Zusammensetzung zur Entfernung einer Schicht eines Metalls aus der Gruppe Zinn, Blei und Zinn/Bleilegierung von einem Kupfersubstrat und Verwendung derselben
Solch ein Einschrittverfahren und eine Zusammensetzung
hierfür sind in der EP-A-0 257 792 offenbart.
Danach wird eine Zusammensetzung bestehend aus einer
wäßrigen Lösung von Salpetersäure, Eisennitrat und Sulfaminsäure
eingesetzt, um Lötmittel und Zinn-Kupferlegierungsfilme
von einem Kupfersubstrat in einem einzigen Schritt zu
entfernen. Bei Verwendung dieser Zusammensetzung dient die
Sulfaminsäure zur Verhinderung des Angriffes der anderen
Komponenten auf das Kupfersubstrat, nachdem der Lötmittel-
und der Zinn-Kupferlegierungsfilm entfernt worden sind.
Dennoch kann es bis zu einem gewissen Grad zu einem
Angriff auf das Kupfersubstrat kommen.
Aus der US-PS 43 06 933 ist eine Zusammensetzung für den gleichen Zweck
bekannt, die Anthranilsäure enthält. Diese Zusammensetzung enthält als
Wirksubstanzen im übrigen Ammoniumfluorid und Wasserstoffperoxid. Sie
weist einen basischen pH-Wert auf.
Aus der EP 0 072 456, der DE-OS 23 64 162 und der US-PS 43 02 246 ist
der Einsatz von Tensiden in Verbindung mit Zusammensetzungen der
vorstehend beschriebenen Art bekannt.
In Pat.-Abstr. of Japan, C-210, Vol. 8/No. 34 (JP 58-197 277 A) ist eine
Zusammensetzung zum Ablösen von Metall (beispielsweise Zinn) auf der
Basis von H&sub2;O&sub2;, einer organischen Säure bis 300 g/l unter Zugabe einer
aromatischen Aminverbindung (z. B. Aminobenzoesäure) in Mengen von bis
100 g/l bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zusammensetzung der im
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art zu schaffen, mit der
die Metallschicht besonders schonend vom Kupfersubstrat gelöst werden
kann.
Diese Aufgabe wird durch eine Zusammensetzung der angegebenen Art
gelöst, die weiterhin Anthranilsäure enthält.
Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen 2 bis 9
hervor.
Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung der erfindungsgemäßen
Zusammensetzung nach den Patentansprüchen 10 bis 12.
Die erfindungsgemäße Zusammensetzung dient
zum Ablösen von Zinn, Blei
oder Zinn-Bleilegierungsniederschlägen von den Oberflächen
von Kupfer oder Kupferlegierungssubstraten, auf denen diese
Niederschläge zuvor z. B. durch galvanische Abscheidung
gebildet wurden. Eine spezielle Verwendung der Erfindung,
auf die diese jedoch nicht beschränkt ist, besteht in dem
Ablösen eines Lötmittelfilmes von einem Kupfersubstrat auf
einer Leiterplatte und zusätzlich, wo dieser existiert, in
der Entfernung eines intermetallischen
Zinn-Kupfer-Legierungsfilmes an der Grenze Lötmittel-Kupfersubstrat. Die
Erfindung soll im folgenden unter Bezug auf ihre
Verwendung zur Ablösung von Lötmittelfilmen beschrieben
werden.
In der Zusammensetzung ist
Salpetersäure in einer ausreichenden Menge enthalten, um
das Lötmittel aufzulösen. Im Handel ist Salpetersäure als
69%ige (Gew.-%) wäßrige Lösung mit einer spezifischen
Dichte von 1.42 erhältlich. Zum besseren Verständnis sei
darauf hingewiesen, daß alle im folgenden hierin für
Salpetersäure angegebenen Volumenkonzentrationen sich auf
69 Gew.-% Volumenkonzentrationen einer wäßrigen Lösung
von Salpetersäure beziehen. Typischerweise beträgt der
Anteil der Salpetersäure, wie er in der erfindungsgemäßen
Zusammensetzung vorgesehen wird, nicht weniger als 100 ml/l,
da niedrigere Konzentrationen das Lötmittel mit
einer Geschwindigkeit entfernen, die für kommerzielle Zwecke
zu niedrig ist. Die obere Grenze für die
Salpetersäurekonzentration in der Zusammensetzung beträgt typischerweise
um 300 ml/l, da bei höheren Konzentrationen der
geringfügige Anstieg der erzielten
Lötmittelentfernungsgeschwindigkeit durch andere Erwägungen zunichte gemacht wird, wie
die Kosten und das gesteigerte Risiko in Verbindung mit
der Benutzung einer korrodierenden Substanz. Vorzugsweise
beträgt die Konzentration von Salpetersäure in der
erfindungsgemäßen Zusammensetzung zwischen 150 bis 250 ml/l,
gemessen als 69%ige wäßrige Salpetersäurelösung, wobei
ganz besonders eine Konzentration oberhalb von 200 ml/l
vorgezogen wird.
Eisen-(III)-Nitrat läßt sich im Handel in der Form des Hydrates
Fe(NO3)3 · 9H2O erwerben. Alle im folgenden angegebenen Eisen-
(III)-Nitratkonzentrationen sind Konzentrationen des
Nonahydrates. In der erfindungsgemäßen Zusammensetzung ist Eisen-
(III)-Nitrat in einem Anteil enthalten, der ausreicht, die
Zinn-Kupferlegierungsschicht aufzulösen, die sich auf dem
Kupfersubstrat der Leiterplatte befindet. Typischerweise wird
das Eisen-(III)-Nitrat-Nonahydrat in der erfindungsgemäßen
Zusammensetzung mit einer Konzentration von 30 bis 140 g/l
eingesetzt, da bei Konzentrationen unterhalb von etwa 30 g/l
die Ablösungsgeschwindigkeit des
Zinn-Kupferlegierungsfilms von dem Kupfersubstrat zu langsam für
kommerzielle Zwecke wird. Zusätzlich lassen sich
keine sinnvollen Vorteile erzielen, wenn man
eine Konzentration von Eisen-(III)-Nitrat einsetzt, die höher als
etwa 140 g/l ist.
Vorzugsweise beträgt die Eisen-(III)-Nitratkonzentration in der
erfindungsgemäßen Zusammensetzung zwischen 50 und 100 g/l;
es wurde festgestellt, daß sich innerhalb dieses
Bereiches ein gutes Gleichgewicht zwischen einem hohen
Angriffsgrad auf den Zinn-Kupferlegierungsfilm und einem
geringen Angriffsgrad auf das Kupfersubstrat einstellte. Am
meisten vorzuziehen ist, wenn die Konzentration an Eisen-
(III)-Nitrat in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung etwa 80 g/l
beträgt.
Lötmittel, die sich durch Anwendung der erfindungsgemäßen
Zusammensetzung ablösen lassen, umfassen zahlreiche
Zinn-Bleilegierungslötmittel, im wesentlichen reine
Bleilötmittel und auch im wesentlichen reine Zinnlötmittel.
Solche Lötmittel werden üblicherweise zur Bildung von
Widerstandsfilmen auf Kupfersubstraten von Leiterplatten
verwendet. Die Entfernung des Lötmittels durch die
Salpetersäure in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung bewirkt
eine Reaktion zwischen der Salpetersäure und den Metallen
Zinn und Blei des Lötmittels. Nach Auflösung des
Lötmittelfilms durch die Salpetersäure wird der freigelegte
intermetallische Zinn-Kupferlegierungsfilm angegriffen und
durch das Eisennitrat in der Zusammensetzung entfernt,
wodurch die Oberfläche des Kupfersubstrates freigelegt wird.
Selbstverständlich ist diese Kupferfläche empfindlich
gegenüber einem chemischen Angriff durch sowohl die
Salpetersäure als auch das Eisen-(III)-Nitrat in der Zusammensetzung.
Jedoch durch Einfügen von Anthranilsäure (d. h.
o-Aminobenzoesäure) in die Zusammensetzung läßt sich das
chemische Angriffsvermögen auf die freigelegte Kupferfläche reduzieren.
Anthranilsäure sollte in der erfindungsgemäßen
Zusammensetzung mit einem solchen Anteil enthalten sein, daß jedes Ätzen
der blanken Kupferfläche verhindert wird. Typischerweise
liegt Anthranilsäure in der erfindungsgemäßen
Zusammensetzung in einer Konzentration in einem Bereich von 1 bis
30 g/l, vorzugsweise in dem Bereich von 5 bis 20 g/l, vor.
Es wurde festgestellt, daß sich ein guter inhibierender
Effekt mit einer Anthranilsäurekonzentration von 10 g/l
erzielen läßt.
Die Zusammensetzung kann weitere Materialien
enthalten, die nicht
wesentlich die Aktivität verringern. So ist es z. B. möglich,
einen oder mehrere übliche Inhibitoren, die ein Anlaufen
verhindern, wie z. B. Benzotriazole oder Tolyltriazole
einzuarbeiten, um eine saubere und strahlende
Oberflächenbeschaffenheit der Fläche des freigelegten Kupfersubstrates
nach dem Ablösen zu erzielen. Es ist weiterhin möglich,
ein Tensid oder eine benetzende Substanz vorzusehen, um
die Benetzungseigenschaft der Zusammensetzung zu erhöhen.
In diesem Zusammenhang wurde festgestellt,
daß sich unerwartete Vorteile erzielen lassen, wenn ein
Anteil von jeweils zwei unterschiedlichen Tensiden in der
Zusammensetzung vorgesehen wird. Hierbei läßt
sich kein signifikant anderes Resultat erzielen,
wenn entweder nur ein Anteil von Kokosamin oder nur einer eines
nichtionischen ethoxylierten Fettalkoholes in die
erfindungsgemäße Zusammensetzung eingefügt wird. Wenn jedoch
beide Tensidtypen eingearbeitet sind,
wird die schließlich erreichte Kupferoberfläche
nach dem Ablösen klar und glänzend und die Inhibition
des chemischen Angriffes auf die Kupferfläche durch die
Salpetersäure/das Eisen-(III)-Nitrat in der Zusammensetzung
verbessert. Keiner dieser Vorteile wurde erzielt, wenn
nur eine der oberflächenaktiven Substanzen in der
Ablösezusammensetzung anwesend war.
Ein geeignetes Kokosamintensid und
ein geeignetes nichtionisches polyethoxyliertes
Fettalkoholtensid sind im Handel erhältlich.
Typischerweise wird das Kokosamintensid bei einer Konzentration in
einem Bereich von 0,1 bis 5,0 g/l, vorzugsweise von 0,2
bis 0,75 g/l, eingesetzt. Das Fellalkohol-Tensid wird
generell bei Konzentrationen in einem Bereich von 0,1 bis
5,0 g/l, vorzugsweise von 0,5 bis 1,5 g/l, eingesetzt.
Vorzugsweise wird jedes der beiden Tenside der wäßrigen
Lösung von Salpetersäure, Eisen-(III)-Nitrat und Anthranilsäure
einzeln in Form einer Methanollösung zugesetzt.
Entsprechend einer bevorzugten Ausführung hat die
erfindungsgemäße Zusammensetzung die folgende Formulierung:
Es wurde weiterhin festgestellt, daß sich gute
Resultate mit einem Ethylenoxid/Propylenoxid-Copolymertensid
und/oder mit einem Phosphatester erzielen lassen. Vorzugsweise
ist sowohl der Phosphatester als auch
das Ethylenoxid/Propylenoxid-Copolymer anwesend.
Eine geeignete Mischung von Phosphatester und Ethylenoxid/
Propylenoxid-Copolymer wird typischerweise
in einer Konzentration in einem Bereich von
0,5 bis 10 g/l, vorzugsweise von 1 bis 5 g/l, eingesetzt.
Da diese Mischung wasserlöslicher als die oben
angegebenen Tenside ist,
muß sie nicht in Methanol aufgelöst werden, sondern kann
direkt der wäßrigen Zusammensetzung
zugesetzt werden.
Entsprechend einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung hat
die erfindungsgemäße Zusammensetzung folgende Formulierung:
hydratisiertes Eisen-(III)-Nitrat (Fe(NO&sub3;)&sub3; · 9H&sub2;O)140 g/lAnthranilsäure10 g/lSalpetersäure (69%)300 ml/lMischung von Phosphatester und Ethylenoxid/Propylenoxid-Copolymer3 g/lWasserauf 1 Liter auffüllen
In einer typischen handelsüblichen Vorrichtung wurden die
mit der Ablösezusammensetzung zu behandelnden
Leiterplatten mit der Ablösezusammensetzung in Kontakt gebracht,
z. B. durch Eintauchen oder Besprühen. Der Kontakt
wurde über einen Zeitraum aufrechterhalten, der eine
vollständige Entfernung des Lötmittelfilmes und des
intermetallischen Zinn-Kupferlegierungsfilmes erlaubte. Die
Ablöselösung, die, um wirksam zu sein, zur Zeit der Benutzung
nicht aufgeheizt werden mußte, hatte typischerweise eine
Temperatur in einem Bereich von 10 bis 50°C, noch typischer
von 20 bis 25°C. Die Kontaktzeit zwischen der
Ablöse-Lösung und der zu behandelnden Leiterplatte hängt
logischerweise von der Dicke des zu entfernenden
Lötmittelfilmes und Zinn-Kupferlegierungsfilmes ab. Generell
betrug die Kontaktzeit zwischen etwa 0,5 und 3 Minuten,
noch üblicher war eine Zeit von etwa 1 Minute.
BeispieleBeispiel 1
Es wurde eine wäßrige Lösung mit folgender Rezeptur
zubereitet:
Die Lösung wurde bei Raumtemperatur an einer 60/40 Zinn/
Bleianode für 1 Minute getestet, um die
Zinn/Bleiablösegeschwindigkeit zu bestimmen, und wurde weiterhin auf ein
gereinigtes Kupferplättchen über einen Zeitraum von 4
Minuten aufgebracht, um die Kupferätzgeschwindigkeit zu
ermitteln. Die Ergebnisse waren folgendermaßen:
Zinn/BleiablösegeschwindigkeitKupferätzgeschwindigkeit12 µm/min0,9 µm/4 min
Nach der Kupferätzung war die Oberfläche des
Kupfersubstrates stumpf und dunkel.
Beispiel 2
Eine wäßrige Lösung mit der folgenden Zusammensetzung
wurde vorbereitet:
Die Lösung wurde wie in Beispiel 1 getestet, um die Zinn/
Bleiablösegeschwindigkeit und die Kupferätzgeschwindigkeit zu
bestimmen. Die Ergebnisse waren folgendermaßen:
Zinn/BleiablösegeschwindigkeitKupferätzgeschwindigkeit6,6 µm/min0,35 µm/4 min
Nach der Kupferätzung war die Oberfläche des
Kupfersubstrates klar und glänzend.
Beispiel 3
Es wurden wäßrige Lösungen mit folgenden Rezepturen
vorbereitet.
A. (vergleichend).
Jede der Lösungen A-D wurde wie in dem oben angegebenen
Beispiel 1 getestet. Die Ergebnisse waren folgendermaßen:
Beispiel 4
Eine Reihe von wäßrigen Lösungen mit 200 ml/l
Salpetersäure (69%), 10 g/l Anthranilsäure, 0,37 g/l Kokosamintensid,
0,64 g/l nichtionischem polyethoxyliertem Fettalkoholtensid und wechselnden Konzentrationen
an hydratisiertem Eisen-(III)-Nitrat wurden vorbereitet und wie in
Beispiel 1 getestet. Es wurde die Geschwindigkeit der
Zinn-Bleiablösung und die Geschwindigkeit der Kupferätzung
für jede getestete Behandlungslösung ermittelt. Die
Ergebnisse zeigt Tabelle 1.
Tabelle 1
Beispiel 5
Eine Reihe von wäßrigen Lösungen mit 80 g/l Fe(NO3)3×9H2O,
200 ml/l Salpetersäure (69%), 0,37 g/l Kokosamintensid, 0,64 g/l
nichtionischem polyethoxyliertem Fettalkoholtensid und wechselnden Konzentrationen von
Anthranilsäure wurden vorbereitet und wie in Beispiel 1
getestet. Die Geschwindigkeit der Zinn/Bleiablösung und
die Geschwindigkeit der Kupferätzung wurden für jede der
untersuchten Behandlungslösungen ermittelt. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 2 gezeigt.
Tabelle 2
Beispiel 6
Eine Reihe von wäßrigen Lösungen mit 80 g/l Fe(NO3)3×9H2O,
10 g/l Anthranilsäure, 0,37 g/l Kokosamintensid, 0,64 g/l
nichtionischem polyethoxyliertem Fettalkoholtensid und wechselnden Konzentrationen von
Salpetersäure wurden vorbereitet und wie in Beispiel 1
getestet. Die Geschwindigkeit der Zinn/Bleiablösung und die
Geschwindigkeit der Kupferätzung wurden für jede
getestete Behandlungslösung ermittelt. Die Ergebnisse zeigt
Tabelle 3.
Tabelle 3
Beispiel 7
Es wurde eine wäßrige Lösung mit folgender Rezeptur
vorbereitet:
Salpetersäure (69%)300 ml/lEisen-(III)-Nitrat (Fe(NO&sub3;)&sub3; · 9H&sub2;O)140 g/lAnthranilsäure10 g/lMischung aus Phosphatester und Ethylenoxid/Propylenoxid-Copolymer3 g/l
Die Lösung wurde wie in Beispiel 1 getestet, um die Zinn/
Bleiablösungsgeschwindigkeit und die
Kupferätzungsgeschwindigkeit zu bestimmen. Die Resultate waren
folgendermaßen:
Zinn/BleiablösegeschwindigkeitKupferätzgeschwindigkeit8,5 µm/min0,35 µm/4 min
Nach der Kupferätzung war die Oberfläche des
Kupfersubstrates klar und glänzend.
Anspruch[de]
1. Zusammensetzung zur Entfernung einer Schicht eines
Metalls aus der Gruppe Zinn, Blei und Zinn/Bleilegierung
von einem Kupfersubstrat, die eine wäßrige Lösung von
Salpetersäure und Eisen-(III)-Nitrat enthält, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lösung weiterhin Anthranilsäure
enthält.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei der die wäßrige
Lösung 100 bis 300 ml/l an Salpetersäure, gemessen als
69%ige (Gew.-%) wäßrige Salpetersäurelösung, zwischen
30 und 140 g/l an Eisen-(III)-Nitrat (in Form von
Fe(NO3)3 · 9H2O) und zwischen 1 bis 30 g/l an
Anthranilsäure enthält.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 2, bei der die wäßrige
Lösung etwa 200 ml/l Salpetersäure, etwa 80 g/l Eisen-
(III)-Nitrat und etwa 10 g/l Anthranilsäure enthält.
4. Zusammensetzung nach Anspruch 2, bei der die wäßrige
Lösung etwa 300 ml/l an Salpetersäure, etwa 140 g/l
Eisen-(III)-Nitrat und etwa 10 g/l Anthranilsäure enthält.
5. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 mit
weiterhin einem Tensid.
6. Zusammensetzung nach Anspruch 5, bei der das Tensid
zwischen 0,1 bis 5,0 g/l an Kokosamin und zwischen 0,1
bis 5,0 g/l eines nichtionischen ethoxylierten
Fettalkoholtensides enthält.
7. Zusammensetzung nach Anspruch 5, bei der das Tensid
etwa 0,37 g/l an Kokosamin
und etwa 0,64 g/l eines nichtionischen ethoxylierten
Fettalkoholtensides enthält.
8. Zusammensetzung nach Anspruch 5, bei der das Tensid
einen Phosphatester und/oder ein
Ethylenoxid/Propylenoxidcopolymer enthält.
9. Zusammensetzung nach Anspruch 8 mit etwa 3 g/l eines
Gemisches aus Phosphatester und Ethylenoxid/Propylenoxid-
Copolymer.
10. Verwendung der Zusammensetzung nach einem der vorangehenden
Ansprüche zur Ablösung einer Schicht eines Metalles
aus der Gruppe Zinn, Blei, Zinn-Bleilegierung und
Zinn-Kupferlegierung von der Oberfläche eines
Kupfersubstrates durch Aufbringung der Zusammensetzung
auf die zu behandelnde Schicht.
11. Verwendung nach Anspruch 10 zur Ablösung einer
Lötmittelschicht und einer Schicht einer
Zinn-Kupferlegierung, die unter der Lötmittelschicht liegt, von dem
Kupfersubstrat einer Leiterplatte.
12. Verwendung nach einem der Ansprüche 10 oder 11 durch
Aufbringung der Zusammensetzung durch Sprühen.