| Dokumentenidentifikation |
DE4128066C2 30.09.1993 |
| Titel |
Vorrichtung zum Stumpfschweißen von Kettengliedern |
| Anmelder |
Meyer, Roth & Pastor Maschinenfabrik GmbH, 5000 Köln, DE |
| Erfinder |
Exner, Karl-Christoph, Dr., 5000 Köln, DE; Baumstark, Josef, 5300 Bonn, DE; Becker, Horst, 5000 Köln, DE |
| Vertreter |
König, R., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Bergen, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 40219 Düsseldorf |
| DE-Anmeldedatum |
23.08.1991 |
| DE-Aktenzeichen |
4128066 |
| Offenlegungstag |
25.02.1993 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
30.09.1993 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
30.09.1993 |
| IPC-Hauptklasse |
B21L 3/02
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| IPC-Nebenklasse |
B23K 11/02
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum
Stumpfschweißen von Kettengliedern aus C-förmig vorgebogenen und
ineinander gehängten Drahtabschnitten.
Bei bekannten Vorrichtungen, wie sie beispielsweise in
der deutschen Offenlegungsschrift 16 27 715 und der
deutschen Patentschrift 23 47 768 beschrieben sind, werden
die Enden der vorgebogenen, ineinander gehängten
Kettenglieder Glied für Glied elektrisch stumpf verschweißt,
wobei nach jedem Schweißen wenigstens das jeweils als
nächstes zu schweißende Kettenglied abwechselnd in der
einen Richtung oder der entgegengesetzten Richtung um
seine Längsachse gedreht wird.
Das Biegen der Kettenglieder und das Stumpfschweißen der
Enden der vorgebogenen, ineinander gehängten
Kettenglieder erfolgt grundsätzlich in getrennten Arbeitsgängen,
auch wenn, wie in der deutschen Offenlegungsschrift 16 27 715
beschrieben, eine Schweißstation in der
Kettenbiegemaschine unmittelbar im Anschluß an eine Halte- und
Drehvorrichtung für die Kette angeordnet ist. Bei dieser
bekannten Schweißmaschine werden die Kettenenden mittels
Klemmbacken gegeneinander gedrückt, während Elektroden
die Schweißstromzufuhr bewirken.
Bei dieser bekannten Vorrichtung sowie bei der aus der
deutschen Patentschrift 23 47 768 bekannten Vorrichtung
hängt die Herstellgeschwindigkeit einer Kette
grundsätzlich von der Arbeitsgeschwindigkeit der Schweißstation
ab; sie ist unter anderem durch das erforderliche Drehen
der Kettenglieder bedingt.
Nachteilig ist des weiteren, daß stets eine besondere
Vorrichtung zum Stumpfschweißen der Kettenglieder
erforderlich ist, wodurch sich der Bauaufwand und damit der
Kostenaufwand erhöht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung zum Stumpfschweißen von Kettengliedern zu schaffen,
die einfach aufgebaut ist, mit der Geschwindigkeit einer
Kettenbiegemaschine arbeitet und dabei qualitativ
hochwertige stumpfgeschweißte Güteketten herzustellen
gestattet.
Die Erfindung geht von der Überlegung aus, daß ein
besonderes Problem beim gleichzeitigen Biegen und Schweißen
eines Kettengliedes in der Stromübertragung auf das
Kettenglied liegt. Treten nämlich zwischen dem Kettenglied
und einer Elektrode Relativbewegungen an der
Berührungsfläche auf, kann dies zu sehr hohen Übergangswiderständen
führen, die zu einem lokalen Brennen und Beschädigungen
an der Elektrode und dem Kettenglied führen sowie eine
qualitativ hochwertige Stumpfschweißung verhindern.
Die Lösung der vorerwähnten Aufgabe besteht nun ausgehend
von der vorstehenden Überlegung darin, daß bei einer
Vorrichtung der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß an
eine Schweißmaschine Elektroden bildende Rollstähle zum
Fertigbiegen der vorgebogenen Kettenglieder angeschlossen
sind, die mittels einer Schwenkverbindung mit zum
Einrollen des vorgebogenen Kettengliedes in das Endglied eines
Kettenstrangs beweglichen Rollstahlhaltern verbunden
sind.
Die Schwenkverbindung gewährleistet, daß zwischen den als
Schweißelektroden geschalteten Rollstählen und dem
vorgebogenen Kettenglied beim Einrollen keinerlei einen hohen
Übergangswiderstand erzeugende Relativbewegungen möglich
sind, so daß der volle Schweißstrom von den Rollstählen
in das vorgebogene Kettenglied gelangt und in kürzester
Zeit das erforderliche Erwärmen der Enden des
vorgebogenen Kettengliedes bewirkt.
Vorteilhafterweise liegt der Schwenkmittelpunkt der
Schwenkverbindung innerhalb des vorgebogenen
Kettengliedes, um möglichst geringe Bewegungen des vorgebogenen
Kettengliedes beim Biegen, Erwärmen und Stauchen zu
gewährleisten. Eine solche Schwenkverbindung mit einem
Schwenkmittelpunkt innerhalb des vorgebogenen
Kettengliedes läßt sich auf einfache Weise durch kreisbogenförmig
einander zugekehrte Flächen der Rollstahlhalter und der
Rollstähle erreichen, deren gemeinsamer Mittelpunkt
innerhalb des vorgebogenen Kettengliedes liegt.
Um die Reibung zwischen den Rollstahlhaltern und den
Rollstählen herabzusetzen, können zwischen ihnen
Rollkörper angeordnet sein.
Ein festes Anliegen des Drahtstücks an den beiden
Rollstählen ergibt sich, wenn in das vorgebogene Kettenglied
eingreifende, scherenartig aufspreizbare, formgebende
Innendorne Verwendung finden.
Des weiteren läßt sich das Biegen, Erwärmen und
Stauchen erleichtern und beschleunigen, wenn das letzte
fertige Kettenglied durch eine Halte- bzw. Positionierzange
in der für das Fertigbiegen und Stumpfschweißen
erforderlichen Querlage gehalten wird.
Da der Kettengliedbogen die Stelle der höchsten
mechanischen Beanspruchung des Kettengliedes ist, während die
Stelle der geringsten mechanischen Beanspruchung im
geraden Kettengliedschenkel liegt, können die Rollstähle so
gestaltet sein, daß sie das vorgebogene Kettenglied im
Kettengliedbogen ergreifen und die geraden
Kettengliedschenkel beim Biegen, Erwärmen und Stauchen
gegeneinander bewegen, so daß die Schweißstelle im geraden
Kettenschenkel liegt.
Um beim Schweißen einen möglichst kleinen Grat zu
erreichen, können die Enden der Drahtabschnitte angespitzt
sein, so daß das den Grat bildende Material in der
umlaufenden Kerbe verschwindet und lediglich ein kleiner
Schweißgrat entsteht, der sich leicht in einem Gesenk
glätten läßt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der
Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels des
näheren erläutert. In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung nach dem
Einlegen eines vorgebogenen Kettengliedes vor
dem Biegen, Erwärmen und Stauchen und
Fig. 2 die Vorrichtung mit einem fertiggeschweißten
Kettenglied.
Um ein vorgebogenes Kettenglied 1 in die Vorrichtung
einlegen zu können, wird ein gerades Drahtstück zunächst
etwa U-förmig gebogen. Alsdann werden die hochgebogenen
Enden auswärts C-förmig gebogen und bis zu der in Fig. 1
dargestellten Stellung zusammengedrückt. Nach dem
Einlegen des letzten fertiggeschweißten Kettengliedes 2
(Endglied) zwischen das vorgebogene Kettenglied 1 werden
die freien Enden des C-förmigen Drahtstücks mittels der
Rollstähle 4 in die Schweißlage gebracht.
In Fig. 2 ist ein zwischen den Rollstählen 4
angeordnetes, fertiggeschweißtes Kettenglied 2 dargestellt, das am
Schweißstoß 3 verschweißt ist.
Die Rollstähle 4 sind als Schweißelektroden geschaltet
und daher über bewegliche Anschlüsse 6 mit einem
Schweißtransformator 5 verbunden, der Teil einer im einzelnen
nicht dargestellten Schweißmaschine ist.
Die Rollstähle 4 sind über Schwenkverbindungen 7 mit
Rollstahlhaltern 8 verbunden. Die Schwenkverbindungen 7
bestehen aus Rollkörpern, die zwischen kreisbogenförmigen
Außenflächen der Rollstähle 4 und komplementären
Kreisbogenflächen der Rollstahlhalter 8 angeordnet sind. Zum
Einrollen des vorgebogenen Kettengliedes 1 werden die
Rollstahlhalter 8 über ein Hebelsystem 9 und Ablaufkurven
10 mittels eines Antriebs 11 aufeinander zubewegt, bis
sich die freien Enden berühren und das Schweißen in der
üblichen Weise abläuft. Um ein festes Anliegen des
vorgebogenen Kettengliedes 1 an den Rollstählen 4 zu
gewährleisten, greifen in das Innere der vorgebogenen
Kettenglieder 1 scherenartig aufspreizbare Innendorne 12
ein, die gleichzeitig auch formgebend wirken.
Das letzte fertiggeschweißte Kettenglied 2, bei dem es
sich auch um das Anfangsglied einer Kette handeln kann,
wird mittels einer Halte- bzw. Positionierzange 13 in der
für das Schweißen erforderlichen Querlage zwischen den
beiden Rollstählen 4 gehalten, ohne das vorgebogene
Kettenglied zu berühren. Die Halte- bzw. Positionierzange 13
ist um 180° schwenkbar, um das jeweils gerade
fertiggeschweißte Kettenglied 2 ergreifen zu können und um 90° zu
drehen.
Damit beim Fertigbiegen zwischen den Rollstählen 4 und dem
vorgebogenen Kettenglied 1 keine Relativbewegungen
auftreten, wird das vorgebogene Kettenglied um einen
Schwenkmittelpunkt 14 gebogen, der gleichzeitig
Schwenkmittelpunkt für die Rollstähle 4 ist; hierdurch ergibt sich ein
sicherer Kontakt zwischen den Rollstählen 4 und dem
vorgebogenen Kettenglied 1 mit geringem Übergangswiderstand,
so daß sich einwandfreie Stumpfschweißungen mit hoher
Festigkeit und in kürzester Zeit erreichen lassen.
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| Anspruch[de] |
- 1. Vorrichtung zum Stumpfschweißen von Kettengliedern
(1) aus C-förmig vorgebogenen und ineinander
gehängten, Drahtabschnitten mit
- - an eine Schweißmaschine (5) angeschlossenen,
Schweißelektroden bildenden Rollstählen (4) und
- - einer Schwenkverbindung (7) zwischen den
Rollstählen (4) und zum Einrollen der vorgebogenen
Kettenglieder (1) in das Endglied eines
Kettenstrangs (1) beweglichen Rollstahlhaltern (8).
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkverbindung (7) ihren
Schwenkmittelpunkt (14) innerhalb des vorgebogenen Kettengliedes
(1) hat.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweils einander zugekehrten Flächen der
Rollstahlhalter (8) und der Rollstähle (4)
kreisbogenförmig mit einem gemeinsamen Mittelpunkt (14)
innerhalb des vorgebogenen Kettengliedes (1)
ausgebildet sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Rollstahlhaltern (8) und den
entsprechenden Rollstählen (4) Rollkörper (7) angeordnet
sind.
- 5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 4, gekennzeichnet durch in das vorgebogene
Kettenglied (1) eingreifende, scherenartig aufspreizbare
formgebende Innendorne (12).
- 6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 5, gekennzeichnet durch eine Halte- bzw.
Positionierzange (13) zum Halten des letzten fertigen
Kettenglieds (2) in einer Querlage.
- 7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollstähle (4)
das vorgebogene Kettenglied (1) im Kettengliedbogen
ergreifen und die geraden Kettengliedschenkel beim
Biegen, Erwärmen und Stauchen gegeneinanderbewegen.
- 8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der
Drahtabschnitte angespitzt sind.
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