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Dokumentenidentifikation DE3936705C2 23.09.1993
Titel Pfosten und Verfahren zum Herstellen eines Pfostens
Anmelder Rotondo/Penn-Cast Inc., Telford, Pa., US
Erfinder Rotondo, Richard J., Sellersville, Pa., US
Vertreter Spott, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 80336 München
DE-Anmeldedatum 03.11.1989
DE-Aktenzeichen 3936705
Offenlegungstag 10.05.1990
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.09.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.09.1993
IPC-Hauptklasse E04B 2/66
IPC-Nebenklasse E04G 21/12   E04H 12/22   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Pfosten in einer Wand aus Pfosten und Platten sowie auf ein Verfahren zum Aufrichten desselben.

Einige Schallschutzwände aus Beton verwenden Pfosten, die auf gegenüberliegenden Seiten Kanäle aufweisen, die die Ränder gesonderter Wandplatten aufnehmen. Solche Pfosten- und Plattensysteme werden häufig als Schallschutzwände beispielsweise an Landstraßen verwendet. Beispiele solcher Pfosten- und Plattensysteme sind in den US-PS'en 46 05 090 und 45 66 558 beschrieben.

Pfosten- und Plattenwandsysteme müssen der vertikalen Kontur der Landschaft und Kurven längs der Landstraße folgen. Darüber hinaus müssen sie eine Festigkeit aufweisen, die ausreichend ist, um starken Winden, Aufprall und Frostbelastungen standzuhalten. Außerdem müssen solche Wandsysteme schnell und einfach zu errichten sein, und sie müssen für die Verwendung an Steigungen und dort flexibel einsetzbar sein, wo die Wand einem vorbestimmten kurvigen Weg folgen muß.

Es ist dementsprechend Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Pfosten anzugeben, der einfach errichtet werden kann und eine verbesserte Pfostenkonstruktion aufweist, die eine hohe Pfostenfestigkeit aufweist, um das schnelle Errichten von Pfosten und Platten zu erleichtern.

Außerdem soll ein relativ einfaches und schnell durchzuführendes Verfahren zum Herstellen eines Pfostens angegeben werden.

Diese Aufgabe wird mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen bzw. mit den Maßnahmen des Patentanspruchs 9 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer teilweise errichteten Wand aus Pfosten- und Platten, wobei eine fragmentarisch dargestellte Wandplatte gerade in Position abgesenkt wird und ein Teil der Wandplatte weggebrochen ist;

Fig. 2 eine fragmentarische Draufsicht auf einen Teil der Wand nach Fig. 2 in vergrößertem Maßstab;

Fig. 3 eine fragmentarische perspektivische Darstellung eines vorgegossenen Pfostens nach Fig. 1 in vergrößertem Maßstab;

Fig. 4 eine fragmentarische Längsschnittdarstellung des Pfostens nach Fig. 3 in vergrößertem Maßstab;

Fig. 5 eine Draufsicht auf ein Fundament, das zur Montage des Pfostens nach den Fig. 3 und 4 erstellt worden ist, in vergrößertem Maßstab;

Fig. 6 eine fragmentarische Längsschnittdarstellung längs der Linie 6-6 von Fig. 5 in vergrößertem Maßstab;

Fig. 7 eine fragmentarische Längsschnittdarstellung eines Fundaments mit darin montiertem Pfosten, und daran angebrachtem Spannmechanismus;

Fig. 8 eine vergrößerte fragmentarische Schnittdarstellung des Pfostens nach Fig. 7, geschnitten längs der Linie 8-8 nach Fig. 3;

Fig. 9 bis 13 fragmentarische Seitendarstellungen verschiedener Gestaltungen des erfindungsgemäßen Pfostens;

Fig. 9a bis 13a Draufsichten auf die Pfosten nach den Fig. 9 bis 13, und

Fig. 14 eine perspektivische Darstellung ähnlich Fig. 1, die einen Teil einer Wand zeigt, die an einer Steigung errichtet worden ist.

Gemäß Fig. 1 der Zeichnungen enthält eine Wand aus Platten und Pfosten nach der vorliegenden Erfindung eine Vielzahl von Betonpfosten 10, die vertikale Kanäle 12 längs zweier gegenüberliegender Seiten aufweisen, in denen die vertikalen Ränder von Wandplatten 14 sitzen. Wie dargestellt, sind vier Platten 14 bereits installiert, und die am weitesten links dargestellte Platte 14a wird gerade von einem Kran oder dgl. (nicht dargestellt) in ihre Endposition abgesenkt. Die Platten 14 sitzen jeweils auf Betonfundamenten 16.

Es wird nun zur Erläuterung weiterer Details zunächst auf die Fig. 3 und 4 Bezug genommen. Die Betonpfosten 10 sind vorfabriziert, sie weisen einen H-förmigen Querschnitt auf, der von einem Paar Flansche (breite Abschnitte) 18 und einem relativ schmalen Steg 20 gebildet wird, so daß zwischen den Flanschen 18 und dem Steg 20 zwei gegenüberliegende Kanäle 12 ausgebildet werden. In jedem der Flansche 18 erstreckt sich wenigstens ein Paar Stahlarmierungsstäbe 26, und diese erstrecken sich über im wesentlichen die gesamte Höhe des Betonpfostens 10. Innerhalb der Flansche 18 sind weiterhin Verankerungsstäbe 28 angeordnet, die sich bis zu einem wesentlichen Abschnitt der Höhe der Betonpfosten 10 nach oben erstrecken und einen Abschnitt 30 aufweisen, der sich vom unteren Ende des Betonpfostens 10 nach unten erstreckt.

Im Abstand über dem unteren Ende des Betonpfostens 10 ist in diesem ein horizontaler Durchlaß 32 ausgebildet, der sich durch den Steg 20 hindurch erstreckt und einem später zu beschreibenden Zweck dient. Weiterhin hat der Betonpfosten 10 eine sich horizontal erstreckende Ausnehmung 34 am unteren Ende des Steges 20 und einen vertikalen Durchlaß 36, der sich zwischen der Ausnehmung 34 und dem horizontalen Durchlaß 32 erstreckt.

Wie man am besten in Fig. 2 erkennen kann, haben die Kanäle 12 jeweils einen bogenförmigen Grund 22 und im wesentlichen geradlinige, divergierende Seitenwände 24.

Zur detaillierten Erläuterung des Fundaments 16 wird nun auf die Fig. 5 und 6 Bezug genommen. In ein Bodenloch wird Beton gegossen, um eine Basis 38 auszubilden. Vor dem Ausgießen des Loches werden wellige Hülsen 40 aus Metall in das Loch eingebracht und anschließend in den Beton eingegossen. Sie haben Einspritzröhren 42, die sich von ihrem unteren Ende zur Oberseite der Basis 38 erstrecken. Außerdem ist ein galvanisiertes, geflochtenes Spannkabel 44 mit einem Anker 46 am unteren Ende in den Beton eingegossen, das ein nach oben vorstehendes Ende 48 aufweist.

Eine Unterlage 50, die vorzugsweise aus einem Elastomer besteht, ist auf der Oberseite der Basis 38 angeordnet und weist Öffnungen 52 und 54 auf, die mit den Hülsen 40 und dem Spannkabel 44 fluchten. Ggf. kann zwischen der Unterlage 50 und der Basis 38 eine Zementunterlage 56 angeordnet sein.

Die Wandplatten 14 bestehen allgemein aus armiertem Beton und haben sich vertikal erstreckende Endabschnitte 58 verminderter Dicke mit Randflächen 60 verrundeten Querschnitts, um die winkelmäßige Ausrichtung und Bewegung innerhalb der Kanäle 12 der Betonpfosten 10 zu erleichtern bzw. zu ermöglichen, wie am besten aus Fig. 2 zu ersehen ist. Günstigerweise sind die Platten 14 mit Tragösen 62 an ihren oberen Rändern vorfabriziert, um ihren Transport und ihre Anbringung zu erleichtern, wie man aus Fig. 1 entnehmen kann.

In dem fertiggestellten Aufbau nach den Fig. 7 und 8 sitzt der Betonpfosten 10 auf der Unterlage 50, wobei sich die Verankerungsstäbe 28 in die Hülsen 40 erstrecken. Das Spannkabel 44 erstreckt sich nach oben durch den vertikalen Durchlaß 36 bis in den horizontalen Durchlaß 32. Eine Zementvergußmasse 64 füllt die Hülsen 40 aus, um die Verankerungsstäbe an dem Fundament 16 fest anzubringen.

Wie man in Fig. 7 erkennt, ist am oberen Ende des Spannkabels 44 ein Hydraulikzylinder 66 angebracht, der sich an der Unterseite des horizontalen Durchlasses 32 abstützt. Er ruht auf Füßen 68, die einen Zwischenraum zwischen dem Hydraulikzylinder 66 und der Unterseite des horizontalen Durchlasses 32 schaffen.

Wie man am besten aus Fig. 8 ersieht, läuft das Spannkabel 44 zunächst durch eine Klemmanordnung 70, die aus einer auf der Unterseite des Durchlasses 32 ruhenden Grundplatte 72 und einem hochstehenden Abschnitt 74 mit einer inneren kegelstumpfförmigen Oberfläche besteht. Nachdem der Hydraulikzylinder 66 durch Einleiten von Hydraulikflüssigkeit durch die Leitung 76 betätigt worden ist, um das Spannkabel 44 zu spannen, werden Keile 78 mit konischer Oberfläche in den hochstehenden Abschnitt 74 eingetrieben, um das gespannte Spannkabel 44 zu verankern. Hierdurch wird der Betonpfosten 10 fest an das Fundament 16 gespannt.

Nachdem das Spannkabel 44 gespannt und verankert worden ist, kann der Hydraulikdruck im Hydraulikzylinder 66 abgebaut werden, und der Hydraulikzylinder 66 kann vom Spannkabel 44 gelöst und aus dem Durchlaß 32 herausgenommen werden. Der Durchlaß 32 wird dann vollständig mit einem Schaumfüllmittel gefüllt, das die Verankerungseinrichtung mit den Keilen darin in dem Durchlaß abschließt.

Im Verlaufe der Errichtung der dargestellten Ausführungsform einer Wand werden an der Baustelle eine Reihe von Erdlöchern in den geeigneten Abständen gebohrt. Vorteilhafterweise können in den Erdlöchern Papprohre oder dgl. (nicht dargestellt) angeordnet werden, um eine Form zu bilden, in die der Beton gegossen wird. Beim Eingießen des Betons in das Erdloch befinden sich darin die Hülsen 40 mit ihren Einspritzröhren 42 und das galvanisierte Spannkabel 44 mit seinem Anker 46. Nach dem Befüllen der Erdbohrung mit Beton wird die Oberfläche der so gebildeten Basis 38 nivelliert oder geneigt ausgebildet, je nach dem örtlichen Steigungswinkel.

Nachdem der Beton bis zu einem vorbestimmten minimalen Ausmaß ausgehärtet hat, kann der Aufbau fortschreiten. Die Unterlage 50 wird auf der Basis 38 angebracht, ggf. mit Beilagen versehen, um den Winkel und die Höhe seiner Oberseite mit der Zementunterlage 56 abzustimmen, die ihrerseits Unterlage für die Unterlage 50 ist. Der Betonpfosten 10 wird dann auf das Fundament 44 abgesenkt, wobei das Spannkabel 44 nach oben durch den vertikalen Durchlaß 36 geführt und die Verankerungsstäbe 28 in die Hülsen 44 eingeführt werden.

Nachdem der Betonpfosten 10 an seinem Platz angebracht worden ist, werden die Klemmanordnung 70 und der Hydraulikzylinder 66 an dem Kabel 44 in dem Durchlaß 32 angebracht, und das Spannkabel 44 wird bis zu einem vorbestimmten Ausmaß gespannt. Die Keile 78 werden in den aufrechten Abschnitt 74 eingekeilt, um das gespannte Spannkabel 44 festzulegen, wenn das Spannen beendet ist, und der Hydraulikzylinder 66 wird dann entfernt.

Zu diesem Zeitpunkt kann der Betonpfosten 10 noch immer auf dem Fundament 16 durch Drehen um seine Achse ausgerichtet werden. Anschließend wird eine Zementvergußmasse 64 durch die Einspritzröhren 42 in die Hülsen 40 eingespritzt, um diese auszufüllen und die Verankerungsstäbe 28 darin festzulegen. Wenn die Zementvergußmasse 64 in den Hülsen 40 ausgehärtet ist, ist eine im wesentlichen monolithische Struktur entstanden. Das Spannkabel 44 hält den Betonpfosten 10 während der Aushärtung der Zementvergußmasse in der vertikalen Position sicher fest.

Es ist anzumerken, daß sich am unteren Ende des Betonpfostens 10 die Ausnehmung 34 quer durch den Betonpfosten 10 erstreckt und zwei kurze Füße ausbildet. Selbst nach dem anfänglichen Spannen des Spannkabels 44 wird dadurch eine gewisse Einstellung des Betonpfostens auf dem Fundament 16 durch den Zwischenraum um das das Fundament 16 verlassende Spannkabel 44 erleichtert. Dies ermöglicht kleine Quereinstellungen gegenüber dem Fundament, wodurch der Mittenabstand zwischen benachbarten Pfosten justiert werden kann.

Nachdem ein Paar Betonpfosten 10 anfänglich gespannt worden ist, kann eine Wandplatte 14 an ihren Platz abgesenkt werden, wie in Fig. 1 gezeigt. Die Anpassungsfähigkeit der Betonpfosten 10 nach der vorliegenden Erfindung ermöglicht jedoch die Errichtung von Betonpfosten und Wandplatten nacheinander, obgleich dies die Stabilisierung der an einem Betonpfosten in Stellung gebrachten Wandplatte erfordert, bis der andere Betonpfosten 10 gespannt worden ist, um für sie eine feste Abstützung zu bilden.

Da der Zugang zu dem Spannkabel 44 beiden Seiten des Betonpfostens 10 durch den Durchlaß 32 möglich ist, hat der Bauunternehmer die Wahl, das Kabel auf seine vorgesehene Nennlast sofort zu spannen oder das Spannen erst dann auszuführen, wenn die Wandplatten 14 angebracht worden sind, weil der Hydraulikzylinder und die Spannkeilanordnung von beiden Seiten der Betonpfosten 10 manipulierbar sind. Nachdem das Spannkabel 14 vollständig gespannt worden ist, ist der Betonpfosten 10 ausreichend sicher befestigt, um andere Arbeiten auszuführen. Dies ermöglicht dem Bauunternehmer die Wahl, die Hülsen 40 sofort oder erst nach dem Errichten aller Betonpfosten 10 und Platten 14 auszugießen.

Es ist hervorzuheben, daß die im Querschnitt reduzierten Endabschnitte 58 der Platten 14 mit ihren bogenförmigen Stirnflächen 60 mit den bogenförmigen Flächen 22 der Kanäle 12 der Betonpfosten 10 zusammenwirken, um das Gleiten der Platten 14 in die Betonpfosten 10 zu erleichtern und eine leichte Errichtung eines nicht geradlinigen Wandsystems zu ermöglichen sowie Fehlausrichtungen auszugleichen.

Die Fig. 9 bis 13 und 9a bis 13a zeigen Betonpfosten 10 unterschiedlicher Abmessungen, die eingesetzt werden können. Bei den größeren Betonpfosten, die in den Fig. 12 und 13 sowie 12a und 13a dargestellt sind, können zwei Verankerungsstäbe 28 in jedem Schenkel 18der Betonpfosten 10 vorgesehen sein. Wie in den Fig. 9 und 9a gezeigt, verlangt ein kürzerer Betonpfosten ggf. keine Verankerungsstäbe, weil das Spannkabel dem Betonpfosten eine ausreichende Festigkeit verleihen kann, und der Durchlaß 32 kann bei diesem Beispiel auf dem Betonpfosten 10 ausgebildet sein.

In Fig. 14 ist die Vielseitigkeit des Wandsystems am Beispiel einer an einem Hang installierten Wand dargestellt. Die Betonpfosten 10a und 10b sind im selben Höhennievau angeordnet und nehmen eine Wandplatte 14a zwischen sich auf. Die Betonpfosten 10c und 10d sind in aufeinanderfolgend höheren Niveaus installiert. Die Platte 14b befindet sich zwischen den Betonpfosten 10b und 10c, und die Platte 14c befindet sich zwischen den Betonpfosten 10c und 10d. Die unteren Ecken an den oberen Enden der Platten 14c und 14d sind ausgeschnitten, um der Steigung Rechnung zu tragen. Die Platten 14 könnten jedoch auch mit schräg verlaufenden unteren Rändern entsprechend der Steigung des Geländes gegossen sein. In jedem Falle wird die Wandplatte auf den Fundamenten der Betonpfosten abgestützt.

Allgemein enthalten die Fundamente für die Betonpfosten als Verstärkung vier vertikale Stäbe der Größe 6 und zwei U-Bügel der Größe 3, die an der Oberseite einen Abstand von etwa 60 cm haben. Eine Schablone wird dazu verwendet, die oberen Enden für die Hülsen, das galvanisierte Spannkabel und die oberen Enden der zwei Zementspritzröhren annähernd festzulegen. Die Fundamente sollten Beton verwenden, der eine minimale Festigkeit von etwa 210 kp/cm2 nach 28 Tagen hat. Die Unterlage aus Elastomer liegt vorzugsweise auf einer Zementunterlage, um die endgültigen Höhen festzulegen und die Oberfläche zu nivellieren oder um den gewünschten Winkel auszubilden.

Nachdem der Betonpfosten an seinem Platz angebracht worden ist, wird die Spannkeilanordnung auf das Spannkabel in dem Durchlaß geschoben, und anschließend werden der Hydraulikzylinder und die Keile daran angebracht. Das Spannkabel wird normalerweise auf eine Anfangskraft von etwa 13 000 kp gespannt, obgleich bei manchen Installationen auch Änderungen wünschenswert sein können. Die Keile werden dann in der Keilanordnung angebracht, sodann wird die Spannung an dem Hydraulikzylinder gelöst und dieser entfernt. Manchmal ist nach dem anfänglichen Spannen kein Nachspannen mehr erforderlich, so daß der Durchlaß mit einem Schaum gefüllt wird, der vorzugsweise aus Polyurethan oder einem anderen Harz besteht, das gute Wetterfestigkeitseigenschaften aufweist.

Der Zement oder das Zementgemisch zum Füllen der Hülsen sollte von einem nicht-schrumpfenden Typ sein, der schnell eine hohe Festigkeit entwickelt und eine minimale Festigkeit von 315 kp/cm2 nach 28 Tagen hat.

Man erkennt, daß die Wandplatten armierte, vorgefertigte Bauteile sind, die gewünschterweise mit geeigneter Oberflächenausstattung versehen sind, um ästhetischen Bedürfnissen und der Wetterfestigkeit Rechnung zu tragen.

Die nachfolgenden Tabellen geben optimale Werte für die Elemente der Pfostenkonstruktion in Abhängigkeit von der Größe der erforderlichen Pfosten an:

Tabelle 1
Tabelle 2



Die angegebenen Größenmaße für die Stäbe in Beschreibung und Tabellen basieren auf USA-Normen.


Anspruch[de]
  1. 1. Pfosten in einer Wand aus Pfosten- und Platten, enthaltend:
    1. a) ein Betonfundament (16) mit mehreren, in horizontalem Abstand angeordneten, sich vertikal erstreckenden Hohlräumen, die an der Oberseite des Betonfundaments (16) offen sind, und einem Spannkabel (44), das in das Betonfundament (16) eingegossen ist und sich von diesem zwischen den Hohlräumen nach oben erstreckt;
    2. b) ein vertikal angeordneten, vorgefertigten Betonpfosten (10), der

      mehrere Verankerungsstäbe (28), die von seinem unteren Ende vorstehen und in den Hohlräumen des Betonfundaments (16) angeordnet sind,

      Kanäle (12) auf gegenüberliegenden Seiten, die dazu eingerichtet sind, die vertikalen Ränder zugehöriger Platten (14, 14a) aufzunehmen,

      einen Durchlaß (32), der sich horizontal durch ihn hindurch erstreckt und vom unteren Ende des Betonpfostens (10) beabstandet ist, und

      einen zweiten Durchlaß (36) aufweist, der sich vertikal von dem horizontalen Durchlaß (32) bis zum unteren Ende des Betonpfostens (10) erstreckt, wobei das Spannkabel (44) sich durch den vertikalen Durchlaß (36) nach oben bis in den horizontalen Durchlaß (32) erstreckt;
    3. c) eine Spanneinrichtung (66, 68, 70, 72, 74, 76, 78) an dem Spannkabel (44) in dem horizontalen Durchlaß (32) und
    4. d) eine Zementvergußmasse in den Hohlräumen des Betonfundaments (16) um die Verankerungsstäbe (28) herum.
  2. 2. Pfosten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Betonpfosten (10) eine sich im wesentlichen horizontal erstreckende Ausnehmung (34) in seinem unteren Ende aufweist.
  3. 3. Pfosten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Betonpfosten (10) einen im wesentlichen H-förmigen Querschnitt hat, der durch zwei Flansche (18) und einen Steg (20) dazwischen gebildet ist, und daß die Verankerungsstäbe (28) sich vertikal in den Flanschen (18) erstrecken und das Spannkabel (44) in dem Steg (20) verläuft.
  4. 4. Pfostenkonstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen dem Betonfundament (16) und dem Betonpfosten (10) eine tragende Unterlage (50) befindet.
  5. 5. Pfosten nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die tragende Unterlage (50) aus einem elastomeren Material besteht.
  6. 6. Pfosten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume in dem Betonfundament (16) durch zylindrische Hülsen (40) gebildet sind.
  7. 7. Pfosten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (14, 14a) im Querschnitt reduzierte Endabschnitte aufweisen, die in den Kanälen (12) sitzen.
  8. 8. Pfosten nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Endabschnitte verrundete Kanten haben und daß die Kanäle (12) in ihrem Grund jeweils verrundet sind.
  9. 9. Verfahren zum Herstellen eines Pfostens in einer Wand aus Pfosten und Platten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend die folgenden Schritte:
    1. a) Bohren eines Lochs für ein Betonfundament (16);
    2. b) Herstellen eines Betonfundaments (16) in dem Loch, das mehrere horizontal beabstandete, sich vertikal erstreckende Hohlräume aufweist, die sich an der Oberseite des Betonfundaments (16) öffnen, wobei ein Spannkabel (44) in dem Betonfundament (16) eingebettet wird, welches sich zwischen den Hohlräumen von dem Betonfundament (16) nach oben erstreckt;
    3. c) Bereitstellen eines vertikal angeordneten, vorgefertigten Betonpfostens (10), der mehrere Verankerungsstäbe (28), die von seinem unteren Ende vorstehen, vertikal verlaufende Kanäle (12) auf gegenüberliegenden Seiten, die dazu eingerichtet sind, die vertikalen Rändern zugehöriger Platten (14, 14a) aufzunehmen, einen Durchlaß (32), der sich horizontal durch ihn hindurch erstreckt und vom unteren Ende des Betonpfostens (10) beabstandet ist, und einen zweiten Durchlaß (36) aufweist, der sich vertikal von dem ersten Durchlaß (32) bis zum unteren Ende des Betonpfostens (10) erstreckt, wobei das Spannkabel (44) sich durch den vertikalen Durchlaß (36) bis zu dem horizontalen Durchlaß (32) erstreckt;
    4. d) Positionieren des Betonpfostens (10) auf dem Betonfundament (16), wobei sich die Verankerungsstäbe (28) in die Hohlräume des Betonfundaments (16) erstrecken und das Spannkabel (44) durch den vertikalen Durchlaß (36) bis zum horizontalen Durchlaß (32) nach oben verläuft;
    5. e) Spannen des Spannkabels (44) durch eine Spanneinrichtung (66, 68, 70, 72, 74, 76, 78), die innerhalb des horizontalen Durchlasses (32) angeordnet ist, und Halten des Spannkabels in gespanntem Zustand durch Spannungshalteeinrichtungen und
    6. f) Einspritzen einer Zementvergußmasse in die Fundamenthohlräume um die Verankerungsstäbe (28) herum.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwei horizontal beabstandete Betonpfosten (10) errichtet werden und die Enden einer Platte (14) in die Kanäle (12) der beiden beabstandeten Betonpfosten (10) eingeführt werden.






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