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Dokumentenidentifikation EP0426793 09.09.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0426793
Titel VERFAHREN ZUM HERSTELLEN EINES GEGEBENENFALLS PLATTENFÖRMIGEN KUNSTHARZ-DRUCKFORMKÖRPERS SOWIE VORPRODUKT ZUM EINSATZ BEI EINEM SOLCHEN VERFAHREN.
Anmelder Isovolta Österreichische Isolierstoffwerke AG, Wiener Neudorf, Niederösterreich, AT
Erfinder HAUNOLD, Fritz, A-1150 Wien, AT;
MELCHER, Gerhard, A-1100 Wien, AT
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 59002191
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument De
EP-Anmeldetag 27.04.1990
EP-Aktenzeichen 909067761
WO-Anmeldetag 27.04.1990
PCT-Aktenzeichen AT9000042
WO-Veröffentlichungsnummer 9013403
WO-Veröffentlichungsdatum 15.11.1990
EP-Offenlegungsdatum 15.05.1991
EP date of grant 04.08.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.09.1993
IPC-Hauptklasse B27N 3/06

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Druckformkörpers, bei dem ein Faserkuchen aus zellulosehältigen Fasern wie Holzfasern kontinuierlich gebildet wird und mit einer mit einem Bindemittel beschichteten Trägerbahn unter Druck verbunden wird und danach verpreßt und ausgehärtet wird.

Stand der Technik

Ein Verfahren der vorgenannten Art ist aus der FR-A 1,099184 bekannt. Diese beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Platten, wobei auf ein feuchtes Faservlies mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 67% eine mit einem Bindemittel beaufschlagte Trägermaterialbahn unter Druck bei erhöhter Temperatur aufgebracht wird. Dabei wird das feuchte Faservlies durch Dehydratisierung einer Pulpe hergestellt. Die Pulpe enthält - wie auf Seite 2, Spalte 1, Zeilen 24 bis 28 gesagt wird - Lignin, Hemizellulosen und andere natürliche Bindemittel, welche eine Verbindung der Fasern untereinander gewährleisten. Das Kunstharz aus der Bindemittelschicht dringt aufgrund des hohen Feuchtigkeitsgehaltes des nassen Faservlieses nicht in die mit Wasser gefüllten Faserporen ein, sodaß hauptsächlich das Papier der Trägermaterialbahn durchdrungen wird.

Ferner bezieht sich die EP-B1-81147 auf ein Verfahren zur Herstellung einer dekorativen Bauplatte, bei dem man auf Holzfasern eine wässrige alkalische Lösung oder Dispersion eines Phenol-Formaldehyd-Harzes aufbringt und die so beharzten Holzfasern auf eine Restfeuchte von 2 bis 15 % trocknet.

Aus dem beharzten und getrockneten Holzfasern wird dann eine Faser-Matte geformt, die Matte mechanisch vorverdichtet und sie danach in einer oder mehreren übereinander angeordneten Schichten zu einer Kernschicht heiß verpreßt, wobei man die dekorative Schicht gleichzeitig mit dem Verpressen oder nach diesem auf die Kernschicht aufbringt.

Mit diesem bekannten Verfahren soll eine Bauplatte erzeugt werden, die ähnliche Eigenschaften wie die in üblicher Weise hergestellten Schichtpreßstoffplatten hat, welche durch Heißverpressen von sogenannten "Prepregs", das sind mit härtbaren Kunstharzen imprägnierte Papiere in trockenem Zustand, hergestellt werden.Solche Schichtpreßstoffplatten weisen nun aber bedingt durch die bevorzugte Orientierung der Zellstoffasern des Papiers in der Papier-Erzeugungsrichtung unter schwankenden Klimabedingungen ein in Längs- bzw. Querrichtung der eingesetzten Papiere unterschiedliches Schrumpf- und Dehnungsverhalten auf, das sich bei ihrer Anwendung nachteilig auswirken kann. Außerdem stellen die eingesetzten Papiere ein Material dar, das aus dem Rohstoff Holz durch ein relativ aufwendiges und umweltbelastendes Verfahren hergestellt wird.

Bei den nach dem aus der EP 0081147 B1 bekannten Verfahren hergestellten Kunstharz-Druckformkörpern wird die genannte Anisotropie im Dehnungs- und Schrumpfverhalten vermieden und man kommt außerdem, da hier zu einem großen Teil statt Papieren direkt Holzfasern eingesetzt werden, global betrachtet mit einem geringeren Verfahrensaufwand als bei der üblichen Schichtpreßstoffplattenherstellung aus. Das Trocknen der beharzten Holzfasern bleibt aber weiter als aufwendiger und gegebenenfalls umweltbelastender Verfahrensschritt bestehen.

Darstellung der Erfindung

Der Erfindung liegt nun zunächst die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs der Beschreibung genannten Art anzugeben, bei dem man ohne einen besonderen Verfahrensschritt zur Beharzung der Holzfasern auskommt und bei dem gemäß einer vorteilhaften Variante der Erfindung unter Einsatz gut fließfähiger Kondensationsharz-Bindemittel die genannten Nachteile des vorstehend beschriebenen bekannten Verfahrens vermieden werden können.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird zunächst in dem erfindungsgemäßen Verfahren gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, daß zur kontinuierlichen Herstellung eines Vorpreßlings oder einer Rohplatte auf ein in Längsrichtung bewegtes bahnenförmiges Trägermaterial aus faserigen Materialien wie Papiere, die mit aushärtbaren Bindemitteln imprägniert sind, eine Schicht eines flüssigen Bindemittels aufgetragen wird, daß auf diese Bindemittelschicht ein Faserkuchen aufgebracht wird, daß ein zweites bahnenförmiges Trägermaterial, auf das zuvor eine weitere Schicht des flüssigen Bindemittels aufgetragen wurde, mit der Bindemittelschicht nach unten auf den Faserkuchen aufgebracht wird, daß der so gebildete Schichtaufbau kontinuierlich auf ein durchschnittliches mittleres Raumgewicht im Bereich zwischen 600 und 1400 kg/m³, vorteilhaft aber zwischen 800 und 1400 kg/m³, komprimiert und auf eine höhere Temperatur aufgeheizt wird, bei der die Viskosität des Bindemittels verringert ist, so daß das Bindemittel zumindest nahezu vollständig in das Porenvolumen des komprimierten Faserkuchens eindringt und gegebenenfalls in der Folge ausgehärtet wird. Dabei können vorteilhaft als bahnenförmige Trägermaterialien, faserige Materialien wie Papiere eingesetzt werden, die gegebenenfalls mit aushärtbaren Bindemitteln imprägniert sind und die sich beim Komprimieren der Fasermasse mit dieser bleibend verbinden.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das erfindungsgemäß Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Feuchtigkeitsgehalt der eingesetzten Fasermasse von maximal 10 Gew.%, vorzugsweise von maximal 8 Gew.%, als Bindemittel zur Erzeugung der Bindemittelschichten ein Kondensationsharz oder -harzgemisch in flüssiger Form verwendet wird, welches einen Festharzgehalt von mehr als 80 Gew.% und einen Wassergehalt von höchstens 8 Gew.%, vorzugsweise höchstens 6 Gew.%, aufweist, und das Zuschlagstoffe wie Farbpigmente enthält.

Nach einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt die Aufheizung des Schichtaufbaus zum größten Teil bereits vor seiner Komprimierung mittels elektromagnetischer Hochfrequenzheizung.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß zum oder nach dem Ende der Aufheizphase und der Kompressionsphase der Schichtaufbau nochmals kurzzeitig komprimiert und sein Porenvolumen dabei so stark reduziert wird, daß das Bindemittel im Porenvolumen praktisch gleichmäßig verteilt wird. Dabei kann diese kurzzeitige Komprimierung des Schichtaufbaus vorteilhaft in einem Kalander erfolgen.

In einer letzten vorteilhaften Ausgestaltung ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß der komprimierte Schichtaufbau nach dem Ende der Aufheizphase eine Kühlstrecke durchläuft.

Beschreibung einiger Wege zur Ausführung der Erfindung anhand der Zeichnung

In der Figur ist in schematischer Darstellung eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen eines Vorpreßlings gezeigt. Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen - in Produktionsrichtung (siehe Pfeil) des Herstellungsverfahrens nacheinander - aus einer Abrolleinrichtung 1 für eine erste Trägermaterialbahn 2, einem Bandförderer 3 mit einer ersten Bindemittel-Auftragsstation 4 und einer Einrichtung 5 zur Erzeugung und Zuführung eines Hozfaserkuchens, einer Abzugseinrichtung 6 für eine zweite Trägermaterialbahn 7 mit einer zweiten Bindemittel-Auftragsstation 8, einer beheizbaren Bandpresse 10, sowie aus einer gekühlten Bandpresse 11 und einer Ablängeinrichtung 12.

Die Erfindung 5 zur Erzeugung und Zuführung eines Holzfaserkuchens, besteht, aus einer Holzfaser-Streuvorrichtung 13 mit einem Bandförderer 14, einem Kompressionsband 15, einer Isotopen-Dickenmeßeinrichtung 16 sowie einem nachgeschalteten Übergabe-Bandförderer 17.

Bei einer vorteilhaften Verfahrensvariante werden als Auftragsmaterialien eingesetzt:

  • Holzfasern auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 4% getrocknet,
  • ein Trägermaterial bestehend aus einem Natron-Kraftpapier mit einem Flächengewicht von 200g/m², das mit 40 % Harzauftrag eines Phenol-Formaldehydharzes imprägniert ist,
  • ein Bindemittel bestehend aus einem hochkonzentrierten Phenol-Formaldehydharz mit einem Festharzgehalt von 86% und einem Wassergehalt von 5 %.Die Bestimmung des Festharzgehaltes erfolgt durch Rückwägung nach Trocknung im Trockenschrank während 60 min bei 130 °C. Der Wassergehalt des Harzes wird nach der bekannten Methode nach Karl Fischer bestimmt. Die Viskosität des Bindemittels bei Raumtemperatur beträgt etwa 45.000 mPa.s.

Zur Durchführung des Verfahrens wird die Trägermaterialbahn 2 von der Abrolleinrichtung 1 kontinuierlich abgezogen und läuft über einen Bandförderer 3. Aus der über dem Bandförderer 3 angeordneten ersten Bindemittel-Auftragsstation 4 wird das eingesetzte dickflüssige Phenolharz-Bindemittel 18 zur Formung einer Bindemittelschicht 19 einer Dicke von 0,5 mm aufgetragen. Gleichzeitig wird kontinuierlich ein Holzfaserkuchen 20 hergestellt, der bei 21 auf die auf den Bandförderer 3 aufgebrachte Bindemittelschicht 19 aufgelegt wird. Für die kontinuierliche Herstellung des Holzfaserkuchens 20 werden mit Hilfe der Streuvorrichtung 13 Holzfasern in Form einer Schüttung 22 mit einer Schütthöhe von 100 mm und einem Raumgewicht von etwa 30 kg/m³ aufgestreut. Diese Schüttung 22 wird anschließend mittels des umlaufenden Kompressionsbandes 15 auf eine Dicke von etwa 60 mm verdichtet. Das Flächengewicht des so hergestellten Holzfaserkuchens 20 wird anschließend mit Hilfe der Isotopen-Dickenmeßeinrichtung und z.B. durch Steuerung der Streuvorrichtung konstant gehalten.

Gleichzeitig wird von der Abzugsvorrichtung 6, die eine Vorratsrolle 23, einer Supportplatte 24 und mehrere Umlenkrollen 25 aufweist, die zweite Trägermaterialbahn 7 kontinuierlich abgezogen und bei ihrem Gleiten über die Supportplatte 24 aus der zweiten Bindemittel-Auftragsstation 8 - in analoger Weise wie die erste Trägermaterialbahn 2 - mit einer 0,5 mm dicken Bindemittelschicht 26 versehen. Die so beschichtete Trägermaterialbahn 7 wird dann - mit der Bindemittelschicht 26 nach unten - kontinuierlich auf den Holzfaserkuchen 20 aufgepreßt, so daß sich nun ein Schichtaufbau 27 ergibt, der aus dem Holzfaserkuchen 20, welche an beiden Seiten von mit Bindemittelschichten 19, 26 versehenen Trägermaterialbahnen 2, 7 abgedeckt ist, besteht.

Dieser Schichtaufbau 27 durchläuft nun die Hochfrequenz-Heizvorrichtung 9, in der er auf eine Temperatur von 80 - 140°C erwärmt wird. Bei diesen Temperaturen sinkt die Viskosität des Bindemittels auf Viskositätswerte von 100 bis 300 mPa.s ab. Der so aufgeheizte Schichtaufbau 27 wird dem Eingang der beheizten Bandpresse 10 zugeführt und in deren Einzugsbereich auf eine Dichte von etwa 300 kg/m³ komprimiert. Beim Durchlauf durch die beheitze Bandpresse, während der die Temperatur des komprimierten Schichtaufbaus 27' gehalten wird, dringt das Bindemittel infolge seiner durch die Erwärmung verringerten Viskosität in das Porenvolumen des komprimierten Holzfaserkuchens ein, wobei bei einer Verweildauer in der Bandpresse 10 von 3 min eine hohe Gleichförmigkeit der Bindemittelverteilung über das Porenvolumen erreicht wird.

Nach Verlassen der Bandpresse 10 können volatile Anteile des Bindemittels aus dem heißem komprimierten Schichtaufbau 27' ausdampfen, bevor er während des Durchlaufes durch die gekühlte Bandpresse 11 auf etwa 30°C abgekühlt und danach in der Ablängeinrichtung 12 in plattenförmige Vorpreßlinge unterteilt wird. Diese Vorpreßlinge, die gemäß dem vorliegenden Verfahrensbeispiel eine Dicke von etwa 5 - 7 mm haben, werden in üblicher Weise abgestapelt und als Vorprodukt zwischengelagert.

In Abänderung des vorstehend anhand der Figur beschriebenen Verfahrens durchläuft der komprimierte Schichtaufbau 27' nach Verlassen der Bandpresse 10 eine Infrarotheizeinrichtung und anschließend einen Kalander, in welchem der bereits komprimierte Schichtaufbau 27' kurzzeitig noch weiter stark verdichtet wird. Während dieser kurzzeitigen Verdichtung wird das Porenvolumen im Schichtaufbau so weit reduziert, daß es von der Bindemittelmenge praktisch voll ausgefüllt wird und das Bindemittel dadurch die Oberfläche der Holzfasern gleichmäßig benetzt werden. Dadurch können eventuelle Ungleichmäßigkeiten in der Verteilung des Bindemittels innerhalb der Holzfasermasse, die im Schichtaufbau 27' beim Verlassen der Bandpresse 10 noch bestehen, in vorteilhafter Weise noch weiter ausgeglichen werden.

Zur Herstellung eines plattenförmigen Hochdruckformkörpers mit einer Dicke von 6 mm werden - zwischen zwei mit Melaminharz imprägnierten Dekorpapieren zwei solcher übereinandergestapelten Vorpreßlinge als Kernmaterial in einer Hochdruckpresse bei 140° C und 70 bar während 20 min verpreßt, wobei die im Preßling enthaltenen Harze zunächst gut verfließen und in der Folge aushärten.

Der nach Durchkühlung aus der Presse entnommene und abgekühlte plattenförmige Hochdruckformkörper hat eine Biegefestigkeit von 140 N/mm², eine Zugfestigkeit von 70 N/mm² und eine Wasseraufnahme von ca. 0,8%.

Das anhand der Figur beschriebene Verfahren zur Herstellung eines Vorpreßlings, welcher bei der Erzeugung eines plattenförmigen Hochdruckformkörpers eingesetzt wird, kann mit entsprechenden Abänderungen auch direkt zur Herstellung Hochdruckformkörper verwendet werden. Dies wird dann z.B. so realisiert, daß man in der Bandpresse 10 den Preßdruck z.B. auf 70 bar und die Preßtemperatur auf 150°C erhöht sowie die Verweildauer des Schichtaufbaus z.B. auf 6 min verlängert, so daß das im Schichtaufbau enthaltene Kunstharz-Bindemittel zunächst gut verfließt und in der Folge aushärtet. Aus der Bandpresse 10 wird dann eine Rohplatte abgeführt, die in der nachgeschalteten gekühlten Bandpresse 11 auf 30°C abgekühlt wird. Die Rohplatte wird dann abgelängt und für den weiteren Gebrauch in bekannter Weise dekorativ lackiert oder beschichtet.

Gewerbliche Verwertbarkeit

Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Druckformkörper können weitgehend auf demselben Anwendungsgebiet eingesetzt werden wie die üblichen dekorativen Kunstharz-Hochdrucklaminate größerer Stärke (z.B. zwischen 3 und 15 mm dick), z.B. also zur Herstellung von selbsttragenden Bauteilen bzw. als witterungsfeste Platten zur Außenanwendung.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung eines Druckformkörpers, bei dem ein Faserkuchen aus zellulosehältige Fasern wie Holzfasern kontinuierlich gebildet und mit einer mit einem flüssigen Bindemittel beschichteten Trägerbahn unter Druck verbunden wird und danach verpreßt und ausgehärtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur kontinuierlichen Herstellung eines Vorpreßlings oder einer Rohplatte auf ein in Längsrichtung bewegtes bahnenförmiges Trägermaterial (2) aus faserigen Materialien wie Papiere, die mit aushärtbaren Bindemitteln imprägniert sind, eine Schicht des flüssigen Bindemittels aufgetragen wird, daß auf diese Bindemittelschicht (19) der Faserkuchen (20) mit einem Feuchtigkeits gehalt von maximal 10 Gew.% aufgebracht wird, daß ein zweites bahnenförmiges Trägermaterial (7), auf das zuvor eine weitere Schicht (26) des flüssigen Bindemittels aufgetragen wurde, mit der Bindemittelschicht (26) nach unten auf den Faserkuchen aufgebracht wird, daß der so gebildete Schichtaufbau (27) kontinuierlich auf ein durchschnittliches mittleres Raumgewicht im Bereich zwischen 600 und 1400 kg/m³, vorteilhaft aber zwischen 800 und 1400 kg/m³, komprimiert und auf eine höhere Temperatur aufgeheizt wird, bei der die Viskosität des Bindemittels verringert ist, so daß das Bindemittel zumindest nahezu vollständig in das Porenvolumen des komprimierten Faserkuchens eindringt und in der Folge ausgehärtet wird, und daß beim Komprimieren der Faserkuchen sich mit dem bahnenförmigen Trägermaterial bleibend verbindet, und wobei das flüssige Bindemittel ein Kondensationsharz oder Kondensationsharzgemisch auf der Basis von Phenolen und/oder Aminoverbindungen und Aldehyd, wie Formaldehyd, ist, das einen Festharzgehalt von mehr als 80 Gew.% und einen Wassergehalt von höchstens 8%, vorzugsweise höchstens 6 Gew.% aufweist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Feuchtigkeitsgehalt des eingesetzten Faserkuchens von maximal 10 Gew.%, vorzugsweise von maximal 8 Gew.%, als Bindemittel zur Erzeugung der Bindemittelschichten ein Kondensationsharz oder -harzgemisch in flüssiger Form verwendet wird, welches einen Festharzgehalt von mehr als 80 Gew.% und einen Wassergehalt von höchstens 8 Gew.%, vorzugsweise höchstens 6 Gew.%, aufweist und das Zuschlagstoffe wie Farbpigmente enthält.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufheizung des Schichtaufbaus (27) zum größten Teil bereits vor seiner Komprimierung mittels elektromagnetischer Hochfrequenzheizung erfolgt.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest nach dem Ende der Aufheizphase der Schichtaufbau (27') kurzzeitig nochmals komprimiert und sein Porenvolumen dabei so stark reduziert wird,daß das Bindemittel im Porenvolumen praktisch gleichmäßig verteilt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die kurzzeitige Komprimierung des Schichtaufbaus (27') in einem Kalander erfolgt.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , dadurch gekennzeichnet, daß der komprimierte Schichtaufbau (27') nach dem Ende der Komprimierungsphase eine Kühlstrecke durchläuft.
Anspruch[en]
  1. A process for manufacturing a moulded block, in which a fibre cake consisting of fibres which contain cellulose, such as wood fibres, is continuously formed and is connected under pressure to a carrier web coated with a liquid binding agent and after that is pressed and cured, characterised in that for the continuous manufacture of a rough-pressed blank or of a crude plate a layer of the liquid binding agent is applied to a web-shaped carrier material (2), moving in the longitudinal direction, consisting of fibrous materials such as papers, which are impregnated with curable binding agents, in that the fibre cake (20) with a moisture content of a maximum of 10% by weight is applied to this layer (19) of binding agent, in that a second web-shaped carrier material (7), to which a further layer (26) of the liquid binding agent has previously been applied, is applied with the layer (26) of binding agent downwards to the fibre cake, in that the layered structure (27) formed in this way is compressed continuously to an average mean volumetric weight in the range between 600 and 1400 kg/m³, but preferably between 800 and 1400 kg/m³, and is heated to a higher temperature, at which the viscosity of the binding agent is reduced, so that the binding agent penetrates at least almost completely into the pore volume of the compressed fibre cake and is subsequently cured, and in that upon the compression the fibre cake unites permanently with the web-shaped carrier material, and in which respect the liquid binding agent is a condensation resin or condensation resin mixture on the basis of phenols and/or amino compounds and aldehyde, such as formaldehyde, which has a solid resin content of more than 80% by weight and a water content of at the most 8%, preferably at the most 6% by weight.
  2. A process according to claim 1, characterised in that with a moisture content of the fibre cake used of a maximum of 10% by weight, preferably a maximum of 8% by weight, as binding agent for the production of the layers of binding agent a condensation resin or condensation resin mixture in liquid form is used which has a solid resin content of more than 80% by weight and a water content of at the most 8% by weight, preferably at the most 6% by weight, and which contains additives such as colouring pigments.
  3. A process according to claim 1 or 2, characterised in that the heating of the layered structure (27) is effected by means of electro-magnetic high-frequency heating for the most part already prior to its compression.
  4. A process according to any one of claims 1 to 3, characterised in that at least after the end of the heating phase the layered structure (27') is briefly compressed once again and its pore volume is in this respect so severely reduced that the binding agent is distributed practically uniformly in the pore volume.
  5. A process according to claim 4, characterised in that the brief compression of the layered structure (27') is effected in a calender.
  6. A process according to any one of claims 1 to 5, characterised in that after the end of the compression phase the compressed layered structure (27') passes through a cooling section.
Anspruch[fr]
  1. Procédé de fabrication d'un corps moulé par compression dans lequel un matelas de fibres composé de fibres contenant de la cellulose, telles que des fibres de bois, est formé en continu et est relié sous pression à une bande de support revêtue d'un liant liquide en étant ensuite comprimé et durci, caractérisé en ce que pour la fabrication en continu d'une préforme ou d'une plaque brute, une couche du liant liquide est appliquée sur un matériau de support (2) en forme de bande qui se déplace dans la direction longitudinale et qui est composée de matériaux fibreux tels que des papiers qui sont imprégnés avec des liants susceptibles de durcir, en ce que le matelas de fibres (20) présentant une teneur en humidité maximale de 10% en poids, est appliqué sur cette couche de liant (19), en ce qu'un deuxième matériau de support (7) en forme de bande sur lequel a été appliqué auparavant une autre couche (26) du liant liquide, est appliqué vers le bas sur le matelas de fibres avec la couche de liant (26), en ce que la structure stratifiée (27) ainsi obtenue est comprimée en continu jusqu'à un poids volumique moyen courant compris entre 600 et 1400 Kg/m³, mais de préférence entre 800 et 1400 Kg/m³, et est chauffé à une température plus élevée pour laquelle la viscosité du liant est réduit de sorte que le liant pénètre au moins presque complètement dans le volume des pores du matelas de fibres comprimé et est ensuite durci, et en ce que, lors de la compression le matelas de fibres se trouve relié de façon durable avec le matériau de support en forme de bande, et dans lequel le liant liquide est une résine de condensation ou un mélange de résine de condensation à base de phénoliques et/ou amino et d'aldéhydes, tel que le formaldéhyde qui présente une teneur en résine solide supérieure à 80% en poids et une teneur en eau d'au plus 8%, et de préférence d'au plus 6% en poids.
  2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour une teneur en humidité maximale du matelas de fibres utilisé de 10% en poids, de préférence d'au plus 8% en poids, on utilise comme liant pour la fabrication des couches de liants, une résine de condensation ou un mélange de résine de condensation sous forme liquide qui présente une teneur en résine solide supérieure à 80% en poids et une teneur en eau d'au plus 8% en poids , de préférence d'au plus 6% en poids, et qui contient des adjuvants tels que des pigments colorants.
  3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'échauffement de la structure stratifiée (27) est réalisé pour la plus grande partie avant sa compression en utilisant un chauffage électromagnétique à haute fréquence.
  4. Procédé selon l'un des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'au moins après la fin de la phase de chauffage, la structure stratifiée (27') est comprimée de nouveau pendant une courte période, le volume de ses pores étant ainsi réduit de façon si importante que le liant soit distribué de façon pratiquement uniforme dans le volume des pores.
  5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que la compression de courte durée de la structure stratifiée (27') est réalisée dans une calandre.
  6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la structure stratifiée comprimée (27') parcourt, après la fin de la phase de compression, un trajet de refroidissement.






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