Gasstrom durch einen Kanal 62 eingeführt,
der in Kanal 64 und 66 geteilt ist, wobei der erste Kanal
Gase zum Eintritt 54 führt und der zweite Gas in die
Ringkammer 60 einführt. Eine Regelklappe 68 reguliert die
Strömung zwischen den Kanälen 64 und 66. Die Decke des
Gehäuses 50 ist mit einer Vielzahl dreieckiger Schlitze
70, 72, 74 und 76 (Fig. 8) in die Kammer 52 vom obersten
Teil der Ringkammer 60 versehen. Ein Teil des in die Kammer
60 eintretenden Gasstroms fließt durch die Schlitze 70-76
und bildet einen Strom heißen Gases den oberen Teil der
Kammer 52 entlang und schützt die Oberfläche des oberen
Teils der Kammer vor einer Anhäufung von
Reagenströpfchen. Das restliche Gas fließt die Rinkammer 60 entlang
die Wand von Kammer 52 entlang Gehäusewand 50 entlang und
trifft durch eine Vielzahl Eintrittsöffnungen (nur eine,
78 ist gezeigt) wie bei den vorhergehenden
Ausführungsformen in die Kammer 52 ein.
Dieser Apparat und dieses Verfahren können in der Industrie
für viele chemische Reaktionsprozesse angewendet werden.
Eine spezielle Applikation besteht in der
Rauchgasentschwefelung mit Einspritzung von Schlammtröpfchen o.dgl.
Eine zweite Applikation des Reaktors und Prozesses besteht
in Prozessen mit Reaktionen von Gas und klebrigen
Partikeln. Dies kann eine beliebige Anzahl verschiedener
Zusammensetzungen von Gaspartikeln und dergleichen einschließen.
Ein anderer Prozeß, bei dem der vorliegende Reaktor und
Prozeß angewendet werden können, besteht in der Verbrennung
von Kohleschlamm-Brennstoffgemisch in kleinen Öfen.
Bei der Durchführung des oben beschriebenen Prozesses
umfassen die Schritte die Teilung des Gasstroms in einen
ersten Teil, der dem Reaktor direkt zugeführt wird und
Umleitung eines zweiten Teils des Gases in den Reaktor
durch Wandöffnungen in derjenigen Zone, wo die Tröpfchen
und Feststoffe in den Reaktor eingeführt werden. Das Gas
bildet auf Weg nach unten eine starke Turbulenz und erzeugt
eine hohe Gleitgeschwindigkeit. Die Gleitgeschwindigkeit
ist eine relative Geschwindigkeit zwischen Gas und
Feststoffpartikeln oder Schlammtröpfchen. Dies begünstigt die
Wärme- und Stoffübertragung zwischen Gas und
Reaktorpartikeln oder Schlammtröpfchen und hilft, die geforderte
Reaktionszeit sowie die Trocknungszeit zu verkürzen.
Ebenfalls verlängert der Gaswirbel die Verweilzeit von
Partikeln oder Schlammtröpfchen im Reaktor.
Der zweite Teil des Gasstroms wird zum äußeren Ringbereich
des Reaktors hin geleitet und tritt durch die verschiedenen
Schlitze, die axial und radial die Reaktorwand entlang
angeordnet sind, in den Reaktor ein. Dies sorgt für
zusätzliche Vermischung und Turbulenz bei verschiedenen
Entfernungen im stromabwärtsliegenden Reaktor und verhindert,
daß klebrige Partikeln die Reaktorwände erreichen, sich
daran festsetzen und ablagern.
Die Richtung des aus dem zweiten Strom in den oberen Bereich
des Reaktors verwirbelten Gases kann so gewählt werden,
daß sie entweder gleich oder entgegengesetzt zum primären
Strom im Reaktor ist. Dies könnte von einer Anzahl Faktoren
abhängig sein, einschließlich der Typen von
Prozeßapplikationen, der Klebrigkeit von Partikeln und des Bedarfs von
Partikelabscheidung. Bei einer entgegengesetzten
Eintrittsrichtung in den Reaktor, wie in Fig. 2 und 3 dargestellt
ist, kann die Ablagerung von noch klebrigen Partikeln an
der Reaktorwand vermieden werden.
Aus Fig. 4 kann man ersehen, daß der primäre Gaskanal wie
bei der vorherigen Ausführungsform geteilt ist, wobei sich
die Gasströme jedoch im selben Uhrzeigersinn im Reaktor
bewegen. Bei dieser Lösung wird der Primärstrom in den
Reaktor so eingegeben, dar sie sich im Uhrzeigersinn bewegt,
wie in Fig. 4 dargestellt ist. Der zweite Gasstrom, der
durch einer Regelklappe zur Einstellung des Verhältnisses
der Volumen zwischen dem ersten und dem zweiten Strom
reguliert wird, wird auch in der gleichen Richtung in die
äußere Kammer eingeführt, wobei er sich die Reaktionskammer
entlang bewegt und in sie in der gleichen Richtung eintritt,
wie aus Fig. 5 ersichtlich ist. Diese Anordnung, wobei der
erste und zweite Gasstrom in der gleichen Richtung fließen,
trägt zur Feststoffabscheidung aus dem Gasstrom zur
Rückgewinnung oder Austragung desselben bei.
Die Ausführungsform von Fig. 6 bis 8 mit den dreieckigen
Schlitzen oder Öffnungen in der oberen oder
eintrittsseitigen Wand der Reaktorkammer kann kann mit der
Strömungsrichtung von Fig. 2 oder 4 kombiniert werden. Diese Eigenschaft
kann zur Kontrolle der außeren Geschwindigkeit der in die
Kammer eingeführten Flüssigkeit und Feststoffe beitragen.